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Monday, May 27th 2019, 6:38pm

Wenn du da 3 oder 0 Ohm messen kannst, ist Überbrücken überflüssig. Dann liegt das Problem woanders.
Es ist besser, erstmal sicher zu stellen, daß die Verdrahtung funktional so ist wie gezeichnet.
Bei der Messung vorher war übersehen, daß es von DF4 noch einen Pfad über den linken Wickelmotor , den "Reel Motor" Schalter und den Trafo nach D9 gibt, solange der "Reel Motor" Schalter nicht gedrückt ist. Das hat zu den 50 Ohm geführt.

Es ist direkter, vorhandene und Sollspannungen zu vergleichen.

Wenn D9 mit dem 105V Anschluß des Trafos verbunden ist,
maximal 3 Ohm zwischen D9 und DF4 vorhanden sind,
vernachlässigbarer Widerstand zwischen DFJ1 und dem 0V Anschluß des Trafos liegt,
dann müssen 105 V zwischen DFJ1 und DF4 zu messen sein.
Wenn die nicht an D13-D14 und D15 ankommen, sind die Leitungen auf dem Board irgendwie beschädigt.

MfG Kai

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Monday, May 27th 2019, 7:27pm

Zwischen DFJ1 und DF4 messe ich bei abgezogenen Motorkabeln 138 V im Leerlauf und 24,5 V bei FWD.
Grüße
Martin

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Tuesday, May 28th 2019, 10:32am

Guten Morgen,
Ich hoffe, Ihr habt mich nicht als irreparabel aufgegeben nach meiner Messung gestern Abend :(
Ich habe danach die Netzteilplatine noch einmal ausgebaut (um die rückseitig angelöteten Kabel und die neuen Kondensatoren zu prüfen), aber nichts Auffälliges gefunden.
Nach dem Wiedereinbau verhält sich der Motor geringfügig anders. Bei FWD fängt er an zu laufen, wird dann aber wieder langsamer. Bei Play läuft er kraftlos vor sich hin. Ich kann mir aber nicht recht vorstellen, dass ein Steckkontakt einen Wackler hat.
Was auf der Netzteilplatine könnte denn so ein Verhalten erklären? Der Trafo dürfte es ja wohl kaum sein, sonst dürfte der linke Motor ja auch keine 105 Volt bekommen.
Oder kann es sein, dass doch der neue Motorkondensator einen Defekt hat? Würde das ein solches Verhalten erklären?
Danke & Grüße
Martin

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Tuesday, May 28th 2019, 6:02pm

Guten Abend,
ich hoffe ja immer noch, dass hier noch jemand mit mir spielen mag... Ich tue mein Bestes, aber ich glaube nicht, dass ich ohne Eure Expertise weiter komme.
Ich habe jetzt mal den neuen Motorkondensator ausgelötet. Er ist ok. Wieder drin.
Was mir aber eben beim Testen ohne Band aufgefallen ist:
  • (für mich) beunruhigend: Jetzt läuft auch der Capstan bei PLAY nicht mehr an - ein kurzer Ruck, während Relais C anzieht, und das wars. Gestern lief er ja noch, wenn auch gefühlt (Drehzahlmesser ist immer noch nicht da) zu langsam und schwach.
  • Dagegen fängt bei PLAY der linke Wickelmotor an, schnell und kräftig zu rennen, und zwar in Richtung RWD. Gefühlt vergleichbar mit der RWD-Position. Und das unabhängig von der Geschwindigkeits- und Spulengrößenwahl.
  • Wenn ich auf FWD schalte, läuft der Capstan kräftig und schnell an. Der FWD-Wickelmotor dagegen wie beschrieben läuft an und wird dann langsamer. Wenn ich den Capstan mit dem Finger abbremse, fängt der FWD-Wickelmotor dagegen an, schnell und kräftig zu rennen.

Da ist doch etwas oberfaul? Hilfe!
& Grüße
Martin

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Tuesday, May 28th 2019, 6:14pm

Hallo Martin,

das liest sich auf den ersten Blick so, als wäre da etwas gewaltig vertauscht. Kann mich aber auch täuschen.
Da hilft eigentlich nur den Schaltplan zur Hand nehmen und mal die Signalwege der einzelnen Tasten verfolgen.


Nachtrag: Ich meine mich zu erinnern, das die Maschine eine Lichtschranke hat, die den Kapstanmotor erst drehen lässt wenn ein Band aufgelegt ist.


Mfg Alex
Ein Teil unserer Geräte: 2 x Grundig TK47, Grundig TK 830, Grundig TM 700, UHER 5000 Universalgerät, Telefunken Magnetophon M300, AKAI X-201D, 2 x Dimafon Universa inkl. Platten von 1952 und 1959, TK830, Arabella Musiktruhe 55 mit TM700 integriert, Magnetophon 300 und 302TS, Tefifon M540 und Tefifon M541, TK6L, Tannhäuser 55 & 56, Othello 55, Dual Plattenspieler 1004, 1004S und 1002, Sonolor Röhrenradio, Tefifon B52, Dual Party 295 und noch einige mehr......

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Tuesday, May 28th 2019, 6:29pm

Sorry, ja, diesmal war wirklich etwas vertauscht. Bei dritten Wiedereinbau der Netzteilplatine gestern Abend habe ich in der Tat DJ1 und DF3 vertauscht. daher obiges gestrichen.
Jetzt sind wir wieder beim Zustand davor. FWD-Motor läuft bei FWD überhaupt nicht an. Aber das bleibt:
Dagegen fängt bei PLAY der linke Wickelmotor an, schnell und kräftig zu rennen, und zwar in Richtung RWD. Gefühlt vergleichbar mit der RWD-Position. Und das unabhängig von der Geschwindigkeits- und Spulengrößenwahl.

Edit: Lichtschranke ist abgeklebt.

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97

Tuesday, May 28th 2019, 7:04pm

Na also, eine Baustelle weniger.

Wie kräftig dreht der linke Wickelmotor? Kann man ihn mit der Hand leicht abbremsen? Wie verhält er sich wenn ein Band aufgelegt ist?
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Tuesday, May 28th 2019, 7:18pm

Nachtrag: Ich meine mich zu erinnern, das die Maschine eine Lichtschranke hat, die den Kapstanmotor erst drehen lässt wenn ein Band aufgelegt ist.

Da täuscht dich deine Erinnerung :huh: . Der Capstanmotor läuft sofort, wenn der Netzschalter betätigt wird. Die Lichtschranke schaltet bei Lichteinfall auf Stop.

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Tuesday, May 28th 2019, 7:27pm

Ahhh, danke holgi für die Gedächnisauffrischung :thumbsup:
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Tuesday, May 28th 2019, 7:41pm

@ Martin

Bist du bei der "Wiederverdrahtung" nach den Leitungsfarben im Plan gegangen? Wenn ja, überprüfe mal die wirklichen Leitungswege im Gerät. Nicht das sich da ein Fehler eingeschlichen hat und z.B Leitung A , welche im Plan als gelb gekennzeichnet ist, im Gerät in wirklichkeit eine grüne Leitung ist.
Das muss nicht unbedingt der Fehler sein aber es ist dennoch möglich.
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101

Tuesday, May 28th 2019, 9:16pm

Also das verwunderliche Drehverhalten des RWD-Motors: Er dreht bei Play kräftig in die falsche Richtung, man muss schon Kraft aufbringen, um ihn zu stoppen.
Was die Farben der Kabel betrifft: Ich habe mich an den Fotos orientiert, die ich vor dem jeweiligen Ausbau gemacht hatte. Bei mir sind die Motorkabel des FWD-Motors in der exakt umgekehrten Reihenfolge gewesen. Kai meinte aber, das sei ok bei den Wechselstromern.
Ich habe nun auch nochmal zwischen DF3 (115 V vom Trafo) und D15 (0 V vom Trafo gemessen, bei jeweils abgezogenen Kabeln. Nach meinem (rudimentären) Verständnis müssten da doch immer 115 V anliegen? Aber beim Einschalten geht es über mehrere Zwischenschritte kurz auf 115/116 V, fällt dann aber stabil auf 65 V.
Ich bin mir sicher, dass vor mir noch niemand das Gerät geöffnet hatte, wg. bekannter Historie.
Daher meine Ratlosigkeit.
Grüße
Martin

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Wednesday, May 29th 2019, 12:51am

Hallo Martin,
vielleicht ist es einfacher, wenn Du Dir einen hilfsbereiten A77-Besitzer (dessen A77 einwandfrei funktioniert) in Deiner Nähe (wo ist das?) suchst. Dann könnt ihr direkt Kabelverläufe und gemessene Spannungen vergleichen und den Fehler wahrscheinlich recht schnell eingrenzen.

