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  • "Matthias M" started this thread

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Sunday, January 8th 2006, 6:38pm

Hallo Leute,

mal eine Frage an die Kenner unter Euch:

Woher kommt der denn nun eigentlich?


Der Saba CD-936 sieht ja ein wenig wie ein Uher aus (wegen des Cassettenschachtes).
Von Saba stammt er wohl eher nicht. Ein "Made in ..." steht auch nicht drauf. Wer kann das Teil also gebaut haben?

Als Anschluß gibt es ausschließlich eine 5pol-DIN-Buchse und nicht wie bei vielen zugekauften Japanern üblich DIN und Cinch.

Drinnen gibt es englische Beschriftung auf den Platinen, Bauteile von Rifa, Towa, Elna und Kabel von Daiwa.
Da hört sich einiges recht japanisch an, aber "Rifa"? Letztendlich hat auch Telefunken in Deutschland Sankyo-Motoren verbaut (STC1).

Also, was meint Ihr?

Tschüß, Matthias M
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

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2

Sunday, January 8th 2006, 7:42pm

Quoted

Matthias M postete
Da hört sich einiges recht japanisch an, aber "Rifa"?
Rifa ist ein schwedischer Kondensatorhersteller, den es als "Evox-Rifa" immer noch gibt.

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3

Sunday, January 8th 2006, 8:22pm

Quoted

timo postete
Rifa ist ein schwedischer Kondensatorhersteller, den es als "Evox-Rifa" immer noch gibt.
Hallo Timo,

eben!
Die Frage ist: Würde ein japanischer Hersteller Bauteile aus Schwede verbauen?

Aber, erstens: Warum nicht. Und zweitens kann der natürlich aus nachgerüstet sein.

Also: Hat jemand von Euch Kenntnis von der Herkunft des Saba?

Tschüß, Matthias M
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Sunday, January 8th 2006, 9:19pm

Man hat ja in Japan eine Menge für die Europäer gebaut, aber immer haben die Japaner bei den Spezifikationen ein Wörtchen mitgeredet. Auffällig ist hier nicht nur die Bauform, die für die Japaner untypisch war: die hatten längst die ausfahrbare Schublade, sondern auch die DIN-Anschlüsse und zwar ausschließlich DIN!

Der Motor ist ein Japaner. Was verbaute UHER in seinen Decks? Hatte man tatsächlich eigene Miniaturmotoren dieser Qualität oder hätte gfs. Papst liefern können???

  • "Matthias M" started this thread

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5

Sunday, January 8th 2006, 10:16pm

@ Highlander

Auf dem Motor habe ich nur eine kryptische Bezeichnung, keinen Herstellernamen gefunden. Kann aber sein, daß der im unteren Teil des versenkt eingebauten Motors steht. Ausgebaut habe ich ihn nicht.

Mit der Bauform hast Du recht: Die kenne ich im Heimbereich nur von Uher.
Ein Uher-Ersatzteil-Lieferant führt aber z.B. den CG350, der ja ähnlich aussieht, als zugekauft. Leider steht da nicht, von wem.
Bei den CG360-Typen steht dann "Made in Germany" drauf, bei den CG340, 343, 344 und 355 beispielsweise nicht. Bei Saba kann man danach aber nicht gehen; da steht es auch z.B. auf den MD292 und MI215 nicht drauf.

Wer hat denn sonst noch solche Schächte gebaut: z.B. im Bereich Auto-Recorder? Gibt es da international jemanden, dem man in den 70ern auch ein Heimgerät zutrauen könnte?





Tschüß, Matthias M
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Thursday, August 21st 2008, 12:18am

Habe den Thread erst gerade aufmerksam gelesen, da das Deck in Matthias' "Deutschländer"-Thread erwähnt wurde.

