Sie sind nicht angemeldet.

Beiträge: 5 436

Registrierungsdatum: 23. März 2006

Wohnort: NRW

  • Nachricht senden

91

Samstag, 1. September 2018, 16:16

Meiner Ansicht nach ist es Yamaha, ähnlich wie Denon, Marantz oder Onkyo, über Jahre hin gelungen, sowohl in der Einstiegsklasse bemerkenswert erfolgreich zu sein, als auch in der Oberklasse solide zu ankern. Ich besitze so einiges von Yamaha und wenn es sich um Geräte wie eine M4, M2 oder M45-Endstufe (mit den dazu passenden Pre-Amps) handelt, dann lasse ich da nichts drauf kommen. Auch die Midi-Anlagen waren nicht schlecht, die Pianocraft-Serie hingegen in der Tat eher "Spielzeuge". Was die Instrumente angeht, kann ich als Nicht-Musiker nicht allzuviel beisteuern. Immerhin fertigt Yamaha seit über 100 Jahren Musikinstrumente - es scheint sich also einigermassen auszuzahlen. Auch hier ist der Ruf nicht unbedingt schlecht, wenn auch nicht überragend. Aber spielt ein Bösendorfer nicht auch preislich in einer anderen Liga wie ein Yamaha-Flügel? By the way: als es vor 5 Jahren galt, für meine Tochter ein (bezahlbares) Klavier anzuschaffen, führte uns der Weg in ein bekanntes Pianohaus in meiner Heimatstadt. Nach einigem Probehören blieb das Ohr eindeutig an einem top restaurierten Yamaha-Klavier (Zustand wie neu, Preis allerdings auch fast...) hängen, das auch in den Ohren der Klavierlehrerin gut ankam. Das Instrument schlug alle Vergleichsinstrumente um Längen (erst recht die elektronischen...) stammt allerdings aus dem Jahre 1971.

Gruß
P.
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)

Beiträge: 391

Registrierungsdatum: 19. Januar 2009

Wohnort: NRW

  • Nachricht senden

92

Sonntag, 2. September 2018, 18:49

Hallo Timo,

danke für den "Newsletter".

Wenn, ja wenn der Yamaha-Preamp C-5000 über eine Monotaste sowie über zwei triviale Tape-Monitor-Anschlüsse verfügen würde, anstelle der Lackwangen solche aus in den 70ern üblichen Nussbaumpedants hätte, mind. 5 cm weniger tief wäre und max. 2 Riesen kosten täte, würde ich sofort zu sparen anfangen. :rolleyes:

Und da ein silberner C-2 ja so etwas wie eine Mauritius ist, bleibe ich bei meinem banalen Sanyo C55.

Schöne Grüße
Frank

Beiträge: 1 060

Registrierungsdatum: 10. Januar 2010

Wohnort: Mittelfranken

  • Nachricht senden

93

Sonntag, 2. September 2018, 19:17

Yamaha fertig auch bei Musikinstrumenten hervorragende Industriequalität!
VG Martin

Beiträge: 5 436

Registrierungsdatum: 23. März 2006

Wohnort: NRW

  • Nachricht senden

94

Sonntag, 2. September 2018, 19:55

über eine Monotaste sowie über zwei triviale Tape-Monitor-Anschlüsse verfügen würde


...dann darf ich Dir die Kombination M2 und C2 wärmstens ans Herz legen. Da wirst Du nicht so lange sparen müssen, lediglich ein bischen suchen. Diese Kombination hat zwar keine Holzwangen aber ansonsten alles, was Du willst. Und in punkto Leistungsreserven toppt der M2 den neuen M-5000 sogar noch. Mit den entsprechenden Lautsprechern und der nötigen nachbarlichen Toleranz macht es richtig Spaß, da mal ein paar Ampere über die Kabel zu jagen und in bewegte Luft zu verwandeln.

