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Sunday, October 7th 2018, 12:53pm

Große Revision - Welche Teile tauschen

Guten Morgen,
gestern ist mein liebes Beocord 1200 leider wieder ausgestiegen. Dieses recht pötzlich. Jetzt nimmt es nur rechts auf und auch die Wiedergabe klingt wie wenn man einer Katze auf den Schwanz tritt (aber mit Kraft). Das muss geändert werden!
Nun die Frage an euch: Was ist sinnvoll zu Tauschen? Ich möchte gewissermaßen eine Komplettreivion durchführen, da ich spätestens im Winter ein gut funktionierendes TBG haben möchte. Bisher fallen mir Elkos, Transistoren und Wiederstände ein. Was sollte außerdem getauscht werden? Varistoren? Folienkondensatoren? Sontige Teile? Klärt mich bitte auf!
Außerdem habe ich einige Bauteile gefunden, die ich nicht zuordnen kann: Diese sind ca. 1cm lang und haben einen Durchmesser von 0,5cm. Sie sind Zylindrisch und haben an jedem Ende einen Kontakt (Draht). Soweit ich das erkennen kann, ist das eine kleine Metalldose, die mit Kuststoff ummantelt ist. Ich habe sie bisher mehrfach auf den beiden Haupftverstärkerplatienen finden können.
Was gilt es bei der Beschaffung der Neuteile zu beachten? Bei Elkos sind es Spannungsfesigkit, Kapazität und Bauform.
Wie sieht das bei Wiederständen aus? Muss etwas außer Wiederstand und maximaler Leistung beachtet werden? Kann man diese Kohle-Wiederstände gegen andere Bauformen tauschen oder ist das eher kontaprodktiv?
Die Transistoren sind im Schaltplan aufgestellt.
Wie sieht es bei Varisatoren, Folienkondensatoren aus? Worauf muss geachtet werden?
Bitte entschuldigt diesen "Haufen" teilweiser primitiver Fragen. Ich möchte mich lediglich bestmöglich auf die Arbeit vorbereiten.
Trotzalledem wünsche ich euch einen schönen Sonntag.

Viele Grüße
Johannes
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2

Sunday, October 7th 2018, 1:55pm

Hallo Johannes,

bei passiven Bauteilen spielt ebenfalls die angegebene Toleranzklasse eine Rolle, bei Elkos die Temperaturklasse und bei Kondensatoren ganz allgemein die Ripplestrom-Festigkeit (für deren Angabe man aber das Bauteile-Datenblatt braucht. Dies ist aber in den meisten Fällen nur eingeschränkt verfügbar.)

Du kannst natürlich pauschal alles austauschen aber ich schätze, das dürfte ein mehrfacher wirtschaftlicher Totalschaden werden. Ich entnehme aber Deiner Signatur, dass es Dir besonders um den Erhalt einer solchen Beocord geht und nicht nur um irgendein gutes Bandgerät. (Da gäbe es nämlich Besseres , wie Du sicher weist.) Wenn Du indes gezielt vorgehen willst, unterziehst Du die Bauteile einer messtechnischen Überprüfung und tauscht nur das aus, was defekt ist oder zumindest die Herstellerspezifikationen weit verlassen hat. Immerhin wirst Du auf diese Weise auch dem Gerätedefekt auf die Schliche kommen können (bzw. müssen), denn neben den üblichen Verdächtigen (z.B. mit der Zeit vertrocknete Elkos), kann in einem solchen Gerät grundsätzlich so gut wie alles kaputt gehen. Auch ansonsten unanfällige Bauteile werden gerne von umgebenden Bauteiledefekten mit in den Tod gerissen.

Ein Schlusswort noch: die kleinen Beocords (1100/1200/1600) sind kompakt aufgebaute Geräte bei denen Servicefreundlichkeit nicht unbedingt an vorderster Stelle stand. Ich empfehle deshalb vorher zu überprüfen, ob die Tonköpfe und die verchromten Bandführungsbolzen noch nicht allzusehr verschliessen sind. Denn die ganze Arbeit soll sich ja auch lohnen und das Gerät wieder spielen lassen, wie einst im dänischen Mai. :thumbsup:

Good luck,

Gruß
Peter
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3

Sunday, October 7th 2018, 5:02pm

Soweit ich das erkennen kann, ist das eine kleine Metalldose, die mit Kuststoff ummantelt ist.

Ich tippe mal auf Styroflex-Kondensatoren. Sehen die etwa so aus?



Das sind hochwertige Kunststoff-Folienkondensatoren.

Oder sehen sie so aus?:



Dann sind es einfach axial bedrahtete Elektrolyt-Kondis.

Ergänzend zu den Ausführungen von Peter noch folgende Bemerkungen, die ich als Pragmatiker mal locker aus der Hüfte schieße ;) :

Folienkondensatoren gehen, ebenso wie Widerstände, fast nie kaputt, es sei denn, sie werden durch den Defekt benachbarter Bauteile plötzlich mit erheblich überhöhten Spannungen oder Strömen belästigt. Oder sie explodieren, wie die berüchtigten Knallfrösche von Rifa. Ich habe, außer letztgenannten, noch nie einen Kunststoff-Folienkondensator wegen eines Defekts erneuern müssen! Sie sind meist auch selbstheilend ausgeführt.
Diese Bauart kann Werte zwischen wenigen Picofarad und einigen Mikrofarad haben. Je Farad, desto teurer! Elektrolyttypen bis etwa 3,3 oder 4,7µF kann man meist durch Folienkondis ersetzen, besonders in NF-Verstärkern ist das ein Gewinn. Höhere Werte werden sehr teuer und sind einfach zu groß als Elko-Ersatz.

Keramische Kondensatoren, die früher wie kleine Röhrchen aussahen, an deren Enden die Anschlussdrähte drumgewickelt waren und die heute meist tropfenförmig oder wie kleine Scheibchen aussehen, sind unauffällig. Sie können leicht mechanisch beschädigt werden, indem sie zerbrechen. Keramik-Vielschicht-Kondensatoren sind stabiler. Sie sind quaderförmig und lackiert. Keramische Kondensatoren gibt es nur mit kleineren Kapazitätswerten von 1 Pico- bis zu einigen hundert Nanofarad.

Widerstände (bitte nicht mit ie) können, wenn auch selten, mechanisch defekt werden, wenn die Anschlusskappen sich lockern. Hatte ich in vierzig Jahren vielleicht fünf mal. :pinch:

In bestimmten Schaltungsteilen kann der Tausch von Kohleschicht- oder Kohlemasse-Widerständen (Grundfarbe oft rot/braun/ocker, vier Ringe) gegen Metallschicht-Widerstände (das sind die mit dem blauen Grundlack und fünf oder sechs Ringen) ein geringfügig verbessertes Rauschverhalten zur Folge haben. Meist bringt der pauschale Austausch aber gar nichts Mess- oder Hörbares. Die meisten Widerstände, die bei unseren Transistorgeräten verbaut sind, sind welche mit 1/8 bis 1/4 Watt Belastbarkeit. Das sind die kleinen, 8 bis 10 mm langen Teile mit den bunten Ringen. Wenn man die gegen Metallschicht tauscht, braucht man sich keine Sorgen zu machen, denn die gängigen Metallschichttypen sind bei gleichen Abmessungen mit 0,6 Watt belastbar.

Von den Abmessungen größere Widerstände haben eine höhere Belastbarkeit, die meist im Schaltbild angegeben ist. Hochlastwiderstände sind richtig dicke Dinger, die oft zementierte Gehäuse haben und Leistungen zwischen 3 und 25 W verbraten können. Sie dürfen auch heiß werden, kommen aber bei Bandgeräten nur vereinzelt vor.

