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Thursday, August 15th 2019, 12:58am

Philipsplastikgeräte

vor etwa 2 wochen habe ich dieses maschinchen aus dem e-schrottcontainer gezogen, war klar, die riemen waren üble pampe.
bei ebay für 10,- ersatz gekauft. nach mühsamer reinigung der philips meinerseits, hat ein sehr guter kumpel aus dem forum die riemen gewechselt, das gerät funktioniert fehlerfrei und perfekt wie am ersten tag.
mir ist eine A77 oder ASC 6002 auch lieber als eine kleine philips aus plastik, logisch.

ich habe eine A77 und eine ASC, es musste mehr gemacht werden, als nur die riemen zu wechseln.
plastik kann auch ca. 45 jahre problemlos überstehen. :)
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Thursday, August 15th 2019, 1:08am

Eigentlich wird diese Serie oft zu Unrecht geschmäht. Die Maschinen sind einerseits hässlich (finde ich), wirken billig und haben einige Mucken. Die riemengetriebenen Spulenteller halte ich auch für keine besonders glückliche Lösung.

Auf der anderen Seite funktionieren sie, wenn sie denn funktionieren, gar nicht schlecht, machen gute Aufnahmen, spulen einigermaßen flott, haben Stereo-Hinterbandkontrolle und sind gut bedienbar und recht wartungsfreundlich. Wenn man sich ansieht, was zu der Zeit in der Preisklasse teilweise ansonsten angeboten wurde, also Grundig TK-745 (die war, wenn ich mich richtig erinnere, sogar etwas teurer als eine N-4504...?) und Co., dann versteht man schon, warum die Philipse ein Verkaufsschlager waren.

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3

Thursday, August 15th 2019, 1:25am

hässlich würde ich jetzt nicht sagen, ist allerdings geschmacksache.
optisch macht sie schon was her, schalter, regler, potis, brauchen tut man das in den seltesten fällen, aber macht etwas her. :)

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4

Thursday, August 15th 2019, 11:04am

Für mich immer noch einer der schönsten Maschinen - Philips N7300
Zwar auch voll Plastik, aber im Gegensatz zu ihren Vorgängern, nüchtern, sachlich, aufs wesentliche konzentriert.

Gruß
Oliver(der immer noch mit sich kämpft nicht doch wieder sich eine N7300 zuzulegen ?()
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Mist! X( Man sollte nix vor dem zweiten Kaffee posten. Man blamiert sich nur.. :wacko:

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5

Thursday, August 15th 2019, 11:19am

gefällt mir auch.
ich habe noch die N 4450.

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6

Thursday, August 15th 2019, 1:49pm

Gruß Ulf

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Thursday, August 15th 2019, 2:53pm

Ja, OK von innen sieht sie nicht gerade berauschend aus.
Und die Kondensatoren um die Spannungsversorgung sind auch immer einen Austausch wert :whistling:
Ich mag die N7300 trotzdem ^^

Und warum kriegt man eigentlich immer die anderen Philips-Geräte (Maschinen möchte ich sie nur bedingt nennen) immer als "Beifang" mit anderen Konvoluten?
Habe noch 5 bei mir rumstehen und frage mich ständig, ob sich das wieder herrichten für den Wiederverkauf überhaupt lohnt.
Gruß
Oliver
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Thursday, August 15th 2019, 3:55pm

Hallo, Vor vielen Jahren hatte ich die auch mal ersteigert. Als der Karton dann kam, dachte ich die hätten mich beschissen, da der Karton für eine Bandmaschine einfach viel zu leicht war. Ich hatte damals schon die TEAC X1000R u. hatte mit ähnlichen gerechnet. Ausgepackt, war doch war drin! . Sah gut aus u. funktionierte auch einwandfrei, soweit so gut. Eigentlich habe ich die Fehlerfrei u. trots gutem Klangs u. Aufnahmeverhalten wieder verkauft.
Auf Grund des vorigen Bildes hatte ich einfach Angst, daß wenn was kaputt geht, dann kann ich das nicht mehr instandsetzen.
Optisch u. Klanglich aber wirklich einwandfrei.

mfg
Rainer

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Thursday, August 15th 2019, 5:55pm

Ich glaube, diesen Überraschungseffekt hatte jeder, der eine 7150 oder 7300 zum ersten mal hochgehoben hat. :D

Ansonsten ging's mir genau so. Ich hatte sie beide, ich konnte ihnen objektiv nichts vorwerfen (diese abbrechende Plastiknase war vor 25 Jahren noch kein Thema), aber sie mussten schnell wieder gehen, weil sie sich irgendwie mehr nach Spielzeug als nach Bandmaschine angefühlt haben.