Gruß
Peter
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)

Beiträge: 13 080

Registrierungsdatum: 4. April 2004

Wohnort: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Beruf: Softwareentwickler

  • Nachricht senden

95

Montag, 3. September 2018, 14:45

Und überraschend spät gibt's mit dem GT-5000 auch wieder einen Plattenspieler:


Es wird wohl in Sachen Plattenspieler noch mehr kommen von Yamaha. Wie ich gerade lese, steht der erste netzwerkfähige Plattenspieler "MusicCast Vinyl 500" vor der Markteinführung.

https://www.hifi-journal.de/news/32-plat…-plattenspieler

Trotz der hübschen Optik und des erträglichen Preises spricht mich das kein bisschen an. Ich empfinde schon USB-Schnittstellen bei Plattenspielern als Stilbruch, und Netzwerkanschluss erst recht. Wenn man so einen Digitalkrempel braucht, warum hört man dann nicht gleich MP3s? :(

Beiträge: 3 627

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

96

Montag, 3. September 2018, 22:52

Wenn man so einen Digitalkrempel braucht, warum hört man dann nicht gleich MP3s? :(

Vermutlich deshalb:
Die Jugend konsumiert per Smartphone und Internet.
Wenn man nun Vinyl als "voll geil" wegen Haptik & Cover und mit dem Märchen von der Überlegenheit der analogen Speicherung in der Rille vermarket, dann braucht es solche Geräte um auf die Ohren dieser Zielgruppe zu kommen. Außerdem träumen wohl viele davon, "ihre" Musik in die Welt zu "casten" (dazu hat man früher Schwarzsender gebaut).
Daß das bezüglich analog<->digital etwas inkonsistent ist, wird sicher nicht jedem bewußt, und ist den Kaufleuten, die an diesem Hype verdienen wollen, sicher egal.

MfG Kai

Beiträge: 13 080

Registrierungsdatum: 4. April 2004

Wohnort: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Beruf: Softwareentwickler

  • Nachricht senden

97

Dienstag, 4. September 2018, 00:13

Danke. Mir war mal wieder vorübergehend entfallen, daß ich mit Mitte 40 nicht mehr zur Kernzielgruppe für Technik gehöre (wenn's nicht gerade um Großtastentelefone und ähnliches geht). :)

Beiträge: 508

Registrierungsdatum: 6. April 2010

Wohnort: Berlin

Beruf: Journalist

  • Nachricht senden

98

Mittwoch, 5. September 2018, 07:44

Timo, am Ende legst vielleicht noch Wert auf guten Klang, so hifi-mäßig? Dann bist du echt hoffnungslos von gestern...
Gruß
Stefan

Beiträge: 1 060

Registrierungsdatum: 10. Januar 2010

Wohnort: Mittelfranken

  • Nachricht senden

99

Mittwoch, 5. September 2018, 20:23

Unlängst hat sich einmal eine Studienkollegin meiner Tochter an mich gewandt. Sie suchte einen Plattenspieler fü Ihren Freund. Meine Tochter hat unvorsichtigerweise fallen lassen das ich ein wenig darüber weiss. Ich kann sagen. Diese Diskusion und Herangehensweise wie wir hier pflegen gehört nach uns der Vergangenheit an. Die werden das Ding ohne die geringste Ahnung wuppen. Die werden sich Plattenspieler anschaffen ohne jemals zu wissen wie die funktionieren. Es wird sie auch gar nicht interessieren und sie werden trotzdem Spaß haben wenn sich was dreht und es halbwegs so klingt wie ein Handy. Die Industrie beginnt sich gerade auf diese Konsumenten einzustellen.

VG Martin

Beiträge: 334

Registrierungsdatum: 29. März 2016

Wohnort: Dresden

Beruf: Prozesstechniker Halbleiterbereich

  • Nachricht senden

100

Donnerstag, 6. September 2018, 08:24

Es wird sie auch gar nicht interessieren und sie werden trotzdem Spaß haben wenn sich was dreht und es halbwegs so klingt wie ein Handy. Die Industrie beginnt sich gerade auf diese Konsumenten einzustellen.


Ja, das ist die "schöne" neue Welt... Qualität ist nicht mehr wichtig, Hauptsache es tönt irgendwie. Und zwar möglichst laut, wobei wir wieder voll beim Loudness- War sind... Musik wird sowieso größtenteils nebenbei gedudelt, Dynamik gibt es in der Popmusik heute noch viel weniger als noch in den 80er Jahren. Ist bei der Allroundbeschallung auch nicht mehr notwendig. Ernsthaftes Musik- hören / genießen scheint seit langer Zeit auf dem Rückzug zu sein.

Logisch das die Industrie da voll drauf abfährt, ist die neuen Kreationen sind nur die logische Konsequenz...

