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Freitag, 17. März 2017, 22:06

Grundig TK 20

Heute neue Sicherungen rein getan.Dabei gesehen das EM 84 defekt ist.Neue bestellt.Alles läuft aber kein Ton..Weiß jemand an was das liegt? ?( ?(

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Freitag, 17. März 2017, 22:54

Scheint kaputt zu sein.


SCNR.

3

Freitag, 17. März 2017, 23:20

:thumbsup:

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4

Samstag, 18. März 2017, 00:32

Haben die Sicherungen auch Kontakt ? Die beste und neueste Sicherung bringt nichts, wenn der Si-Halter oxydiert ist. Und die "kaputte" EM 84 scheint das auch zu beweisen. Dann kommt nämlich auch kein Ton.......

Gute -Nacht- Gruß von
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.

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5

Samstag, 18. März 2017, 04:59

Was genau funtioniert denn nicht? Kein Ton bei der Wiedergabe? Leuchtet die EM84? Welche Sicherung war defekt, es gibt zwei?
Kannst du mit Messgerät und Lötkolben umgehen? Hoffentlich hast du die alte EM84 noch nicht entsorgt, es könnte nämlich sein, dass sie nicht defekt ist. Das eine Röhre so defekt ist, dass sie die Sicherung durchhaut, ist sehr selten.

Hier ist der Schaltplan: http://freeservicemanuals.info/en/servic…rundig/tk20.pdf
Gruß Stephan

Strom macht klein, schwarz und häßlich!

6

Samstag, 18. März 2017, 08:32

Danke für den Schaltplan.Was muss man beachten damit man keinen gewischt kriegt wen man das 20 mal genauer untersucht? :D Kondensatoren sollen ja noch lange den Strom speichern....Aber Ich würde gern wissen ob eine andere Röhre evt auch defekt ist. Also wer das schon mal gemacht hat mit dem kurzen verursachen wäre ich dankbar über genaue Beschreibung .

7

Samstag, 18. März 2017, 08:36

Was genau funtioniert denn nicht? Kein Ton bei der Wiedergabe? Leuchtet die EM84? Welche Sicherung war defekt, es gibt zwei?
Kannst du mit Messgerät und Lötkolben umgehen? Hoffentlich hast du die alte EM84 noch nicht entsorgt, es könnte nämlich sein, dass sie nicht defekt ist. Das eine Röhre so defekt ist, dass sie die Sicherung durchhaut, ist sehr selten.

Hier ist der Schaltplan: http://freeservicemanuals.info/en/servic…rundig/tk20.pdf
Ja die EM 84 hat noch etwas geglimmt sag ich mal..viel war es nicht.Ja zwei Sicherungen waren drin beide defekt.Nein Alte Röhre aufgehoben...

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8

Samstag, 18. März 2017, 08:52

Wenn eine Sicherung über den Deister geht, hat das ja einen Grund (Alter oder ein gravierendes elektrisches Problem....)
Hast Du schon mal überprüft, ob die Sicherungen - die Du neu eingesetzt hast - nicht schon wieder durchgebrannt sind ?
Ich denke es macht Sinn, dass erst nach der Fehlerursache gesucht wird.

Aus Deiner Aussage

Zitat

... Danke für den Schaltplan.Was muss man beachten damit man keinen gewischt kriegt wenn man das 20 mal genauer untersucht?
entnehme ich, dass Du in Bezug auf Elektrizität / Elektronik wenig Erfahrung hast. Auf die Frage vom radiobastler, ob Du mit einem Messgerät
und Lötkolben umgehen kannst hast Du nicht geantwortet. Deshalb sehe man mir nach, wenn ich Dir den Rat gebe:

- lass die Finger vom Gerät, sonst kriegst Du wirklich noch einen gewischt
- such Dir einen guten Bekannten, der in der Lage ist das Gerät wieder auf Vordermann zu bringen

Sonst machst Du u.U. noch mehr kaputt.

