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  • "Arctic_ReFox" started this thread

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1

Sunday, April 14th 2019, 10:12am

Ist eine Knappheit von Tonbandgeräten zu erkennen?

Hallo in die Runde,

Ich habe mal eine grundsätzliche Frage, die ich hier zur Diskussion stellen würde. Es ist ja schon ein Weilchen her, dass die meines Wissens letzten Tonbandmaschinen hergestellt wurden, nach meiner Information etwa 20 Jahre. Wenn man sich Ebay anschaut und auch bei anderen Händlern umsieht, wirkt es aber, als seien zum Beispiel Revox A77 und B77 im Prinzip noch in großen Mengen verfügbar. Jedenfalls werden sie sehr häufig angeboten - offenbar auch dank ihrer Wartungsfreundlichkeit und hohen Lebensdauer. Sehe ich es also richtig, dass es bislang keine generelle "Knappheit" von Geräten gibt? Und dann die spannende Frage: Wie lange wird dieser Zustand noch anhalten? Der Plattenspieler ist ja irgendwann wieder zum Leben erweckt worden. Es wurden immer Geräte produziert und die haben ja auch auf ihre Weise eine ökologische Nische gefunden, aus der sie Enthusiasten sei Dank nicht so schnell verschwinden werden. Aber wird das mit den Bandmaschinen auch so sein, wenn sie nicht mehr produziert werden? Ich weiß es nicht genau, stelle mir aber vor, dass Bandmaschinen technisch komplizierter sind als Plattenspieler, so dass es sicher kaum möglich sein wird, die Produktion neuer Geräte für den Consumerbereich ohne Weiteres wieder aufzunehmen (von absoluten Luxusvarianten wie der kürzlich hier vorgestellten Thorens natürlich mal abgesehen. Oder sehe ich das falsch?

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2

Sunday, April 14th 2019, 10:19am

Sehe ich es also richtig, dass es bislang keine generelle "Knappheit" von Geräten gibt?


Wenn Du nach einer generellen Knappheit fragst, sehe ich das auch so. Aber die gesuchten Modelle (B77, Akai GX-635/636/646/747, Technics, Pioneer RT-70x/90x...) werden inzwischen seltener und entweder teurer oder nur noch in schlechtem Zustand angeboten. Wer ein gutes Exemplar hat, verkauft es heutzutage normalerweise nicht mehr.

3

Sunday, April 14th 2019, 5:33pm

Timo und ich haben anscheinend eine andere Vorstellung von "knapp".

Wenn ich nur mal in die Anfangstage dieses Forums zurückblicke und uns das damalige Angebot bei Ebay vergegenwärtige, erkenne ich ganz deutlich eine Knappheit an Tonbandgeräten.
Preise, über die wir uns damals totgelacht haben, sind heute normal. 30 € für eine Variocord 263? Hahaha. Wer ein nicht allzu ausgefallenes Gerät gesucht hat, konnte oft mehrere Angebote dafür finden, die innerhalb einer Woche ausliefen. Man watete förmlich in einem Überangebot von kleinen Mono-Grundigs, Philipsens, Telefunkens und Uhers. Die Flohmarktberichte von Matthias M geben ein ähliches Bild ab.

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

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4

Sunday, April 14th 2019, 6:12pm

Ich habe vier Bandmaschinen in perfektem Zustand, eingemessen und spielfertig. Wie ich hier so mitlese, geht es Euch ähnlich. Nein, m. E. werden Tonbandgeräte, zumindest hier im Forum, nicht knapp!

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5

Sunday, April 14th 2019, 6:53pm

Nein, m. E. werden Tonbandgeräte, zumindest hier im Forum, nicht knapp!


Um Inspektor Columbo leicht abgewandelt zu zitieren:
"Sorgst du für dein Bandgerät, sorgt es auch für dich" :thumbup:

Grüße, Peter

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6

Sunday, April 14th 2019, 7:48pm


Preise, über die wir uns damals totgelacht haben, sind heute normal. 30 € für eine Variocord 263? Hahaha. Wer ein nicht allzu ausgefallenes Gerät gesucht hat, konnte oft mehrere Angebote dafür finden, die innerhalb einer Woche ausliefen. Man watete förmlich in einem Überangebot von kleinen Mono-Grundigs, Philipsens, Telefunkens und Uhers. Die Flohmarktberichte von Matthias M geben ein ähliches Bild ab.


