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Samstag, 13. Januar 2018, 17:06

Magnetspuren sichtbar machen zur Kopfjustage

Hallo passionierte Tonjäger,

in den letzten Tagen habe ich eine Idee in die Tat umgesetzt, die mir seit Jahrzehnten (und seit Wochen verstärkt) durch den Kopf geht: Ich wollte testen, ob sich mit selbsthergestellter Eisensuspension Magnetspuren so präzise vermessen lassen, dass sich damit z.B. die korrekte Höhenjustage von Viertelspur-Aufnahmeköpfen beurteilen und falls nötig korrigieren lässt. (Mein Reservoir an BASF-Suspension, mit der ich meinen Einstand im BMF gab, ist in den letzten vierzig Jahren doch arg zusammengeschmolzen ...)

Anlass dafür waren eine in der Kopfhöhe dejustierte A77 Viertelspur sowie eine eher zufällig im Internet aufgestöberte Portion Carbonyleisenpulver (mittl. Korngröße rund 4µm). Die beiden Beutel habe ich als erstes entmagnetisiert – man kann nie wissen –, dann kam ein kleiner Teelöffel davon in etwa 500 ml Waschbenzin, dazu zwei oder drei Tropfen Spülmittel, weil sonst das Pulver sich nicht gut verteilt.

Unmittelbar vor dem Eintauchen des Magnetbandstücks mit der fraglichen Aufzeichnung muss das Gemisch nochmals durchgerührt werden, weil sich das Pulver wegen seines hohen spezifischen Gewichts schnell absetzt. (Schon 1941 gab es Versuche mit Öl- und Glyzerinsuspensionen, doch ergibt das leider nicht genügend scharfe und kontrastreiche Bilder.) Nach dem Eintauchen muss das Bandstück behutsam trocknen, zu starkes Pusten und ähnliche Störungen verwischt das Spurenbild wieder.

Vor 40 Jahren habe ich mir für solche Messungen einen Fadenzähler zugelegt, den ich jetzt zu Beginn meiner neuen Versuche wiederbelebte.

Bei der praktischen Anwendung zeigte der Fadenzähler jedoch gewisse Nachteile: Beim Aufsetzen auf die zu prüfende Stelle des Magnetbands muss man präzise (im Fünfzigstelmillimeterbereich) und zugleich behutsam arbeiten, weil man sonst leicht die Spuren verwischt, denn diese werden nur von der Magnetisierung auf dem Band „zusammengehalten“. (Darum lässt sich das Pulver nach Auswertung ohne Rückstände trocken abwischen, ein vermessenes Bandstück kann danach normal weiterverwendet werden.) Zudem wird mit dem Fadenzähler der Bildausschnitt nur ca. 15mm groß und außerdem schlecht auszuleuchten.

Schon vor 40 Jahren musste ich die Unterseite des Fadenzählers abschleifen, weil die Skala einen geringen Abstand von der Objektebene hatte und deswegen Parallaxefehler unvermeidlich wurden. Diese waren zwar durch das Abschleifen deutlich verringert, jedoch angesichts der Möglichkeiten moderner Digitalkameras sind sie weiterhon zu hoch. Andererseits ist es wegen der Verwischungsgefahr unmöglich, die Skala direkt auf das Magnetband zu legen.

Wegen all dieser Schwierigkeiten habe ich schließlich die Fadenzähler-Skala alleine fotografiert, das Resultat in Photoshop bearbeitet und schließlich als transparente Ebene den Magnetspurenbildern überlagert. Die Idee mit der Doppelskala entstand aus praktischen Überlegungen heraus.

Meine ersten beiden Demonstrationen sind zwei eher alltäglichen Situationen bzw. Problemen entnommen. Die Bilder habe ich in voller Auflösung hochgeladen (wird beim Draufklicken zugänglich, bei mir mit der rechten Maustaste => "Grafik anzeigen"), bei der die Zehntelmillimeterskala besser sichtbar wird.

Beispiel 1
ist eine „alltägliche“ Situation, eine Zweispur-Stereo Aufzeichnung mit nicht 100%ig sauberem AK (zuvor waren 1 km Band durchgelaufen, optisch war die Ablagerung kaum auszumachen) vor und nach der Kopfreinigung.

vorher
Stereo-Musikprogramm bei 9,5 cm/s




nachher



Zu erkennen ist außerdem, dass der AK um etwa 0,1 mm zu hoch steht, was bei Zweispur weniger unmittelbar hörbar wird als z.B. bei Viertelspur.