Die Toleranz von Widerständen und Folienkondensatoren liegt meist im Bereich von 5 bis 20 Prozent und ist dann auch unkritisch. Geringer tolerierte Teile (1-5 %) sind eigentlich nur in frequenzbestimmenden RC-Gliedern von Entzerrungsnetzwerken erforderlich. Metallfilmwiderstände haben von Natur aus kleinere Toleranzen, standardmäßig 1 %.

Elkos sind mit einem flüssigen Elektrolyten versehen, mit dem die Papierschicht zwischen den Elektroden getränkt ist und der auch bei gut abgedichteten Gehäusen irgendwann nach zehn, siebenundzwanzig oder einundfünfzig Jahren austrocknet.
Dann verändert dieser Elko dramatisch seinen Wert, wird taub oder bildet einen Schluss aus. Daher sind Elkos immer Kandidaten für den vollständigen Austausch bei älteren Geräten!
Elkos gibt es mit Kapazitäten zwischen 0,47 und 200000 µF oder so und Spannungsfestigkeiten von 3 bis 1000 V und mehr.

Tantal-Elkos sind ein Kapitel für sich. Hochwertige Tantalkondensatoren sind, wenn sie innerhalb ihrer korrekten Spezifikationen betrieben werden, eigentlich von den Eigenschaften her besser (und teurer) als Aluminium-Elkos. Andererseits sind sie relativ oft auch Ausfallkandidaten. Es gibt sie nur für Kleinspannungen und bis etwa 220 µF.
Wenn möglich, ersetze ich sie auch wieder durch Gleichartige, verwende dann aber oft hochwertige zylindrische Ausführungen nach MIL-Spezifikationen. In vielen Fällen ist ein Ersatz durch normale Elkos ohne Weiteres möglich, wenn man ihnen nicht traut....

Halbleiter wie Dioden oder Transistoren können meist bis in alle Ewigkeit ihren Dienst verrichten. Ausnahmen gibt es natürlich: Germaniumtransistoren (meist mit O, T oder A als erstem Buchstaben in der Bezeichnung) aus frühen Produktionsjahren fallen oft durch sog. Whiskerbildung im Inneren aus, bilden dann Wackelkontakte aus oder beginnen zu prasseln oder zu spratzeln. Aber Silizium, das bei den Geräten etwa ab 1965-70 verwendet wurde, ist i.A. kein Tauschkandidat! Zwar gibt es bestimmte japanische Maschinen, bei denen gewisse Siliziumtransen immer wieder verstärkt mucken und dann raus müssen, aber das sind seltene Ausnahmen.

Selengleichrichter gelten auch nicht als besonders zuverlässig.

Wichtiger als Bauteile-Tauschorgien sind saubere Kontakte bei Dreh- und Schiebeschaltern! Ich denke hier besonders an die mittels langer Schaltschieber ausgeführten Entzerrungs- und Aufnahme-/Wiedergabeumschalter. Da habe ich schon so manches erlebt... 8|

LG Holgi

This post has been edited 7 times, last edit by "hannoholgi" (Oct 7th 2018, 7:13pm)


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Sunday, October 7th 2018, 5:54pm

Es ist besser, die Fehler-Ursache zu finden und gezielt zu beseitigen, als alle elektronischen Bauteile auszutauschen.
Sonst kann es dir passieren, daß es danach immer noch nicht funktioniert, weil zB
einer der Tonköpfe kaputt ist,
es ein mechanisches (zB Schalter-)-Problem ist,
du bei der Aktion neue Fehler eingebaut hast.

Am Anfang sollte eine technisch aussagekräftige Fehlerbeschreibung stehen.
Deine bisherige Beschreibung ist in dieser Hinsicht nicht hilfreich.

MfG Kai

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Sunday, October 7th 2018, 7:09pm

Das stimmt natürlich. Normalerweise würde ich sagen, er soll mit der Katze lieber mal zum Tierarzt fahren, wegen der Schwanzfraktur... :D

Aber soweit ich das verstanden habe, will er ohnehin mal eine Komplettüberholung durchführen, wobei die Hoffnung besteht, dass dabei auch der Kanalausfall und das Katzenschwanzsyndrom geheilt werden!

Und, Johannes, du weißt, dass du nach dem Auswechseln von dutzenden Bauteilen um eine Neueinmessung nicht herumkommst?! :huh:

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Monday, October 8th 2018, 10:40am

Hallo Johannes,
ein paar Punkte.
- Warum stellst du nicht ein Foto ein, um Unbekanntes zu identifizieren?
- Ein Foto der Platine, Bauteilseite wäre auch hilfreich, um wirkliche (typische) Problembauteile zu identifizieren.
- Ein pauschaler Austausch aller Bauteile ist, wie auch Kai schon betont hat, erstens unnötig und zweitens nicht zielführend.
Gruß
Stefan

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Monday, October 8th 2018, 11:19am

Guten Morgen,
diese, von mir beschrieben, Dosen entsprechen den Styroflex-Kondensatoren. Vielen Dank für die Aufklärung.
Zum Thema Einmessen: Mir ist bewusst, dass ich nach einerRevisionn nicht um eine Einmessung herumkomme. Da allerdings auch die Köpfe eingestellt werden müssten (Kein Sicherungslack), überlege ich das Gerät zum Einmessen/stellen in fachkundige Hände zu geben. Erstens verfüge ich nicht über die nötigen Messbänder respektive Messgeräte und zweitens nicht über das nötige Fachwissen.
Die erste Möglichkeit wäre, das Gerät zu einem Fachhändler zu bringen. Die zweite (von mir präferierte) Möglichkeit wäre, das Gerät einem Mitglied dieses Forums zu schicken, damit es dann die Einstellarbeiten vornehmen kann. Deshalb Frage ich an dieser Stelle schonmal, wer denn grundsätzlich Interesse an einer solchen Aktion hätte...
Kontaktaufnahme auch gerne via Mail/PN

Viele Grüße
Johannes
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8

Tuesday, October 9th 2018, 9:22am

...womit du auf keinen unserer Posts eingegangen bist.
Gruß
Stefan

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9

Tuesday, October 9th 2018, 6:00pm

@ Stefan: Leider muss ich gestehen deinen Beitrag #6 schlichtweg übersehen zu haben - kann mir nicht erklären warum ?( Jedenfalls möchte ich mich in aller Form bei Dir entschuldigen.
Zum Foto: Das Problem ist im Moment, dass ich das TBG noch nicht geöffnet habe. Meine Frage zu den Bauteilen, welche mir unbekannt waren, hatte ich noch im Kopf. Außerdem bin ich mir nicht sicher, auf welcher Platine der oder die Fehler liegen. Um alles sehen zu können muss das TBG erstmal gründlich zerlegt werden. Dies werde ich aller Voraussicht nach in ca. zwei Wochen erledigen, weil dann bei uns in NRW Schulferien herrschen und unser Familien-Urlaub beendet ist. Vorher finde ich leider keine Zeit länger und in Ruhe etwas zu Basteln. Sobald das Gerät zerlegt ist schicke ich gern Fotos.
Um zu meiner angedachten Tauschorgie zurückzukommen: In einem meiner ersten Threads wurde ich von einem Mitglied darauf hingewiesen, dass bei den Beocord Geräten häufig Widerstände außerhalb der Toleranz liegen. Daraus habe ich geschlussfolgert dass es nicht nur Sinn ergibt Elkos und Widerstände, sondern gleich alle Teile zu tauschen. Auf diesem Wege kam ich zu der Idee einer Komplettrevision. (@Peter) Dass eine solche Aktion Finanziell keinen Sinn ergibt ist mir bewusst.
Wenn ihr mir alle von einer solchen Revision abratet, werde ich sie sicher nicht durchführen. Ich dachte bloß, dass es besser sei gleich alle Teile zu erneuern, damit eine Zeit lang „Ruhe“ herrscht.
Falls ich den Eindruck eines Unbelehrbaren gemacht haben sollte, lasst euch versichert sein, dass dies weder beabsichtigt noch vorgesehen war.