Hallo Niels,

beim Thema eBay hast Du mich. Ich hab' mich aus bekannten Gründen seit Jahren (inzwischen wahrscheinlich zweistellig) so gut wie nicht mehr mit dem dortigen Angebot befasst. Daß diese Flut an kaum nachgefragten Mono-Geräten weggefallen ist, halte ich für plausibel (damals dachte so mancher Anbieter wahrscheinlich noch, einen einigermaßen wertvollen Schatz anbietet, inzwischen dürfte es sich herumgesprochen haben, daß der zu erwartende Verkaufserlös selten den Aufwand rechtfertigt). Ich hätte aber gedachtet, daß sich das Angebot in der Geräte-Mittelklasse (also Geräten, die war brauchbar und einigermaßen gefragt sind, die aber typischerweise irgendwann wieder weiterverkauft werden, weil der Besitzer sich ein größeres oder besseres Modell gönnt - sowas wie Revox A77, Philips N4504, Uher Royal de Luxe, Akai GX-210 D...) nicht wesentlich verändert hat. Mag sein, daß ich mich da geirrt habe.

Was Trödelmärkte angeht, verweise ist auf meinen Erfahrungsbericht hier aus dem Jahr 2004. In meiner damaligen Umgebung hatte die Verknappung des Angebots schon zehn Jahre voher stattgefunden. Während man in den 1990ern, als Analog-Audio "out" war und jeder das alte Geraffel loswerden wollte, mit etwas Glück noch mal die oben erwähnten Mittelklasse-Geräte oder selten mal ein Top-Modell (ich glaube, das beste, was ich jemals auf einem Trödelmarkt gesehen habe, war eine Tandberg TD 20 A) auf den Märkten finden konnte, gab's bei uns in den 2000ern meines Eindrucks zufolge nur noch Schrott. Das scheint aber regional sehr unterschiedlich gewesen zu sein. Andere Forianer haben ja damals scheinbar ab und zu auf Trödelmärkten ja noch ein Schnäppchen machen können.

Gruß,
Timo

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7

Sunday, April 14th 2019, 8:03pm

Für den Selbstschrauber ist das Angebot von A77 derzeit üppig und relativ günstig. Bei B77 geht es noch, Tendenz Preise steigend. Bei anderen Maschinen steigen die Preise, im allgemeinen Analogaufwind. Für denjenigen, der die Maschinen nicht selbst herrichten kann, macht sich eine Verknappung des Angebots bemerkbar, denn wirklich gute Maschinen alá hinstellen, einschalten, spielen, freuen, werden weniger und teurer. Selbst von so manchen "Profiwerkstätten" sind die Maschinen nicht in der Tiefe wieder hergerichtet, wie es es vielleicht sein sollten. Neue gibt es keine, allenfalls wer eine Ballfinger möchte, allerdings wird es da bei einer Produktionszahl von 10-20 Maschinen/Jahr trotz der Preise zu Wartezeiten kommen. Die A77 wird vielleicht in zwei bis vier Jahren teurer werden, wenn die Schlachtgeräte ausgehen. Ich bin gerade dabei, mir zwei Exemplare herzurichten, die meine B77 ergänzen werden. Ein weiterer Knackpunkt sind bei vielen Maschinen Ersatzteile, besonders Köpfe. Was nützt eine tolle Maschine, wenn die Köpfe ihre Reserven runter haben und keine neuen oder wenig verschlissenen verfügbar sind? Für Revox gibt es immerhin noch Ersatz aus Belgien, wenn auch nicht günstig. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, gibt es auch noch von TEAC Ersatzköpfe?
Gruß
André

