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31

Donnerstag, 18. Januar 2018, 11:55

Ich habe ein mutmaßliches Revoxband auf Revox-Speichenspule, ist graubraun und schmiert nicht. War nicht weiter benannt oder beschriftet in einem Konvolut. Kann das ein 601 sein?

Ich habe gester noch die weiteren Ferro Super LH LPR35 auf 18cm Metallspule bekommen. Das schlechteste von denen hat ganz geringen Abrieb auf dem Papiertuch, sowie an Tonwelle (mattiert, B77). Ist aber sehr gering, so daß es mich nicht stört. An den Köpfen selbst war auch nach dem kompletten Löschdurchlauf nichts zu sehen. Ich reinige immer nach jedem Band. Die Bänder sind offenbar nach 1978 hergestellt worden, vielleicht auch Anfang 80er.

Zum Quercheck noch mal ein altes LH Super eingelegt. Nichts aber auch gar nichts am weißen Küchentuch, völlig ohne Abrieb wie neu. Auf jeden Fall vor 1978 hergestellt.
Gruß
André

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32

Donnerstag, 18. Januar 2018, 14:04

Hallo André!

Ich habe ein mutmaßliches Revoxband auf Revox-Speichenspule, ist graubraun und schmiert nicht. War nicht weiter benannt oder beschriftet in einem Konvolut. Kann das ein 601 sein?

Wahrscheinlich. Die meisten Revox-Bänder, die noch einigermaßen laufen, dürften 601 sein. Wenn es sich noch um die dazu passende Spule handelt, sollte es sich um die dunkelgraue Novodur-Spule mit weißem Revox-Schriftzug handeln.
Grüße

Wayne

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33

Donnerstag, 18. Januar 2018, 14:15

Kann man das vielleicht an der Farbe des Vorspannbandes erkennen? Ich meine, das sah bei meinen 641 anders aus als beim 601. Oder gibt es da auch Variationen?

Gruß
Robert

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34

Donnerstag, 18. Januar 2018, 14:33

HIERsind ein paar grundlegende Infos incl. technische Daten zu den Revox-Bändern. Auch im Forum gab es vor Jahren schon mal einen Faden zur Identifizierung der Bandsorten, ich finde ihn aber nicht mehr. :(

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35

Donnerstag, 18. Januar 2018, 19:03

So wie hier abgebildet/beschrieben, vom Band selbst müßte ich noch ein Foto machen...
Gruß
André

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Captn Difool« (18. Januar 2018, 19:24)


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36

Donnerstag, 18. Januar 2018, 19:57

Ein Band hatte ich noch vergessen:

Agfa PE46 auf 15cm Spule, sieht aus wie auf dem Bild, wahrscheinlich auch ca. vom Ende der 60er
Vorspannband: AGFA Doppelspiel-Band PE46 HiFi Low-Noise -> Schmiert die Tonköpfe sehr schnell voll, also unbrauchbar.
»q-tip« hat folgendes Bild angehängt:
  • pe46.jpg

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37

Freitag, 19. Januar 2018, 09:53

Hallo zusammen,

ich habe noch eine Frage zu den Shamrock-Bändern: Welche Typen gab es da eigentlich? Ich kenne nur das 041. Gab's noch weitere?
Außerdem meine ich mich zu erinnern, dass hier im Forum schon mal geäußert wurde, dass es sich bei den Shamrocks um B-Ware von Ampex handelte und teilweise auch Datenbänder, die eigentlich nicht für Tonaufnahmen gedacht sind, als Audiobänder unter der Marke verkauft wurden. Stimmt das?
Grüße

Wayne

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38

Freitag, 19. Januar 2018, 13:18

Unter den verschiedenen Shamrock - Bezeichnungen, wie 041 und 031, wurden zig unterschiedliche Bandsorten verkauft. Daher ist 041 nicht unbedigt gleich 041. Bei 031 sind mir nur zwei Bandsorten untergekommen. Eine davon vermute ich als Ampex 478 Lowprint. Finger weg, schmiert wie der Teufel! Drei Minuten Ampex 478 - Wiedergabe bedeutet eine Stunde Kopfreinigung! KEIN WITZ!
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!

