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Dienstag, 17. Juli 2018, 21:49

Gewinde ausgefressen

Guten Abend!

Wir haben doch sicher ein paar Metaller hier im Forum? Weil, ich habe ein Problem:

Durch dauerndes Wechseln der Kopfträger beim Einmessen, Einstellen, usw. ist jetzt ein Gewinde für die Befesitungsschrauben ausgefressen. Oder anders: es gibt kein Gewinde mehr, die Schraube lässt sich einfach so in das Loch stecken, wo früher mal ein Gewinde war ;) Wie bekomme ich das repariert? Es ist ein Alugußteil, also das normale Zeug, aus dem die Chassis sind. Als erstes ist mir einfallen, einfach ein größeres Gewinde zu schneiden ... beim nachdenken hab ich es gelassen.

Daher hier die Frage.

Danke und Gruß
Michael

2

Dienstag, 17. Juli 2018, 22:08

Gewindeeinsätze sind eine Lösung. Gibt es auch mit außen gerändelt und weitere.
MfG Frank

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3

Dienstag, 17. Juli 2018, 22:14

Gewindeeinsatz oder Knetmetall wäre das erste, das mir dazu einfällt.

Grüße, Peter

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4

Dienstag, 17. Juli 2018, 22:52

Wenn man vorher kein Gewinde schneiden will oder kann, sind solche Einsätzeauch ganz praktisch: 5 mm-Loch bohren, etwas Epoxykleber an die Buchsen und dann einschlagen/einpressen. Wenn man anschließend die Schrauben nicht jedesmal anknallt, hält das fast so lange wie das Original.
Ist jetzt für M3, ich weiß nicht, ob das richtig ist. Ich war von Uher RdL/Variocord ausgegangen....

Gruß
Holgi

5

Mittwoch, 18. Juli 2018, 11:07

Danke für die Tipps.

Ich befürchte fast, für die Gewindeeinsätze ist da nicht genug Platz, bzw. nicht genug altes Material drumherum. Ich will mir aber trotzdem mal welche besorgen und dann ausmessen.

Wie ist das mit dem Knetmetall? Wird das in das alte Loch gequetscht und härtet das fest aus, so dass man danach ein neues Loch bohren und ein Gewinde schneiden muss?

Ich hab davon keine Ahnung ... ;)

Danke und Gruß
Michael

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6

Mittwoch, 18. Juli 2018, 11:20

Hallo Michael,

Kannst Du mal ein Foto von den besagten Stellen machen? Prinzipiell ist Knetmetall nicht schlecht, aber auf Dauer.... Wenn eine M5 in das Loch ginge könnte man die verkleben und M 2-4 nachfertigen.

Gruss Andre

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7

Mittwoch, 18. Juli 2018, 11:30

Hallo,

hier scheint niemand HELICOIL Einsätze zu kennen. Das sind rhombenförmige Drähte in Schraubenform. In das ausgerissene Gewinde wird ein grösseres Gewinde geschnitten und dann wird der Helicoil-Einsatz mit einem Werkzeug in das neu geschnittene Gewinde gedreht. Innen ist jetzt wieder ein Gewinde mit der originalen Größe. Einfach mal nach Helicoil googeln, ich will hier jetzt keine fremden Bilder verlinken.

MfG, Tobias
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8

Mittwoch, 18. Juli 2018, 11:50

Hallo,

die HELICOIL funktionieren, wenn du genug Material drumherum hast, sehr gut. Ich glaube aber, dass das genau das Problem ist.
Nicht genug "Fleisch" drumherum.

Gruß
Torsten
Gruß
Torsten


z.Z. in Arbeit: AKAI GX-630D

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9

Mittwoch, 18. Juli 2018, 12:15

Hallo Torsten,

Helicoils brauchen aber von den hier beschriebenen "Gewindeeinsätzen" am wenigsten "Fleisch" um das Gewindeloch herum.

MfG, Tobias
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10

Mittwoch, 18. Juli 2018, 13:04

Hi Tobias,

oh, ich dachte, die benötigten etwas mehr an Material....
so kann man sich täuschen....
:huh:


Gruß
Torsten
Gruß
Torsten


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11

Mittwoch, 18. Juli 2018, 14:23

Hallo Matthias!

Vielleicht kann man das Problem auch mit einer Nietmutter beheben. Hier mal ein Foto dazu.
http://www.directindustry.de/prod/kerb-k…001-894861.html



Grüße Werner

12

Mittwoch, 18. Juli 2018, 14:27

Hallo Michael!

Ja, das passende Knetmetall (Flüssigmetall) muß das Loch vollständig
ausfüllen. Nach der Aushärtezeit (i. d. R. 30min. - lieber am nächsten Tag
weiterbearbeiten, Du bist ja nicht auf der Flucht) bohrst Du mit dem
Kernbohrer ein Loch. Danach schneidest Du das Gewinde. Fertig!

Viel Erfolg bei der Instandsetzung.

Gruß
Wolfgang

PS.: Ich habe schon abgerissene Befestigungsösen am Motor für die
Anlasserbefestigung damit "geheilt". Und zwar dauerhaft...

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13

Mittwoch, 18. Juli 2018, 16:20

Tolle Lösungen. Werner's Nietmutter find ich total klasse. Die Praxis wird es zeigen.

14

Mittwoch, 18. Juli 2018, 20:04

Danke für alle Tipps!

Ich werde mir alles mal durchlesen und dann sehen, ob ich das in die Maschine bekomme.

Die Nietmuttern sehen wirklich gut aus - das wird aber an meinen "Fähigkeiten" scheitern, befürchte ich.

Danke und Gruß
Michael

15

Mittwoch, 18. Juli 2018, 21:10

Mathias das ist keine Hexerei!

Hier ein Montagebeispiel ohne Spezialwerkzeug: https://www.youtube.com/watch?v=tV6RXQjHecc

Must dir nur eine geeignete Mutter besorgen, die Bohrung ansenken damit der Bund nicht vorsteht und fertg.

Grüße Werner

16

Samstag, 28. Juli 2018, 14:50

Hallo ich als Feinwerkmechaniker im Maschinenbau hätte zu Time Seit von Fürth geraten ich weiss jetzt nicht wie viel das in der passenden große kostet aber ich denke nicht sehr viel.
Mit freundlichen Grüßen
Mark

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18

Samstag, 28. Juli 2018, 22:10

hätte zu Time Seit von Fürth geraten

Time Sert heißt das System. Und das nicht erst seit gestern! ;)

Da braucht man aber ein Eindrehwerkzeug, Kernlochbohrer und Gewindebohrer, die auch nicht gerade billig sind. Und das für zwei Gewinde?.... Aber gut, wer was Ordentliches haben will, muss auch ordentlich in die Tasche greifen! ^^