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91

Samstag, 1. September 2018, 16:16

Meiner Ansicht nach ist es Yamaha, ähnlich wie Denon, Marantz oder Onkyo, über Jahre hin gelungen, sowohl in der Einstiegsklasse bemerkenswert erfolgreich zu sein, als auch in der Oberklasse solide zu ankern. Ich besitze so einiges von Yamaha und wenn es sich um Geräte wie eine M4, M2 oder M45-Endstufe (mit den dazu passenden Pre-Amps) handelt, dann lasse ich da nichts drauf kommen. Auch die Midi-Anlagen waren nicht schlecht, die Pianocraft-Serie hingegen in der Tat eher "Spielzeuge". Was die Instrumente angeht, kann ich als Nicht-Musiker nicht allzuviel beisteuern. Immerhin fertigt Yamaha seit über 100 Jahren Musikinstrumente - es scheint sich also einigermassen auszuzahlen. Auch hier ist der Ruf nicht unbedingt schlecht, wenn auch nicht überragend. Aber spielt ein Bösendorfer nicht auch preislich in einer anderen Liga wie ein Yamaha-Flügel? By the way: als es vor 5 Jahren galt, für meine Tochter ein (bezahlbares) Klavier anzuschaffen, führte uns der Weg in ein bekanntes Pianohaus in meiner Heimatstadt. Nach einigem Probehören blieb das Ohr eindeutig an einem top restaurierten Yamaha-Klavier (Zustand wie neu, Preis allerdings auch fast...) hängen, das auch in den Ohren der Klavierlehrerin gut ankam. Das Instrument schlug alle Vergleichsinstrumente um Längen (erst recht die elektronischen...) stammt allerdings aus dem Jahre 1971.

Gruß
P.
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)

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92

Sonntag, 2. September 2018, 18:49

Hallo Timo,

danke für den "Newsletter".

Wenn, ja wenn der Yamaha-Preamp C-5000 über eine Monotaste sowie über zwei triviale Tape-Monitor-Anschlüsse verfügen würde, anstelle der Lackwangen solche aus in den 70ern üblichen Nussbaumpedants hätte, mind. 5 cm weniger tief wäre und max. 2 Riesen kosten täte, würde ich sofort zu sparen anfangen. :rolleyes:

Und da ein silberner C-2 ja so etwas wie eine Mauritius ist, bleibe ich bei meinem banalen Sanyo C55.

Schöne Grüße
Frank

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93

Sonntag, 2. September 2018, 19:17

Yamaha fertig auch bei Musikinstrumenten hervorragende Industriequalität!
VG Martin

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94

Sonntag, 2. September 2018, 19:55

über eine Monotaste sowie über zwei triviale Tape-Monitor-Anschlüsse verfügen würde


...dann darf ich Dir die Kombination M2 und C2 wärmstens ans Herz legen. Da wirst Du nicht so lange sparen müssen, lediglich ein bischen suchen. Diese Kombination hat zwar keine Holzwangen aber ansonsten alles, was Du willst. Und in punkto Leistungsreserven toppt der M2 den neuen M-5000 sogar noch. Mit den entsprechenden Lautsprechern und der nötigen nachbarlichen Toleranz macht es richtig Spaß, da mal ein paar Ampere über die Kabel zu jagen und in bewegte Luft zu verwandeln.

Gruß
Peter
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95

Montag, 3. September 2018, 14:45

Und überraschend spät gibt's mit dem GT-5000 auch wieder einen Plattenspieler:


Es wird wohl in Sachen Plattenspieler noch mehr kommen von Yamaha. Wie ich gerade lese, steht der erste netzwerkfähige Plattenspieler "MusicCast Vinyl 500" vor der Markteinführung.

https://www.hifi-journal.de/news/32-plat…-plattenspieler

Trotz der hübschen Optik und des erträglichen Preises spricht mich das kein bisschen an. Ich empfinde schon USB-Schnittstellen bei Plattenspielern als Stilbruch, und Netzwerkanschluss erst recht. Wenn man so einen Digitalkrempel braucht, warum hört man dann nicht gleich MP3s? :(

