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Friday, August 2nd 2019, 9:12pm

Projekt: Revox A77 High-Speed

Halli-Hallo!

Ich habe wieder gesündigt und mir eine Überraschungskiste zugelegt. Es handelt sich um eine arg gebeutelte REVOX A77 in High-Speed-Ausführung. Das Gerät war für mobilen Einsatzt gedacht und wurde dafür in einem Aluminium-Chassis untergebracht.

Die Gute hat leider die DHL-Zustellung nicht ohne kleinere Blessuren überstanden. Vorläufige Schadensbilanz:
- Die drei 12V-Relais haben sich selbständig gemacht und lagen auf dem Boden des Aluminumchassis.
- Die Halterung für die Platine, die unter dem Trafo angebracht ist, ist abgebrochen (Foto Nr. 4 und 6). Allerdings war diese Platine mit nur einer Schraube fixiert, d.h. ich kann die übrigen zwei Halterungen nutzen um die Platine wieder zu befestigen.
- Drittens, zwei Kabel sind abgegangen (siehe Foto Nr. 4 und 5)


Und hier wäre meine erste Frage: Die Kabel müssen natürlich wieder rauf, es besteht jedoch die 50/50 Chance, dass ich die Belegung verwechsle. Soll das hell-grüne Kabel auf den linken Stift gesteckt werden oder gehört er auf den rechten? Ich hoffe, dass die Revox-Kenner unter Euch mir diese Frage anhand des Fotos beantworten können.

Meine zweite Frage: wo im Gerät finde ich Informationen über die genaue Modellbezeichnung meines Revox? Auf dem einen Aufkleber (siehe Foto Nr. 9) steht nicht viel. Nur dass es eine Revox A77 ist. Aber ob es sich bei dem Gerät tatsächlich um eine HS handelt, den Hinweis darauf finde ich niergendwo.Eine kleine Enttäuschung hat sich bei mir schon eingestellt. Ich dachte, dass HS-Ausführungen (falls es wirklich eine HS-Ausführung ist) über symmetrische Ein- und Ausgänge verfügt. Das ist bei meinem Gerät leider nicht der Fall. Die XLR-Büchsen in dem Alu-Chassis dienen nur der Verkabelungs-Kompatibilität und sind nicht symmetrich mit dem Gerät verbunden (siehe Bild Nr. 3)

Positiv fällt dafür aus, dass die Tonköpfe nach der ersten Durchsicht noch recht gut im Schuss sind (Bild Nr. 7 und 8 ).

Ich hoffe, dass Ihr mir die Frage mit der Kabelbelegung beantworten könnt, dann kann ich den ersten Startversuch wagen, ohne mich gleich zu Anfang in die Schaltpläne vertiefen zu müssen.

Beste Grüße!

Robert.
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Friday, August 2nd 2019, 9:43pm

Hallo Robert,

der Zustand der Maschine tut weh...

Also - ob es eine HS ist, siehst Du an der Beschriftung des Netzschalters (Stellung rechts 15) und an der Dicke des Capstan.

Das ist eine HS:



Die Kabel sind so anzuschließen, wie hier gezeigt:



Viel Erfolg

Gruß

Alfred
Meine Bandmaschinen u.a.: Studer A807, Telefunken M15A, Revox A77, B77, A700, Sony TC-788-4, Uher Royal de luxe, Uher Variocord, Grundig TK125, National RQ 300S...
Meine Freude an der Tonbandtechnik verdanke ich Hermann Hoffmann, dem Erfinder der Radio-Comedy.
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3

Friday, August 2nd 2019, 10:09pm

Hallo Robert,

der Zustand der Maschine tut weh...


Hallo Alfred!

Danke für deine Hilfe! Das mit der Stellung des Netzschalters sagt mir im Moment nichts, aber das werde ich schon herausfinden. Es ist meine erste Begegnung mit einer A77. Aber anhand des Durchmessers des Capstans, kann ich daraf schließen, dass es sich tatsächlich um eine HS-Version handelt (siehe Foto).

Die Kabel sind schon auf ihren richtigen Plätzen, aber den erseten Testlauf mache ich morgen. Heute habe leider keine Zeit mehr. Ich werde mich mit einem Update morgen melden.

