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61

Freitag, 17. August 2018, 10:36

Thema Entmagnetisierer

Hallo Holgi,
die Suchfunktion habe ich genutzt und viel gelernt.
Leider habe ich wohl genau das falsche Gerät gekauft!


Thomas

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62

Freitag, 17. August 2018, 10:41

Hallo Thomas,

nun ja... dieses Ding taugt maximal für Cassettenrecorder und auch dort nur bedingt... Du solltest mal die Angel in der eBucht auswerfen, wenn mal wieder eine "Bernstein"- Drossel vorbeischwimmt. Diese Drosseln sind echt super. Nur leider werden sie nicht mehr neu angeboten, daher gehört da auch etwas Glück dazu.

Petri heil wünscht

Rainer

63

Freitag, 17. August 2018, 11:28

Hallo Rainer,
ich werde dann mal angeln.
Aus Quatsch hab ich mal eben bei Bluthard angerufen und direkt mit Herrn Bluthard gesprochen.
Der verkauft ja auch diese Drossel und ist der Meinung, dieses Modell sei völlig ausreichend für die Tonköpfe unserer Tonbandgeräte.
Die Drossel werde von Fachwerkstätten empfohlen - sicher natürlich auch in Ermangelung anderen Modelle.
Zitat:"man kann damit natürlich keine großen Metallteile entmagnetisieren, aber warum sollte man das auch tun, es geht doch um kleine Tonköpfe?"
Schaun wer mal.
Thomas

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64

Freitag, 17. August 2018, 11:35

Da hat er recht, der Herr B.

Die Drossel ist für uns Amateur-Heimbandler vollkommen ausreichend. Dieses Modell gibt es schon eine gefühlte Ewigkeit, ich habe meine in den Neunzigern gekauft und bin zufrieden.

Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.

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65

Freitag, 17. August 2018, 13:58

nun, wie ihr meint.

Ich war jedenfalls mit der Leistung nicht zufrieden. Und als es dann noch darum ging, meine "dicken" Kopfträger von der T2221 und der T4224 zu entmagnetisieren, habe ich lieber keine weiteren Versuche damit gemacht und mir "was amtliches" zugelegt. Deshalb die Empfehlung der "Bernstein". In früheren Treads wurde diese Meinung übrigens durchweg geteilt. Aber wenn Euch die kleine Drossel genügt, dann ist doch alles ok. :)

Grüße, Rainer

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66

Freitag, 17. August 2018, 16:14

Ja, das tut sie. Ich bin allerdings auch ein anspruchsloser und bescheidener Zeitgenosse.

Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.

67

Freitag, 17. August 2018, 19:30

Ich habe auch nur eine "Gurke", wenngleich auch eine andere als die abgebildte. Bei meiner B77 waren die Köpfe einmal hörbar magnetisiert. Die Magnetisierung ließ sich mit der "Gurke" zu meiner Zufriedenheit (Unhörbarkeit) redzuzieren. Bei Mehrspurköpfen/Köpfen für mehr als 1/4-Zoll-Band mag das anders aussehen.

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

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68

Freitag, 17. August 2018, 20:17

Hier gibt es Meinungen und Tips zu 4 unterschiedlichen Entmagnetisierungsdrosseln:
http://www.pievox.de/Allgemeine_Tips_Entmagnetisieren.html
Hier gibt es die Bernsteindrosseln 2-305 und noch mehr:
https://www.pkelektronik.com/bernstein-e…ssel-2-305.html

Meine persönliche Meinung ist, daß für einen Höhenverlust allenfalls die Aufmagnetisierung der Kopf-Spulenkerne verantwortlich ist, nicht aber die anderer magnetisierbarer Metalle im Bandpfad. Die einzelnen Spulenkerne "erwischt" man vorn am Luftspalt.
Falls ich irre, bitte ich um Aufklärung.

MfG Kai
Nachtrag: Bei erneutem Nachschauen bei pkelektronik sprang mir der Hinweis "nicht mehr lieferbar" ins Auge. Beim ersten mal hatte ich aus dem Preis von 47,xx€ geschlossen, sie hätten die noch.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kaimex« (18. August 2018, 16:10)


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69

Samstag, 18. August 2018, 16:29

Falls du den Verdacht hattest, daß das mit der RdL aufgenommene Band auf der Variocord deshalb dumpfer klingt, weil dort allerlei aufmagnetisiert war/ist, solltest du die Aufnahme nochmal auf der RdL prüfen. Da dieser Effekt durch "Anlöschen" des Bandes passieren würde, müßte die Aufnahme danach auch auf der RdL dumpfer klingen.
Ist das nicht der Fall, liegt es an Dreck, Azimut oder unpassender Wiedergabe-Entzerrung.
Einen reversiblen Höhenverlust durch aufmagnetisierten WIedergabekopf, der nach Entmagnetisieren verschwindet ( meine Spekulation im vorigen Beitrag) gibt es nach Expertenauskunft (Peter Ruhrberg) nicht.