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39

Freitag, 19. Januar 2018, 15:04

ich habe noch eine Frage zu den Shamrock-Bändern: Welche Typen gab es da eigentlich? Ich kenne nur das 041. Gab's noch weitere?


Ja, 031 (Standardband ohne Rückseitenbeschichtung), 044 (Langspielband mit Rückseitenbeschichtung, wie 041) und 051 (Mehr-oder-weniger-Doppelspiel mit 680 Meter auf 18 cm-Spule ohne Rückseitenbeschichtung) hatte ich selbst schon. Die Ampex Tape List nennt noch ein weiteres Langspielband vom Typ 021.

Martins Aussage, daß Shamrock es mit den Bezeichnungen nicht so genau genommen und irgendwas eingespult hat, was grob zu den Daten auf der Verpackung passte, habe ich schon häufiger gehört. Mich würde interessieren, ob jemand das auch wirklich an neu gekauften Bändern festgestellt hat, oder ob von irgendwelchen gebraucht erworbenen Bändern darauf geschlossen wurde. Letztes ist ja weniger belastbar, weil man nie weiß, ob die Kombination von Band und Karton wirklich mal so verkauft wurde.

Neu gekauft habe ich jedenfalls nur 041 und 031, und da war immer das gleiche drauf.

40

Freitag, 19. Januar 2018, 18:41

Ein leider von einigen Jahren verstorbener Bekannter, der umrum 50 Shamrocks neu gekauft hatte, berichtete mir, dass ihm sogar auf einer Spule unterschiedliche Bänder untergekommen waren, die er neu gekauft hat.

Ich habe hier 041 in diesen mintgrünen Schachteln in den Geschmacksrichtungen, schwarz, schwarz-rückseitenbeschichtet, braun, braun mit silbriger Rückseite.

Ich muss mal schauen, ob ich noch ein 031 wiederfinde, oder ob ich alle weggeworfen habe. In meiner Erinnerung hatten meine Wegwerflinge Rückseitenbeschichtung.

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

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41

Freitag, 19. Januar 2018, 21:05

Ein leider von einigen Jahren verstorbener Bekannter, der umrum 50 Shamrocks neu gekauft hatte, berichtete mir, dass ihm sogar auf einer Spule unterschiedliche Bänder untergekommen waren, die er neu gekauft hat.

Das ist auch mir passiert, dem Wickel war es auch auf den ersten Blick anzusehen.

Grüße, Peter

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42

Samstag, 20. Januar 2018, 01:33

Shamrock 031 war rückseitenbeschichteter Studioprügel!
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!

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43

Samstag, 20. Januar 2018, 03:04

Timo schrieb:

Zitat

Mich würde interessieren, ob jemand das auch wirklich an neu gekauften Bändern festgestellt hat

Niels antwortete:

Zitat

Ich habe hier 041 in diesen mintgrünen Schachteln in den Geschmacksrichtungen, schwarz, schwarz-rückseitenbeschichtet, braun, braun mit silbriger Rückseite.

Die Antwort von Niels kann ich nur bestätigen, bis auf die braune Schicht mit silbriger Rückseite, ich hatte immer nur braune Schicht mit schwarzer Rückseite gesehen, gefunden.
Das war in der zweiten Hälfte der 70er Jahre, so 1978 rum, als wir Schüler uns darüber austauschten welche Shamrock-Bänder empfehlenswert waren, die bei Sonnenberg (Händler) grade stapelweise rumlagen.
Man ist dann in den Laden und hat die unversiegelten Schachteln geöffnet und die empfohlenen Bänder rausgesucht, ging leicht und schnell.
Für die jüngeren: Diese Bänder waren unheimlich günstig im Vergleich zu BASF- und AGFA-Bändern, das da der letzte Schrott auf den Spulen war wusste damals von uns niemand.
Wenn ich mich richtig entsinne kostete ein Shamrock-Band um 4,- DM rum, ein BASF um 12,- DM. Viel Geld für einen Schüler damals.

Viele Grüße
Volkmar

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44

Samstag, 20. Januar 2018, 04:05

Zur Bändertauglichkeitsliste:

Wäre es nicht geschickter eine weitere Spalte mit dem Begriff BC einzufügen?
BC: Back Coating, da setzt man ein x und braucht das nicht groß in den Typ zu schreiben.

Die Bewertung zu ORWO Typ 122 bitte ich rauszuschmeissen da es diese Chargennummer nicht gibt.
ORWO, egal ob VEB, AG oder GmbH hatte nur eine nummerische Chargennummer, Sonderzeichen gab es nicht.
Also eindeutig falsch.

Wie wird das Übersichtbild ermittelt?
Beim ORWO Typ 123 steht unbedenklich. wobei ich den Bandtyp zur VEB Zeit als bedenklich einstufen will.
Den Typ 123 mit der Charge 985622 aus der AG-Zeit allerdings als unbedenklich.

Viele Grüße
Volkmar

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Wickinger« (20. Januar 2018, 04:36)


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45

Samstag, 20. Januar 2018, 05:21

Ich sehe bei der Erstellung solch einer Tabelle eigentlich als große Gefahr, daß man oft nichts von der Historie des bewerteten Bandes weiß und vermutlich sich ein Band auch auf verschiedenen Maschinen unterschiedlich verhält.
So kleben/quietschen z.B. alle meine ORWO Typ 122 Bänder aus der Zeit 1984 bis 1989, manche davon haben sich schon selbst aufgelöst, manche machen nur am Ende diese Zzzsch-Geräusche.
Ebenso der Typ 116 aus der gleichen Zeit.
Meine letzten beiden Typ 114 LH sowie die nach 1990 gekauften Typ123 (alles auf 15er Spulen) kleben ebenfalls so starkt, daß die Schicht sich ablöste. Leider alles entsorgt.
Wurden immer im Beutel und Schuber in der Wohnung gelagert. Liefen auf Tesla B116 und später auf A77.
Typ 106 und 115 (ist ja eigentl. auch nur 114 mit RSM) fangen auch mit Kleben an, allerdings merkt man das nicht, da die RSM den Effekt vertuscht. Kratzt man aber aus Spaß mal ein paar Meter der RSM weg (geht ganz leicht, wie beim Rubbellos, also auch da Auflösungserscheinungen) und spult das mal als Ende auf den Kern und läßt es eine Weile so, merkt man es deutlich.
Betrifft die DDR-Ausführung ebenso wie die spätere (silberne) ORWO AG Version.
Bänder laufen auf meiner A807 und der M15a.
Revox 601, hier als unbedenklich eingestuft, überlebte bei mir das schnelle Umspulen nicht mehr, die Schicht fliegt in centimeterlangen Stücken vom Träger.
Ebenso LGR50 letzte Ausführung (mit der dünnen blaßblauen Rückseitenbedruckung), hatte 10 Stück NOS komplett entsorgen müssen. Krümeln und schmieren nach ca 7min bei 19 den Kopf zu.Die Vorgänger LGR50 mit dem kräftigen Aufdruck auf der Rückseite sind dagegen bei mir (noch) stabil.
SPR50LHL, als Schmierkanditat bekannt, habe ich vor ca 2 Jahren mehrfach von Peter R. bekommen, der die zur Digitalisierung vorher gebacken hatte. Sie laufen bis jetzt unauffällig in Punkto Schmieren.
Andere werden andere Erfahrungen gemacht haben, und das macht mMn eine zuverlässige Aussage über einen Bandtyp unmöglich, zumal ein Band was heute noch gut läuft, schon morgen mit Problemen anfangen kann.
Viele Grüße,

Matthias

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46

Samstag, 20. Januar 2018, 10:46

Hallo Matthias und alle,

deine Bedenken sind nicht unberechtigt, ich halte aber entgegen:

