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1

Thursday, October 10th 2019, 10:53pm

A77 Köpfe noch zu retten?

Hi,
ich lese dieses Forum sehr begeistert mit und mich hat irgendwie der Bandmaschinen Virus befallen.
Neben einer Pioneer RT-707 die ich schon seit ein paar Jahren aus dem Schrott gerettet habe und seit einem Monat einer B77,
hat sich jetzt eine leider sehr abgerockte A77 MK III zu mir gesellt.

Elko und Trimmer-Tausch ist im Gange, warte noch auf ein paar Teile.

Mir machen allerdings die Köpfe Sorgen, die sind wirklich abgerockt.
Die Maschine soll erstmal nur zur Schonung der anderen dienen.

Die Bilder sagen alles:




Die Dinger sind so schräg.
So wie ich gemessen hab ist der Kopfspiegel innen 6mm und außen 5,5 mm.
Ein erster Frequenzgang Test war recht positiv. So wie die Dinger eingestellt waren.

Aber der Wiedergabekopf ist total schief eingetaumelt. Die Taumel Schrauben sind total unterschiedlich eingestellt.
Der Bandlauf stimmt auch nicht. An der rechten Wickelspule wird das Band zu weit innen aufgewickelt und das Band schleift leicht am Bandführungsbolzen an der inneren Führung.
Rechts am Bandauslauf hat jemand auch ein Kugellager eingebaut.
Der Aufnahmekopf scheint zu stimmen. Die Taumelschrauben sind ungefähr gleich.

Ich nehme an, mit Läppen wird das nix mehr?? Oder doch ?

Ich würde jetzt den Wiedergabekopf leicht in die richtige Richtung taumeln.
So dass der Bandandruck im Bereich des 5,5 MM Kopfspiegels ansteigt, in der Hoffnung, dass dort dann mehr abgeschliffen wird.
Allerdings wird das Band dann noch mehr in Richtung innere Bandführung gedrückt.

Was meint Ihr dazu?

Irgendwann werde ich bestimmt paar gebrauchte Köpfe finden, aber solange der Frequenzgang ok ist, kann ich diese ja noch verwenden.

Ansonsten funktioniert die A77 soweit.
Der linke Kanal schaltet beim Spulen nicht ab. Da hört man das Band am Tonkopf.
Und die Pegel stimmen auch nicht genau, aber nach Trimmertausch werde ich genauer messen und einstellen.


So sah der Neuzugang aus:




Danke und Gruß


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2

Thursday, October 10th 2019, 11:25pm

Hallo Namenloser!

Diese Köpfe sind vielleicht noch nicht zu 100% am Ende, aber zu 90. Das Problem hast du ja schon richtig erkannt: Der trapezförmige Kopfspiegel und die weit fortgeschrittene Abnutzung. Jenseits von 5,5-6 mm ist bei den Studer-Köpfen immer der Punkt erreicht, wo der Spalt sich öffnet und dann ruft die Tonne! ;( :wacko:
Läppen ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn noch genug Fleisch vorhanden ist! Das Ziel müsste es ja sein, den Spiegel wieder so weit in eine vernünftige Form zu bekommen, dass der schiefe Einschliff korrigiert ist und anschließend auch die Parallelität richtig eingestellt werden kann. Alle Stufen und Kanten müssen rausgeschliffen werden. Das ist hier nicht mehr gegeben.

Und deine Idee, den WK in der EInstellung zu korrigieren, auf dass er sich gleichmäßig abnutzen möge, ist nicht gut. Leider wird das nicht funktionieren, denn der Zustand, den deine Köpfe haben, ist das Ergebnis von ca. 6000-7000 Betriebsstunden. Bis die nun durch das Band wieder gerade geschliffen sind, sind nochmal 2000 Stunden nötig und so alt werden die gar nicht! Außerdem hättest du in diesem Fall völlig ungleichmäßigen Band-/Kopfkontakt und damit unzuverlässige und je nach Spur unterschiedliche Höhenwiedergabe zu befürchten. Von dem Abwandern des Bandlaufs mal ganz zu schweigen! Nee, nee, das lass man lieber.

Gute, aufgearbeitete Köpfe hätte ich in Halbspurversion aber für dich da. Die sind von gut erhaltenen Revodur-Exemplaren mit 3 mm Spiegel leicht übergeläppt, nur so viel, dass sie wieder glatt und kantenlos sind. Bei Interesse bitte PN. Die halten noch 5-6000 Stunden. Über den Preis würden wir uns schon einig, denke ich. ;)

Für das Nicht-Abschalten der Wiedergabe beim Umspulen sind die Mute-Kontakte unterhalb der VU-Meter zuständig (wenn du bei geöffneter, liegender Maschine oberhalb rechts der Anzeigen auf die Hauptplatine schaust). Das sind zwei Kurzschließer-Kontakte, die mittels einer Zugfeder geschlossen werden, wenn die Andruckrolle abklappt und die bei fast allen A77 oxidieren und verschmutzen. Nach deren Reinigung und ggf. leichtem Polieren funktioniert auch die Stummschaltung wieder.
Das Foto zeigt sie (Pfeil) bei teildemontierter Platine:



Viel Erfolg weiterhin bei der Überholung!

Gruß
Holgi

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Friday, October 11th 2019, 10:26am

Danke Holgi, für die Tips und Hilfe.
:thumbsup:

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Saturday, October 19th 2019, 3:18pm

Sehr schönes Duo :rolleyes:



Danke Willi Studer und den Revox Ingenieuren...

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Monday, October 21st 2019, 11:49pm

Die Ingenieure haben aber alle "beim Studer" gearbeitet ;)
Es gibt 2 Dinge, die unendlich sind, die menschliche Dummheit und das Universum. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht 100% sicher (Albert Einstein)

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Tuesday, October 22nd 2019, 9:55pm

Sehr schönes Duo

Und wieder die Unsitte, die Aufnahme-Vorwahlschalter immer eingeschaltet zu lassen! Oh oh, wenn das Willi wüsste, dann hätte er sich die sparen können.
Aber das macht man sowieso nur, bis man mal versehentlich eine wertvolle Aufnahme angelöscht hat... :P ;) :cursing: :whistling: :wacko:

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7

Wednesday, October 23rd 2019, 9:56am

Sehr schönes Duo

Und wieder die Unsitte, die Aufnahme-Vorwahlschalter immer eingeschaltet zu lassen! Oh oh, wenn das Willi wüsste, dann hätte er sich die sparen können.
Aber das macht man sowieso nur, bis man mal versehentlich eine wertvolle Aufnahme angelöscht hat... :P ;) :cursing: :whistling: :wacko:



Ach dafür sind die Knöpfe da :rolleyes: 8o
Ich werde es beherzigen :thumbsup: