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Monday, May 13th 2019, 9:09am

Uher Report 6000 Universal, es hat gequalmt

Hallo zusammen,

ich muss mal wieder um Hilfe bitten. Seit einigen Tagen besitze ich ein Uher 6000 Universal. Das habe ich aus reiner Neugierde äußerst preiswert erworben,
ich wollte einfach mal wissen was die Uher Leute da gebaut haben, 3 Motoren, alles elektronisch gesteuert, usw. An Halbspur Mono bin ich eigentlich nicht
interessiert. Das war natürlich kaputt, sonst hätte ich es auch nicht gekauft. Das Antriebsrad ist pefekt, habe es in einem Testchassis ausprobiert,

man hört es kaum laufen, wenn ich das verkaufe hab ich den Erwerbspreis fast wieder.
Doch nun zur Baustelle. Die Pläne die ich gekauft habe sind kaum brauchbar, auch fehlen da Teile. Das primitive Netzteil ist im Schaltpaln abgebildet,
jedoch fehlt die Platine wo die Spannungsaufbereitung stattfindet, das ist wohl noch ein Step-Up Wandler verbaut. Die Bauteile auf dem Layoutplan
der Hauptplatine sind soeben erkennbar.

Nachdem ich mal mit einem regelbarem Netzteil da dran gegenagen bin, wurde auf der Hauptplatine etwas sehr warm, es ist dieser Bereich.
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Merkwürdigerweise waren anstelle der BC 327- 337, T49 bis T52, dort NPN- und PNP- Fets eingelötet. Die hab ich dann mal durch die angegebene erstezt und auch den defekten T71,
BC 369 getauscht.
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Dieser ging jedoch sofort in Rauch über, nachdem ich dann unsinnigerweise das Netzteil benutzt hatte.
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Frage: wo ist der Kurzschluß?


Alle Motoren sind in Ordnung, auch der Servoantrieb läuft wenn ich da Spannung drauf gebe, keine ungewöhnliche Stromaufnahme.
Auch der Hauptmagnet hat zuvor angezogen.
Ich würde das Teil gerne wieder zum laufen bringen, es zu schlachten wäre ein Frefel, es sieht noch Top aus, vielleicht finde ich ja auch
mal Verwendung dafür.


Gruß
Peter

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Monday, May 13th 2019, 6:18pm

Hast du schon T66, T69 & T65, T68 überprüft ?

MfG Kai

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Tuesday, May 14th 2019, 8:56am

Guten Morgen
Kai,

das war schon mal eine gute Idee. Die Transistoren waren nicht kaputt, sondern vertauscht. T65 sollte BC 337 und T86 ein BC327 sein, die waren umgekehrt,
wieso auch immer. Jedenfalls brennt im Moment nix mehr durch, kann mit normaler Betriebsspannung weiterarbeiten. Da gab es noch einen merkwürdigen Vorgang,
je nachdem wie ich das Gerät gekippt habe um besser an die Platine zu kommen, klackte es dann plötzlich. Als ich mit der Taschenlampe nachgesehen habe kam dann die
Erklärung. Da sind einige Fototransistoren verbaut und wenn auf dem vom Servo zu viel Licht fällt, schaltet der. Man repariert das also besser im Dunkeln.

Jetzt scheint die Logik aber noch ziemlich durcheinander. Vor- und Rücklauf klappt schon mal, rastet aber nicht ein, d.h. die Taste muss gedrückt bleiben.
Ob das so sein soll glaub ich nicht. Bei Start tut sich auch nix, die Start- und Record - LED leuchten ständig. Werde nun mal die Pegel überprüfen müssen,
das kann ja lustig werden, wenn eine von den gefühlten 300 Dioden kaputt ist, oder auch ein Inverter. D62 und D86 haben also H-Pegel, mit diesen Zweigen
fange ich mal an.

Gruß Peter

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Tuesday, May 14th 2019, 10:14am

An dem Gerät scheint sich demnach ja ein Unkundiger vergangen zu haben.
Dann ist es besonders schwer, Fehler zu finden, weil man garnicht mehr voraussetzen kann, daß Schalbild und Realität übereinstimmen und "nur" defekte Teile zu finden sind.