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8

Monday, April 15th 2019, 8:28am

Relativ günstig ist gut und relativ. In den Nuller Jahren bezahlte man auf ebay für eine top erhaltene (nicht überholte) A77 'nen Hunderter, für die entsprechende B 77 eher 250. Für Röhren-Monokoffer zahlte man damals wie heute einen Zehner. Ja TB-Geräte sind seltener geworden, ist ja logisch, es sind ja inzwischen keine nachgewachsen. Schaut man heute auf ebay, ist sehr, sehr viel Schrott und dummes Zeug im Dauerangebot, d.h. die unwissenden aber gierigen Verkäufer verlangen für ihr angegammeltes TK 246 150 Euro und setzen es immer und immer wieder neu rein. Schaut man nach ein paar Monaten, findet man die immer noch gleichen Angebote. Mit einem Wort, ebay als Plattform hat's hinter sich.
Was die Zukunft betrifft, da sehe ich eher bröckelnde Preise. Viele Laien und Halblaien, die es cool finden sich einen Großspuler hinzustellen, werden irgendwann, spätestens wenn's Probleme gibt, die Lust daran verlieren, der Hype wird wieder verflachen. Von den leidenschaftlichen Sammlern werden viele älter und irgendwann ihre Sammlung verkleinern (oder schlicht irgendwann sterben), was ihre Geräte wieder auf den Markt spült. Und Hobby-Nachwuchs gibt es so gut wie nicht.

Eine große Zukunft für diese antike Technik sehe ich daher nicht.
VG Stefan

9

Monday, April 15th 2019, 8:54am

.... Geräte auf den Markt spült? Und ganz viele endgültig in den Container.

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

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10

Monday, April 15th 2019, 1:29pm

im allgemeinen Analogaufwind


Der wird imho zu hypen versucht.
Man versucht, sich an das sogenannte "Vinyl-Revival" dranzuhängen.
Ich habe Kopien von angeblichen Masterbändernbändern in 38cm/s für Preise zwischen drei- und vierhundert euro gesehen. Wohlgemerkt Kopien! Nicht das Masterband selbst...
(z.B. auf dem Krefelder AAA-Treffen).
Das Geschäft scheint aber nicht zu laufen...

Einen Plattendreher zu bauen, ist recht simpel. Ein Magnettongerät zu bauen hingegen nicht!

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11

Monday, April 15th 2019, 1:46pm

Ja mit den Masterbändern, bzw. deren Kopien wird derzeit versucht groß Kasse zu machen.
Da existiert ein fröhlicher Schwarzhandel, aber keiner kann (oder will) die tatsächliche Quelle preisgeben.
Auch ist völlig unbekannt, die wievielte Kopie der Kopie das denn nun tatsächlich ist,
geschweige denn mit welchen Maschinen in welchem Zustand überhaupt kopiert wurde.
Ich hab mir schon von dem ein oder anderen Sammler mal Infos eingeholt - bei den aufgerufenen Preisen haut's einen glatt vom Sockel :thumbdown:
Nepper, Schlepper, Bauernfänger lassen grüßen :whistling:
Viele Grüße
Jörg

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12

Monday, April 15th 2019, 2:29pm

Moin,

Ich finde es trotzdem unverschämt was Manche für eine A oder B77 verlangen, und das im komplett unrevidierten Zustand.

Eine unrevidierte A77 ist ja im Prinzip nicht mehr wert als ein Hunni, und über die B77...

Suche schon seit zwei Jahren nach einer B77 im unrevidierten Zustand, und bezahlbar, bis heute jedoch... ;(


LG, Ernst :|

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13

Monday, April 15th 2019, 8:05pm

im allgemeinen Analogaufwind


Der wird imho zu hypen versucht.
Man versucht, sich an das sogenannte "Vinyl-Revival" dranzuhängen.
Ich habe Kopien von angeblichen Masterbändernbändern in 38cm/s für Preise zwischen drei- und vierhundert euro gesehen. Wohlgemerkt Kopien! Nicht das Masterband selbst...
(z.B. auf dem Krefelder AAA-Treffen).
Das Geschäft scheint aber nicht zu laufen...

Einen Plattendreher zu bauen, ist recht simpel. Ein Magnettongerät zu bauen hingegen nicht!
Da bin ich ganz bei Dir. Es begann eigentlich mit dem "1210", dann wurden auch andere Technics teurer, dann die Thorense, dann die Cassettendecks und nun auch die Bandmaschinen. Schon wenn ich sehe, was inzwischen für eine originalverschweißte TDK MA-R aufgerufen wird, hätte ich vor 30 Jahren einen Kredit aufnehmen sollen, damit wäre heute meine Rente finanziert... :whistling: (Meine beiden damals neu gekauften und immer noch originalverschweißten werde ich nicht verkaufen... ;) )