- Die "bewährten", eindeutigen Schmierbänder tun ihren Dienst (also schmieren) unabhängig von ihrer Lagerungs-Historie.
- Man könnte u. U. neben "schmiert" und "zuverlässig" eine dritte Kategorie "vereinzelte defekte Exemplare bekannt" aufnehmen
- Keiner der von dir aufgeführten Typen ist als zuverlässig bekannt. Alles keine Überraschung. Auch 601 ist mit Vorsicht zu genießen, auch wenn es nicht schmiert:

Wichtig ist auch, dass es mehr Defekte als nur das Schmieren gibt, selbst wenn man trockenen, staubigen Abrieb (BASF LH!!) zum "Schmieren" zählt.

- Quieken und quietschen des Bandes ohne Schmiereffekte (die Amis haben einen extra Ausfruck dafür, fällt mir gerade nicht ein). Beispiel: frühe Afga PE 65 (um 1964-66).
- Ablösen der Schicht (siehe Matthias' 601)

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47

Samstag, 20. Januar 2018, 10:58


Beim ORWO Typ 123 steht unbedenklich. wobei ich den Bandtyp zur VEB Zeit als bedenklich einstufen will.

Das kann ich als ehemaliger "Ost-Tonbandler" auch bestätigen. Im Vergleich zum Typ 122 hatte das sehr teure Typ 123 hatte einen relativ starken Abrieb. Außerdem hörte man wenn die Spule fast leer war immer so ein leises knistern, als wenn das Band leicht klebt. Mit Typ 122 habe ich dagegen nur gute Erfahrungen gemacht.

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48

Samstag, 20. Januar 2018, 12:20

Wenn ich mich richtig entsinne kostete ein Shamrock-Band um 4,- DM rum, ein BASF um 12,- DM. Viel Geld für einen Schüler damals.

Viele Grüße
Volkmar

Ich habe hier noch ein paar Shamrock Papphüllen, 041, irgendwann aus den 70ern. Preisschild: 4,40 DM. Mein Vater hatte da auch an die 30 Stück von, teils auch 031. Natürlich alle Müll.

Ich sehe bei der Erstellung solch einer Tabelle eigentlich als große Gefahr, daß man oft nichts von der Historie des bewerteten Bandes weiß und vermutlich sich ein Band auch auf verschiedenen Maschinen unterschiedlich verhält.
[...]
Revox 601, hier als unbedenklich eingestuft, überlebte bei mir das schnelle Umspulen nicht mehr, die Schicht fliegt in centimeterlangen Stücken vom Träger.
[...]
Andere werden andere Erfahrungen gemacht haben, und das macht mMn eine zuverlässige Aussage über einen Bandtyp unmöglich, zumal ein Band was heute noch gut läuft, schon morgen mit Problemen anfangen kann.

Na ja, aber die Liste hat doch drei Einstufungen: gut / Vorsicht / schlecht bzw. brauchbar / bedingt / unbrauchbar. Die mittlere Kategorie heißt für mich, dass es da Probleme geben kann. Wer nur zuverlässige, saubere Bänder will, wird da also wohl schon Abstand von nehmen. Ich persönlich habe mit geringem Abrieb kein Problem, so lange der sich schnell entfernen lässt und nicht Kleber an den Köpfen festsitzt. Das ich auf so einem Band keine wichtigen Aufnahmen mache, ist klar.

Und das Revox 601 ist ja in der Liste auch gerade nicht als unbedenklich eingestuft. Von daher passt das doch.

Schlechte Fertigungszeiten eines lange produzierten Bandtyps sind auch so eine Sache. Natürlich ist es sinnvoll in der Liste anzugeben, welche Charge bisher gut war und welche nicht. Die Realität ist aber meist, dass man beim Kauf meist eh nicht die Charge erkennen kann, wenn nicht gerade irgendwelche Besonderheiten an Verpackung und Spule die Zuordnung erleichtern. Und wer keine Lust auf Glücksspiel hat, der kann dann an der Liste sehen, dass er den Kauf vielleicht lieber lassen sollte.

