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  • »morus« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 190

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1

Mittwoch, 26. Juli 2006, 07:38

Sollte es einen nach Ungarn in ein 200-Seelen-Dorf verschlagen (Urlaub/Ausflug) - nach Tereny - wird er dort ein Museum finden mit etwas mehr als 200 funktionstüchtigen Geraeten ausgestellt:soweit mir bekannt die einzige funktionierende Privatsammlung dieser Art hierzulande...
Hier der Link für die Webseite (http://www.freeweb.hu/magnomuzeum/kepek.html), wo man direkt an die Bildergalerie kommt:sprachliche Schwierigkeiten keine, da Null Beschriftung, usw. vorhanden. Offen taeglich ausser Montags, 9-12 und 13-18, da um Mittags gegessen wird :)... ausserdem jederzeit, nach Absprache...
Viel Spass mit den Bildern!
Tamas

2

Mittwoch, 26. Juli 2006, 10:48

Lieber Tamas,

die Geschichte dieser Sammlung dürfte nicht weniger interessant sein als die dort befindlichen Geräte, denn diesen hohen Anteil von 'Westgeräten' hätte ich dann doch nicht erwartet. Auch wenn die Uhren im ehemaligen Ostblock anders gingen, als wir uns dies 'im Westen' vorstellten, die Geräte mussten ja irgendwie doch hinter den 'Eisernen Vorhang' geholt worden sein.
Es wäre ja zum Schreien, wenn hier mit GySEV und deren schräger Geschichte wieder einmal die Eisenbahn Einfluss genommen hätte. Oder aber entstand die Sammlung erst nach dem Fall des 'Vorhanges'?

Eine geradezu irre Sammlung, die mich unwillkürlich an diejenige Franz Dokulils in Korneuburg erinnert. Man muss wohl mit Beziehungen zum Kääsaa der ehemaligen K.u.K.-Monarchie gesegnet sein, um eine solche Sammlung auf die Beine stellen zu können. Du weißt: Die wohl früheste, noch vorhandene magnetische Schallaufnahme (Telegraphon Poulsens 1900) stammt vom 20. September 1900, belebt den Kääsaa Franz Joseph nebst seinem (1931 verstorbenen) "Technologieminister" Wilhelm Exner und liegt natürlich in Wien.

In der Terenyer Subsektion der 50er Jahre entdeckte ich unter Nummer 48 und 179 ein Ferrophon IIIc Max Ihles (offenbar das einzige Gerät in der Sammlung mit Omegaumschlingung...), an dem mir das möglicherweise nicht zugehörige Firmenschild des Vertreibers Alfred Austerlitz auffiel. Er (seine Firma gibt es übrigens noch....) hatte zwar die Finger im Vertrieb der Amateurgeräte Ihles, nicht aber -nach meinem bisherigen Wissen- im Vertrieb der Ferrophone, denn die liefen über Loewe-Opta, deren Signet hier aber (auf der Tonkopfabdeckschale) fehlt. Insofern könnte es dann doch sein, dass auch er einzelne Ferrophone verkaufte.

Hast du insoweit Zugang zum Museum, dass sich herauszufinden ließe, ob man schriftliche Unterlagen zum Gerät hat, und wie es nach Ungarn gelangte? Die Seriennummer 1737 (mittendrin in der kurzen Fertigungsreihe) konnte ich vom Foto direkt ablesen. Die Gerätewanderung gen Ostsüdosten jedoch dürfte wohl eine längere Geschichte werden, selbst wenn Ihle als Wanderer zwischen diversen (auch politischen) Welten an den merkwürdigsten Stellen Trittsiegel hinterließ.

Ich könnte mit Material zur Geschichte des Ferrophon IIIc dienen, das -dem Vernehmen nach- das erste Bandgerät mit drei Bandgeschwindigkeiten war.

Hans-Joachim

3

Mittwoch, 26. Juli 2006, 11:54

Ich will nicht lästern (bzw. tue es hier an einer abgelegenen Stelle), aber angesichts der immensen Mühe, eine solche Sammlung zusammenzustellen und zu präsentieren, wünscht man dem Autor doch wenigstens einen Grundkurs in Sach-Fotografie bzw. sinnvollem Ausleuchten. Das Web ist voller Bilder, die offensichtlich mit einem (1) Frontalblitz "ausgeleuchtet" sind. so dass in der Mitte, im berühmten "hot spot", alles überbelichtet ist und der Rest, so die drastische Fotografensprache, absäuft.

Gibt es in diesem edlen Kreise jemanden, sei sie / er Fotograf, Kameramann oder versierter Amateur, der einen Grundkurs "Tonbandgeräte mit zwei Leuchten und Aufhellblitz fotografieren" - mit Beispielen gut / schlecht - zusammenstellen kann?

F.E.

4

Mittwoch, 26. Juli 2006, 12:39

Tolle und auch sehr seltene Geräte. Eine tolle Sammlung.
Nur schade das keine Typenbezeichnung dabei steht, die ich den ganz seltenen Teilen doch gerne gewust hätte.

Beiträge: 903

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5

Mittwoch, 26. Juli 2006, 12:46

Was ist das für ein Gerät?
http://www.freeweb.hu/magnomuzeum/image5.html

Sehr interessant finde ich auch diese beiden:
http://www.freeweb.hu/magnomuzeum/image154.html
http://www.freeweb.hu/magnomuzeum/image159.html

Ungarische Studiomaschinen?

Insgesammt eine sehr interessante Sammlung. Man sollte vielleicht mal wieder einen Ungarn Urlaub planen....

David

  • »morus« ist der Autor dieses Themas

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6

Mittwoch, 26. Juli 2006, 13:00

Lieber Hans-Joachim,

vorweg: ich gehe naechste Woche nach Tereny, und werde gerne die entsprechenden Informationen holen (soweit vorhanden) - und natürlich auch gerne welche vermitteln, denn der Herr der dies alles zusammengetragen hat, ist vom Beruf her Maschinenbautechnicker, also mehr als Meister, weniger als Ingeneur (Endprodukt eines dritten Bildungsweges, die es so in Ungarn gegeben hat, damit man nebst Dichtern und Bauern auch noch ideologisch kerngesunde Maschinentechniker hat...:)) - der von Kleinauf von Sammelwut in re Tonband geschlagen ist - erst wollte er nur die komplette ungarische Tonband-Sammlung machen, ist im auch gelungen (14 Hersteller mit innsgesammt 35 Modellen, Mechlabor mit den SMT-s nicht gerechnet)...Angefangen hat er in den spaeten Siebziern/Anfang Achzigern.

Leider begrenzt sich sein Können eher auf sammeln, wie auf presentieren (Lieber Friedrich, die meisten Photos stammen aus nachbarschaftlichen herumfotografieren und entsprechenden amateurhaften verwendung selbigen....) -

Vier Jahre früher wurde eine Stiftung zwecks unterstützung der Sammlung gegründet, und dazugestossen ist noch ein Herr, der ungarischer Herkunft ist, und in den USA residiert - das soll die Herkunft einiger amerikanischen Geraete erklaeren....

Im übrigem: In der "lustigsten Barracke" wahren West-Geraete (Plattenspieler/Decks/Verstaerker/TBs) schon haeufiger zu kaufen: Konsum von offizieller Seite wahr weit nicht so verpöhnt, wie in der damahligen Tschechoslowakei oder Gott verhüte! in Rumaenien..Des weiteren hat es einen regen Privatimport gegeben, da Ausreise und Devisen wenn auch etwas begrenzt, aber doch zur Verfügung standen; ich besitze noch immer mein erstes AKAI GX 4000, das ich im Laden funkelnagelneu gekauft habe - und ja, heute eher belaechelnswert, aber damals (1981) ollé! Gipfel meiner Traeume...und hingewisen werden soll auf 'ne G36, die ich vor dem Kauf, auf einem Küchentisch das erste mal sah..

Nochmals: naechste Woche fahre ich mit einem Kollegen dahin (der ist auch komplett mit TB und Röhrentechnick vergiftet, noch dazu Fachmann) und berichte gerne - sollte es zwischenzeitlich weitere Fragen geben, nehme ich die gerne mit...


Tamas

  • »morus« ist der Autor dieses Themas

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7

Mittwoch, 26. Juli 2006, 13:05

Hallo David

die Bilder 154 und 159 sind von Mechlabors' STM-Studiobandmaschinen die erste eine 300, die zweite die 210, wurden bis in die jüngste Vergangenheit hergestellt in Budapest, dann in Pécs (Fünfkirchen) - wo bis Dato eine Mechlabor-Stelle für Ersatzteile und Wartung vorhanden ist...

Gruss

Tamas

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8

Mittwoch, 26. Juli 2006, 19:48

Hallo,
die Ungaren machen uns es vor!
Frage: gibt es bei uns ein Tonband-Museum? Fällt mir so auf die Schnelle nicht ein, in Österreich irgendwo ja, aber in Deutschland?
Gab es bereits folgende Überlegung oder gar einen Versuch:
z.B. 5 der "größten" Sammler (Geräte, Prospekte, Poster usw.) tun sich zusammen, suchen einen Geldgeber (Firma, Gemeinde, Spenden) und gründen ein Museum wie z.B. das Kuba- oder Klappzahlenweckermuseum. Somit werden die "Schätzchen" der Allgemeinheit zugänglich gemacht und verstauben nicht in Garagen, Keller oder Dachböden.
Gruß Peter

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9

Freitag, 4. August 2006, 13:45

Klar gibt es ein Tonband-Museum in Deutschland.

Genauer: In Lindenfels (Odenwald/Südhessen).

Der Besitzer ist ein etwas schrulliger Kauz, der - je nach Lust und Laune - dem interessierten Publikum seine Sammlung zeigt und auch Geräte nach Wunsch vorführt. Wenn mir meine gerade mal 90 Tonbandgeräte mal zu wenig sind, fahre ich da in unregelmässigen Abständen hin. Dort gibt es rund 600 Tonbandgeräte aller Art, Baujahre und Marken zu sehen. Auch Studiomaschinen sind dort zu finden. Schwerpunkte bilden jedoch die Heimgeräte der 50er und 60er Jahre. Meiner Meinung nach sind das auch die interessantesten. Wer also auf Nierentisch-Flair steht, sollte da mal hin.

Natürlich gibt es dort auch Radios, Grammos, und sonstige U-Elektronik der letzten 100 Jahre zu sehen. Es lohnt sich.

Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.

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10

Freitag, 4. August 2006, 13:50

Noch was:

Dieses Museum bietet einen nicht zu unterschätzenden SUCHTFAKTOR !!

Ich war bis vor fünf Jahren ein zufriedener Tonband-Nutzer mit gerade mal vier, fünf Geräten...... heute sind es ein paar mehr......... ;-)

Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.

11

Freitag, 4. August 2006, 20:30

Tonbandmuseum Korneuburg nicht zu vergessen.

Und darüberhinaus existieren sicherlich noch eine Menge unbekannter Präsentationen.

Mir ist ein Sammler bekannt, der über Viertausend Geräte zusammengetragen hatte um ein Museum zu gründen. Er löst alles auf weil er niemanden gefunden hat, der zum einen geeignete Räume bereitstellt und zum anderen diese auch finanziert. Die Kommunen sind nicht interessiert an solchem Schrott.

Das ist Tatsache. Keine schöne zwar aber wir müssen das akzeptieren. Ohne Moos nix los - so tönt es doch nicht umsonst allenthalben!

Ein Land, in dem reihenweise Schulen, Theater, Museen etc., kurz alles was mit Kultur zu tun hat, von dene die meinen hier zu regieren als unnütz abgetan und geschlossen wird, hat für unseren Spleen keinen roten Heller übrig.

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12

Freitag, 1. September 2006, 09:15

Zitat:

Ein Land, in dem reihenweise Schulen, Theater, Museen etc., kurz alles was mit Kultur zu tun hat, von dene die meinen hier zu regieren als unnütz abgetan und geschlossen wird, hat für unseren Spleen keinen roten Heller übrig.

Das ist leider nur allzu richtig.
Schade.

Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.

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13

Freitag, 22. Juni 2007, 20:41

Moin, moin,

zwar kein Tonband- und auch kein Museum, aber virtuell dafür zu gebrauchen:
http://www.requisitenreindl.de/de_radiotv.html

Und übrigens: Zwar erwähnt, aber hier nicht genannt. Der Link nach korneuburg
http://www.tonbandmuseum-korneuburg.at/

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

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