In der Hoffnung alle Fragen geklärt zu haben und unter weiterer Aufrechterhaltung der Anfrage bzgl. der Einmessung wünsche ich euch noch einen schönen Abend
Johannes
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Wednesday, October 10th 2018, 9:17am

Hallo Johannes,

neenee, alles gut.
Zu empfehlen wäre, das Gerät erstmal auf der mechanischen Seite in einen einwandfreien Zustand zu bringen.

Dieses Beocord ist nicht sonderlich verbreitet, die Spezialteile (Andruckrolle etc) sind nicht an jeder Ecke erhältlich.

Dann ein Foto von der Platine - wir sehen dann, ob und welche Buateile vertreten sind, die für Anfälligkeit im Alter bekannt sind.
Gruß
Stefan

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11

Wednesday, October 10th 2018, 9:51am

Mechanische Probleme sind mir z.Z. nicht bekannt. Ich habe mir eben mal die Bandführungsbolzen und die Köpfe angesehen: Bei den Bolzen ist an einer Stelle der Chrom weg, allerdings lassen diese sich ja problemlos drehen... Der SHKopf sieht gut aus, bis auf den fehlenden Sicherungslack. Beim Löschkopf ist seitlich etwas Kunststoff abgeplatzt. Ich hglaube aber nicht, das dies seine Funktionstüchtigkeit beeinflusst.
Zum Laufwerk: Auch mein Beocord krank an dem bekannten Problem, dass sich beim Umspulen sehr unsaubere Bandwickel bilden. Außerdem war die Filzkupplung des rechten Tellers defekt (wurde von mir schon repariert). Es wären nur mal neue ANtriebsriemen fällig... Optisch ist es in einem sehr guten Zustand, bis auf den abgegriffenen Play/Stop-Hebel.
Die Andruckrolle hat keine Risse oder Dellen und sieht auch sonst sehr gut aus. Gleiches gilt für die Antiebsräder fürs Umspulen.
Insgesamt bin ich der Ansicht, dass sich eine Überholung auf elektrischer Seite durchaus lohnt.

Viele Grüße
Johannes
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Saturday, October 13th 2018, 4:19pm

Hallo Johannes,

vielleicht hilft Dir folg. Thread ein wenig weiter, wobei in der 1200er sicher etwas mehr Platz herrscht als in der 1600er.

Dänischer Flachmann: Beocord 1600

Gruß
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Monday, October 15th 2018, 5:41pm

Vielen Dank für den Hinweis...
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14