Hallo Matthias und alle,
[...]
- Quieken und quietschen des Bandes ohne Schmiereffekte (die Amis haben einen extra Ausfruck dafür, fällt mir gerade nicht ein). Beispiel: frühe Afga PE 65 (um 1964-66).
- Ablösen der Schicht (siehe Matthias' 601)
Den englischen Ausdruck für Quietschen ohne Schmiereffekte kenne ich auch nicht, schmieren wird aber meist als "Sticky Shed Syndrom" oder kurz SSS bezeichnet. Hilfreicher Begriff, wenn man nach Erfahrungen zu einem Bandtyp sucht...

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49

Samstag, 20. Januar 2018, 12:57

Zu meiner Zeit, als ich mit Papas RK 34 Röhrenkiste das Tonbandeln angefangen habe, also ab 87, war das 041 immer schwarzanthrazit mit schwarzer RSM....
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!

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50

Samstag, 20. Januar 2018, 15:31

Hallo!

Wäre es nicht geschickter eine weitere Spalte mit dem Begriff BC einzufügen?
BC: Back Coating, da setzt man ein x und braucht das nicht groß in den Typ zu schreiben.

Keine schlechte Idee. Hab' das nun so ähnlich umgesetzt.

Die Bewertung zu ORWO Typ 122 bitte ich rauszuschmeissen da es diese Chargennummer nicht gibt.
ORWO, egal ob VEB, AG oder GmbH hatte nur eine nummerische Chargennummer, Sonderzeichen gab es nicht.
Also eindeutig falsch.

Oh ja, Du hast recht! Danke für den Hinweis. Ich habe mir die besagten Bänder noch mal genauer angesehen und festgestellt, dass es sich bei dem vom mir als "/" erkannten Zeichen eigentlich um eine 7 handelt, die durch schrägen Aufdruck oben abgeschnitten ist. Hab's schon ausgebessert.

Wie wird das Übersichtbild ermittelt?
Beim ORWO Typ 123 steht unbedenklich. wobei ich den Bandtyp zur VEB Zeit als bedenklich einstufen will.
Den Typ 123 mit der Charge 985622 aus der AG-Zeit allerdings als unbedenklich.

Das Übersichtsbild wird durch die Detailliste, Äußerungen hier im Thread und auch im Forum der letzten Jahre ermittelt.
Ich werde Deine Erfahrungen auch gleich in die Liste eintragen.

Ich sehe bei der Erstellung solch einer Tabelle eigentlich als große Gefahr, daß man oft nichts von der Historie des bewerteten Bandes weiß und vermutlich sich ein Band auch auf verschiedenen Maschinen unterschiedlich verhält.

Das ist richtig. Erwirbt man ein gebrauchtes Band, weiß man das aber genau so wenig. Keine Statistik ist frei von Fehlern. Ich lagere alle meine Bänder in einem geschlossenen Schrank in der Wohnung. Ich denke so oder so ähnlich werden die meisten Anderen hier auch mit ihren Bändern umgehen. Trotzdem sieht man, dass z.B. Quantegy 457 bei mir klebt, bei Wolfgang aber unauffällig ist.

Niels hat mir ja auch geschrieben, dass für ihn nur noch Maxell-Bänder als unbedenklich gelten. Das sehe ich ähnlich. In der alten Liste wurde aber das XLII mit Schmierneigung beschrieben. Kann das jemand bestätigen?
Grüße

Wayne

51

Samstag, 20. Januar 2018, 19:37

Mein erstes XL-II "neueren" Produktionsdatums (klare Dreilochspule) war bei dem Testdurchlauf unauffällig. Mein zweites (etwas älter, müsste auf einer schwarzen 2-Loch-Spule gesesen sein, hat diese braunen Vierecke auf dem Vorlaufband) läuft jetzt gerade durch.

niels
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52

Samstag, 20. Januar 2018, 22:34

Hab mir grad nochmal die jetzt umgeänderte Tabelle angesehen und noch folgende Ergänzungen dazu:

ORWO Typ 100/CPR50 unbedenklich, Acetatband, wickelt schlecht offen (ist fast schon zu glatt kalandriert)
ORWO Typ 110/CPR35, Langspielband, Acetat, ist unbedenklich
ORWO (bzw Agfa-OST) CR, CR50 dgl, unbedenklich, wickeln sehr gut offen, sind aber qualitativ für Neuaufnahmen nur bedingt zu empfehlen

LGR, LGR30, LGR30P unbedenklich, rauher als Consumerbänder aber glatter als PER525, qualitativ nicht für unter 38 und Viertelspur geeignet

ORWO 106 Habe heute mal ein paar davon getestet und es zeigt sich, daß die am unauffälligsten sind, die mit "Exp" (Export) und "Rdf" (Rundfunk) auf dem Papperl gestempelt sind. Die wo DDR draufsteht, kleben/schmieren leicht bis Mittel.

Auch die silberen ORWO AG 106er schmieren: Charge 870793 und 870954 (leider ohne Datumsangabe)

In Ordnung/unauffällig waren dagegen:
857699 10/87 Hergestellt 1.2.88 Rdf
862359 38/88 Hergestellt 5.5. 89 Rdf

leichtes Kleben auch bei:
864102 hergs. 26.9.89 DDR

Die Exp-Versionen muß ich noch zusummensuchen und testen. (nur kurz ein Exemplar angetestet und dies war unauffällig

Typ 122 spontan aus dem Regal gegriffen: 031938 klebt/Schichtablösung
021729 dgl.
037747 klebt, Schicht hält aber noch
044959 herg. 27.4.87 klebt, Schicht hält aber noch.


Typ 116 08934 (oder ..08934??) klebt
441451 dgl.
871317 dgl.

Leider sind auf den Kartons die Stempel des Verkaufsdatums so verblaßt, daß man sie nicht mehr lesen kann. Deswegen nur bei dem einen 122er die genaue Datumsangabe
Viele Grüße,

Matthias

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53

Samstag, 20. Januar 2018, 22:58

Hallo,

mein Quantegy GP9 hat bis zu seinem Verkauf samt Großspuler im letzten Jahr nicht geschmiert oder gequietscht. Ganz im Gegensatz zu meinem Ampex 457.
Bei wie vielen Benutzern hat denn das GP9 Probleme gemacht?

Viele Grüße von der Bergstraße
Klaus

54

Samstag, 20. Januar 2018, 23:43

Bei mir. Allerdings besitze ich nur eins.

niels
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Samstag, 20. Januar 2018, 23:47

'nabend! :3

Noch ein paar Einträge:
Sony Ferri-Chrome: hier wird die RSM klebrig/schmierig, bis zum Stillstand der Maschine. Die Kleberei überträgt sich zwangsweise auch auf die Magnetschicht, also eher Finger weg.

BASF LGR51: Meine Exemplare (Charge S938CS) laufen bis jetzt gut, Abriebtest steht noch aus.
Vom Dropoutverhalten jedenfalls um Welten besser als LGR50!
LGR40: Produziert schon im Neuzustand viele Aussetzer, trotz (optisch) nicht feststellbarem Abrieb... :/ Schlimmer als LGR50.

Agfa: PE36 und PE66 können zu erhöhtem Abrieb neigen, wohl je nach Produktionszeitraum.
Was Orwo 115 angeht, ich habe meine Exemplare heute entsorgt. Zuviel Abrieb, selbst nach mehreren Reinigungsdurchläufen.

