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Freitag, 2. März 2018, 15:32

ASC AS 5004, 2 Probleme und Sachstand

Hallo zusammen,

ich habe mich jetzt einmal um meine Neuerwerbung von ASC gekümmert. Ich habe die Maschine aufgrund einiger Bilder gekauft (wahrscheinlich zu teuer?), aber was soll's, ist ein Hobby. Die Maschine war wohl bisher noch nicht geöffnet, alle Farbmarkierungen waren nicht gebrochen. Was habe ich bisher gemacht: Die Riemen für das Zählwerk (mechanisch) wurden erneuert. Der Schalter der QUE Einheit war immer offen, der Kontakt war oxidiert. Mit Kontakt WL und einem Papierstreifen war eine Reinigung möglich, der Kontakt schaltet jetzt wieder einwandfrei. Die Kopfleiste mit den Köpfen habe ich penibel gereinigt (Isopropanol und Q-Tips). Die gesamte Maschine wurde entstaubt und gereinigt. Alle (die meisten!) mit einen Tröpfchen Öl oder Fett versorgt. Ich habe mir die einzelnen Platinen angesehen ob ein Tantal seine Mütze verloren hat oder ein Elko blutet oder dick wird. Alles scheint noch gut zu sein. Wobei ich die üblichen verdächtigen (Elko und Trimmer vom Netzteil) in Kürze tauschen werde.

Der erste Test: Die Maschine spielt bespielte Bänder (von Uher RDL) sauber ab, vielleicht kommen die höhen nicht ganz so sauber wie auf der RDL. Die Spulfunktionen sind gegeben, Play und Stop sowie Repeat funktionieren einwandfrei.

Der erste Aufnahme Test: Vom CD Player über einen alten JVC Verstärker zur Bandmaschine. das Ergebnis unhörbar :cursing: :cursing:, nur Krachen und Rauschen auf beiden Kanälen. Das linke Pegelmessgerät zeigt nichts an, das rechte eigentlich nur Mist. Ob Vorbandkontrolle oder Hinterband nur Krach! Das ganze mit einem Plattenspieler probiert, das gleiche Ergebnis. Rechter und linker Kanal getrennt probiert, dass gleiche Ergebnis. Laptop als Quelle angeschlossen und ein 1000 Hz Signal aus der Soundkarte auf die Maschine geschickt, nur Krach ?( ?(. Signalstärke zurückgenommen bis an der Monitorbuchse nur noch 1,5mV ankamen. Langsam wird es erträglich. Das 1000 Hz Signal nochmal an der Kopfhörerbuchse abgegriffen (Vor- und Hinterband) alles gut :). Jetzt ist die Frage, warum funktioniert die RDL an diesem Verstärkerausgang perfekt und die AS 5004 wird restlos übersteuert ?(. Fakt ist das Ausgangsverstärkersignal ist anscheinend viel zu hoch, der RDL macht es aber nichts aus, sie lässt sich einwandfrei einpegeln. Die ASC spielt verrückt, das VU-Anzeigegerät zeigt nur irgendwas an.

Abhilfe: Ich habe in beide Überspielkabel jeweils einen 470Kohm Widerstand eingelötet, hat Super funktioniert. Die Aufnahmen sind jetzt mit jeder Quelle gut (9,5 cm) und lassen sich gut aussteuern.

Und jetzt zu meinen 2 Problemen. Das Pegelmessgerät ist auf dem linken Kanal defekt, beim Öffnen ist der Zeiger samt Halteplatte und weiteren Innereien heraus gefallen.

Wer könnte helfen und mir ein Pegelanzeigegerät verkaufen? Wäre Klasse wenn jemand noch eins hat oder mir eine Bezugsquelle nennen kann.

Das zweite Problem liegt am Bandrücklaufmotor. Alle drei Flügel der Spulen-Verrieglung sind abgebrochen :huh: . Am Vorlaufmotor sind zu Glück noch zwei Flügel dran, das klappt noch ohne Probleme. Gibt es den eine Lösung für dieses Problem. Ich könnte mir vorstellen, dass ich nicht der einzige bin bei dem die Flügel fehlen. Was kann man da machen? Ich habe provisorisch einen kleinen O-Ring über die Achse geschoben. Das hält zwar zum Probieren ist aber leider keine Lösung auf Dauer.

Ich danke euch für eure Hilfe.



Gruß

Klaus
Uher Rdl, Dual 626, ASC 5004, Palladium 9421 Belt drive

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2

Freitag, 2. März 2018, 19:02

Hallo,

die ASC5004 hat laut Schaltplan des Eingangsverstärkers folgende Eingangsempfindlichkeiten:
Mikro: 32 uV
Radio: 1.5 mV
Reserve/Line: 32 mV

Das ist sehr viel empfindlicher ausgelegt als sonst üblich.
Der Reserve/Line Eingang ist im Prinzip der gleiche wie Radio, hat aber einen 1MOhm Vorwiderstand anstelle von 4.7 kOhm.
Den könntest du also nehmen, ohne selber extern 470 kOhm vor den Radio-Eingang zu legen.

MfG Kai

3

Freitag, 2. März 2018, 19:52

Hallo Klaus!

Es wird kein Trost für Dich sein, aber Du bist nicht allein mit dem "Bandteller-Karies".
Viele AS4500/AS5000- und BRAUN TG1000/TG1020-Besitzer haben oder hatten auch
dieses Problem. Nachzulesen auch im BRAUN-Forum oder hier in diesem Forum.

Sind alle 3 Flügelchen so wie bei Dir abgebrochen, dann hilft m. E. nur noch eine
rustikale Lösung.
Zuerst das zentrale Pertinax-Plättchen auf der Unterseite entfernen, und dann
den Metallkragen der die Feder begrenzt entfernen. Die Feder muß raus. Jetzt
muß der Messingstab, was oben in der Kunststoffkappe (woran die 3 Fügel
waren) so bearbeitet werden, daß die Kunststoffkappe mit dem Messingstab
aus dem Teller herausgezogen werden kann.
Das Loch muß aufgebohrt weren, damit eine M5- oder M6-Schraube mit flachem
Kopf (ggf. flach feilen, damit sie nicht übersteht) von unten durch das Loch ge-
schoben werden kann. Sie sollte so lang sein, daß ca. 5 -8mm Frei herausstehen.
Denn darauf wird später z. B. eine Hutmutter als Spulenbefestigung geschraubt.
Die Schraube muß mit dem Bandteller verklebt werden, damit sie sich nicht
mitdrehen kann. Wichtig - die 3 festen Flügel auf dem Bandteller dürfen nicht
beschädigt oder geschwächt werden.
Das Ergebnis sieht dann ähnlich einem AS6000-Bandteller aus.

Es gibt möglicherweise noch andere Lösungen. Also Forianer, Vorschläge her!

Gruß
Wolfgang

PS.:
Ein weiteres auftretendes Problem dieser Bandteller und meine Reparaturlösung:
Ein NOS-Bandteller, bei dem mir der Metallkragen abgerissen war,und die Feder
das Mittelteil noch oben herausdrückte. Eigentlich ein Totalschaden. Aber, ich habe
in den Messingstab ein 2mm-Gewinde geschnitten. Eine kurze 2mm-Schraube mit
U-Scheibe ersetzt jetzt den Metallkragen (s.Bild).


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4

Samstag, 3. März 2018, 19:43

Das erste Problem ist gelöst. Nach der Anregung von Wolfgang habe ich die Sache jetzt in Angriff genommen. Zuerst habe ich die Feder und die org. Messingachse dem Bandteller ausgebaut. Da ich den Materialabtrag im Bandteller so gering wie möglich halten wollte, habe ich mich für eine 4mm Messingschraube entschieden. Ich habe in den Bandteller ein M4 Gewinde geschnitten und anschließend die abgelängte Schraube mit etwas Gewindesicherung passend eingeschraubt. Die Schraube wurde zusätzlich noch von hinten verklebt. Vorher habe ich jedoch die Dreiecke am Ende des Bandtellers etwas abgefeilt. Es war ein leichter Überstand vorhanden und die neue Klemmung hätte nicht richtig funktioniert.

Als nächstes habe ich ein Stückchen Alu genommen und habe ein Drehteil daraus gemacht. Den Außendurchmesser habe passend zum Aufdruck (Ring) der Alu-Spule gewählt. Da das Teil mit nur einem Durchmesser zu klobig geworden wäre, habe ich mich entschlossen vorne einen Zapfen dran zu drehen. Im inneren befindet sich das Gegenstück zur Schraube, ein M4 Gewinde. Auf die Rückseite habe ich um Kratzer an der Spule zu vermeiden ein Stück Klettband (die weiche Seite) aufgeklebt. Den Zapfen vorne habe ich aus optischen Gründen mit etwas schwarzem Leder beklebt.