Sunday, February 10th 2019, 7:05pm

Guten Abend!
Ich möchte mich hier nach längerer Zeit wieder zurückmelden.
Das Tonbandgerät läuft jetzt wieder: Ich habe bis auf ein paar Elkos (habe im letzten Jahr schonmal welche getauscht) nichts weiter ersetzen müssen. Allerdings habe ich auf einem hiesigen Flohmarkt sehr günstig ein weiteres Beocord bekommen. Wie sich später heraustellte war es deshalb so günstig (20€) weil die beiden Hauptplatinen fehlen... Allerdings sind seine Köpfe erstens noch nicht abgenutzt und haben zweitens noch überall Sicherungslack. Deswegen habe ich den Kopfträger komplett gewechselt und werde das neue Gerät zum Ausschlachten verwenden.
Mein gutes Beocord klingt sehr sehr gut, allerdings tut sich schon wieder ein neues Problem auf, welches vielleicht nicht direkt mit dem Gerät zusammenhängt: Wenn ich eine Aufnahme mache (egal ob 9,5 oder 19cm/s) klingt diese bis auf ein paar Drop-Outs sehr gut. Wenn ich mir diese Aufnahme nach einer Woche anhöre klingt sie schon wesentlich schlechter... Die Höhen fehlen und es klingt insgesamt nicht mehr so klar. Der Pegel hingegen bleibt gleich. Meine Vermutung ist jetzt, dass dieses Problem eher mit dem Bandmaterial zusammenhängt. Ich bin mir dessen bewusst, dass die Maschine weder auf diese Bandsote eingemessen noch im Frequenzgang eingestellt wurde. Aber hier kann ja eigentlich nicht das Problem liegen, weil die Aufnahmen ja erst sehr gut klingen.
Meine erste Frage ist also, ob eine fehlende Einmessung diese Probleme verursachen kann.
Die zweite Frage schließt sich gleich an: Da ich mit meinen Bändern in letzter Zeit sowiso nicht mehr so zufrieden bin (einige Drop-Outs und Schmierkandidaten) überlege ich mir jetzt doch (für wichtige Neuaufnahmen) einige neue Bänder zuzulegen. Leider musste ich nach einer ersten Recherche feststellen, dass es kein neues Doppelspielband mehr gibt. Ok, dann nehme ich eben Langspielband, bloß welches? Ich habe bisher das RTM Lpr 90 ins Auge gefasst.. Was haltet ihr davon?

Ich bedanke mich im Voraus für eure Antworten und entschuldige mich nochmal für meine längere Abstinenz vom Board..
Viele Grüße Johannes
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15

Monday, February 11th 2019, 12:27pm

LPR35 genügt vollauf - selbst das wirst Du mit diesem eher einfachen Gerät nicht halbwegs ausnützen können.
Viele Grüße
Jörg

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16

Tuesday, February 12th 2019, 11:09pm

Vielen Dank für die Antwort!
Kann ich denn davon ausgehen, dass die von mir geschilderten Probleme tatsächlich mit dem Tonband an sich zusammenhängen?

Liebe Grüße Johannes
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17

Tuesday, February 12th 2019, 11:54pm

Das Einzige, was mir dazu einfällt, ist eine nicht sachgerechte Lagerung der Bänder in der Nähe eines starken Magnetfeldes! Wo stehen denn deine Bänder? Neben den Lautsprecherboxen?
Anders ist das doch gar nicht möglich, dass eine Aufnahme nach ein paar Tagen (!) an Höhen verliert. Derartige Effekte sind wohl schon nach Lagerzeiten von zwanzig Jahren aufgetreten, aber nicht nach einer Woche. :wacko: ?(

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18

Wednesday, February 13th 2019, 2:31am

Ist die Maschine entmagnetisiert worden? Dadurch gehen auch Höhen verloren. Sicher nicht so schnell, aber ist es besser sicher zu sein.

Gruß

Nelson

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19

Wednesday, February 13th 2019, 12:17pm

Hast Du wischenzeitlich mal Shamrock - oder andere Schmierbänder abgespielt, die Dir den Tonkopf verkleistert haben?
Mit besten Grüßen Franz

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20

Thursday, February 14th 2019, 6:38pm

Ne, sind alles BASF DP26... Tonköpfe sind sauber und entmagnetisiert... Außerdem sind die noch mit Sicherungs Lack versehen. Auch wenn ich jetzt neue Aufnahmen mache, werden diese nach wenigen Tagen „schlecht“... Ich glaube deshalb, dass das Problem tatsächlich bei den Bändern liegt.

Liebe Grüße
Johannes
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Friday, February 15th 2019, 12:03pm

Ich habe noch nie mit einem Band zu tun gehabt, das gleich nach der Aufnahme gut klang und ein, zwei Wochen später schlecht. Das halte ich für nahezu ausgeschlossen. Ich schließe mich Holgi an, wo lagerst du deine Bänder?

