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211

Sonntag, 20. Juni 2010, 16:53

Moin Martin.

Du meinst also, zu der National gibt es kein "echtes" Pendant, sondern die ist überhaupt frei erfunden?

Etiketten und Einleger sind mit Sicherheit kein Billigdruck. Das ist schon alles exakt und präzise. Das "schwere" Papier entspricht eigentlich dem, was die Japaner in den 70ern auch verarbeitet haben. Lediglich die Ecken der Etiketten sind für andere Gehäuseaussparungen gemacht. Beim C-90 Bild paßt es auch genau. Ein Teil der "Ungenauigkeiten" im Druck sind auch durch meine Knipse erzeugt.

Die Box scheint dafür nicht Maxell-Standard zu haben. Fasst sich zwar "wertig" an, aber ist vom Guß nicht so perfekt, wie Maxell. Kann aber daran liegen daß die Abkühl-Ausstoßzeit nicht dem Material angepaßt wurde.

Der Kunststoff des Gehäuses scheint mir auch zu hochwertig. Ganz anders, als bei Billig-Tapes. Allerdings gibt es ein paar Details, die bei Maxell sicher nicht so durch gegangen wären. Der Druck auf dem Vorlaufband ist tatsächlich nicht sehr sorgfältig.

Aber alles in allem doch zu aufwändig (teuer) für ein Fake. Wo wäre der Vorteil?

Mercedes hat in den 70ern für Afrika andere Motore gebaut (z.B. W 116). Es waren Langhuber, die thermisch besser mit den Gegebenheiten zurechtkamen. Hohe Drehzahlen waren dafür nicht wichtig.
Wäre es nicht denkbar, daß man bei Tapes auch extra auf "Wüstentauglichkeit" geachtet hat? Ich weiß nicht, welcher Elektronikkonzern dort (vor allem Südafrika) dominiert hat, aber ich könnte mir vorstellen, daß Matushita dort groß mitmischte. Warum also nicht einen Abstecher zu Maxell machen, wenn die TDK-Gehäuse dort Schwächen zeigten. Offenbar ist man ja noch ein weiteres mal umgestiegen. Ein Globalplayer würde sich wohl solche Gedanken machen und eine Cassette mit eigenständigem Design und unüblicher Herkunft in großgenügenden Stückzahlen auf einen, vom üblichen Terrain weit entfernten, Markt zu werfen.

Das Band (extra hitzefest?) könnte natürlich auch vor Ort fabriziert und eingespult worden sein. Der Druck des Vorlaufbandes müßte mit dem, der westlichen Modelle, nicht mithalten müssen, wenn die Modelle nicht konkurrieren sollen. Vielleicht wäre ein besserer mit den Mitteln vor Ort zu aufwändig und nicht nötig genug gewesen.

Ich liebe solche Fragen und Spekulationen, aber für ein Fake fehlt mir halt die Sinnhaftigkeit. Auf den nicht vergleichbaren Markt mit seinen Anforderungen einzugehen und eine entsprechende Extrawurst zu braten, könnte ich dagegen leicht verstehen. Ungeklärt bliebe dann aber die falsche Spielzeit von 50 Minuten.

Viele Grüße, Arnulf.

P.S. Haben die Eskimos eigentlich je Cassetten benutzt? :-) .
P.P.S. Das mit dem Magna-artigen Einleger war mit einem Schmunzeln gemeint :-) .

212

Sonntag, 20. Juni 2010, 17:23

Zur Sony HiFi hätte ich auch eine Theorie. Es könnte sich auch gerade um die erste handeln, die die HiFi-Norm erfüllte (wie TDK SD). Da aber zu der Zeit enorme Fortschritte beim Bandmaterial gemacht wurden, hat man schnell eine höherwertige, separate Serie für den HiFi-Anwender anbieten können.
Nach dieser Teilung hätte eine HiFi-Version in der unteren Serie schnell für Verwirrung gesorgt, bzw. daß der Kunde nicht einsieht, für die höhere (teurere) mehr zu bezahlen.

Es wird Marketinggründe gehabt haben. Allerdings glaube ich nicht, daß Sony schonmal auf blauen Dunst die Serie so bedruckt und dann erst feststellt, daß die Norm garnicht erfüllt wird.

Mit Stolz schreiben sie ja auch: Ausdrücklich für Musikreproduktion entwickelt.
Bei der 90er scheint es schon, wie ein Spruch mit der Betonung auf "Auto-Sensor".
Die müssen doch aber spätestens vom Anfang der 70er stammen. Von der Idee, Geräte mit Automatik-Stop via Schaltfolie zu etablieren, ist man ja schnell wieder abgekommen. Inwieweit war der Begriff HiFi vor 1972 eigentlich schon in unserem Sinne DIN genormt? Die späteren Grenzen waren da noch nicht absehbar, das Entwicklungspotential nach Einführung von Chromdioxid aber schon ahnbar? Will heißen, der Begriff HiFi hat sich vorher eher am machbaren, als am vorstellbaren orientiert?

P.S. Nach der BAVT mußt du nicht mehr suchen :-) .

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213

Sonntag, 20. Juni 2010, 22:18

Mit dem Fake meinte ich das so, daß es das Design auch im Original gab. Das Exemplar auf c-90.org halte ich eher für echt, Deine eher für nachgedruckt. Gerade *weil* die Maxell-Indizien auf dem Vorspannband zu sehen sind. Im Original gab es die eigentlich nur bei Maxell und Hitachi selbst (zumindest vor der Cassettendämmerung gegen Ende der 90er Jahre). Sobald an andere geliefert wurde, war das Vorspannband nur noch mit zwei kleinen gelben Zahlen und/oder Buchstaben bedruckt, wie zum Beispiel bei der neulich hier gezeigten ITT. Eine Ausnahme bilden indonesische Kaufcassetten, die bewußt so vermarktet wurden, daß Maxell-Band drin war. Gleichzeitig gab es in Indonesien und auch anderswo immer wieder ziemlich gute Nachbauten von Markencassetten, die nicht unbedingt leicht von den Originalen zu unterscheiden sind und qualitativ deutlich über Hongkong-Niveau lagen. Sie verraten sich meist dadurch, daß die Bauteile von zwei Vorbildern versehentlich gemixt wurden. So auch hier. Hätte Matsushita wirklich bei Maxell zugekauft, dann hätte man damals noch auf bessere Tarnung geachtet. Schraub sie doch mal auseinander, und eine Maxell oder Hitachi LN aus den 70ern daneben. Vielleicht liege ich ja total daneben - das Ding macht mich jedenfalls immer neugieriger.

Ganz andere Verschwörungstheorie: Da hat ein Vorbesitzer das Band aus so einer ominösen vorbespielten Cassette in ein anderes Gehäuse verpflanzt. Die falsche Spielzeit stört mich nämlich doch zu sehr, als daß Panasonic das so gewollt hätte. Afrika hin oder her :-)

Das mit der DIN meinte ich eher so: Man hat halt anfnags einfach Hi-Fi draufgeschrieben, bis sich ein Tester oder Wettbewerber beschwerte, daß das Band ja gar nicht innerhalb der Spezifikationen der DIN 45 500 bespielbar ist. Das schafften Anfang der 70er fast nur Spulenbänder, und dann auch bei mindestens 9,5 cm/s. Irgendwo hier im Forum gibt es die Vorstellung eines (Telefunken-?) Bandgeräts, bei dem es als kleine Sensation gefeiert wurde, daß damit schon mit 4,75 cm/s offizielle HiFi-Qualität möglich war. Bei Cassetten bedurfte es da schon des Griffs zu Dolby und/oder Chromdioxid, um den geforderten Rauschabstand einzuhalten. Wie das die TDK SD genau schaffte, weiß ich nicht. Sie war jedenfalls eine der ganz wenigen offiziell als HiFi-tauglich bezeichneten Eisenoxidcassetten dieser Zeit.

Deine Theorie ist aber auch nicht abwegig: Nachdem das Chromdioxid-Band auf dem Markt war, wollte man dem ein Alleinstellungsmerkmal geben und das vorherige Topmodell ein wenig degradieren. Könnte ich auch so unterschreiben.

Anfang der 90er gab es nochmal eine ähnliche Detailänderung bei Sony: Auf den allerersten Metal-XR steht "Digital Excellence". Nachdem jemand der Marketing-Abteilung ins Ohr geflüstert hatte, daß diese Cassetten ja gar nicht für digitale Aufnahmen geeignet sind, wurde der Schriftzug geändert in "Sound Excellence". Oder es wurde von der Konkurrenz gerade die DCC eingeführt, und man wollte Verwechslungen vermeiden :-))

Eskimos? Hmm, keine Ahnung. Auch so ein Land, wo ich mal hin muß, bevor es wegschmilzt.

Großes Danke schonmal für das Ende der Suche, ich bin ganz bavvt.

214

Sonntag, 20. Juni 2010, 23:08

Die National werde ich noch aufschrauben. Das interessiert mich auch zu sehr. Die Exemplare bei C-90 empfinde ich auch als wenig TDKig. Das ist wohl mal nicht so einfach zu ergründen. Ich war heute nochmal auf der "Altonale", in der Hoffnung daß die Dame heute auch einen Stand gebucht hat. Leider nicht, aber sie sagte gestern, daß sie die Musik selbst aufgenommen hätte - was man aber vielleicht nicht zu wörtlich nehmen sollte.

Passend zur National fiel mir heute ein dafür bestimmt echtes Derivat in die Hände.



Toshiba C-60 AX.
Unverkennbar von TDK, wie meine anderen dieser Marke.



Dem Diagramm und dem "X" nach, würde ich tippen, es ist eine TDK SA-X.
Dem Design nach von 1979 mit dem Gehäuse der SA. Der Einleger scheint fast moderner, hat aber die Umschlaglasche als Karteikarte und die "handling and storage"-Tipps der entsprechenden US-Versionen.

Sehr schön finde ich die geriffelte Transparentunterseite der Box.
Bei TDK hat es das bei der zweiten Version der "D-True Mechanism" mit breiter Rücklasche des Einlegers der Streifenserie schon gegeben, die vom 1979er Design abgelöst wurde, aber diese Box noch behielt.

Wenn man bedenkt, daß TDK die SA-X 1979 erst eingeführt hat, dürfte diese Toshiba eine echte Seltenheit sein.
Ist auch ein Schätzchen :grins: .

Vom Hüllenfresser aus Irland kam dieses Exemplar.



Musicmate Low Noise 60.
Das Thema blau-weiße Tapes mit maritimem Flair scheint mich zu verfolgen :-) .
Sagen kann ich dazu nix, außer daß sie einen soliden Eindruck macht und anständig verarbeitet ist. Wohl kein Billig-Tape aus Eire.

Schönen Sonntag noch, Arnulf.

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215

Montag, 21. Juni 2010, 00:00

Hui, die Toshiba ist sehr hübsch. Im gleichen Design mit den Farben Orange und Silber habe ich irgendwo eine Aurex MX. Wollte sie gerade für ein Foto rausholen und stellte fest, daß sie wohl noch nicht Richtung Norden umgezogen ist.

Der irische Musikant ist mir völlig unbekannt. Aber immer wieder schön zu sehen, daß es in fast jedem Land irgendwo eine Cassettenproduktion gegeben hat, wo man sie kaum vermutet hätte. Diese wäre die erste aus der Republik Irland. Die paar Memorexe von dieser Insel kamen, wenn ich richtig informiert bin, aus Belfast und damit Nordirland.

Viele Grüße,
Martin

216

Montag, 21. Juni 2010, 17:25

Hallo allerseits,

Habe Gestern einen Haufen Kassetten auf dem Flohmarkt erworben.
Darunter sind auch diese beiden welche ich nicht zuordnen kann.

Daher die Frage an die Experten von wann sie in etwa sind bzw. wer der Hersteller war.







MfG
Marcel

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217

Montag, 21. Juni 2010, 17:47

Die untere stammt unverkennbar von Acme. Die obere evtl. auch. Besonders "Hochwertig" dürften die beide nichts ein!

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218

Montag, 21. Juni 2010, 18:00

Hallo Marcel,

die International gab es recht lange, mit dem genoppten Gehäuse und schwarzen Schrauben dürfte sie aus Mitte-Ende der 80er stammen. Das würde auch zur Beschriftung passen, zu der Zeit ließ ja Leder-Maffay immer wieder seinen Drachen steigen. Hersteller ist entweder Acme (siehe unten) oder - noch schlimmer - einer, der die Form dieses Billigherstellers nachgepreßt hat. Das Etikettendesign ist natürlich bei der BASF Chromdioxid von Mitte der 70er abgeschaut.

Die Acme ist von Acme :-) Das war ein großer Cassettenproduzent in Hongkong, leider einer von der schlechteren Sorte, der auch Billigcassetten mit allerhand anderen Namen verkauft hat. Dein Chromdioxid-Exemplar dürfte aus Mitte der 70er bis Anfang der 80er stammen. Auch dieses Etikettendesign ist abgeschaut, und zwar von der amerikanischen Firma M. Stewart, die damit bei Certron in Mexico zusammengebastelte Cassetten bestückte.

Viele Grüße,
Martin

219

Montag, 21. Juni 2010, 18:06

Hallo und vielen Dank,

Ich bin immer wieder fasziniert wie Ihr die Geschichte jeder Kassette kennt :)

Zum Aufnehmen werde ich sie wohl kaum nutzen, da gibts deutlich Besseres...

MfG
Marcel

220

Mittwoch, 23. Juni 2010, 15:01

Moin, moin.

Ich habe die National nun aufgeschraubt...



...und zum Vergleich daneben, eine Hitachi aus der zweitältesten Serie, die ich habe.



Die National einzeln in größer...



...und ebenso die Hitachi.
Da sind deutliche Unterschiede.

Zum Vergleich nochmal...



...das alte Vergleichsbild von meiner ältesten Hitachi (rechts) zur Commondore (links).
Diese Hitachi ist der National schon sehr viel ähnlicher, aber trotzdem nicht identisch.

Was mir bei der National so in´s Auge fällt, ist der dicke Bereich oberhalb der Öffnung für die Capstanwelle. Der Übergang zur Rundung ist hier abgeflacht, sonst spitz.
Das ist mir schon ganz zu Anfang aufgefallen, aber hier kann das jetzt jeder gut sehen.
Auch der Bereich unter den LSL ist sehr markant.

Was sagt uns das? Sagt es uns was?

Viel Spaß, Arnulf.

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221

Mittwoch, 23. Juni 2010, 19:01

Hallo,

ich war lange nicht mehr im Forum und habe wohl einiges verpasst.Inzwischen sind bei mir einige Neuzugänge zu verzeichnen.Ich werde in nächster Zeit mal einige davon zeigen.Hoffentlich wurden die noch nicht veröffentlicht.

Hier eine TDK Dynamic D-C 120 aus den USA.



Dann das Ampex Grandmaster Album mit Kassetten.



Und dann noch eine KMC.



Das war's erstmal.Bis später,
D.J.

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222

Mittwoch, 23. Juni 2010, 22:25

Jawohl, damit wäre die afrikanische National mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit als Nicht-Maxell geoutet. Der torbogenförmige Ausschnitt in den schwarzen Gleitfolien (hier eher Schleifpapieren) taucht immer mal wieder bei verschiedenen Billigcassetten auf, aber bisher nicht bei Hitachi/Maxell. Auch die markanten Spulenkerne habe ich so noch nicht bewußt gesehen.

@ D.J.: Wenn Du von den Ampex mal eine probehalber laufen läßt, bleibt sie dann bei Dir auch nach 10-15 Minuten einfach stehen? Meine GrandMaster leiden fast alle unter diesem Phänomen. Die Bänder kleben und schmieren nicht, saugen sich aber irgendwie am Bandpfad fest.

Die KMC war wohl Tütenware (hüllenlose Cassetten im 3er-Pack) aus Amerika?

Viele Grüße,
Martin

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223

Mittwoch, 23. Juni 2010, 22:42

Hallo Martin,

die Ampex werde ich mal am WE testen.Ich suche mir mal ein altes Deck zum testen raus.
Die KMC habe ich so in der Plastebox aus den USA geschickt bekommen.

Grüße,
D.J.

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224

Mittwoch, 23. Juni 2010, 23:09

> Die KMC habe ich so in der Plastebox aus den USA geschickt bekommen.