Ich höre jetzt auf, mir is schlecht...

Grüße, Rainer

Beiträge: 809

Registrierungsdatum: 22. November 2005

  • Nachricht senden

101

Donnerstag, 6. September 2018, 17:57

Die werden sich Plattenspieler anschaffen ohne jemals zu wissen wie die funktionieren. Es wird sie auch gar nicht interessieren und sie werden trotzdem Spaß haben wenn sich was dreht und es halbwegs so klingt wie ein Handy.

Sorry, wenn ich immer wieder darauf hinweise, dass wir auch schon früher zu einer Randgruppe gehört haben. Ich war vor über 30 Jahren unter 20. :D

Damals war es nicht viel anders. ES gab ein paar gaaanz wenige, denen Klangqualität wichtig war. Aber der "Masse" war das auch damals komplett wurscht. Hauptsache, man hörte was. Und zwar aktuelle Musik. Egal ob vom supermiesen Walkman, Radiorecorder oder daheim auf der Saftpresse. Hauptsache, man erkannte das Lied, konnte mitsummen oder auch schunkeln ( 8) ).

Das Märchen von der vermeintlich qualitätsegaligen "heutigen" Jugend ist ein ebensolches. Es war nie anders.

Beiträge: 13 080

Registrierungsdatum: 4. April 2004

Wohnort: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Beruf: Softwareentwickler

  • Nachricht senden

102

Donnerstag, 6. September 2018, 19:26

Das Märchen von der vermeintlich qualitätsegaligen "heutigen" Jugend ist ein ebensolches. Es war nie anders.


In meinem Umfeld war es zwischen den späten 1980er und mittleren 1990er Jahren eigentlich schon angesagt, einigermaßen vernünftige HiFi-Komponenten zu besitzen. In vielen Fällen ging es da aber wohl weniger um die Klangqualität, sondern eher um Statussymbole. Insofern hat sich also wirklich nicht viel geändert, nur daß die Statussymbole heute andere sind.

Meine Zweifel hatten auch gar nichts mit Klangqualität zu tun. Ich bin einfach nur der Meinung, daß ein netzwerkbasierter Plattenspieler mit Multiroom-Anbindung keinen Sinn ergibt, weil er alles aufzehrt, was das Vinyl ausmacht. Die vermeintlich oder tatsächlich überlegene analoge Klangqualität ist dahin, sobald das Signal danach durch das Netzwerkkabel gejagt wird. Und von "Da dreht sich was" und Atmosphäre hat man auch wenig, wenn man nicht vor dem Plattenspieler sitzt, sondern sich das Signal zwei Räume weiter streamen lässt.

Aber gut, wenn es eine Zielgruppe dafür gibt... ich muss ja nicht alles verstehen.

Beiträge: 809

Registrierungsdatum: 22. November 2005

  • Nachricht senden

103

Donnerstag, 6. September 2018, 19:49

In vielen Fällen ging es da aber wohl weniger um die Klangqualität, sondern eher um Statussymbole.

Ja, das stimmt. So habe ich das auch erlebt. Und es war eine Sache der Jungs. Die Mädels hat das Thema schon gar nicht interessiert. Entweder ein Mofa oder ne Anlage "musste" man haben.

Was waren wir schön doof... 8)

Beiträge: 334

Registrierungsdatum: 29. März 2016

Wohnort: Dresden

Beruf: Prozesstechniker Halbleiterbereich

  • Nachricht senden

104

Freitag, 7. September 2018, 08:12

Entweder ein Mofa oder ne Anlage "musste" man haben.

Was waren wir schön doof...
:thumbsup: :thumbsup: Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Genau so war es... ;)

Nostalgische Grüße, Rainer

Beiträge: 66

Registrierungsdatum: 7. Mai 2018

Wohnort: Mülheim an der Ruhr

Beruf: Diplom-Elektron

  • Nachricht senden

105

Freitag, 7. September 2018, 13:49

Meine Mutter hatte eine Yamaha Anlage "Piano Craft" dazu fällt mir auch nichts diplomatisches ein. Viel Show mit schwarz glänzendem Plastik an den Boxen und Alufronten, das wars


Vor ein paar Jahren habe ich mir für's Schlafzimmer eine Yamaha Pianocraft gekauft, irgendwas mit "560", glaube ich. Sollte kompakt sein, "alles" können (incl. Internetradio und Netzwerkspieler mit FLAC). Kostete so um die 400 Euro und die Anlagen dieser Preisklasse anderer Hersteller (ich erinnere mich an Onkyo, Pioneer, Kenwood und - besonders schlecht - Denon) klangen dagegen topfig oder blechern, jedenfalls deutlich schlechter.Okay, die Yamaha kommt bei Weitem nicht an die Anlagen im Musikzimmer und im Wohnzimmer heran, aber für den Preis ist sie durchaus passabel. Ich bin jedenfalls recht zufrieden mit ihr.

Yamaha fertig auch bei Musikinstrumenten hervorragende Industriequalität!


Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Die grundsätzliche Qualität von Yamaha-Instrumenten wollte ich mit meinen Stellungnahmen nicht gänzlich in Abrede stellen - es gibt garantiert wesentlich schlechtere Instrumente. Allerdings handelt es sich, wie Du selbst schreibst, um Industriequalität: Solide, aber kein Highlight. Was Yamaha bei Musikinstrumenten ausmacht: Die Japaner sind verdammt breit aufgestellt - es gibt, glaube ich, kein Instrument, was sie nicht herstellen. Allerdings gilt nach meiner Erfahrung für alle das Gleiche: Ordentliche Qualität, aber es gibt für jedes Instrument andere Hersteller, die bessere Instrumente fertigen. (Wie bei den Pianos gilt umgekehrt: Es gibt auch Hersteller, die wesentlich Schlechteres fertigen.) Was das Yamaha-Piano von PeZetts Tochter angeht: Es wurden immer Pianos hergestellt, die qualitativ ausgesprochen schlecht waren und sind. Wenn nun eine Auswahl von gebrauchten und/oder restaurierten Pianos zur Verfügung stand, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das schließlich erworbene Yamaha als Bestes aus dem Rennen hervorging. Und ich bin auch sicher, dass man durchaus zufrieden bis begeistert über das Piano sein kann, und ich wünsche seiner Tochter noch viel Freude an diesem Instrument - möge sie mit diesem Piano in der Musik eine Liebe für's Leben finden. (Notabene: Meine musikalische Liebe für's Leben habe ich interessanterweise auf einem unterdurchschnittlichen Fabrikat gefunden, aber mittlerweile spiele ich hochwertige Instrumente anderer Hersteller. Von Yamaha ist allerdings nichts dabei.)
Gruss,

Hendrik

---

Sind wir nicht alle ein bisschen γ-Fe₂O₃?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »RealHendrik« (7. September 2018, 14:15)


Beiträge: 13 080

Registrierungsdatum: 4. April 2004

Wohnort: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Beruf: Softwareentwickler

  • Nachricht senden

106

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 11:38

Zur Entstehungs-Zeiten dieses Threads (unglaublich, schon wieder über zehn Jahre her!) war ich ziemlich euphorisch, daß das Thema Zweikanal-HiFi wieder Aufwind bekommt.

Leider weicht das beim Blick in das aktuelle Angebot der großen Hersteller inzwischen zunehmend der Ernüchterung. Es scheint sich zur Marotte zu entwickeln, die höherwertigen Verstärker-Modelle nur noch mit integrierten Digital-Features wie D/A-Wandlern und USB-Eingängen anzubieten.

Ich bin beileibe kein eingefleischter Analogi und finde es auch ganz praktisch, an einem HiFi-System einen USB-Datenträger anschließen und davon Musik hören zu können. Aber was in aller Welt hat die entsprechende Funktionalität am Verstärker verloren? Für mich deklassiert das diese eigentlich zeitlose und fast unbegrenzt nutzbare Komponente zu Wegwerfgeräten. Einen analogen Zweikanal-Verstärker kann man, sofern er noch funktioniert, auch nach 40 oder mehr Jahren noch problemlos verwenden, abgesehen von Komfort-Features wie Fernbedienung und vielleicht ein paar zusätzlichen Eingängen, entspricht er immer noch dem Stand der Technik und hat keine wirklichen Nachteile gegenüber einem Neugerät. Diese Dinger mit dem Digital-Firlefanz dürften dagegen in zehn Jahren u.A. wegen des überholten und zu aktuellen Datenträgern womöglich nicht mehr kompatiblen USB-Standards veraltet sein.

