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  • "Zinngiesser" started this thread

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Tuesday, August 13th 2019, 5:35pm

Neuer Tonbandolist mit Akai GX-230D

Hallo zusammen,
bin neu hier und habe mir gerade ein rev. Akai GX-230D geholt, um damit in die Welt des Tonbandes einzusteigen!

Passend dazu habe ich einen Dual 731Q an einem Vincent PHO-701 an Nubert Nupro A200 Lautsprechern. Vintage und Moderne also gemischt.

Weil ich nur noch die CC aus meiner Jugend kenne, kam es mir bislang gar nicht in den Sinn, ein Tonbandgerät zwecks Aufnahmen zu verwenden. Jetzt möchte ich mir diese Welt neu erschließen und hab da mal einige Anfängerfragen und hoffe dass ihr mir helfen könnt.

1. Ich nehme an, die Bänder RTM SM 911 (366m) sowie RTM LPR35 (549m) sind für mein TB (1/4" 18cm) geeignet?
2. Wie verhält es sich hier mit der Spieldauer? Ein LP-Band mit 540m und einer Aufnahmegeschwindigkeit von 9,5cm/s läuft 90min. Gilt das mal 2, weils ja 4-Spur ist? Also vorwärts/rückwärts oder gibt das die Gesamtspieldauer an?

3. Muss man an jedes Band ein Vorspannband kleben? Schätze, ja?

4. Nach welchen Kriterien kann ich ein Band wählen, von wegen Einmessung? Ist das ähnlich dem BIAS bei der CC?

5. Wie kann ich eine Aufnahme aussteuern, also den Line-Pegel an VU? Gibts da Fausregeln je nach Band oder techn. Tricks?

Ok, das sind sicher ziemlich dumme Fragen, die sich mir so noch nicht recht erschlossen haben. Bitte habt Nachsicht mit einem Newbie. 8|

Natürlich möchte ich sehr gerne Tonbänder hören, dafür muss ich erst mal entsprechende Aufnahmen haben. So möchte ich mein Platten, sowie CDs als auch dig. Mitschnitte aufnehmen. Nehme mal an, dass es hierbei dann nix weiter zu beachten gibt- ausser den Peak?

Gibt es sonst noch Zubehör etc, das ich brauche, oder was muss ich noch alles unbedingt wissen? Freu mich schon total, dann endlich loslegen zu können! So schön es auch ist Vinyl zu hören, fehlt dann doch einfach auch das Tonband. Aber das ändert sich ja jetzt! Hoffe mal dass mir ein guter Einstieg gelingt und ihr mir helfen könnt, meine Wissenslücken auszufüllen.

Vielen Dank & Gruß :)

Zinngiesser
Akai GX-230D, Dual 731Q, Vincent PHO-701, Nubert nuPro A-200, Beyerdynamic DT 770 M.

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2

Tuesday, August 13th 2019, 6:01pm

Hallo "Zinngiesser", willkommen im Forum!

Hallo zusammen,
1. Ich nehme an, die Bänder RTM SM 911 (366m) sowie RTM LPR35 (549m) sind für mein TB (1/4" 18cm) geeignet?


Ja, grundsätzlich beide, wobei ich für ein Amateurgerät Langspielbänder wie das LPR35 oder das LPR90 bevorzugen würde.

Quoted


2. Wie verhält es sich hier mit der Spieldauer? Ein LP-Band mit 540m und einer Aufnahmegeschwindigkeit von 9,5cm/s läuft 90min. Gilt das mal 2, weils ja 4-Spur ist? Also vorwärts/rückwärts oder gibt das die Gesamtspieldauer an?


Mal gerechnet: 540 Meter = 54.000 cm.
Bei 9,54 cm/s läuft das Band in jede Richtung ca. 54.000 / 9,54 = 5.660 Sekunden, entsprechend etwa 94 Minuten.
Bei zwei Richtungen ergeben sich etwa 188 Minuten Spielzeit.

Quoted


3. Muss man an jedes Band ein Vorspannband kleben? Schätze, ja?


Nein, das ist technisch nicht notwendig. Inzwischen werden die meisten Bänder auch ohne Vorlaufband ausgeliefert.

Quoted


4. Nach welchen Kriterien kann ich ein Band wählen, von wegen Einmessung? Ist das ähnlich dem BIAS bei der CC?


Andersherum: Wenn Du das Maximum an Klang aus der Maschine herausholen willst, solltest Du Dich für einen Bandtyp entscheiden und sie darauf einmessen (lassen). Grundsätzlich funktionieren fast [*] alle Bänder mit kleinen Abstrichen auf der Maschine.

[*] Ausnahme sind EE-Bänder, das ist ein spezielles Thema, bei Interesse bitte mal die Suche bemühen. Die sind für Deine Maschine nicht geeignet.

Quoted


5. Wie kann ich eine Aufnahme aussteuern, also den Line-Pegel an VU? Gibts da Fausregeln je nach Band oder techn. Tricks?


Nein. :) Kannst ja mal etwas experimentieren, ab wann Verzerrungen auftreten. Im Zweifelsfall bleib' lieber im "grünen Bereich". Übersteuern führt bei einer Viertelspurmaschine wie bei Deiner Akai auch dazu, daß man die Aufnahme der Gegenrichtung vermehrt durchhört.

Quoted

Gibt es sonst noch Zubehör etc, das ich brauche


Isopropylalkohol und irgendein geeignetes fusselfreies Tuch oder Reinigungsstäbchen, um die Tonköpfe sauber zu halten. Mehr erst mal nicht.

Viel Spaß beim Einstieg!

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3

Tuesday, August 13th 2019, 6:22pm

Hallo und Willkommen.

Zu 1. Ja die Bänder sind zwar mechanisch geeignet, aber von den magnetischen Eigenschaften vermutlich nicht passend. Das heißt,dass man die Maschine für optimale Ergebnisse auf die jeweilige Bandsorte einmessen sollte.

Zu 2. Ja die Spieldauer sind dann je Seite 90Min .

Zu 3. Nein Vorspannband muss man nicht kleben. Es schont das Band aber und wird auch für diverse Ablaufsteuerungen (z.b automatische Bandendabschaltung) der Bandmaschine benötigt.

Zu 4. Siehe Punkt 1. Bias ist nur ein Teil des einmessens. Damit allein ist es nicht getan. Auch der Aufnahmepegel muss auf die verwendete Bandsorte angepasst werden.

Zu 5. Die korrekte Aussteuerung macht nur Sinn,wenn das Band auf die Maschine eingemessen ist. Der Hersteller vom Bandmaterial macht dazu i.d.R Angaben.
Faustregelen gibt es daher nicht wirklich.

Zum Rest: Du musst wissen,dass es ein teures Hobby ist ;-))

Gruß Markus

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4

Tuesday, August 13th 2019, 7:01pm

Hallo und vielen Dank für eure Antworten! Damit wirds dann nun auch schon klarer.

Da das TB voll revidiert wurde, muss ich wohl noch mal nachfragen, auf was es denn eingemessen ist. Und dann mal mit den Werten der Bänder vergleichen. Wo finde ich denn diese Angaben, z.b. bei RTM?

Bzgl der Aufnahmequalität dachte ich, dass es ok ist, wenn ich für Archivaufnahmen ein LP-Band mit 9,5cm/s verwende und für wertvolle Aufnahmen ein SM mit 19cm/s. Hängt ja auch von der Qualität des Ausgangsmaterials ab. Das wird beim aufnehmen ja nicht besser...

Bei dig. Quellen ist es ja sehr einfach den Spitzenpegel zu finden. Den müsste ich dann an VU anpassen. Das kann man doch sicher umrechnen?

Eine sehr gute Platte würde ich vorher auch dig. um so den Peak zu ermitteln. Wenn ich aber zig Singles aufnehmen möchte, fällt das schon mal flach. Oder ich dig. die auch alle vorher und gaine sie auf einen Peak. Ist jetzt nur ne Überlegung weil ich das noch nie gemacht hab. Mit Audacity, Spektrumanalysen kenn ich mich ein bisken aus. Vlt hilft mir das ja.

Mit HiFi hatte ich seit dem Niedergang der CD, dem brennen und MP3 und jetzt auch noch Streaming, nichts mehr zu tun. Weil ich aber endlich mal wieder anständig Musik hören wollte, entdeckte ich das Vinyl wieder. Hier kam natürlich nur ein Dreher infrage, der mind. so alt ist wie ich. Mit der CC möcht ich mich auch nicht mehr befassen- wozu gibts denn das Tonband? Also wenn schon, denn schon. Analoge Technik und HiFi fasziniert mich einfach sehr. Bin schon sehr zufrieden, wenn ich diese tolle Technik überhaupt und für meine bescheidene Zwecke nutzen und geniessen kann. Und irgendwo muss man ja mal anfangen... ;)

Gibts eigentlich auch günstige Hobbies? :whistling:

Danke & Gruß
Marcel :)
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Tuesday, August 13th 2019, 7:15pm

Günstige Hobbies? Gitarre spielen z. B., den Kaufpreis kriegst du an zwei Nachmittagen in der Fußgängerzone wieder rein... :D
Aber du hast dir schon das richtige Hobby ausgesucht :) !

Grüße
Erhard
Hinfallen ist kein Fehler - wohl aber das Liegenbleiben (Th. Heuss)

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Tuesday, August 13th 2019, 7:38pm

Hallo,
bezüglich der Aussteuerung musst du daraus kein Hexenwerk machen. Wenn Du beide Richtungen der Bänder bespielen willst ist es ratsam eben nicht zu hoch auszusteuern um wie oben erwähnt ein "durchhören" zu vermindern.
Das ist leider ein Manko von den 4 Spurern.
Probiere einfach ein wenig aus.

