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31

Freitag, 2. November 2018, 20:20

Also das Tauschen der Elkos wäre beim B215 kein Problem für mich, habe erst zwei Studer B67 gemacht und eine A807 wartet ja evtl. auch noch.

@ Captn Difool: habe auf Deiner Homepage schon Deine Revisionsarbeiten am Revox B215 gefunden, schöne Arbeit.

Braucht man vermutlich für die Lager entsprechende Auszieher oder sowas in der Richtung? Kann man da etwas mit Temperatur arbeiten? Sowas ist ja letzlich immer einfacher zu beurteilen, wenn man so ein Teil vor sich hat.

Was mich noch verunsichert: im Revoxforum wird es quasi so dargestellt, dass das Laufwerk entweder durch Nutzung oder durch Stillstand zwangläufig früher oder später kaputt geht, weil die Sinterlager der Capstanwellen irgendwann platt seien. Irgendwie tun die Leute da so, als seien die sowieso immer kaputt.
Irgendwie liest sich das für mich so, als ob da ein Problem ziemlich hochgekocht wird?!

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32

Freitag, 2. November 2018, 20:42

Naja das kommt schon vor und vermutlich nicht mal so selten.
Dann ist's aber quasi ein Totalschaden, denn eine dann notwendige Laufwerksrevision kost richtig Geld
Viele Grüße
Jörg

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33

Freitag, 2. November 2018, 21:22

Also das Tauschen der Elkos wäre beim B215 kein Problem für mich, habe erst zwei Studer B67 gemacht und eine A807 wartet ja evtl. auch noch.

@ Captn Difool: habe auf Deiner Homepage schon Deine Revisionsarbeiten am Revox B215 gefunden, schöne Arbeit.

Braucht man vermutlich für die Lager entsprechende Auszieher oder sowas in der Richtung? Kann man da etwas mit Temperatur arbeiten? Sowas ist ja letzlich immer einfacher zu beurteilen, wenn man so ein Teil vor sich hat.

Was mich noch verunsichert: im Revoxforum wird es quasi so dargestellt, dass das Laufwerk entweder durch Nutzung oder durch Stillstand zwangläufig früher oder später kaputt geht, weil die Sinterlager der Capstanwellen irgendwann platt seien. Irgendwie tun die Leute da so, als seien die sowieso immer kaputt.
Irgendwie liest sich das für mich so, als ob da ein Problem ziemlich hochgekocht wird?!

Wie ich schon geschrieben hab, das A und O ist das nachschmieren der Capstanlager. Nach den Jahren ist die Schmierung in den Sinterlagern futsch. Dann laufen die Wellen trocken und verschleißen. Was man aber auch am Laufgeräusch des Laufwerks hört.

Aber da du schon das Revox-Forum gefunden hast, da stehen zahlreiche Beitrage ( auch von mir :rolleyes: ) wo auch die Umrüstung der Wickelmotoren beschrieben wird.
Und nein, es sind nicht alle Laufwerke der Revox Decks defekt. Ich hab 6 Stück dieser Geräte und die funktionieren perfekt :thumbsup:

Gruß
siggi

34

Freitag, 2. November 2018, 23:23

Ja aber wie lange hält dieses "Nachschmieren"? Wenn ich es richtig weiß, werden Sinterlager normal im Vakuum oder im heißen Ölbad nachgeschmiert, was in eingebautem Zustand recht schwierig werden dürfte.. ?(

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35

Freitag, 2. November 2018, 23:27

Solange die nicht trocken gelaufen sind, kann man auch ohne Vakuum oder "Kochen" nachscmieren. Wenn die einmal trocken gelaufen sind, sind die eh hinüber.

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36

Freitag, 2. November 2018, 23:45

Bin kein Revox Kenner, aber die Berichte über festgefressene Capstanlager gibt es ja doch recht häufig bei dem Laufwerk.
Ist das in irgendeiner Weise ein Konstruktionsfehler? Bei anderen Decks tritt sowas ja scheinbar so gut wie gar nicht auf.
Alle Capstanlager, die ich bisher geprüft und nachgeölt habe, waren noch gut ölig und die Capstanwellen zeigten keinerlei Laufspuren.

Die Revox Lagerbuchsen sollten doch auch aus Sinterbronze sein? Laut Revox soll ja das Isoflex PDP65 Öl verwendet werden.
Komischerweise schreibt Klüber zu seiner Isolex PDP Reihe "nicht empfohlen für Buntmetall Sinterlager"

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37

Samstag, 3. November 2018, 08:46

Bin kein Revox Kenner, aber die Berichte über festgefressene Capstanlager gibt es ja doch recht häufig bei dem Laufwerk.
Ist das in irgendeiner Weise ein Konstruktionsfehler? Bei anderen Decks tritt sowas ja scheinbar so gut wie gar nicht auf...

Psssssst...sowas darfst Du nur denken aber doch nicht sagen...frei nach dem Motto "werft den Purschen zu Poden..."

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38

Samstag, 3. November 2018, 17:31

Wenn die Schwungräder so gut zwei Umdrehungen nachlaufen, sind sie noch ok. Nicht zerlegen (Rät auch Revox von ab). Sondern mit einer Spritzkanüle ein Tröpfchen Klüber 65 draufgeben, etwas laufen lassen, dann sollte es gut sein. So schnell gehen die Lager nicht kaputt (Sinter nimmt man auch, um Schäden beim Trockenlauf zu vermeiden, Stichwort Notlaufeigenschaft), allenfalls (auch davor warnt Revox) wenn das Laufwerk unsachgemäß ausgebaut und mit den Schwungrädern auf den Tisch geknallt wird, dann kann es passieren, das eine Achse ne "Banane" kriegt und dann Laufgeräusche macht. Ich habe schon eine Methode zum Umbau mit Kugellagern erdacht, ist aber nicht so einfach die Sinterbuchsen rauszubekommen und die Kugellager, auch die besten, klackern ein wenig. Aber immer noch besser als auf den Schrott werfen.

Die Capstanmotoren sind wie ich schrieb mit Sachverstand und Feingefühl zu zerlegen, insbesondere die feinen Kontaktbürsten können schnell kaputtgehen. Da muß man wirklich aufpassen, denn es gibt keine Ersatzmotoren mehr. Das war eine Sonderanfertigung von Maxxon (glaube ich), mit einer speziellen Achse. Ähnliche Motoren gibt es noch, aber nicht mit solcher Achse. Das äussere Lager vorn kann man auch so schmieren, aber das hintere Sinterlager ist innen. Aber es kommt immer auf den Zustand an. Das B-215 auf meiner Homepage war ein gutes Exemplar, da brauchte ich das nicht machen, nur die Capstane etwas geölt und der gute Gleichlauf war da. Bei meinen beiden B710 habe ich da schon etwas mehr Arbeit...
Gruß
André

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39

Samstag, 3. November 2018, 19:34

Wenn die Schwungräder so gut zwei Umdrehungen nachlaufen, sind sie noch ok. Nicht zerlegen (Rät auch Revox von ab). Sondern mit einer Spritzkanüle ein Tröpfchen Klüber 65 draufgeben, etwas laufen lassen, dann sollte es gut sein. So schnell gehen die Lager nicht kaputt (Sinter nimmt man auch, um Schäden beim Trockenlauf zu vermeiden, Stichwort Notlaufeigenschaft), allenfalls (auch davor warnt Revox) wenn das Laufwerk unsachgemäß ausgebaut und mit den Schwungrädern auf den Tisch geknallt wird, dann kann es passieren, das eine Achse ne "Banane" kriegt und dann Laufgeräusche macht. Ich habe schon eine Methode zum Umbau mit Kugellagern erdacht, ist aber nicht so einfach die Sinterbuchsen rauszubekommen und die Kugellager, auch die besten, klackern ein wenig. Aber immer noch besser als auf den Schrott werfen.

Die Capstanmotoren sind wie ich schrieb mit Sachverstand und Feingefühl zu zerlegen, insbesondere die feinen Kontaktbürsten können schnell kaputtgehen. Da muß man wirklich aufpassen, denn es gibt keine Ersatzmotoren mehr. Das war eine Sonderanfertigung von Maxxon (glaube ich), mit einer speziellen Achse. Ähnliche Motoren gibt es noch, aber nicht mit solcher Achse. Das äussere Lager vorn kann man auch so schmieren, aber das hintere Sinterlager ist innen. Aber es kommt immer auf den Zustand an. Das B-215 auf meiner Homepage war ein gutes Exemplar, da brauchte ich das nicht machen, nur die Capstane etwas geölt und der gute Gleichlauf war da. Bei meinen beiden B710 habe ich da schon etwas mehr Arbeit...

Du meinst sicher die Wickelmotoren mit den Kontaktbürsten ^^

Gruß
siggi

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40

Samstag, 3. November 2018, 19:44

Bin kein Revox Kenner, aber die Berichte über festgefressene Capstanlager gibt es ja doch recht häufig bei dem Laufwerk.
Ist das in irgendeiner Weise ein Konstruktionsfehler? Bei anderen Decks tritt sowas ja scheinbar so gut wie gar nicht auf.
Alle Capstanlager, die ich bisher geprüft und nachgeölt habe, waren noch gut ölig und die Capstanwellen zeigten keinerlei Laufspuren.

Die Revox Lagerbuchsen sollten doch auch aus Sinterbronze sein? Laut Revox soll ja das Isoflex PDP65 Öl verwendet werden.
Komischerweise schreibt Klüber zu seiner Isolex PDP Reihe "nicht empfohlen für Buntmetall Sinterlager"

Kein anderes mir bekanntes Deck hat Capstanwellen mit den Abmessungen, da wird die Lagerung schon gefordert. Und zweitens waren die Lager mit der Schmierung für 40 Jahre Betrieb nicht ausgelegt.
Da kann es schonmal vorkommen das da nachgeschmiert werden muß. Aber das Gute ist, man bekommt das Schmiermittel noch, was bei anderen Decks warscheinlich nicht so ohne weiteres möglich ist, weil die Ölsorten nicht mehr hergestellt werden.

Die Capstan kann man wunderbar mit einer Medizinspritze schmieren, erhältlich in jeder Apotheke.
Gruß
siggi

41

Samstag, 3. November 2018, 20:28

Das B215, welches ich anschauen wollte, ist leider zwischenverkauft worden, da ich am Feiertag (Do) keine Zeit hatte.
Ich beobachte jetzt einfach mal ebay und Kleinanzeigen in die Richtung Revox oder Pioneer, es eilt ja nicht..

42

Samstag, 3. November 2018, 22:07

Wie sieht’s denn mit den Pioneer Digital NR Decks aus? Ich dachte das wäre das Optimum?

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43

Samstag, 3. November 2018, 22:52

Ich kenne nur einen, der behauptet die Dinger wären besonders gut und der ist nicht mal ansatzweise ernstzunehem.

Das nicht vorhanden sein des Rauschens ist aber wirklich beeindruckend, hab einige Digtalfiles von so einem Pioneer gehört.
Der Rest dieser Decks ist aber bescheiden, besonders das Laufwerk.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »2245« (3. November 2018, 23:14)


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44

Samstag, 3. November 2018, 23:08

Kein anderes mir bekanntes Deck hat Capstanwellen mit den Abmessungen, da wird die Lagerung schon gefordert. Und zweitens waren die Lager mit der Schmierung für 40 Jahre Betrieb nicht ausgelegt.


Das sind wirklich dicke Dinger, aber das macht ein Lager eher stabiler. Ganz so alt ist das 215 ja auch noch nicht und das Alter haben die üblichen Decks vieler anderer Hersteller ja auch auf dem Buckel.
Ich habe auch wie gesagt keine Ahnung ob das mit der Neigung zum Lagerschaden der Revox Kisten wirklich stimmt. Es wird aber immer wieder berichtet, von andren Decks gibt es solche Berichte aber eher nicht.
Also beim Kauf auf jeden Fall prüfen, die meisten anderen Sachen kann man reparieren. Zwei neue Wellen und diepassenden Sinterbuchsen dürften kaum aufzutreiben sein.
Wenns noch gut läuft sollte man es nachschmieren und vielleicht nicht 24/7 durchlaufen lassen. Aber auch nicht dauernt aus-einschalten denn eigentlich kommt ein Sinterlager nur beim Anlaufen kurz in die Mischreibung.

Aber das Gute ist, man bekommt das Schmiermittel noch, was bei anderen Decks warscheinlich nicht so ohne weiteres möglich ist, weil die Ölsorten nicht mehr hergestellt werden.


Das ist eher nicht das Problem, es gibt eigentlich keine Ölsorten, die es nicht mehr gibt, die heißen dann jetzt nur anders.
Ein normales Schmieröl in ISO VG46 oder 68 funktioniert aber eigentlich immer, Sinterlager mit solchen Drehzahlen stellen keine hohen Ansprüche ans Öl.
Eigentlich alle modernen Öle sind da schon uberdimensioniert.
Auch wenn es das Isoflex PDP65 nicht mehr geben sollte, gibt es genug andere Hersteller, die ein Synthetisches (Esther) Schmieröl in ISO VG68 anbieten.
Auch würde ein modernes auf einem anderen Grundöl basierendes Turbinen- oder Hydraliköl in der gleichen Viskosität ohne Probleme funktionieren.
Sogar einfache auf Mineralöl aufgebaute wie z.B. Mobil DTE Heavy Medium oder Shell turbo T68.
(natürlich mit Abstrichen bei der Gebrauchstemperatur. Das besondere am Isoflex ist der extreme Viskositätsindex ist die Einsetzbarkeit bis -60°C)
Deshalb wird das Isoflex PDP auch vornehlich zur Schmierung von Micromotoren, die snicht nur auch bei Hitze sondern auch draußen im tiefsten Winter bei -40°C noch funktionieren müssen, eingesetzt, zB. Automobilindustrie.
Für den Betrieb in normalen Gebäuden aber nicht relevant, wer sitzt schon bei unter 5°C vor dem Recorder.

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45

Samstag, 3. November 2018, 23:31

@Siggi,

sorry, voll daneben, wenn die Gedanken schon wieder weiter als die Finger sind, danke für die Richtigstellung, natürlich meinte ich die Wickelmotoren.

@2245
Das Klüber PD 65 ist für mich eher ein Öl aus dem Bereich der Feinmechanik als Turbinentechnik. Da sind die Anforderungen anders. Glücklicher Weise gibt es Klüber noch und der bietet eine Menge Öle für spezielle Feinmechanikanwendungen an.
Gruß
André

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46

Sonntag, 4. November 2018, 00:13

Das Klüber PD 65 ist für mich eher ein Öl aus dem Bereich der Feinmechanik als Turbinentechnik.


Das ist natürlich richtig, ändert aber nichts an der Tatsache, dass für so einen einfachen Schmierfall wie es ein Sinterlager in einem Cassettendeck darstellt, Öle die für völlig verschiedene Anwendungen konzipiert wurden, geeignet sind.

Wie bereits gesagt das einzig spezielle an dem PDP65 ist der aberwitzige Viskositätsindex von weit über 200, der nur mit sehr teuren Base Stocks (in dem Fall synthetische Ester) zu machen ist.
Diese Haupteigenschaft des PDP65 wird aber für die Funktion im Sinterlager des Cassettenlaufwerks gar nicht benötigt.
Es ist ja nicht so, dass das PDP65 ein spezielles Capstanlageröl ist, es ist ja nicht für Rvox entwickelt worden. Laut Klüber ist ja sogar ausdrücklich nicht für Buntmetallsinterlager empfohlen.

Turbinenöl hört sich erstmal ziemlich dramatisch an, wird auch tasächlich hauptsächlich in der Schwerindustrie für die Druckumlaufschmierung von riesigen Dampf, Wasser oder Gasturbinen eingesetzt.
Gibt es aber sowohl in den für "Feinmechanik" interessanten Viskositätsbereichen, und auch die Additivierung ist für solche Anwendungen durchaus passend.
Additiviert sind diese Öl deutlich milder als z.B. Motorenöle. Hauptaugenmerk liegt auf Materialbeständigkeit, Korrosions- und Verschleißschutz (und Wasserabscheidung, die wir natürlich ehr nicht brauchen)
Deshalb haben wohl auch viele Hifi Hersteller diese Turbinenöle z.B. aus der MOBIL DTE Reihe ausgewählt, wie z.B. Thorens für ihre Tellerlager mit Sinterbronzebuchsen und auch Revox hat das Turbinenöl für die Capstanlager einiger Geräte verwendet und empfohlen.

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47

Sonntag, 4. November 2018, 20:50

Ach ja, was mir noch einfällt:
Im B215 sind maskenprogrammierte IC verbaut, die es nur bei Revox- Villingen noch gibt. Also fein aufpassen beim Basteln, und rechtzeitig die Elkos im Netzteil wechseln.
Gruß
siggi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »siggi.k« (5. November 2018, 18:19)


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48

Montag, 5. November 2018, 15:21

Noch scheint es diese Eproms zu geben, ich hatte einen neuen Steuerchip für mein B710 Mknix noch bekommen, sogar zum moderaten Preis. Die B710Mknix gelten als etwas anfällig, Ersatz ist dann für MkII mit Umbauanleitung. Beim B215 sind mir allerdings noch nie defekte Chips untergekommen.
Gruß
André

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49

Montag, 5. November 2018, 19:34

Moin,

wie wär´s den mit einem Tandberg TCD-440 ? Klasse Deck und Service ist immer noch voll gegeben.


Gruß
Thomas

50

Freitag, 9. November 2018, 17:59

Werde mir morgen - wenn diesmal nichts dazwischen kommt - ein B215 aus der neueren Serie (ohne Gitternetzfront und mit den schmalen Tasten) anschauen gehen zu einem sehr guten Kurs wie ich finde. Preis verrate ich, falls es was war. Angeblich TOP Zustand (jaja, mal sehen) und ganz bei mir in der Nähe. Mal schauen, wie gut das wirklich noch daher kommt, bin jedenfalls gespannt, der Verkäufer war jedenfalls am Telefon schonmal sehr nett... :)

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51

Freitag, 9. November 2018, 20:16

Viel Glück, und vergesse nicht das Deck ausgiebig zu testen.

Achte auch auf die Schlitzschrauben am Gerät, da kannste erkennen ob da ein Fachmann am Werk war. :thumbup:

Gruß
siggi

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52

Samstag, 10. November 2018, 08:56

Noch scheint es diese Eproms zu geben, ich hatte einen neuen Steuerchip für mein B710 Mknix noch bekommen, sogar zum moderaten Preis. Die B710Mknix gelten als etwas anfällig, Ersatz ist dann für MkII mit Umbauanleitung. Beim B215 sind mir allerdings noch nie defekte Chips untergekommen.
Das Problem hatte ich auch. diBenedetto in der Schweiz hat den Chip bei meinem B 710 Mknix als erstes rausgekickt und gegen einen vom Mk II ersetzt. Danach war alles in Butter. Der Mann hatte eine riesige Kiste voll von diesen Chips...

53

Samstag, 10. November 2018, 15:50

Also, heute morgen war ich bei dem Herren und habe das B215 abgeholt.
Es ist ein Gerät von 1987, Seriennummer knapp über 20000. Also genau so alt wie ich. :love: :D

Optisch war es in einem Top Zustand, der Besitzer hatte es neu gekauft und beruflich genutzt, da er Musiklehrer war hat er seinen Schülern damit Kassetten aufgenommen mit Klavierspiel etc., die letzen 10 - 15 Jahre wurde es immer weniger genutzt, meinte er.
Äusserlich ist es quasi neuwertig, es war ja auch als Top in Schuss eingestellt bei Kleinanzeigen für 380€.
Ich hatte meinen Laptop, Kabel und ein paar Kassetten zum Testen dabei. Leider kamen wir nicht so weit, denn der gute Herr wollte einen Probelauf vorbereiten und hatte seine einzige verbliebene Kassette bereits eingelegt, eine Sprachübungkassette.
Das Szenario war, dass das Laufwerk einen massiven Bandsalat erzeugte, das Gerät war im Playbetrieb festgesteckt und die Tonkopfeinheit war blockiert, man bekam auch die Kassette nichtmehr heraus. Im Gerät hab ich die Kassette aufgeschraubt und die Bandwickel und den vorderen Gehäuseteil entnommen, so konnte ich erkennen, dass die Tonköpfe noch sehr gut aussahen. Das zweite Gehäuseteil der Kassette war natürlich im Gerät verblieben.

Der Verkäufer war nett, aber sehr geknickt, warum dieser Vorführeffekt nun vorhanden ist und fing hilflos an, an dem Gerät herumzudrücken, was ich versuchte zu verhindern.
Ich erklärte ihm, dass aus irgendwelchen Gründen der Hubmagnet blockiert oder die Logiksteuerung eine Macke hat.
Er meinte dann, wenn ich es reparieren will, soll ich es einfach mitnehmen und falls ich es zum laufen bekomme, verhandeln wir dann. Damit war ich irgendwie nicht einverstanden, am Ende wird mir da irgendwie ans Bein gepinkelt, auch wenn der Herr einen - wie gesagt - sehr netten Eindruck machte.


Ich habe ihm dann angeboten, das Gerät wie es ist für 280€ mitzunehmen, womit er (leicht zähneknirschend) einverstanden war.
Jetzt habe ich eigentlich schon ein schlechtes Gewissen, den Herren direkt um 100€ heruntergehandelt zu haben, denn der Fehler war denkbar leicht zu finden: Am Hubmagnet ist dieser Plastikdämpfer abgebrochen, der wohl das Arbeitsgeräusch des Magneten etwas abdämpfen soll. Das zerbröselte Plastik entfernt funktioniert das Gerät zunächst recht gut. Die Capstanlager scheinen gut zu sein, die Motoren laufen absolut leise und laufen 2 - 3 Sekunden nach. Lediglich beim Spulen hab ich so das Gefühl, als ob die Drehzahl der Wickelmotoren teilweise etwas schwankt.
Ich werde das Gerät in den kommenden Tagen/Wochen zerlegen, reinigen, recappen (ein Netzteilelko von Frako läuft schon aus) und das Laufwerk schmieren.
Dann muss ich entweder eine Bezugskassette organisieren, oder vielleicht findet sich ja jemand, der mir den Wiedergabefrequenzgang kontrollieren/einstellen kann.
Ein bisschen rumgespielt habe ich trotzdem. Ich habe viele BASF Kassetten aus den 70ern, auch einige Chromdioxid mit den blassgrünen bzw grauen Etiketten und dem kleinen ovalen Fenster. Ist es normal, dass diese mit dem Revox nicht vernünftig bespielt werden können? Der Hinterbandpegel ist deutlich niedriger, als die Quelle und verzerren tut es bereits weit vor 0dB. Die Einmessprozedur verläuft aber ohne Fehler. Mit neueren TDK, Sony, Maxell etc tut alles, wie es soll. Klingt schon recht gut das Teil.
Viele Grüße, ich halt euch auf dem Laufenden,
Ben

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »benmuetsch« (10. November 2018, 16:24)


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54

Samstag, 10. November 2018, 16:03

Glückwunsch!

Der Preis ist nicht zu schlagen.
:thumbup:

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55

Samstag, 10. November 2018, 17:09

Das B215 kann die Vor-IEC-Cassetten von BASF nicht einmessen, da die nur eine sehr geringe Vormagnetisierung brauchen und unempfindlicher sind. Neuere BASF-Cassetten nach IEC gehen dagegen problemlos.
Gruß
André

56

Samstag, 10. November 2018, 17:21

http://www.walkman-archive.com/wa/projec…0-1977-pack-x5/
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Comp…SM_IMG_8508.JPG
https://picclick.de/1-x-BASF-Chromdioxid…3035920236.html
Ich hoffe es ist okay, hier einfach diese fremden Links einzustellen. Das sind die Kassetten, die heute nicht gut funktioniert haben. Sind das vor IEC Modelle?
Wenn dem so ist, wandern sie einfach wieder in den Schrank.

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57

Samstag, 10. November 2018, 17:49

Klar, Llinks sind immer Ok.

Ja sind alles Bänder nach DIN von 1971. Die Alterung des CrO2 verstärkt die inkompatibilität noch deutlich.
Also auch mit einigen späteren CrO2 Bändern hat man diese Probleme noch.

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58

Samstag, 10. November 2018, 19:51

Noch scheint es diese Eproms zu geben, ich hatte einen neuen Steuerchip für mein B710 Mknix noch bekommen, sogar zum moderaten Preis. Die B710Mknix gelten als etwas anfällig, Ersatz ist dann für MkII mit Umbauanleitung. Beim B215 sind mir allerdings noch nie defekte Chips untergekommen.
Das Problem hatte ich auch. diBenedetto in der Schweiz hat den Chip bei meinem B 710 Mknix als erstes rausgekickt und gegen einen vom Mk II ersetzt. Danach war alles in Butter. Der Mann hatte eine riesige Kiste voll von diesen Chips...

Leider repariert er nicht mehr, das macht jetzt H.Müller :)

Gruß
siggi

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Samstag, 10. November 2018, 20:00

http://www.walkman-archive.com/wa/projec…0-1977-pack-x5/
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Comp…SM_IMG_8508.JPG
https://picclick.de/1-x-BASF-Chromdioxid…3035920236.html
Ich hoffe es ist okay, hier einfach diese fremden Links einzustellen. Das sind die Kassetten, die heute nicht gut funktioniert haben. Sind das vor IEC Modelle?
Wenn dem so ist, wandern sie einfach wieder in den Schrank.

Mit diesen Kassetten hatte ich auch schon Probleme beim Einmessen mit der B215
Gruß
siggi

60

Samstag, 10. November 2018, 20:30

Naja, man muss eigentlich auch nicht auf Teufel komm raus das älteste Bandmaterial verwenden. Mich hat es nur interessiert..
Kenne das aus der 1/4" Welt eher so, da kann ich nach (händischer) Einmessung auch auf ein Scotch 207 von 1970 oder ein altes Maxell UD Aufnahmen machen, die sich (abgesehen vom leichten Rauschen) hinter der digitalen Welt nicht verstecken brauchen. Aber Bandgeschwindigkeit und Spurbreite ist halt durch nichts zu ersetzen. :D