VG Stefan

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22

Saturday, February 16th 2019, 6:55pm

Guten Abend,
die Bänder lagern ca. 1,5 Meter vom Lautsprecher entfernt... Außerdem stören Drop-Outs meine Aufnahmen. Diese kommen aber nicht plötzlich, so wie man es kennt, sondern langsam. Außerdem entwickeln sie sich erst mit forschreitender "Alterung" der Aufnahme. Hier mal ein Screenshot aus Audacity:



Die Aufnahme (Konzertmitschnitt) muss erstens an der Stelle gleichlaut sein und, sie war es kurz nach der Aufnahme auch. Vier(!) Tage nach der aufnahme habe ich sie digitalisiert und dieses "Qualitätsproblem" festgestellt...
Ich glaube, ich werde mir erstmal eine Spule neues Bandmaterial ztulegen und dann mal testen...

Wünsche euch noch einen schönen Abend....
Johannes
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Saturday, February 16th 2019, 7:33pm

Hallo Hansi,
nur mal eine Frage am Rande: wie man richtig entmagnetisiert weißt du, ja?
Die Drossel zum Schluss langsam entfernen und in ausreichendem Abstand erst ausschalten?!
Noch eine andere Idee: hast du die aufgenommenen Bänder mal auf einem anderen Bandgerät abgespielt? Irgendwie komme ich von einem magnetisierten Tonkopf nicht weg ...

Gruß Dietmar
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Saturday, February 16th 2019, 8:45pm

Es muss ja nicht zwingend der Tonkopf sein. Das würde man an einem deutlich erhöhten Rauschen schon hören. Aber es gibt da stellenweise magnetisierbare Bandführungen. Andererseits und so, wie ich das verstanden habe, lagern die Bänder ja abseits des Tonbandgerätes. Damit dürfte das ja keinen Einfluss haben.

M.E. ist es aber nicht sehr ergiebig an einem Gerät herumzudoktern und irgendwelche Fehler zu suchen, wenn nicht sichergestellt ist, dass das Gerät auch tatsächlich fehlerfrei arbeitet. So eine Fehlerbeschreibung, das der Wiedergabe nach ein paar Tagen die Höhen fehlen, im Pegel aber nichts passiert ist, ist schwer nachzuvollziehen. Vor allem dann, wenn kurz nach der Aufnahme noch alles in Ordnung war. Eigentlich folgert daraus, dass es nur am Bandmaterial liegen kann. Aber hat jemand schon mal sowas festgestellt? Und das ohne äußeren Einfluss?

@Johannes
Drop-Outs sind kurze Unterbrechnungen der Wiedergabe. Da entwickelt sich nichts. Die werden durch Dreckpartikel oder mechanische Verformungen des Bandes verursacht. Das Band liegt in diesem Moment nicht mehr am Kopf an und so wird nichts aufgezeichnet/wiedergegeben. Richtig ist, dass die Höhenwiedergabe im Laufe der Zeit leidet, das ist aber größenordnungsmäßig weniger als 1 dB in mehreren Jahren (!). Nach 4 Tagen darf da nichts sein.

Um das Problem zu lösen, biete ich dir an, mir das Gerät zu schicken. Ich schaue mir das an und berichte.

Gruß
Michael

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25

Sunday, February 17th 2019, 12:30am

Bevor man empfindliche Geräte durch die Landschaft schickt (siehe Diskussion über Versanddienste) , wäre es vielleicht einfacher, ein Band von jemand anderem mit definierten Signalen zu nehmen und dieses täglich über eine Woche oder so abspielen. Wenn sich dabei an der Aufnahme nichts ändert, liegt tatsächlich ein Problem mit den Bändern vor. Wenn die Aufnahme "beschädigt" wird, dann ist am Gerät etwas nicht in Ordnung. Ich würde so ein Band erstellen, habe aber keine funktionierende Maschine im Moment. :(

Gruß

Nelson

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Sunday, February 17th 2019, 7:38am