Natürlich kann man die analogen Eingänge auch dann noch verwenden, aber wenn man mal ehrlich ist, ist so ein nur noch teilweise nutzbarer Verstärker für mich eine unschöne Vorstellung und wird höchstwahrscheinlich viele eigentlich gute Geräte in Partykeller, Kinderzimmer oder dem Wertstoffhof enden lassen. :(

Beiträge: 62

Registrierungsdatum: 31. August 2016

Wohnort: Viersen

Beruf: Produktionsmeister

  • Nachricht senden

107

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 11:52

Um ehrlich zu sein halte ich auch lieber an den alten Dingen fest.

Ich persönlich habe immer noch als Verstärker meinen Ende 80ziger neu gekauften Revox B250 E am werkeln.
Irgendwann spiele ich mal mit dem Gedanken das gute Teil zu überholen.
Ebenso habe ich noch meinen alten Plattenspieler Elac Mirracord 50 H den ich als Jugendlicher mir gekauft habe.
Wo ich mich heute noch darüber ärgern kann das ich zu vorschnell meinen damals ebenfalls neu gekauften CD Spieler Philips 104 wieder abgegeben habe.

Gruß
holger

Beiträge: 3 627

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

108

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 12:11

Der Hintergrund dürfte anderer Natur sein:
Die digitale Audio-Technik (A/D & D/A-Wandler, digitale Signalverabeitung) und deren Integration in ICs (oder gar nur eins) ist mittlerweile auf einem Niveau, das mehr als ausreichende Qualität bei viel größerer Flexibilität in Sachen Einstellbarkeit von Parametern, Bereitstellug besonderer Features zu niedrigeren Herstellungspreisen als gleichwertige Analogtechnik erlaubt. Der Trend zum Klasse-D Endverstärker zur Vermeidung unnötiger Wärme-Erzeugung/Verlustleistung und benötigter Kühlkörper und damit erreichbarer Verkleinerung der Geräte fügt sich da harmonisch ein (zB durch PWM-Steuerung der Leistungsschalter direkt aus dem digitalen Audio-IC).
Diese Aspekte bewegen die (Massen-)Hersteller, nicht die "Analog ist besser"-Philosophie einer Minderheit.
Und wenn schon digital, dann ist ein USB-Anschluß nur noch eine übliche Draufgabe, die nur unwesentlich in die Herstellungskosten eingeht.
Preistreibend sind dagegen zB Potentiometer für Lautstärke, Bass- und Höhen-Einstellung, die deshalb Tasten oder Jog-Rädern weichen...

Das ist der unaufhaltbare Trend

MfG Kai

Beiträge: 2 294

Registrierungsdatum: 24. Juli 2004

Wohnort: Kelheim, Bayern

  • Nachricht senden

109

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 14:58

Hallo!

Preistreibend sind dagegen zB Potentiometer für Lautstärke, Bass- und Höhen-Einstellung, die deshalb Tasten oder Jog-Rädern weichen...

Ja, das ist der Fall. Obwohl aber z.B. der Yamaha A-S801 (und ich glaube auch die anderen x01er) noch über ein Motorpoti mit Endanschlag verfügt, geschieht die komplette Signaverabeitung im Inneren über einen DSP. Eigentlich sind diese Stereoverstärker nur noch abgespeckte AV-Reciever.
Grüße

Wayne

Beiträge: 102

Registrierungsdatum: 11. Januar 2018

  • Nachricht senden

110

Dienstag, 15. Januar 2019, 19:00

....Wenn man nun Vinyl als "voll geil" wegen Haptik & Cover und mit dem Märchen von der Überlegenheit der analogen Speicherung in der Rille vermarket......
Kay, der ist gut. Ich kenne genug Fans die wirklich an die "Überlegenheit der analogen Speicherung in der Rille" glauben und diese These bis aufs Messer verteidigen.
Viele Grüße
Michael

Beiträge: 809

Registrierungsdatum: 22. November 2005

  • Nachricht senden

111

Dienstag, 15. Januar 2019, 19:29

....Wenn man nun Vinyl als "voll geil" wegen Haptik & Cover und mit dem Märchen von der Überlegenheit der analogen Speicherung in der Rille vermarket......
Kay, der ist gut. Ich kenne genug Fans die wirklich an die "Überlegenheit der analogen Speicherung in der Rille" glauben und diese These bis aufs Messer verteidigen.


Kommt drauf an.
Meine ältesten Schellacks sind von vor 1910.
Laufen einwandfrei.

Ob meine Musikdaten in 110 Jahren noch jemand vom Stick auslesen kann?

Beiträge: 3 627

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

112

Dienstag, 15. Januar 2019, 23:24

Der "kleine" Unterschied ist, du kannst die Musikdateien immer wieder "beizeiten" auf ein aktuelles frisches Speichermedium verlustlos umkopieren.
Die leben solange, wie sich jemand findet, das zu tun.

An den Rillen der Schellack-Platten nagt nicht nur die Nadel.
Geräte zum Abspielen der Edison-Walzen sind nicht mehr handels-üblich, existieren nur noch als Einzelstücke bzw. Laser-Abtaster in Forschungsprojekten.

MfG Kai

Beiträge: 809

Registrierungsdatum: 22. November 2005

  • Nachricht senden

113

Mittwoch, 16. Januar 2019, 12:52

Sicher kannst Du das - solange Du Rechner und Strom hast.
Die Schallplatte brauche ich nur zu drehen und kann sie mit einem spitzen Dorn abspielen... 8)

Beiträge: 13 080

Registrierungsdatum: 4. April 2004

Wohnort: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Beruf: Softwareentwickler

  • Nachricht senden

114

Mittwoch, 16. Januar 2019, 13:51

Sicher kannst Du das - solange Du Rechner und Strom hast.


Und solange nicht mal eines der Medien außerplanmäßig früh seine Daten verliert. :)

Beiträge: 3 627

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

115

Mittwoch, 16. Januar 2019, 14:57

und Strom hast.
Die Schallplatte brauche ich nur zu drehen und kann sie mit einem spitzen Dorn abspielen.

Demnach hast du noch ein Grammophon mit Kurbelantrieb.
So eins gab es in meiner frühen Jugend auch noch im Wohnzimmer. Da konnte man die Schellackplatten sogar mit dem Nagel des kleinen Fingers abspielen. :D

Um dir noch ein bischen Angst zu machen: Ich habe schon Fotos von Schellackplatten gesehen, bei denen lokal die Rillenstruktur durch ?Bakterien o.ä.? zerfallen/zerfressen war.

Ich hatte mal so an die 75 geerbte Schellackplatten. Die habe ich anfang dieses Jahrtausends einem Hamburger Sammler geschenkt. Der hat mir zum Dank nach Reinigung der Platten davon digitalisierte Kopien auf CDs gegeben und sogar von den beschädigten Platten, sofern er intakte Doppelgänger hatte, Kopien hinzugefügt. Der Herr ist inzwischen verstorben. Ein Kumpel führt das "Schallarchiv" wohl weiter.
Einen speziellen Tonabnehmer für Schellackplatten von ELAC habe ich immer noch.

MfG Kai

Beiträge: 809

Registrierungsdatum: 22. November 2005

  • Nachricht senden

116

Donnerstag, 17. Januar 2019, 08:38

Um dir noch ein bischen Angst zu machen: Ich habe schon Fotos von Schellackplatten gesehen, bei denen lokal die Rillenstruktur durch ?Bakterien o.ä.? zerfallen/zerfressen war.


Bakterien sind in Sammlerkreisen nicht bekannt. Wohl aber Hitzeschäden, die zu Veränderungen des Materials führen.
Schimmelpilze dringen auch nicht in idie Struktur ein. Man kann sie, wenn sie oberflächlich befallen sind, sehr gut wieder abwaschen.
Jedoch nie: Alkohol an die Schellackplatte!
Die Reinigungsmischung, die für Vinyl wunderbar funktioniert, löst die Schellackplatte auf.

Ich spiele meine Schellackplatten - Grammophon ist natürlich vorhanden, aber mehr als Deko- mit einem Dual 1219 und einem entsprechenden Diamanten für Schellackplatten ab.
Zu Demozwecken stecke ich manchmal eine kleine Nadel in eine Postkarte und halte diese dann auf die drehende Platte. Man versteht alles...
(dafür müssen dann Massenplatten wie zB Schlager aus den 50ern herhalten).

Gruss, Martin