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10

Thursday, August 15th 2019, 6:33pm

Irgendwie mag ich mein 4504 gerade weil es so leicht und handlich ist für das was es kann. Das kann ich problemlos auf den Schreibtisch stellen, ohne mir einen Bruch zu heben oder die Statik des Tischs zu gefährden (da macht mir der Museumscomputer mit 20"-Röhrenmonitor nebenan mehr Sorgen) und abgesehen von kleinen Elektronik-Macken funktioniert es einfach. Die Riemen waren vor einigen Jahren allmählich nicht mehr zugkräftig genug und wurden daher getauscht, von Schmier keine Spur. Optisch liegt mir das Design der großen 3-motorigen 44xx mit silberner Front auch näher, aber nicht annähernd genug, um mich zu einem Wechsel zu bewegen. Unter anderem, weil die dank integriertem Verstärker und Lautsprecher deutlich breiter sind, und den Platz habe ich nicht.

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Thursday, August 15th 2019, 11:10pm

So eine Krücke, sorry für den Ausdruck, hatte ich auch mal hier stehen.





Gruß André

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Friday, August 16th 2019, 12:24am

macht aber optisch schon einiges her. :)

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Friday, August 16th 2019, 11:15am

So eine Krücke, sorry für den Ausdruck, hatte ich auch mal hier stehen.

... ich auch, ist aber mittlerweile 15 Jahre her. Und mit meiner Begeisterung über das kleine Gerät hatte ich hier im Forum schon einen kleinen Sturm der Entrüstung hervorgerufen. Nur in Istanbul hatte ich jemanden gefunden, der mich in meiner Ansicht unterstützt hat. Danke, Semih, wenn Du hier doch noch mitliest!


Das war dann die zweite, die erste hatte diese berüchtigte abgebrochene Nase in der Andruck-Mimik und musste als Teilespender herhalten. Einige Teile habe ich immer noch in einem Karton.

Für mich war das damals ein kleines Wunder, was man damit geboten bekam. Schließlich war ich damals Wiedereinsteiger in die Tonbandwelt nach 20 Jahren Pause und ´ner Vergangenheit mit RFT-Röhrengeräten (KB 100). Heute habe ich sie immer noch, wenngleich sie - zusammen mit einer Schwester - in der Kammer "geparkt" ist. Weggeben möchte ich sie dennoch nicht. Wichtig ist meiner Ansicht nach, "was hinten ´rauskommt", wie ein verblichener Bundeskanzler einst zu sagen pflegte. Und das kann auch bei einem "Plastikbomber" ganz beachtlich sein.

Gruß
Rainer
Gruß
Rainer


Der Kluge lernt aus allem und jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß schon alles besser. (Sokrates)
Zusatz: der Kluge gibt solange nach, bis er selbst der Dumme ist. (von mir)

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Monday, August 19th 2019, 10:44am

Gab es eigentlich auch Philips mit Low und High Bändern, Dolby o.Ä.
VG Martin

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15

Monday, August 19th 2019, 11:03am

Gab es eigentlich auch Philips mit Low und High Bändern, Dolby o.Ä.


Dolby schließe ich aus, Dolby-Bandmaschinen gibt's eh nur recht wenige (ich habe hier mal die aufgelistet, die ich kenne).

Umschaltung für Bandsorten habe ich bei Philips auch noch nicht gesehen.

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16

Monday, August 19th 2019, 6:16pm

ich habe noch die N 4450.

Ich habe auch eine N 4450 und die ist 100x besser als ihr Ruf. Wenn sie richtig läuft dann muss man sie einfach lieben.

MfG
Klaus60

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17

Monday, August 19th 2019, 10:29pm

ich mag sie auch.
hat halt arg viel firlefanz, den kaum jemand jemals gebraucht hat.
aber wie heisst es so schön:
lieber haben als brauchen. :)

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18

Monday, August 19th 2019, 10:45pm

War es nicht so, daß Philips in der BDA der N4450 wegen der riemengetriebenen Spulenteller und der schwach dimensionierten Motoren von der Verwendung von Metallspulen und NAB-Adaptern abgeraten hat?

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Monday, August 19th 2019, 10:59pm

Die 4450 würde ich noch nicht der "Plaste"Ära zuteilen. Da steckt doch noch deutlich Metall und Holz drin, ähnlich den 4416/-17/-18 etc. Wenn auch echter Leichtbau (kleine Motoren, zarte Bremsen etc.) aber immerhin keine "Plaste-Anmutung". Die Geräte der Reihe 4504...4422 hatten diesen Charme dann schon eher... ...aber auch nur äusserlich. Inwendig noch einiges an Metall, wenn auch leicht und dünn. Gussteile oder aus dem Vollen gedrehtes Alu fand man da natürlich nicht. So richtig "Plaste" waren eigentlich nur die 7150 und die 7300, die aber richtig. Selbst der Baugruppenträger und die Schwungmasse sind (zumindest bei der N7150) aus Kunststoff. Man mag sich fragen, warum Philips das so gemacht hat. Die Anwort ist profan: weil sie es konnten. Die Kunststoffteile an einer Philips (auch bei 7150 und 7300) sind in der Regel recht langlebig. Unsachgemässe Behandlung mal aussen vor gelassen, bricht da so schnell nichts. Auch nach Jahrzehnten nicht. Hier konnte Philips wohl die jahrzehnte währende Erfahrung in der KS-Verarbeitung ausspielen, die sie bereits in den 60en bei Haushaltsgeräten und Rasieraparaten gemacht haben. Könnte ich mir zumindest vorstellen...
Wer jetzt die Rastnase am Absenkmechanismus der 7150er/7300er Capstanrolle als negatives Beispiel heran zieht (...welche mit den Jahren gerne bricht...), dem sei gesagt, dass die mechanische Belastung, die auf diesem "Stift" liegt, wohl recht grenzwertig ist - zumindest für ein KS-Teil. An der Stelle wäre dann doch eher Metall angebracht gewesen. Aber das hat man dann nur bei einigen Bandführungsteilen verwendet... ...und natürlich bei Schrauben, Federn, Achsen und den Tonköpfen. :D