Trotzdem noch ein schönes Wochenende.

gerd
...den ganzen Dach över deiht se nix, ober nobends, dor neiht sik enen rin :sleeping:

9

Samstag, 18. März 2017, 09:00

Also....Ich hatte mich für meinen Freund hier angemeldet.Sind vor kurzem zu Tonbandgeräten gekommen weil das heutige mir zu fad ist.Mein Freund kannn damit umgehen.Brauch halt nur mal einen Rat..Und Ich fange gerade erst an.Zu sammeln und mich dafür zu interessieren..Also auch Frau an Technik..aber mit Freund gemeinsam.:) :) Bin an kleine Grundig Koffer geraten wo nicht mehr laufen und damit es angefangen....Während mein Freund die großen sammelt wie ts 1000.

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10

Samstag, 18. März 2017, 10:12

Hallo Angie33,

in einem Röhrengerät lauert überall das Darwin'sche Ausleseprinzip auf unerfahrene Fummler.
Du kannst deine Überlebenschancen wesentlich erhöhen, indem du kräftige Haushalts-Gummihandschuhe anziehst und unter den Füßen Plastik-Flip-Flops.
Auch beim Arbeiten am offenen Gerät nicht mit nackten Knien metallische Tischbeine berühren und mit der Nase tief ins Gerät tauchen.
Lange Haare besser zum Knoten binden oder ins Netz als von der Motorwelle aufwickeln lassen...
Bei Transistor-Geräten sind die Gefahren viel geringer. Da ist nur in der Nähe des Netzteils, insbesondere des Trafos und der Beschaltung der Primärseite Vorsicht angesagt.
Wenn man irgendwas ausprobieren oder modifizieren will, sollte man es als Anfänger immer bei ausgeschaltetem Gerät und abgezogenem Netzstecker tun und erst zum elektrischen Test wieder den Stecker in die Dose und Gerät einschalten.
Es gibt auch kleine hübsche Transistor-Koffer-Bandgeräte... auch welche, die an Batterie oder Akku laufen. Da besteht keinerlei elektrische Gefahr.

MfG Kai

11

Samstag, 18. März 2017, 13:19

Kleiner Tipp am Rande: am Computer tippt es sich wesentlich bequemer als am Handy oder Tablet und es passieren normalerweise keine Blödheiten wie Punkte und Großschreibung mitten im Satz bloß weil man die Abstandstaste zweimal erwischt hat! Ich schreibe nur im Notfall am Handy, eine ausgewachsene Tastatur ist einfach bequemer.

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12

Samstag, 18. März 2017, 14:34

Servus,

wenn die Sicherungshalter keine grüne Oxydation haben und die Sicherung heile sind, würde ich als erstes mal den Gleichrichter im Verdacht haben und ggfs. C31. Was machen denn die anderen Röhren?

Gruss Andre

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13

Samstag, 18. März 2017, 16:29

Was ich mit Leuchten bei der EM84 meine ist grünes Leuchten. Die EM84 sollte mehr oder weniger an den Rändern leuchten. So wie auf dem Foto die rechte Röhre. Tut sie es nicht fehlt die Anodenspannung .Leuchtet innen ein röliches Licht, das wäre die Heizung, dann wäre der Heizkreis ok.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:EM84-Betrieb.jpg
Gruß Stephan

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14

Samstag, 18. März 2017, 20:15

Halten denn die neuen Sicherungen? Ich hoffe doch, das keine stärkeren Sicherungen eingesetzt wurden.

Meine erste Vermutung wäre ein defekter Siebelko, oder ein defekter Gleichrichter.
Die damals verwendeten Gleichrichter bestehen aus Selen, dies ist aber nicht langzeitstabil. Man könnte auch sagen gleich riecht er.
Der Elko kann einfach ausgetrocknet sein, oder er hat Feuchtigkeit gezogen. Wenn im inneren dann ein Überschlag entsteht, können schonmal die Fetzen fliegen.
Die Röhren sind sehr selten für solche Defekte verantwortlich.
Als erstes sollte geprüft werden ob der Trafo überlebt hat.
Gruß Stephan

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15

Samstag, 18. März 2017, 20:36

Noch ein Tip zur Sicherheit:

Wenn man bei der Arbeit an Röhrengeräten nicht die Geduld aufbringt zu warten, bis sich alle Elkos "von selbst" auf ungefährliche Spannungen (< ~30V) entladen haben, sollte man sich aus einem Leistungswiderstand von einigen Kilo-Ohm mit isolierten Strippen und Greifklemmen eine Schnell-Entladungsvorrichtung basteln, die man mindestens an den (oder mehrere an die) Lade-Elko(s) hinter dem Netzgleichrichter klemmt und dann ein paar Minuten wartet oder bis ein Meßgerät ausreichend kleine Spannung anzeigt. Man sollte in die Schaltung schauen und prüfen, ob es keine weiteren Elkos gibt, die über diesen Pfad nicht auch entladen werden. Falls doch, sollten die auf gleiche Weise entladen werden.

MfG Kai

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16

Sonntag, 19. März 2017, 21:37

Servus,

möchte mich ja nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Aber ohne Grundlagenwissen des TE würde ich gar nichts empfehlen. Das ging bei der N4506 schon schief. Bevor es einen Trafo himmelt, bedarf es schon einen ordentlichen Schluss und der ist bei Röhrengeräten, sicht,- und riechbar.

Gruss Andre

17

Sonntag, 1. April 2018, 15:24

So gut wie jeder GRUNDIG TK 20 ist mittlerweile stumm. Das liegt an den WIMA Tropydurkondensatoren, die damals verbaut wurden. Erstmal müssen diese alten Kondensatoren gegen WIMA MKS4 der Gegenwart ersetzt werden. Das ist bei fast allen TK 20 dieser Welt absolut zwingend erforderlich, wenn da wieder ein Ton rauskommen soll.

So einen TK 20 zu öffnen und innen etwas zu zerlegen, damit an an die Bauteile rankommt, ist nichts für einen ungeübten Laien.
Damals gab es noch keine gedruckten Schaltungen, d.h. die Bauteile sind direkt miteinander verbunden. Das ist sogar für mich jedes Mal eine Herausforderung und ich hab das schon öfter erledigt. Hinzu kommt das Problem, dass die neuen Kondensatoren (wie z.B. die WIMA MKS4) nur kurze Beinchen haben und man sich deswegen mit Drahtverlängerungen Marke Eigenbau behelfen muß.

Speziell bei diesem TK 20 muß noch mehr hinüber sein, denn auch bei defekten Kondensatoren sollte das "magische Band" EM 84 trotzdem leuchten.

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18

Mittwoch, 4. April 2018, 02:19

Darf ich mich mit einer Frage anschließen?

Ich habe hier noch das TK 25, 1958 neu von meinen Großeltern gekauft, stehen. Eine meiner liebsten Beschäftigungen bei langweiligen Familienfeiern als Grundschüler, die Bänder damit zu hören. Valente, Ramsey, Conny und Co.

Aber bereits damals lag folgender Defekt vor:

Wiedergabe eher leise, nach längerem Betrieb (30-45 min) immer leiser bis kaum mehr hörbar. Dann muss man es erst abkühlen lassen.

Aufnahme unmöglich, kommt nix an und das magische Band schlägt so gut wie gar nicht aus.

Vermutlich sind auch die Kondensatoren durch, oder?

Ein Freund, der sich mit solchen Geräten auskennt, hat neulich mal reingeschaut, wollte aber nicht reparieren, da das TK 25 angeblich sehr komplex verdrahtet sei im Gegensatz zu anderen Grundigs aus der Zeit.
Kann das jemand bestätigen?

Thomas

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19

Mittwoch, 4. April 2018, 06:39

Moin moin Thomas,
grundsätzlich ist das Wechseln von Kondensatoren oder Widerständen bei den frei verdrahteten Chassis, je nach Lage der Bauelemente mehr oder weniger aufwendig.
Hierbei unterscheiden sich die Grundigs der TK2X Reihe nicht wesentlich untereinander.
M.f.G.
justus



Onkyo TX8050; Onkyo TA2760; Philips N4520; 2x Grundig TS1000; TK19;24;27 ; 2x Pioneer RL1011L; Telefunken M3000; M3002L; Uher 4000 Report L; Report 4400; Report Monitor 4200; Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601
.

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20

Mittwoch, 4. April 2018, 08:55

Ist ein TK 5 einfacher zu revidieren?

Thomas

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21

Mittwoch, 4. April 2018, 09:42

Thomas, für einen Laien ist alles was nen Netzstecker hat, nicht ratsam im Innern zu werkeln, das sei allein erfahrenen Hobbyisten und Fachleuten vorbehalten.
Zu groß ist die Gefahr nicht nur gesundheitliche Schäden davon zu tragen, auch versicherungstechnisch ist davon dringend abzuraten.
Für einen Fachmann oder erfahrenen Hobbyisten sind weder das eine noch das andre TK kompliziert. Oft sind es nur wenige Kondensatoren und Elkos die gewechselt werden müssten.
M.f.G.
justus



Onkyo TX8050; Onkyo TA2760; Philips N4520; 2x Grundig TS1000; TK19;24;27 ; 2x Pioneer RL1011L; Telefunken M3000; M3002L; Uher 4000 Report L; Report 4400; Report Monitor 4200; Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601
.

22

Donnerstag, 5. April 2018, 00:42

Es gibt (angeblich aus chinesischer Fertigung) axiale Folienkondensatoren aller interessanter Werte mit 630 V Spannungsfestigkeit, einiges auch in 1000 V. Die sind mein absoluter Favorit für Röhrengeräte weil sie gleiche Form und Beinlänge haben wie die Originale, also keine Spielerei mit Beinchen verlängern (das verfluche ich gerade an X2-Entstörkondensatoren in meiner Fisher-Anlage, jede Komponente hat zwei mit 10 nF über die Pole des Netzschalters als Funkenlöscher). Gibt es u.a. bei Antikradio Restored zu meiner Meinung nach sehr passablen Preisen.

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23

Donnerstag, 5. April 2018, 07:47

Ein Tip: Bei Völkner gibt es die Panasonic X2 Kondensatoren mit langen Anschlussdrähten. Das spart das verlängern der Anschlüsse.
Viele Grüße
Volker

24

Donnerstag, 5. April 2018, 14:22

Ein Tip: Bei Völkner gibt es die Panasonic X2 Kondensatoren mit langen Anschlussdrähten. Das spart das verlängern der Anschlüsse.
Vielen Dank für den Hinweis! Völkner war - da in Österreich meines Wissens nicht einmal mit einer eigenen Web-Domain vertreten - nicht wirklich auf meinem Radar, was ich in Wien nicht im kleinen Elektronikgeschäft aus dem Regal kaufen kann bestelle ich normalerweise bei Reichelt. Von dort stammen auch besagte WIMA Y1.

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25

Donnerstag, 5. April 2018, 20:53

@ Thomas (bandomatic)

Das kann ein Kondensatordefekt sein, muss aber nicht. Da steht eine genaue Prüfung an.
Das TK 5 ist geringfügig einfacher zu bearbeiten. Eng geht es in beiden zu, aber nicht unmachbar.

@ Manuel

"So gut wie jeder GRUNDIG TK 20 ist mittlerweile stumm. Das liegt an den WIMA Tropydurkondensatoren" Beide Aussagen sind falsch. Weder ist jedes TK 20 heute "stumm", noch liegt es, wenn es keinen Ton mehr von sich gibt, an den schlechten Kondensatoren*. Letztere verursachen die verschiedenartigsten Fehler, meist Verzerrungen durch Arbeitspunktverschiebungen, aber höchst selten ein völliges Verstummen des Gerätes.

(*sondern in 9 von 10 Fällen an durchoxidierten Sicherungen oder oxidierten Sicherungshaltern)

Gruß
Stefan

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26

Donnerstag, 5. April 2018, 23:57

Ihr habt beide recht.

Es liegt zunächst am nicht mehr vorhandenen Stromfluss. Wenn man das behoben hat, läuft die Kurbel einige Minuten und dann sind tatsächlich einer oder auch mehrere Kondensatoren sauer. Und wenn es ganz dumm läuft, wird bei Nichtbeachtung der Warnzeichen (leiser werdender Ton, komplettes Fehlen der Basswiedergabe und schliesslich nur noch Gekrächze aus dem Kofferlautsprecher) der Gleichrichter "gehimmelt". Hoffentlich war dann wenigstens eine vom Wert her passende Sicherung eingesetzt....