*************


Beispiel 2
A77 MK III Viertelspur, Werksjustage
Alle Aufzeichnungen ab hier entsprechen 1000 Hz bei 19 cm/s



Auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass der Aufnahmekopf zu tief eingestellt ist, da der mittlere „Rasen“ (zwischen Spur 2+3) größer ist als die beiden äußeren (zwischen Spur 1+2 und 3+4).

A77 Viertelspur, nach Höhenkorrektur
Die Korrektur bestand aus einer ca. 1/5 Umdrehung beider Madenschrauben im Uhrzeigersinn.



Beide Spurlagen nebeneinander:



Mit den überlagerten Skalen ist zu erkennen, dass die Höhenabweichung der A77 im Werkszustand etwa 0,1 mm betrug.

Leider ist mit der Klarbandmethode ein so geringer Versatz nicht immer zuverlässig zu erkennen und präzise oder reproduzierbar zu beseitigen, insbesondere wenn keine parallaxefreie Sicht auf die Tonköpfe möglich ist. (Nicht jeder hat noch dieselben Argusaugen wie in früher Jugendzeit …) Zudem wäre bei Eingriffen im Auftrag Dritter eine aussagekräftige Dokumentation wünschenswert.

Nun also ist der Aufnahmekopf präzise in der Höhe justiert, was aber ist mit dem Wiedergabekopf? Solange kein Höhenjustierband zur Verfügung steht – wie viele davon mag es noch geben? – bleibt nur die optische Methode, die ich aber aus dan aufgeführten Gründen als unbefriedigend empfinde.

Die meisten Justierbänder funktionierten nach dem Prinzip einer Vollspuraufzeichnung mit 1 kHz (o.ä.), aus der die Spur 3 herausgelöscht worden war. Damit war das untere Kopfsystem (= rechter Kanal bei Stereo) auf Spannungsminimum einzustellen.

Die naheliegende Idee, für den Zweck einen Viertelspur-Löschkopf zu verwenden, funktioniert leider nicht, weil dessen Spurbreite merklich größer ist als die des Aufnahmekopfes, damit auch bei kleinen Höhendifferenzen im Bandlauf eine sichere Löschung erreicht wird:




Zum Vergleich links daneben die Viertelspuraufzeichnung:




Die nächstliegende Frage lautete für mich: Ließe sich für die Löschung vielleicht der frisch justierte Aufnahmekopf verwenden? Schließlich würde seine Spurbreite exakt passen. Ob er aber auch genügend Löschenergie aufbringen würde?

Also stellte ich den VM-Trimmer für Kanal II auf Maximum, zeichnete auf der M15A ein paar Minuten SM 911 mit 1 kHz, Vollspur und Maximalaussteuerung auf und ließ dieses Bandstück durch die A77 viermal in „Aufnahme Kanal II“ durchlaufen, wobei ich den Löschkopfspalt mit vier Lagen Klebeband abdeckte (Verdrehen wäre auch gegangen, macht aber beim Zurückjustieren mehr Arbeit).

Das Ergebnis:




Dies ermunterte mich, auch die Gegenrichtung auf gleiche Weise zu löschen, damit das eventuelle spätere Justierband in beiden Richtungen verwendet werden könne:




Zum besseren Vergleich die vorhin gezeigten höhenkorrigierten Aufnahmespuren der A77 (rechts) und die Lage der aus der Vollspuraufzeichnung herausgelöschten Innenspuren.




Klar zu erkennen ist, dass die von der A77 herausgelöschten beiden Spuren in Breite und Lage exakt den nach der Justage aufgezeichneten Spuren entsprechen.

Damit zeigt sich mein neues Messbändchen als geeignet zur Höheneinstellung von Viertelspur-Wiedergabeköpfen :thumbup:

Interessanterweise stellte sich mit diesem Band heraus, dass der Wiedergabekopf ab Werk exakt um denselben Betrag nach unten dejustiert war.

Kommentare und konstruktive Anregungen sind wie immer willkommen.

Grüße, Peter

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Peter Ruhrberg« (13. Januar 2018, 18:03)


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Samstag, 13. Januar 2018, 17:20

sehr interessant :thumbup: :thumbup: :thumbup:
Gruß Ulf

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Samstag, 13. Januar 2018, 18:27

:thumbup: Hut ab. Super Arbeit.



Emil.
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Bitte etschuldigen sie mein Deutsch, aber mindestens 20 Jahre habe ich Deutsch nur gesprochen. Das schriftliche ist dann schwer.

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Samstag, 13. Januar 2018, 19:54

Ich bin platt!
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!

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Samstag, 13. Januar 2018, 21:39

Hallo Peter,

beeindruckend - besonders die klaren Bilder zusammen mit der scharfen Skala!