Gruß

EDIT: ...schlussendlich sehe ich es wie viele hier: der KS tut der Sache keinen Abbruch. Was Preis/Leistung anging, waren die Philipse immer eine Überlegung wert und machten im Grunde auch einen guten Job. Ihre hohe Verbreitung kam nicht von ungefähr.
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Monday, August 19th 2019, 11:02pm

War es nicht so, daß Philips in der BDA der N4450 wegen der riemengetriebenen Spulenteller und der schwach dimensionierten Motoren von der Verwendung von Metallspulen und NAB-Adaptern abgeraten hat?


Da müsste ich mal in der BDA nachlesen. Auf jeden Fall hat Philips bei den Bändern mit Eigenlabel damals keine Aluspulen mit NAB-Aufnahme und folglich keine Adapter angeboten. Da gab es immer nur den Dreizack und die Kunststoffspule.
Gruß
P.
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Monday, August 19th 2019, 11:10pm

Wenn auch echter Leichtbau (kleine Motoren, zarte Bremsen etc.)

Man kann das ja auch aus der Sicht der Bandschonung betrachten. Die kleinen Motörchen schaffen es niemals, ein Band zu zerreissen. Und die Bremse geht auch vorbildlich mit dem Band um.
Ich hab ja auch eine und ich finde es saubequem, auf dem Sofa mit der Fernbedienung ein Band durchzuhören. Allein durch den möglichen Reversebetrieb :D

Gruß
Michael

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Monday, August 19th 2019, 11:15pm

Bandschonung... ...ja, so kann man es auch betrachten. 8o
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23

Tuesday, August 20th 2019, 4:30pm

Da müsste ich mal in der BDA nachlesen.


Na ja, fast:

"Spulen auf Kunstofflanschen sind am besten geeignet. Das
Tonbandgerät ist hierauf abgestimmt. Spulen mit Metall-
flanschen sind schwerer und können evtl. zu Schwierigkeiten
beim Starten und Stoppen des Bandes führen."

https://www.tonband.net/unterlagen/phili…450_deutsch.pdf (Seite 43)

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24

Tuesday, August 20th 2019, 4:32pm


Ich hab ja auch eine und ich finde es saubequem, auf dem Sofa mit der Fernbedienung ein Band durchzuhören. Allein durch den möglichen Reversebetrieb :D


Reverse und Fernbedienung gab's aber auch bei richtigen Bandmaschinen. ;)

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Tuesday, August 20th 2019, 10:59pm

Also ich habe schon ein Band mit einer N4450 zerrissen... :)

Gruß
Andreas
Festina lente!

Motto der SN-Sammler: Irgendwann haben wir sie alle...

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Tuesday, August 20th 2019, 11:05pm

Boah, jaaaa, meine A820 kann auch Reversebetrieb und ist durch einen PC fernsteuerbar und spult schneller als die 4450 und kann 76 cm/sec ... trotzdem :D

Das mit dem Zerreißen von Bändern bezog sich auf den normalen Betrieb. Wenn ich es darauf anlege, schaffe ich das auch ...

Gruß
Michael

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Wednesday, September 4th 2019, 1:54pm

Eigentlich wird diese Serie oft zu Unrecht geschmäht. Die Maschinen sind einerseits hässlich (finde ich), wirken billig und haben einige Mucken. Die riemengetriebenen Spulenteller halte ich auch für keine besonders glückliche Lösung.

Auf der anderen Seite funktionieren sie, wenn sie denn funktionieren, gar nicht schlecht, machen gute Aufnahmen, spulen einigermaßen flott, haben Stereo-Hinterbandkontrolle und sind gut bedienbar und recht wartungsfreundlich. Wenn man sich ansieht, was zu der Zeit in der Preisklasse teilweise ansonsten angeboten wurde, also Grundig TK-745 (die war, wenn ich mich richtig erinnere, sogar etwas teurer als eine N-4504...?) und Co., dann versteht man schon, warum die Philipse ein Verkaufsschlager waren.
Philips N4504: Neupreis um die 600,- DM.
Grundig TK 745: Neupreis um die 650,- DM.