MfG Kai
Nachtrag: die genannten Transistoren sind eine Schwachstelle der Schaltung, weil es bei T66 & T69 keinerlei Strombegrenzung gibt. Wenn es da einem heiß wird, der Collektor-Basis-Leckstrom hochläuft, knallt es quer durch.

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Thursday, May 16th 2019, 11:43am

An dem Gerät scheint sich demnach ja ein Unkundiger vergangen zu haben.
Die vertauschen Transistoren lassen das jedenfalls vermuten, die FETs die da eingebaut waren, T49-T51, unlogisch scheint das ja nicht, sind ja in dem Falle auch nur Schalter, lassen mich nun glauben da war ein Fachmann dran der das Handtuch geschmissen hat. Allerdings waren das alte FET Typen, wenn Uher die schon eingebaut hat im Sinne von technischem Fortschritt, müsste das in neuen Plänen ja dokumentiert sein.

Das Teil fängt langsam an zu nerven, da sind jeden Menge Bauteile auf der Bestückungsseite eingebaut, ob die im Schaltplan dokumentiert sind weiß ich noch nicht. Die Kondensatoren dienen offenbar Entstörzwecken und sollten nicht weiter interessieren, da sind aber noch einige Dioden die sicher mit der Logig zusammen hängen und quer über die Platine verbunden sind. Dann gibt es auch noch gestrichelte Bauteile, " if necessary", steht dabei, ja wann sind die denn notwendig?

Jetzt hab ich zuerst mal den Schaltplan bunt gemacht und die Signalleitungen farbig markiert, das sorgt schon mal für etwas besseren Überblick. Den Bremsmagnet hab ich im Plan auch noch nicht gefunden. Servicefreundlich ist glaub ich anders, da lob ich mir doch die normalen Report und Monitor Geräte.

Gruß
Peter

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Sunday, May 19th 2019, 8:20pm

So, das Teil läuft wieder.

Da hat mir jemand ein dickes Ei ins Nest gelegt. Mehrmals hab ich gedacht warum tue ich mir das an, an Ersatzteilen hätte das locker EUR 200 bringen können. Das Laufrad, die fast neuen Tonköpfe, die vielleicht auch für die anderen Monitor passen, der sehr gute Deckel, die Anzeige usw., wenn da nicht der Ehrgeiz gewesen wäre. Sollte ich etwa an diesem Teil versagen? Alles was man löten kann, bzw. was ich noch löten kann, wird auch repariert, so war es bisher, falls nicht von vorne herein klar ist, dass es keine Sinn macht.


Nachdem ich 3 IC's, CD4069, und einige Transistoren gewechselt habe, schien die Logik wieder zu funktionieren, jedoch lief der Servomotor entgegen der geplanten Richtung. Den hab ich dann mal umgepolt und schon sah es anders aus. Dann jedoch wollte der Start partout nich funktionieren. Natürlich hab ich da zunächst wieder an ein Logik-Problem gedacht und alle Pegel zum x-ten Mal geprüft, es kam aber kein Signal vom Start Taster.
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Dann habe ich die Leitungen überprüft und siehe da, genau diese (weiß) war abgebrochen.
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Weiß jemand wo die rote Leitung hin gehört? Ich denke die ist nur für eine Buchse wichtig. Jetz läuft alles wie es soll, denke ich mal. Schade, dass es solch eine Steuerung nicht für die 4200 oder 4400 Monitor gab, die ist wirklich toll, allerdings scheit mir die Stromaufnahme zu hoch. Nicht weil da noch Fehler sind, allgemein für das Gerät. Der Bandzug ist sehr stark und braucht viel Strom weil das alles mit den Motoren erledigt wird, ich sehe aber noch keine Möglichkeit da einzugreifen. Die C-Mos Logik braucht den Strom jedenfalls nicht. 9 Watt soll das Gerät bei Batteriebetrieb brauchen, das sind da mal knapp 2 Stunden mit dem üblichem Bleiakku.


Aufnahme hab ich kurz geprüft, klappt auch, die Qualität weiß ich noch nicht, das zu überprüfen dürfte jedoch ein Kinderspiel gegen den Rest des Gerätes sein.

Die Bandbremse links stottert beim Start etwas, vielleicht kann man das mit den Elkos zur Dämpfung was machen.
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Gruß Peter

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