Bis denne!
PS. Ich habe für die Gute 150,- Kröten geblecht. Für eine HS mit guten Köpfen ist das verhältnismäßig OK. Der ästhetischer Zustand ist für mich erstmal zweitrangig :)
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Friday, August 2nd 2019, 10:34pm

Hallo Robert,

Alfred meinte die Beschriftung am Netzschalter.

Die Normalausführung hat 3 3/4 und 7 1/2 ips (= 9,5 und 19 cm/s), bei Dir muss da 7 1/2 und 15 ips (= 19 und 38 cm/s) stehen.

Vom Capstan ist es aber ganz klar eine HS. Letzte Serie, also A77 MK IV.

VG,
Ralf

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5

Friday, August 2nd 2019, 10:50pm

Hallo Robert,

Alfred meinte die Beschriftung am Netzschalter.

Die Normalausführung hat 3 3/4 und 7 1/2 ips (= 9,5 und 19 cm/s), bei Dir muss da 7 1/2 und 15 ips (= 19 und 38 cm/s) stehen.

Vom Capstan ist es aber ganz klar eine HS. Letzte Serie, also A77 MK IV.

VG,
Ralf

Hallo Ralf!
Danke für die Aufklärung! Das ist schon fast peinlich, dass ich das mit dem Netzschalter nicht gleich verstanden habe, hahaha. :wacko: Um ehrlich zu sein, hatte ich meine Zweifel ob der Echtheit der HS-Version. Die gefaketen symmetrischen Anschlüsse und das Fehlen von klaren Angaben bezüglich der Modellbezeichnung vom Werk aus, haben mich stutzig gemacht. Die Angaben für Bandgeschwindigkeit am Netzschalter haben mich erstmal nicht überzeugt.

LG.

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Saturday, August 3rd 2019, 7:57am

@Alfred
Die Rifa-Kondensatoren auf Deinem Bild haben schon Risse, die solltest Du baldmöglichst erneuern.
VG Jürgen

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7

Saturday, August 3rd 2019, 8:06am

Die Kabel sind so anzuschließen, wie hier gezeigt:

Hallo Alfred!

Verwirrung ist angesagt. Ich habe zwei Bilder hier im Forum gefunden, wo die die beiden Kabel ganau umgekehrt angeschlossen sind, also blau links (F4 Anschluss) und grün rechts (F1 Anschluss). Siehe unten. Ich muss genau herausfinden, wie die beiden Kabel anzuschliessen sind. Es geht hier um den linken Bandmotor. Ich bin dabei die Schaltpläne zu studieren, aber soweit nichts Brauchbares herausgefunden.
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Saturday, August 3rd 2019, 8:35am

Ich muss genau herausfinden, wie die beiden Kabel anzuschliessen sind.

Sofern es tatsächlich die Anschlüsse F1 und F4 sind, kannst du es ziemlich einfach herausbekommen.

Der Motor enthält zwei Wicklungen die jeweils an F2/F3 und F1/F4 anzuschließen sind. Die beiden Wicklungen haben keine galvanische Verbindung untereinander. Wenn du die Anschlüsse des Motors durchmisst (Ohmmeter genügt) weißt du, an welchen Adern die Wicklungen liegen.

Wie herum die Wicklungen jeweils angeschlossen werden, ist im Grunde unkritisch, denn wenn eine Wicklung verpolt angeschlossen sein sollte, läuft der Motor nur mit der umgekehrten Drehrichtung.

Grüße, Peter

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9

Saturday, August 3rd 2019, 9:48am

Zitat von »Peter Ruhrberg«



Der Motor enthält zwei Wicklungen die jeweils an F2/F3 und F1/F4 anzuschließen sind.


Hallo Peter! Ich habe mir gerade die Schaltpläne angeschaut und es auch herausgefunden. Laut ihnen ist die Kabelbelegung wie folgt: F1= blau, F2=gelb, F3=braun, F4=grün. F4/F1 waren bei meinem Revox lose (abgegangen). Damit aber die Verwirrung pefekt ist, wenn du dir das Foto von meinem Revox anschaust ist die Verkabelung von F2/F3 vertauscht. F2 ist bei mir braun und F3 gelb.

Ich mach mich dann ans Durchmessen und melde mich mit dem Befund.

