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Volker S

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31

Freitag, 8. September 2006, 20:51

Der Markenrätselei (auch wenns weitestgehend gelöst hat) hänge ich mich auch noch mit ein paar Erfahrungen an.

In der Regel stammen Universum-Produkte aus irgendwelchen taiwanischen Hinterhof-Werkstätten, die auch diverse andere "No-Names" mit ihren zweifelhaften bis unbrauchbaren Produkten beliefern. Baugleich zu "Orion" und Co ist da oftmals das Höchste der Gefühle (obwohl, man glaube es oder nicht, Orion in den 80ern mal richtig gut war). Allerdings hat Universum zwischenzeitig auch Märkte abseits vom Massenmarkt bedient, in einem Bereich, wo es keine No-Name Zulieferer gab, sei es weil es sich nicht gelohnt hat sowas auf billiger Basis zu fertigen, oder weil der Hersteller sich exorbitante Lizenzgebühren für das System fragte. Beispiele kenne ich aus dem Bereich Videorekorder. Bei Betamax hat Sony sich ja bekanntlich nicht zu knapp Lizenzgebühren gefragt, weshalb es kaum Hersteller gab. Universum hat bei Betamax anfänglich von Sanyo, später von Toshiba und zuletzt von Sony zugekauft. Hi8 ist wiederum zu exotisch für Billig-Klitschen, die VHS/8mm Doppeldecker von Universum sind baugleich zu Loewe(!).

Jetzt kommt das große "Aber": Loewe hört sich cool an, aber Loewe hat das Gerät auch nur von Goldstar bezogen ;-)

Telefunken hat in den frühen 90ern auch Zukäufe im Programm gehabt, für diverse Videorekorder zeichnete sich JVC verantwortlich (das Gehäuse wurde aber modifiziert).

Wenn Universum also was besonderes haben wollte, führte insbesondere in den 70ern kein Weg an einem deutschen Hersteller vorbei (ich bin mit den damaligen Gegebenheiten nicht vertraut, aber ich denke mal die taiwanische Massenfertigung war noch nicht so aufgeblüht wie heute, Japan war damals schon teuer, Einfuhrzölle gabs auch und mit Unternehmen aus dem gleichen Land konnte man sich einfach besser unterhalten, wenn es um Entwicklung und spätere Ersatzteillieferungen geht). In sofern ist Timos mögliche Variante wie das lief durchaus die denkbarste.

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32

Freitag, 8. September 2006, 21:45

Zitat

Volker S postete
Baugleich zu "Orion" und Co ist da oftmals das Höchste der Gefühle (obwohl, man glaube es oder nicht, Orion in den 80ern mal richtig gut war).
Ja, Orion war zu kommunistischen Zeiten ein Lieblingskind der ungarischen Regierung und wurde entsprechend gut mit finanziellen Mitteln ausgestattet, ähnlich wie Gorenje im ehemaligen Jugoslawien. Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks war's damit natürlich schnell vorbei. Wobei die Firma wohl, nachdem sie vor ein paar Jahren in fernöstlichen Händen gelandet ist, wohl inzwischen wieder recht gute Geräte baut.

Apropos Orion: Kann mir einer das erklären?

- http://www.orionelec.com
Das ist die auch hierzulande bekannte Marke "Orion" aus Ungarn, gegründet laut Firmenprofil auf der Seite anno 1913.

- http://www.orion-electric.co.jp/en
Gleicher Name, gleiches (oder zumindest auffallend ähnliches) Logo, aber gegründet 1958 in Japan, und ein ganz anderes Produktsortiment.

Zufall, oder haben die Ungarn eine Zweigniederlassung im fernen Japan gegründet, die sich dann irgendwann verselbständigt hat?

Zitat

Wenn Universum also was besonderes haben wollte, führte insbesondere in den 70ern kein Weg an einem deutschen Hersteller vorbei
Stimmt nicht ganz, Universum hat auch in den 70ern schon hochwertige Geräte aus Fernost vertrieben, z.B. einen sehr schönen Vollverstärker von Goldstar. Donzerge hatte mal ein Bild des Originals eingestellt, das ich leider nicht mehr finde.

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33

Samstag, 9. September 2006, 00:19

Zitat

timo postete
Donzerge hatte mal ein Bild des Originals eingestellt, das ich leider nicht mehr finde.
Das war hier:

http://forum2.magnetofon.de/f2/showtopic.php?threadid=3181&highlight=sharp%20goldstar

High()Com

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34

Freitag, 25. Mai 2007, 20:37

Hallo Cassettenfreunde,

ich besitze ein RC300 seit 1984.

Wenn man die Elektronik betrachtet sind nur typische europäische Bauteile verbaut (Keine SC - Transistoren, sondern BC Typen z.B.)

Das spricht für eine deutsche Fertigung. Steht ja auch hinten auf dem Aufkleber "Made in Western-Germany".

Der Aufbau mit der herausschwenkbaren Audioplatine muss wohl einem Fernsehentwickler in den Sinn gekommen sein. Sehr edel gemacht und überhaupt nicht vergleichbar mit den RC200 Geräten.

Auch die Kabel sind mit hochwertigen Steckern gemacht. Intern sind dicke Bleche zum Einsatz gekommen, was das Gewicht über die 10kg Marke bringt.

Das Laufwerk ist von Papst und entspricht bis auf den Single Capstan Antrieb dem im ASC 3000.

Das RC 300 hat auf jeder Wickelachse und für den Capstan einen Direktantrieb.
Wahrlich für die Ewigkeit gebaut...

Gruß
Dirk

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35

Freitag, 25. Mai 2007, 21:27

Hallo Dirk!

Das mit den Bauteilen ist ein interessanter Anhaltspunkt. Wie sieht's denn damit bei dem Universum und dem RC-200 aus, ebenfalls europäisch oder eher Fernost?

Gruß,
Timo

hanns-d.pizonka

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36

Freitag, 25. Mai 2007, 21:35

Hallo Dirk,

kannst Du von dem Telefunken RC300 ein Bild einstellen, wenn Du Fotos vom Innenleben hättest, das ware für unsere WANGINE-Forschung bestimmt interessant.
MFG
H A N N S -D.

P.S.
Wenn jemand anders ein Foto hat, her damit.

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37

Freitag, 25. Mai 2007, 21:38

Einiges gibt's hier:

http://john.ccac.rwth-aachen.de:8000/telefunken/rc300/index.html

(Beim RC-300 bin ich inzwischen davon überzeugt, daß es nicht von Wangine stammt.)

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38

Samstag, 21. Juli 2007, 22:02

Moin, moin,

noch ein Nachtrag zum Thema 3-Kopf-Deck von Telefunken und warum und woher:

"In den Labors des Hannoveraner Telefunken-Konzerns wird jedoch schon an einem Dreikopf-Recorder gearbeitet. Dieser dürfte dann in der Kombination mit High Com und Reineisenbändern ebenfalls zur Spitzenklasse zählen"

Aha.

Zu lesen im Testbereicht zum Telefunken TC-750 in der Audio 10/1979 (Seite 50).

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

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39

Mittwoch, 30. April 2008, 01:17

Moin, moin,

noch ein Nachtrag zum Thema Highend von Quelliversum:

In der November-Ausgabe 1980 der Audio findet sich unter dem Titel "Frei Haus" ein kleiner Vergleichstest der Preisklasse 600 bis 700 Mark. Zwei Versandhandels-Recorder müssen sich mit einem Telefunken TC-450M messen.

Antreten taten Neckermanns Palladium (der wie eine Mischung aus Rosita D6800 und Akai aussieht) und eben jener Senator, der eingangs dieses Thread thematisiert wurde. Alle drei Geräte waren mit Highcom ausgestattet und vertrugen Reineisenband. Letzteres allerdings eher mäßig, da der Fremdspannungsabstand bei den getesteten Geräten mit Me-Band sogar niedriger läge, als mit CrO²-Material.

Zum Senator - eine Markenbezeichnung, die bei Quelle laut Alfred Lisson, Leiter des Instituts für Warenprüfung bei Quelle, für eine besondere Güteklasse stehe - ein paar Zitate:
"... Besonders aufwendig aber geriet der Quelle-Universum Senator. (...) So glänzt der Senator nicht nur mit einer elektronischen Laufwerkssteuerung, die Fehlbedienungen unmöglich macht, er eröffnet mit seinen drei Tonköpfen auch die möglichkeit der Hinterbandkontrolle. Darüberhinaus verfügt er über einen in dieser Preisklasse ungewöhnlichen Bedienungskomfort. Beispielsweise sind die farbigen Kontrolleuchten für die gewählten Laufwerksfunktionen mehr als bloße technische Spielerei: Da elektronische Tipptasten ohne Raststellungen auskommen, läßt sich optisch nicht überprüfen, welche Funktion gerade gewählt ist. Deshalb signalisiert der Senator mit bunten Lämpchen seinen jeweiligen Betriebszustand.
Weniger glücklich fiel dagegen beim Senator das Bedienungsfeld für die Bandsortenwahl und die Rauschunterdrückung aus: Eine imposante Tastatur von nicht weniger als sieben Kippschalter will korrekt bedient werden.
(...)
Er präsentierte ein durchaus ausreichendes Angebot an Höheninformation. Zwar klangen seine Aufnahmen dichter und kompakter als das Original, aber für einen Recorder dieser Preisklasse lieferte er befriedigende Ergebnisse ...
"

Und zum Gesamturteil:
"Einen eindeutigen Sieger ergab dieser Vergleichstest nicht, wohl aber eine Rangfolge, wenn man die Vor- und Nachteile gegeneinanderstellt. Wer Wert auf hohe Klangqualität legt und mit technische Finessen nicht vie anfangen kann, ist mit dem Telefunken gut bedient. Der Quelle Senator bietet dagegen für diese Preisklasse eine bemerkenswert aufwendige Ausstattung. ..."
Der Palladium fiel übrigens deutlich ab.

Technische Daten (Vergleichswerte TC450M in Klammern):
-Gleichlaufschwankungen (bewertet / linear): 0,13% / 0,18% (0,13/0,27%)
-Abweichung von der Sollgeschwindigkeit: + 1,75% (+1,29%)
-Umspulzeit C90: 108s (116s)
-Fremdspannungsabstand (links / rechts)
--Scotch Metafine ohne NR: 55 / 55 dB (55/52 dB)
--Scotch Metafine mit Highcom: 70 / 73 dB (73/70 dB)
--Maxell UDXL II ohne NR: 54 / 54 dB (54/54 dB)
--Maxell UDXL II mit Highcom: 71 / 74 dB (73/72 dB)
-Höhendynamik (links / rechts)
--Scotch Metafine ohne NR: 44 / 43 dB (45/44 dB)
--Scotch Metafine mit Highcom: 56 / 60 dB (68/66 dB)
--Maxell UDXL II ohne NR: 42 / 42 dB (44/44 dB)
--Maxell UDXL II mit Highcom: 57 / 59 dB (62/64 dB)
-Eingangsempfindlichkeit (links / rechts, gemessen mit Scotch Metafine)
--Mikrofon: 0,36 / 0,37 mV (0,96/0,91 mV)
--Hochpegel: 0,36 / 0,37 mV (0,96/0,91 mV)
-Ausgangsspannung (links / rechts): 2600 / 2600 mV (2400/2230 mV)
-Verkaufspreis: DM 698,-- (DM 600,--)

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

40

Mittwoch, 30. April 2008, 05:00

Zitat

Matthias M postete
Alle drei Geräte waren mit Highcom ausgestattet und vertrugen Reineisenband. Letzteres allerdings eher mäßig, da der Fremdspannungsabstand bei den getesteten Geräten mit Me-Band sogar niedriger läge, als mit CrO²-Material.
Friedrich klärt hier irgendwo darüber auf dasz das normal ist.
Die Stärke von Reineisenbändern ist nicht der Rauschabstand sondern die bessere Höhenaussteuerbarkeit. Das wiederum heist, das man mit Reineisenbändern nur einen Klanggewinn erreicht wenn man ein NR System einsetzt, was wiederrum bedingt dasz der Recorder einmessbar sein muss um optimale Werte zu erzielen. Und das bedeutet, wer NR Systeme nicht mag, der braucht kein Geld für teure Reineisenbänder ausgeben.

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41

Mittwoch, 30. April 2008, 10:07

Zitat

Matthias M postete
müssen sich mit einem Telefunken TC-450M messen.
Das ist ja seltsam! Das TC-450 M ist doch ein Modell aus einer älteren Serie als das RC-200. Sollte das bedeuten, daß das Universum CT-2307/2337 sogar noch vor dem RC-200 auf den Markt kam?

Und könntest Du bitte noch die vollständige Bezeichnung des Palladium-Decks posten? Da würden mich Bilder interessieren.

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Mittwoch, 30. April 2008, 17:53

Moin, moin

Hallo Matze, in den zeitgenössischen Testberichten bei Einführung des neuen Standards (Typ IV) wird immer wieder darauf hingewiesen, daß insbesondere günstige Decks zwar Me-Band vertrügen, die Anpassung aber eher schlecht sei. Bei späteren / besseren Decks wurde durchaus auch mit Typ-IV-Band ein gleichwertiger Standard beim Fremdspannungsabstand erreicht. Schau z.B. mal in die Daten im ASC-Thread: Für die ASC Decks liegen die Werte für CrO²- und Me-Band gleichauf.

Hallo Timo. Du erinnerst richtig. Das TC450 stammt aus der Modellreihe 1978 (wenn ich recht erinnere). Im "HighFidelity Programm 80/81" ist er noch immer drin, nicht dagegen der RC-200. Der taucht erst im Programm von 1981 auf.
Denkbar, daß die neue Reihe schon auf der Ausstellung im Herbst gezeigt, aber noch nicht lieferbar war?

Ich nehem mal an, Telefunken war zum Dekadenwechsel nicht handlungsfähig; vielleicht auch ein Grund, warum nur der RC-300 selbst gebaut wurde.
Schließlich steckten die Hannoveraner in wirtschaftlichen Schwierigkeiten: Für Januar 1980 war eine außerordentliche Hauptversammlung anberaumt, auf der eine Kapital-Herabsetzung beschlossen wurde. Für Lieferanten sicher kein vertrauenserweckendes Szenario. Also ließ man bauen (?) und zog den sicheren Auftrag der solventen Quelle vor (?)

Zum Palladium habe ich keine Bezeichnung. Auf den Bildern ist auch keine erkennbar.


Tschüß, Matthias
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43

Mittwoch, 30. April 2008, 19:29

Zitat

Matthias M postete
Zum Palladium habe ich keine Bezeichnung. Auf den Bildern ist auch keine erkennbar.


Es passiert mir wirklich nicht oft, das ich ein Gerät nicht kenne......

Ich kann auch keinerlei Parallelen ziehen.
Geräte bei denen die Kassette wie bei Radiorecordern mit dem Band nach oben eingelegt wurden gab es ja nicht wie Sand am Meer.

Übrigens gebe ich meinen Universum CT2337 ab. Wer also Interesse hat, möge sich melden.

Gruß
Michael K.

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44

Mittwoch, 30. April 2008, 23:01

Hallo Matthias!

Danke für den Palladium-Scan.

Jetzt würde mich noch interessieren, ob das Gerät wirklich mal in Serie produziert wurde, oder ob lediglich ein paar Prototypen für Fotos und Zeitschriften gebaut wurden. Große Stückzahlen schließe ich mal vorsichtig aus. Während das Universum noch regelmäßig bei eBay anzutreffen ist, habe ich so ein Palladium noch nie gesehen.

Gruß,
Timo

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45

Mittwoch, 30. April 2008, 23:02

Zitat

Donzerge postete
...Geräte bei denen die Kassette wie bei Radiorecordern mit dem Band nach oben eingelegt wurden gab es ja nicht wie Sand am Meer.
"...Denn wie Günther Kurz, Leiter der Gütesicherung bei Neckermann, erläutert, "gibt es Komponenten, bei denen wir unsere Vorstellungen den Herstellern zur Auflage machen"..." (Audio 11/80)

Vielleicht ist das ja eine solche Komponente gewesen, die sozusagen exklusiv für die Neckermänner zusammengestellt wurde.

