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61

Freitag, 22. Dezember 2017, 22:12

Also es dauert ja eine ganze Weile bis das Jingle einsetzt. Bis da hin wäre der Motor längst auf Drehzahl, man würde höchstens am Modulationsrauschen hören, dass der Motor hoch fährt.

Und ja, es gab auch solche Diktiergeräte, auch mit ganz anderen Formaten als Audiocassetten.

Trotzdem: wenn ich mir das so anhöre frage ich mich, ob die Geräusche auf der Aufnahme bereits auf dem Band sind, weil derjenige, der das aufgenommen hat dabei heftig sein Diktiergerät oder Cassettenrecorder hin und her geschwenkt hat, oder ob die Geräusche erst durch die Bewegung des Telefonhörers in der Zelle entstanden sind. In der Zeit gab es doch so Gummiaufsätze für Hörmuscheln mit Mikrofon dran. Wenn der so ein Ding über das Mikrofon von der Zelle gestülpt hat, hört man von der Außenwelt reichlich wenig.

LG Tobi

62

Samstag, 23. Dezember 2017, 10:12

Achso noch was: wenn der Hinz Triller nur im Nachtprogramm lief, kam das Programm ja auch nicht von Bayern 3, sondern von einem anderen Sender der ARD (beispielsweise hr3), dementsprechend wären dort dann auch andere Jingles verwendet worden und nicht das von B3.

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63

Samstag, 23. Dezember 2017, 11:22

Danke für die Triller-Nachhilfe.

In meinem Anhang weiter oben wollte ich mir die Sache leichter machen und habe das mp3 nicht gezipt sondern nur umgetauft (Patent von kaimex :) Also nur downloaden, nicht entkomprimieren sondern zip nur in mp3 umbenennen.

Ja, mein Fund im Internet hatte den Hinz-Triller vom BR. Ich bin überrascht, dass das Ding wirklich so heißt. Ich hatte erwartet, es wäre nur ein Insider-Ausdruck.

@DOSORDIE
Ich frage mich, welches besonders auffallendes Geräusch du meinst. Die Aufzeichnung beginnt mit einem ziemlich heftigen Krachen. Das ergibt sich durch die Schaltvorgänge beim Abnehmen des Telefonhörers. Das Tonbandgerät zum Mitschneiden wurde vorher manuell gestartet. Das Klicken nach dem Melden des Teilnehmers waren Schaltgeräusche, die auf der Täteraufzeichnung bereits vorhanden waren. Sie sind auf beiden Übertragungen genau gleich. Die sollen beim akustischen Überspielen von einem Bandgerät (Vorlage) auf das Mobilgerät entstanden sein. Wenn du dazu eine andere Idee hast, wäre die hochwillkommen.
Vielleicht war das Krachen am Anfang heftiger als üblich, weil gleichzeitig vielleicht noch eine zweite Überwachung bei der Kriminalpolizei gestartet wurde. In der Telefon-Ortsvermittlung war ein Elektronikkästchen installiert, das automatisch eine Verbindung zur Kripo wählt. Nach meinem Wissen gab es den Zusatz aber erst ein oder zwei Tage später. Bislang habe ich vergeblich versucht, an die Mitschnitte bei der Kripo zu kommen.

Ich bitte jetzt ganz formal um Mithilfe. Vielleicht findet jemand in seinem Archiv noch B3-Jingles aus der Zeit von ungefähr 1975 bis 1985. Siehe "Alles Andere"

Gruß RoBernd
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64

Samstag, 23. Dezember 2017, 13:15

Also ich habe leider keine Aufzeichnungen vom BR. Vielleicht findet sich sowas aber bei rias1.de, das ist ein undangreiches Archiv mit alten Radiomitschnitten aus allen Himmelsrichtungen in Deutschland. Ansonsten vielleicht auch hier:http://radioforen.christian-stuermann.de/ .

Ich habe noch gar nicht darüber nachgedacht, dass die Geräusche ja auch von der anderen Seite kommen können. Konkret meine ich aber die Geräusche, die sich für mich nicht wie Schaltgeräusche anhören sondern eher so als ob entweder ein billiges Mikrofon angeschlossen an den Cassettenrecorder permanent dass die ganze Zeit nervös hin und her geschwungen wird, meistens ergeben sich solche Schab und Knackgeräusche dann durch das Kabel, das fest am Plastikhals befestigt ist, der schlecht von der Kapsel abgeschirmt ist, wodurch jedes Geräusch darauf übertragen wird, dadurch waren sie auf der Aufzeichnug schon vorhanden, was aber auch auf ein Diktiergerät schließen könnte oder aber die Geräusche entstehen durch den Aufgeregten Erpresser bzw. Laufburschen, der vor Aufregung Schwierigkeiten hat den Lautsprecher seines Cassettenrecorders an die Muschel des Telefonhörers in der Zelle zu halten.