Gruß
Robert
Revox A77 MK III (2-Spur), A77 MK IV HS (2-Spur), B77 MK I (4-Spur) - Tandberg 10X - Uher Variocord 263

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Wednesday, May 29th 2019, 5:45am

meine anmerkung, die reihenfolge der motoranschlüsse sei egal, bezog sich auf völlig "umgedrehten" motoranschluß inklusive kondensator.
wenn die verdrahtung aber zur folge hat, daß der kondensator nun in serie mit der hauptwicklung statt der hilfswicklung liegt, dann dreht der motor natürlich andersrum.
der motorkondensator wird immer als bestandteil des motors betrachtet, auch wenn er woanders montiert ist.

mfg kai

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104

Wednesday, May 29th 2019, 9:25am

Guten Morgen,
meine anmerkung, die reihenfolge der motoranschlüsse sei egal, bezog sich auf völlig "umgedrehten" motoranschluß inklusive kondensator.
wenn die verdrahtung aber zur folge hat, daß der kondensator nun in serie mit der hauptwicklung statt der hilfswicklung liegt, dann dreht der motor natürlich andersrum.
der motorkondensator wird immer als bestandteil des motors betrachtet, auch wenn er woanders montiert ist.

Die vier Motoranschlüsse des rechten Motors sind wie gesagt in genau umgekehrter Reihenfolge wie im Schaltplan. Aber das waren sie zuvor auch. Auch die Kondensatoren auf der Netzteilplatine habe ich entsprechend der vorhandenen eingelötet. Und derjenige, der plötzlich bei PLAY falsch herum und zu schnell dreht ist der linke.
Ist es denn nicht, wie oben gefragt, zunächst einmal das Grundproblem, dass zwischen DF3 (115 V vom Trafo ?) und D15 (0 V vom Trafo ?) bei jeweils abgezogenen Kabeln keine 115, sondern 65 Volt zu messen sind? Das kommt doch direkt aus dem Trafo und hat mit dem weiteren Kabelverlauf, Kondensatoren usw. nichts zu tun - oder doch?
Grüße
Martin

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105

Wednesday, May 29th 2019, 10:20am

Was vom Trafo kommt, siehst du am Trafo.
Was du irgendwo in der Schaltung siehst, hängt ab von der Verdrahtung
und vom Schaltverhalten der Relais.
Relais-Tausch klärt garnichts, wenn die Relais-Steuerung nicht funktioniert.
Das Grundproblem scheint hier zu sein, daß die Verdrahtung völlig unklar ist.
Solange die nicht in Einklang mit dem Schaltbild gebracht ist, ist es nicht möglich, mit Messungen und Logik anhand der Schaltung den/die Fehler zu finden.

MfG Kai

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106

Wednesday, May 29th 2019, 12:46pm

Wie kräftig dreht der linke Wickelmotor? Kann man ihn mit der Hand leicht abbremsen? Wie verhält er sich wenn ein Band aufgelegt ist?

Wenn ein Band aufgelegt ist, scheint er sich ebenso zu verhalten zu wollen wie ohne Band, wobei man natürlich nicht wirklich erkennen kann, ob er in die Gegenrichtung zieht. Nach kurzer Zeit jedenfalls bleiben er und das Band stehen.

Was vom Trafo kommt, siehst du am Trafo.

Darauf bezog sich meine Frage, weil ich mir nicht sicher bin, ob ich hier korrekt messe. Müsste ich (siehe angehängten Schaltplan-Auszug) zwischen rot (DF3) und blau (D15) bei jeweils abgezogenen Steckern nicht in jedem Betriebszustand stabile 115 Volt messen?

Quoted


Was du irgendwo in der Schaltung siehst, hängt ab von der Verdrahtung und vom Schaltverhalten der Relais.
Relais-Tausch klärt garnichts, wenn die Relais-Steuerung nicht funktioniert.
Das Grundproblem scheint hier zu sein, daß die Verdrahtung völlig unklar ist.
Solange die nicht in Einklang mit dem Schaltbild gebracht ist, ist es nicht möglich, mit Messungen und Logik anhand der Schaltung den/die Fehler zu finden.