Thomas

Übrigens, von der Reparaturfreundlichkeit wird es mit aufsteigender Typenbezeichnung immer schwieriger, an die Bauteile zu kommen. Sprich, der TK 20 ist am einfachsten, der TK 28 am schwierigsten zu reparieren.

N'acht
Thomas

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27

Freitag, 6. April 2018, 00:53

Danke für die Infos.

Gibt es hier denn jemanden, der so ein TK 25 fertig machen könnte?

Mir ist insofern daran gelegen, weil ich damit meine ersten TB Erfahrungen gemacht habe.

Thomas

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28

Freitag, 6. April 2018, 07:41

Prinzipiell gerne, bin aber in Berlin - zu weit.

Gruß
Stefan

29

Donnerstag, 10. Mai 2018, 12:02

@ Manuel
"So gut wie jeder GRUNDIG TK 20 ist mittlerweile stumm. Das liegt an den WIMA Tropydurkondensatoren" Beide Aussagen sind falsch. Weder ist jedes TK 20 heute "stumm", noch liegt es, wenn es keinen Ton mehr von sich gibt, an den schlechten Kondensatoren*. Letztere verursachen die verschiedenartigsten Fehler, meist Verzerrungen durch Arbeitspunktverschiebungen, aber höchst selten ein völliges Verstummen des Gerätes.
Hallo Stefan,
ich kann Dir aus meiner langjährigen Praxis viele Beispiele von TK 20, TK 24 etc. mit Schrift, Vorher- Nachher-Fotos und Videos liefern, wo nur das Austauschen der WIMA Tropydurkondensatoren völlig verstummte Tonbandgeräte wieder zur alten Lautstärkekraft geführt hat. Meine Aussage ist 100% korrekt in dieser Hinsicht, jederzeit von mir belegbar durch ausführliche Reparaturdokumentationen.

Ich habe ausdrücklich "so gut wie jeder TK 20" geschrieben und nicht "jeder". ;) Bitte lese meinen Text ganz genau! Da GRUNDIG die Bauteile-Bestückung höchst unvorhersehbar gewählt hat und nicht immer in jedem TK 20, TK 24, etc. unbedingt ein Tropydurkondensator an entsprechender Stelle darin verbaut wurde, was zum Verstummen führt. Ich habe in meiner privaten Sammlung auch noch einen TK 20 im Originalzustand, ungeöffnet, der einwandfrei funktioniert. Bei Gelegenheit schaue ich mir die Elektronik mal an, um zu sehen, was darin für unzerstörbare Kondensatoren anzutreffen sind. Also ist meine Aussage "so gut wie jeder TK 20" ebenfalls völlig korrekt formuliert.

Übrigens: "TK" steht für "Tonbandkoffer", darum heißt es "jeder TK 20" und nicht "jedes".

Gruß,
Manuel

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30

Donnerstag, 10. Mai 2018, 14:03

Hallo Manuel,

es wäre schade, wenn sich zwei so eng verwandte Hobbykollegen wegen Kleinigkeiten streiten. Deshalb lasse ich deine lange Erfahrungen mit "stummen" TK 20er so stehen und behalte mir meine eigene lange Erfahrung mit Röhrengeräten und ihren Malaissen vor, die eben anders aussieht.

Kurz klugscheissen möchte ich aber doch noch, ich kann es mir ganz verkneifen, nämlich zu deinem anderen Hinweis. Ich sage absichtlich das TK xx, weil ich mich dabei am Hersteller Grundig orientiere. Grundig schrieb in der gesamten Ära der mit TK xx bezeichneten Tonbandgeräte immer und überall "das TK xx". Obowhl es unlogisch ist, da das Kürzel ja offensichtlich für Tonbandkoffer steht. Man meinte vermutlich "das Tonbandgerät TK xx". Auch TS-Modelle wurden z.B. "das TS 320" genannt, obwohl es ja auch hier unlogisch ist (die Tonband-Schatulle). Bei Fernsehgeräten war es dasselbe, da schrieb Grundig damals "der T xxx", offensichtlich weil es "der Fernseher" heisst, obwohl das "T" definitiv für "Tischgerät" stand.

Soo, Klugscheißmodus aus und einen schönen Feiertag dir!

Gruß
Stefan

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Vollspurlöschkopf« (10. Mai 2018, 14:48)