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Sonntag, 28. Oktober 2018, 12:40

Technics RS-B765 dumpfe Wiedergabe

Hallo und einen ruhigen Sonntag (bis hierher ;) ) miteinander,

ich habe ein Technics RS-B765 PSX bei mir mit folgendem Problem:

Beim Abspielen einer Kassette (egal welcher Typ oder Hersteller, egal "neu" oder alt,
egal wie hoch der Aufnahmepegel ist, egal mit welchen Tapedeck aufgenommen)
wird der Klang nach knapp einer Sekunde dumpf, als ob ein Höhen- oder Rauschfilter automatisch einsetzt.

Nach ein paar Minuten (2-5) wird der Klang etwas klarer, als ob das Gerät prüft,
wie weit es den Filter einsetzen kann..., aber nie so klar wie auf anderen Tapedecks oder bei der Hinterbandkontrolle
während der Aufnahme.
Auch hier egal welcher Typ oder Hersteller der Kassetten, egal mit welchen Tapedeck aufgenommen.
MPX und Dolby sind laut Display nicht aktiviert (auch nicht bei der Aufnahme).

Beim Abspielen mit Dolby B und C wird´s noch dumpfer.

Bei Aufnahme und Hinterbandkontrolle (Monitor) ist die Wiedergabe ok (klar),
Dolby ist ok und BIAS ist einstellbar.

Nach zurückspulen und abspielen wird´s dumpf.

Auf anderen Tapedecks (manuelle oder automatischen Bandsortenerkennung)
werden die Kassetten (auch die Technics-Aufnahmen) ordentlich/klar wiedergegeben.

Bandsorte wird laut Display richtig erkannt.

Die Köpfe sind mit Isopropanol gereinigt und sitzen fest.

Gleichlauf ok, kein leiern.

Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, mit der automatischen Bandsortenerkennung stimmt was nicht
beim Abspielen...

Obwohl bei Aufnahmen mit Hinterbandkontrolle ja alles ok ist und auf anderen Decks alles vernünftig klingt.


Zu diesem Thema habe ich nichts gefunden. Vieleicht hat ja jemand eine Idee...

Gruß

Helmuth

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2

Sonntag, 28. Oktober 2018, 19:11

Die PSX Kondensatoren sind fertig. Aber vielleicht sind noch andere Faktoren zu berücksichtigen.
Viele Grüße
Michael

3

Sonntag, 28. Oktober 2018, 19:43

Wenn die Aufnahme Hinterband ok scheint, würde ich nicht die Kondensatoren als hauptsächliches Problem sehen, sondern eher ein mechanisches. Ist die Andruckrolle noch in Ordnung? Hifi-Wiki erwähnt auch da Probleme:
http://www.hifi-wiki.de/index.php/Technics_RS-B_765
Vielleicht wird das Band nicht mehr sauber transportiert.
Tritt das Phänomen sowohl am Bandanfang, wie in der -mitte und am -ende auf?

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

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4

Sonntag, 28. Oktober 2018, 21:11

Hört sich in der tat nach Problemen mit dem Bandlauf an. Ich würde erstmal die Andruckrolle wirklich gründlich reinigen.
Isopropanol getunkte Wattestäbchen solange gegen die laufende Andruckrolle halten bis das Wattestäbchen sauber bleibt.

  • »truder2« ist der Autor dieses Themas

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Montag, 29. Oktober 2018, 09:42

Hallo und vielen Dank bis hierher.
Das Problem liegt immer an,egal ob am Anfang, Mittendrin oder am Ende der Kassette.
Aber wenn es an der Rolle oder im Allgemeinen am Laufwerk liegen würde,

müsste das Problem nicht schon bei der Hinterbandkontrolle oder auf
anderen Decks zu hören sein - leiern, hell, dunkel ?
Das tut es aber nicht ...
So, jetzt geht´s erstmal der Andruckrolle an den Kragen 8)
Melde mich dann wieder
Gruß
Helmuth

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Montag, 29. Oktober 2018, 12:19

Hallo,

es lag tatsächlich an der Andruckrolle :)

Was ich trotzdem nicht verstehe - warum hörte ich das nicht
bei der Hinterbandkontrolle ?

