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Posts: 731

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151

Tuesday, March 6th 2018, 2:42pm

Sehr seltsam. Ich habe noch nie ein Azetatband in der Hand gehabt (und das waren einige!), das NICHT durchsichtig gewesen ist.

Gruß
Stefan

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152

Tuesday, March 6th 2018, 4:41pm

Es wäre auch möglich, dass das rote Vorspannband "Typ C" von einem anderen Bandwickel "Typ CPR" -oder umgedreht- stammt und es so zu den Unstimmigkeiten kommt.

Was steht den auf den grünen Vorspannbändern?

Gruß Bernd


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153

Tuesday, March 6th 2018, 5:35pm

Ich denke mal die Bilder zeigen meiner Meinung nach nicht das rote Abspannband, sondern der Aufdruck stammt vom Band direkt.
Eine Verwechslung würde ich da ausschliessen.

Wolfgang

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154

Tuesday, March 6th 2018, 6:07pm

In Bezug auf die Bilder Beitrag #149 sehe ich ein bedrucktes rotes Vor-/Abspannband.

Gruß Bernd


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155

Tuesday, March 6th 2018, 10:01pm

Die alten Agfa-Ost C, CH und die roten CR Bänder sind relativ undurchsichtig, obwohl es AC-Träger sind. Dieses typische Durchleuchteverhalten kam erst mit dem braunen CR50 bzw. CPR50 / Typ 100 auf. Ursache ist vermutlich, daß dem Acetatträgermaterial ein Farbstoff beigegeben wurde, schön an den roten CR zu erkennen. Später wurde das verm. weggelassen und man konnte jetzt durch die Bänder seitlich durchsehen.
C und CH gab es auch in div. Farbtönen, auch ging der Rückseitenfarbton irgendwann mal von einem matten hellen Braun in ein dunkleres aber glänzenderes Braun über. CR Rot hat auch diverse Farbschattierungen im Laufe der Zeit erhalten. Sieht man hier sehr schön:

Viele Grüße,

Matthias

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156

Tuesday, March 6th 2018, 10:08pm

In Bezug auf die Bilder Beitrag #149 sehe ich ein bedrucktes rotes Vor-/Abspannband.

Gruß Bernd
Nein, die alten Agfa-Ost waren rötlichbraun , später sogar fast dunkelrot und erst ab Ende der 60er hellbraun, wie man es heute noch kennt.

Btw: Nicht nur Acetatbänder können durchscheinend sein, hier mein erstes RMG LPR35 von 2009 :D

Viele Grüße,

Matthias

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157

Tuesday, March 6th 2018, 10:25pm

Bernd schrieb:

Quoted

In Bezug auf die Bilder Beitrag #149 sehe ich ein bedrucktes rotes Vor-/Abspannband.

Das ist wirklich die Rückseite des entsprechenden Bandes, gleiches für #150, kein Vor- oder Abspannband.
Gruß
Volkmar

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158

Wednesday, March 7th 2018, 9:34am

Hallo,

Um die Fragen nach Vor / Abspannband zu beantworten: Ich kann Volkmar 100% bestätigen. Es sind zwei 1000m- Wickel des jeweiligen Bandtyps, ohne jegliches Vor- oder Abspannband. Die haben keins. Ich habe die Rückseite des Bandmaterials direkt fotografiert, die jeweiligen Aufdrucke ziehen sich über die gesamte Rückseite der Bandwickel. Keine Verwechslung also, die kann ich sicher ausschließen !

Grüße, Rainer

Posts: 442

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159

Wednesday, March 7th 2018, 9:57am

Die alten Agfa-Ost C, CH und die roten CR Bänder sind relativ undurchsichtig, obwohl es AC-Träger sind. Dieses typische Durchleuchteverhalten kam erst mit dem braunen CR50 bzw. CPR50 / Typ 100 auf. Ursache ist vermutlich, daß dem Acetatträgermaterial ein Farbstoff beigegeben wurde, schön an den roten CR zu erkennen. Später wurde das verm. weggelassen und man konnte jetzt durch die Bänder seitlich durchsehen.

Hallo Matthias,

vielen Dank für diese Erklärung ! Das könnte es tatsächlich sein. Wieder etwas gelernt... :)

Grüße, Rainer

Posts: 79

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160

Thursday, March 8th 2018, 1:53pm

Hallo,
da ich hier im Forum meist nur lese, möchte ich auch mal etwas (unerhebliches) zur Liste beitragen.

