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Montag, 14. Mai 2018, 21:12

Cassetten Hüllen - Womit klebrige Aufkleberreste entfernen?

Ich habe mir vor einiger Zeit etwa 50 gebrauchte Cassetten gekauft. Die Cassetten selber sind in Ordnung, aber auf den eigentlich guten Hüllen befinden sich rundum unschöne Aufkleber. Diese lassen sich nicht einfach so abziehen, es bleiben immer hässliche und sehr hartäckige Klebereste. In meiner Not habe ich alle Hüllen in heißes Wasser + Spülmittel eingeweicht und versucht die Klebepampe zu entfernen. Leider fehlanzeige. Kennt Ihr eine Methode mit der ich einfach und sauber die klebrigen Rückstände entfernen kann? Am liebsten wäre mir eine "In Flüssigkeit einlegen -> saubere Hüllen" Lösung. :D Womit könnte das klappen?

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Montag, 14. Mai 2018, 21:23

Salatöl. Dauert aber.

Gruß
Michael

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Montag, 14. Mai 2018, 23:14

Kontakt WL funktioniert bei hartnäckigen Aufkleberresten, die sich mit Isopropanol nicht entfernen lassen ganz gut.

OLi

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Montag, 14. Mai 2018, 23:28

Reinigungsbenzin (Waschbenzin, Feuerzeugbenzin) löst Selbstklebeschichten rückstandsfrei. Man muss es dazu drei, vier Minuten einwirken lassen und wenn das Benzin die Klebeschicht ganz durchdrungen hat, lässt sie sich meist einfach abwischen. Es gibt vielleicht auch Klebstoffarten, bei denen das nicht funktioniert, aber meist habe ich damit Erfolg.

Weil das Benzin leicht flüchtig ist, sollte man ggf. mit Lappen/Küchenkrepp arbeiten, die man damit tränkt. Bei notwendiger längerer Einwirkzeit mit Frischhaltefolie abdecken. Sicherheitshinweise beachten! :thumbup:

Gruß
Holgi

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5

Mittwoch, 16. Mai 2018, 07:56

Es gibt käuflich Etikettenentferner, als Spray, als Öl. Die tun's ganz gut. Mit Benzin wäre ich vorsichtig, da es viele Oberflächen, ich denke, auch Cassettenhüllen, angreifen.
Wenn du Kontakt 60 vorrätig hast, das tut's auch.

Gruß
Stefan

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6

Mittwoch, 16. Mai 2018, 10:19

Benzin greift keine Kunststoffoberflächen an.

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Mittwoch, 16. Mai 2018, 14:36

Aceton nicht verwenden, das löst wirklich den Kunststoff der Hüllen auf.
Universalverdünnung auch, aber nicht so schnell wie Aceton (Hüllenoberfläche wird rau und blind).
Staub und Nikotinablagerungen lassen sich in einer Geschirrspülmaschine gut behandeln. 45°C max. und kein Reinigungsmittel verwenden.
Mit Einlegen in warmen Wasser lassen sich die Papierreste auflösen und mechanisch entfernen, danach kommt man effektiver an die Klebstoffreste.
Leider alles keine "einweichen und wird von alleine sauber"-Lösung...
In hoffnungslosen Fällen dann lieber Spender-Hüllen besorgen.
Viel Erfolg.
Viele Grüsse, Sebastian

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8

Mittwoch, 16. Mai 2018, 22:16

Wie Holgi schon nannte, Reinigungsbenzin, Aceton mit Vorsicht probieren, kann auch Kunststoffe anlösen, bliebe noch Etikettenentferner, auch hier erst eine Probe machen und Dampföl von Modellbahnen geht auch, allerdings kann es langsamer wirken.
Gruß
André

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Donnerstag, 17. Mai 2018, 07:39

Brennspiritus hilft bei etwa der Hälfte von Aufkleberresten. Vorteil: Einfach zu beschaffen, greift den Kunststoff nicht an, hinterläßt keine Rückstände, klebt nicht an den Fingern. Daher probiere ich immer zuerst mit Spiritus. Wenn der nicht hilft, dann funktioniert meistens die Salatöl-Methode: Einreiben, ein paar Tage warten, eingeweichten Aufkleber abziehen, dann mit Spiritus die Rückstände reinigen, alternativ in warmem Wasser mit Spülmittel nachreinigen.

Viele Grüße,
Martin

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Samstag, 19. Mai 2018, 01:36

Um nun auch noch meinen Senf dazu beizutragen: WD-40 ist u.a. auch gut als Klebstoffrestentferner. Oder nimm etwas Orangenöl- oder Zitrusölhaltiges: Wird oft unter der Bezeichnung "Citrusreiniger" als Spray verkauft, findet sich aber auch manchmal in Möbelpflegemitteln (Renuwell o.ä.).
Gruss,

Hendrik

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Sind wir nicht alle ein bisschen γ-Fe₂O₃?

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Samstag, 19. Mai 2018, 15:02

Ich habe früher oft Wundbenzin genommen. Das hatte den Vorteil die Kleberückstände vollständig zu beseitigen, ohne den Kunststoff anzugreifen. Stinkt halt nur ziemlich und ist auch nicht gerade gut für die Atemwege. Seit längerem nehme ich jetzt Sterillium® Virugard von Bode. Riecht weitaus angenehmer, erfüllt seinen Zweck und man hat nebenbei noch ein Desinfikationsmittel für unterwegs. Wenn man es nicht direkt in der Apotheke kauft ist es auch relativ günstig.