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  • »Moppedmanni« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 4. August 2018, 15:03

Dual TG 29

Manche finden sie hübsch, die meisten jedoch nicht. Ich mag sie und war schon länger auf der Suche nach ihr. Viele Händler, die Dual vertrieben haben, mussten auch das TB von Dual im Sortiment haben; sie dümpelte dann mehr oder weniger nur als Ladenhüter im Geschäft herum. Keine Ahnung, was sie damals neu gekostet hat; oder hat hier jemand eine Ahnung davon ?

Hier ist sie:










Am Gehäuse sieht man deutlich, dass ein Hersteller von Plattenspielern am Werk war. Sie läuft vorzüglich und klingt für ihr Alter wunderbar. Für ein einmotoriges Gerät ist sie sehr leise.


Beim nächsten Bild könnte ihr ja mal durchzählen, wie viele Geräte es sind. Alle ( bis auf die Höllenmaschine von Telefunken) sind angeschlossen.

meine Spielzeuge: Philips N4520, Akai GX635D, ASC 6004 und 5004, Revox A77, Dual TG29, Uher Report4400 und RdL, Lenco L75, Braun PS500, Marantz PM7200, Saba 9241 T+A t160, Elac EL160 u.a.

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2

Samstag, 4. August 2018, 15:44

Am Gehäuse sieht man deutlich, dass ein Hersteller von Plattenspielern am Werk war.


Hallo Manni,
Wenn man das Gerät öffnet, setzt sich dieser Eindruck verstärkt fort. Dabei bin ich gar nicht sicher, ob die Dual TG-Serie (27...29) überhaupt bei Dual gefertigt wurde. Zumindest gibt es Verwandschaften mit einem Gerät von Lorenz. Die kleinere Schwester haben wir vor Jahren hier auch schon mal vorgestellt:
Ein Herz für die einmotorigen Kleinspuler DUAL TG28

Der Neupreis (Listenpreis) des TG29 betrug im Übrigen laut Hifi-Jahrbuch 680,- DM.

Gruß
Peter
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3

Samstag, 4. August 2018, 21:49

Danke für die INfo ! 680 DM war ja nicht sooo teuer. Die Vorstellung des Gerätes kannte ich; durch diese ist ja mein Interesse an dem Gerät geweckt worden.
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4

Samstag, 4. August 2018, 21:55

Ich gehöre zwar auch zu denen, die die Optik nicht anspricht, aber den Preis find' ich für ein Dreikopfgerät ziemlich günstig. Auch darüber hinaus ist die Maschine für die damaligen Verhältnisse eigentlich ganz gut ausgestattet. Getrennte Aussteuerungsinstrumente für beide Kanäle z.B. gab's ja bei Uher und Grundig nur bei den Topmodellen.

Stereo-Hinterbandkontrolle kann sie doch, oder? Und wie ist sie klanglich verglichen mit der Konkurrenz?

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5

Samstag, 4. August 2018, 22:56

HI Timo;

ich finde die Dual klanglich erhaben. Das mitgelieferte Band, das mit dem Gerät auf 9.5 cm aufgenommen wurde, präsentiert die Höhen erstaunlich gut. Ich selber habe mit dem Gerät noch nicht aufgenommen, daher kann ich zur HInterbandkontrolle keine Angaben machen. Sollte aber möglich sein ......
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6

Sonntag, 5. August 2018, 08:51

Aus Norbert Kotschenreuther Dual Buch geht hervor "...Das Tonband wurde bei Schaub-Lorenz konstruiert und gefertigt, wenngleich auch gewisse Vorgaben aus St. Georgen mit einfließen...". Insofern man es als Derivat bezeichnen kann. Dem Gerät werden verglichen mit dem niedrigen Preis recht gute Klangeigenschaften attestiert. Der mechanische Teil dafür schon damals doch recht antiquiert. Das TG29 war von 1970 bis 1973 im Programm und gilt somit als das letzte Dual Tonband.
P.S. Allerdings ist "antiquiert" sicher bezogen auf die damalige 3-Motorentechnik zu sehen. Ich denke das der Antrieb möglicherweise was Ausfallraten anbetrifft aus heutiger Sicht gar nicht so schlecht war. Die Dinger scheinen jedenfalls auch heute problemlos zu laufen.VG Martin

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7

Sonntag, 5. August 2018, 12:16

Allerdings ist "antiquiert" sicher bezogen auf die damalige 3-Motorentechnik zu sehen. Ich denke das der Antrieb möglicherweise was Ausfallraten anbetrifft aus heutiger Sicht gar nicht so schlecht war.


Nun... ...ein Laufwerk besteht ja aus mehr als nur dem/den Antriebsmotor/en. Ein Blick auf die Bremsen der TG zum Beispiel zeigt doch, wie simpel dieses Konstrukt ist, wobei ich zugeben muß, dass auch weitaus teurere Bandgeräte über diese einfachen Seilbremsen verfügten. Aus heutiger Sicht (...also aus Sicht der Enthusiasten, die versuchen, so ein Gerät instand zu halten...) ist die von hohem mechanischen Dazutun geprägte Lafwerks"steuerung" natürlich von Vorteil. Da ist alles aus Metall gefertigt und es sind recht viele Zug- und Schubstangen am Werk, die man sich zur Not selbst nachfertigen kann. Alles in allem also ein gut durchschaubares Gerät, dessen konstruktive Wurzeln natürlich deutlich in den 60er Jahren liegen (TG27). Bis auf die 3-Kopftechnik und ein paar Kleinigkeiten hat es da meines Wissens nach von der 27 über die 28 bis zur 29 nicht sehr viel an Modellpflege gegeben. Danach war man bei Dual mit dem Thema Bandgerät durch. Den hier attestierten guten Klang habe ich meinen TGs allerdings bisher nicht entlocken können, gebe aber auch zu, dass mein Ergeiz diesbezüglich begrenzt ist.
Was die Optik angeht, finde ich, dass die TG sehr gut zu den damaligen Verstärkern, Tunern und Plattenspielern passte (man werfe einen Blick auf CV40, CT16 etc.). Als Zuspieler in einem solchen Ensemble ist das stilistisch stimmig, wie ich finde.

Gruß
Peter
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8

Dienstag, 7. August 2018, 07:27

Gegen Seilbremsen ist prinzipiell nichts einzuwenden. Die Mechanik des TG 29 ist einfach, aber solide. Zum geforderten Preis war es eine echte Alternative. Besonders verbreitet war es aber tatsächlich nicht.
gruß
Stefan

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9

Dienstag, 7. August 2018, 15:19

Vielen Dank für Eure informativen Beiträge. Ich habe mich ein wenig in das schnuckelige Gerät "verliebt" :rolleyes:
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10

Mittwoch, 8. August 2018, 23:24

Interessante Beiträge. War die Maschine auf ein bestimmtes Band eingemessen bzw kann ungemäßen werden?

Hintergrund: ein Freund hat auch eine, ich habe damit mal eine LP auf ein LPR35 überspielt und auf meiner A77 angespielt. Ich meine bei 9,5, aber das ist eigentlich auch egal. Ergebnis: die Aufnahme klang überraschend dumpf, trotz Reinigung der Köpfe. Ebenso war es mit einem auf einer RDL bespielten Band.

Ist bekannt, ob die Bänder für den Austausch dann ungeeignet sind?
Mit Kaufbändern aus amerikanischer Produktion klingt die A77 hervorragend, auch bei Eigenaufnahmen ist bei 9,5 (bis auf die üblichen Probleme wie leichtes Zischeln und frühere Übersteuerung) kein Unterschied Vor-/Hinterband hörbar, insbesondere nicht bei den Höhen.

Thomas

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11

Donnerstag, 9. August 2018, 06:25

Wenn etwas dumpf klingt liegts nicht an der Maschine sondern am Azimuth....
VG Martin

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12

Donnerstag, 9. August 2018, 11:14

Hatte vor einige Zeit auch eine rein bekommen. Die war also ganz morsch...
Eine komplette revision gemacht, inkl. electronic, neue riemen usw.
Nun läuft Sie wieder wie am ersten Tag.
Beim ersten versuch nach der Revision war die Aufnahme und Wiedergabe auch sehr Dumpf.
Alles entmagnetisiert und sie da: Spitzenklang. :thumbup:



Unterschied Vorderband und Hinterband gleich Null, obwohl Hinterband etwas mehr Volumen hat.
Könnte das korrigieren, muss aber nicht.
Im allgemeinen finde ich das TG29 für seine Zeit ein sehr gelungenes Tonbandgerät und macht mir heute noch immer Spass...
(Bin ja auch Dual-Sammler, und da darf ein TG29 ja nicht fehlen.)

:D
Vintage HiFi, besser dann diese Digitalen Dinger.... :D

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13

Samstag, 11. August 2018, 09:44

Eine Erkenntnis: sie läuft m.E. zu schnell. Wo lässt sich das einstellen ? Service Anleitung habe ich, da habe ich nicht wirklich was gefunden.
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14

Sonntag, 12. August 2018, 01:29

Hallo Manni,

ich befürchte fast, dass es da nichts einzustellen gibt. Bei dem Gerät findet die Geschw.-Umschaltung auf rein mechanischem Wege statt, wenn ich das recht in Erinnerung habe. Da gilt es zu prüfen, ob die Friktion noch so hergestellt wird, wie es im Sinne des Erfinders ist. Oftmals hilft die Überprüfung der Gummiriemen und die Reinigung der beteiligten Antriebsräder.

Gruß

Peter
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15

Sonntag, 12. August 2018, 10:47

Zu schneller Lauf könnte auch noch mangelndem Grip der Andruckrolle geschuldet sein, dann zieht der rechte Wickelteller das Band leicht zu schnell durch.

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16

Sonntag, 12. August 2018, 11:24

Mach mal ein Bild vom offenen TG (von oben), mal sehen ob der Riemen korrekt läuft...

;)
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