Wenn ich mit meinem Philips N4506 Tonbandgerät etwas schlechtere Bänder bespiele,
kann ich die Aufnahmequali durch den Einsatz des "Filzarms" erhöhen.
Der Drückt das Band ja gegen den Aufnahmekopf.
Das Ergebnis höre ich sofort bei der Hinterbandkontrolle.


Daher meine Annahme mann müßte es beim Technics auch sofort hören...
Als wenn mit 2 "Andruckmodi" beim Technics gearbeitet wird:
Stärker bei Aufnahme
Schwächer beim Abspielen
Vielen Dank an alle :thumbsup:

Ein Problem weniger

Gruß
Helmuth

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Montag, 29. Oktober 2018, 14:17

Schau Dir doch mal an wie weit die Köpfe bei einem Tonbandgerät voneinander entfernt sind
und wie nah sie bei einem Cassettendeck zusammen sind - dort sind sie ja direkt hinteeinander in einem Gehäuse.
Wenn Du es da Hinterband hörst, dann hat's das Band schon soweit aus der Spur gezogen, daß es mit ziemlicher Sicherheit schon mechanisch beschädigt wurde.
Viele Grüße
Jörg

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8

Montag, 29. Oktober 2018, 15:03

Hallo Jörg,
was Du sagst ist absolut nachvollziebar bei der Kopfbauart.
Stellt sich mir aber immer noch die (für mich interessante,
muss aber nicht ausartende ;) ) Frage:
Warum klar bei der Aufnahme (Hinterband) aber dumpf beim Abspielen ?
Gruß

Helmuth

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9

Montag, 29. Oktober 2018, 16:15

Meine Theorie:
Das Band wird ja nach dem Löschkopf zunächst über den Sprechkopf und unmittelbar danach über den Wiedergabekopf gezogen.
Wenn das nun schon leicht schräg geschieht, so tastet der Wiedergabekopf auch die "schräge" Spur noch einwandfrei ab.
Spulst Du nun zurück und spielst ab, so wird das Band in einem anderen, weil zufälligen Winkel den Kopf passieren und somit wird's dumpf.
Viele Grüße
Jörg

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Montag, 29. Oktober 2018, 16:26

Was die Ursache angeht, stimme ich mit Jörg völlig überein.

In solchen Fällen hilft eigentlich nur eine Spiegelkassette!
Diese "Unsichtbarkeit" des Bandlaufs ist ein Grund dafür, dass ich mit Kassettendecks nie so richtig warm geworden bin! :S

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Montag, 29. Oktober 2018, 17:40

@Jörg
Deine Theorie hat was für sich.
Die Aufnahmen nach der Reinigung sind ok.
Die Aufnahmen vor der Reinigung werden jetzt mal hell mal dunkel wiedergegeben.
Je nachdem, wie der Winkel ist - der wohl von der ungleichmäßig dreckigen Andruckrolle vorgegeben wurde.


@hannoholgi
Danke für den Hinweis, aber mit einer Spiegelkassette habe ich noch nicht gearbeitet
(Wusste bis gerade eben nicht mal... gegoogelt)

Danke und Gruß
Helmuth

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Donnerstag, 15. November 2018, 20:19

Einen schönen Abend Euch,

leider ist das Problem doch nicht behoben ;(
Warum das erst gut ging, kann ich nicht beantworten ?(

Auch muss ich dadurch eine Aussage revidieren :whistling:

Die Köpfe samt "Aufhängung" lassen sich (wenn man davor sitzt)
ca. 0,3mm vor und zurück bewegen - das Ganze hat also Spiel. (Bild 1)

Nach oben/unten rechts/links ok (mehrfach geprüft).



Wie ein defektes Radlager am Auto...

Ich glaube nicht, daß das so ok ist.

Meine Theorie:

Da eine Cassette ja nicht gerade für ihren ruhigen Lauf bekannt ist
bin ich der Meinung, das diese Unruhe und das Spiel hier
(blödes Wortspiel) zusammenspielen und die Tonschwankungen erzeugen.

Wenn ich die Cassette oben so fixiere (Bild 2), das sie nach "vorne" kippt
(Holz hinter der Cassette), übe ich dadurch einen Druck auf die Cassette
und den Tonkopf bzw. auf die Aufhängung aus, wodurch alles irgendwie fixiert wird
und der Klang beim Abspielen durchgängig klar und hell ist.



Das Holz habe ich ohne großen Widerstand reinstecken können - mit weniger Kraft,
als ein Lichtschalter zu betätigen.
Daher will ich versuchen, dieses Spiel zu reduzieren (falls meine Theorie stimmt).

Weiß jemand, wie man das Laufwerk ohne größeren Unfall ausbaut ?

Gruß
Helmuth

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13

Donnerstag, 15. November 2018, 20:40

Du kannst ja erstmal versuchen, ob sich die rechte Schraube neben dem Tonkopf noch etwas festziehen läßt( vorsichtig!), wobei ich das nicht als Ursache sehe. Ich würde eher wie alle Vorredner auf den Bandlauf tippen, das Band versucht zwischen Tonwelle und Andruckrolle wegzulaufen und das ergibt Dein Fehlerbild.
Ursache kann auch ein zu geringer Abwickelbandzug der linken Spulenmitnahme sein.
Versuch mal mit einer alten Cassette bei Playbetrieb den linken Wickel etwas abzubremsen oder den Andruckfilz etwas herauszubiegen, sodaß er mit mehr Spannung am Kopf anliegt.
Ist das auf dem Foto die neue Gummirolle? Falls ja, dann nochmal richtig säubern.
Viele Grüße,

Matthias

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Freitag, 16. November 2018, 00:13

Hallo Matthias,
wie komme ich an die Schraube neben den Kopf ran ?

Da gib´s doch irgend´nen Trick, oder ?

Das LW habe ich bisher nicht ausgebaut, da ich nicht weiß, wie ?(

Wäre aber gut zu wissen, damit ich die Rolle besser reinigen oder tauschen kann.
Das LW selbst könnte auch mal ´ne Reinigung vertragen ...
Gruß und eine schöne Nacht an alle Schlaflosen ;)

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Freitag, 16. November 2018, 14:27

Es ist doch klar daß sich der Kopf etwas bewegt wenn man von vorne dagegen drückt.
Die Azimut Schraube ist ja federnd gelagert.
Bitte schraub nicht selbst daran herum, sondern gib das Gerät unverbastelt und unverstellt an jemand der sich damit auskennt.
Das wird nix Großes und somit auch kein nennenswerter finanzieller Aufwand sein.
Viele Grüße
Jörg

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Samstag, 8. Dezember 2018, 23:49

Hallo miteinander,
ich habe mich mal umgehört, was der Spaß so kosten soll.
Nach den Antworten habe ich mich dafür entschieden, selbst weiter zu machen.
Es lag an der Rolle. Alle die darauf hinwiesen - chapó.
Nach dem Tausch der Rolle vor 3 Wochen läuft es prima (Aufnahme und Abspielen).
Sollte sich jemand an der Baureihe des LW heranwagen, der sollte die Capstan-Wellenlagerung an der Platine entfetten und neu einfetten.
Das Zeug hatte die Konsistenz von alten Honig - klebrig und krümelig.

Auch ein tiefes Brummen, was ich für eine Alterserscheinung hielt, ist besser geworden.
Vielen Dank an alle :)
Gruß
Helmuth