Guat's Nächtle,
Kabelsalat. ^^
Ich bin alleinstehend. Aber nicht nachts - da leg ich mich hin. :D
---
Aufnahmen bestätigen die Pegel :D

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56

Sonntag, 21. Januar 2018, 03:32

Matthias schrieb:

Zitat

Leider sind auf den Kartons die Stempel des Verkaufsdatums so verblaßt, daß man sie nicht mehr lesen kann. Deswegen nur bei dem einen 122er die genaue Datumsangabe

Leider musste ich in den letzten Tagen die gleiche Erfahrung machen, war das Verpackungsdatum doch der letzte Anhaltspunkt der Herstellung.
Matthias schrieb weiterhin:

Zitat

Typ 122 spontan aus dem Regal gegriffen: 031938 klebt/Schichtablösung
021729 dgl.
037747 klebt, Schicht hält aber noch
044959 herg. 27.4.87 klebt, Schicht hält aber noch.

Matthias, prüfe bitte noch mal die Angabe zur Charge 021729, nach der Aufstellung von Kabelsalat und mir müsste es sich um ein Typ 121 handeln (Nummernkreis 01xxxx und 02xxxx).
Matthias schrieb weiterhin:

Zitat

Typ 116 08934 (oder ..08934??) klebt
441451 dgl.
871317 dgl.

Da machst Du mich fertig, der Typ 116 hat, soweit mir bislang bekannt, nur die Chargennummer 44xxxx.
Die Nummern 08xxxx bzw. 87xxxx sind mir unbekannt.
Ist da was aus nach November 1989 dabei?

Viele Grüße
Volkmar

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57

Sonntag, 21. Januar 2018, 03:56

Matthias schrieb:

Zitat

ORWO 106 Habe heute mal ein paar davon getestet und es zeigt sich, daß die am unauffälligsten sind, die mit "Exp" (Export) und "Rdf" (Rundfunk) auf dem Papperl gestempelt sind. Die wo DDR draufsteht, kleben/schmieren leicht bis Mittel.

Vielen Dank für diesen Hinweiß, hat mich doch diese Einteilung immer vor Rätseln gestellt.
Viele Grüße
Volkmar

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Sonntag, 21. Januar 2018, 04:00

Hallo Volkmar, kann das gern nochmal heute nachmittag nachprüfen, obwohl ich schon nicht mehr weiß, welche Bänder ich da zufällig ergriffen habe ?(
Eines kann ich Dir jedenfalls jetzt schon mitteilen, Typ 121 als 15er habe ich keins jemals gehabt, ist irgendwie an mir vorrüber gegangen... Mein Vater hatte glaube mal eine 10er vom 121 oder wars 131...ist weg....
Ich hab auch bewußt nur die Chargen Nummern von solchen Bändern hier genannt, deren Historie ich nachvollziehen kann, also selbst gekauft und die Titellisten stimmen noch mit den damaligen Aufzeichnungen überein.
Alles Kauf zwischen 1984 (Erwerb meines B101) und 1989, die im Ausverkauf 1990 erworbenen 114 und 123 sind leider alle in der Tonne gelandet.

Beim Band Typ 116 08934 (oder ..08934??) ist die Nummer so nah an der Klebestelle, daß man nicht weiß, ob eine Zahl davor auf das Klebeband gestempelt wurde und nun weggewischt ist. Überhaupt sind die Stempel teilweise so verwischt/verblaßt, daß man selbst mit Lupe kaum noch was erkennt...

BTW, so ein Typ113 ohne schwarzen Zwischenguß hab ich auch entdeckt, muß auch noch mal nach der Nummer schauen...
Und noch was, Typ103 wird als teilw. bedenklich eingestuft, dem muß ich widersprechen. Sowohl die Chargen für Rundfunk (mit Aufdruck) als auch die Consumerversion (ohne Chargenaufdruck) laufen ausgezeichnet.
Ich möchte auch der Aussage, daß es einen Typ103 alt und neu gab, widersprechen. Das wäre ORWO-technischn unlogisch, für einen Bandtyp 2x die gleiche Typenbezeichnung zu vergeben. Bei der Umstellung der Buchstaben- auf die Zahlenkombination gab es diese Doppelbezeichungen zwar, es waren aber dieselben Bandsorten. (CPR50-->Typ100, CPS35-->Typ112).