Nun habe ich zum x-ten Mal alle Stecker und Kabelfarben gechecked und auf die angehängten Fotos übertragen. Die einzigen Abweichungen zum Schaltplan:

E5 (SpeedControl) ist grau statt vio

Motorkabel rechts (vertauschte Reihenfolge?)
D13 ist braun statt yel
D14 ist blau statt grn
D15 ist grün statt grn/blk
D16 ist gelb statt yel/blk

Motorkabel links (vertauschte Reihenfolge?)
F1 ist rot statt grn/blk
F2 ist braun statt yel
F3 ist gelb statt yel/blk
F4 ist blau statt grn

Ich habe heute mal die Motorkabel des rechten Motor schaltplangemäß umgesteckt. Das Ergebnis war dasselbe. Welche Verkabelungen sollte ich noch checken?
Wichtig wäre mir u.a. zu verstehen, ob meine Messung am Trafo korrekt ist oder ob ich dazu z.B. den Motorkondensator auslöten müsste o.ä.
Und natürlich jeder andere Tipp, vielleicht sieht ja jemand etwas Auffälliges, was ich in der Betriebsblindheit trotz xmaliger Kontrolle übersehe.
Danke & Grüße
Martin
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107

Wednesday, May 29th 2019, 3:41pm

Hier sind ein paar Fotos einer A77 Mk III. Vielleicht siehst du da irgendwelche Abweichungen zu deinen Kabeln.









LG Holgi

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108

Wednesday, May 29th 2019, 4:12pm

Danke für die Bilder, Holgi,
meine ist übrigens auch eine MK3, die 66-Letzte dieser Baureihe laut Seriennummer.

Unterschiede sehe ich beim Capstan-Kabel vom Drive Control:

E3
Bei mir gelb
lt. Plan gelb
bei Dir dunkelgrün

E4
Bei mir grün
lt. Plan grün
bei Dir grau

E5
bei mir grau
lt. Plan violett
bei Dir gelb

Ich vermute mal, dass das egal ist?
Zudem sind Bei Dir die beiden Tachodrähte E1 und E2 gegenüber Plan und mir vertauscht, sollte aber auch egal sein?

Und wie gesagt: Bei mir war und ist die Reihenfolge D13 - D16 genau umgekehrt. Was aber anscheinend auch egal ist, ich hatte es heute morgen ja auch mal in der plangemäßen Reihenfolge probiert.

Die unten auf der Netzteilplatine angelöteten Drähte von Trafo hatte ich nicht angerührt.

Ich hoffe ja immer noch, dass mich jemand in Sachen Trafospannungsmessung erleuchtet...
Vielen Dank & viele Grüße
Martin

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109

Wednesday, May 29th 2019, 5:13pm

Zur Trafospannung würde ich sagen,

an E7 und D9 messen, dabei DF3,D15 und ggf. D16 abgeklemmt lassen.
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Wednesday, May 29th 2019, 5:35pm

Trafo-Spannung messen heißt immer direkt an den Trafo-Klemmen messen, möglichst ohne angeschlossene Lasten, wenn unklar ist, ob da eine Last exzessiven Strom zieht. In solchen unklaren Situationen wie hier kann man sich nicht darauf verlassen, daß vom Trafo zu einer weiter entfernten benamten Klemme die Verbindung in Ordnung ist. Also muß man jeden Streckenabschnitt mit dem Ohmmeter/Durchgangssprüfer checken. Beim Messen mit einem modernen Multimeter mit 10 - 20 MegOhm Eingangswiderstand bekommst du auch an einem offenen Kreis mit schlechter Verbindung derTestpunkte zum Trafo (zB Kabelbruch) die fast volle Spannung angezeigt.

Die Drehrichtung eines solchen Motors hängt am Drehfeld. Man kann sie immer umkehren, indem man entweder den Motorkondensator in die Verbindung zur anderen Wicklung einfügt (wenn die Wicklungen ansonsten gleichwertig sind) oder indem man eine der beiden Wicklungen umpolt.

MfG Kai

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111

Wednesday, May 29th 2019, 6:43pm

Vielen Dank für die Hinweise.
Ich habe jetzt also
1. zwischen E7 und D9 im eingelöteten Zustand gemessen: ca. 80 Volt, nach einiger Hoch-und Runtertanzerei am Anfang
2. zwischen E7 und D9 im ausgelöteten Zustand, also in meinem Verständnis direkt an den Drähten, die aus dem Trafo kommen: 116 V.

Meine spontane Idee fürs Einkreisen:
1. Ich löte E7 wieder an (0V Trafo) und messe erneut gegen das noch ausgelötete D9. Sollten da 116 V erscheinen, kann ich davon ausgehen, dass das Problem auf der Netzteilplatine oder später liegt? Oder ist das naiv gedacht?
2. Ich löte auch D9 wieder an (hoffentlich) und ziehe sämtliche Kabel von der Netzteilplatine ab. Wenn jetzt keine 116 V anliegen: Kann ich davon ausgehen, dass der Fehler auf der Netzteilplatine liegt, oder ist das (auch) zu naiv gedacht?

Was das Thema der Drehrichtungen angeht: Das habe ich noch nicht ganz verstanden, denn ich bin mir mittlerweile doch ziemlich sicher, dass ich mich bei den Kabeln nicht „versteckt“ habe, dank „Fotobeweis“. Und es ist in meinem Verständnis ja nicht nur die Drehrichtung des linken Motors im PLAY das Problem, sondern auch sowohl die Drehgeschwindigkeit als auch die Kraft. Selbst wenn das im PLAY in die andere Richtung ginge, wäre das Resultat wohl alles andere als wünschenswert?
Danke & Grüße
Martin

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Wednesday, May 29th 2019, 7:36pm

Mit deinen Gedankengängen bist du schon auf der richtigen Spur und da der Fehler ja aufgetreten ist nachdem du die Netzteilplatine bearbeitet hattest (oder irre ich mich?), würde ich auch an jener ansetzen und dort die Fehlersuche fortsetzen.
-Lötstellen kontrollieren, gewechselte Bauteile richtig rum eingelötet?
-Leiterbahnen beschädigt?
-Drähte gebrochen/abgerissen?
-Kontakt zwischen zwei Leiterbahnen der nicht sein darf?
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Thursday, May 30th 2019, 12:59am

Guten Abend,
nur damit Ihr endlich mal wieder eine Nacht durchschlafen könnt: E7 wieder angelötet - 107 V zum abgelöteten D9. D9 auch wieder angelötet (hatte ich bis vorhin nie abgelötet) - immer noch 107 V. Und FWD sowie PLAY laufen wieder wie normal! Nur ohne Band/Spulen rennen die beiden Wickelmotoren bei PLAY nach wie vor schnell und mit reichlich Drehmoment gegenläufig, aber vielleicht ist das normal (kann das ein A77-Besitzer bestätigen?). Warm wird der linke Motor nach derzeit 10 Minuten normalem PLAY zumindest nicht übermäßig, sodass ich vermute, dass er nicht gegen seinen Willen in die falsche Richtung gezogen wird.
Insofern muss wohl eine der beiden Anlötstellen der Trafodrähte morsch gewesen sein, auch wenn die Drähte auf Zug fest auf der Platine saßen. Warum das dann nur die 105 V des rechten Motors betraf, aber nicht die des linken, ist mir noch nicht ganz klar, aber was soll‘s.
Ich bedanke mich einstweilen ganz herzlich für Eure Unterstützung und Geduld. Die 2.000 anderen Fragen, die ich noch habe, stelle ich dann in neuen Threads ;)
Viele Grüße
Martin

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Thursday, May 30th 2019, 5:08am

Nur ohne Band/Spulen rennen die beiden Wickelmotoren bei PLAY nach wie vor schnell und mit reichlich Drehmoment gegenläufig,
was verstehst du unter gegenläufig ?
der linke dreht im uhrzeigersinn, der rechte entgegen dem uhrzeigersinn.. das soll so. dazu ist dieser 9w widerstand im schaltbild zwischen den wickelmotoren da ?r125? .
geschwindigkeit und drehmoment mögen die praktiker beurteilen.

mfg kai
Nachtrag: Angaben zu den Drehmomenten bzw. "tape tension" findest du im Service Manual auf S.13 in Abschnitt 4.2, Tabelle 4.2.-22

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Thursday, May 30th 2019, 9:29am

Vielen Dank für diesen Hinweis. Ich hatte diese Seite zwar schon mehrmals gelesen, aber nicht so recht verstanden.
Ich vermute, das uhrenähnliche Gerät am Ende des Fadens in der Abb. ist eine Art Federwaage (könnte man da eine elektronische Kofferwaage nehmen oder wird das zu ungenau?]. Und die Werte in der Tabelle sind ohne Einheit - Newton?
Danke & Grüße
Martin

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Thursday, May 30th 2019, 9:38am

die Werte in der Tabelle sind ohne Einheit - Newton?

