You are not logged in.

Posts: 19

Date of registration: Sep 4th 2020

Location: Vettweiß

Occupation: Früher Verkehrsfachwirt

  • Send private message

31

Sunday, September 13th 2020, 9:44pm

Hallo Peter,

vielen Dank für Deinen Bericht.
Der Verlust von 1,5 dB bei 15 kHz ist mir technisch klar.
Die Sache mit dem Phasenversatz verstehe ich nicht. Ich nehme an, dass kann man auf dem Oszilloskop sehen und auch die Grad des Versatzes ermitteln, oder?
Aber wo kommt das her? Das ein Signal schwächer wird, ok. Wieso verdreht sich das Signal in der Phase, da komm ich nicht mit.

Könntest Du mir das vielleicht bitte erklären?

Danke und Gruß
Ingo

  • "SonyKassettenkaiser" started this thread

Posts: 345

Date of registration: Jan 26th 2020

  • Send private message

32

Sunday, September 13th 2020, 11:08pm

Quoted


Ziemlich frustierend das Ganze!

Warum? 20000Hz ist doch gut für CC.

Quoted


Ursache war nach meinen Feststellungen meist schlechte Gehäuse.

Für Sprache war das ja am Anfang auch egal.

Quoted


Aber wo kommt das her? Das ein Signal schwächer wird, ok. Wieso verdreht sich das Signal in der Phase, da komm ich nicht mit.
Bei Audacity werden mmn normalerweise von einer Stereospur beide Kanäle in der Frequenzanalyse analysiert. Wenn da was gegenphasig ist löscht es sich wohl entsprechend aus.

Posts: 19

Date of registration: Sep 4th 2020

Location: Vettweiß

Occupation: Früher Verkehrsfachwirt

  • Send private message

33

Monday, September 14th 2020, 12:31pm

Wenn ein Kanal sich um 180° phasenverschiebt, hebt er sich mit dem anderen Kanal auf, verstehe ich.
Aber wieso kommt es zu einer Phasenverschiebung, wenn das Band altert, das verstehe ich nicht.
Phasenveränderungen entstehen meist elektronisch, zum einen wenn sie gewollt sind, z.B. UKW-Empfang. Dort werden einmal L+R und einmal L-R empfangen und so gedreht in der Phase, dass am Ende L und R getrennt rauskommt. Oder bei Laufzeitveränderungen, kenn ich auch.
Beim Band kann ich mir das nicht erklären.

Grüße
Ingo

  • "SonyKassettenkaiser" started this thread

Posts: 345

Date of registration: Jan 26th 2020

  • Send private message

34

Monday, September 14th 2020, 12:34pm

Wenn ein Band mechanisch, zum Beispiel durch Nutzung altert kann das in geringem bis großem Umfang, je nachdem wie mit der Kassette umgegangen wurde passieren.

Posts: 743

Date of registration: Jul 28th 2008

Location: NDH

  • Send private message

35

Monday, September 14th 2020, 1:19pm

Wenn ein Band mechanisch, zum Beispiel durch Nutzung altert kann das in geringem bis großem Umfang, je nachdem wie mit der Kassette umgegangen wurde passieren.
und das passiert dann genau wie ?
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
( Benno Berghammer )

  • "SonyKassettenkaiser" started this thread

Posts: 345

Date of registration: Jan 26th 2020

  • Send private message

36

Monday, September 14th 2020, 1:46pm

Quoted

und das passiert dann genau wie ?

Na halt mechanische Abnutzung. Abdrücke im Band, gedehntes unebenes Band, usw. Da gibt es fast unendlich Möglichkeiten.

Oder glaubst du das ein Kassettenband, was völlig abgenudelt, wellig, teilweise mit Kratereindrücken von Krümeln, halt eben so wie 20 Jahre Auto aussieht, noch zur Beurteilung oder zum Messen von Dingen am Kassettendeck zu gebrauchen ist?

Posts: 743

Date of registration: Jul 28th 2008

Location: NDH

  • Send private message

37

Monday, September 14th 2020, 2:01pm

nein, das denke ich nicht. aber wenn ich deinen ausführungen folge, dann würde es bedeuten, das die magnetisierten partikel auf dem band sich verschieben und zwar dermaßen das bei einer spur ein versatz von 180° eintritt.
ein gedehntes oder gewelltes band ergibt pegelungleichheiten, so es denn überhaupt noch in der kassette läuft, das kann man als gegeben annehmen, aber azimutabweichunge nur weil das band " halt alt ist " :S
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
( Benno Berghammer )

Posts: 171

Date of registration: Mar 31st 2004

  • Send private message

38

Monday, September 14th 2020, 3:23pm

Phasenversatz bei compact-Cassetten

Bei Hochtonverlusten bewirkt der Azimuthfehler immer einen Zeitversatz zwischen den beiden Kanälen. Die Mittenortung schwimmt dadurch im Hochtonbereich weg.So verliert nicht nur ein Schlagzeugbecken an Ortbarkeit und wird zu groß abgebildet. Sofern er unter 90 Grad bei 10 KhZ liegt spielt das keine Rolle.
Es ist einfach so, daß die Kombination Cassette und Laufwerk gleichermaßen daran beteilgt sind.Eine einwandfreie Cassette wird durch Lagerung nicht phasenungenau.


Die Präzision des Cassettengehäuses , der Umlenkrollen sowie die exakte Justierung aller den Bandlauf beeinflußenden mechanischen Teile einschl. Gummandruckrollen etc. beeinflußen den Phasengang.Jede noch so kleine Störung bringt das Band aus seiner Richtung.Umschlingt das Band besonders viele Elemente ,etwa bei einem Laufwerk mit getrenntem Wiedergabekopf für Hinterbandkontrolle ,so sind die Verhältnisse besonders kritisch.Jede schräge Ausrichtung der Bandführungselemente verändert den Bandlauf.In der Praxis sollte man in Ermangelung von Meßgeräten den sog. Monoabgleich durchführen, bei dem die Ausgangsbuchsen des Recorders parallel geschaltet werden. Hier ergibt sich ein ausgeprägteres Maximum als in Stereostellung. Vorraussetzung ist aber ein vorheriger Grobabgleich ohne Parallelschaltung auf Maximum Höhenwiedergabe.Mit freundlichen Grüßen!
Peter

  • "SonyKassettenkaiser" started this thread

Posts: 345

Date of registration: Jan 26th 2020

  • Send private message

39

Monday, September 14th 2020, 3:28pm

Quoted

Eine einwandfreie Cassette wird durch Lagerung nicht phasenungenau.
So ist es. Ich bezog mich auf Kassetten die durch großen Gebrauch deutlich mechanisch verschlissen waren.

Posts: 19

Date of registration: Sep 4th 2020

Location: Vettweiß

Occupation: Früher Verkehrsfachwirt

  • Send private message

40

Monday, September 14th 2020, 11:23pm

Erstmal danke sehr Kaiser und Peter für's Erklären.
Ich hab's mehrfach jetzt gelesen, schaue etwas ungläubig und lass das jetzt mal auf mich wirken. :)
Werde, wenn ich am CT-676 weitermachen kann, mal Versuche in der Richtung machen. Ich hab eine mechanisch schlechte TDK D. Wenn das CT-676 richtig eingestellt ist, werde ich damit mal versuchen, ob ich das Hören und Messen kann.


Grüße
Ingo

  • "SonyKassettenkaiser" started this thread

Posts: 345

Date of registration: Jan 26th 2020

  • Send private message

41

Tuesday, September 15th 2020, 11:01pm

Bin jetzt über ein interessantes Detail gestolpert:
Die Sony HF aka TDK D hatte einen größeren/breiteren Andruckfilz als TDK FE. Deswegen schneidet hier die FE trotz identischer technischer Innereien schlechter ab. Eine TDK D (vor Imation) hat auch einen breiteren Filz.

Posts: 19

Date of registration: Sep 4th 2020

Location: Vettweiß

Occupation: Früher Verkehrsfachwirt

  • Send private message

42

Tuesday, September 15th 2020, 11:28pm

Kann man mal sehen, was solche "Kleinigkeiten" für eine Wirkung haben können. Interessant!

Grüße
Ingo

1 user apart from you is browsing this thread:

1 member

pegasys