In der Bucht gibt es auch einen Italiener, der Masterbandkopieen von Schneidmasterings als Kopie anbietet, ausgesteuert, das sich die Zeiger verbiegen. Angeblich sollen die Bänder ok sein, aber auf den Zug springen auch andere auf, da fürchte ich, das da auch Fälschungen im Umlauf kommen, von CD auf 38er-SM911 kopiert, schöne Verpackung mit tollen Aufdrucken und schon sind 400€ verdient. Nach einen Herkunftsnachweis fragt man da vergeblich... :whistling:

Die Bandmaschine ist für mich das anspruchsvollste Analoggerät, das baut man mal nicht so nebenbei.
Gruß
André

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14

Monday, April 15th 2019, 10:24pm

Ich sag mal so... als Teenager hab ich immer wehmütig auf die TC377 und das Variocord 263 meiner Kumpels geschaut. Mein Tonband war ein geschenktes TK17L von Grundig (Mono!!!).

Stereo war damals modern und angesagt. Ein Uher RdL war mir damals noch nicht mal bekannt. Woher denn auch? Ich erinnere mich, dass bei HiFi Brandenburger in Düsseldorf (Ja, wo gab es überhaupt Bandgeräte zu sehen und zu hören und wer nahm einen 16-jährigen ernst, der sich für sowas interessierte?) sowas herum gestanden haben musste. Mit 15DM Taschengeld im Monat war da ja nichts zu reißen.
Also damals waren Tonbandgeräte für mich knapp. Da war gar nicht dran zu kommen. Einziges Alternativangebot war ein Grundig TK320 für 300Mark von einem zwielichtigen Typen am Ende der Straße. Das Taschengeld von einem Jahr plus alle Weihnachtsgeschenke... ! Und dann Halbspur Stereo? Nein, da konnte man sich ja erst zwei Monate später ein Band kaufen - ein 15cm BASF kostete 15DM bei Karstadt, wenn ich mich recht erinnere. Die Geldverknappung führte zur weiteren Benutzung meines TK17L. Ich darbte vor mich hin bis ich zum Bund kam. Da brach der Geldsegen über mich herein. 218DM pro Monat bei Kost und Logis gratis. Was wollte ich mehr? Ich wollte diese TC377 - Sparen hiess von nun an die Devise.
Nach einem Jahr war ich soweit und hatte etwa 900 Märker zusammen. Die TC377 gab es da schon icht mehr. War etwa 1980.

Der Nachfolger, die TC378, war leider nicht mehr in dem halbschrägen Pultgehäuse zu bekommen, das ich sooowas von cool fand, als ich Anfang der Achtziger das Teil im Karton aus dem Laden heraus tragen konnte.

Also damals war für mich Verknappung bei Bandgeräten und zwar heftig. Gerne hätte ich noch die Variocord gehabt, oder was Besseres. Ging halt nicht.
As time goes by - 40 Jahre später...

Heute stehen hier Sachen herum, von denen ich damals nur träumen konnte - die TC377 im schrägen Kasten hab ich zum Beispiel seit einem Monat - läuft genial gut und sie hat Ferrit-Köpfe. Ich hoffe mal, dass die lange halten. Wenn die anderen Maschinen ihre Zeit hinter sich haben - der Köpfe wegen - sollten es die mit den Glasköpfen von Akai wohl länger machen, oder?
Trotzdem mag ich die nicht so - GX630/4000DS/Gx 260 - alle ganz nett, aber ohne Flair für mich. Alle gehabt und alle wieder weg ohne Tränen zu vergießen. Allerdings dürften genau diese Kandidaten am Ende übrig bleiben wegen ihrer unkaputtbaren Köpfe.
Die Verknappung - um beim Thema zu bleiben - betrifft dann die Maschinen mit den Glasköpfen und eventuell die mit den Ferriten. Alle anderen werden als Deko im Regal stehen und schön geputzt vor sich hin starren.