Hansi, einen Effekt kann ich dir erklären, und zwar solche Lautstärke (korrekt: Pegel-)einbrüche oder Einbrüche der Höhenwiedergabe, die plötzlich auftreten, eine Handvoll Sekunden andauern und dann wieder nachlassen. So wie bei dir ab Zeitpunkt 1:12: Das ist Schmieren des Bandes. Partikel setzen sich an den Sprechkopfspalt und werden nach einigen Sekunden vom Band selbst wieder abgerubbelt. Passiert sehr gerne bei BASF LH super aus den späten Siebzigern. Dieser Abrieb ist optisch nicht zu sehen, wenn man das Band zwischen zwei Fingern durchlaufen lässt, bleibt nicht viel Abrieb sichtbar hängen - ganz im Gegensatz zu den BASF LH (ohne "super") aus den 70ern und 80ern, die zwar oft massiv mehligen Abrieb zeigen, der allerdings trocken und kaum klebrig ist und daher den oben beschriebenen Effekt deutlich weniger verursacht.
Unterm Strich: leg dir endlich mal ein anständiges Band zu.
VG Stefan

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Sunday, February 17th 2019, 1:51pm

Ich habe gestern mal ein Band durch ein Papiertaschentuch umspulen lassen... Kam eine ganze Menge brauner Staub zustande, der aber völlig trocken war... Die Bänder sind übrigends BASF DP26 ohne LH im schwarz/grünen Klappkarton mit transparenten oder grau/transparenten Spulen...
Was die neuen Bänder angeht: (ich hatte ja schonmal kurz gefragt) RTM LPR 35 ist doch Ok oder? Gibt es andere Meinungen?
Ich würde dann nämlich gleich meine gesmaten Bänder tauschen und das Gerät dann auch einmessen lassen.

Viele Grüße
Johannes
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Sunday, February 17th 2019, 11:12pm

Mit dem LPR35 kannst Du nichts falsch machen, es 'passt' auf fast alle Maschinen. Ich bin auch dabei meine Bänder durch LPR35 zu ersetzen. Für Studiomaschinen käme n.m.M. noch das SM911 in Frage.
Viele Grüße
Eckhard

M15A; Revox B77, A76, A77, A78; Braun TG1000; Uher 4400 Report Stereo IC; www.engelstrasse.de

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Monday, February 18th 2019, 1:00pm

@Dietmar: Das mit dem Entmagnetisieren habe ich immer so gemacht wie von dir beschrieben...

@Michael: Ich komme gerne auf dein Angebot zurück, da ich dass Gerät sowieso (natürlich mit den neuen Bändern) mal einlesen lassen wollte... EDIT: Meine natürlich einmessen...

@all: Ich habe soeben eine Aufnahme von 1975, die auf diesem Gerät aufgenommen wurde angespielt und keinerlei Qualitätsprobleme Feststellen können... Ich glaube daher, dass die Probleme tatsächlich mit den Bändern zusammenhängen... Ich werde mir zuerstmal ein neues LPR 35 zulegen und dann testen.
Vielen Dank für die vielen Antworten...

Liebe Grüße Johannes
Meine Tonbandgeräte: B&O Beocord 1200 mit Beomaster 1200 und Beogramm 2200 und Uher 4000 Report-S

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Friday, February 22nd 2019, 7:49pm

Guten Abend!
Heut kam das neue Bandmaterial an. Tja, was soll ich sagen, auch wenn jetzt klarerweise keine "Lang"zeitberichte möglich sind, ich bin hellauf begeistert. Ganz gleichmäßige Pegel wunderbare Wickel auch beim Spulen. Es scheint fürs erste so, als läge der Fehler tatsächlich im Band selber. Ich werde die Tage wieder berichten, ob sich meine Freude gehalten hat und die Aufnahmen immernoch so wunderbar sind...

Viele Grüße von Johannes
Meine Tonbandgeräte: B&O Beocord 1200 mit Beomaster 1200 und Beogramm 2200 und Uher 4000 Report-S

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