Grüße und Danke!
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Saturday, August 3rd 2019, 10:08am


Die Kabel sind schon auf ihren richtigen Plätzen, aber den erseten Testlauf mache ich morgen.

@Alfred
Die Rifa-Kondensatoren auf Deinem Bild haben schon Risse, die solltest Du baldmöglichst erneuern.
VG Jürgen

Ich würde sogar sagen, tausch die vor Deinem Testlauf. Die werden Dir innerhalb weniger Minuten um die Ohren fliegen bzw. qualmen...

Gruß
Robert
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Saturday, August 3rd 2019, 10:10am

Hallo,

es ist erlaubt, die Anschlüsse beider Wicklungen genau umgekehrt zu machen, schließlich fließt da sowieso alle 10 ms der Strom in umgekehrter Richtung durch...
Man sollte nur F1 und F4 an die richtigen Klemmen legen, das ist der Strang ohne Motorkondensator.
F2 und F3 an den Strang mit dem Kondensator.
Nun sind die Anschlußstifte für F1 und F2 auch noch verbunden, deshalb ist dortiges Vertauschen auch völlig unschädlich.
Die Reihenfolge von F1 / F4 und F2 / F3 ist auch noch unkritisch, denn (wie Peter schon schrieb) schlimmstenfalls dreht der Motor in die falsche Richtung.
Dann mußt du nur eine Wicklung umgekehrt anschließen, welche, ist dabei egal.

MfG Kai

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12

Saturday, August 3rd 2019, 10:38am

Hallo,

es ist erlaubt, die Anschlüsse beider Wicklungen genau umgekehrt zu machen, schließlich fließt da sowieso alle 10 ms der Strom in umgekehrter Richtung durch...
Man sollte nur F1 und F4 an die richtigen Klemmen legen, das ist der Strang ohne Motorkondensator.
F2 und F3 an den Strang mit dem Kondensator.
Nun sind die Anschlußstifte für F1 und F2 auch noch verbunden, deshalb ist dortiges Vertauschen auch völlig unschädlich.
Die Reihenfolge von F1 / F4 und F2 / F3 ist auch noch unkritisch, denn (wie Peter schon schrieb) schlimmstenfalls dreht der Motor in die falsche Richtung.
Dann mußt du nur eine Wicklung umgekehrt anschließen, welche, ist dabei egal.

MfG Kai

Danke Kai!

Kabel grün und blau (F1/F4) gehören eindeutig zu einer der Wicklungen, gemessener Widerstand 50 Ohm. Kabel gelb und braun gehören zu der anderen Wicklung und der Widerstand ist hier 100 Ohm.

Wie auf meinem Foto zu sehen ist, sind die beiden losen Kabeln (grün und blau) in eine Richtug verbogen, die die Kabelbelegung F4=blau und F1 Grün suggeriert. Das werde ich als erstes ausprobieren (entgegen der Angaben in den Schaltplänen). Wenn mir bei dem ersten Testlauf etwas um die Ohren fliegt, dann wird es nicht daran gelegen haben. Ich melde mich zurück mit Neugkeiten nach dem Testlauf.

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13

Saturday, August 3rd 2019, 10:43am

Hallo,

ich weiß nicht, ob es bei den A77 Wickelmotoren normal ist, daß die eine Wicklung 50 Ohm hat und die andere 100 Ohm.
Falls es so wäre, würde ich dazu neigen, die mit 50 Ohm für die Hauptwicklung zu halten, die an den Strang ohne Kondensator gehört.
Der Praktiker probiert beides aus und entscheidet sich pragmatisch für das, was besser funktioniert

MfG Kai

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14

Saturday, August 3rd 2019, 11:01am

Die Originale ORF-Version wurde im Koffergehäuse mit Verstärkerplatinen und Übertragerkarten geliefert.
Dieses Exemplar scheint mir ein nachträglicher Umbau zu sein. Daher bitte auch die Aufnahme- und Wiedergabeverstärkerkarten prüfen, ob diese in High-Speed umgebaut sind (geänderte Bestückung) diese unterscheiden sich in IEC- bzw. NAB-Ausführung und sind auch nicht mehr umschaltbar, also entweder nur IEC oder nur NAB, gleich wie der Wiedergabeschalter an der Frontseite steht. Es gibt aber Pläne im Netz, die die notwendige Bestückung zeigen, es sind nur ein paar Folien-Cs, Widerstände und Drahtbrücken zu ändern.
Wichtig ist auch der Zustand der Köpfe, bei vermehrter 38cm-Nutzung sind die schneller runter und mit Einschliff nur noch bedingt justierbar. Die MkIII könnte aber schon die haltbareren Revodurköpfe haben.
Alles in allem aber hinzubekommen.

PS, habe nochmal die Bilder angeschaut, es sind bereits die Revodurköpfe und sehen vom Einschliff noch ganz ordentlich aus. Sollten noch gut zu justieren gehen.

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15

Saturday, August 3rd 2019, 11:10am

Erster Testlauf!

Beim ersten Testlauf habe noch kein Tonband verwendet. Wollte bloß wissen ob die Gute angeht und die Motoren drehen. Alles gut soweit! Die Teller drehen gegeneinander also ist die Kabelbelegung OK. Einer der Teller hat leichte Schalgseite und eiert. Ist bestimmt bloß der Teller, denn wenn ich sie untereinander tausche, wandert das Eiern mit dem Teller.

Jetzt werde ich ein Band einfedeln und schauen, ob was aus der Maschine rauskommt. Ich melde mich dann zurück.

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16

Saturday, August 3rd 2019, 11:18am

Das Eiern ist zum Testen mit ollem Band erstmal nicht problematisch, Tauschteller bekommst Du in der Bucht meist günstig. Eiert nun der ganze Teller oder nur der Dorn? Den Dorn kann man auch richten, der ist von hinten genietet.

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17

Saturday, August 3rd 2019, 11:22am

Das Eiern ist zum Testen mit ollem Band erstmal nicht problematisch, Tauschteller bekommst Du in der Bucht meist günstig. Eiert nun der ganze Teller oder nur der Dorn? Den Dorn kann man auch richten, der ist von hinten genietet.

Danke für den Tipp. Ob es das eine oder das andere ist wrede ich noch herausfinden.

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18

Saturday, August 3rd 2019, 11:28am

Testlauf mit Tonband.

Testlauf mit Band (trocken, nichts auf dem Band) unproblematisch. Alles funtzt. Keine verdächtigen Geräusche oder sonstiges.

Jezt kommt der Soundtest. Leider sind alle meine Bänder wo Programm drauf ist auf Bobies. Deshalb muss wohl mit einem Aufnahemtest anfangen. Bis gleich.

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19

Saturday, August 3rd 2019, 12:03pm

Soundtest!

Der Test verlief mit kleinen Einschränkungen sehr gut. Hier die Befunde:

- Soundqualität top!!!

- der linke Kanal nimmt auf bzw. wiedergibt etwas zu leise (Was hier der Fall ist, wird sich im Einmessverfahren noch zeigen). Meine vorsichtige Einschätzung ist, dass nach einer Kalliblierung, auch der linke Kanal wieder perfekt spielt.

- Ich schätze, dass irgendwo Kabel vertauscht wurden, weil die Regler für den Aufnahmepegel (die unter den VU-Messern) überkreuz mit den VUM's verbunden sind. Wenn ich den linken Regler drehe, regiert der rechte VU-Messer und umgekehrt. Das pessiert aber nur wenn die REC-Tasten nicht gedrückt sind. Wenn beide REC-Tasten gedrückt sind, dann stimmt die Zuordnung von Poti und VUM wieder. Kommisch. Wir sprechen hier natürlich vom Input-Modus.

- Die VU-Meser funktionieren im Tape-Modus bei Wiedergabe nicht. Ist das bei den Revöxen so oder liegt hier ein Defekt vor?

Alles in einem befindet sich das Gerät in einem Zustand, mit dem man weiter Arbeiten kann :thumbsup: Sprich, den obligatorischen Tausch von Knallfröschen, Trimmer, Elkos usw. vornehmen kann.

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20

Saturday, August 3rd 2019, 12:38pm

Erst einmal herzlichen Glückwunsch zum 'Neuerwerb'.
Die Funktionsweise der VU-Meter ist so in Ordnung, sieh auf den ersten Blick merkwürdig aus, muss aber so sein.
Viele Grüße
Eckhard

M15A; Revox B77, A76, A77, A78; Braun TG1000; Uher 4400 Report Stereo IC; www.engelstrasse.de

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Saturday, August 3rd 2019, 12:50pm

Erst einmal herzlichen Glückwunsch zum 'Neuerwerb'.
Die Funktionsweise der VU-Meter ist so in Ordnung, sieh auf den ersten Blick merkwürdig aus, muss aber so sein.