MfG Kai

70

Samstag, 18. August 2018, 17:44

Hallo,


das Entmagnetisieren der Variocord hat tatsächlich keine Veränderung gebracht.
Vielleicht liegt es aber auch an der "Spielzeugente".


Die Aufnahme der RdL hört sich auf der RdL immer noch sehr gut an.


Jetzt habe ich die (der, das) Variocord mal genau wie die RdL angeschlossen - also an die "richtige" Anlage, mit der ich auch die Aufnahme auf der RdL gemacht habe.
Ich habe dann eine Radiosendung aufgenommen.
Mit 19 cm/s.
Und siehe da - die Aufnahme ist prima!!
Ich habe jetzt natürlich nicht die große Erfahrung, aber das hört sich an wie das Original!!
Und das Band ist uralt.


Aber mit der Aussteuerung muss man aufpassen!
Zuviel, und es ist sofort verzerrt - da ist mit RdL aber mehr möglich.
Oder ist das auch noch ein Zeichen für ein Problem?


Das ist alles sehr verwirrend!! ?(
Ich mach hier anscheinend viel Wind um nichts!
Sorry!


Grüße


Thomas

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71

Samstag, 18. August 2018, 18:14

Hallo Thomas,

daß eine Eigenaufnahme auf der Variocord befriedigend ausfällt, muß nach der Enttäuschung mit der Wiedergabe der RdL aufnahme kein Wunder sein.
Bei der Variocord gibt es für Eigenaufnahmen kein Azimut-Problem, weil Wiedergabespalt und Aufnahmespalt identisch sind, also nicht gegeneinander geneigt sein können.
Der Spalt des Kombikopfes kann aber sehr wohl gegenüber dem Aufnahmekopf der RdL (in Bezug auf die Bandlaufrichtung) geneigt sein, was dann Höhenverlust zur Folge hat.
Der geringe Spielraum bis zum Verzerrungseinsatz kann unterschiedliche Gründe haben.
Hat die Variocord nicht eine Aussteuerungsautomatik ?

MfG Kai

72

Samstag, 18. August 2018, 18:39

Aussteuerungsautomatik für Variocord war optional.

Dass man mit der Aussteuerung mit der Variocord vorsichtiger sein sollte, deckt sich mit meiner Erfahrung mit drei Geräten. Die Variocord ist ein Prachtstück an Unkalibrierbarkeit. Bias R/L und ein Abgleich des VU-Meters. Ende Gelände.

Ich habe den (nicht belegten) Verdacht, dass 0 VU Anzeige einen magnetischen Fluss von ungefähr 320 nWb/m erzeugen. Dies allerdings bei allen Geschwindigkeiten. Als ich meine 263 in den 90ern intensiv nutzte, habe ich bis maximal - 6dB ausgesteuert. Die Bänder ließen auf der Akai GX-230D die Nadel bis in den roten Bereich ticken (0 VU entsprechen 185 nWb/m, meines Wissens).

niels
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73

Samstag, 18. August 2018, 18:54

Die VU-Anzeige sollte sich aber korrigieren lassen, so daß eine vernünftige Aussteuerung bei "Anpeilen" von 0 dB Spitzenwerten zustande kommt.
Ist denn sicher, daß die Verzerrungen nur vom Band kommen ?

MfG Kai
Nachtrag: Ich hab mal in die Schaltung geschaut. Hier ein Auszug, der die VU-Meter-Schaltung zeigt:

Über die Kondensatoren kommt das Signal vom linken und rechten Kanal, das zu den Tonköpfen geht.
Der Draht unten geht zum Instrument.
Über den Spannungsteiler rechts kommt die Versorgungsspannung.
Wenn die beiden Potis noch nicht am oberen Anschlag stehen, kann man die benutzen, um bei niedrigerer Ausgangsspannung bereits 0 dB anzeigen zu lassen. Wenn das nicht reicht, um damit 0 dB mit 250 nWb/m Bandfluß korrespondieren zu lassen, könnte man auch noch den Widerstand vor dem Instrument verringern (R63).
Wenn die Anzeige zu zappelig ist/wird, kann man den Speicherkondensator C27 vergrößern.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kaimex« (18. August 2018, 19:49)


74

Samstag, 18. August 2018, 20:53

Vielen Dank für die Erklärungen.

Meine Variocord hat eine Aussteuerautomatik - ich habe bloß nicht auf den Knopf gedrückt!!!
Ich versuche es morgen nochmal mit Automatik.

Es ist aber auch kompliziert!