Der andere Aspekt ist der, dass auch die "Generation DIN45500 Stereo" immer weiter schrumpft. Auf den HiFi Tagen Krefeld oder Hamburg - wer läuft denn da rum, meine Herren? Nur wir... eben.
Und weniger Bandmaschinenenthusiasten werden weniger Maschinen hören, pflegen und nutzen dürfen. Unser Kreis wird kleiner, feiner, elitärer und am Ende interessieren sich nur noch ein paar wenige von uns, die sich auf die Kunst der Erhaltung dieser Maschinen verstehen, für diese sonderbaren mechanischen und akustischen Wunderwerke. Und am Ende werden wir - und das ist das Sonderbare - die Träume unserer Jugend allein deswegen für uns wahr werden lassen können, weil wir älter geworden sind.
... beste Grüße, Jörg
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15

Tuesday, April 16th 2019, 11:17am

Die kleine SONY-Maschine von 1980, die es nicht mehr im schrägen Gehäuse gab, war die TC-399, gleichzeitig die letzte Evolutionsstufe dieser Serie.
Die von dir angesprochene TC-377-Nachfolgerin namens TC-378 hatte exakt dasselbe schräge Pultgehäuse wie die 377er, Jörg.
Hau wech, den Schiet - aber sech mir, wohin

16

Tuesday, April 16th 2019, 12:36pm

Die 378 scheint mir nicht sonderlich verbreitet gewesen zu sein. Ich habe den Eindruck, sie ist eher ein Vorläufer der 399 als ein Nachfolger der 377. Ein 378er Service Manual habe ich noch nicht gefunden, aber wegen der Bias-Umschaltung und der FeCr-Möglichkeit und der Aussteuerungs-LED scheint eher das 399er als das 377 Manual zu passen. Die Wickelteller sind auch die der 399. Auch die Chassis-Konstruktion ist nicht mehr zum Wenden und Horizontalbetrieb vorgesehen.

niels
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17

Tuesday, April 16th 2019, 1:07pm

Bei uns in der Gegend sind Trödelmarktfunde eher die Ausnahme.
Wenn dann höchstens Röhrengeräten bzw Monogeräte im allgemeinen. Dann kommt noch hinzu das bei den angebotenen Geräten das hinschauen nicht lohnt. Fast alles absoluter Müll.
Bei Iiibäähh ist zwar noch einiges an Geräten zu finden, aber da schließe ich mich den Vorschreibern ( was ein Wort :D ) an, entweder in fragwürdigem Zustand oder überteuert.
Monogeräte wie Sand am Meer. Aber auch diese werden mit Sicherheit mal seltener werden. Da diese jetzt im Moment keiner haben will werden diese wohl auch oft in der Tonne landen. Später werden wir denken...hätten wir mal......

Gruß
holger

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18

Tuesday, April 16th 2019, 2:36pm

Ich erinnere mich, dass bei HiFi Brandenburger in Düsseldorf (Ja, wo gab es überhaupt Bandgeräte zu sehen und zu hören


... und das übrigens bis in die 1990er Jahre hinein! In der Oberstufe, muss so um 1992 gewesen sein, hat unsere Stufe mal eine Tagesfahrt nach Düsseldorf gemacht (damals wohnte ich noch nicht da), und ein ebenfalls HiFi-interessierter Freund und ich blieben während der freien Zeit zwischen den Museumsbesuchen bei Brandenburger hängen. Da stand noch eine vorführbereite B77 MK II.

Schade, daß der Laden auch schon lange Geschichte ist. So ein richtiges HiFi-Geschäft gibt's ja zumindest in der City nicht mehr, nur noch einen oder zwei teure High-End-Läden. :( (Aber das gehört wahrscheinlich eher hier hin.)

Zitat

Trotzdem mag ich die nicht so - GX630/4000DS/Gx 260 - alle ganz nett, aber ohne Flair für mich. Alle gehabt und alle wieder weg ohne Tränen zu vergießen. Allerdings dürften genau diese Kandidaten am Ende übrig bleiben wegen ihrer unkaputtbaren Köpfe.


Bei der 4000 DS kann ich Dich trösten, die hatte keine unkaputtbaren Köpfe und wird irgendwann auch den Weg allen alten Eisens gehen. :)

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19

Tuesday, April 16th 2019, 7:19pm

Was ist eigentlich aus den "neuen Philips-Bandmaschinen N4450, N4520 und N4522" der Herren Jörg Borchers und Martin Schmidt geworden?
MfG Jürgen