Quoted

Matthias M postete
Wer hat denn sonst noch solche Schächte gebaut
Und wieder mal führt eine Spur zu einem alten Bekannten in Sachen OEM-Fertigung:



Wangine K-3M von ~ 1984 (leider habe ich kein besseres Bild). Kassetten-Einschub mit schmaler Seite nach vorn, links daneben ein dreistelliges Zählwerk, Drucktasten (soweit man es erkennen kann) in gleicher Reihenfolge wie beim Saba - da könnte man doch fast glauben...? :-)

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Thursday, August 21st 2008, 1:03am

Moin, moin,

übrigens hat mir die Lektüre des tollen Uher-Buches zumindest hinsichtlich des CG350 Erhellung gebracht, die ja vielleicht auch Auswirkung auf die Abstammungs-Lehre des Saba hat?

Als Elter des Uher wird jedenfalls auf Seite 201 ALPS-Motorola genannt.

Tschüß, Matthias
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Thursday, May 9th 2019, 10:40pm

Ein weiteres Deck mit scheinbar identischem Laufwerk: Elin TC-97.

https://picclick.de/Cassettendeck-Von-EL…3066741048.html

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Sunday, May 12th 2019, 8:12am

Auf der Seite dieses wonneproppen Laufwerkes - man findet kaum ein Plastikteil daran - steht in den Metallträger eingestanzt:

MOTOROLA INC.
JAPAN

Motorola war seit 1967 mit ALPS an der Firma Alpine beteiligt und hat seine Anteile 1978 an ALPS verkauft. Das Gerät ist sehr gut ausgestattet und extrem hochwertig gebaut. Den Namen Ultra HiFi Professional CD936 hat es mehr als verdient. Es hat keine Einmessfunktion aber mit BASF Chrom bezw. etwas vorsichtiger ausgesteuert mit japanischen Chromsubstituten liefert es hervoragende Aufnahme- und Wiedergabergebnisse. Wer also, bedingst durch die fehlende elektronische Steuerung, den kurzfristigen "Jaulstart" verschmerzen kann erhält ein extrem hochwertig - alleine die Zappler sollte man sich mal anschauen - gebautes Laufwerk das wahrscheinlich noch in 100 Jahren bestens funktionieren wird. Die aktuellen Preise spiegeln nicht die Qualität des Gerätes wieder.

Die Tonköpfe könnten also von ALPS sein, was den guten Klang des Gerätes erklären könnte. Auf dem Aufnahme-Wiedergabe Kopf steht 42232 POI D811 drauf.



VG Martin

This post has been edited 4 times, last edit by "leserpost" (May 12th 2019, 12:05pm)


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Tuesday, May 14th 2019, 12:08am

Ein weiteres Deck mit scheinbar identischem Laufwerk: Elin TC-97.

https://picclick.de/Cassettendeck-Von-EL…3066741048.html

Das ist ja mal spannend! Ich hab noch nie Unterhaltungselektronik unter dem Namen Elin gesehen! Dass das komplett zugekauft war nehme ich als gegeben an, die Elin war meines Wissens eigentlich ein "Grobmotoriker" - vom Drehstrommotor bis zum Kraftwerksgenerator, feinfühligere Geräte dürften dagegen immer zugekauft worden sein. Egal ob es Haushaltsgeräte waren (Staubsauger und Kaffeemaschinen aus der DDR) oder FI-Schutzschalter (F&G Austria in bislang nicht enträtselter Kooperation mit VEB Elektroschaltgeräte Dresden, so schlampig umgearbeitet, dass auf dem Beipackzettel zwar vorne das Elin-Logo prangt, im Text aber plötzlich vom "F&G FI-Schutzschalter" die Rede ist).
Nachtrag: diese Rifa-Entstörkondensatoren findet man durchaus häufig in Geräten fernöstlicher Provenienz, und zwar in den Modellen für den deutschen Markt. Mein Fisher-Turm von 1977 hatte in jeder Komponente zwei davon verbaut, obwohl sonst keinerlei europäische Bauteile vorhanden sind. Die häufigsten Werte dieser Biester sind 10 nF als Funkenlöscher über Schaltkontakten, eventuell als RC-Glied mit 100 Ohm, und 47 nF als X-Entstörkondensator am Netzanschluss. In letzterer Funktion findet man ab und zu auch 56 oder 68 nF, aber selten.

