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  • »Tonkopf65« ist der Autor dieses Themas

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1

Mittwoch, 5. September 2018, 12:07

VU-Meter Uher Royal des Luxe

Hallo,

an meiner Uher Royal des Luxe hängt seit kurzem der obere Zeiger ds VU-Meters zwischen 10 und 6 db, der untere steht auf Null. Stereoaufnahmen sind möglich, wenn man die Pegel händisch ausgleicht. Habe schon an dem zuständigen Trimmpoti (ich glaube R138 oder R139) gedreht, der obere Zeiger geht aber nicht auf Null. Woran kann das liegen und wie lässt es sich beheben? Gerät ist ansonsten in einem sehr guten Zustand mit leisem Reibrad und fast neuwwertigem Tonkopfträger (Vierspur).

Danke schon mal vorab für Eure Tipps.
Wolfgang

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2

Mittwoch, 5. September 2018, 12:28

Hallo Wolfgang,

vermutlich hat sich die Klebestelle gelöst, mit der der Zeiger am Drehspulwerk befestigt ist/war.

Da hilft nur, falls du unendlich ruhige Hände und ein ebensolches Gemüt besitzt, die Reparatur zwecks neuer Fixierung des Zeigers. Es soll Forenfreunde geben, denen das tatsächlich gelungen ist, also könnte auch dir dieses Kunstwerk gelingen
Ich hatte damals, als mir das passierte, kurzerhand das komplette Instrument durch ein funktionierendes Gebrauchtteil ausgetauscht.

Gruß
Thomas
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3

Mittwoch, 5. September 2018, 12:58

Hallo Thomas,

danke für die rasche Antwort. So etwas habe ich schon befürchtet. Meine Hände sind manchmal sehr geschickt und lösen filigrane Aufgaben. Aber leider sind sie öfters auch Grobmotoriker, die alles vermasseln. Deshalb neige ich sicherheitshalber zu einem Ersatz-VU. Wer so etwas übrig hat, darf sich gern melden.
Gruß

Wolfgang :)

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4

Mittwoch, 5. September 2018, 14:57

Hallo Wolfgang,

solange du kein Ersatz-Instrument hast, kannst du dir so behelfen:
oberes Instrument abklemmen,
die Emitter der beiden Transistor-Gleichrichter T25 und T30 verbinden.
Das untere Instrument zeigt dann immer das Maximum beider Kanäle an.
Danach würde man ja ohnehin aussteuern.

MfG Kai

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5

Mittwoch, 5. September 2018, 15:00

Wer so etwas übrig hat, darf sich gern melden.

...was ich hiermit tue!
Aber vorher möchte ich noch eine Auskunft von dir, die letztlich darüber entscheidet, ob du ein neues VU-Meter benötigst oder nicht.
Die Frage lautet: “Geht der Zeiger auch dann nicht an den linken Anschlag, wenn das Gerät ausgeschaltet ist?“

LG
Holgi

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6

Mittwoch, 5. September 2018, 16:36

Hallo Wolfgang,

wenn es die Mechanik ist: Das Problem wurde hier und insbesondere auch von Peter an dieser Stelle behandelt. Vielleicht hilft das ja weiter.

Konrad

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7

Mittwoch, 5. September 2018, 19:00

Hallo Hannoholgi,

wenn das Royal aus oder auf Wiedergabe ist, sind beide Zeiger links auf Null. Beim Umschalten auf Aufnahme hüpft der obere Zeiger auf rund 6 db. Hilft da ein einfacher Austausch? Wenn ja, könnte ich Dir enen Woelke-Tonkopf (NOS) mit der Numr 00619 für ein Variocord 263 anbieten.
Gruß
Wolfgang

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8

Mittwoch, 5. September 2018, 19:29

Das dürfte an dem treibenden Transistor liegen.
Z.B. wenn der zuviel Leckstrom hat, passiert sowas.

MfG Kai

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9

Mittwoch, 5. September 2018, 20:45

Darum frug ich! Eine bekannte Schwachstelle bei den alten RdLs! Bei meiner war das auch so. Da hat auch nur der Tausch der Transistoren geholfen. Gottseidank hatte ich noch ein paar dieser alten Germanen in der Grabbelkiste. ^^

Damit ist das Austauschen des VU-Meters ja dann wohl hinfällig.

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10

Mittwoch, 5. September 2018, 21:26

Hallo Kai, Hannoholgi,
danke für Eure raschen Antworten. Sind das die Transitoren mit der Bezeichnung T 25 und T 30, die Kai weiter oben erwähnt hat? Kann ich als Ersatz auch welche von einer SG 560 Platine nehmen?
Gruß
Wolfgang

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11

Mittwoch, 5. September 2018, 21:37

So isses,
die Herkunft spielt keine Rolle,
sie müssen nur in Ordnung sein (und wenn's geht, ähnliche Stromverstärkung haben).

Bei ebay werden grad 10 Stück für 2,45 angeboten o.ä.

Man kann auch mit etwas mehr Aufwand auf gängige Silizium-Transistoren umrüsten.

MfG Kai

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12

Mittwoch, 5. September 2018, 21:40

Hochinteressant. Diesen Defekt kannte ich trotz jahrzehntelanger Nutzung der RdL noch nicht.
Auch Kai's Hinweis ist für mich wertvoll. Simpel, aber effektiv.

Wieder was gelernt.

Gruß Thomas
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13

Mittwoch, 5. September 2018, 21:53

Auch Kai's Hinweis ist für mich wertvoll. Simpel, aber effektiv.

Du meinst doch hoffentlich nicht den mit den zusammengeklemmten Emittern ?
So wird es nämlich in etlichen einfacheren Bandgeräten mit nur einem Instrument gemacht.
Beim Aussteuern aus ordentlich balanzierten Stereo-Quellen braucht niemand zwei Anzeige-Instrumente.
Ziel ist immer, die größte Signalspitze klein genug zu halten. Deshalb reicht immer die Anzeige des gemeinsamen Maximums.
Nur wenn man den Quellen "nicht über den Weg trauen kann", sind 2 Instrumente hilfreich, große Balance-Fehler zu erkennen...

MfG Kai

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14

Donnerstag, 6. September 2018, 08:09

Doch, den meinte ich. Mir war das nicht bekannt und da ich einige Geräte besitze, die für beide Kanäle nur ein gemeinsames Aussteuerungsinstrument haben (meistens ein magisches Band), hielt ich das immer für unvollkommen und eine Sparmaßnahme seitens des Herstellers.

Deine Erläuterung ist jedoch einleuchtend und logisch.

Thomas
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15

Donnerstag, 6. September 2018, 09:24

hielt ich das immer für unvollkommen und eine Sparmaßnahme seitens des Herstellers.

Ob es vollkommen ausreicht, wird man nur der jeweiligen Schaltung entnehmen können.
Voraussetzung dafür ist, daß es zwei (Spitzenwert-) Gleichrichter gibt (je einen für L & R) und davon wieder das Maximum auf die Anzeige geht.
Wenn der Hersteller das Sparen so übertrieben hat, daß nur einer der Kanäle überwacht wird oder etwa die Summe von L & R angezeigt wird, kann das irreführend sein, bzw. man muß hoffen, daß die Statistik der Spitzenpegel beider Kanäle so gutmütig ist, daß eine ähnliche Aussteuerung zustande kommt.
Platz- und Strombedarf eines zweiten magischen Bandes waren zu Röhrenzeiten sicher schmerzhafter als später noch'n Transistor + Beschaltung und noch ein kleines Drehspul-Instrument.

MfG Kai

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16

Donnerstag, 6. September 2018, 10:14

Hallo,

um Missverständnisse auszuschließen möchte ich anmerken, dass ich mich bei der Fehlerbeschreibung vielleicht falsch ausgedrückt habe. Bei Wiedergabe und nach dem Einschalten desRoyal liegen beide VU-Zeiger natürlich nicht bei Null (sloso im roten Bereich), sonder ganz links bei 20 db. Das nur zur Klarstellung, wahrscheinlich ändert sich an der Fehleranalyse dadurch nichts.
Gruß
Wolfgang

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17

Donnerstag, 6. September 2018, 13:34

Hier hatte ich vorhin mal Unfug geschrieben.
Je präziser die Fehlerbeschreibung ist, um so besser kann eine Ursachenvermutung sein.
Die "schwarzen" dBs auf der Skala sind negativ, die "roten" sind Positiv, wie es oben links und rechts von "dB" vermerkt ist.
Im ersten Beitrag hattest du von 10 und 6 dB geschrieben und vermutlich -10 und -6 gemeint. Ich rate mal, daß du da mit Null aber nicht 0 dB gemeint hast, sondern das linke Ende der Skala.
Bei Wiedergabe bekommen weder der Lösch-Oszillator noch die Anzeige-Transistoren Betriebsspannung. Wenn die Instrumente mechanisch in Ordnung sind, gehen sie dann in die Ruhestellung.
Wenn eines der Instrumente bei Aufnahme schon ohne Eingangssignal deutlich ausschlägt, kann es zB folgende drei Gründe haben:
1. Der zugehörige Transistor hat erheblichen Leckstrom und muß ausgetauscht werden
2. HF gelangt in die Anzeigeschaltung
3. Der Aufnahmeverstärker schwingt

Wenn Zurückdrehen des Abgleich-Potis vor dem Transistor auf Masse-Anschlag den Auschlag nicht beseitigt, ist (1) die wahrscheinlichste Ursache.