Eine ganz neue Idee wäre, dass es sich beim abspielenden Gerät um einen Walkman handelt, bei dem der Kopfhörer ja direkt an die Muschel gehalten werden muss, damit man auf der Gegenseite etwa hört. Wenn der Schaumstoff gegen das Mikro des Telefonhörers drückt könnte auch so ein Geräusch entstehen. Relativ Geräuschlos wäre das gegangen, wenn man den Hörer einfach hätte hängen lassen, während man den Cassettenrecorder laut aufdreht und dann z.b. Die Zelle vor dem wählen verlässt oder das Band wie schon vermutet ferngesteuert startet. Außerdem gabs ja diese Gummi Muscheln, die man am Mikrofon vorher hätte befestigen können, die eigentlich für Akustikkoppler gedacht waren. Vielleicht gabs die auch für Banddurchsagen im Bürobedarf.

Bei dem Krach während der Wiedergabe kann ich ziemlich wenig schließen, das könnte halt irgendwie alles sein. Nur eigenartig dass sie nach Beendigung der Jingles schlagartig komplett weg sind. Vielleicht verlässt der Erpresser ja auch nach dem Ende des zweiten Jingles die Zelle, es gab doch diese schweren Türen, die fast lautlos schlossen, irgendwo am Waldrand halte ich es schon für möglich dass da nichts zu hören ist und halt mal kein Auto vorbei fährt, gab ja auch viele Münzfernsprecher in Gaststätten und Pensionen.

Hat schon mal Jemand daran gedacht, dass der Erpresser vielleicht selbst bei der Post war und möglicherweise die Leitung anzapfen konnte, weil er Werkzeug hatte? Diese Automaten kann man doch sehr schnell öffnen, oder?

Was ist mit der Leitung im Wald? Ist die vielleicht in Richtung einer Telefonzelle gegangen?

LG Tobi

65

Samstag, 23. Dezember 2017, 13:21

Ich muss mich da entschuldigen. Hatte das Tondokument vorher nur mit dem iPhone gehört, eben erst über Kopfhörer. Die Geräusche wirkten auf mich übers iPhone lauter. Hört sich für mich tatsächlich ziemlich wie ein Logic Gerät mit Repeat Funktion an. Ich könnte das mal mit meinen Akai Geräten probieren, GX747 und GX75, die 747 sollte genau so klingen wie ihre Vorgänger, was die Schaltgeräusche angeht.

LG Tobi

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66

Samstag, 23. Dezember 2017, 13:29

Zitat

...Ich bitte jetzt ganz formal um Mithilfe. Vielleicht findet jemand in seinem Archiv noch B3-Jingles aus der Zeit von ungefähr 1975 bis 1985....



Lohnt gar hier eine Nachfrage?


http://www.b3-history.de/frameset.html?/sounds/jingles.html

Nachtrag:
Mir war im Übrigen gar nicht bewusst, dass der "Sigi" in seiner Geschichte so mutierte, wie man hier nachhören kann:
http://www.br.de/unternehmen/inhalt/baye…e-sigi-100.html
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)

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67

Samstag, 23. Dezember 2017, 20:21

Hi,
ein Gerät mit Logik-Steuerung und A->B Funktion halte ich für durchaus wahrscheinlich. Weil die Aufnahme durchs Mikro erfolgte, muss die Mechanik aber recht dicht am Lautsprecher sein. Damit wäre ein Tapedeck schon wieder weniger wahrscheinlich.

Die Leitung im Wald war ein Klingeldraht von einer Position nahe am Waldweg zu einer zweiten, an der das Mädchen dann offenbar gefangen wurde. Telefonzellen waren nicht in der Nähe.

Die Täter hatten es offenbar gar nicht auf Ursula Herrmann abgesehen. Die in das Verlies mitgegebene Kleidung hätte einem älteren Jungen gepasst. In der Nähe gab es ein Landschulheim, in dem Kinder wohlhabender Eltern lebten. Die Entführung erfolgte am Ende der Ferien. Die Schüler reisten an diesem Tag unkontrolliert an. Wahrscheinlich wäre so ein Kind erst in ein bis zwei Tagen vermisst worden und nicht schon innerhalb einer halben Stunde.