Den Funktionsrest hat das Teil schon bestanden und ich denke optisch kann man es auch anschauen.

Mit meinen zweiten Problem bin ich leider noch nicht weiter ?( . Ich bin noch am Suchen. Früher gab es diese VU-Meter in jedem Elektronik-Shop, jetzt muss ich feststellen früher ist leider vorbei.

Ansonsten schönes WE

Gruß

Klaus
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  • Klemmschraube Spule1.jpg
  • Klemmschraube Spule2.jpg
  • Klemmschraube Spule3.jpg
  • Klemmschraube Spule4.jpg
Uher Rdl, Dual 626, ASC 5004, Palladium 9421 Belt drive

5

Samstag, 3. März 2018, 19:56

Hallo Klaus!

Gratuliere zu Deiner Bandtellerlösung.
Wohl dem der eine Drehmaschine hat.
Gut, daß Du an eine Polsterung der Verschlußunterseite
gedacht hast. Das hatte ich vergessen zu erwähnen.

Tipp:
Du könntest den großen Umfang noch rändeln. Dann ist der
Verschluß griffiger.

Meine Lösung ist für Leute wie mich gedacht,
die keine Drehmaschine haben.
Bei meinen großen ASC-Verschlüssen habe ich selbstkle-
bendes DC-fix mit Samtoberfläche genommen. Das trägt
weniger auf.

Gruß
Wolfgang

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6

Samstag, 3. März 2018, 20:21

Hallo Wolfgang,

Die Drehmaschine habe ich schon einige Jahre. Es ist ein China Modell, aber die Maschine geht auf 5/100 genau. Ist halt ein riesen Klotz (ca. 1,4m lang). Brauche ich hauptsächlich für mein Motorrad. Rändern habe ich auch schon gedacht, sieht aber immer etwas grob aus. Evtl. steche ich eine Nut rein für einen O-Ring oder ich klebe mir ein schwarzes Gummiband zusammen und spanne es darüber.
Aber eine Frage habe ich noch, wie macht ihr den eine Signalverfolgung an einer zusammen gebauten Maschine ?(.
Als ich das Problem mit der Übersteuerung hatte, musste ich feststellen, dass ohne eine passende Testumgebung ein Prüfen der einzelnen Karten in der Maschine fast nicht möglich ist. Ich denke das viel solange getauscht wird bis es wieder funktioniert.
Gruß
Klaus
Uher Rdl, Dual 626, ASC 5004, Palladium 9421 Belt drive

7

Sonntag, 4. März 2018, 09:09

Hallo Klaus!

Ob das Rändelergebnis "grob" aussieht, hängt vermutlich auch von
Erfahrungen ab ( und gutes Werkzeug vorausgesetzt). Anbei ein
Bild, auf dem nur der mittlere Knopf ein Orginal ist.



Es gibt natürlich viele Möglichkeiten, so eine Verschlußschraube
aufzuhübschen.

---

Signalverfolgung bei eingebauten Steckkarten ist selten gut möglich.
Dafür hatten wir in der Fernmeldeteechnik Adapterkarten, auf die
die jeweilige Karte aufgesteckt wurde. Sie lag dann frei zugänglich
außerhalb der anderen Steckkarten. Die Adapterkarte hatte zu-
sätzliche Meßpunkte, die die Signalverfolgung noch leichter machten.

Du könntest Dir Flachbandkabel + Steckapparat besorgen, und so die
Karte daran außerhalb des Gerätes testen. Eine andere Möglichkeit,
Du fragst hier:
http://as6000.de/
nach, wie er das Problem gelöst hat.

Gruß
Wolfgang

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8

Samstag, 10. März 2018, 13:45

Hallo zusammen,

ich wollte jetzt keinen neuen Tread erstellen, aber meine as 5004 macht mehr Probleme als ich ursprünglich gedacht habe. Deshalb bräuchte ich nochmal eure Hilfe. Wenn ich das Band neu eingelegt habe, sind die Fühlhebel ja durch den Zug am Band beide komplett nach innen gezogen. Wenn ich dann auf Start schalte läuft die Maschine an, die Andruckrolle geht hoch und zieht das Band an und die Bremsen werden freigegeben, aber der Wickelmotor rechts bleibt stehen. Das Band bildet nun eine Schleife und wenn ich dann nicht schnell genug die Wickelspule andrehe gibt es Bandsalat :( . Nach einen kleinen Schups ist dann alles gut und die Maschine läuft sauber. Das passiert aber nicht immer sondern nur manchmal.