AGFA Langspielband PE 31, 15 cm Spule: nicht auffällig;
AGFA Doppelspielband PE 46 HIFI Low Noise 11 cm Spule: staubt leicht, lässt sich mit trockenem Wattestäbchen entfernen;
GAFA Doppelspielband PE 46 HIFI Low Noise 15 cm Spule: nicht auffällig;
BASF DP 26 Ferro LH Chargennummer: M856T 13 cm Spule: nicht auffällig;
BASF DP 35 Ferro LH Chargennummer: M583X 18 cm Spule: nicht auffällig;
BASF TP 13 LH Chargennummer: T188B 13 cm Spule: leichter Abrieb - Staub, Ober- und Unterkante des Bandes zeichnet sich auf Andruckrolle ab, wickelt unsauber;
BASF LP 35 Chargennummer: 8471 18 cm Spule: leichter Staub, wickelt unsauber;
BASF ferro super LH professional HiFi LPR 35 1098 m 26 cm Spule: nicht auffällig;
BASF ferro super LH professional HiFi DPR 26 1281 m 26cm Spule: nicht auffällig;

Des weiteren einige Bänder die ohne Kennzeichnung sind und sich daher nicht zweifelsfrei zuordnen lassen. Sie befinden sich auf Grundig - und BASF -Spulen. Sie stammen aus der Mitte der 60ger Jahre. Keines schmiert oder quitscht. Einige wickeln unsauber, haben an den Rändern leichten Abrieb und zeichnen Spuren auf die Andruckrolle.

Nach meiner Beobachtung haben die Bänder, die unsauber wickeln, Abrieb an den Rändern und hinterlassen ihre Spuren auf der Andruckrolle. Vielleicht kommt durch das unsaubere Wickeln Luft an den Rändern der Wicklungen, die nicht aufeinander liegen und verursacht dadurch ein Altern oder Austrocknen oder was auch immer den Abrieb hervorruft.
Gruß Franz

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161

Friday, March 16th 2018, 2:13pm



Btw: Nicht nur Acetatbänder können durchscheinend sein, hier mein erstes RMG LPR35 von 2009 :D


In der Tat, auch diverse AGFA PExx sind äußerst durchsichtig!

Posts: 242

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162

Monday, March 19th 2018, 10:42am

Hallo,

ich habe am Wochenende mal wieder einen kleinen Stapel mit nicht mehr brauchbaren Bändern entsorgt, also umgespult auf Aluspule, auseinanderschrauben und Band vom Wickelkern schieben.

Dabei waren zwei Philips-Bänder und eins davon war die bisher extremste Form von klebendem Band, die mir bisher begegnet ist.

Das erste war ein LP35 im Desgin wie auf diesem Bild zu sehen:

Das ging noch relativ gut umzuspulen, hinterließ aber reichlich braunen Staub.

Das zweite war ein DP26 im Design wie auf diesem Bild zu sehen:

Das war wirklich reinstes Klebeband. Die Beschichtung blieb kleben und es kam quasi transparentes Band von der Rolle. Dann ist es noch mehrmals gerissen und die Beschichtung flog in alle Richtungen. Im Nachhinein glaube ich nicht, dass das Aufheben der leeren Spule die ganze Sauerei Wert war.

Die übrigen Bänder waren Scotch auf weißen Spulen und ein Shamrock. Also die üblichen Verdächtigen...


Gruß
Robert
Revox A77 MK III (2-Spur), A77 MK IV HS (2-Spur), B77 MK I (4-Spur) - Tandberg 10X - Uher Variocord 263

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163

Wednesday, March 21st 2018, 6:51pm

Hallo zusammen,

eigentlich hatte ich angenommen den Virus Tonband los zu sein, zumindest den kleinen von den Uher Geräten. Dann jedoch trudelte in den letzten Tagen so ein schönes Report 4400 Monitor bei mir ein, wofür ich mal ein gescheites Band brauchte. Das was hier noch an alten Agfa und BASF rumlag, ist im Prinzip unbrauchbar, deshalb hab ich mir diesen Tread mal angesehen. Ich hab noch eine AKAI GX-635D, die gut gewartet ab und zu läuft. Die teuersten Bänder dafür sind, oder waren sehr früh schon die schlechtesten, und zwar von REVOX, den genauen Typ kenne ich aber nicht. Da die vor ein paar Jahren schon anfingen zu bröseln, hab ich da mal einen Reinigungsapparat gebaut, weil 1000 m Band durch ein Papiertaschentuch zu ziehen mir doch nicht sinnvoll erschien.


Hier ein paar Bilder, die Maschine arbeitet übrigens zufriedenstellend, so wie ich mir das vorgestellt hatte. Die hat natürlich Bandbremsen für einen gleichmäßigen Zug, die Geschwindigkeit wird einfach mit dem Netzteil geregelt.




Man sieht deutlich die ab gebröselten Rückstände von dem Band, der kleine Filzstopfen wird mit Isoproyl getränkt, mehr anfeuchtet.






die Maschine läuft ziemlich schnell, wenn man will,




Wegen dem vielen Stoff in diesem Tread hab ich leider nicht herausfinden können was für ein Band man bedenkenlos kaufen kann. Ich hab also ein Revox Band zerschnitten, nach der Reinigung bröselt es zunächst mal nicht, die Aufnahmequalität auf dem Uher kann mich aber überzeugen, obwohl es ein 35µ Band ist.

Gruß

Peter
pkm has attached the following image:
  • Clean-02.JPG

This post has been edited 1 times, last edit by "pkm" (Mar 22nd 2018, 1:40pm)


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164

Thursday, March 22nd 2018, 12:30am

Wow, was für ein tolles Ding! Wann gehst Du zu welchem Preis in die Serienproduktion?

LGMartin
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!

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165

Thursday, March 22nd 2018, 6:45am


Wegen dem vielen Stoff in diesem Tread hab ich leider nicht herausfinden können was für ein Band man bedenkenlos kaufen kann. Ich hab also ein Revox Band zerschnitten, nach der Reinigung bröselt es zunächst mal nicht, die Aufnahmequalität auf dem Uher kann mich aber überzeugen, obwohl es ein 35µ Band ist.

Gruß

Peter
Kauf Dir bei Thomann oder den üblichen Verdächtigen ein RTM LPR35 für Deine Report. Entweder als Rohwickel mit 1100m oder Du nimmst eine 18er Spule, da bekommst Du 2 x 13er raus.
Mit Gebrauchtbändern würde ich auf Consumermaschinen nicht mehr anfangen (zumal bei den heutigen Gebrauchtpreisen für namenhaftes Material), bei Studioband und Studiogeräten sieht das anders aus, die sind da gutmütiger im Nehmen.
Viele Grüße,

Matthias

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166

Thursday, March 22nd 2018, 9:00am

Wow, was für ein tolles Ding! Wann gehst Du zu welchem Preis in die Serienproduktion?
so weit reicht mein Hobby dann doch nicht, dass ich angefangen hätte über eine Micro-Serie von 3-8 nachzudenken, oder sogar zu kalkulieren. Ich glaube wir sind hier eine aussterbende Spezie, dafür bringt niemand was auf der Markt, für 100 EUR ist so etwas auch nicht zu bauen, auch ab >10000 Stück nicht. An der Maschine müssten auch einige Änderung in Bezug auf Bedienerfreundlichkeit vorgenommen werden, usw. Den teuren Maxon Glockenanker Motor in der Mitte > EUR 150, hatte ich fast schon mehrmals für andere Projekte wieder ausgebaut, hatte aber nie einen brauchbaren Ersatz. Dann hab ich noch die Revison der Maschine verschwiegen, die ersten Bilder sind von 2009, nachdem ich mir die gestern noch mal angesehen habe, hab ich dann das Update festgestellt, die brauch kein fremdes Netzteil mehr und hat einen mehrstufigen Einschalter, das nur am Rande,,,




Gruß
Peter

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167

Thursday, March 22nd 2018, 9:10am

Kauf Dir bei Thomann oder den üblichen Verdächtigen ein RTM LPR35 für Deine Report.
da hab ich gestern angerufen und meine Bestellung storniert. Als ich die nochmal kontrolliert habe fiel mir auf, dass bei meinem bestellten in der Beschreibung bei Bandbreite 1/2 " steht. Vermutlich ist das ein Fehler in der Beschreibung, da ich mir aber nicht sicher war was denn nun geliefert wird und das am Telefon mit dem netten Mädel auch nicht geklärt werden konnte, hab ich dann storniert. Werde es dann mal mit dem vorgeschlagenen Band versuchen, danke für den Tipp.