Hab ich mir gedacht :-) Wohl vom gleichen Verkäufer, der auch Deine TDK im Programm hat. Der ist so ordentlich, hüllenlose Cassetten grundsätzlich in eine neue, neutrale Box zu packen.

Martin

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225

Donnerstag, 24. Juni 2010, 00:06

Das KMC-Logo uns auch die Aufmachung des Etiketts erinnern mich an BIC. Ein Zusammenhang besteht aber nicht, oder?

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226

Donnerstag, 24. Juni 2010, 00:17

Hallo Martin,

genau der ist es.:-)Ich kaufe gerne bei ihm.Er ist sehr nett und zuverlässig.

Grüße,
D.J.

227

Donnerstag, 24. Juni 2010, 00:28

Moin, moin.

In der Tat, die Ähnlichkeit von KMC zu BIC ist sehr auffällig.

Zitat

Kirunavaara postete
Jawohl, damit wäre die afrikanische National mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit als Nicht-Maxell geoutet. Der torbogenförmige Ausschnitt in den schwarzen Gleitfolien (hier eher Schleifpapieren) taucht immer mal wieder bei verschiedenen Billigcassetten auf, aber bisher nicht bei Hitachi/Maxell.
Martin
Hi Martin.

Was meinst du mit Torbogen?
Mich irritiert dabei jetzt der "Bogen".

Die Gleitfolien fassen sich bei beiden soweit identisch an. Wenn man sie zwischen die Finger nimmt, sind beide geschmeidig. Sie wickelt ja auch hervorragend.

Zum Gehäuse und den Wickelkernen fällt mir auch nichts ein. Allerdings habe ich auch noch nicht so viele Cassetten unter solchen Aspekten aufgeschraubt.

Die Verarbeitung und die Materialien sind auch ebenbürtig hochwertig.

Sehr filigran und doch präzise sind auch die Umlenkrollen. Solche runden Speichen sind mir auch noch nicht begegnet. Auch nicht bei der ASC :-) .

Vom Herstellungszeitraum her, passt sie eher zur ganz alten Hitachi. Der vermutete Aufnahmezeitraum liegt da aber weit von ab. Wie das zusammenpasst, wüßte ich auch gerne.

Wer auch immer der Hersteller war, eine Plastik-kochende Bretterbude kann man wohl ausschließen. Das muß jemand mit eigener Erfahrung gewesen sein. TDK scheidet aber auch aus.

Entweder ist die Cassette neuer, als man denkt (Zeitraum der Aufnahme) und der (Billig-)Hersteller war ernsthaft an Qualität interessiert, oder sie ist 10 Jahre älter und stellt eine frühe Serie eines Eigenentwicklers da. Außer dem Bandmaterial vielleicht, das auch zugekauft worden sein kann. So meine Vermutung.
Von wann sind denn die echten?

Ist also ein "exotisches" Schätzchen, bis man mal was zur Erklärung findet.
Ich denke da an Niels, der immer meint: soviel kann nicht mehr kommen - wenn er den nächsten Teil der "Schätze" eröffnet. Ich frage mich bei solchen Cassetten dann auch: Haben wir nun schon einen guten Überblick, oder stehen wir doch noch am Anfang?
Bin jedenfalls gespannt, in welchem Teil wir dann wirklich nichts neues mehr finden.

Gute Nacht, Arnulf.

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228

Donnerstag, 24. Juni 2010, 15:43

Moin Leute,

so ein ampex "six-pack" hab ich hier auch stehen (und hab das auch schon mal als bild hier irgendwann eingestellt), da läuft nur eine ordentlich, die anderen haben das typische ampex problem, das auch bei bändern von denen berüchtigt ist:

Kleben, quietschen, starker abrieb....

Entweder nur eines der symthome, meist aber alle zusammen.

Denn deren haltbarkeit der klebemischung ist stark abhänging von der lagerung der tapes - leider.

Aber schön anzusehen sind sie allemal. Die eine die hier läuft hat auch ein ordentliches ergebniss auf meinem GX-75 abgeliefert.

Beste grüße,
AmImaX

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229

Donnerstag, 24. Juni 2010, 16:37

Hallo,

bei der Kassette gab es wohl Ärger mit BASF.



Deshalb hat man den Namen abgespeckt.



Mal was aus Osteuropa.Eine emgeton aus der CSSR.



Hatten wir schon dieses Plagiat einer TDK D schon?



Bis später,
D.J.

230

Donnerstag, 24. Juni 2010, 23:35

Moin.

Das mit der Maxim(a) ist ja witzig, zumal die wohl eher Maxell im Sinn hatten. Vielleicht haben sie sich ja auch an der fehlenden "Maxella" gestört. Das Gehäuse kommt mir bekannt vor.

Die Astro hatten wir bestimmt noch nicht. Gruseliges Fake, wie es aussieht.
Erinnert mich an die Hbatec. Frage: ist eine von denen so gut, daß sie weniger schlecht als die andere ist. :-)
Lohnt bald, die D-Fakes mitzuzählen.

Die MG-Ton lehnt irgendwie an BASF an. Beim ersten Eindruck jedenfalls. Da hat man sich wohl schon mehr Gedanken über das Marketing gemacht. Scheint jedenfalls, daß sie auch westliche Märkte im Auge hatten. Perestroika-Zeit?
Schade, daß sowenige Osthersteller den Sprung geschafft haben. Aber Kapitalismus und westliche Konsumenten-Dekadenz auf einmal zu erreichen, ist fast ein Ding der Unmöglichkeit.

Schöne Sachen, Arnulf.

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231

Freitag, 25. Juni 2010, 00:00

Zitat

Kirunavaara postete
Als völliger farblicher Kontrast dazu dann die Regenbogencassette "Profisound" (naja) vor passendem Hintergrund.
Kurzer Nachtrag dazu: Profi Sound war (oder ist?) eine Handelsmarke von Westfalia Technica (heute "Westfalia Werkzeugcompany") in Hagen.

232

Freitag, 25. Juni 2010, 13:20

Moin, moin.

Noch was japanisches zum Nachtisch.



AXIA JZ2 46.
Doppelt beschichtetes Typ II Band. Mit "innenbelüfteten" Wickelkernen :-) .
Wahrscheinlich werden Luftwirbel erzeugt, die beim Spulen für sauberere Wickeleigenschaften sorgen :-) .



AXIA JZ2 90.
Wohl nächste Generation mit hübschem "Extravaganzgehäuse".
Wenn ich mir den stilisierten Bewegungsablauf des Delphins angucke, muß er wohl beim Thunfischfang fluchtartig aus dem Netz gesprungen sein und nun über das Wasser "ditschen". Ganz bestimmt war im Kaufpreis keine Spende zum Schutz dieser Tiere enthalten.

Wer die Axias haben möchte....

Ein Gehäuse, was uns hier vorenthalten wurde, zeigen diese beiden.



Maxell UD I 64, Japan.
Das Gehäuse macht einen viel wertigeren Eindruck, als die XL II (-S) der letzten guten Serien, die hier verkauft wurden. Frage mich eh, warum Maxell derzeit so wenig Gehäusetypen gebracht hat, obwohl sie ja mehr produziert haben. War unser Markt so konservativ? Auf jeden Fall mal ein gerundetes Fenster, was nicht "entgleist" wirkt.



Maxell UD II 64, Japan.
Die Boxen sind "extra slimline", sodaß der Einleger im Kopfbereich schon geschlitzt werden mußte, damit er mit in die Vertiefung passt. Immerhin ist diese Vertiefung mit dem Schriftzug Maxell versehen und rundherum mattiert, was eigentlich sehr schick ist.
Diese Bauart ohne um den Kopfbereich herumführenden Boxendeckel scheint es wohl bei allen Herstellern nur in Japan gegeben haben.

Das war´s, Arnulf.

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233

Freitag, 25. Juni 2010, 14:27

Hallo Arnulf,

hier noch ein Nachtrag zu dem Thema TDK Fake.Eine Levis(keine Jeans:-) )



Es wäre schon Interessant zu wissen wieviele TDK D Fakes es gibt.

Hier noch was unbekanntes aus Fernost.Leider reichen meine Kenntnisse in asiatischen Schriftzeichen nicht aus um den Hersteller herauszufinden.Könnte maxell sein.