B3-Verkehrsfunk-Kennungen habe ich verschiedene im Internet gefunden, auch auf der Seite des BR. Ich glaube, alles was der BR hergeben könnte, ist durch die Verbindung zu einem Tontechniker dort ans Tageslicht geholt worden. Wir sind offenbar absolut auf Radioaufnahmen von Privatleuten angewiesen. Ich habe heute einen Hinweis auf ein privates Rundfunkarchiv erhalten, der sehr vielversprechend ist. Dort habe ich erst vor ein paar Stunden hin geschrieben.

Ich wünsche allen geruhsame Feiertage und alles Gute für das Nue Jahr.
Gruß RoBernd
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68

Sonntag, 24. Dezember 2017, 17:03

Noch was zu dem Jingle an sich. Ihr tut ja nahezu so, als sei das soundtechnisch unfassbar aufwändig, das zu produzieren. Bereits in den 70ern gab es Synthesizer, Arpeggiatoren und Sequenzer, es gab nur eben kein Midi, also einen Standard, den Alle Geräte untereinander verstanden. Die Hersteller habe da ihre eigenen Suppen gekocht, für das Verkehrsjingle hätte man aber keinen aufwändigen Synthesizer gebraucht, klingt für mich auch nicht als seien da noch irgendwelche Effekte drüber, ich schätze, das würde man mit einem einfachen Oszillator hinbekommen.

Natürlich waren Synthesizer zu der Zeit unbezahlbar für den Heimanwender, wenn ich mir aber vorstelle, was allein Bandmaschinen, Studiopulte, Plattenspieler, Mikrofone usw. gekostet haben, halte ich es nicht für unmöglich, dass es bei. BR einen speziellen Jingle Synthesizer gegeben hat, der programmierbar war. Die Nummer mit den Lochkarten könnte ich mir gut vorstellen, hört sich für mich auch nicht an als wäre da irgendwas Anschlagdynamisch, nur die Länge der Töne variiert, dafür würde also eine Lochkarte oder ein Magnetstreifen ausreichen, 7 Töne, ein fester Sound (vorausgesetzt das Gerät hat eine eigene Klangerzeugung).

Ich habe einen alten Roland Synthesizer (JX 3P), die Klangerzeugung ist analog, allerdings hat der bereits digitale Speicher sowie einen kleinen Step Sequenzer, er kann schon Midi, allerdings hat er zusätzlich einen Klinkenein und Ausgang über den man die Sequenzerprogramme auf normalen Audio Cassetten speichern und von da aus wieder zurück auf den Synthesizer schicken kann. Das geht da zwar schon Digital, also da sind dann halt so Piepgeräusche auf der Cassette - Daten eben. Das sind dann nur ein paar Sekunden pro Programm. Auf dem Synthesizer lässt sich immer nur ein Sequenzing gleichzeitig speichern, deshalb ist das natürlich ganz praktisch. So ein Programm enthält dann nur die Noten, keine Anschlagstärke. Die Geschwindigkeit kann man am Synthesizer über einen Regler einstellen.

Also: immer vorausgesetzt die Tonerzeugung selbst findet im Gerät statt sind es weder analog noch digital viele Daten, die übermittelt werden müssen.

LG Tobi

69

Montag, 25. Dezember 2017, 11:40

Ich habe mir jetzt mal die Fernsehbeiträge angesehen. Was ich immernoch nicht verstehe ist: Wie kommt es zur Verdächtigung von Herrn Matzurek? Er war ja von Anfang an in Verdacht. Warum? Nur weil er dort in der Nähe wohnte? Es wird immer nur gesagt dass er verdächtigt wird, warum genau aber wird nirgends erläutert. Die Sache mit dem Hund ist natürlich Mist, hat aber ja null mit dem Fall zu tun.

200.000... die begrenzen das aber nur auf das TK 248, es gibt aber mehrere Typen wie das 244, 245, 246, TK/TS 600, die mechanisch 100% identisch sind und sich beim Einschalten genau so anhören. Ich weiß nicht ob auch Vorgängermodelle die selbe Mechanik haben.

Was ich die nächsten Tage mal probieren möchte ist, ob es mir möglich ist, den Vorgang mit dem Gerät so ähnlich auszulösen, wie er auf dem Band ist und zum Vergleich auch das selbe mit Tapedeck und großer Bandmaschine mit A-B Funktion probieren.

