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61

Samstag, 16. Februar 2019, 11:47

Meine Frau ist auf der Suche nach einem guten Mikrofon dass die "Mitten" nicht betont, diesen "Blechdosensound" nicht hat aber dafür weiche und starke Höhen anbietet und einen dezenten Bass.
Mit dem Uher M534 haben wir schon eine gute Erfahrung, nur sucht meine Frau ein Mikro dass noch mehr die Höhen betont und wenn es geht so wenig Mitten wie möglich.

Sowas hat man früher mit einem "Graphic Equalizer" zurechtgebogen (gibt es ab 20€ massenweise bei ebay kleinanzeigen), heutzutage nimmt ein Equalizer-Plug-in auf dem PC oder benutzt dazu den Equalizer im Wav-Editor bzw der DAW, wo man die Tracks zusammenmischt.
Dazu braucht man kein spezielles Mikrofon. Es muß nur alles liefern, was man haben will. Was zuviel da ist, wird weggemacht. (Besser erstmal zu lang, als zu kurz).

MfG Kai
Nachtrag: Besser als ein Graphic Equalizer wäre eventuell ein "Parametrischer Equalizer" geeignet. Bei dem würde man die Mittenabsenkung über 3 Parameter einstellen: Mittenfrequenz, Breite und Tiefe der Absenkung. Mit (mindestens) je 2 weiteren Parametern (Übergangsfrequenz und Stärke) könnte man eine zusätzliche Höhen- und Bass-Anhebung definieren. Man kann also mit weniger Parametern (Schiebern) als beim Graphic Equalizer auskommen.

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62

Samstag, 16. Februar 2019, 12:07

Neumann (Gefell) M7b


Sehr schönes Exemplar! Ich nehme an es funktioniert noch?
Falls ja, würde ich es mir bei der nächsten Gelegenheit gerne mal anhören.

Die ursprüngliche Konstruktion der M 7 ist von 1932 (!) und die Kapsel wurde seitdem weitgehend unverändert gebaut, im Prinzip eigentlich nur bis auf den Umstieg der feuchtigkeitsempfindlichen und nicht genügend altersbeständigen PVC-Membran zu PE.

Sie wurde auch von Neumann Berlin im legendären U47 und M49 verwendet.

Auch eine fachmännische Neubespannung ist im Bedarfsfall möglich, oder auch ein Austausch der gesamten Kapsel durch Neufertigung nach Herstellerspezifikationen des Originals. Hier der - meiner Ansicht nach beste - Spezialist dafür, den in diesem Forum vielleicht nicht jeder kennt:
https://www.thiersch-mic.de/stm_produkte_stw7.html

Siegfried Thiersch wird in diesem Jahr 77 Jahre alt und fungierte seit 1978 als Vertragswerkstatt für den VEB Mikrofontechnik Gefell (die 1972 zwangsenteignete Neumann-Exklave):
https://www.thiersch-mic.de/stm_geschichte.html

Grüße, Peter

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63

Samstag, 16. Februar 2019, 12:45

Dazu braucht man kein spezielles Mikrofon. Es muß nur alles liefern, was man haben will. Was zuviel da ist, wird weggemacht. (Besser erstmal zu lang, als zu kurz).

Im Prinzip ja. Allerdings ist es für den Anfänger nicht ganz problemlos zu bewerten, ob ein Mikrofon "alles liefert, was man haben möchte".

Der andere Punkt, wo das Ausgleichen von Frequenzgängen seine Grenze findet – speziell bei Sprach-/Gesangsaufnahmen im Vergleich mit der originalen Stimme – ist das Impulsverhalten von Mikrofonen, das je nach Wandlerprinzip sehr unterschiedlich sein kann (dynamisch oder kapazitiv, Druck- oder Gradientenempfänger, große oder kleine Kapsel etc. pp.).

Eine ungünstige Impulswiedergabe – speziell das Auftreten von Membranresonanzen mitten im Übertragungsbereich – lässt sich leider nicht durch elektrische Entzerrung beseitigen, es klingt dann immer noch wie ein "zurechtgebogenes U67" (um nur ein Beispiel herauszugreifen).