In der mir vorliegenden Version stehen da gleich zwei Einheiten: gr für Europäer und oz.av. für Amerikaner.
Das gezeichnete Instrument ist ein professionelles Gerät, das man zu entsprechenden Preisen auftreiben kann.
Es tut aber auch eine Federwaage für den Bereich bis 100 bzw 300 gr.

MfG Kai

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Thursday, May 30th 2019, 9:45am

Danke, das ist ja interessant. Welches SM hast Du denn? Sind die Werte in Deinem identisch zu diesen?
Dadoc has attached the following image:
  • 67059B40-DF1C-4045-AB70-79D4464D12E3.jpeg

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Thursday, May 30th 2019, 9:59am

Es ist eine englische Version, gekennzeichnet mit
10.18.1611 (0484 10th Edition)
Die Werte in den Spalten A und B sind identisch.
Der File ist 77.993 kB groß.
Die Seiten sind bis 44 durchnummeriert.
Der File hat aber 114 Seiten.
Insofern ist unklar, ob da jemand mehrere Dokumente in einem pdf zusammengefaßt hat.
Woher ich ihn habe, weiß ich nicht mehr.

MfG Kai

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Thursday, May 30th 2019, 3:04pm

Danke, es kursieren ja in der Tat eine ganze Reihe von Versionen. Meine haben z.B 157 Seiten. Manche sind dann auch geschützte PDFs, sodass man ohne Kunstgriffe keine OCR drüber laufen lassen kann. Letzteres ist extrem hilfreich, wenn man in so vielen Seiten schnell eine konkrete Information per Suchfunktion finden will (z.B. C101).
Da sich die gefühlte Drehmomentfrage relativiert, sobald man nicht am Drehteller, sondern an einer aufgespannten Leerspule „fühlt“, habe ich die Maschine nun wieder in ihre Nussbaumwohnung umgezogen ( nach dem in diesem Forum empfohlenen Umstellen von 220V auf 240 V und erneutem Einstellen der 21 V =) und genieße erst einmal das Beim-Drehen-Zusehen.
Wenn Federzugwaage und Drehzahlmesser da sind, gehts weiter. Bis dahin bilde ich mich mal fort ;)
Danke & Grüße
Martin

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Wednesday, June 12th 2019, 11:14am

Moin,
Ich muss zunächst mal eine Korrektur vornehmen, die ich leider nicht mehr in meinem Beitrag selbst durchführen kann, weil er sich nicht mehr editieren lässt: die Tachofrequenzen betragen bei der niedrigen Geschwindigkeit 800 und bei der hohen 1600 Hz! Ich hatte wohl die Motordrehzahlen im Kopf, denn die haben den halben Wert, also 400 und 800 U/min.
Sorry!
Mit einem optischen Drehzahlmesser geht das natürlich auch, den von dir verlinkten kenne ich nicht persönlich, ich habe einen von Mastech.

Da ich das Gerät wegen der krachenden Potis gestern eh aufhatte, habe ich mal die Drehzahlen mit meinem nagelneuen 15-Euro-Laser-Tachometer gemessen. Sieht für mein Verständnis sowohl bei der niedrigen Geschwindigkeit als auch bei der hohen gut aus, s. Fotos. Schwankungen bei beiden Geschwindigkeiten < 1%, wobei man für mehr Präzision das Messgerät wohl auf einem Stativ fixieren sollte.
Der Abstand des Tachokopfes kann bis auf 0,3 mm verringert werden, wenn die Spannung bei 0,4 noch zu gering ist.

Sollte hier trotz der guten (?) Werte am Tachokopf gearbeitet werden?
Danke & Grüße
Martin
Dadoc has attached the following images:
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