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  • "t20" started this thread

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1

Tuesday, May 14th 2019, 11:53pm

Automatische Einmessung des Bandes

Hallo,

da hier einige Bastler sind, wollte ich fragen, ob sich vielleicht jemand mit einer Bandmaschinemodifikation beschäftigt hat, um Bänder automatisch einzumessen. Dies gab es ja bei verschiedenen Kassettenrecordern, so dass ich davon ausgehe, dass es auch bei Bandmaschinen möglich sein sollte.

Gruß

Nelson

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2

Wednesday, May 15th 2019, 6:09am

Prinzipiell sollte das möglich sein. Die automatische Einmessung bei Cassettendecks funktionierte so, dass auf das Band abwechselnd ein 1kHz-Sinus und ein solcher von ca. 8-10 kHz aufgezeichnet wurde und der Prozessor dann Bias und/oder Aufnahme-Höhenanhebung so angepasst hat, dass der Pegel der wiedergegebenen hohen Frequenz auf dem Niveau der 1kHz zu liegen kam.
Mit ein wenig Schaltungstechnik-Hirnschmalz und einem programmierten Mikroprozsessor oder Kleincomputer, Arduino oder so, und einem erheblichen Eingriff in den Tonbandgeräteverstärker dürfte das umzusetzen sein.
Alternativ kann man sein Gerät auf seine Lieblings-Bandsorte einmessen und es gut sein lassen oder einen Arbeitspunkt wählen, der mehrere ähnliche Bänder einschließt.
Ich selbst habe eines meiner Geräte, eine Halbspur-A77 so umgerüstet, dass man zwischen zwei Bias-Arbeitspunkten per Umschalter wählen kann. Ein Arbeitspunkt ist auf einen guten Kompromiss verschiedener LH-Bänder in der Nähe von LPR 35 und der andere für alte Nicht-Low-Noise-Bänder wie LGS 35 oder PE 41 (ha! da isses wieder!) optimiert. Auf diese Weise kann man auch diese ollen Bänder optimal bespielen. Der mäßige Rauschabstand bleibt dabei natürlich erhalten, aber die Höhenwiedergabe stimmt, so dass die Bänder durchaus gut klingen. Was für diese alten Typen spricht, ist ihre Problemlosigkeit, sie schmieren und stauben i.d.R. nicht.
VG Stefan

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3

Wednesday, May 15th 2019, 7:35am

Bei OTARI war dies z.B. bei der MTR 15-Serie realisiert, wenn auch wegen nicht ganz optimaler Ergebnisse immer wieder einmal kritisiert. ( https://www.ruhot.net/video/oOXMF3Y6l3w/otari-mtr-1.html )
Mit besten Grüßen
Studer B67; REVOX A700; Uher R4200st, 4200RM; Pioneer CT-F 1000

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4

Wednesday, May 15th 2019, 8:37am

geht auch recht komfortabel

https://youtu.be/VgxpHlkhdAo
Gruß Ulf

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Thursday, May 23rd 2019, 10:04pm

Bei den Kassettendecks erfolgte die automatische Einmessung aber so weit ich weiß rein nach dem Frequenzgang, die Vormagnetisierung wurde also so eingestellt, dass der Frequenzgang möglichst eben ist. Eine Bestimmung des optimalen Arbeitspunktes erfolgte dabei nicht (und wäre auch sehr aufwändig).
Nun gibt es auch Bandmaschinen, die über keine EQ-Regler für die Höhenanhebung verfügen, bei diesen stellt man die Vormagnetisierung dann meist auch auf einen ebenen Frequenzgang ein, nur ist das eben oft nicht der lt. Datenblatt optimale Arbeitspunkt, die Methode ist also unsauber und man verschenkt u.U. etwas an Dynamik.
Für eine perfekte automatische Einmessung müsste die Bandmaschine also entweder den Delta 10k-Wert für die verwendete Bandsorte durch den Anwender eingegeben bekommen, oder den Arbeitspunkt selber anhand des Klirrfaktors ausmessen.

Posts: 665

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6

Friday, May 24th 2019, 6:28am

Genau so ist es, zlois.
VG Stefan

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7

Sunday, June 2nd 2019, 5:15pm

Das gab es bei Cassettendecks aber auch. Dieses Super Auto BLE XD oder wie das heißt von Pioneer hat das genau so gemacht. Der Arbeitspunkt wurde auf maximale Pegel eingesessen und der Frequenzgang mit einem zusätzlichen Equalizer glatt gebügelt, sodass dann irgendwie noch mal 2 dB mehr an Dynamik raus kam. Von Denon gabs das soweit ich weiß auch, da hieß das nur anders.

LG Tobi

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