Grüße, Peter

64

Samstag, 16. Februar 2019, 14:14

Zitat

Sowas hat man früher mit einem "Graphic Equalizer" zurechtgebogen......

Hallochen Kai ,
ja das ist schon wahr, nur das Problem ist, sie braucht ein Mikro bis 20000hz das mobil einsetzbar ist. Wenn sie ihre Aufnahmen macht, in ihrem kleinen Tonstudio Zuhause, hat sie ja ein Mischpult und da regelt sie sich das zurecht wie sie es per Projekt braucht.
Die Sache ist jedoch, wenn sie mit dem Powerkäfer (TK6L) unterwegs ist, kann sie schwer ein Mischpult oder Equalizer unter den anderen Arm packen. Deswegen ist sie da arg am rotieren momentan mit der Problematik. Das bisher bestgeeignetste Mikro für ihre Mobilzwecke ist das UHER M534. Nur fehlen selbst da noch ein paar Höhen... obwohl das von all unseren Vintagemikros schon ganz gut ist im Klang. Doch, wie gesagt für ihre Stimme etwas zu tiefenlastig. Auf der anderen Seite nutz auch keines der Mikrofone etwas die schlicht die Tiefen total unterdrücken und nur höhenlastig sind, da dann die Stimme wie Coladose plus Höhe klingt. Es ist ein sehr verzwicktes Problem ....

:-(
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65

Samstag, 16. Februar 2019, 14:20

Es ist ein sehr verzwicktes Problem ....

... das durch ein Klangbeispiel vielleicht leichter lösbar werden könnte. Sonst kommt es mir ein bisschen wie Stochern im Nebel vor. Ich weiß nicht, wie es momentan klingt, was daran nicht gefällt, und wie der Wunschklang wäre :huh:

Nachtrag: Ich gehe davon aus, dass der Begriff "Nahbesprechungseffekt" geläufig ist?

Grüße, Peter

66

Samstag, 16. Februar 2019, 14:34

Hallo Peter,
wenn ich das richtig verstehe und auf Wikipedia so lese....

Zitat

".. ist eine Überbetonung (höhere Empfindlichkeit) der tiefen Frequenzen bei Richtmikrofonen...."
Quelle: Wikipedia

Das Uher ist meines Laienwissens nach kein Richtmikrofon... oder bin ich da falsch informiert...
Ich kann ja mal meine Frau mitteilen dass sie mal ein Testfile besprechen kann zum anhören. Nur wo lädt man das hoch ? Im Forum hier?
Grüssle
Alex
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67

Samstag, 16. Februar 2019, 14:44

wenn sie mit dem Powerkäfer (TK6L) unterwegs ist, kann sie schwer ein Mischpult oder Equalizer unter den anderen Arm packen.

Ist sie denn von unterwegs "Live auf Sendung", oder wird das Endprodukt erst zu Hause erzeugt ?
Im ersten Fall braucht man/sie einen kompakten Mikrofon-Equalizer, auch kein ernsthaftes Problem für einen Elektroniker. Zeitgemäß würde man das aber wohl zB mit einem MiniDSP oder ähnlichem realisieren. Im zweiten Fall kann man zu Hause immer noch am Frequenzgang rumbiegen.
20 kHz erscheinen mir maßlos übetrrieben. 15...16 kHz reichen völlig. Nur Teenies hören mehr.
Hast du mal die Ansagen in Regional-Zügen gehört ? Nicht von der DB sondern zB hier im Norden bei der Nordbahn und ähnlicherm ?
Da sind die weiblichen Stimmen mit künstlichen Höhen auf unnatürlich "kristallklare Brillianz" aufgemotzt.
Ist Geschmackssache, aber jedenfalls auch möglich zur Sound-Optimierung bzw. zum "Sound-Design".
Ich vermute, daß in den portablen Digital-Recordern auch Equalizer verfügbar sind.
Man sollte sich nicht auf die Möglichkeiten von portablen Tonbandgeräten beschränken, wenn es mit modernem Equipment vielseitiger und trotzdem einfacher und bequemer geht.