Ein SM Band muss es auch zum Archivieren nicht sein. Bei korrekter Lagerung eines LPR35 sehe ich da keine Probleme.
Soweit ich informiert bin,brauch das SM Band auch eine andere Einmessung.
Dateblätter zu den Bändern gibt es auf der Homepage von RTM

Gruß Markus

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7

Tuesday, August 13th 2019, 7:42pm

Wenn ich in der FGZ Gitarre spielen würde, müsste ich wohl eher ein Ordnungsgeld zahlen! Das Gitarrenspielen überlasse ich besser meiner Tochter, es kommt uns beiden gelegener, wenn ich Sie dann auch mal auf Band aufnehmen kann ;-)

Wenn ich dieser Tage alles zusammen und meine erste Schritte gemacht hab, melde ich mich gerne wieder. Das ist ja noch aufregender, als nach Jahrzehnten die erste Nadel wieder aufgelegt zu haben...

Bis dahin und VG,
Marcel ^^
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Tuesday, August 13th 2019, 7:58pm

bezüglich der Aussteuerung musst du daraus kein Hexenwerk machen. Wenn Du beide Richtungen der Bänder bespielen willst ist es ratsam eben nicht zu hoch auszusteuern um wie oben erwähnt ein "durchhören" zu vermindern.
Das ist leider ein Manko von den 4 Spurern.

Du meinst also Crosstalk? Das würde bedeuten, lieber weniger Pegel aber statt 9,5cm/s besser 19cm/s zu wählen, um hier den besseren Kompromiss zu finden? Mit mehr cm/s erhöhe ich ja quasi die Auflösung. Oder geht sich das nicht auf?

Frage das nur dem Verständnis wegen. Mangels Erfahrung fehlen mir ja noch jegliche Anhaltspunkte und kann mir das nur theor. herleiten. Aber ausprobieren macht mir auch Spaß. Ist mir schon klar dass ich hier mein eigenes Setting finden muss, aber es hapert halt noch an den Grundlagen. Da gibts noch viel zu lernen und da bin ich auch ganz offen. Wissen ist Macht, Versuch macht kluch usw. :-)
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9

Tuesday, August 13th 2019, 8:43pm

Die Herangehensweise Ausprobieren-und-sehen-was-wird, empfehle ich ebenfalls.

Eigenlich solte die Maschine so eingemessen sein, dass sie mit LPR 35 (oder ähnlichem (XL-I, UD, UD-XL)) in der Position "Wide Range" die linearsten Ergebnisse liefert. Auf "Normal" sollte Band aus der Prä-LH-Ära (BASF LGS, PES oder AGFA PE 31, 41) noch ordentlich klingen.

Meine GX-230D habe ich kürzlich verkauft, nachdem sie mehrere Jahre lang unrepariert auf dem Dachboden stand. Sie hat gegenüber den Konsorten X-200/201, GX-210, 220 und mehrern anderen Reversegeräten den Vorteil für jede Laufrichtung zwei Wiedergabeköpfe zu haben. Bei den anderen Kisten wird der eine Wiedergabekopf mittels Fahrstuhl verschoben, was ich für eine mehr interessante als gute Lösung halte.

Je nach Tonmaterial wirst du feststellen, dass das Band bei 9,5 früher als bei 19 bei hohen Frequenzen in die Sättigung geht. Auch das Rauschen ist bei niedriger Bandgeschwindigkeit höher. Nach und nach wirst du bemerken, was, wie sinnvoll geht und welchen Kompromisse einzugehen sind.

Viel Freude mit dem Gerät!

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

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10

Tuesday, August 13th 2019, 8:51pm

Falls das LPR35 vom Einmessen der Maschine her passt, würde ich mich dafür entscheiden. Ich verwende dieses Band bei zwei darauf eingemessenen Bandgeräten und bin damit sehr zufrieden. Allerdings nehme ich mit 19cm/sek. auf, es soll ja auch klingen wie der Rest der Anlage.
Das Aussteuern wirst du schnell im Griff haben, man hat ja nicht nur zwei VU-Meter, sondern auch noch Ohren... ;)

Viel Spaß am Senkeln!
Erhard
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11

Tuesday, August 13th 2019, 10:03pm

Hallo Marcel,
wie schon geschrieben wirst Du die Grenzen der Tonbandtechnik beim probieren selbst herausfinden,da vieles abhängig voneinander ist. Nimm einfach mal auf und dann frage explizit nach warum und weshalb was wie ist. Das macht es leichter dich etwas besser heran zu führen.

Die niedrige Bandgeschwindigkeit von 9,5cm kann je nach Maschine und Einmessung wirklich schlecht klingen. 19cm ist da toleranter wenn´s nicht so ganz passt.
Manche Maschinen bekommt man selbst mit Einmessen bei 9,5cm nicht zufriedenstellend hin.Für Radioaufnahmen reicht es meist aber immer aus.
Beispiel : Meine ASC6002 ( 2Spur ) klingt nach einmessen auf LPR35 auch auf 9,5cm sehr gut.Rauschen ist bei 9,5cm natürlich etwas größer. Meine Uher SG630 2Spur bekomm ich bei 9,5cm einfach nicht vernünftig eingemessen mit dem LPR35 ,klingt aber bei 19cm hervorragend.Mit Maxell UD Band war 9,5cm auf dieser Maschine mindestens okay.

Gruß Markus

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Tuesday, August 13th 2019, 10:24pm

Hallo Zinngiesser,
herzlich Willkommen und viel Spass mit Deinem neuen 'Spielzeug'. Aber Vorsicht - Tonbandtechnik macht sehr schnell süchtig! ;)
Zu den Bandsorten kann ich nur sagen, das das von vielen Faktoren abhängt
- auf welche Bandsorte ist die Maschine eingemessen?
- welche Bandsorten sind vorhanden?
- LPR35 wird heute noch gefertigt und sollte deshalb in die engere Wahl gezogen werden
- das etwas dickere Studioband SM911 würde ich für die GX nicht benutzen, kostet soviel wie LPR35 und bringt Dir keine großen Vorteile
Ob Du 9,5 oder 19er Geschwindigkeit fahren willst, musst Du selbst entscheiden bzw. ausprobieren. Die 19er macht etwas bessere Aufnahmen, hat aber ein höheres Übersprechen auf die Spuren der Rückseite. Mich persönlich hat das sehr gestört.
Vorspannend muss nicht sein, erleichtert aber das Einlegen (man findet den richtigen Bandanfang) und man weiss welche Spuren man gerade hört/aufnimmt (1/3 oder 2/4).
So, nun habe ich doch meinen Senf dazu gegeben, obwohl ich es eigentlich nicht wollte ;(
Nun hast Du viele Informationen, einige sind Deckungsgleich, andere weichen voneinander ab. Es ist DEINE Maschine und DEINE Bänder, also finde das Beste für Dich heraus.

Viele Grüße
Eckhard

M15A; Revox B77, A76, A77, A78; Braun TG1000; Uher 4400 Report Stereo IC; www.engelstrasse.de

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Tuesday, August 13th 2019, 11:07pm

Hallo Marcel!

Den richtigen Pegel findest Du per Gehör heraus, indem Du vor der eigentlichen Aufnahme einen Testlauf machst und mit dem "Monitor"-Schalter zwischen dem Eingangssignal und dem gerade aufgenommenen Signal vergleichst, am besten über Kopfhörer. Nimm dazu nicht einfach die "lauteste Stelle" der aufzunehmenden Platte, sondern mache ein paar Stichproben mit verschiedenen Stellen, an denen die Musik über ein Mezzoforte hinauskommt. Das hat folgenden Grund: Für die Grenzen der Aussteuerbarkeit ist in der analogen Magnetbandtechnik nicht nur der absolute Pegelwert in dB relevant, den Dir eine Software oder auch die selige "Peak Search"-Funktion mancher CD-Player heraussucht, sondern auch, in welchem Frequenzbereich sich das Signal befindet. Grob vereinfacht lassen sich tiefe Frequenzen mit höheren Pegeln aussteuern als hohe Frequenzen, bevor störende Verzerrungen auftreten.

Ein günstigeres Hobby? Ja, die CC :-) In ein gutes Cassettendeck muß man inclusive Revision zwar ungefähr genauso viel investieren wie in eine brauchbare Bandmaschine, dafür bekommt man aber das Bandmaterial fast hinterhergeworfen, wenn man nicht allzu wählerisch ist. Gerade zum einfachen Kopieren von eigenen CDs könnte das eine zusätzliche Alternative sein. Tonband bietet halt mehr Möglichkeiten, Experimente, Haptik und die objektiv bessere Qualität, vorausgesetzt die Maschine ist sauber eingestellt.

Ich mag und nutze beides, dabei die Cassetten mehr zum Hören und das Tonband mehr zum Spielen... und für ernsthafte Live-Mitschnitte was Digitales.

Viele Grüße,
Martin

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14

Wednesday, August 14th 2019, 4:21pm

Es ist daaa! Ich flipp aus, krieg keine Luft mehr!!! *japs :P

Meine Güte, das Gerät sieht echt aus wie neu! Da ist nix dran. Da hab ich echt nen Schnapper gemacht! Und es sieht so toll aus, auf meinem Hifi-Board. Dummerweise fehlt mir grad nen Cinchkabel, dachte ich hätte noch eins... Aber alle Funktionen scheinen soweit gegeben.

Doch eine wichtige Frage- Ist es richtig dass die Capstan bei Power On immer dreht? Muss das so?

Mein Dual hat einen MM-Tonabnehmer, kann der direkt an Line-In oder muss der erst durch den PreAmp? Hab die Anleitung hier in engl. und demnach würde ich sagen ja. Richtig?

Leider hab ich die aktiven LS gleich aussen an stehen, der VS ist auch nicht weit. Kann das nennenswerte Nachteile beim abspielen/aufnehmen geben, wenn solche Magnetfelder so dicht dran sind oder ist das mehr für die Lagerung relevant? Weiß ja nicht wie empfindlich das TB und die Bänder hier reagieren.

Herzlichen Dank für eure vielen und hilfreichen Antworten, dann kanns ja bald ans aufnehmen gehen. Boah- was bin ich aufgeregt! Wie ein kleines Kind :thumbsup:

Jetzt muss ich mich erst mal ausgiebig freuen.... *yippahhh
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15

Wednesday, August 14th 2019, 5:35pm

Hallo Marcel!

Dein Dual Plattenspieler hat m. W. keinen eingebauten Phono-Vorverstärker.

Der Plattenspieler muß an den Phono-Eingang Deines Verstärkers angeschlos-
sen werden (Erdungsleitung nicht vergessen mit dem Verstärker zu verbinden).
Auf der Rückseite Deines Verstärkers kann zwischen MM und MC umgeschaltet
werden. Auch kann die TA-Kapazität auf der Unterseite des Verstärker einge-
stellt werden.

Gruß
Wolfgang

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16

Wednesday, August 14th 2019, 6:08pm

Ok, dann muss ich hier am Vincent den Umweg USB-Cinch gehen. Für die Verbindung zum PC hab ich Klinke-Cinch. Und ein Mikro (Shure SM 58) natürlich auch. Für die unplugged Session, wenn meine Tochter zum Gitarrespielen vorbei kommt.
Akai GX-230D, Dual 731Q, Vincent PHO-701, Nubert nuPro A-200, Beyerdynamic DT 770 M.

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17

Wednesday, August 14th 2019, 6:54pm

Doch eine wichtige Frage- Ist es richtig dass die Capstan bei Power On immer dreht? Muss das so?


Ohne dein Modell näher zu kennen, denke ich, es muss so sein, denn das ist bei den meisten Bandgeräten so.

Grüße
Erhard
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Wednesday, August 14th 2019, 7:06pm

Ok, ich dachte schon ;-)
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19

Wednesday, August 14th 2019, 10:17pm

... sieht wirklich schick aus :thumbsup:
Herzlichen Glückwunsch
Viele Grüße
Eckhard

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20

Thursday, August 15th 2019, 6:38pm

Der Capstanmotor dreht sich sofort nach dem Einschalten, das ist richtig!

Ist das Vorlaufband, was hervorlugt transparent mit roten Pünktchen? Dann hast du Glück, dann ist es maxell Band. Ist es durchgängig rot/rosa würde meine Kristallkugel sagen, dann hast du wahrscheinlich einen Scotch-Typ und damit in vielen Fällen Pech.

(Die Spulen sind auch keine original Akai.)

Der Abstand zu den Lautsprechern sollte, m. E. noch keine Probleme bereiten. Du darfst natürlich nicht versehntlich Bänder darauf ablegen.

niels
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21

Friday, August 16th 2019, 10:21pm

Es waren insgesamt vier Bänder dabei, wohl alle BASF. Mind. eins davon schmiert. Jetzt weiß ich auch was damit gemeint ist... Alles Bänder sind bespielt mit- sagen wir Musik. Ein Band ist getaped und eines hat deutliche Übersprecher (Crosstalk). Lösche sie gerade alle, damit ich mich daran leidlich am aufnehmen ausprobieren kann. Wenn das alles lüppt, versuche ich dann meine erste richtige Aufnahme mit einem frischen Band. Löschen ist sicher nicht unbedingt notwendig, aber so werden die Bänder wenigstens auch noch mal gespult. Auch kann ich so feststellen, ob nach einer erneuten Aufnahme noch was durch klingt. Um sich davon mal nen Eindruck zu machen.

Musste mir noch einen Input-Selector holen, da ich keinen Vollverstärker mit allen nötigen E/A hab. So kann ich am Master-LS (aktiv) nur jeweils einen Eingang anschließen. Also entweder Phono oder Tape. Nun kann ich switchen und noch was anderes anschließen.

Wenn ich nun eine Platte aufnehmen möchte, geschieht das via USB>Cinch vom Phono-PreAmp aus. Alles andere was digital vorliegt, muss ebenso per Adapter am TapeIn eingespeist werden. Hier muss ich dann ggf. umstecken. Keine Ideallösung aber so oft kommt das ja nicht vor.

Ein Vollverstärker wäre natürlich nun eine gute Idee, doch hab ich bereits Aktiv-LS und nen Phono-PreAmp. Also sind s.g. schon zwei VS vorhanden. Oder gibts da eine bessere (Hifi-)Lösung?

Auch dumm ist, dass mein Laptop, als Quelle für digitales, nur einen KH-Ausgang hat. Also brauche ich noch einen USB-LineIn-Adapter bzw. Soundcard. Vlt gibts hier eine Lösung, die dann gleich alles mit abdeckt? Jemand ne Idee oder Empfehlung?