Peter

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168

Thursday, March 22nd 2018, 9:33am

Viele Grüße,

Matthias

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169

Thursday, March 22nd 2018, 12:28pm

Hallo Peter,

deine Maschine sind beeindruckend aus! Sie ist sicherlich super geeignet, um INTAKTE Tonbänder von Staub und Abrieb zu befreien. Sie stellt aber kein Heilmittel für DEFKTE Bänder dar. Denn:
a) wenn es sich um trocken abstaubende Bänder (wie BASF LH-Typen aus den 70er/80er Jahren) handelt, wäre der Reinigungsfilz schon nach wenigen Augenblicken mit Abrieb zugesetzt
b) wenn es sich um klebende Bänder (Sticky-Shed-Syndrome, wie Revox 621, 631, Ampex und viele andere) handelt, wird der Filz nach Sekunden mit klebriger Masse zugesetzt, zerren und quietschen.

Ich habe auch schon viele trocken abstaubende Bänder gereinigt. Abgesehen vom Arbeitsaufwand - so manches BASF LH erfordert 10 und mehr Durchläufe, bis die braunen Flecken auf dem Reinigungspapier einigermaßen ausbleiben - ist es auch nur lohnend, um wertgeschätzte Inhalte zu retten, nicht jedoch um das Band für zukünftige Neubenutzung fit zu machen, denn der Zerfallsprozess schreitet weiter, nach ein paar Jahren staubt's wieder.

Die Maßnahmen bei klebenden Bändern sind hinreichend bekannt, die führe ich nicht nochmal auf.

Beste Grüße
Stefan

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170

Thursday, March 22nd 2018, 1:07pm

Hallo Stefan,

ich geb dir in allen Punkten recht, ich hab die Maschine gebaut um alte Bänder mit unwiederbringlichen Tondokumenten, (Aufnahmen meiner Mädels usw.) einigermaßen abspielbar zu machen und dann zu digitalisieren. Danach hab ich die miesen Bänder einfach entsorgt um nicht noch mal aus versehen da drauf aufzunehmen. Hab mir eben mal ein neues bestellt.

Gruß
Peter

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171

Saturday, March 24th 2018, 10:18pm

Leicht OT, Frage hierzu: Weiß man, wer die Braun-Bänder 1022 und 1025 hergestellt hat? Die schlechten Beurteilungen lesen sich nicht so, als sei Agfa oder BASF der Zulieferer gewesen. Kamen die von Scotch?

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172

Sunday, March 25th 2018, 10:02am

Sind beide von BASF, DPR 26 LH. Das 1022 war die frühe Ausführung die (auch bei BASF-Original) die gelbe Rückseitenmattierung hat. Diese (nur die gelbe) ist nicht langzeitstabil und staubt heute im Alter ab. Das (schwarz rückseitenbeschichtete) 1025 ist i.A. problemfrei.

Allgemein stolpere ich aber über deine Formulierung "Die schlechten Beurteilungen lesen sich nicht so, als sei Agfa oder BASF der Zulieferer gewesen." Das klingt so, als würdest du Agfa & BASF als normalerweise problemlos einschätzen, was leider völlig falsch wäre.

Gruß
Stefan

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173

Sunday, March 25th 2018, 1:34pm

Hallo Stefan,

es freut mich, das nun auch dieses Bandmaterial angesprochen wird

Das wundert mich dann doch etwas, das es DPR26 sein soll. Wenn ich auf eine 22er Spule DPR26 wickle, ist bei einer Spielzeit von ca. 75min. Schluss; wenn ich jetzt noch die langen Vorlaufbänder der Braun-Bänder berücksichtige, und die Spielzeit von ca. 87 Minuten bei 19,05, komme ich zu dem Schluss, dass es von der Banddicke eher Richtung TP, also Dreifachspielband tendiert. Farbe und alles andere weist aber dennoch auf BASF hin, nur mit der "Dicke" komme ich nicht hin. Die kreidende Rückseitenbeschichtung der 1022er kann ich bestätigen, aber es wird dadurch nichts zugekleistert. Bei beiden habe ich jedoch teilweise mit Dropouts zu kämpfen, da es meist jedoch die linke Spur betrifft, kann ich mechanische Beschädigung der Kanten nicht ganz ausschließen ?(

Gruß aus Nürnberg

Jörg

174

Sunday, March 25th 2018, 2:35pm

Ich habe erschreckend wenig DPR 26....
Das einzige befindet sich bei mir auf einer 18er Revox-Trainer-Spule mit großem Kern. Das sind 42 Minuten bei 19 cm/s (laut Zählwerk der X-2000R). Wenn ich inclusive Vorlaufband 42 Minuten 1025 auf eine Trainer-Spule wickele, ist der Wickel tatsächlich geringfügig kleiner im Durchmesser als der DPR 26 Wickel. In Richtung Dreifachspielband sehe ich das aber noch nicht.