Die emgeton ist übrigens aus dem Jahr 1988.
Zum Thema Ost-Kassetten nach der Wende bringe ich später noch was.

CU
D.J.

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234

Freitag, 25. Juni 2010, 19:32

@D.J.

Hi dei janische Kassette muss nicht zwingend von Maxell kommen , die Wickelkerne erinnern an Fuji und dieses Gehäuse gab es auch bei JVC , BASF , AKAI und SAMSUNG

gruß andy
Die Welt ist schlecht geworden. Ich nun auch. Aber nicht zu jedem nur zu jedem der mich ärgert ;-)

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235

Freitag, 25. Juni 2010, 22:39

Richtig Andy! Wobei ich dann auf Samsung als Hersteller tippen würde, da die Maxells m.W. nach von Samsung produziert wurden!

Bei BBC gabs das Gehäuse auch!

236

Samstag, 26. Juni 2010, 18:04

Moin, moin.

Mir lässt die Herkunft der National ja keine Ruhe.

Nun ist mir da was in die Hand gekommen, was aus einer ganz anderen Zeit stammt, aber...



...ein paar Details zeigt, die mir zu denken geben. Eine Thats.
Sie zeigt auch die abgeplatteten Spitzen bei der runden Aussparung für die Capstanwellen. Gleich darunter sind 2 runde Gußzeichen, die die National auch hat.

Zum Vergleich nochmal:



Auch haben die Stifte, die die Gleitfolien halten, große Ähnlichkeit.
Das strukturierte Mu-Metall sieht auch aus, wie eine Weiterentwicklung.

Nun lassen sich 2 Cassetten aus so unterschiedlichen Epochen nur schwer vergleichen, aber es brachte mich doch auf die Frage, ob es nicht alte Thats gibt, die da was erklären könnten, bzw. da mir keine so alten bekannt sind, ob der Hersteller vorher schon im Cassettenbereich tätig war?

Vielleicht wurde ja schon länger für andere gekocht, bevor man eine eigene Marke etablierte?

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237

Samstag, 26. Juni 2010, 18:10

Hallo Forum!

Mit dem "Torbogen" meinte ich den einen kleinen Ausschnitt in den Gleitfolien, der an der einen Seite abgerundet, an der anderen Seite eckig ist. Wie so ein Arc de Triomphe eben. Oder ein um 90° gedrehter Buchstabe D in der breiten Schriftart des TDK-Logos.

Bei "Maxim/a" glaube ich durchaus an Ärger mit BASF. Friedrich erzählte ja mal, daß sich die Marketing-Abteilung durchaus mit Plagiaten auseinandergesetzt hat, unter anderem weil Kunden ihre defekten BAFF-Cassetten nach Ludwigshafen schickten und reklamierten. Besonders frech in diesem Fal hier ist, daß man sogar ein ® hintendran gesetzt hat. Hersteller ist wahrscheinlich Acme. Die Teile sind auch jünger als sie aussehen. Bei einem Sonderpostnmarkt gab es zumindest die Maxim ohne a Ende der 80er.

Zu der Emgeton die entsprechende C-90:



Wenn jemand dazu einen passenden Einleger hat, würde ich mich sehr über Scans freuen.

Trotz gewisser Ähnlichkeiten zu BASF sind die Gehäuse eigenständig. Ein Detail erinnert an alte Agfa - die kleinen Haken in den Verstrebungen um die mittlere Tonkopföffnung:



Auch das Band könnte in Tschechien/Slowakien produziert worden sein, von BASF ist es jedenfalls nicht. Das hellblaue, undurchsichtige Vorspannband ohne Reinigungswirkung habe ich so auch noch nicht bewußt bei anderen Marken gesehen.

Dann war da noch diese getarnte TDK:



Kein Wunder, daß ich sie vor ein paar Tagen nicht gefunden hatte, als ich nach Aurex gesucht habe. Es war nämlich doch eine Toshiba.