MfG Kai

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »kaimex« (6. September 2018, 16:01)


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18

Donnerstag, 6. September 2018, 16:11

Hallo Kai,
Asche auf MEIN Haupt, denn der "Unfug" ist ja wohl durch meine missverständliche Erklärung entstanden. Also der obere Zeiger hängt natürlich bei -6db. Kannst Du mir denn sagen welche Bezeichnung der Leckstrom-Transistor für die obere anzeige im Schaltplan hat? Ich weiß allerdings noch nicht, ob ich mich bei meinen bescheidenen Lötkenntnissen einen Austausch zutraue. Von HF in der Aufnahmeschaltung und einem schwingenden Aufnahmeverstärker ganz zu schweigen. Wenn mir jemand aus Stuttgart oder Umgebung elektronisch beistehen könnte, so wäre das toll.

Danke und Gruß
Wolfgang

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19

Donnerstag, 6. September 2018, 17:30

Da steht AC151VII, letzteres soll eine römische 7 sein, so hat man früher Stromverstärkungsgruppen bei Siemens gekennzeichnet. Das sind noch Germanium-Transistoren, die man heute eigentlich nicht mehr verwendet. Bei ebay wurden gerade 10ner Packs für etwa 2,45€ angeboten. Es wurden auch schon Wucherpreise von >6€ für Einzelstücke verlangt.
Man kann aber auch andere nehmen, sollte das dann aber paarweise tun, damit in beiden Kanälen etwa das gleiche verwendet wird.
Bei einer kurzen Recherche im Netz hab ich nur beim Distributor Bürklin noch eine kleine Kollektion unterschiedlicher Germanium Transistoren gefunden. Der AC151 war nicht dabei aber ähnliche. Die Preise gingen bei etwa 90 Cent pro Stück los.
Man kann auch auf moderne Silizium Transistoren umrüsten. Damit die Eigenschaften denen der Germanium Typen ähnlich werden bezüglich der Schwellspannung, muß man allerdings mindestens einen PNP Transistor, eine Diode und einen Widerstand einsetzen, besser noch eine Kombination aus NPN & PNP Transistor + Widerstand. Letzteres Gebilde hätte dann 5 statt 3 Anschlüsse. Die Teile würden aber nur wenige Cent kosten.

MfG Kai

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20

Freitag, 7. September 2018, 11:25

Hallo Kai,

diese Zehnerpacks hatte ich auch schon gesichtet, allerdings sind das Auktionen, keine Sofortkaufangebote!
Wer weiß, wie hoch die Preise da noch steigen... X(

LG
Holgi

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Freitag, 7. September 2018, 13:48

Hallo,
die Zehnerpacks bei ebay habe ich auch gesichtet. Ich werde demnächst versuchen, die beiden Germanium-Transistoren T25 und T30 aus einer alten SG 560-Platine auszulöten. Ob ich mich dann traue, die Prozedur im Royal zu wiederholen und die 560er dort einzulöten, steht aber noch ncht fest.
Gruß
Wolfgang

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22

Freitag, 7. September 2018, 14:10

Oft kann man ohne Änderung der Schaltung auch pnp-Siliziumtransistoren nehmen. Die kosten fast nichts. Und neu auf Null dB abgleichen muss man ja so oder so.
Gruß
Stefan

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23

Freitag, 7. September 2018, 14:39

Bei Pollin gibt es gerade einen AF239S für 45 Cent. Den kann man vermutlich auch nehmen, muß nur aufpassen, daß der nicht im UKW-Bereich schwingt, denn das ist ein HF-Typ.
Bei bürklin gibt es AC121, AC152 und ähnliches zu Einzelstückpreisen um 1€.
Bei Verwendung von Silizium Transistoren in dieser primitiven Gleichrichterschaltung wirkt sich deren höhere Basisspannung als höhere Ansprechschwelle aus, unter der fast nix angezeigt wird. Will man das vermeiden, muß man mit einer zusätzlichen Basisvorspannung arbeiten, die man mit einer Diode plus etwas Gleichstrom oder besser mit einem zweiten Transistor (Komplementärtyp) plus etwas Gleichstrom erzeugen kann.

MfG Kai
Nachtrag: Illustration zum Silizium-Ersatz für Germanium-Transistor in einfacher Gleichrichterschaltung:

Als erster Transistor käme der NPN-Typ BC547 in Frage, als zweiter der PNP-Typ BC557.
Da in der Original-Schaltung des Bandgerätes der Collector nur mit ca. 2,25V betrieben wird, die mit einem 150 Ohm zu 1,5 kOhm Spannungsteiler aus der Betriebsspannung des HF-Oszillators (31V) abgezwackt wird, sollte man den Teiler
1. so ändern, daß die Spannung ein paar Volt mehr beträgt
2. die rechte Variante vorziehen und den Widerstand direkt an die 31V anschließen.
Der Widerstand ist mindestens so groß zu wählen, daß das Instrument ohne Eingangssignal (Poti auf Masse gedreht) gerade noch nichts anzeigt. Wenn man den Widerstand noch größer macht, kann man durch geeignete Wahl die Schwellspannung des Germanium-Transistors nachbilden.
Einfach nur den Germanium Transistor durch einen BC557 ersetzen, würde ich nur erwägen, wenn mindestens die 2-3-fache Eingangsspannung zur Verfügung steht, damit die Schwellspannung relativ zum Spitzen-Eingangssignal ähnlich wird wie bei Germanium.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kaimex« (7. September 2018, 15:10)


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Montag, 10. September 2018, 09:39

Hallo Kai, Hannoholgi,
ich kann einen ersten Erfolg vermelden: Mir ist es gelungen, die beiden Transistoren T25 und T 30 aus einer SG560-Platine auszulöten. Beide tragen die Bezeichnung Ac11r VII. Auf dem T30 ist oben noch "BEP" eingeprägt, auf dem T 25 ""AFR". Könnt Ihr mir sagen, welcher Transistor für den oberen Pegel des VU-Meters zuständig ist? Oder soll ich beide in dem Royal ersetzen?
Gruß
Wolfgang

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Montag, 10. September 2018, 12:57

Die Bezeichnung gibt es nicht.
Es gab AC151VII und vielleicht auch AC151rVII oder AC151VIIr.
Das r steht für "rauscharm" und ist hier nicht erforderlich.
Es wurden auch vielfach AC151VI verwendet. Die römischen Zahlen geben die Stromverstärkungsklasse an. Die Transistoren für die Instrumente sollten der gleichen Klasse abgehören.
Welcher Transistor es ist, kannst du messen, da der eine ja offensichtlich schon ohne Eingangssignal am Emitter Spannung ausgibt.

MfG Kai

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Montag, 10. September 2018, 14:08

Hallo Kai,

nochmals viel Asche auf mein Haupt: Ich habe schlicht die 5 zwischen den bedien Einsern vergessen. Es sind also de richtigen Transistoren und der T 25 müsste für die obere Skala zuständig sein. Was bedeutet der rote Punkt an der Seite? Kann ich damit Basis, Kollektor und Emitter ermitteln?
Gruß
Wolfgang

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Montag, 10. September 2018, 14:28

Kann sein. Vor 55 Jahren hätte ich das vielleicht auswendig gewußt.
Da die Anzeigeschaltung von SG560 und RdL praktisch identisch sind, hättest du dir nur merken müssen, welches Bein wo angelötet war.
Jetzt zwingst du mich, nach alten Unterlagen zu suchen.
Hast du dir schon mal das Datenblatt des AC151 aus dem Internet beschafft und da reingeguckt ?

MfG Kai
Nachtrag:

Aus dem Siemens Transistordatenbuch 1980 hier im Downloadbereich.

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Montag, 10. September 2018, 15:28

Hallo Kai, danke für die rasche Antwort. Aber mach Dir wegen meiner Blödheit bloß keinen Stress. Nach meiner Ansicht markiert der rote Punkt den Kollektor. Auf gleicher Linie muss dann wohl daneben der Emitter liegen und darunter - zwischen K und E - die Basis. Ich werde die genaue Einbaulage an dem betroffenen Royal aber genau festhalten und dokumentieren (Zeichnung, Foto etc.)

Danke für die hilfreichen Antworten.
Gruß
Wolfgang

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Montag, 10. September 2018, 15:42

Von Blödheit ist keine Rede,
eher schon von ungenügender Eigen-Initiative bei der Informationsbeschaffung.
Wer sich mit so altem Zeugs befaßt, muß auch nach den nötigen Infos suchen können bzw das lernen und üben.

Schau mal in den Nachtrag meines vorigen Beitrags.
Da steht alles über den roten Punkt und die Anordnung der Pins.
Das Bild ist in der Regel von unten , Blickrichtung auf den Boden.

MfG Kai

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Montag, 10. September 2018, 17:19

Hallo Kai,

ich habe mir das Datenblatt beschafft. Außerdem werde ich diese oder nächste Woche das Problem mit einem löterfahrenen Freund auf der Basis Deiner tollen Infos besprechen und dann anpacken (= löten lassen). Bei dem betroffenen Royal hat der vermutlich defekte Transistor T 25 oder AC 151r VII - von oben auf die Platine gesehen - den roten Punkt auf der rechten Seite. Dier Basisdraht ist am nächsten an dem Trimmpoti. Drücke mir die Daumen, das alles klappt. Ich melde mich nach erfolgter Operation auf jeden Fall wieder.
Danke und Gruß
Wolfgang

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