Wenn Du die Methode gerade "am laufen" hast, kommt mir in den Sinn, dass Hans-Joachim hier im Forum früher davon berichtet hat, dass die Spurpakete des A77-Halbspur-Aufnahmekopfes unterschiedlich breit sein sollen - so zum Beispiel hier:

Ersatzweise, aber nicht eben wahrscheinlich, käme auch noch ein verkorkster Kopf (Spurlage weicht ab) kombiniert mit einer soeben beschriebenen Korrektur in Frage. Diesen Fall gibt es bei der Halbspur-A77 ab Werk, was dann auffällt, wenn man auf einer unkorrigierten A77 aufgenommene Bänder auf einer professionellen Schmetterlingsanlage wiedergibt, die dann ja eigentlich Leerrasen abtastet. Nachdem beim A77-Aufnahmekopf aber offensichtlich ein Spurpaket breiter ist als das andere, erzielt man auf einem Kanal bei Schmetterloingskopfwiedergabe auch mehr Spannung, obgleich auf dem Gerät selbst und anderen A77, B77, A700 etc. pp sowie bei Wiedergabe von Bezugsbändern alles o.k. zu sein scheint... Bei mir überschritt dieser Unterschied bei beiden A77ORF die 1-dB-Marke.

Das müsste man doch mit Deiner Methode sehen können, oder? Passende Bandschnipsel von zwei verschiedenen Halbspur-B77 (ich nehme an, die Köpfe sind denen der A77 gleich) könnte ich bei Interesse zum Test beisteuern :)

Damit zeigt sich mein neues Messbändchen als geeignet zur Höheneinstellung von Viertelspur-Wiedergabeköpfen

Falls Du die Serienproduktion aufnimmst, wäre ich interessiert! Zwar meide ich eigentlich Viertelspur - aber das ein oder andere Gerät verirrt sich dann doch immer wieder...

Könnte man dann den Aufnahmekopf (wie bei der Spalteinstellung) so justieren, dass er maximalen Pegel für den gerade frisch eingestellten Wiedergabekopf aufzeichnet?

Viele Grüße
Andreas

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Samstag, 13. Januar 2018, 22:15

Das müsste man doch mit Deiner Methode sehen können, oder?

Wirklich zuverlässig lässt sich das erst quantifizieren, wenn die Spurlage des Aufnahmekopfes optimal justiert ist. Die von Hans-Joachim beschriebene Methode ist aber genau und zuverlässig genug, solange es nur um relevante Pegelunterschiede geht.

Ungleiche Spurbreiten und Spurabstände habe auch ich schon erlebt, vorwiegend bei Bandmaschinen unterhalb der Revox-Klasse. Auf professionellem Niveau sind mir Abweichungen in dieser Größenordnung bislang nicht begegnet. Hier wird man eher bei nicht fluchtenden Spalten (sog. Azimutablage) und ähnlichem fündig, die aber nicht durch Magnetspuren nachweisbar sind.


Könnte man dann den Aufnahmekopf (wie bei der Spalteinstellung) so justieren, dass er maximalen Pegel für den gerade frisch eingestellten Wiedergabekopf aufzeichnet?

Diese Methode ist leider nicht genau genug: 0,1 mm Abweichung entspricht bei Viertelspur rechnerisch nur 1 dB Differenz, in der Praxis eher weniger. Das ist der Hauptgrund, weswegen ich den umgekehrten Weg gegangen bin, zunächst das Messnormal herzustellen, um damit den Minimalabgleich durchführen zu können.

Die hier beschriebene Carbonyleisenmethode kann mit ausreichender Genauigkeit von jedem praktiziert werden. Zur Messung ist ein Fadenzähler notwendig und ausreichend, Ungleichmäßigkeiten der Spurabstände erkennt man aber mit unbewaffnetem Auge und ohne Messinstrument bereits zuverlässig bei Abweichungen <0,05 mm.

Das ist im Prinzip die Ausrüstung und Methode, die ich vor 40 Jahren verwendet hatte, nur ohne Bildgebung zur Dokumentation.

Grüße, Peter

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Samstag, 13. Januar 2018, 22:37

Das ist sehr interessant und aufschlussreich! Da ich relativ häufig Fremdgeräte mit Viertelspurköpfen auf dem Tisch habe (ein paar eigene tummeln sich auch im Fundus) werde ich mir auch mal dieses Pulver besorgen. Ich habe zwar ein uraltes (60er) Kopfhöhenjustierband von Grundig, aber dem traue ich nicht so ganz. Statt Fadenzähler wird es bei gutem Augenmaß auch eine normale Lupe tun, denke ich.