MfG Kai

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68

Samstag, 16. Februar 2019, 14:45

Das Uher ist meines Laienwissens nach kein Richtmikrofon...

Siehe Anhang, mehr weiß ich leider auch nicht.


Nur wo lädt man das hoch ? Im Forum hier?


Kommt drauf an wie groß die Datei ist.
Ab 3 MB würde ich einen Transferdienst wie https://wetransfer.com/ empfehlen.

Grüße, Peter
»Peter Ruhrberg« hat folgende Datei angehängt:
  • bda_m534.pdf (560,95 kB - 7 mal heruntergeladen - zuletzt: 19. Februar 2019, 07:09)

69

Samstag, 16. Februar 2019, 16:40



Ist sie denn von unterwegs "Live auf Sendung", oder wird das Endprodukt erst zu Hause erzeugt ?
Im ersten Fall braucht man/sie einen kompakten Mikrofon-Equalizer, auch kein ernsthaftes Problem für einen Elektroniker. Zeitgemäß würde man das aber wohl zB mit einem MiniDSP oder ähnlichem realisieren. Im zweiten Fall kann man zu Hause immer noch am Frequenzgang rumbiegen.
20 kHz erscheinen mir maßlos übetrrieben. 15...16 kHz reichen völlig. Nur Teenies hören mehr.
Hast du mal die Ansagen in Regional-Zügen gehört ? Nicht von der DB sondern zB hier im Norden bei der Nordbahn und ähnlicherm ?
Da sind die weiblichen Stimmen mit künstlichen Höhen auf unnatürlich "kristallklare Brillianz" aufgemotzt.
Ist Geschmackssache, aber jedenfalls auch möglich zur Sound-Optimierung bzw. zum "Sound-Design".
Ich vermute, daß in den portablen Digital-Recordern auch Equalizer verfügbar sind.
Man sollte sich nicht auf die Möglichkeiten von portablen Tonbandgeräten beschränken, wenn es mit modernem Equipment vielseitiger und trotzdem einfacher und bequemer geht.

MfG Kai

Ja, ich weiss schon wie Du meinst, so einfach ist das bei manchen ihrer Projekte nicht. Bei den bestimmten Projekten , um die es hier geht, kommt es auf einen speziellen Klang an, so wie man es aus dem Ton aus den 50er Jahren her kennt. Allerdings die Produktionen dieser Zeit, die mindestens semiprofessionell damals getätigt wurden. Es ist sehr schwer das in Worte zu fassen.

Es ist ein "trockener" Ton mit Höhenbetonung und weniger Mitten und einem dezenten Bassbereich.
Bei digitalen Aufnahmen bemängelt sie oftmals den etwas "wässrigen" Klang von Stimme. Hängt wahrscheinlich dann auch mit Kompresionsverfahren ab. Sie probierte verschiedene digitale Tonformate, auch die nicht komprimierten . Doch es ist ihr dann zu klar. Bei Popmusik fällt dies nicht so sehr auf jedoch bei Stimmen und Orchestermusik, insbesondere Orchestermusik der 50er und 60er Jahre.

Es gab damalige Tonbandaufnahmen die waren zwar auch klar aber hatten eben einen "weichen" nicht wässrigen und dennoch "trockenen" Klang. Sehr schwer das zu beschreiben.
Ich wollte es erst auch nicht glauben aber sie spielte mir mal ein kurzes Projektfile live vor, einmal den gleichen Text und Hintergundmusik auf Tonband aufgenommen, im Stile der 50er Tonstudiotechnik, und die gleiche Angelegenheit aber auf digital aufgenommen, von Grund auf produziert. Beim direkten Livevergleich waren da tatäschlich Unterschiede. Die digitale Produktion klang zwar klar, ohne Rauschen und ohne irgendeinem Nebeneffekt, dafür aber sehr kalt, und selbst die Hintergundmusik klang irgendwie zu clean... oder ich weiss nicht wie ich das beschrieben kann....
Die vollends auf Bandmaterial produzierte Angelegenheit klang mit mehr Druck aber trocken ohne wässrigen Nebeneffekt in den Höhen und insgesammt stimmig mit Stimme und Hintergrundmusik. Zudem kamen insebsondere bei dem Orchester an manchen Stellen gewisse Instrumentnuancen stärker durch. Bei lautem Aufdrehen des Reglers kam zwar irgendwann ein ganz zartes Rauschen mit durch, aber wirklich nur im Sinne von "angenehm und stimmig, umrahmend".


Dies hört man jedoch alles nur live. Sobald digitalisiert wird, verändert sich auch das Klangbild wieder ein wenig.
Ja, man könnte natürlich dann das Ganze digitalisieren und mit verschiedenen Filtern versuchen sich seinen Wunschklang zurechtzubasteln. Aber dafür sind die Produktionen nicht da. Sie sollen eben auf Band bleiben und von dort aus angehört werden. Eben nicht von digitalen Tonträgern.

:)
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70

Samstag, 16. Februar 2019, 16:42

Das Uher ist meines Laienwissens nach kein Richtmikrofon...

Siehe Anhang, mehr weiß ich leider auch nicht.


Nur wo lädt man das hoch ? Im Forum hier?


Kommt drauf an wie groß die Datei ist.
Ab 3 MB würde ich einen Transferdienst wie https://wetransfer.com/ empfehlen.

Grüße, Peter

Danke Peter. Das hilft schon mal etwas. Gut zu wissen, das UHER schafft also keine 20000hz-. Nun ist es immer klarer, es muss ein Mikro her mit 20000hz.

:)

PS: An Alle ein kleines Dankeschön dass ich hier Off Topic werden darf
Damit ich hier den Strang nicht auseinanderreisse mit meiner speziellen Frage, habe ich einen eigenen Strang angelegt dafür. Denn ich möchte nicht dass wegen mir hier vielleicht jemand sich gestört fühlt hier in diesem Strang.

Hier ist der neue Strang:
Die Mikrofonfrage / aus dem Mkrofongalleriestrang
Vielen Dank !!! :)
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Alex85« (16. Februar 2019, 18:00)


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Samstag, 16. Februar 2019, 21:29

Zurück zum eigentlichen Thema:

Holgi hat mich mit seinem #49 animiert, in die Tiefen meiner Sammlung abzutauchen. Mit Mikrofonen habe ich eigentlich so gut wie nichts am Hut, aber der Sammelwut geschuldet, haben sich einige Mikros aus ostdeutscher Produktion bei mir angesammelt. Seht selbst:













Weitere Modelle in weiteren Beiträgen
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Samstag, 16. Februar 2019, 21:38

Eins geht heute noch:





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Sonntag, 17. Februar 2019, 20:35

Heute Abend kommt noch ein "Dynamiker" von mir zur Vorstellung:









Schönen Abend, Rainer
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Montag, 18. Februar 2019, 16:54

Hallo, viele tolle Bilder eurer Mikrofone.

Meine drei mal hier:


AKG C-1000-S








Uher M516






Sennheiser 421N

es geht zwar noch, ist aber ziemlich runtergekommen und ich glaube, man kann es wohl nicht mehr restaurieren.

Wo der rote Pfeil zu sehen ist, ist leider die Verstrebung gebrochen.









Gruß Klaus

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75

Montag, 18. Februar 2019, 18:22

Sennheiser 421N

es geht zwar noch, ist aber ziemlich runtergekommen und ich glaube, man kann es wohl nicht mehr restaurieren.

Wo der rote Pfeil zu sehen ist, ist leider die Verstrebung gebrochen.
Das ist ja sehr schade! ;(

Hier noch ein paar Großmembranen, schnell noch, ehe ich (ab morgen) nur noch mit der rechten Hand tippen kann (Karpaltunnel-OP um 12 Uhr):

Zunächst mein Røde NT 1-A, das als eines der rauschärmsten Mikrofone der Welt gilt. Mit seinem Equivalentrauschpegel von 5 dB(A) stellt es selbst die Neumänner in den Schatten! Die Australier bauen sehr schöne, gute und vor allem bezahlbare Mikrofone.