Zitat

Übrigens gebe ich meinen Universum CT2337 ab. Wer also Interesse hat, möge sich melden.
Neugier also Meld.

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

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46

Dienstag, 22. Juli 2008, 11:14

Zitat

timo postete
Das TC-450 M ist doch ein Modell aus einer älteren Serie als das RC-200. Sollte das bedeuten, daß das Universum CT-2307/2337 sogar noch vor dem RC-200 auf den Markt kam?
Dafür würden die fehlenden Cinch Anschlüsse und die VU-Spitzenwertmesser statt LED-Ketten sprechen. Ich meine mich aber erinnern zu können, das beide Modelle zur gleichen Zeit auf dem Markt waren. Als ich im Juni 1983 meinen ersten RC200 kaufte (er war gerade von 750,-- auf 550,-- DM reduziert worden) gab es das Universum-Gerät noch im Quelle Sortiment.

Gruß
Michael K.

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47

Dienstag, 22. Juli 2008, 22:22

Im HiFi-Forum wird übrigens ein weiterer möglicher Hersteller des Telefunken-Decks in's Gespräch gebracht: Funai!

http://www.hifi-forum.de/viewthread-84-7190-1.html#28

Carsten (DG5BAA)

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48

Dienstag, 23. September 2008, 12:53

Hallo !

Ich hatte zwei Universum CT2307 Tape-Decks und somit kann ich noch
folgende Infos beitragen:

-Es gab eine Umrüstung des Dual-Capstans auf nur eine Rolle wegen
Bandschlaufenprobleme
-Sollte beim Abhören ein Kratzen auf einem der Kanäle zu hören sein
einfach die beiden Relais im Gerät tauschen (Standardrelais!)
-Das Einmessen dieses Gerätes war infolge neuer Zusammensetzungen
des Bandmaterials auch in den 90ern nicht mehr so einfach möglich
-Das Gerät war mit High-Com und Widergabe DNR ausgestattet
-Die Vorlauf/Rückspulteller sind oftmals verschlisssen
(somit spult das Gerät nicht richtig)


Aber ansonsten ein spitzenmäßiges grundsolides Gerät ...


Wer sich für die Entwicklung von High-Com interessiert
für den ist sicher die Seite von Ernst DJ7HS interessant:

http://www.ernstschroeder.de/ernst_d.htm



MfG
Carsten (DG5BAA)

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49

Montag, 21. September 2009, 16:43

Moin, moin,

als ich gestern mit einem Universum Tapedeck der Serie 6000 unter dem Arm über einen Flohmarkt zuckelte, sprach mich ein Mit-Jäger an, den Recorder hätte er auch schon angeschaut und sich interessiert, weil das ein Grundig sei.
Nun ja. Der Grundig, den er meint, ist erstens kein Grundig und sieht zweitens nur von sehr sehr (seeeeeeeeeehr) weit weg wie der Universum aus. Von außen und von innen.



Wie schon von Michael im Posting 017 gezeigt, scheint der CT-2394 äußerlich so offensichtlich mit dem CT 2307 verwandt, daß ich kaum zu glauben wage, es wären bei den beiden Universum unterschiedliche Hersteller am Werke gewesen.
Also auch hier die Frage: Woher kommt der Quelliversum und hat Telefunken etwas damit zu tun? Schließlich war TFK schon in den Sechziger Jahren - eindeutig identifizierbar - ein wichtiger Technik-Lieferant von Quelle.



Japanische Bauteile und Platinen, die mit "Japan" beschriftet sind, weisen recht deutlich darauf hin, daß dieses Gerät kaum weniger als 1000km von mir entfernt entstanden sein dürfte.





Doch dann stoße ich auf die beiden Schuko-Steckdosen am Heck, die von innen mit "W.-Germany" beschriftet sind. Hä?!



Auch zum Beispiel der Telefunken STS1, dessen Rückseite ein mit "Made in Germany" beschrifteter Aufkleber ziert, zeigt nach Öffnung des Deckels dem Betrachter seine Sankyo-Motoren. Wie bei dem CT2394.



Das bedeutet natürlich garnichts. Genauso könnte ich behaupten, der schmierige Riemen-Rest im Innern des Kassettenteils eines ITT Stereo 5501 electronic sei ein zwingender Beleg dafür, Lorenz habe bei Philips die Recorder zugekauft :)
Aber trotzdem: Steckdosen aus einheimischer Fertigung in einem japanischen Recorder? Oder wurde etwa das Vorprodukt aus Japan hierzulande end-montiert? Bei wem?

Es bleibt schwierig.

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

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Montag, 21. September 2009, 16:49

.... jedenfalls ist auch hier ein Alps Laufwerk verbaut, wenn auch ein anderes.

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Dienstag, 22. September 2009, 11:19

Moin, moin,

ein Foren-Mitglied mit erheblichem Durchhaltevermögen beim Telefonhörer-Halten meinte gestern (zu beiden oben abgebildeten Recordern), hier seien wohlmöglich einige Säcke mit fertig bestückten Platinen und Bauteilen unterschiedlichere Hersteller nach Hongkong, China oder Taiwan gebracht und dort nach Vorgaben der Endabnehmer zusammengesteckt worden.
Ein verbreitetes Verfahren bereits seit den späteren Sechziger Jahren, erkennbar an den oft überlangen Anschlußkabeln an den einzelnen Vorprodukten.
Das würde bedeuten, solch ein Tapedeck hat keinen "Hersteller" im ursprünglichen Sinn. Also kein "Sanyo", das für Grundig eine Sonderserie auflegt, sondern bestenfalls ein "Hitachi", das den Uhrenbaustein des oben gezeigten Grundig an die selbe Adresse schickt, wie der Laufwerkslieferant sein Laufwerk oder Staar aus Belgien (oder deren Lizenznehmer) seinen Dolby-Baustein.

Das würde also bedeuten, ein ortsansässiges Großversandhaus, nennen wir es "Quelle", hat einem Consulter den Auftrag erteilt: Mach mir mal einen Recorder; der soll Dieses und Jenes können. Der Consulter, nennen wir ihn beispielsweise "Telefunken", hat dann die notwendigen Teile spezifiziert, eingekauft und zum Lohn-Fertiger schicken lassen. Letzterem ist egal, woher die Teile kommen. Hauptsache die passen zusammen.
Die Eigenleistung des Consulters besteht darin, aus dem Angebot an Vorprodukten unterschiedlicher Hersteller die Teile zusammen zu suchen, die auf die Anforderungen des Auftraggebers passen, gegebenenfalls spezielle Modifikationen anzufordern oder selber zu entwickeln.
Insofern wäre es verständlich, wenn die Ersatzteile über den Consulter zu beziehen wären, denn jener ist ja derjenige, der sie beschafft hat, und sein Auftraggeber hat keine eigenen Ressourcen für die Organisation von Lagerung oder Beschaffung im Gebrauchsfall. Insofern ist es nachvollziehbar, warum die einzelnen Platinen in diesen Geräten oft so unterschiedlich aussehen (Farbe, Material, Bestückungsweise). Insofern darf man sich auch nicht wundern, wenn in asiatischen Geräten dann doch mal Vorprodukte aus europäischer Fertiung - hier eine Schuko-Buchse, anderswo mal ein Dual-Motor - auftauchen.

Ist das so?
Etwas unromantisch, aber sicher üblich. Denn ein Markeninhaber wie Quelle hat keine eigenen Produktions-Ressourcen. Ein Vollsortimentler wie Telefunken will eigene Geräte bauen; läge mal ein Werk still, würde man sicher auch für andere fertigen, doch eine spezielle Fertigung für andere vorzuhalten, wäre nur dann möglich, wäre der Auftrag dauerhaft. Kann man auf den Folgeauftrag bauen? OEM-Produktion hat eine eigene Logistik, die man bei Telefunken nach der Umstrukturierung Anfang der Siebziger - vorher hat man selber für Quelle gebaut - mögicherweise nicht mehr wollte: Oder kennt ihr aus den Siebzigern tatsächlich OEM-Produkte von Telefunken?
Etwas unromantisch, aber üblich. Oder glaubt ihr, daß zum Beispiel Burmester seine Platinen selber bestückt? Für Kücke tat das jedenfalls Lindemann&Gabler aus Wuppertal. Und seien wir ehrlich: Auch die Gehäuse wird man nicht selbst gedengelt haben. Zum Verkauf kamen diese Geräte dann unter anderem als ASC.

Tschüß, Matthias
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52

Dienstag, 12. Januar 2010, 01:41

Moin, moin,

inzwischen sind verschiedene Anleitungen des Quelliversum CT 23x7 bei Wegavision verfügbar:
http://wegavision.pytalhost.com/universum.html

Interessant: Die mit "A" benannte Version ist mit einem Dual-Capstan Antrieb ausgestattet. Zumindest die Bestellnummer hat den höheren Zahlenwert. Kann man daraus auf das "jünger" schließen?

Kennt jemand die Dual Capstan Version? Was für ein / wessen Laufwerk ist denn dort verbaut?

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

Carsten (DG5BAA)

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53

Sonntag, 7. Februar 2010, 19:28

Habe mal wieder ein CT2307 inkl. Service-Manual....
Wer hat Interesse dieses einmal komplett einzumessen ?

Hier mal ein Bild vom A/W Kopf in der Version CT2307A
mit Dual-Capstan:



Hier mal die Kombi die ich um 1980 als Erstanlage hatte:


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Freitag, 6. August 2010, 00:40

Zitat

Matthias M postete
Moin, moin,

als ich gestern mit einem Universum Tapedeck der Serie 6000 unter dem Arm über einen Flohmarkt zuckelte, sprach mich ein Mit-Jäger an, den Recorder hätte er auch schon angeschaut und sich interessiert, weil das ein Grundig sei.
Nun ja. Der Grundig, den er meint, ist erstens kein Grundig und sieht zweitens nur von sehr sehr (seeeeeeeeeehr) weit weg wie der Universum aus. Von außen und von innen.



Der Grundig ist auch kein Grundig sondern ein Sanyo



Man möge mir den schlechten Scan verzeihen ;-)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Donzerge« (13. Juli 2016, 23:57)


Carsten (DG5BAA)

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55

Montag, 25. April 2011, 17:25

Anbei mal ein Foto vom Antriebsmotor des CT2307 für den Idler zum Vor- und
Rückspulen (natürlich ist das Gummi leider verschlissen - hat noch jemand einen Ersatz für die Rolle und evl. noch einen intakten Idler für mich ? )


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56

Montag, 25. April 2011, 17:40

Zitat

Carsten (DG5BAA) postete
hat noch jemand einen Ersatz für die Rolle und evl. noch einen intakten Idler für mich ?
Definitiv keiner ..... und wenn Du einen findest sage ihm das ich ungefähr 20 davon nehme ;-)

Carsten (DG5BAA)

unregistriert

57

Dienstag, 26. April 2011, 21:08

So hier ist erstmal das Zwischenrad (Idler) mit demontierten Vierkant-
Ringen (Problem Vor-/Rückspulen):

Die Abmaße sind bei mir:
Ring 1 : Außendurchmesser: 17mm , Innendurchmesser: 12mm , Breite 2mm
Ring 2 : Außendurchmesser: 18mm , Innendurchmesser: 13mm , Breite 2mm

Also benötigen wir erstmal zwei von den unteren Ringen (RIng2) ...



Carsten (DG5BAA)

unregistriert

58

Dienstag, 26. April 2011, 21:18

Hier nochmal das komplette Teil :
Die Gummiringe und die Rutschkupplung zwischen den Rädern
wurden mit Alkohol entfettet


Carsten (DG5BAA)

unregistriert

59

Dienstag, 26. April 2011, 21:36

Hier mal der Idler in der Gesamtansicht ohne Motor:


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Samstag, 7. Mai 2011, 12:06

Gab es zu diesem Deck im damaligen Universum-Programm eigentlich auch einen optisch passenden Verstärker (Receiver, Tuner...)?