LG Tobi

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70

Mittwoch, 27. Dezember 2017, 08:53

Hallo,
es ist sicher nicht so schwer, so einen Sigi (BR-Verkehrsfunk-Kennung) herzustellen. Ursprünglich hatte ich vorausgesetzt, dass ein Musiker das gemacht hat. Danach habe ich erfahren, dass es in Echtzeit mit Hardware, einem sog. Kennungsgeber erfolgt ist. Ein Techniker innerhalb des BR soll so ein Gerät gebaut haben. Es ist nicht trivial, dass die Laufzeit stimmt, wenn man mit einem Bandgerät die Tonhöhe verändert. Deshalb habe ich mir die Mühe gemacht, die Schwingungszahlen der einzelnen Töne auszuzählen. Es lassen sich Sigis mit unterschiedlichen Tonhöhen finden, deren Schwingungsanzahlen übereinstimmen. So etwas hätte ein Musiker um 1980 sicher nicht produziert. Um damals die Schwingungen auszuzählen, hätte man einen sehr schnellen UV-Schreiber gebraucht. Den gab es nur in wenigen Labors.

Inzwischen habe ich zwei weitere Sigis erhalten (Radio-Mitschnitte mit Verkehrsansagen). Einen kann man vergessen, weil da praktisch nichts passt. Der zweite war dann eine Überraschung. Auf den ersten Blick (Länge, Amplitudenverlauf und Frequenz) stimmt er mit der Tonträger-Vorlage des BR (vom LKA verwendet) überein.
Erst auf den zweiten Blick fallen die Unterschiede auf:
- Der 6. Ton schwingt ebenso langsam ein wie alle anderen.
- Es sind alle geradzahligen Harmonischen vorhanden.
Bei dem kann mit einer Geschwindigkeitsänderung tatschlich der Telefonmitschnitt entstehen.

Werner Mazurek ist 1981 in Verdacht geraten, weil es einen anonymen Hinweis aus der Bevölkerung gab. Ein gewisser Pfaffinger ist aufgefallen, weil er öfter mit einem Spaten am Moped gesehen wurde. Mit einem Spaten alleine lässt sich keine 2m tiefe Grube ausheben. Erst später fiel auf, dass beide sich kannten. Pfaffinger behauptete dann, er hätte für Mazurek das Loch gegraben. Der damalige Leiter der Sonderkommission war fest von Mazureks Schuld überzeugt und ist es auch heute noch. Wegen vieler Ermittlungspannen wurde der Leiter ersetzt. Der Nachfolger hatte einen plausibleren Verdächtigen im Visier, der auch inzwischen gestorben ist. Der Nachfolger ist noch heute von Mazureks Unschuld überzeugt. Der plausiblere Verdächtige ist ein Ex-Polizist, der innerhalb der Polizei scheinbar geschützt wurde, so dass das Ermittlungsverfahren eingestellt wurde, bevor es zu einer Anklage kam.

Der Fall wurde 25 Jahre später wieder aufgenommen und am Rande der Legalität ermittelt, was das Zeug hält. Mazurek wohnte jetzt in Norddeutschland. Komplette Personenüberwachung mit Wanzen in Wohnung und PKW und V-Leuten. So ein verdeckter Ermittler hatte sich mit Mazurek angefreundet und ist auch in seine Wohnung gelangt. Das TK 248 hatte er dort aber nicht gesehen. Nach Mazureks Urlaubsreise gab es eine Hausdurchsuchung, bei der das Gerät plötzlich offen im Zimmer stand. Mazurek will es auf einem Flohmarkt gekauft haben. Ich kann mir vorstellen dass er dabei von V-Leuten beobachtet wurde und deshalb die Durchsuchung erfolgte. Ein Gericht hatte drei V-Leute genehmigt. Mehr ist darüber nicht zu erfahren.

Warum es nach so langer Zeit neue Ermittlungen gab, ist Spekulation. Zunächst soll die Bayerische Regierung Druck aufgebaut haben, weil der Fall sonst verjährt. Der erste Leiter der Soko soll noch großen Einfluss gehabt haben. Es gab eine DNA-Spur, die im Fall Herrmann und Charlotte Böhringer (ermordete Parkhausbesitzerin in München) auftauchte (25 Jahre auseinanderliegend). Vielleicht hatte die Polizei Angst, sich zu blamieren, wenn sie der Spur nicht nachginge. Die DNA-Spur ist im Sander verlaufen. Sie wurde an einer Schraube der Gefängniskiste gefunden, die gereinigt und eingeölt über 20 Jahre im Archiv lag.

Gruß RoBernd
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71

Mittwoch, 27. Dezember 2017, 10:01

Das mit dem Pfaffinger hatte ich in den Fernsehbeiträgen und Presseberichten gesehen, es erschien mir aber unlogisch, ihn damit zum Verdächtigen zu machen, weil eigentlich mehrfach bewiesen wurde, dass Pfaffinger offensichtlich Unfung redet. Man hätte nach anfänglichem Misstrauen davon abweichen müssen. Es hört sich für mich in den Medienberichten alles so unvollständig an.

Das mit der DNA Spur auf dem Glas im Geschirrspüler habe ich auch in dem Fernsehbericht gesehen, aber auch da wurde nur gesagt die gleiche DNA wie an der Kiste. Keiner spricht von einem zweiten Verdächtigen. Hat man dessen DNA oder irgendeine Identifikation zur DNA die in beiden Fällen gefunden wurde?

LG Tobi

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72

Mittwoch, 27. Dezember 2017, 11:51

Selbst der ehemalige Leiter der Soko (überzeugt von Mazureks Schuld) hat dem Pfaffinger noch in der Zivilverhandlung (Nov. 2017) Unglaubwürdigkeit bescheinigt. Das wahre Problem ist aber, dass das Strafgericht vor 10 Jahren den (widerrufenen und nicht protokollierten) Aussagen des damals schon verstorbenen Pfaffinger für alle Beteiligten überraschend geglaubt hat. Neben dem TK 248 war das der Grund für die Verurteilung. Deshalb versucht die Verteidigung heut erst einmal, die Interpretation der Pfaffinger-Aussagen infrage zu stellen.

Über die DNA-Spuren ist wenig bekannt. Die wurden im Böhringer-Prozess ziemlich ausführlich behandelt. Dabei handelt es sich offenbar um eine Ermittlungspanne, wie etwas später bei der Suche nach einem fast im ganzen Land aktiven Phantom-Täter. Das Phantom war dann eine Frau die Wattestäbchen für die Abstriche verpackt hatte. Allerdings wurden diese Wattestäbchen angeblich in Bayern nicht verwendet.

Gruß RoBernd
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Mittwoch, 27. Dezember 2017, 12:30

Wie soll man Denn da Klarheit reinbringen? Wir haben doch jetzt mit unseren begrenzten Methoden schon bewiesen, dass es das TK 248 gar nicht gewesen sein kann. Wenn das das einzige Indiz ist, dann müsste Mazurek doch endlich frei kommen.

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Samstag, 30. Dezember 2017, 17:52

Ich habe den Thread nur mal kurz überflogen und kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man aus einer Aufnahme in Telefonqualität auf ein ganz bestimmtes Gerät schließen will.

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Montag, 1. Januar 2018, 21:58

Zufallsfund.

Gruß, Anselm

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Dienstag, 2. Januar 2018, 11:19

Hallo Anselm,
schönen Dank für den Hinweis. Das sind echt heimatliche Klänge auf der Zither gespielt.
Leider ging es in der Wirklichkeit nicht so romantisch zu.

Griß RoBernd
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77

Dienstag, 2. Januar 2018, 13:13

Ich glaube, Anselm meint eher die Klänge einen Link weiter .


Weitergeleitete Grüße (und allen ein recht gutes und angenehmes Neues Jahr!)

TSD

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Dienstag, 2. Januar 2018, 15:52

Auch dafür schönen Dank.
In der Collage ist es der 3. Jingle. Die Amplitude schwankt ziemlich und hat auch einige Einbrüche, als ob der Jingle zumindest nicht aus dem Studio stammt. Daraus lässt sich schließen, dass der BR ihn nicht aus dem eigenen Archiv hat. Besonders bemerkenswert ist, dass die interessanten Töne 5,6 und 7 im Gegensatz zur Rundfunk-Vorlage praktisch die gleichen Lautstärken haben. Das sieht sehr nach dem Werk eines Dynamik-Kompressors aus. Es sind auch alle Obertöne vorhanden. Außerdem ist es der Jingle mit den höchsten Tönen.

Ich habe ihn herausgeschnitten und angehängt. Obwohl die Datei gezippt aussieht, ist es eine wav-Datei. Wer es abspielen oder betrachten will, muss collage.zip also nicht entpacken sondern umbenennen in collage.wav

Gruß RoBernd
»robernd« hat folgende Datei angehängt:
  • collage.zip (269,01 kB - 2 mal heruntergeladen - zuletzt: 2. Januar 2018, 16:50)
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79

Dienstag, 2. Januar 2018, 18:02

In der Collage ist es der 3. Jingle.


Hallo RoBernd,

in der Tat, der 3te - wie auch hier von mir schon geschrieben:Bitte um Hilfe, Suche Radio-Aufnahmen von Bayerischen Verkehrsmeldungen[/url]

Das ist die selbe Quelle, die auch Anselm fand. Ich nehme aber, im Gegensatz zu Dir, sehr wohl an, dass der 3te Jingle aus eigenem BR-Archiv stammt. Woher sollte er sonst stammen und warum sollte eine offizielle BR-Seite einen "gebastelten" Jingle archivieren? Das leuchtet mir überhaupt nicht ein. Für die schwankende Amplitude kann es andere Ursachen geben. Um Klarkeit zu haben, würde ich an Deiner Stelle den BR in der Sache einfach mal anschreiben. Vielleicht kann man dort Auskunft über den 3ten Jingle erteilen. Auf jeden Fall kommt dieser 3te Jingle der Vorlage aus Deinen Dateien am nächsten.
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80

Mittwoch, 3. Januar 2018, 11:45

Hallo,
eigentlich kann es mir egal sein, woher der 3. Jingle der Collage stammt. Es reicht mir schon, dass er nicht synthetisch aussieht. Damit meine ich, er ist nicht speziell für die Collage produziert.

Im Anhang habe ich 5 Jingles zum Vergleich zusammengestellt. Jetzt kann sich jeder sein Bild über die Qualität machen. Die Skalierungen sind einigermaßen beliebig. Die Frequenzen und Laufzeiten sind alle etwas unterschiedlich. Die Täter-Tonfolge ist deutlich langsamer. Leider habe ich noch immer keinen Jingle aus dem Radio, dessen Frequenzen zur Tätertonfolge passen.

Herzlichen Dank für die bisherigen Diskussionen.

Gruß RoBernd
»robernd« hat folgendes Bild angehängt:
  • 5-Jingles.jpg
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Mittwoch, 3. Januar 2018, 13:27

Wenn ich mir die Bilder so ansehe, dann ist die Tätertonfolge nie und nimmer aus einer der o.g. BR Aufnahmen entstanden, das ist selbst gebastelt.
Gerhard

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Mittwoch, 3. Januar 2018, 16:35

Auch ich behaupte, dass nichts zusammenpasst. Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) behauptet, dass die Tätertonfolge aus der BR-Tonträger-Vorlage entstanden ist. Und zwar allein mit dem Grundig TK 248 und akustischer Überspielung auf ein tragbares Gerät. Also durch das eigebaute Mikrofon des Tragbaren. Das TK 248 hat 4 eingebaute Lautsprecher.

Erschwerend kommen einige hier nicht sichtbare Unterschiede hinzu:
Die Töne der Tätertonfolge sind um 14 % tiefer.
Die Tätertonfolge enthält alle Obertöne, die Tonträgervorlage enthält in den meisten Tönen nur ungeradzahlige Harmonische, dort fehlen also die Obertöne der 2-, 4- und 6-fachen Grundtonfrequenz.

Die größeren Amplituden der ersten drei Täter-Töne lassen sich wahrscheinlich durch Raumakustik erklären. Die geringere Amplitude des 6. Tons ergibt sich tatsächlich durch Interferenzen zwischen den Lautsprechern und einen Zeitversatz (0,35 ms) zwischen beiden Stereospuren. Aber nur mit Frequenzen, die um 14 % höher sind als die der Tätertonfolge, und (wahrscheinlich) nur, wenn das Mikrofon in der Mitte, 10 cm vor den Hochtonlautsprechern des TK steht. Andere Positionen habe ich nicht ausprobiert. Das LKA dürfte die Position liebevoll optimiert haben.

Das Ergebnis ist dann eine Kassette mit einem Inhalt, dessen (gestauchtes) Oszillogramm der Täter-Tonfolge ähnlich sein mag.
Tonhöhe, Einschwingverhalten und Obertöne passen trotzdem nicht. Außerdem wurde die Übertragung durch das Telefon ignoriert.

Selbst gebastelt kann es kaum sein. Ich habe mir nämlich die Mühe gemacht und die einzelnen Schwingengen der Töne ausgezählt. Die Anzahlen der Schwingungen stimmen innerhalb der Fehlergrenzen überein (es ist schwierig, Anfang und Ende eines Tons festzulegen). Deshalb passen auch Laufzeit und Tonhöhen, wenn die Tonträger-Vorlage langsamer abgespielt wird.

Gruß RoBernd
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Samstag, 6. Januar 2018, 13:04

Kann man das nicht mit einem einfachen Heimcomputer basteln, was es halt so gab, Atari, Commodore VIC oder Amstrad? Oder was ist mit diesem Casio Keyboard VC 10 oder wie das heißt, dieser halbe Taschenrechner, den auch Trio benutzt haben, der hat damals 150 Mark gekostet.