Hier mein Vergleichsbild:



niels

P.S. Mir ist aufgefallen, dass sich die Kerndurchmesser bei Grundig- und Braunspulen unterscheiden. Darauf muss man bei diesen Spielereien ebenfalls achten.
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

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175

Sunday, March 25th 2018, 3:05pm

TB1025 doch nicht identisch mit BASF DPR 26 LH

Hallo Stefan,

habe jetzt die Datenblätter beider Bandtypen vor mir:

DPR 26 Gesamtdicke /Trägerdicke 29 / 15 µm, Schichtdicke 10 µm,

Reißlast 2,7 kp , dynamische Belastbarkeit 2,0 kp

dagegen TB1025 Gesamtdicke /Trägerdicke 25 / 12 µm, Schichtdicke 9 µm,

Reißlast 2,1 kp, dynamische Belastbarkeit 1,5 kp,

auch bei den magnetischen Eigenschaften gibt es leichte Unterschiede, zweifelsfrei ist der Hersteller aber BASF, ich nehme an, dass hier auf dünneres Trägermaterial zurückgegriffen wurde, um auf die Braun-Spulen 1000m zu bekommen. Dadurch konnte die Spielzeit mit ca. 87 Minuten zumindest im Vergleich zu 26er Spulen mit Langspielband vergleichbar gestaltet werden. Einer der Kritikpunkte an der TG1000 war ja die kleine Spulengröße

Gruß aus Nürnberg

Jörg

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176

Sunday, March 25th 2018, 5:16pm

Das DPR 26 gab es sogar original von BASF in zwei verschiedenen Ausführungen. Darüber bin ich auch erst neulich gestolpert, als ich Informationen für die Tabelle mit gängigen Spulengrößen und Spielzeiten zusammengetragen habe.

Sogar innerhalb der gleichen Serie - hier das Verpackungsdesign von ca. 1977-82 - gab es 22er Spulen mit 905 m DPR 26...



... sowie mit 1000 m DPR 26, was ich zugegebenrmaßen noch nicht in freier Wildbahn gesehen habe:



Die Bilder sind aus eBay-Angeboten.

Viele Grüße,
Martin

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177

Sunday, March 25th 2018, 6:04pm

Allgemein stolpere ich aber über deine Formulierung "Die schlechten Beurteilungen lesen sich nicht so, als sei Agfa oder BASF der Zulieferer gewesen." Das klingt so, als würdest du Agfa & BASF als normalerweise problemlos einschätzen, was leider völlig falsch wäre.


Nein, ich hab' selbst schon reichlich BASF-Bänder entsorgen müssen. Aber den Daten nach käme bei BASF ja nur das DPR26 in Frage, und das halte ich in der Tat für problemlos.

Bei Agfa hast Du mich zugegebenermaßen erwischt. Die Bilanz sieht zwar bei mir besser aus als die von BASF, aber ich hatte bisher m.W. auch nur PE36 und PE46.

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178

Sunday, March 25th 2018, 10:16pm

Ich besitze drei Agfa PE31 Bänder, eines habe ich mehrmals neu bespielt und zwei Bänder enthalten ein einmaliges Tondokument, die in Viertelspur aufgenommen wurden. Alle drei Bänder erzeugen keinen Abrieb. Drop-Outs sind nur selten zu hören.
Gruß Stephan

Strom macht klein, schwarz und häßlich!

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179

Monday, March 26th 2018, 12:00pm

Hallo,

ich besitze ca. 8 TB1025 von Braun (schwarze RSM) und kann bestätigen, daß diese einwandfrei laufen.

Übrigens gab es hier mal einen Tread wo ein ehem. BASF- Mitarbeiter (Friedrich ?) etwas über die Konfektionierung der TB1025 bei BASF berichtete. Leider habe ich mir den kompletten Zusammenhang nicht gemerkt und kann auch keinen Link dazu angeben. Ist auch mindestens 2,3 Jahre her...

Trotzdem, seit diesem Tread gilt für mich: Braun TB1025 = BASF DRP26

Grüße, Rainer

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180

Monday, March 26th 2018, 3:26pm

@ radiobastler,
Ja, PE 31 und PE 41 sind immer problemlos. Sie stammen aus der vor-Low Noise-Zeit. Starken Abrieb erzeugen nur die späteren Low-Noise-Typen, so wie bei BASF auch.

Gruß
Stefan