Danke für die Aufklärung!

Das ist tatsächlich etwas kontraintuitiv, aber damit kann man leben. Hauptsache nichts ist kaputt.

Grüße!

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22

Saturday, August 3rd 2019, 1:17pm

Das ist tatsächlich etwas kontraintuitiv, aber damit kann man leben.
'Schuld' daran sind die Trickmöglichkeiten, in der Bedienungsanleitung ist das ausführlich beschrieben. Erst dann erschliesst sich die merkwürdige Funktionsweise der Anzeigeinstrumente.
Viele Grüße
Eckhard

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23

Saturday, August 3rd 2019, 1:40pm

Zitat von »JUM«
@Alfred
Die Rifa-Kondensatoren auf Deinem Bild haben schon Risse, die solltest Du baldmöglichst erneuern.
VG Jürgen


Ich würde sogar sagen, tausch die vor Deinem Testlauf. Die werden Dir innerhalb weniger Minuten um die Ohren fliegen bzw. qualmen...

Gruß
Robert


Hallo zusammen,

danke, dass Ihr Euch Sorgen um meine Kiste macht.
Dieses Foto stammt allerdings von einer Maschine VOR der Revision, die ich mittlerweile erfolgreich abgeschlossen habe.

Nachdem mir bei einer anderen Revox diese Teile mal zischend zu verstehen gegeben haben, dass sie keine Lust mehr haben, ist diese Aktion immer die erste vor einem Probelauf.

Die Meinungen hier im Forum gehen zwar auseinander, aber ich mache in einem solchen Fall immer eine Komplettrevision.
Wenn mal ein Teil ausgefallen ist - die anderen sind genau so alt - macht man sich nur unnötig Arbeit mit der wiederholten Fehlersuche.

- - - das ist aber NUR eine Meinung - - -

Jeder muss für sich entscheiden, was ihm wichtig ist.

Auf jeden Fall wünsche ich viel Spaß und Erfolg.

Gruß

Alfred
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24

Saturday, August 3rd 2019, 2:44pm

Kapstanmotor.

Zwei Dinge sind mir beim Kapstanmotor aufgefallen.

1) Er pfeift leiste aber dennoch deutlich merklich vor sich hin. Ich schätze, das Pfeifen liget so um die 2kHZ, ist aber von der Drehzal des Kapstansmotors abhängig. Bei 7 ½ IPS pfeift er eine Oktave tiefer. Es setzt nicht aus, nachdem das Gerät ausgeschaltet wird, sondert geht mit der Drehtzahl in der Frequenz nach unten bis der Motor stehen geblieben ist. Wenn ich den Motor manuel (mit meinem Finger) etwas auf die Drehzal gebracht habe, fängt er auch zu pfeifen an. Es muss also meschanischen Ursprungs sein.

Was könnte die Ursache für dieses Pfeifen sein? Ob es sich beseitigen läßt? Oder pfeift jeder Kapstanmotor bei den Revöxen?

2) Leider eiert der Kapstanmotor auch etwas (dumpfes regelmäßiges Schlagen). Interessant ist aber, dass Geräusch (das Eieren) sofort nach dem Ausschalten der Maschine aufhört, obwohl sich der Kapsatan natürlich weiter dreht. Wie kann man das verstehen? :whistling:

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25

Saturday, August 3rd 2019, 3:09pm

@Alfred
Ich meinte das eher so allgemein. Ob die Risse haben oder nicht, das geht nicht lange gut. Kann man in letzter Zeit auch immer wieder in den Tonband-Facebookgruppen beobachten. Jemand zeigte seine "neue" Revox, jemand sagt "Tausch die Rifas bevor Du das Ding in Betrieb nimmst" aber die meisten können es nicht lassen. Ein paar Stunden oder Tage später folgen dann die Fotos und Videos mit Rauchwolken und die Beschreibung, was jetzt nicht mehr funktioniert (Sicherung kaputt). Ja, meist geht nicht viel kaputt, wenn die hochgehen, dennoch...