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Tuesday, May 14th 2019, 11:10am

Nachtrag: diese Rifa-Entstörkondensatoren findet man durchaus häufig in Geräten fernöstlicher Provenienz, und zwar in den Modellen für den deutschen Markt.


Genau. Es gab doch mal diese Ausfall-Serie von Rifa-Kondensatoren in älteren Yamaha-Komponenten, siehe hier.

Habe noch zwei weitere Decks mit scheinbar gleichem Laufwerk gefunden:


Interessant ist, daß in dem AWA-Thread bei Tapeheads auch das Saba erwähnt und "Wintec / Kyocera" als Hersteller genannt wird.

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Tuesday, May 14th 2019, 2:31pm

Hallo Männer,

vor ca. gefühlt 50 Jahren habe ich mal Bilder vom Innenleben gepostet:

Schicht im Schacht? SABA CD 936

(Habe mich länger nicht gemeldet, das hat aber nichts zu sagen, werde die Tage mal wieder aktiver)

Gruß
Peter S.

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Sunday, June 23rd 2019, 11:33am

Nach Saba, Wangine, Elin, Englebert und AWA noch mehr Verwandtschaft: Watson TC-88.

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14

Thursday, June 27th 2019, 7:01am

Ich finde mittlerweile die angemerkte "Verwandtschaft" derart weitläufig das man dann eigentlich auch jegliches Frontladerdeck als mit dem Saba verwandt erklären könnte.....
VG Martin

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Thursday, June 27th 2019, 9:46am

Ich finde mittlerweile die angemerkte "Verwandtschaft" derart weitläufig das man dann eigentlich auch jegliches Frontladerdeck als mit dem Saba verwandt erklären könnte.....


Aha?

Selbst wenn man mal unterstellt, daß Du nicht "Frontladerdeck" (das dürfte auf fast alle nach 1980 gebauten Komponenten-Kassettendecks zutreffen), sondern "Einschub-Kassettendecks" meinst: Wie kommst Du darauf? Bei den hier gezeigten Decks ist doch z.B. durch den Tastenblock ziemlich klar eine Verwandtschaft erkennbar. Bei einigen (Englebert / AWA) gehe ich davon aus, daß sie fast komplett baugleich sind.

Vergleiche dagegen z.B. mal das Uher CG 350. Da sehe ich keine offensichtliche Verwandtschaft.

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Friday, June 28th 2019, 6:42am

Keine Ahnung, was soll den die Verbindung des Watson zum Saba sein? Das du vorne ne Cassette - das kann übrigens jeder nennen wie er will - rein schiebst und auf Tasten drücken kannst. Das wird man in jeden Fall nicht recht viel anders lösen zu können. Beim Laufwerk selber bitte ich einfach mal Glubscher aufzumachen.....ich habe ja ein Foto eingestellt.

Ich kann sagen das Laufwerk schaut richtig edel aus und hat Gewicht. Kein - mit Verlaub - billiger Blechschiss wie das Watson.... ;)

VG Martin

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Friday, June 28th 2019, 9:51am

Ich kann sagen das Laufwerk schaut richtig edel aus und hat Gewicht. Kein - mit Verlaub - billiger Blechschiss wie das Watson.... ;)


Stimmt, Du hast recht. Saba und Watson haben definitiv unterschiedliche Laufwerke.

Aber schau' mal beim AWA: http://www.tapeheads.net/showpost.php?p=727181&postcount=3

Leider gibt's nur ein Foto von unten, aber das könnte das gleiche Laufwerk wie beim Saba sein, oder?

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Saturday, August 24th 2019, 3:09pm

lol, Engelbert... warum hat es keinen Oberlippenbart? ^^ Auch wenn es noch so gut sein mag, ich würde niemals ein Cassettendeck haben wollen, auf dem Engelbert steht. Das könnte ich nicht ernst nehmen. Wer druckt denn so einen Namen freiwillig auf eine HiFi Komponente?

Engelbert :P :D ;( :thumbsup: