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61

Friday, August 9th 2019, 12:00pm

So, jetzt kommt wohl die Arbeit an der Diva...

Funktionierendes Aussteuerungsinstrument bekommen und eingebaut (weiß jemand, wie der Gummi laufen soll?).

Aber schon bei den ersten NF-Abgleichpunkten geht es nicht weiter.

4.1 Einstellung Aussteuerungsanzeige
20 mV / 333 Hz an Buchse Radio eingespeist, Aussteuerungsregler so, dass 750 mV an Ausgang Monitor.
Das geht zwar, aber die Aussteuerungsinstrumente zeigen überraschend wenig an, < -20 dB.
Trimmer R5 und R6 auf 400 betätigt, aber 0 dB kann nicht erreicht werden.
Habe mal -3 dB eingestellt.

4.2 Einstellung des Begrenzers
Limiter-Taste gedrückt.
60 mV / 333 Hz an Buchse Radio, Aussteuerungsregler unverändert, > 2000 mV an Ausgang Monitor.
Aussteuerungsinstrumente am Rechtsanschlag, Limiter-LEDs bleiben aus.
Trimmer R2 und R4 auf 400 betätigt, keine Änderungen, weder am Monitorausgang, noch Instrumente, noch LEDs.
Die geforderten 1000 mV lassen sich nicht einstellen.

Austeuerungsinstrumente laufen auch nicht gleich (s. Bilderfolge, AufnahmeAusStop, 0 mV, 10 mV,20 mV, 30 mV, 40 mV).

Wo sollte ich wohl suchen / messen ?

VG Jürgen
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Friday, August 9th 2019, 3:35pm

Hallo Jürgen,
ich habe auch so eine "kleine Diva" von SG 630.

Ich habe bisher leider nur ein wenig die bisherigen Zeilen Überflogen.

Zu den VU Metern kann ich dir sagen,dass diese leider auch bei meiner Kanalseitig unterschiedlich sind. Die VU meter scheinen zudem auch Frequenzabhängig und je nach Ausschlag unterschiedlich zu laufen.Heißt bei Einspeisen niedriger Frequenzen sind sie genauer als im oberen kHz Bereich und im unteren Skalenbereich sind sie ungenauer als im oberen . Ein genaues einstellen ist daher mit den verbauten. VU´s kaum möglich.
Ich habe das ganze damals mit einer Soundkate am PC einigermaßen ausgemittelt,perfekt wird es leider nie.


Nachtrag: Wenn Du die 0dB bei 750mV an den VU`s nicht mit R5 und R6 problemlos erreichst ist noch irgendwas Faul oder ein Messfehler,so dass tatsächlich noch garkeine 750mV am Ausgang erreicht werden??
Gruß Markus

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Friday, August 9th 2019, 7:32pm

Die 750 mV erreiche ich, aber die 0 dB-Anzeige dann nicht. Die Potis sind selbst bei -3 dB fast am Anschlag.
Messfehler kann ich ausschließen, am Eingang Radio ist ein recht neuer Generator (Rigol DG-812), am Ausgang Monitor ein recht neues Oszilloskop (Siglent SDS1202X-E). Beide direkt miteinander verbunden, zeigt das Oszilloskop exakt die Vrms und die Frequenz, die der Generator behauptet auszugeben.
Ich denke, dass irgendwelche Elkos im Signalweg defekt sind und Gleichspannung 'durchlassen'.
Werde die Stufen ab Eingang Schritt für Schritt mit dem Scope durchgehen (müssen).
Habe mir auch mal 'Male-Female Arduino Jumper Cable' bestellt, damit könnte man vielleicht die jeweilige Leiterplatte ausbauen und 'auf dem Tisch' vermessen (wenn die Male-Stifte lang genug sind...).
Netzteil 2100 ist ok: 24.2V, 13.2V und -24.8V (Elkos und Gleichrichter sind neu).

VG Jürgen
P.S. Gibt es messtechnisch zweifelsfreie DIN-BNC-Adapter ? Aktuell benutze ich DIN-5pol.->4xRCA/Cinch->Cinch-BNC-Adapterstecker.

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Friday, August 9th 2019, 8:47pm

Wer misst...

Habe mal die 1200 Platine ausgebaut um meine Messanordnung zu überprüfen.
Eingespeist 360 mV über BNC->Cinch->DIN an Buchse Radio, gemessen über DIN->Cinch->BNC an Buchse Phono.
Der Frequenzgang dieser Anordnung ist eine Katastrophe:
333 Hz - 142 mV, 1 kHz - 84 mV, 3 kHz - 34 mV, 10 kHz - 11 mV, 15 kHz - 7.6 mV, 20 kHz - 5.9 mV
Ist die Kapazität der DIN<->Cinch-Adapter soo hoch ?
VG Jürgen
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Friday, August 9th 2019, 10:24pm

Ich glaube nicht,dass ein Cinch Din Adapter bei NF Signalen solche Probleme ( Tiefpasseigenschaften ) hervorrufen kann.
Irgendeine Kleinigkeit wird hier übersehen,habe aber momentan auch keine Idee.

Meine SG630 hat von Werk aus schon die Cinch Buchsen und über diese hatte ich damals auch abgeglichen.

Gruß Markus

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Saturday, August 10th 2019, 12:06am

Hallo

Speist du über die 680k ein?
Falls ja hast du deinen Tiefpass.

Gruß Mani

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Saturday, August 10th 2019, 7:59am

Au weia, klar, natürlich, 680 000 Ohm, das ergibt ja schon bei 200 pF eine Grenzfrequenz von 1170 Hz.
VG Jürgen

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Saturday, August 10th 2019, 1:12pm

Hallo,
sind hier die 680k an den Eingangsbuchsen laut Schaltplan Platte 1200 gemeint? Wo kommen die 200pf her.
Wenn ein Tiefpass entstehen soll,gehört doch die Kapazität "hinter" den Serienwiderstand gegen Masse und nicht davor.
Das wäre hier aber nicht der Fall.
Wenn man die Ersatzschaltung zur Einspeisung des Generators aufbaut ( laut meinem Plan 470k / 200pf ) und vor den Eingang setzt bekommt man tatsächlich einen Tiefpass mit rund 1350Hz Grenzfrequenz.

Die Dämpfung findet meiner Meinung nach schon vor dem Eingang statt, denn sonst würden "normal" angeschlossene Kabel am Eingang immer für eine heftige Höhenbedämpfung sorgen.Somit wären vernünftige Aufnahmen nicht möglich.

Vielleicht habe ich auch einen Denkfeher. Bin auch nur Bastler und Mensch ;-)

Gruß Markus

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Saturday, August 10th 2019, 2:15pm

Hallo,
hier einen Ausschnitt aus der SM SG630/631 Punkt4.
MfG
Dietmar

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Saturday, August 10th 2019, 3:21pm

Für die sich ergebende Tiefpass-Grenzfrequenz ist nicht die Größe des Vorwiderstandes maßgebend, sondern der effektiv parallel zum C liegende Widerstand. Das sind in diesem Fall der Vorwiderstand, die beiden Basisspannungsteiler-Widerstände im Pre-Amp und dessen Eingangswiderstand.
Dieser Widerstand dürfte bei etwa 14.5 kOhm liegen. Daraus ergeben sich mit 250 pF Parallel-Kondensator und der Eingangskapazität des Verstärkers als Grenzfrequenz ca. 34.6 kHz.
Wenn etwas drastisch anderes gemessen wird, muß es andere Ursachen haben.

MfG Kai

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Saturday, August 10th 2019, 6:04pm

Genau das wurde übersehen. Laut Bedienungsanleitung ( technische Daten ) hat der Radio Eingang 20k Eingangswiderstand.Danke Kai.

Gruß Markus

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Sunday, August 11th 2019, 7:22am

Wenn etwas drastisch anderes gemessen wird, muß es andere Ursachen haben.
MfG Kai
@Kai
Ich hatte die Platine 1200 aus dem Gerät herausgenommen, in Radio rein, aus Phono raus.
Hatte also keinen Innenwiderstand von 20k, sondern die 680k auf der Platine.

@Dietmar
Die angegebene Ersatzschaltung habe ich bisher nicht benutzt.
Wenn nun das SM angibt '20 mV/333 Hz an Buchse Radio einspeisen', ist das der Pegel vor der Ersatzschaltung (Ausgang Generator) oder hinter der Ersatzschaltung (Eingang Radio) ?

Und:
Wie baut man ein Messkabel ?
Koax / BNC Messleitung an einem Ende kappen, Ersatzschaltung anbauen und an DIN-Stecker anlöten ?

VG Jürgen

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Sunday, August 11th 2019, 7:57am

Wenn nun das SM angibt '20 mV/333 Hz an Buchse Radio einspeisen',

dann ist das auch gemeint.
Der hohe Vorwiderstand von 470 kOhm oder 680 kOhm dient nur nur dazu, auf Generatoren mit etwa 1 V Ausgangsspannung anzupassen. Mit 680 kOhm ergibt der Verstärkereingangswiderstand etwa ein Teilverhältnis von 1/46 ~ -33.3 dB. der Transistor dahinter hebt den Pegel dann wieder um ca. 27 dB an.
Abschwächung + Verstärker dienen also dazu, das Eingangssignal um 6 dB abzuschwächen und so den Störabstand etwas zu verschlechtern ;( .

MfG Kai

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Sunday, August 11th 2019, 8:56am

Der hohe Vorwiderstand von 470 kOhm oder 680 kOhm dient nur nur dazu, auf Generatoren mit etwa 1 V Ausgangsspannung anzupassen.
MfG Kai
Also kann ich doch direkt - ohne die Ersatzschaltung - 20 mV/333Hz vom Generatorausgang (Quellimpedanz lt. Datenblatt: 50 Ohm) in die Buchse Radio einspeisen ?
VG Jürgen

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Sunday, August 11th 2019, 9:51am

Sischer dat...

Du kannst auch einen Abschwächer 68kOhm auf 1.8 ... 1.5 kOhm verwenden. Der macht etwa das Gleiche aber um den Faktor 10 niederohmiger und deshalb bei gleicher Kapazität mit 10-facher Bandbreite.

MfG Kai

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Monday, August 12th 2019, 5:12pm

LTSpice...

Habe das mal in LTSpice (hoffentlich richtig) simuliert.

Also, ich hatte die Platine 1200 rausgenommen, hatte also den dort befindlichen 680k Widerstand als Eingangs- bzw. Belastungswiderstand.
In die Buchse Radio (rechts), Pins 1+4, hatte ich - zweikanalig mono - über ein BNC->Cinch->DIN Kabel vom Generator eingespeist (360 mV @ 333 Hz). An der Buchse Phono (links), Pin 3, hatte ich - einkanalig - über ein DIN->Cinch->BNC Kabel mit dem Oszilloskop gemessen.

Um nun den vom Oszilloskop angezeigten Vrms in der Simulation halbwegs nahe zu kommen, müsste das Kabel bspw. ein C von 5000 nF und ein R von 50 Ohm haben...
Wo ist der Fehler ?

Habe es gerade nach dem Hochladen selbst gefunden...
Der 680k ist nicht parallel zum Generator-Ausgang sondern in Reihe...
Mist und sorry for bothering you…
Das ergibt dann bspw. ein C von 1.5nF mit einem R von 5 Ohm.

VG Jürgen
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Monday, August 12th 2019, 5:55pm

Glaub ich nicht.
Deine Meßwerte passen zu 680 kOm Vorwiderstand, 760 pF nach Masse und dazu parallel 493 kOhm.

MfG Kai