Leider hatte dieses Exemplar, das ich recht preiswert gebraucht erstanden hatte, ein Problem: der Membranfolie fehlte die Vergoldung auf fast der Hälfte der Fläche. Ich vermute, da hatte einer einen Putzfimmel!
Eine originale Ersatzkapsel hätte 115,- € gekostet, was mehr ist, als ich für das Gerät gelöhnt habe... Aber mir fiel ein, dass ich noch eine randkontaktierte Kapsel à la AKG C12 liegen hatte. Die wurde dann eingepflanzt und der Klang hatte sich kaum verändert. Nur etwas lauter war es geworden, weil die Goldbedampfung nun wieder großflächig vorhanden war.
Wenigstens hatte ich dadurch mal die Gelegenheit, eine Großmembrankapsel zu zerlegen...






Ein anderes Røde mit universellen Einstellmöglichkeiten ist das NT 2-A. Es ist ein Mikrofon, mit dem man jemanden erschlagen könnte, wenn man kriminelle Energie in sich hätte, was bei mir aber absolut nicht der Fall ist ;) . Es wiegt 860 Gramm.
Aber davon abgesehen ist es ein feines Mikro: fast ebenso rauscharm wie das 1-A (7 dB(A)) hat es eine umschaltbare Richtcharaktristik Kugel/Niere/Acht, ein zweistufiges Tiefenfilter und ein Pad mit 5 oder 10 dB Dämpfung.
Irgend ein Sony-Tonstudio in USA arbeitet fast ausschließlich mit diesem Mikrofontyp!








Natürlich musste ich auch ein Neumann haben, die Legende unter den Großmembranmikrofonen! Die wirklichen Legenden wie das U47 oder U87 werde ich mir leider niemals leisten können, aber vor einigen Jahren hat der Berliner Hersteller ein bezahlbares Mikrofon auf den Markt gebracht, das zwar geradezu "winzig" im Vergleich zu den alten Klassikern ist, aber das ist nur äußerlich!
Das TLM 102 (TLM für transformatorloses Mikrofon) hat alle typischen Eigenschaften, die man von einem Neumann erwartet, kostet aber nur 600 Euro. Und so musste mein letztes Weihnachtsgeld vor ein paar Jahren dafür geopfert werden.
Der Druckgradientenempfänger ist bombig verarbeitet und klingt absolut "erwachsen". Für eine Holzschatulle, wie sonst üblich, hat es bei dem Preis aber nicht mehr gereicht. Ich habe ihm inzwischen eine gekauft.





Im Gegensatz zu den bisherigen Neumännern besitzt das 102er keine mit einem Druckring befestigte Membran, sondern selbige ist am äußersten Rand verklebt.




Ein in der Größe ähnliches Kondensatormikro ist das "Recording Tools MC 520". Es ist unter den preiswerten China-Mikros eines der besseren. Es besitzt Nierencharakteristik, hat eine leichte Höhenanhebung und ist blau. Die aktuelle Version hat eine etwas andere Form und die Betriebs-LED nun innerhalb des Einsprachekorbs...
Auf dem ersten Foto eine Gegenüberstellung mit dem Neumann TLM 102.
Der Einsatz im heimischen Küchenstudio ist auf dem letzten Foto dokumentiert. Töchterchen ist mit der Veröffentlichung einverstanden!








Ein Großmembraner mit umschaltbarer Charakteristik dank Doppelmembrankapsel ist das Behringer B-2 Pro. Sehr solide aufgebaut, seidig vernickelt, schwer und wertig wirkend, erinnert es nicht von ungefähr an die Erzeugnisse eines bekannten deutschen Herstellers... ^^
Geliefert wird es mit Spinne und Popschutz in einem stabilen Alukoffer.

Ich habe es mit einer Kapsel ausgestattet, die der Neumann K47 nachempfunden ist. Dadurch sind die "China-Höhen" des B-2 Pro Vergangenheit und der Sound ist in den Höhen weicher und weniger aggressiv. Ich benutze es sehr gern, obwohl es ruhig ein paar dB mehr Ausgangspegel haben dürfte.