LG Tobi

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Sonntag, 7. Januar 2018, 11:32

Laut Angabe des BR soll es diese Tonfolge ab 1979 gegeben haben. Damals gab es diese Computer noch nicht. Theoretisch hätte der Täter es 1981 vielleicht mit einem Computer nachspielen können. Weil er exakt die Zeitstruktur der BR-Vorlage getroffen hat, hätte er diese vorher analysieren müssen. Voraussetzung: Optisch-mechanischer Lichtstrahloszillograf, um die Schwingungen auszuzählen.

Gruß RoBernd
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Sonntag, 7. Januar 2018, 18:29

Stellst du dir das nicht ein bisschen zu schwierig vor? Das Jingle dauert ungefähr 3 Sekunden.

Ich gebe zu, zu der Zeit hatten Sequencer kein sehr gutes Timing, aber bei 3 Sekunden und einer einzelnen Spur macht sich das kaum bemerkbar.

Ich habe ja Original Equipment (Yamaha DX7 II D, Roland JX 3P und einen etwas neueren Boss Drum Computer), als Sequencer nutze ich einen Atari ST mit Tracking Software und kann bestätigen, dass der Clock mehr als schlecht ist.

Wenn man mit dem Atari ernsthaft ohne Tricksen arbeiten will braucht man eigentlich eine Mehrspur Maschine und muss alle Spuren gleichzeitig aufnehmen oder braucht eine Spur für Midi Sync, dann ginge das.

In meinem Fall spiele ich die einzelnen Spuren per Synthesizer ein und nehme das Midi Signal auf den Atari auf, dort Quantisiere ich Alles, kopiere oder transponiere ggf. Ganze Sequenzen und irgendwann ist der Track dann mal komplett fertig.

Zusammenmischen und Mastern tue ich aber am modernen Windows PC. Der Atari kann kein Hard Disk Recording, das ginge erst ab dem Falcon mit zusätzlichem Interface, der Atari ST kann nur Steuerungsdaten aufzeichnen und abspielen. Der Sound kommt aus den Instrumenten und die können nicht genug Töne gleichzeitig wiedergeben um Alle Spuren gleichzeitig abzuspielen, da bräuchte ich mehr Synths. Also spiele ich jede Spur einzeln ab und nehme sie dann als WAV auf die Festplatte auf. Da werden dann alle Spuren im Multitracker zusammengelegt.

Wenn ich die Spuren mit dem internen Clock vom Atari abspiele, laufen die hinterher so weit auseinander, dass das Alles für den Mülleimer ist, das läuft dann schon nach 20 Sekunden Alles wild auseinander. Ich muss dem Atari also ein besseres Clock geben. Ich mache das mit meinem Drum Computer, der zählt genauer und dann kann man am Ende auch 4 bis 5 Minuten Spuren ohne Abweichungen übereinander legen.

Aaaber bei einer 3 Sekunden Sequenz halte ich das für ziemlich egal, wie genau der Sequenzer ist, wenn da geringfügige Abweichungen in der Geschwindigkeit sind kann man das immernoch auf die analogen Aufzeichnungsmedien schieben. Ich meine selbst so ein Casio Keyboard hätte einen kleinen Sequencer integriert gehabt mit dem es auf jeden Fall möglich gewesen wäre so eine kurze Tonfolge genau genug abzuspielen und auch die Geschwindigkeit relativ einzustellen.

Im Prinzip wäre das auf die kurze Distanz sogar per Hand möglich, das sind keine komplexen Sounds mit Anschlagdynamik etc.

Möglich wäre es also schon, auch wenn das höchstwahrscheinlich nicht der Fall ist. Ich könnte aber mit dem DX7 mal so einen Piepsound mit einem Operator basteln und versuchen das nachzustellen, zwar gab es zu dem Zeitpunkt solche Synths noch nicht, wir wüssten dann aber zumindest wie genau man das per Hand oder einem einfachen alten Sequencer nachbauen kann und wie groß die Abweichungen dort wären, wenn es hilft. Natürlich kann ich das auch stilecht auf Cassette aufnehmen, bevor ich es digitalisiere.

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Montag, 8. Januar 2018, 07:31

Hi,
ich meine nicht, dass es zu schwierig wäre, etwas Ähnliches zu produzieren. Es wäre aber praktisch unmöglich, ohne dass ich es heute erkennen würde. Dazu habe ich ein Bildchen der einzelnen Schwingungen angehängt. Im PC lassen sich Oszillogramme beliebig vergrößern. Um das Auszählen der Schwingungen zu vereinfachen, habe ich jede 10. markiert.

Ohne die Anzahlen auszuzählen, ist es auch nicht möglich, die richtigen Anzahlen zu treffen. Darüber hinaus ließen sich soweit ich weiß mit dem Commodore VC nur Rechtecktöne produzieren. Die hätten nur die ungeradzahligen Harmonischen. Wie brauchen aber alle. Das Midi-System und Atari-ST gab es erst später.

Gruß RoBernd
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Montag, 8. Januar 2018, 10:46

Ihr solltet Euch nicht zu sehr in die Sigi-Erzeugung mittels Sequenzer und Synthesizer und Computer und all dem verrennen. Zu jener Zeit war das alles erheblicher Aufwand (siehe z. B. zeitgenössische Livevideos von Jean-Michel Jarre), der einem Privatmann schlechterdings nicht zur Verfügung stand. Der interessierte Bürger hatte damals gerade mal sowas wie einen ZX 80/81 oder vergleichbare (Klein-) Kaliber. Wie Ihr selber seht, gehört dazu obendrein erhebliches Fachwissen, und dann ist es halt fraglich, wozu ein solcher Aufwand getrieben werden sollte, um etwas bereits vorhandenes möglichst originalgetreu nachzuproduzieren. Da ist eine Aufnahme aus dem Radio einfach naheliegender.

Die BR-seitige Erzeugung kann viel einfacher vonstatten gegangen sein, beispielsweise mittels eines Tongenerators (mehrere Obertöne erzeugend), dessen Grundton mittels Schaltwalze verändert wurde. Das war damals mehr die öffentlich-rechtliche Denke für solche Zwecke. In diesem Falle wären auch leichte Längenunterschiede (weniger solche in der Tonhöhe) erklärbar, je nach Tagesform des treibenden Elektromotors.


Synthetische Grüße

TSD

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Montag, 8. Januar 2018, 12:29

Der Täter hatte sicher andere Probleme, als die Melodie selbst zu spielen. Außerdem gab es dafür keinen Grund. Er hätte auch sicher nicht geahnt, wie akribisch sein "Werk" heute analysiert wird. Ich schätze den gesamten, allein vom Landeskriminalamt im Zusammenhang mit dem TK 248 abgerechneten Aufwand auf 200.000 bis 300.000 EUR. Mein abgerechneter Aufwand liegt übrigens bei Null.

An einen Motorantrieb habe ich nie gedacht. Dafür bin ich wohl zu sehr Elektroniker. Der Gedanke eröffnet tatsächliche neue Perspektiven. Verschiedentlich tauchen nämlich Varianten auf, die sich nicht durch unterschiedliche Bandgeschwindigkeiten ineinander überführen lassen. Wenn wir also die Laufzeiten anpassen, stimmen die Tonhöhen nicht. Im konkreten Fall haben wir das Problem zwar nicht, es könnte aber erklären, warum es auch solche Versionen gibt.

Die Erzeugungsmethode im BR-Studio ist interessant. Durch deren Kenntnis ließe sich wahrscheinlich entscheiden, ob es Sinn macht, nach einer gesendeten Version mit den Tonhöhen der Tätertonfolge zu suchen. Falls nicht, müssen wir die Frequenzverschiebung durch Tonbandgeräte akzeptieren.

Laut Aussage eines BR-Mitarbeiters während des Strafprozesses könnte es ganz viele Möglichkeiten geben, da die Signale recht leicht veränderbar seien. Wahrscheinlich seien das zahlreiche interne Testversionen gewesen, die aber niemals gesendet wurden. Erzeuger sei ein Techniker, der dann die Versionen einem Redakteur vorspielt. Der Redakteur entscheidet, was tatsächlich gesendet wird. Über die Art der Erzeugung gibt es keine Unterlagen. (Diese Infos wurden während der Verhandlung von einem nicht sachkundigen Beteiligten mitgeschrieben.)

Gruß RoBernd
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89

Montag, 8. Januar 2018, 17:10

Vielleicht war ja der Täter beim BR und hatte Zugriff auf solche Testversionen, er hätte dann nicht mal das Signal vom Radio mitschneiden müssen, trotzdem frage ich mich warum das so wichtig ist? Dass das TK 248 unschuldig ist und damit Mazurek zumindest nicht aufgrund dieses Gerätes der Täter sein kann haben wir bzw. Du bewiesen. Warum ist also das Jingle nach wie vor so wichtig? Was würde das am ganzen Szenario ändern, wenn du ein identisches Jingle findest bzw. Nicht findest?

Beiträge: 17

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90

Montag, 8. Januar 2018, 20:15

Die Frage stelle ich mir zugegebenermaßen auch. Es ist doch weder relevant, wie der Sigi klang, noch wann er im Programm im Einsatz war?!
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