Beste Grüße

Thomas

75

Samstag, 25. August 2018, 21:25

Guten Abend,

heute habe ich eine neue Aufnahme mit der Variocord gemacht, mit Automatik!
Hat gut funktioniert, aber nicht so gut wie bei der RdL.
Gibt es da einen Qualitätsunterschied?

Bei der RdL habe ich den Hauptriemen erneuert.
Zählwerkriemen hat nicht geklappt.

Ich glaube, die Probleme beim Spulen in beide Richtungen rühren von den beiden Friktionsrädern, die im Laufe der Zeit an Durchmesser verloren haben.
Kann das sein?
Gibt es da Ersatzteile?

Vielen Dank.

Thomas

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76

Samstag, 25. August 2018, 23:25

Hat gut funktioniert, aber nicht so gut wie bei der RdL.
Gibt es da einen Qualitätsunterschied?

Es gibt Leute, die Automatik aus Qualitätsgründen garnicht gut finden.
Wenn du erläutern würdest, was "nicht so gut" bedeutet, könnte man drauf eingehen.

Soweit ich mich entsinne, gibt es bei den Friktionsrädern zum Umspulen einiges zu justieren. Hast du das schon versucht ?

MfG Kai

77

Sonntag, 26. August 2018, 11:42

Hallo Kai,
ja, Automatik ist immer so eine Sache!
Die Aufnahme war einfach nicht so "dynamisch" wie die Aufnahme mit der RdL.
Ohne Automatik war es davor besser, aber eben immer mit der Gefahr des Übersteuern.
Aber ich vergleiche auch immer Äpfel mit Birnen - das muss "wissenschaftlicher" werden!
Die Geräte hängen jetzt nebeneinander an der Wand, funktionieren recht gut und es gibt einen neuen Umschalter. Ich werde jetzt vergleichbare Aufnahmen machen.
Gleiche CD, gleicher Player, gleiches Bandmaterial (da wird es schon wieder schwierig - ich habe momentan nur alte Ware), 19 cm/s, ohne Automatik.
Und dann schauen wir mal.
Ich habe die Friktionsräder schon eingestellt, zumindest versucht. Es ist auch etwas besser geworden.
Aber da ich den Riemen für das Zählwerk eh noch tauschen muss (Lt. SM ja ganz einfach!), versuche ich das dann nochmal.
Grüße
Thomas

78

Sonntag, 26. August 2018, 12:39

Dass ich bei Rdl und Variocord die Zählwerksriemen getauscht habe, ist zwar etwas her, aber ich meine, wenn es nicht leicht geht, machst du was falsch. Aus dem Kopf: Von vorne über den rechten Bandteller und anschließend (bei geöffnetem Gerät), den Riemen überr das Zählwerkrad.

niels
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79

Sonntag, 26. August 2018, 14:31

Die Aufnahme war einfach nicht so "dynamisch" wie die Aufnahme mit der RdL.

Das liegt ja aber in der Natur so einer Automatik.
Wenn du "nur" Übersteuerungen etwas sicherer verhindern willst, brauchst du stattdessen einen Limiter mit sehr kurzer Ansprechzeit (wenige Millisekunden") und einer langen Erholzeit (etliche Sekunden). Dann wird die Dynamik-Reduktion unauffälliger und bei vernünftiger Einstellung kleiner.

Eine Variocord sollte nicht kritischer auszusteuern sein als eine RdL. Da gibt es keine prinzipiellen Unterschiede.
Es ist aber natürlich abhängig von der Einmessung und der Einstellung der VU-Meter.

MfG Kai

80

Sonntag, 26. August 2018, 16:42

Vielen Dank Euch beiden,

ich mache erstmal die beschriebenen Aufnahmen.
Dann melde ich mich.

Muss ich den Bandteller zum Zählwerkriementausch demontieren?

Beste Grüße

Thomas

81

Sonntag, 26. August 2018, 16:47

Nein, den Teller musst du nicht demontieren.

niels
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82

Montag, 3. September 2018, 14:59

Bessere Automatiken wurden einmal mit einer möglichst lauten Stelle auf einen festen Pegel gesetzt und der blieb dann für die ganze Aufnahme, damit bleibt der Dynamikumfang erhalten. Zur Nutzung einer solchen Automatik muss man allerdings Zugriff auf die lauteste Passage der Quelle haben (bei Radio also unmöglich). Mein mittlerweile verschenktes Sony-CC-Deck aus den 90ern hatte so eine Konstruktion zusätzlich zur manuellen Aussteuerung, ich habe eigentlich immer letztere benützt - so lange man die Aussteuerungsanzeige ablesen kann bringt meiner Meinung nach die Automatik keinen Vorteil. Und Blinde oder stark seh-eingeschränkte Menschen hätten die Automatik wohl auch nicht leicht bedienen können.