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20

Tuesday, April 16th 2019, 7:57pm

Was heißt eigentlich überteuert? Ich schaue zur Zeit immer mal wieder nach Braun Geräten, TG 1000 od. 1020. Die Preisspanne liegt zwischen 140-240,- EUR, teils mit erneuertem Capstan-Riemen. ASC 6000er werden zwischen 400 und 600,- EUR gehandelt, B77 findet man im gleichen Preisbereich, Ausreisser zu Mondpreisen lasse ich mal außen vor. Ist das zu teuer? Ich finde die Preise eigentlich für funktionierende Geräte in Ordnung, ein gewisses Risiko besteht bei 30 Jahre alten Oldtimern doch immer.
Natürlich muss man sich die Bilder genau anschauen. Verstaubte Geräte werden innen nicht besser aussehen ;-)) Auch um Formulierungen wie "Dachbodenfund" oder "Erbstück, sollte noch funktionieren" mache ich einen großen Bogen. Wenn ein Gerät interessant wirkt, frage ich auch gezielt nach, das hat bisher eigentlich immer ganz gut funktioniert.

Grüße
Erhard
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21

Tuesday, April 16th 2019, 8:42pm

Was ist eigentlich aus den "neuen Philips-Bandmaschinen N4450, N4520 und N4522" der Herren Jörg Borchers und Martin Schmidt geworden?


Ist ´ne interessante Frage. Auf alle Fälle ist bisher außer viel heißer Luft von damals nicht viel rübergekommen. Wird wohl auch dabei bleiben.

In dem Zusammenhang fallen mir auch die angeblichen Exclusivrechte am Namen "Philips" und damit im Zusammenhang angedrohte Abmahnungen wegen nicht genehmigter Verwendung des Markennamens ein. Ist aber in diesem thread etwas OT. Vielleicht Stoff für einen separaten?

Gruß
Rainer
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22

Tuesday, April 16th 2019, 8:48pm

Ist aber in diesem thread etwas OT. Vielleicht Stoff für einen separaten?


Worüber willst Du denn diskutieren? Soweit ich weiß, ist doch nach dem letzten Thread zu dem Thema (der geschlossen wurde) nichts mehr passiert.

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23

Tuesday, April 16th 2019, 8:58pm

Da war ich wohl in der Kürze der Zeit nicht mehr "up to date" und hatte den geschlossenen Fred nicht im Hinterkopf. Dann einfach meinen Einwurf bitte einfach vergessen!
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24

Wednesday, April 17th 2019, 9:13am

....

Was die Zukunft betrifft, da sehe ich eher bröckelnde Preise. Viele Laien und Halblaien, die es cool finden sich einen Großspuler hinzustellen, werden irgendwann, spätestens wenn's Probleme gibt, die Lust daran verlieren, der Hype wird wieder verflachen. Von den leidenschaftlichen Sammlern werden viele älter und irgendwann ihre Sammlung verkleinern (oder schlicht irgendwann sterben), was ihre Geräte wieder auf den Markt spült. Und Hobby-Nachwuchs gibt es so gut wie nicht.

Eine große Zukunft für diese antike Technik sehe ich daher nicht.
VG Stefan

Sehe ich ähnlich. Zumindest in der Breite. Im Grunde sollte man die Dinge die man nicht wirklich selber benutzen möchte und nur auf Halde stehen hat aktuell eher abstoßen. Die Erben können eh nix damit anfangen und es wird ein Halodri kommen und die Dinge für einen Fuffi in den Sprinter laden. Ich denke bessere Peise als heutzutage werden nicht mehr kommen. Wenn man die ebay Sofortkauf Quatschpreise durch 2 dividiert liegt man so ca. in dem Bereich wo tatsächliche Verkaufsverhandlungen anfangen. Insofern erfüllen die Plakatangebote den gleichen Zweck wie die Neuvermietungen im Mietspiegel. Sie ziehen die Preise nach oben.
VG Martin

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25

Wednesday, April 17th 2019, 11:02am

Wobei ich denke ausgewählte spezielle Sachen werden sicher im Wert noch steigen. Das hat aber weniger etwas Super-HiFi und HaiEnd Klang zu tun sondern einfach mit Stilikonen und Seltenheit. Diese Dinge in der Masse heraus zu erkennen fällt m.E. gar nicht mal so leicht.

VG Martin

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26

Wednesday, April 17th 2019, 5:27pm

Wobei ich denke ausgewählte spezielle Sachen werden sicher im Wert noch steigen. Das hat aber weniger etwas Super-HiFi und HaiEnd Klang zu tun sondern einfach mit Stilikonen und Seltenheit. Diese Dinge in der Masse heraus zu erkennen fällt m.E. gar nicht mal so leicht.