Zu Typ104 würde ich noch hinzufügen, daß auch hier die schwarze RSM nicht besonders haltbar ist. Maschinen mit vielen rückseitigen Andruck-/Führungsbolzen oder Andruckfilzen werden diese beizeiten abgerubbelt haben.

Noch unbedingt in die Liste der unbedenklich verwendbaren Bändern gehört noch das PER368 als LP Version des PER528, und zwar egal ob von AGFA oder später BASF hergestellt.

Werde heute nachmittag mal weiterforschen und noch ein paar Chargennummern posten.
Viele Grüße,

Matthias

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59

Sonntag, 21. Januar 2018, 04:11

Matthias schrieb:

Zitat

ORWO 106 Habe heute mal ein paar davon getestet und es zeigt sich, daß die am unauffälligsten sind, die mit "Exp" (Export) und "Rdf" (Rundfunk) auf dem Papperl gestempelt sind. Die wo DDR draufsteht, kleben/schmieren leicht bis Mittel.

Vielen Dank für diesen Hinweiß, hat mich doch diese Einteilung immer vor Rätseln gestellt.
Viele Grüße
Volkmar
Wenn Du noch diese Aufkleber mit Bahnnummer und Prod.-Datum auf den Bandschachteln hast, erkennst Du, daß zwischen Guß der Bahn und Herstellung des Senkels ein Zwischenraum besteht:


857699 10/87 Hergestellt 1.2.88 Rdf

862359 38/88 Hergestellt 5.5. 89 Rdf

Bahnnummer, Gußdatum und Herstellungsdatum.

Vermutlich wurde in diesem Zeitraum der Rohwickel geprüft und dann je nach Gußqualität für die einzelnen Qualitäten geschnitten, das beste ging in den Export (RGW? oder sogar NSW???), der Rundfunk bekam das zweitbeste und der Rest ging an andere Instutionen.
Meine meisten mit DDR gestempelten Bänder sind von der DEFA. Ich habe auch Bänder, wo der erste Aufkleber überklebt wurde, verm. waren die für den zuerst gedachten Zweck zu schlecht oder wurden reklamiert und dann als DDR verkauft.
Fragen über Fragen...
Viele Grüße,

Matthias

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Sonntag, 21. Januar 2018, 05:15

Hallo Matthias,
die DEFA würde ich aber zumindest in die RDF Qualität einstufen, aber wie Du schon sagst: Fragen über Fragen.
Die ersten beiden Stellen der Chargen Nummer sind für mich ein unumstössliches Indiz dafür um welchen Bandtyp es sich handelt.
Matthias schrieb:

Zitat

BTW, so ein Typ113 ohne schwarzen Zwischenguß hab ich auch entdeckt, muß auch noch mal nach der Nummer schauen...

Interessant, würde es u.U. bedeuten das es ein PS 35 U 6 gab? Was ich nach offiziellen Listen nicht glauben mag.
Matthias schrieb:

Zitat

Und noch was, Typ103 wird als teilw. bedenklich eingestuft, dem muß ich widersprechen. Sowohl die Chargen für Rundfunk (mit Aufdruck) als auch die Consumerversion (ohne Chargenaufdruck) laufen ausgezeichnet.

Das kann ich nur bestätigen.
Matthias schrieb:

Zitat

Ich möchte auch der Aussage, daß es einen Typ103 alt und neu gab, widersprechen. Das wäre ORWO-technischn unlogisch, für einen Bandtyp 2x die gleiche Typenbezeichnung zu vergeben.

Kann ich auch nur bestätigen, im doppelten Sinn, in den Aufstellungen die mir bekannt sind wird vom Typ 104 Alt und Neu gesprochen, der Typ 104 auf AC Grundlage CS50U6 bzw CPS50U6 ab 1969 sind mir bislang nicht untergekommen.

Ich bin immer interessiert an weiteren Angaben zu Bändern aus Wolfen

Viele Grüße
Volkmar