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  • »HansWurst« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 6. Mai 2018, 15:11

REVOX B77 MKII Laufwerksmotor Bandgeschwindigkeit

Hallo ins Forum,

habe mir jetzt einen alten Kindheitstraum erfüllt und eine B77 MKII zugelegt.
Ich habe mir als gelernter Elektriker, der aber seit Ewigkeiten nichts mehr mit dem Thema zu tun hat, einfacher vorgestellt.
Eigentlich hatte ich vor, sämtliche Kondensatoren zu erneuern, scheitere aber an den richtigen Typen.
Zwar habe ich sämliche Unterlagen, aber gerade bei den Kondensatoren, die keine Elkos sind, weiß ich einfach nicht, welcher Folienkondensator hier der richtige ist.
Somit habe ich mich auf den Funkentsörkondensator beschränkt, und nur diesen ausgewechselt.
Die Motorkondensatoren und ein weiterer RIFA waren bereits getauscht.
Alle Platinen habe ich mit einem Leiterplattenreiniger behandelt.

Jetzt zum eigenlichen Problem:
nach dem Aulegen von Bändern lief die Maschine zunächst nicht an.
Vor- und Rückspulen funktioniert allerdings.
Der Capstan läuft.
Man hatte den Eindruck, dass die Bremse weiterhin betätigt war, das war es allerdings nicht.
Irgendwie fehlt ein gewisses Drehmoment.
Ohnen Bänder drehte sich alles einwandfrei.

So, nach etwa einer Stunde grübeln und probieren, läuft die Maschine dann doch an.
Allerdings habe ich den Eindruck viel zu langsam.
Da ich keine bespielten Bänder habe, weiß ich halt nicht, ob das die richtigen Geschwindigkeiten sind.
Auf jeden Fall hat man aber 2 Geschwindigkeiten.
Was ich allerdings auch auffällig finde, ist, dass man das Band, und damit den Motor ohne Probleme mit der Hand anhalten kann.
Ich hätte auch hier mehr Drehmoment erwartet.
Kann mir jemand weiterhelfen, ob das ein normales Verhalten ist. Also, ob man den Motror ohne weiteres anhalten kann.

Könnte bei der Reinigung etwas schief gelaufen sein, vielleicht mit den Trimmern?
Vielen Dank, und Gruß vom Niederreihn
VG

Markus

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2

Sonntag, 6. Mai 2018, 18:07

Hallo HansWurst,

dieses Verhalten ist (natürlich) nicht normal. Wenn die Drehzahlregelung des Capstanmotors funktioniert, kann man ihn von Hand nur mit großem Kraftaufwand anhalten.
Hier liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit das übliche Problem vor: einer oder mehrere Elkos auf der Drehzahlregelplatine haben ihr Leben ausgehaucht. Und eventuell sind das nicht die einzigen, denn bei einem 30-40 Jahre alten Gerät haben alle Elektrolytkondensatoren längst ihre Lebensdauer überschritten!

Mein Tipp: alle Elkos tauschen. Dann hast du wieder 30 Jahre Ruhe! Wenn du faul und/oder optimistisch bist ;) , tauschst du erst mal nur die auf dem Drehzahlregelprint.

Die Folienkondensatoren werden uns alle überleben, die brauchst du nicht zu tauschen! Bei den Trimmern kommt es darauf an, ob die Schleifer noch mit genug Druck anliegen. Fallen die bei Berührung nicht ab, können die auch drinbleiben. Sinnvoll ist es allerdings, für den 10 kOhm-Trimmer auf der Drehzahlregelung einen langen Spindeltrimmer einzusetzen, wenn man schon dabei ist. Die Lochung dafür ist schon vorhanden! Die Einstellung der Drehzahl geht damit erheblich leichter.

LG
Holgi

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »hannoholgi« (6. Mai 2018, 20:00)


  • »HansWurst« ist der Autor dieses Themas

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3

Dienstag, 8. Mai 2018, 17:31

Hallo Holgi,

danke für die nette Antwort.
Leider einige Rückfragen dazu: ?(
Wie sieht es mit den beiden anderen Motoren aus, lassen die sich auch nur schwer anhalten?

Welche Nummer hat die Drehzahlreglerplatine?
Ich hatte mir ja schon eine Stückliste zusammengestellt aus den Unterlagen.
Solange es um die Elkos ging hatte ich eigentlich keine Probleme das zusammen zu stellen, bis auf 2 Stk. 1,6mF/3V auf der 1.177.250-13, die ich bei keinem Händler gefunden habe.
Hast Du dafür eine Quelle für mich?

Was die Trimmer betrifft, würde ich die ja auch gerne austauschen.
Dann liest man natürlich, dass das Gerät neu eingemessen werden muss.
Kann man sich nicht folgendermaßen behelfen: alter Trimmer raus, Widerstand messen, und diesen auf den neuen Trimmer einstellen

VG
VG

Markus

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4

Dienstag, 8. Mai 2018, 18:37

Wie sieht es mit den beiden anderen Motoren aus, lassen die sich auch nur schwer anhalten?

Nein. Im Play-Betrieb müssen die ja den Bandzug aufrecht halten, ohne das Band zu überdehnen. Den aufwickelnden Motor kann man leicht anhalten, den abwickelnden ebenfalls; er wird ja in Gegenrichtung gezogen.
Beim Umspulen dreht der jeweils ziehende Motor recht kräftig, lässt sich aber immer noch von Hand stoppen. Man kann auch beim Umspulen direkt die Richtung wechseln; der Bandzug bleibt dabei im zulässigen Bereich. Alte Revox-Hasen stoppen mit dieser Methode (Umspultaste der Gegenrichtung betätigen und kurz vor dem Stillstand STOP drücken)! Der gezogene Motor läuft mit nur geringer Spannung in Gegenrichtung und lässt sich sehr leicht von Hand stoppen.

Welche Nummer hat die Drehzahlreglerplatine?

Keine Ahnung. Steht auf der Lötseite! Es ist die mit dem Knallfrosch, den zwei ICs und dem großen Kühlblech.

Edit: 1.177.32x.81
Für x steht 5, 6 oder 7.


1,6mF/3V auf der 1.177.250-13, die ich bei keinem Händler gefunden habe.

Das ist ja kein Problem. Dann nimmst du 2200 µF mit der kleinsten Spannung, die du bekommen kannst (6,3 V). Etwa die hier!
Dadurch verbessert sich die Tieftonwiedergabe um ein Dezibel! Hat also sogar einen positiven Effekt. ;)

Kann man sich nicht folgendermaßen behelfen: alter Trimmer raus, Widerstand messen, und diesen auf den neuen Trimmer einstellen

Nein. Vergiss es. Das wird nie genau genug, zumal es 20 kOhm-Trimmpotis praktisch nicht mehr gibt (nur noch 25 kOhm). Außerdem ist die Einmessung, die die Kiste jetzt hat, mit Sicherheit nicht mehr korrekt (Bauteilalterung und anderes Bandmaterial!). Ich vermute, du willst auf LPR 35 einmessen!?

Schade, dass du am Niederrhein wohnst. Sonst könntest du die ganze Teile-Tauschorgie durchziehen und die Einmessung machen wir bei mir zusammen. Aber maybe findet sich ein Forenkollege in deiner Nähe, der das übernehmen kann? :pinch:

LG Holgi

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »hannoholgi« (8. Mai 2018, 21:19)


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Dienstag, 8. Mai 2018, 20:49

Niederrhein? Peter oder ich, wobei Peter das natürlich viel besser kann.....
Leute, bleibt schön glatt gewickelt!

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6

Dienstag, 8. Mai 2018, 21:24

Niederrhein? Peter oder ich, wobei Peter das natürlich viel besser kann.....

Nun ja, ich denke zwischen uns beiden gibt es kaum ein "besser" oder "schlechter", das irgendwie nennenswert wäre.
Jeder hat seine eigenen kurz- oder langjährig bewährten Methoden, auch in unserem Fachgebiet führen viele Wege nach Rom.

Wie auch immer, die Restaurierung kann ich gerne "beaufsichtigen" und/oder die Einmessung inklusive evtl. Feintuning und Erläuterungen ("Anfängerkurs") übernehmen.

Grüße, Peter

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Mittwoch, 9. Mai 2018, 12:07

Ich glaub, da täuscht Du Dich aber gewaltig!
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Mittwoch, 9. Mai 2018, 13:36

Ich glaub, da täuscht Du Dich aber gewaltig!

Tja ... bevor ich mich streite :whistling:

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Mittwoch, 9. Mai 2018, 18:04

Jetzt wäre ja HansWurst langsam mal wieder mit einer Äußerung an der Reihe! :rolleyes:

  • »HansWurst« ist der Autor dieses Themas

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10

Donnerstag, 10. Mai 2018, 08:21

also wenn Peter sich anbietet... :thumbsup: sehr gerne!
das ist von mir aus Mönchengladbach dann fast um die Ecke!
Am Besten ich komme dann zunächst mal mit dem Gerät, so wie es ist vorbei, oder?
VG
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Markus

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11

Donnerstag, 10. Mai 2018, 08:52

Am Besten ich komme dann zunächst mal mit dem Gerät, so wie es ist vorbei, oder?

Denke ich auch.
Hilfreich wäre für mich eine vorherige Aufstellung über den momentanen Stand der Dinge, und was aus deiner Sicht zu tun notwendig wäre.
Falls möglich mit Bildmaterial, wenn es der Sache dienlich ist.
Sicherlich wird sich dabei zugleich ergeben, inwieweit du die notwendigen Arbeiten selber durchführen kannst.
Rest per PN?

Grüße, Peter

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12

Donnerstag, 10. Mai 2018, 11:24

Dem Peter beim Einmessen mal über die Schultern schauen dürfen....Ja, das wäre was!
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13

Donnerstag, 10. Mai 2018, 11:38

Dem Peter beim Einmessen mal über die Schultern schauen dürfen....Ja, das wäre was!

Na das kannst du jederzeit haben 8)

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