Oder pfeift jeder Kapstanmotor bei den Revöxen?

Ja.
Hast Du diesen Thread schon durchgelesen:
Revox A77 MkIII Restauration Step by Step
Da steht auch was zu diesem Thema, Stichwort Tachokopf.
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26

Saturday, August 3rd 2019, 4:35pm


Zitat von »Yoski«
Oder pfeift jeder Kapstanmotor bei den Revöxen?

Ja.
Hast Du diesen Thread schon durchgelesen:
Revox A77 MkIII Restauration Step by Step
Da steht auch was zu diesem Thema, Stichwort Tachokopf.

Das Pfeifen lässt sich evtl. durch Vergrößerung des Abstands Tachokopf-Capstan etwas verringern. Nur aufpassen, dass bei 19 die Geschwindigkeit nicht instabil wird, was ein Indiz dafür ist, dass der Tachokopf nicht mehr genügend Spannung für die Drehzahlregelung erzeugt (Sollwert laut SM an Anschlüssen E1/E2 der Drehzahlregelungsplatine >35 mV bei der kleineren Geschwindigkeit).

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27

Saturday, August 3rd 2019, 5:00pm

Ich bin gerade dabei mir den Thread von Holger durchzulesen. Mein hübsches Gesicht!!! Was hat er für Arbeit geleistet! Ehrlich gesagt, graut es mir vor dem Auffwand, der nötig ist, um die Maschine (ähh sorry das Gerät ;) ) wieder auf Vordermann zu bringen.

Kann sich jemdan einen Reim darauf bilden, wieso bei meinem Revox die Rumpelgeräusche des Kapstansmotors nach dem Ausschalten des Geräts sofort verschwinden? Der läuft doch noch nach!

Anbei ein Foto von dem Tachokopf.

Ich habe gerade beschlossen, dass der Kapstanmotor als erstes revidiert wird. Den werde ich gleich ausbauen und scheun wie die Lager aussehen.
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Saturday, August 3rd 2019, 5:31pm

Ehrlich gesagt, graut es mir vor dem Auffwand, der nötig ist, um die Maschine (ähh sorry das Gerät ) wieder auf Vordermann zu bringen.
Man kommt an (fast) Alles gut heran und die Platinen sind übersichtlich, mir hat es Spass gemacht die Maschine zu revidieren. Beim Tacho-Kopf sollte man Vorsicht walten lassen, das Plastik könnte spröde sein und schnell brechen.
Viele Grüße
Eckhard

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Saturday, August 3rd 2019, 6:39pm

Der Kapstanmotor ist draußen!

Aber… eine von den Schrauben, die das Ding bombenfest an Ort und Stelle halten sollten, hat einfach gefehlt und eine weitere saß nur locker im Gewinde und die dritte war nur schwach festgezogen. Alles in Einem wurde der Motor nur von einer Schraube richtig festgehalten. Ich vermute stark, dass die Vibrationen und Rumpelgeräusche hierrin ihre Ursache hatten. Wir werden sehen.

Zweitens, da es sich hier wahrscheinlich um eine späte MK4-Version handelt, hat der Kapstanmotor unten keinen Kugellager sondern einen Sinterbronzelager, wie von Holger richtig erwähnt. Erst kommt der obligatorische Seegerring, dann die zwei gewölbten Unterlegscheiben, dann eine dicke im Durchmesser kleinere Metallscheibe, in der vertikal ein sehr dünner Stift sitzt (siehe Foto). Den Sinterbronzelager selbst habe ich noch nicht rausgeholt, weil ich mir nicht sicher bin ob dieser einfach so gegen einen Kugellager getauscht werden kann. Ist das überhaupt notwendig? Euer Rat ist gefragt. :thumbup:
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Saturday, August 3rd 2019, 7:57pm

Das Sinterlager braucht nicht getauscht werden, wenn es nicht durch einen früheren Ausbau beschädigt wurde. Das Kugellager kann aber muß nicht getauscht werden. Aber Vorsicht mit der Welle, die darf nirgends gestoßen werden, da sie sonst einen Schlag bekommen kann.

Den Geschwindigkeitsgeber gerade so nah anbauen, das ein stabiles Regelsignal kommt.

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