Einen LineIn am Laptop brauche ich deswegen, damit ich auch Bandaufnahmen am PC analysieren kann. Beim Plattenspieler geht das ja ohnehin schon per USB. So geht zwar alles, aber elegant ist anders...
Noch ne Frage zum Counter-
hat man sich da mal auf eine Anzeige (Übersetzung) geeinigt oder zeigt jedes TB was anderes an? Sonst muss ich das mal testen und messen, damit ich anhand des Zählers ungefähr weiß, an welcher Bandstelle ich (wirklich?) bin. Vlt eine Tabelle erstellen. Als Neuling kann man das schlecht abschätzen und der Zähler muss ja für was gut sein. Muss ja recht genau ermitteln können, ob ein Stück so gerade eben noch drauf passt oder nicht. Wie macht ihr das?

Und wie bekommt man die Abdeckung von der Tonkopfeinheit ab? Und funktioniert das Auto-Reverse beim aufnehmen ebenso wie bei der Wiedergabe? Wohl nicht, das gäb ja dann ne ziemlich lange Lücke, was ja keinen Sinn macht. Also eher etwas großzügig die max. Aufnahmedauer/Bandlänge ermitteln und dann Spule umdrehen? Und wie kennzeichnet man dann eigentlich Seite 1 und 2? Wär doch aber egal, denn ich kann ja die Drehrichtung ändern? Es spult dann rückwärts aber das Band läuft "vorwärts", oder?

Ihr seht- ich hab keine Ahnung aber werds schon noch herausfinden. Aber ein paar Tipps können ja net schaden. Komme erst So. zum aufnehmen, mal sehen was dabei raus kommt... :rolleyes: Ist auf jeden Fall sehr spannend und anspruchsvoller als die CC. Macht echt Spaß, sich damit auseinander zu setzen. Einfach ne tolle Technik, die man aber auch erst mal kapieren muss. Aber es lohnt sich jetzt schon! ^^

Danke & Gruß,
Marcel
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22

Friday, August 16th 2019, 10:51pm

Hallo,

schön mal wieder eine GX-230 zu sehen. War damals mein erstes Tonbandgerät. Ist mir in guter Erinnerung geblieben.


Gruß
Thomas

23

Friday, August 16th 2019, 11:23pm

Die Abdeckung von der Tonkopfeinheit bekommst du durch beherztes Ziehen herunter.

Das Zähwerk zählt. Aber beinahe jedes Zählwerk zählt anders. Zum einen ist die Übersetzung nicht immer gleich, und mal wird es vom rechten Wickel getrieben mal vom linken, mit entsprechend unterschiedlichen Ergebnissen.

Mit der Zeit wirst du ungefähr einschätzen können, wieviel Band schon durch ist. Wirklich genaue Ergebnisse bringt nur eine Stoppuhr (wenn du nicht eine der wenigen Bandmaschinen mit Echtzeitzählwerk dein eigen nennst). Wer brav während der Aufnahme die Zählwerkstände notiert, findet tatsächlich später die Titel zügiger wieder.

niels
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24

Friday, August 16th 2019, 11:33pm

Und funktioniert das Auto-Reverse beim aufnehmen ebenso wie bei der Wiedergabe? Wohl nicht, das gäb ja dann ne ziemlich lange Lücke, was ja keinen Sinn macht.


Die Antwort ist schlicht: Bei Deiner Maschine funktioniert Reverse bei Aufnahme gar nicht. Die GX-230 hat "nur" vier Köpfe, nur der Wiedergabe-Kopf ist doppelt vorhanden. Es gab von Akai durchaus auch Modelle mit sechs Köpfen, die in beide Richtungen aufnehmen konnten (in der gleichen Serie wie der GX-230 war das z.B. die GX-265), und - ja, da gab es beim Richtungswechsel tatsächlich eine lange Lücke. Es dauert halt, bis die Motoren in die Gegenrichtung umgeschaltet sind.

Akai hat bei der GX-77 mal versucht, diese Lücke zu minimieren. Die Maschine hat zwei Capstan-Wellen, die sich permanent gegenläufig drehen. Beim Richtungswechsel wird einfach schnell die eine Andruckrolle herunter- und die andere hochgefahren. Das geht zwar nicht komplett nahtlos, aber recht fix.

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25

Saturday, August 17th 2019, 10:31am

Ein Vollverstärker wäre natürlich nun eine gute Idee, doch hab ich bereits Aktiv-LS und nen Phono-PreAmp. Also sind s.g. schon zwei VS vorhanden. Oder gibts da eine bessere (Hifi-)Lösung?


Hallo und willkommen.

Ja, gibt es... ...ein Vorverstärker oder einen Vollverstärker mit auftrennbarer Vor/Endstufe (erkennt man auf den Brücken "Main/Pre" auf der Rückseite). Wenn man darauf achtet, dass der Verstärker mindestens eine vollwertige Tape-Schleife hat (Rec/PB), dann ist die Aufnahme aller Signalquellen ohne grosses Gezetere möglich. Je nachdem wie hochwertig dein vorhandener Phono-Vorverst. ist, kannst Du ihn entweder weg lassen und besser den Phono-Eingang des Verstärkers nutzen oder den Plattenspieler über den Phono-Pre am AUX-Eing. des Verstärkers betreiben. Aber dann sollte der Verstärker noch einen weiteren Eingang für AUX/CD haben, damit Du noch den PC oder einen CD-Player anschließen kannst. Geräteempfehlungen könnten dir hier en masse gegeben werden, ich empfehle aber das Eröffnen eines anderen Threads in der passenden Forenrubrik.

Quoted


Auch dumm ist, dass mein Laptop, als Quelle für digitales, nur einen KH-Ausgang hat. Also brauche ich noch einen USB-LineIn-Adapter bzw. Soundcard. Vlt gibts hier eine Lösung, die dann gleich alles mit abdeckt? Jemand ne Idee oder Empfehlung?

Brummeinstreuungen aus dem Laptop (vor allem bei Netzbetrieb) sind bei Nutzung des KH-Ausganges nicht selten. Deshalb ist in jedem Falle eine externe Soundkarte zu empfehlen. Die Bandbreite ist da unendlich gross: von "simpel" für 15,- bis "hochwertig mit vielen Einstell- und Anschlussmöglichkeiten" (in der Regel dann bereits > 100,-) gibt es für jeden Geschmack etwas. Da muss man sich einfach mal in die Materie einlesen. Auch hier: neuen Thread aufmachen, sonst wird hier zuviel "Wasser in den Wein gekippt" :thumbsup:

Back to topic: bei Full-Autoreverse (also Fortsetzung der Aufnahme im Gegenbetrieb) muss man immer mit einer Unterbrechung leben. Das geht nun mal bei einem elektro-mechanischen Gerät nicht anders. Selbst bei der "normalen" Aufnahme ist es ja - besonders bei Radio- oder Live-Aufnahmen - angebracht, das Bandgerät bereits ein paar Sekunden vor Beginn des aufzunehmenden Signales (also bei der Anmoderation) in Aufnahme einzuschalten und dann das aufzunehmende Signal einzublenden. Das Lösen der Pausetaste würde bereits eine minimale Verzögerung erzeugen und sorgt bei den meisten Geräten zudem für eine kleine Unebenheit im Bandgleichlauf. Vor allem eine 40 Jahre alte Consumer-Maschine ist in dieser Disziplin nicht gerade mustergültig, es sei denn, sie ist sorgfältig revidiert und die Bandzüge sind gut eingestellt. Und weil man das eben so "nicht machen sollte", gab es auch einige wenige Hersteller, die auf die Pausetaste verzichtet haben (z.B. Revox). Ich würde mich deshalb nicht grämen, dass die 230er diesen Full-AR-Betrieb nicht ermöglicht.

Zu den mechanischen Zählwerken ist ja bereits alles gesagt. Mit der Zeit lernt man seine Maschine so gut kennen, dass man in etwa abschätzen kann, wieviel Band einem zum Schluß noch bleibt. Im Zweifelsfall lieber ein paar Meter verschenken - das ist wie mit der Tankanzeige (Reserve) im Auto. ;)

Gruß
Peter
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26

Sunday, August 18th 2019, 11:57am

Hallo,
Glückwunsch zur schönen Bandmaschine. Ich habe selbst auch 3 Akai´s eine GX 201D, eine GX 210D und eine GX 220D. Die Akai´s sind recht easy und es ist kein Problem damit gute Aufnahmen zu produzieren.
Selbst mein pingeliger Sohn hat eine Weile gebraucht bis er gecheckt hat das die Musik nicht vom PI sondern von der GX 220 kam, und das bei 9,5 cm ,allerdings mit neu gekauftem Band.
Das einzige was man noch beachten muss wäre das am roten Vorlaufband die Schaltfolie mit der Leitseite nach aussen angebracht werden muss (ich geh jetzt mal davon aus das es bei der 230 auch noch so ist) damit Autoreverse funktioniert. Ich hab mir angewöhnt zwei Folien dranzukleben damit es auch auf meiner Philips N4450 klappt. Du wirst sicher lange Freude an diesem Gerät haben, irgendwie sind die Dinger für die Ewigkeit gebaut.

LG und schönen SonntagKlaus60

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27

Monday, August 19th 2019, 6:06pm

Hallo zusammen,
hab nun alles so verkabelt, dass ich mit einfachen Switches hinkomme. Sollte ich den KH-Ausgang vom Läppi zwecks Quelle nutzen, dann im Akkubetrieb. Schätze, das passt dann erst mal.

Da ich noch keine Info ob der Einmessung hab, gehe ich mal davon aus, dass das LPR35 wohl passt und werde die Aussteuerung entsprechend der Geschwindigkeit anpassen um ein Übersprechen zu vermeiden. Wobei es sich dann wohl auch die Art der Musik ankommt. Von wegen Klassik/Metall. Auf jeden Fall dann auf Wide-Range stellen? Low-Noise ist nur bei bestimmten älteren Bändern noch relevant?

Am RTM-Band ist nur ein kurzes Stück Vorspannband vorhanden, zur Identifikation. Dummerweise steht da ganz anderes drauf, wie auf der VP.

Weiter oben heißt es, ein Vorspannband müsse man nicht kleben. Wie bekommt man es dann ans Band? Und ja- ich bräuchte dann auch ein Signal-Tape, für das Autoreverse. Und dass gehört dann doch auf jeden Fall auf das Vorspannband? Ist nicht so dass ich all diese Features brauche. Leg die Spule auch um, kein Problem. Aber ich möchte ja wissen wie's funktioniert. Dieses Signal-Tape kann ich aber auch erst anbringen, wenn das Band erstmalig abgespult ist, denn es gehört ja ans Ende. Oder wie handhabt man das? Da muss ich aber auch kennzeichnen, ob das Band gerade auf 1/3 bzw. 2/4 gespult ist. So ganz hab ich den Dreh noch net raus...

Habe ja die alten mitgelieferten Bändern gelöscht. Dazu muss man den Tape-Monitor auf SOURCE stellen, was ich wohl nicht gemacht hab. Kann es sein, dass er trotz dem REC-PLAY dann nicht gelöscht hat? Denn anschließend war das Band immer noch bespielt.

Dann fiel mir noch auf, dass das Rückspulen sehr langsam geht, bis hin zum quasi-Stillstand. Anschubsen hilft. Vorspulen geht normal, würde ich sagen. Kann es sein, dass die alten Bänder beim vermeintlichen löschen etwas zu stramm aufgespult wurden? Also besser noch mal vor- und zurück spulen, damit das Band nicht zu straff auf der Spule sitzt? War in dem Fall auch eine Metall-Spule.

Wie oft kann man ein Band theor. überspielen bis es an Qualität einbüßt? Von welchen Faktoren hängt das ab? Und sollte ich mir nen Entmagnetisierer zulegen? Auf jeden Fall aber Isopropanol, denn mind. eins der alten Bänder schmiert...

Nächste Tage hab ich frei, dann ich auch genug Zeit und Muße um mich da mal in Ruhe mit zu befassen. Bis dahin nerv ich mit dummen Fragen ;-)

Danke & Gruß

Marcel :)
Akai GX-230D, Dual 731Q, Vincent PHO-701, Nubert nuPro A-200, Beyerdynamic DT 770 M.

28

Monday, August 19th 2019, 7:00pm

Anleitung gibt es auf https://www.hifiengine.com/manual_library/akai/gx-230d.shtml
Anmeldung ist kostenlos.

Ja, ein Vorspannband musst du nicht kleben, im Sinne von "anbringen". Wenn du eins anbringst, empfiehlt es sich in der Tat, es anzukleben. (Anknoten ginge auch, ist aber wenig funktional. ;) )

Der "Tape/Source"-Schalter schaltet nur die jeweils den Eingangs-/den Wiedergabekopfverstärker auf den Ausgang. Der Record-Taste ist es wurscht, auf welcher Position der Monitor-Schalter steht.

Schaltband kannst du auch auf dem Band selbst anbringen. Auf dem Vorlaufband ergibt es m. E. mehr Sinn. Schaltband bekommst du wahrscheinlich bei www.darklab-magnetics.de, ebenso wie Vorlaufbänder. (Grüne Vorlaufbänder sind inzwischen Raritäten. Oder werden sie doch wieder produziert?)

Wenn das Band in Ordnung ist, sollte die Maschine es auf jeden Fall umspulen können, unanbhängig von der Betriebsart, in der es aufgewickelt wurde. Wenn die Maschine ein okayes Band nicht zügig umspult, hat der Revisor nicht gründlich gearbeitet.

Wie so häufig geht es darum, eine Balance zwischen widersprüchlichen Ansprüchen zu finden. Den Zusammenhang Durchhören und Pegel würde ich nicht überbewerten. Wenn du geringer aussteuerst, musst du den Verstärker höher drehen und hörst das Bandrauschen besser. Das Signal der Gegenspur versinkt halt irgendwann im Rauschen....

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

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29

Monday, August 19th 2019, 8:32pm

Das Problem mit dem langsamen Rückspulen hatte ich bei meiner 210D auch mal Anfangs, da war einfach nur die Bandführung verklebt und dadurch wurde das Band gebremst..gründlich geputzt und seitdem läufts.
Da war eine Kiste Shamrockbänder bei die ich dann gleich entsorgt habe, die haben die Bandführung zugekleistert

LG Klaus 60

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30

Friday, August 23rd 2019, 2:16pm

Ich empfehle auf LPR 35 einzumessen und die oben erwähnten Bänder zu nutzen. Sollten sich Gelegeneheiten bei Gebrauchtbändern ergeben und auch gute Exemplare von DPR 26 dabei sein, kannst Du sie ohne Neueinmessung auch nehmen und etwas mehr Spielzeit nutzen.

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