Nun muss ich hier abbrechen, denn das Limit von 25 Fotos ist wieder mal erreicht.
Wenn meine Hand nach der OP wieder benutzbar ist, geht es weiter. Bis dahin werde ich wohl überwiegend lesenderweise im Forum herumgeistern... 8)

LG Holgi

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Montag, 18. Februar 2019, 18:42

Na dann alles Gute zur Op und bis bald wieder "lesenderweise" für uns hier.
VG
Wolfgang

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Montag, 18. Februar 2019, 20:12

Zum Rode NT1-A noch ein Nachtrag:

2013 hat Rode den Vorgängertyp NT1 neu herausgebracht, zu erkennen an der schwarzen Oberfläche. Im Unterschied zur ersten Version von 1991, dessen Kapsel noch in China gefertigt wude, ist die neue Version ein reines Rode-Erzeugnis. Sein Eigengeräuschpegel beträgt nur 4,5 dB-A und seine Kapsel klingt noch etwas neutraler als die des NT1 (weniger Anhebung zwischen 6...12 kHz), was sich besonders bei Sprache angenehm bemerkbar macht. Zudem ist es ein gutes Stück unempfindlicher gegen Körperschall, vor allem bei Verwendung der elastischen Aufhängung. Dieses Mikrofon hört buchstäblich das Gras wachsen :thumbup:

Die Kombination mit einem rauscharmen Digitalwandler (hier ein Behringer UMC202-HD mit parallelgeschalteten Eingängen) ergibt ein perfektes Sprecherstudio:



Grüße, Peter

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Montag, 18. Februar 2019, 20:50

Das ist mein Sprecherstudio, ohne zusätzlichen Wandler:




Røde NT-USB!
Aber natürlich ist deine Version (die ich auch schon getestet habe, eben nur mit dem NT1-A) etwas rauschärmer. Das NT-USB gefällt mir sonst für Sprache aber sehr gut. Es hat einen eingebauten Kopfhörerverstärker und einen Mischregler für das Mikrosignal und zuvor aufgenommene Tonspuren vom Rechner.

Bei deinem U-Phoria ist der linke Eingang auf LINE geschaltet! ;) ^^

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Montag, 18. Februar 2019, 21:25

Røde NT-USB!

Ja, das kenne ich auch, aber es war wegen der ausgeprägt leisen Sprecherin eben das letzte dB, das mich chließlich zum NT1 führte.

Wenn ich die Datenangaben des NT-USB richtig interpretiere - Grenzschalldruckpegel 110 dB, Dynamikbereich 96 dB - dann ergibt dies einen Eigengeräuschpegel von 14 dBA, was für einen Großmembraner eigentlich indiskutabel ist.

Das Ministudio habe ich vor anderthalb Jahren ausgiebig getestet und besagter Sprecherin zum Geburtstag geschenkt. Soweit ich mich erinnern kann, wird beim Anschluss eines XLR-Steckers der Verstärker automatisch auf Mic/Line geschaltet, die Umschaltung auf "Instrument" hat also keine Funktion. Der XLR-Eingang hat einen sehr hohen Einstellbereich für die Verstärkung, kann also für Mikrofon- und für Linepegel verwendet werden. Wäre es anders gewesen, hätte sich das unweigerlich in unterschiedlichen Pegeln für Links und Rechts bemerkbar gemacht (das Uporia erzeugt ein 24bit-Stereo-Wave-Signal).

Grüße, Peter

80

Montag, 18. Februar 2019, 21:46

Hier ein kleines Mikro von Beyer, leider ohne Modellbezeichnung.
Mehrere Quellen im Internet sagen, es sei das M51.



Es ähnelt sehr dem Uher UM617 aus Beitrag #58 von Wolfgang/cisumgolana.

Gruß
TSF

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Dienstag, 19. Februar 2019, 23:06

Hier mal meine kleine Sammlung:



Komplett schwarz ist mit Empfänger und auf Frequenz 235,675 MHz

Silber-schwarz ist ohne Empfänger und auf Frequenz 36,7 MHz

Komplett silber ist auch ohne Empfänger und auf Frequenz 37,9 MHz

^^ LG Matthias