Ich habe die Bandzugregelung für den rechten Wickelmotor wie im Manual beschrieben auf 70V eingestellt, den linken auf 30V. Die Anlaufkondensatoren habe ich mit einem Kapazitätsmessgerät gemessen, genau 2uF.

Wenn ich beide Fühlhebel ohne Band nach innen drücke und die Starttaste drücke hat rechte Wickelmotor fast keine Kraft ?(. Die Regelung über die Fotowiderstände scheint aber zu funktionieren, ich kann die Kraft der Motoren durch manuelles Bewegen der Fühlhebel sichtbar steuern.

Ein weiteres Problem besteht beim zurückspulen, wenn die aufnehmende Spule (links) fast voll ist dreht sie nur noch ganz langsam und bleibt mit Motorenbrummen? fast stehen.

Was mir noch aufgefallen ist, dass manchmal wenn ich eine Aufnahme starte, die Maschine im den Aufnahmebetrieb geht (beide Lampen des VU-Meters sind an) aber der Bremsmagnet zieht nicht an und die Andruckrolle bleibt unten. Wenn ich dann die Tasten erneut drücke läuft alles normal.

Ich denke aber das Aufnahmeproblem eine andere Ursache hat als die Bandzugsache.

Habt ihr eine Idee was ich noch prüfen könnte?

Gruß

Klaus

@Hallo Wolfgang,

deine Knöpfe sehen mit der Rändelung schon gut aus. Hätte ich so nicht erwartet. Mal sehen, ob ich mir irgendwo ein Rändelwerkzeug mal leihen kann.
Uher Rdl, Dual 626, ASC 5004, Palladium 9421 Belt drive

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Samstag, 10. März 2018, 13:48

Sorry doppelt gepostet
Uher Rdl, Dual 626, ASC 5004, Palladium 9421 Belt drive

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Sonntag, 11. März 2018, 20:52

Weitere Erkenntnisse

Hallo zusammen,

ich habe jetzt ein paar weitere Messungen durchgeführt. Es gab zeitweise einen Kontaktfehler zwischen Kontakt 11 und 10 von Relais 902 (W). Diesen Fehler konnte ich durch reinigen der Kontakte beseitigen. Anschließend habe ich Messungen direkt am rechten Wickelmotor durchgeführt. Dabei habe ich festgestellt, dass der Motor trotz anliegender Spannung von ca. 80V manchmal nicht sofort anläuft. Könnte hier evtl. trotz guter Kapazitätmessung des Betriebskondenssator ein Problem mit dem Kondensator vorliegen? Ich hatte ja zuerst angenommen, dass es sich um einen Anlaufkondensator handelt, es scheint sich aber um einen Betriebskondensator zu handeln. Kann jemand Licht in das Dunkel bringen?

Zum Rückspulproblem kann ich folgendes sagen: Der linke Wickelmotor hat beim Zurückspulen die volle Netzspannung und schafft es trotzdem nicht so richtig. Vielleicht hängt das auch mit dem Kondensator zusammen?

Es wäre Super wenn jemand helfen könnte.

Gruß

Klaus
Uher Rdl, Dual 626, ASC 5004, Palladium 9421 Belt drive

11

Freitag, 16. März 2018, 14:31

Kapazitätsmessung ist nicht unbedingt ein Indiz für perfekten Zustand, also ja, der Motorkondensator könnte das Problem sein.

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Samstag, 17. März 2018, 14:43

Hallo zusammen,

ich habe jetzt mal einen neuen Betriebskondensator bestellt, ich werde in dieser Sache berichten.

Bei den Problemen mit dem rechten Wickelmotor habe ich mit einen Fachmann für ASC Tonbandmaschinen telefoniert. Er gab mir den Rat einfach mal die Bandzugregelung für den rechten Motor "ein paar Volt anzuheben". Der Motor samt seiner Lagerung ist ja schließlich ja auch schon älter als 40 Jahre. Das habe ich dann auch getan und der Motor läuft wieder sofort nach dem Drücken der Starttaste an :D .

Was aber noch ein Problem ist, sind die fehlenden Höhen. Ich habe schon einiges gemacht und probiert. Die Köpfe sind, soweit ich das beurteilen kann sauber, die Einstellschrauben sind noch original versiegelt. Der Sprechkopf ist leicht trapezförmig aufgeschliffen, der Wiedergabekopf ist rechteckig. Der Kopfspalt ist nur mit der Lupe ganz schwach sichtbar. Ich habe diverses Bandmaterial probiert, mit wechselndem Erfolgt. Das getestete Material funktioniert auf meiner RDL eigentlich gut. Auf der ASC scheint es zu schmieren ?( . Sind halt alte Bänder von Sony und BASF. Ich habe mir jetzt auf Empfehlung ein paar Maxell XL1 besorgt. Mal sehen ob es besser wird? Ach ja, entmagnetisiert habe ich auch.

Was könnte ich noch tun? Ein Testband zum Prüfen des Köpfe habe ich leider nicht.

Ein schönes WE

Klaus
Uher Rdl, Dual 626, ASC 5004, Palladium 9421 Belt drive

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Donnerstag, 24. Mai 2018, 22:27

Was könnte ich noch tun? Ein Testband zum Prüfen des Köpfe habe ich leider nicht.

Das kommt nun darauf an, welchen Anspruch du hast! Wenn du die Köpfe genau normgerecht auf 90° eintaumeln möchtest, kommst du um ein Mess- oder Bezugsband nicht herum. Damit müsstest du dann aber sinnvollerweise die Köpfe all deiner Maschinen (ich weiß nicht, wie viele das sind) einstellen, damit es keine Phasenprobleme beim Bandaustausch gibt. Das wäre vor allem dann wichtig, wenn du öfters Bänder mit anderen Tonbandlern austauschst. Nur, wer macht das heute noch?.... :S

Wenn es dir darauf ankommt, dass nur die ASC und deine RdL tonkopfmäßig übereinstimmen, so dass Bänder auf der jeweils anderen Maschine optimal klingen, gibt es eine Lösung ohne Testband. Du nimmst mit der Uher für drei oder vier Minuten bei 9,5 cm/s und ca. -6 dB ein weißes Rauschsignal in Stereo auf. Sowas kann man (falls man noch hat) von einem UKW-Tuner zwischen den Stationen und ohne Muting bekommen, elektronisch generieren oder als Datei irgendwo aus dem Netz runterladen. Das Band mit dieser Rauschaufzeichnung legst du auf die ASC, gibst es wieder und schaltest dabei die Kanäle parallel (wichtig!). Also im einfachsten Fall den hoffentlich vorhandenen Monoschalter am Verstärker betätigen. Oder sonst irgendwie, notfalls mit einer Lötung an der Ausgangsbuchse. :rolleyes:
Nun kannst du nach Gehör den Azimut des Wiedergabekopfes einstellen, bis das Rauschen am hellsten klingt. Dabei so präzise wie möglich vorgehen, also die Schraube auch mal etwas über das Maximum hin- und her drehen, bis die Höhen schwankungsfrei zischen.

Jetzt nimmst du mit der ASC ein Rauschsignal auf, wieder mit 9,5 und nicht ganz voll ausgesteuert. Über die Hinterbandkontrolle (unbedingt die Kanäle wieder auf Mono schalten!) betätigst du nun die Azimutschraube des Aufnahmekopfes, bis das Rauschen hinter Band wiederum so höhenreich wie möglich tönt. Dabei bedenke bitte die Verzögerung zwischen Aufnahme- und Wiedergabekopf, also langsam drehen.

Da die Azimutschrauben noch verlackt sind, kannst du davon ausgehen, dass du nur einen relativ kleinen Drehwinkel (vielleicht < 90°) an den Schrauben benötigst; es sei denn, deine RdL ist völlig verkurbelt. Vor der Prozedur bitte die Köpfe noch mal gut reinigen und keine andere Schraube als die für den Azimut verstellen (bis auf diese zentralen Stiftschrauben, die zum Sichern der Einstellung dienen, natürlich)!

Danach stimmen die Kopfspalte deiner beiden Geräte bestmöglich überein.

LG
Holgi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hannoholgi« (25. Mai 2018, 17:28)