Auch hier wieder die schöne Rechteckmuster-Hülle in transparent:



Perlen vor die Säue - bekomme ich beim Anhören jetzt Alpträume oder Albträume? Das gute Stück war wohl Beigabe zum Cassettendeck eines Rentners, der die neue Rechtschreibung vorausgesehen hat:



Und noch ein wenig technische Info. Interessant finde ich, daß man die MX mit einem neutralen "CrO2 position tape" vergleicht, und nicht mit dem konkreten Modell, das Arnulf neulich gezeigt hat:



Die Hüllenbauart "ohne um den Kopfbereich herumführenden Boxendeckel" (schön umschrieben!) gab es in Europa auch: bei Raks, und über diesen Umweg sogar bei den letzten Maxell SQ.

Das für uns nicht lesbare 120-Minuten-Dingen mit den japanischen Schriftzeichen ist ganz klar von Samsung. Eure Augen dafür werden echt immer besser :-)

Zu den Axias kommt nachher noch was.

Viele Grüße,
Martin

238

Samstag, 26. Juni 2010, 18:20

Dann gab´s noch wieder was persisches. (siehe auch Seite 8, post 185 folgende).



Die BAST Ferro Extra I gab es auch in grau mit schwarzen Schrauben und klaren Gleitfolien.

Auf dem Vorspann steht nun in schwarz TAHA TANIN mit arabischen Worten dazwischen. Ich halte sie deswegen für neuer.

Es scheint also immer der gleiche Hersteller zu sein. Ich denke TAHA wird er heißen, da bei der grünen als einzige der Name in der Gehäueform graviert ist (die grüne neulich im Tranversal-Gehäuse).
BAST, TANIN und TAHA werden also die Markennamen sein.

Außerdem ist mir noch eine TANIN Super Recording 60, wie Martin sie gezeigt hat zugelaufen, wo auf dem Vorspann genauo TAHA TANIN + arabisches Wort in blau aufgedruckt ist. Das scheint bei Martin´s anders zu sein.

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239

Samstag, 26. Juni 2010, 18:28

So schön es auch wäre, aber ich finde zwischen der That's und der afrikanischen National irgendwie keine verdächtigen Gemeinsamkeiten. Die schrägen Flächen in der Nähe der Capstanlöcher stehen allesamt in unterschiedlichen Winkeln. Gußzeichen an diesen Positionen sind weit verbreitet, und auch das Abschirmblech der National ist eine alte Standardbauweise, wie sie bei zig verschiedenen Herstellern vorkommt. Das Blech der That's dagegen ist wirklich charakteristisch für diese Gehäuse.

Jetzt ist es aber auch so, daß That's eventuell gar keine Gehäuse selbst hergestellt hat, sondern in Singapur bei General Magnetics fertigen ließ. Von dort kamen nämlich nach dem Ende von That's etliche Gehäuse, die entweder ein paar Merkmale der That's aufwiesen oder gleich komplett identisch waren. General Magnetics war wohl ein ziemlich großer Lieferant und hatte eine Vielzahl von Gehäusevarianten im Programm. Ich will also nicht ausschließen, daß Teile der National von dort kommen. Oder von einem Konkurrenten.

Es gab wohl noch viel mehr Produzenten von ganzen Cassetten oder Teilen außerhalb der bei uns bekannten Haupt-Lieferantenländer Japan, USA, Hongkong und Korea, die in recht hoher Qualität gefertigt haben, in etwa auf Korea-Niveau, die wir einfach nicht kennen, weil sie von niemandem in großen Stückzahlen importiert wurden. Bei ausländischen Beständen vorbespielter Cassetten entdecke ich immer wieder ganz erstaunliche Sachen. Die können nicht alle nur Rohware für Kaufcassetten geliefert haben. Leercassetten wurden schließlich in jedem Winkel der Welt konsumiert.

In diesem Sinne: Ich freue mich schon auf Cassettenschätze, Teil 25...

Viele Grüße,
Martin

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240

Samstag, 26. Juni 2010, 18:34

Sicher, daß diese BAST die bisher neueste ist? Immerhin steht wieder Fantastic Sound drauf, und nix mit Digital.

Der arabische Hersteller hätte doch auch gleich die 10-stelligen Codes am Rücken übernehmen können, um es uns leichter zu machen *grmpf*. Und jetzt sag mir keiner, das sei zu viel verlangt. Die Russen haben das mit ihren ECP-Cassetten schließlich auch hinbekommen :-)

Viele Grüße,
Martin

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