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31

Montag, 16. April 2018, 16:45

Ich bin mit knapp Mitte 30 eher der letzte Abgesang der CC... gerade noch damit aufgewachsen, aber schon als ich vielleicht 12 war hatten viele coolere Leute schon einen Discman und keinen Walkman mehr. Ich hatte die CC auch so um die Jahrtausendwende ziemlich zu Grabe getragen, MD war einfach geiler - weniger Platzbedarf, direkte Titelwahl ohne Spulen usw. Wären nicht a) die MD-Preise gewesen und b) die Tatsache, dass es nie 90er-MDs in meiner Reichweite gab, hätte ich vermutlich meine ganze Sammlung auf MD kopiert. Weggeschmissen allerdings wohl auch nicht, "tut man nicht".

Die absoluten Basics des Aufnehmens (vor allem Aussteuerung) hat mir mein Vater beigebracht, trotzdem sind einige Aufnahmen aus der Zeit vor meiner Pubertät schaurig übersteuert, keine Ahnung warum, andere (ältere) sind perfekt ausgesteuert. Dass man in Schuhschachteln keine Chrombänder verheizt hat er mir auch noch erklärt, aber von Einmessen oder gar zum Gerät passende Bänder kaufen war keine Rede. Er hatte für sein Technics RS-M04 und später Aiwa-Doppeldeck auch immer hochwertige aber bunt zusammengewürfelte Bänder - AGFA-Echtchrom, Philips Chrom und Metal aus den 70ern, Sony Ferrochrom aus den frühen 80ern, viel TDK SA aus den 80ern und 90ern usw. Für berufliche Sprachaufnahmen hat er tonnenweise (mehrere 100 Stück) Sony Walkman und BASF FE I aus den 90ern gekauft, ca. 60 von denen lagern hier noch eingeschweißt (100 min).

Und dann gab es da den Vorbesitzer des Hauses meiner Eltern... der ist die extreme Ausnahme von der Faustregel, dass Klassikfans wissen was sie tun und ihre Sachen pflegen. Das waren um die 70 gute Bänder aus den 70ern und 80ern (aber lauter verschiedene Sorten, auch Typ I und II bunt gemischt) aus dem Radio aufgenommen und bis zur völligen Vernudelung in einem Radiorecorder verheizt, die Bestimmung für so ein Gerät erkennt man gut an der kopfstehenden Beschriftung. Zwei Drittel habe ich sofort als Gehäusespender aussortiert!

Den absoluten Rekord der Bandverschwendung habe ich allerdings letzte Woche auf einem Flohmarkt gefunden. Da hat doch allen Ernstes jemand eine Predigt o.ä. auf eine BASF Metal Maxima IV aufgenommen! Die muss doch ein Vermögen gekostet haben und eine LH hätte es mehr als gründlich getan! Im selben Stapel war eine ähnlich missbrauchte TP IV, Bilder kommen bei Gelegenheit in den Stammtisch. Meine ersten Exemplare der beiden Serien, leider vom Hüllenfresser. Ich hoffe mal das Band ist in Ordnung!

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32

Dienstag, 17. April 2018, 12:58

Das mit den für Sprachaufnahmen benutzten 120er Metallbändern ist mir auch schon begegnet. Das könnte folgendermaßen passiert sein: Ein Mensch, der höchstens sporadisch mal Cassetten bespielt, braucht für einen bestimmten Anlaß ein langes Band. Daß es C-120 gibt, ist noch irgendwo in der Erinnerung gespeichert. Also geht er auf die Suche danach, findet aber um die Mitte der 80er Jahre in den meisten Läden maximal C-90 vor. Das war wirklich so, die 120er wurden zwar immer produziert, man mußte sie aber echt suchen und fand nur mit Glück eine extra lange LH Extra oder Cr Extra. Dann denkt der Mensch: Gut, gehe ich halt nicht ins Kaufhaus, sondern in einen richtigen Radio-Fernseh-Hifi-Laden und frage nach. Das Verkaufspersonal greift zur Trittleiter, um eine Metal Maxima 120 aus dem obersten Regal zu fischen - die stehen dort, weil eben kaum jemand danach fragt. "Hier, das sind die einzigen, die wir noch haben... sind sehr gute Bänder." Zähneknirschend werden 15,95 DM bezahlt, aber auch mit der Erleichterung, endlich ein ausreichend langes Band gefunden zu haben.