Gruß
Holgi

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Samstag, 13. Januar 2018, 22:52

Leider weiß ich überhaupt nicht, was ich da suchen muss und welche Eigenschaften das Pulver haben muss. Bei Ebay wird auch alles Mögliche in der Richtung angeboten. Aber wie gesagt: ich habe keine Ahnung... :( ?(

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Samstag, 13. Januar 2018, 23:29

Leider weiß ich überhaupt nicht, was ich da suchen muss und welche Eigenschaften das Pulver haben muss. Bei Ebay wird auch alles Mögliche in der Richtung angeboten. Aber wie gesagt: ich habe keine Ahnung... :( ?(

Ich hatte ein Pulver ausgewählt mit der Korngrößenangabe d(10) max. 8,6 μm / d(50) max. 3,8 μm / d(90) max. 2,0 μm (soweit ich mich erinnern kann, die Angaben stehen nicht auf der Rechnung und auch nicht auf der Ware).
Der Händler schreibt auf seiner Internetpräsenz https://www.metallpulver24.de/de/, dass Carbonyleisenpulver in Kürze wieder eintrifft. Ob das dann dieselbe Korngröße sein wird, weiß ich aber nicht. (Notfalls schicke ich dir einen kleinen Löffel voll, das reicht bis Weihnachten :whistling: )


Ich habe zwar ein uraltes (60er) Kopfhöhenjustierband von Grundig, aber dem traue ich nicht so ganz. Statt Fadenzähler wird es bei gutem Augenmaß auch eine normale Lupe tun, denke ich.

Um ein vorhandenes Viertelspur-Justierband beurteilen zu können, wird man kaum um eine geeignete Skala herumkommen, wenn die zu prüfenden Aufzeichnungen asymmetrisch zur Bandlängsachte liegen. Bei Bedarf wird sich das aber zeigen.

Mit der Fadenzählermethode habe ich in der Vergangenheit so manches verdächtige Messband überführen können, nur war die Dokumentation vor 40 Jahren nicht ganz so trivial.

Hier einige Beispiele für geradezu vorbildlich präzise Aufzeichnungen:

BASF Betriebsbezugsband 38 (# 164, 1992)
Trennspuraufzeichnung 0,75 mm





BASF Betriebsbezugsband 38 (# 209, 1992)
Trennspuraufzeichnung 0,75 mm





Agfa Stereobezugsband 38 nach ARD [1978]
Trennspuraufzeichnung 0,75 mm

Ziemlich abgenudelt und ramponiert, aber immer noch einwandfrei verwendbar :thumbup:




BASF Betriebsbezugsband 38 (# 75, 1992)
Trennspuraufzeichnung 2,1 mm





Als Zugabe mein persönlicher Favorit: die BASF-patentierte Azimutaufzeichnung eines "Betriebsbezugsbands 38" in zwei Hilfsspuren pro Kanal, zwecks erhöhter Genauigkeit bei der Azimutjustage (<5° elektrisch bei 10 kHz) und zur separaten Prüfung relevanter Parameter des Wiedergabekanals, insbesondere ein evtl. Spaltversatz oder nicht fluchtende Spaltkanten der beiden WK-Systeme, unterschiedliche Kopfwicklungs-Induktivitäten oder Gruppenlaufzeiten beider Wiedergabekanäle.




Grüße, Peter

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Sonntag, 14. Januar 2018, 12:31

Hi Peter,
absolut interessantes Thema, davon gehört hat sicherlich schon der ein oder andere aber bisher konnte man dazu kaum was finden. Um so mehr freut es mich das Du das uns hier zugänglich machst, dafür mal ein ganz dickes Dankeschön!

Ich hab hier einen Anbieter gefunden der Carbonyleisenpulver verkauft, konnte aber bislang noch nicht herausfinden ob auch Privatpersonen die nur kleine Mengen benötigen da was kaufen können und ob das überhaupt geeignet ist.

http://www.pmctec.com/index.php?id=pulve…terformteile001

Könntest Du evtl. bitte noch erklären wie Du das mit dem Fadenzähler und dem Band im PC bearbeitest das man das dann auch auswerten kann?

beste Grüße
sonydoc

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Sonntag, 14. Januar 2018, 13:04

Könntest Du evtl. bitte noch erklären wie Du das mit dem Fadenzähler und dem Band im PC bearbeitest das man das dann auch auswerten kann?