VG Martin

Hallo Martin, und eigentlich alle anderen Foristen auch...
was würde wohl passieren, wenn wir hier eine detaillierte Hitliste mit Gerätebeschreibungen und möglicher Halbwertszeit die Haltbarkeit betreffend, sowie andere - noch zu bestimmende Faktoren wie Klangbild/Design/etc. pp. - einfliessen lassen würden?
Ich hab mal bei Wikipedia vor Jahren (nur so aus Spaß)einen Testbericht über Elac und Grado Tonabnehmersysteme geschrieben und danach gingen die Preise für bestimmte Systeme sofort rauf. Ich denke schon, dass das Forum hier erstens süchtig macht, zweitens eine extreme Kompetenzversammlung darstellt und drittens aber auch Meinung macht.

Und nun werde ich gleich erstmal weiter Restauration an meiner RdL und 22 Special betreiben, um die Verknappung aufzuhalten.
Grüße
Jörg
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27

Wednesday, April 17th 2019, 7:24pm

Hallo Jörg, Neugeräte könnte man einigermaßen objektiv testen, zumindest gegen die Herstellerspezifikationen und deren Werbegeschwurbel. Und schon das hat in den damaligen einschlägigen Zeitschriften nicht wirklich funktioniert. Heute würden wir bei unseren Schätzchen nur die Qualität des „Schraubers“ beurteilen, da jedes unrevidierte Bandgerät nach 40 Jahren - wenn überhaupt - wohl zunächst einmal grauslich spielt. Eher könnte man hier aber, wie bei Kfz Oldtimern - Angebot, Preisspanne abhängig vom Erhaltungszustand, Ersatzteilversorgung, Servicefreundlichkeit, Ausstattung und Aufnahme- und Wiedergabequalität etc. - in einem Punktesystem bewerten und damit die Geräte, gerade für Einsteiger, in eine temporäre Hitliste stellen.
Gerhard

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28

Wednesday, April 17th 2019, 7:33pm

... Eher könnte man hier aber, wie bei Kfz Oldtimern - Angebot, Preisspanne abhängig vom Erhaltungszustand, Ersatzteilversorgung, Servicefreundlichkeit, Ausstattung und Aufnahme- und Wiedergabequalität etc. - in einem Punktesystem bewerten und damit die Geräte, gerade für Einsteiger, in eine temporäre Hitliste stellen.
Gerhard

Auch wenn sich das gut anhört, aber das würde (nicht nur) hier zum Hauen und Stechen kommen. Deine Parameter sind teils nicht wirklich objektivierbar...und sind wir doch mal ehrlich: jeder hat sein(e) Lieblingsgerät(e) und läßt da eh nichts drauf kommen, oder?
Ist auch gut so, denn sonst würde die Breite auch nicht erhalten und das wäre schade.
Grüßle
Frank

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29

Yesterday, 1:26pm

Ich denke die Kunst ist dort wo Prestige > Langlebigkeit ist -> aktuell zu veräußern. Nischenprodukte wo relative Knappheit vorhanden evtl. sogar kaufen. Langlebigkeit und Wartungsfreundlichkeit geht m.E. gerade wenn man nicht in der Lage ist selbst zu reparieren vor dem letzten Quäntchen Klang. Es gibt nachwievor wertige Geräte aus der zweiten und dritten Reihe. Die könnten sich nochmal lohnen, Prestige kaufen momentan nur dann wenn man glaubt nicht ohne leben zu können. Ich denke mit Lieblingsgeräte oder Testmerkmalen hat das wenig zu tun. Eher mit Marktbeobachtung.

VG Martin

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30

Yesterday, 4:00pm

Na ja, wenn in 10 Jahren die Preise nachgegeben haben ;-)) und mir eine bezahlbare STUDER A 807 VU über den Weg laufen würde... Mit Notwendigkeit hat das wohl eher nichts, mit einem sehr starken "Haben-wollen-Reflex" aber viel zu tun.
Als "Prestige" würde ich das aber auch nicht einordnen, wer interessiert sich schon für meine Bandgeräte???

Grüße
Erhard
Hinfallen ist kein Fehler - wohl aber das Liegenbleiben (Th. Heuss)

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