Den Einleger kann ich Dir scannen, sobald ich das gute Stück bei mir wieder finde. Kann noch etwas dauern, aber ich versuche dran zu denken.

Viele Grüße,
Martin

33

Dienstag, 17. April 2018, 19:02

120er war das keine, ich bilde mir ein 90 - muss ich wenn ich zu Hause bin kontrollieren. Weiß nicht wo die 120 plötzlich herkommen.

Aber mit über 10 Jahren zeitlichem Abstand aufgenommen in der selben Flohmarktkiste zwei Metal-Bänder mit Sprachaufnahmen ist schon auffällig. Die war insgesamt recht spannend gefüllt, mit Sachen die man hier praktisch nie sieht - TDK AR, RAKS, That's - erstere sind rar, letztere beide habe ich in gut 20 Jahren Flohmarkt und sonstiges CC-Sammeln in Österreich überhaupt noch nie gesehen!

Ich hoffe mal die wurden selten gespielt und pfleglich behandelt, wobei die fehlenden oder falschen Hüllen nicht gar so viel Hoffnung aufkommen lassen.

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34

Dienstag, 17. April 2018, 22:25

Die Metal Maxima IV gab es nur als C 120... okay, die TP IV hatte auch Metal Maxima sozusagen im Untertitel, aber da Du die TP IV gesondert erwähnt hast, dachte ich, Du meintest mit der Metal Maxima IV genau so eine hier:
http://agfabasf.com/images/content/452570731.jpg

Viele Grüße,
Martin

35

Mittwoch, 18. April 2018, 15:46

Hmmm, jetzt bin ich selber unsicher. Meine ist auf jeden Fall aus einer älteren Serie als die von dir verlinkte, also habe ich das Maxima vermutlich geträumt. Die Spieldauer könnte ich echt nicht mehr beschwören. Am ehesten würde ich auf eine 81-84er Metal IV tippen. Komme aber erst Freitag wieder dran und bin dann gleich länger unterwegs, sobald ich kann liefere ich Fotos.

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36

Donnerstag, 19. April 2018, 15:30

Okay, dann paßt es wieder - die roten metal IV (1982-85) gab es anfangs auch mit 60 und 90 Minuten.

Viele Grüße,
Martin

37

Freitag, 20. April 2018, 14:54

Ich erinnere mich, dass eine Zeit lang das Gerücht umging, dass Metallbänder auch für Sprachaufnahmen sehr gut geeignet seien, da man durch die hohe Auflösung jede Feinheit hören würde. Unser Französisch Lehrer hat uns das damals empfohlen um Aussprache zu üben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass in der 7. Klasse Niemand ein so hochwertiges Mikrofon, noch so einen guten Recorder besaß, bei dem sich das so krass bemerkbar gemacht hätte, selbst wenn die Aussage in der Form gestimmt hätte. Der hat so darüber gesprochen, als wäre die Stimme dann wie im Raum hörbar. Eine gute Aufnahme hätte man auch mit einer TDK D oder Sony HF und einem besseren Ghettoblaster mit Kondensatormikrofon hin bekommen, aber gut...

Freu dich über den guten Zustand der Cassetten. Ich habe glaube ich eine Metal IV und die ist nicht in besonders gutem Zustand, allerdings muss ich auch sagen, dass mich das Band jetzt nicht vom Hocker reißt, was natürlich auch daran liegen kann, dass sie alt ist und nicht sehr gepflegt wurde, allerdings verhält sie sich pegelmässig eher wie echtchrom, also vorsichtig aussteuern und in den Höhen etwas bedämpft - trotz Einmessung.

LG Tobi

38

Dienstag, 24. April 2018, 13:03

Inzwischen habe ich die beiden vor mir liegen. Es ist eine metal IV 120 mit Haydns Schöpfung (noch irgendwie nachvollziehbar), zum Lachen: mit Dolby B aufgenommen, und zweitens eine TP IV 60 mit irgendeiner Predigt - klingt wie von einem schlecht abgestimmten UKW-Sender aufgenommen, so ein Rauschen hab ich noch nie erlebt!

Optisch wirken die Bänder sehr gut in Schuss, Neuaufnahmen habe ich noch nicht getestet.

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39

Dienstag, 24. April 2018, 17:17

Was ist daran zum Lachen? Ein klassisches Werk mit entsprechender Länge auf ein 120er Metallband aufzunehmen und dabei Dolby zu nutzen, erscheint mir sehr sinnvoll. Oder meintest Du jetzt, daß die verrauschte Predigt mit Dolby aufgenommen war?

40

Mittwoch, 25. April 2018, 17:08

Was ist daran zum Lachen? Ein klassisches Werk mit entsprechender Länge auf ein 120er Metallband aufzunehmen und dabei Dolby zu nutzen, erscheint mir sehr sinnvoll. Oder meintest Du jetzt, daß die verrauschte Predigt mit Dolby aufgenommen war?
Nein - ich dachte Typ IV und Dolby wäre eine eher überflüssige Kombi. Oder liege ich da falsch?

41

Mittwoch, 25. April 2018, 22:28

Was Rauscht denn mehr, eine Chrom Super II oder eine Metall IV ?

Das Metall Band hat gar ein Vorteil fuer Dolby Aufnahmen da der Hochtonbereich mehr Luft bietet zum aussteuern ...
Ich putze hier nur...

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42

Mittwoch, 25. April 2018, 22:36

Nein - ich dachte Typ IV und Dolby wäre eine eher überflüssige Kombi. Oder liege ich da falsch?

ja, natürlich! Rauschen tut auch ein Typ-IV-Band. Meine Aufnahmen sind bislang alle mit Dolby-C, auch bei Metal-Band. Erst mein nachlassendes Hörvermögen hat jetzt dazu geführt, zu überlegen, ob das überhaupt noch nötig ist. ;) Wobei ich einschränkend und natürlich angeberisch feststellen darf, dass ich seit fast 40 Jahren nur noch Decks der absoluten Spitze einer Firma nutze, so dass ich auch heute noch weder Minderungen der Qualität noch Probleme mit fehlender Kompatibilität habe...das trifft halt nicht auf jeden Nutzer zu und ist daher nicht allgemein übetragbar.

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43

Donnerstag, 26. April 2018, 12:57

Genau, ein Typ-IV-Band rauscht im Allgemeinen stärker als ein Typ-II-Band, selbst wenn es innerhalb der beiden Sorten große Variationen gibt. Für Aufnahmen ohne Rauschunterdrückung empfehlen sich also vor allem die rauschärmsten der Typ-II-Bänder.

Um mal wieder zum Thema "2018" zurückzukommen: Aktuelle vorbespielte Cassetten werden meistens ohne Rauschunterdrückung produziert, obwohl die Technik bei den Duplizierern noch vorhanden ist. Das liegt angeblich daran, daß Dolby keine Lizenzen mehr für Dolby B anbietet. Mich wundert das ein wenig: Müssen bzw. mußten die Kopierwerke für jede mit dem System bespielte Cassette Lizenzabgaben an Dolby entrichten? Ich dachte immer, das sei mit dem Kauf eines Geräts, das einen Dolby-Chip enthält, bereits abgegolten.

Viele Grüße,
Martin

44

Donnerstag, 26. April 2018, 13:14

Also die letzte Die drei ??? Kassette ist noch dolbysiert. In zwei Wochen erscheint die nächste.... Mal sehen.

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

45

Donnerstag, 26. April 2018, 13:52

Ich verstehe nur nicht, was die Kopierwerke mit Dolby zu tun haben. Wenn das Master bereits dolbysiert ist und die Cassette dann durch korrekte Einmessung fast 1 zu 1 so dupliziert wird kann es dem Kopierwerk doch egal sein, ob die Cassette mit oder ohne Dolby bespielt wurde.

Ich habe keine einzige vorbespielte Cassette, die mit eingeschaltetem Dolby gut klingt. Ich habe da immer den Eindruck die Bänder waren nie richtig eingemessen oder es wurde halt überall ein Dolby Logo drauf geklatscht, aber das Master war nicht dementsprechend codiert. Die neuen drei Fragezeichen Folgen höre ich auch immer ohne Dolby, wobei die letzten echt allesamt flach waren... vor Allem diese ständigen Rätsel Folgen wo wieder irgendjemand eine Erbschaft hinterlassen hat oder einen Schatz. Mit der 182 haben wir uns schwer getan die durch zu hören...

LG Tobi

46

Donnerstag, 26. April 2018, 14:12

Ja, leider gibt es einige ziemlich fürchterliche Stories. In der Art: Schurke stellt Eimer mit Wasser in den Weg, damit der Klient darüber fällt, weil ihn der entstehende blaue Fleck an eine Schatzkarte erinnert, die der Onkel der verstorbenen Tante der Oma in einer Badewanne verborgen hat. Der Klient sucht die Schatzkarte Bösewicht überfällt Klient. Oder so ähnlich...

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

47

Donnerstag, 26. April 2018, 14:59

Ich muss aber auch ehrlich sagen, dass ich die ganz alten Folgen auch nicht unbedingt hören kann, die reden so altertümlich, dass man manchmal denkt die stammen aus der Vorkriegszeit. Die Musik ist zwar super, aber so geil Wie die manchmal bewertet sind finde ich die alten Stories auch nicht. Natürlich sind Folge 1 und Folge 11 essentiell und überragend, aber nicht viele dieser alten Folgen kommen da auch ran. Moderner wird es dann erst wo auch die neue Musik kommt, ich glaube so ab Ende der 80er, da reden die dann auch zeitgemäßer.

LG Tobi

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48

Donnerstag, 26. April 2018, 16:05

Keine Kritik an irgendjemandem, nur Vorschlag: Wie wär's mit einem ???-Thread?

49

Donnerstag, 26. April 2018, 16:24

Könnte man machen, ich wollte das jetzt eigentlich aber gar nicht so vertiefen.

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50

Freitag, 27. April 2018, 21:35

Es tut sich tatsächlich was in Sachen Herstellung von neuem Magnetband für Cassetten. Mulann hat eine Vorserie Pancakes an die niederländishe Bandjesfabriek geschickt, wo diese sogleich zu Cassetten mit der Aufschrift "Recording The Masters" verarbeitet wurden. Hier ist ein Video zu sehen (hoffentlich auch ohne Facebook-Account):

https://www.facebook.com/debandjesfabrie…72384279704644/

Auf den Webseiten der beiden Unternehmen steht davon noch nichts. Dafür wurde bei der Bandjesfabriek eine neue Serie Leercassetten aufgelegt, es gibt Typ I und II jeweils als C-60 und C-90:

http://www.debandjesfabriek.nl/product-c…assettebandjes/

Das sind aber wahrscheinlich noch nicht die neuen RTM-Bänder, sondern noch Bestände von Aurex (Mexiko). Zumindest hatte ein anderer Nachfragender vor ein paar Monaten die Auskunft erhalten, daß die Bänder von diesem Hersteller kamen. Das Design gefällt mir, auch wenn es ausgerechnet an Acme erinnert.

Viele Grüße,
Martin

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51

Samstag, 28. April 2018, 02:16

Zitat von Martin in [43]:

Zitat

Ich dachte immer, das sei mit dem Kauf eines Geräts, das einen Dolby-Chip enthält, bereits abgegolten.

Soweit mir bekannt wurde diese Patent-Abgabe nur bei Geräten mit Dolby-Aufnahmefunktion angewendet, da die Leer-Cassette nicht mit einer Dolby-Patent-Abgabe belegt werden konnte.
Der Nutzer (Aufnehmer) hätte ja auch ein anderes Rauschminderungssystem verwenden können.

Weiteres Zitat von Martin:

Zitat

Müssen bzw. mußten die Kopierwerke für jede mit dem System bespielte Cassette Lizenzabgaben an Dolby entrichten?

Soweit mir bekannt: Ja.
Die Master-Aufnahme enthielt ja schon das Dolby-Verfahren und wurde durch Schnellkopien auf Töchter kopiert.
Damit waren die vorbespielten Bänder, Kaufcassetten, mit Dolby behaftet, egal ob Hörspiel oder Musik-Cassette, damit fällt Patent-Gebühr an.

Wenn der Duplizierer unterschiedliche Rohbandsorten verwendet und damit nicht mehr die Qualität zwischen Master und Kopie stimmt, ist das nicht das Problem von dem Patentgeber.

Volkmar

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52

Samstag, 28. April 2018, 11:33

Sollten die Dolby B und C Patente nicht inzwischen bald ablaufen, bzw. schon sein?

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53

Samstag, 28. April 2018, 12:35

Es tut sich tatsächlich was in Sachen Herstellung von neuem Magnetband für Cassetten. Mulann hat eine Vorserie Pancakes an die niederländishe Bandjesfabriek geschickt, wo diese sogleich zu Cassetten mit der Aufschrift "Recording The Masters" verarbeitet wurden. Hier ist ein Video zu sehen (hoffentlich auch ohne Facebook-Account):

https://www.facebook.com/debandjesfabrie…72384279704644/

[...]
Viele Grüße,
Martin


Neue Kassetten von RTM sind wirklich eine interessante Entwicklung. Wer hätte das vor ein paar Jahren gedacht? Auch, wenn ich kaum noch auf Kassette aufnehme, würde ich mir auf jeden Fall ein paar davon kaufen, wenn sie es auf den Markt schaffen. Zum Testen und auch rein aus Prinzip. ;)

Gruß
Robert

54

Samstag, 28. April 2018, 14:42

Mir missfallen die 5Steg Wickelkerne wie die eine zeitlang von Magna verbaut waren, die wurden mit der Zeit unrund und liefen eierig bis es zur verklemmung kam.
Ich putze hier nur...

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55

Sonntag, 29. April 2018, 13:30

Es ist verständlich, das man bei Mulann erstmal die Cassettenproduktion noch nicht an die große Glocke hängt, denn es fehlt noch die praktische Betriebserfahrung mit der Produktion dünner Folien. Hier muß der Walzenzug sehr sensibel sein, der engere Rollenschnitt noch präziser, damit das Band eine halbwegs konstante Qualität bekommt. Das muß erst eingefahren werden. Desweiteren mangelt es noch an wirklich präzisen Gehäusen, die wenigstens an die Qualität der frühen 90er heranreichen. Das gezeigte Klarsichtgehäuse ist Billigklasse, aber das derzeit einzig verfügbare. Gerade aber der hochanspruchsvolle Formenbau, wie er nur bei BASF, Maxell und TDK kultiviert wurde, ist aufwändig und kostspielig. Die Technik ist dafür zwar da, aber das KnowHow weitgehendst verruhestandet, die heutigen Leute deutlich jünger als die Cassette selbst. Der Aufwand lohnt nur, wenn die Cassette wieder ein Massenprodukt werden kann. Ende 90er wurden noch einige Verbesserungen im Gehäuse entwickelt, die aber nicht mehr zum Einsatz kamen, weil die Cassette bereits durch die brennbare CD spürbar aus dem Markt gedrängt wurde. So lohnt die Cassette nur, wenn auch Leute, die bisher nur noch vom Smartfone oder Musikversver Musik hören, die Cassette für sich wieder entdecken...

Dennoch freut es mich, das es erneut ernstzunehmende Bestrebungen gibt, wieder gute Leercassetten produzieren zu wollen. Ich wünsche allen Beteiligten viel Erfolg. Vielleicht gibt es ja doch noch eine Lösung, wirtschaftlich kleinere Stückzahlen in hoher Qualität zu produzieren.

PS. Interessant die Einspulmaschine im Video, die recht modern erscheint und die hohe Einspulgeschwidigkeit.
Gruß
André

56

Sonntag, 29. April 2018, 13:41

Ich finde das Design der schwarzen Kassetten erinnert mich eher an Philips der frühen 80er als an ACME, hat definitiv was!

Und die Tatsache, dass RTM plötzlich auch CC-Band auflegt ist schon sehr spannend! Da bewegt sich offensichtlich wirklich was auf dem Markt!

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57

Sonntag, 29. April 2018, 15:50

@ André & Ralf: Die Gehäuse sind zwar nicht auf dem hohen Niveau von Agfa, BASF, Maxell, Fuji, Sony, TDK zu ihren jeweiligen Glanzzeiten, aber doch schon deutlich besser, als alles, was in den letzten Jahren aus China, Indonesien, Mexiko und Thailand kam, und auch besser als die meisten vorbespielten Cassetten der 90er und 00er Jahre. Hersteller ist die Firma Musicbox in Italien, die früher u.a. einen Großteil der europäischen Produktion von vorbespielten Cassetten von EMI und verwandten Labels beliefert hat. Das waren mit die besten Gehäuse beil Vorbespielten, leider damals teils mit minderwertigem Band von Capitol/EMI USA, das heute quietscht.

Bei den Wickelkernen bin ich nicht ganz sicher, meine aber, daß die Bauform zwar ähnlich derer von Magna ist, aber nicht ganz identisch. Krumme Wickelkerne gab es bei Magna auch ohne diese Form mit Stegen und großen Löchern. Von daher besteht Hoffnung, daß das Problem bei Magna nicht die Bauform, sondern das Material bzw. dessen Verarbeitung war. Wir werden sehen, wie sich die aktuellen Musicbox-Gehäuse in ein paar Jahren so schlagen.

@ Ragnar: Ich meinte hauptsächlich das perspektivische Gittermuster auf dem Einleger mit schwarzem Hintergrund. Bei den Cassetten selbst gebe ich Dir Recht, deren Etiketten erinnern etwas an Philips. Die Gehäuse sind auch von Musicbox.

Viele Grüße,
Martin

58

Montag, 30. April 2018, 14:57

@ Ragnar: Ich meinte hauptsächlich das perspektivische Gittermuster auf dem Einleger mit schwarzem Hintergrund. Bei den Cassetten selbst gebe ich Dir Recht, deren Etiketten erinnern etwas an Philips. Die Gehäuse sind auch von Musicbox.
Ja, das hat durchaus was in die Richtung!

Insgesamt sehr schönes Design in Richtung Blütezeit der CC finde ich aber!

59

Montag, 30. April 2018, 15:33

De Bandjesfabriek neue Cassetten

Der Gedanke an neue Cassetten gefällt mir schon, aber wenn man die Versandkosten von knapp 30 Euro für fünf Cassetten betrachtet, wird dieser schon stark getrübt. Da sollte man sich bei Bedarf auf eine Sammelbestellung einigen, denn die Versandkosten für um die 200 Cassetten sind die gleichen.

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60

Dienstag, 1. Mai 2018, 13:50

Sammelbestellung? Grundsätzlich wäre ich dabei. Nur ein wenig mehr Infos über das Band hätte ich schon gerne, z.B. welches Typ II Band verwendet (Chromdioxid-Substitute oder Chromdioxid) wird usw........

Übrigens gibt es hier https://tapemuzik.de/ auch Neuware. Es soll wohl BASF/EMTEC Band eingespult sein.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Adler23« (1. Mai 2018, 14:48)