Hmm … Also die Fadenzählerskala habe ich zunächst einfach abfotografiert und dann in Photoshop als Vorlage benutzt, um eine neue zu zeichnen. Das heißt ich habe nur die ersten 10 Teilstriche nachgezeichnet und diese dann zehnmal untereinander kopiert. Das Ganze dann auf transparenten Hintergrund umgestellt (der originale war weiß) und abschließend der Skala einen Schatten mit einstellbaren Parametern verpasst, damit sie sich von den Magnetspurenbildern genügend abhebt, ohne diese zu verdecken.

Da ich sowohl die Skala als auch alle Bandproben mit minimaler Entfernungseinstellung ablichte, sind auch die Abbildungsmaßstäbe fast durchweg gleich. Gelegentliche geringe Maßstababweichungen führen dazu, dass auf der Skala die Breite des Bandes beispielsweise mit 6,25 mm (statt 6,3 mm) abzulesen ist. In diesen Fällen wird die Skala minimal gestaucht, so dass die beiden Teilstriche für 0 und 6,3 mm wieder mit den Bandkanten fluchten.

Das ist eigentlich alles, oder habe ich noch was vergessen?

Grüße, Peter

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12

Mittwoch, 17. Januar 2018, 08:13


Als Zugabe mein persönlicher Favorit: die BASF-patentierte Azimutaufzeichnung eines "Betriebsbezugsbands 38" in zwei Hilfsspuren pro Kanal, zwecks erhöhter Genauigkeit bei der Azimutjustage (<5° elektrisch bei 10 kHz) und zur separaten Prüfung relevanter Parameter des Wiedergabekanals, insbesondere ein evtl. Spaltversatz oder nicht fluchtende Spaltkanten der beiden WK-Systeme, unterschiedliche Kopfwicklungs-Induktivitäten oder Gruppenlaufzeiten beider Wiedergabekanäle.
Das mußte ich in ähnlicher Weise kürzlich bei der Justage eines Cassettendecks feststellen. Mit einem echten Vollspurmonoband von BASF konnte ich den Kopf im Tilt/Höhe nicht so gut einstellen, wie mit einer selbstgemachten Stereocassette. Das Vollspurmonosignal übertüncht hier die Lage des Kopfes zu sehr.

Eine sehr hohe Genauigkeit hat aber auch ihre Tücken, sie bezieht sich immer nur auf des verwendete Referenzband.
Gruß
André

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Mittwoch, 17. Januar 2018, 09:17

Hallo Peter,
tolle Bilder die mich natürlich anfixen, sowas auch mal auszuprobieren und da habe ich gleich noch ein Fragen zur verwendeten Suspension: Du hast Waschbenzin als Suspensionsmittel verwendet, das ja auf Grund seiner gemischten Zusammensetzung alle möglichen Kunststoffe anlöst, hatest du da keine Bedenken, dass das das Band beschädigen könnte?

Das Spülmittel setzt ja die Oberflächenspannung von wässrigen Lösungen herab und erlaubt daher die bessere Vermischung von Teilchen im Wasser, wenn du aber nur Benzin als Lösungsmittel hast, wäre doch das Spüli gar nicht notwendig, da es kaum die Eigenschaften des Benzins verändert oder hast du doch auch etwas Wasser in deiner Suispension verwendet.
Viele Grüße
Lukas

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Mittwoch, 17. Januar 2018, 09:45

Moin Lukas,

also ich nehme immer ältere Bänder.
Sollte es zu irgendwelchen Ablösungen kommen, wäre das nicht so tragisch. Aber bis jetzt hatte ich das auch noch nicht.
Auch kann das Bandmaterial weiter verwendet werden. Einfach sauber machen und gut.

Und ja, Spülmittel bringt nichts.
Gruß
Torsten


aktuelle R2R: ReVox B77 MK nix, AKAI GX-630D

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Mittwoch, 17. Januar 2018, 09:52

Das mußte ich in ähnlicher Weise kürzlich bei der Justage eines Cassettendecks feststellen. Mit einem echten Vollspurmonoband von BASF konnte ich den Kopf im Tilt/Höhe nicht so gut einstellen, wie mit einer selbstgemachten Stereocassette. Das Vollspurmonosignal übertüncht hier die Lage des Kopfes zu sehr.

Bitte nicht vergessen, dass Bänder in Cassettengehäusen deutlich andere Ausgangsbedingungen liefern als Spulenbänder (Senkel). Bei Cassetten sind die Bandführungen zum großen Teil in das Cassettengehäuse verlagert, weswegen die Präzision des Bandlaufs stark von der Fertigungspräzision abhängig war – ein ewiges Manko der Cassettentechnik mit ihren niedrigen Geschwindigkeiten, bei denen es noch mehr auf Hundertstel Millimeter ankommt als bei Spulenbändern. Nicht zuletzt aus diesen Gründen wurden Bezugsbänder grundsätzlich nicht in der Cassette bespielt, sondern auf einer externen Spezialmaschine in Echtzeit (1:1) aufgezeichnet, stückgeprüft und erst dann in die Gehäuse gespult.

Mit einer Vollspuraufzeichnung ist die Höhe eines Wiedergabekopfs nicht mit genügender Genauigkeit zu bestimmen: wenn die äußere Spur im Pegel abzufallen beginnt, schaut das Kopfsystem längst zu weit über die Bandkante hinaus.

Eine sehr hohe Genauigkeit hat aber auch ihre Tücken, sie bezieht sich immer nur auf des verwendete Referenzband.

Das gilt durchaus für Cassetten (genauer gesagt für Cassettengehäuse), jedoch nicht für Offenspulbänder. Bei letzteren lässt sich die Genauigkeit sehr weit treiben und bleibt auch reproduzierbar, da die Bandführungen identisch bleiben, welche für die Bandlaufpräzision entscheidend sind.

Grüße, Peter

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Mittwoch, 17. Januar 2018, 10:17

hattest du da keine Bedenken, dass das das Band beschädigen könnte?


Nein. Die Idee mit dem Benzin ist ursprünglich auch nicht von mir, sondern aus der Agfa-Schrift „Die Entzerrung in der magnetischen Schallaufzeichnung“.

Die Idee mit dem Spülmittel fand ich anfangs auch ziemlich abwegig, habe es aber einfach als erstes ausprobiert („Versuch macht kluch“). Das zuvor entmagnetisierte Eisenpulver klumpte nämlich bloß am Boden zusammen statt sich mit dem Benzin zu vermischen. Da half kein Schütteln und kein Beten: so ließ sich nicht arbeiten. Ein Tropfen Spülmittel und die Geschichte funktionierte. Warum weiß ich auch nicht.

Demnächst werde ich es vielleicht mit Salicylsäure oder Ölsäure probieren. Der Tipp stammt aus einem Buch über Magnetbandtechnik, das ich erst vor kurzem in die Finger bekam.

Grüße, Peter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Peter Ruhrberg« (17. Januar 2018, 11:26)


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Mittwoch, 17. Januar 2018, 10:37

Ja, so ist es leider, aber das bringt mich gerade auf eine Idee....warum das nicht auch mal an einem Cassettenband probieren?
Gerade für besagte Spurlage habe ich mich immer wieder mal geärgert, dass das BASF-Vollspurmonoband oft bei Doppelcapstanantrieben mit doppelter Bandführung eine andere Pegelbalance bringt als beim Singlecapstan. Natürlich kann man das mit einer Spiegelcassette oder vergleichbaren halbwegs einstellen, aber bei exakten Stereospuren sollte sich das direkt per Signal einstellen lassen. Denn bei der linken Andruckrolle ist zumeist eine Eingangsbandführung bei und wenn die von der fixen des Aufnahme-/Wiedergabekopfpaketes abweicht, kommen Probleme, selbst mit scheinbar korrekt eingestellten Azimut. Das ging mal soweit, das ein Yamaha KX-670 die Autoeinmessung verweigerte. Nachdem ich herausfand, das es an einer abweichenden Spurlage lag, konnte ich diese wenigstens soweit nachstellen, das die Autoeinmessung wieder ging und auch der Wiedergabefrequenzblöcke einer BASF-Testcassette nicht mehr dramatisch zu den hohen Frequenzen abfielen. Das ist also mit mal kurz am Azimut drehen nicht getan.

PS. In den USA gibt es noch jemanden, der auf einer speziell präparierten Bandmaschine die Testbänder für Cassetten aufnimmt. Meine selbstgemachten Testcassetten erlauben aber eine praktische Arbeitsgenauigkeit, die jedoch die der originalen BASF-Bänder nicht ganz erreicht, eben aus der gehäusebedingten Bandführung wegen. Auch die BASF-Kalibriercassetten weichen untereinander ab.
Gruß
André

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Mittwoch, 17. Januar 2018, 11:05

warum das nicht auch mal an einem Cassettenband probieren?


Bei den bisherigen Experimenten mit meiner Suspension liegt die Messgenauigkeit bei etwa 30 µm. Bei sorgfältigem Arbeiten müssten also auch Aufzeichnungen auf Cassettenband zu vermessen sein. Hier würde ich die ersten Versuche vielleicht mit Frequenzen um 300…700 Hz bei Vollaussteuerung starten. Mit Glück reicht die Magnetisierung aus, um verwertbare Bilder zu bekommen.

Grüße, Peter

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19

Mittwoch, 17. Januar 2018, 11:18



PS. In den USA gibt es noch jemanden, der auf einer speziell präparierten Bandmaschine die Testbänder für Cassetten aufnimmt.


Gibt es in USA auch noch einen der das macht? Gennlab, von dem ich schon bestellt habe, ist doch in Neuseeland.
Gruß
Manfred

2 x Grundig TS 1000. Jeweils wahlweise als 2Spur, 4Spur oder Autoreverse. Beide mit Dolby, drahtloser Fernbedienung, mit Op-Amp Ausgang zur Impedanz und Pegelanpassung und jetzt neu....die VU Meter zeigen Hinterband an. Tägliche Verwendung: Grundig SXV 6000, Grundig ST 6000, CF5500-2,TS 1000, Grundig A5000 und Dual 731Q an Canton Plus E Subwoofer. Werkstatt: Grundig V 5000, T6500 und Revox B77/HS. Im Esszimmer: Grundig V5000, T5000, CF 5500 und Grundig CF 5500-2./size]

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Mittwoch, 17. Januar 2018, 11:53

Ich sah nur mal kurz seine Webseite? Oops, voll daneben... :wacko: "All prices in US$" ....das hatte mich wohl dazu assoziiert.
Gruß
André

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21

Mittwoch, 17. Januar 2018, 18:40

....warum das nicht auch mal an einem Cassettenband probieren?


Ich habs schon probiert:

Cassettenband "entwickeln"

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22

Mittwoch, 17. Januar 2018, 20:19

Ich habs schon probiert:

Interessanter Beitrag! :thumbup:
Hab ich womöglich wegen seines Titels völlig übersehen ;(

Schade dass der Lieferant für die Partikelgröße nur "feinst" angibt.
Vielleicht frage ich mal dort nach.
(Andere Lieferanten sind auf ihren Webseiten leider auch nicht viel detailfreudiger. Irgendwo habe ich bei "fein" die Grö0e 90µm gefunden, das wäre natürlich zu grob.)
Ist das Oxid ungefähr so pulvrig wie Speisestärke oder Staub? Oder Farbpigment?

Bei deinem Foto scheint ziemlich viel Oxid auf dem Band gelandet zu sein, was die Messgenauigkeit beeinträchtigt.
Ich konnte die Feinstrukturen erst mit viel weniger Pulver sichtbar machen.

Im Lieferzustand ist mein Pulver etwa anthrazitfarben (Loriot hätte vielleicht "bleigrau" gesagt), als dünne Schicht auf dem Magnetband leuchtet es aber silbrig-grau auf, sobald man es von der Seite beleuchtet. Wie verhält sich das bei deinem Pulver?

Grüße, Peter

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Mittwoch, 17. Januar 2018, 20:25

Eine Frage (oder mehrere) stellt sich mir bei dem Ganzen: wie verhält es sich mit der Haltbarkeit/Rostanfälligkeit dieses Eisenpulvers?
Fängt es aufgrund der feinen Körnung nicht schon bei normaler Luftfeuchte an zu rosten?
Und wie verhält es sich, wenn es in Waschbenzin aufgeschwemmt ist? Schützt das denn vor der Oxidation oder beschleunigt es selbige?
Spricht etwas gegen die Verwendung von Isopropanol statt Benzin? Vorteile, Nachteile?

Was ist, wenn man Eisen (III)-Oxid stattdessen nimmt? Das ist ja quasi schon "verrostet"....

Ich habe mir nämlich mal 100 g Fe2O3 ("feinst") bestellt, weil das leichter zu bekommen ist! Eine Messlupe mit Zehntel-mm-Skala habe ich auch schon.

Ich weiß, das sind viele Fragen, aber für mich ist das Neuland und ich bin weder Chemiker noch Physiker. :rolleyes:

Gruß
Holgi

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Mittwoch, 17. Januar 2018, 20:50

Fängt es aufgrund der feinen Körnung nicht schon bei normaler Luftfeuchte an zu rosten?

Nein, es bleibt stabil.


Spricht etwas gegen die Verwendung von Isopropanol statt Benzin? Vorteile, Nachteile?

Nachteile sehe ich keine, außer dass es deutlich langsamer trocknet. Waschbenzin ist innerhalb von Sekunden verdunstet.


Was ist, wenn man Eisen (III)-Oxid stattdessen nimmt? Das ist ja quasi schon "verrostet"....

Das geht natürlich auch. Meine Frage ist, wie gut damit der Farbkontrast zur Magnetschicht auf dem Band werden wird.


Ich habe mir nämlich mal 100 g Fe2O3 ("feinst") bestellt, weil das leichter zu bekommen ist! Eine Messlupe mit Zehntel-mm-Skala habe ich auch schon.

Unter Olis Link heißt es im Titel „Fe3O4“, auf dem Anzeigenbild steht aber „Fe2O3“. Dazwischen ist ein Unterschied, und der ist nicht klein.
Ist es das, was du bestellt hast, oder bist du woanders fündig geworden?
Natürlich würden mich deine Ergebnisse damit interessieren 8o


Ich weiß, das sind viele Fragen, aber für mich ist das Neuland und ich bin weder Chemiker noch Physiker. :rolleyes:

Chemiker bin ich auch nicht, mit Physik hab ich’s schon eher.

Grüße, Peter

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25

Mittwoch, 17. Januar 2018, 21:48

Hallo zusammen...

Ja, ist ein wenig viel Pulver auf dem Band, habe auch noch Durchgänge mit weniger gemacht.
Mein Pulver ist jetzt bei Abendbeleuchtung ziemlich schwarz, aber direkt beleuchtet auch eher dunkelgrau/anthrazit mit vielleicht sogar einem Hauch Braun.
Ist schon ziemlich fein, ich meine auch feiner als Speisestärke, das Zeug verteilt sich auf Fingern oder Gegenständen in die kleinsten unsichtbaren Unebenheiten, einfach wegpusten oder abwischen geht nicht, ist sehr weich und ein wenig schmierig.
Aber richtig in Lösung ist das mit meiner halb ISO halb Wasser Mischung nicht gegangen, hat sich nach einiger Zeit wieder abgesetzt.
Werde beim nächsten Mal auch etwas Spüli als Netzmittel testen.

Oli

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26

Mittwoch, 17. Januar 2018, 21:51

Aber richtig in Lösung ist das mit meiner halb ISO halb Wasser Mischung nicht gegangen, hat sich nach einiger Zeit wieder abgesetzt.

Na, das ist ja wohl auch nicht möglich, dass sich Eisen in Alk auflöst. Da müsstest du wohl schon Schwefelsäure nehmen. ;)

  • »Peter Ruhrberg« ist der Autor dieses Themas

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27

Mittwoch, 17. Januar 2018, 21:57

Danke schonmal für die Infos, Oli!

Aber richtig in Lösung ist das mit meiner halb ISO halb Wasser Mischung nicht gegangen, hat sich nach einiger Zeit wieder abgesetzt. Werde beim nächsten Mal auch etwas Spüli als Netzmittel testen.

Das Absetzen ist unvermeidlich, weil das Pulver das ca. fünffache spezifische Gewicht der Flüssigkeit besitzt und sich mit ihr auch nicht verbindet.
Ich hatte probehalber zum Spülmittel gegriffen, weil sich das Pulver mit dem Benzin nicht wirklich mischen wollte.
Ein Tropfen auf eine Tasse hat ausgereicht, bei mehr besteht das Risiko der Schlierenbildung.

Ich warte mal Holgis Bericht ab, und vielleicht probiere ich es dann auch mal mit diesem Pulver.
Am meisten interssiert mich im Moment der erzielbare Farbkontrast zur Magnetbandschicht.

Grüße, Peter

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28

Mittwoch, 17. Januar 2018, 21:57

Ja, ist schon klar :P ist ja kein Zucker, ...aber bei fast unendlich kleiner Korngröße könnt sich das Pulver deutlich länger in der Suspension halten.

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29

Mittwoch, 17. Januar 2018, 22:06

Zumindest beim Cassettenband ist die Sichtbarkeit gut. Das kalendrierte Band spiegelt ja ne nach Beleuchtung ganz gut, die Pulverbahnen absorbieren das Licht eher.
Ich habe TYP II mit CrO2 und FeCo Band benutzt auf beiden war der Kontrast gut. Auf braunem Normalband sollte die Sichtbarkeit noch höher sein.

Leider habe ich kein Makroobjektiv hier und meine Nikkor Linse mit ausreichend Zoom hat eine Naheinstellgrenze von ca. 30cm.
Deshalbhab ich mit Lupe und Messschieber hantiert.
Mit was für einer Linse sind deine Bilder enstanden, ich sehe nur 70mm F8 1/3 sek. in den Exifs. Das sieht wirklich klasse aus!

Oli

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30

Mittwoch, 17. Januar 2018, 22:09

Unter Olis Link heißt es im Titel „Fe3O4“, auf dem Anzeigenbild steht aber „Fe2O3“. Dazwischen ist ein Unterschied, und der ist nicht klein.

Ja, das ist auch meine Quelle.