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96

Montag, 3. September 2018, 22:52

Wenn man so einen Digitalkrempel braucht, warum hört man dann nicht gleich MP3s? :(

Vermutlich deshalb:
Die Jugend konsumiert per Smartphone und Internet.
Wenn man nun Vinyl als "voll geil" wegen Haptik & Cover und mit dem Märchen von der Überlegenheit der analogen Speicherung in der Rille vermarket, dann braucht es solche Geräte um auf die Ohren dieser Zielgruppe zu kommen. Außerdem träumen wohl viele davon, "ihre" Musik in die Welt zu "casten" (dazu hat man früher Schwarzsender gebaut).
Daß das bezüglich analog<->digital etwas inkonsistent ist, wird sicher nicht jedem bewußt, und ist den Kaufleuten, die an diesem Hype verdienen wollen, sicher egal.

MfG Kai

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97

Dienstag, 4. September 2018, 00:13

Danke. Mir war mal wieder vorübergehend entfallen, daß ich mit Mitte 40 nicht mehr zur Kernzielgruppe für Technik gehöre (wenn's nicht gerade um Großtastentelefone und ähnliches geht). :)

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98

Mittwoch, 5. September 2018, 07:44

Timo, am Ende legst vielleicht noch Wert auf guten Klang, so hifi-mäßig? Dann bist du echt hoffnungslos von gestern...
Gruß
Stefan

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99

Mittwoch, 5. September 2018, 20:23

Unlängst hat sich einmal eine Studienkollegin meiner Tochter an mich gewandt. Sie suchte einen Plattenspieler fü Ihren Freund. Meine Tochter hat unvorsichtigerweise fallen lassen das ich ein wenig darüber weiss. Ich kann sagen. Diese Diskusion und Herangehensweise wie wir hier pflegen gehört nach uns der Vergangenheit an. Die werden das Ding ohne die geringste Ahnung wuppen. Die werden sich Plattenspieler anschaffen ohne jemals zu wissen wie die funktionieren. Es wird sie auch gar nicht interessieren und sie werden trotzdem Spaß haben wenn sich was dreht und es halbwegs so klingt wie ein Handy. Die Industrie beginnt sich gerade auf diese Konsumenten einzustellen.

VG Martin

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100

Donnerstag, 6. September 2018, 08:24

Es wird sie auch gar nicht interessieren und sie werden trotzdem Spaß haben wenn sich was dreht und es halbwegs so klingt wie ein Handy. Die Industrie beginnt sich gerade auf diese Konsumenten einzustellen.


Ja, das ist die "schöne" neue Welt... Qualität ist nicht mehr wichtig, Hauptsache es tönt irgendwie. Und zwar möglichst laut, wobei wir wieder voll beim Loudness- War sind... Musik wird sowieso größtenteils nebenbei gedudelt, Dynamik gibt es in der Popmusik heute noch viel weniger als noch in den 80er Jahren. Ist bei der Allroundbeschallung auch nicht mehr notwendig. Ernsthaftes Musik- hören / genießen scheint seit langer Zeit auf dem Rückzug zu sein.

Logisch das die Industrie da voll drauf abfährt, ist die neuen Kreationen sind nur die logische Konsequenz...

Ich höre jetzt auf, mir is schlecht...

Grüße, Rainer

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101

Donnerstag, 6. September 2018, 17:57

Die werden sich Plattenspieler anschaffen ohne jemals zu wissen wie die funktionieren. Es wird sie auch gar nicht interessieren und sie werden trotzdem Spaß haben wenn sich was dreht und es halbwegs so klingt wie ein Handy.

Sorry, wenn ich immer wieder darauf hinweise, dass wir auch schon früher zu einer Randgruppe gehört haben. Ich war vor über 30 Jahren unter 20. :D

Damals war es nicht viel anders. ES gab ein paar gaaanz wenige, denen Klangqualität wichtig war. Aber der "Masse" war das auch damals komplett wurscht. Hauptsache, man hörte was. Und zwar aktuelle Musik. Egal ob vom supermiesen Walkman, Radiorecorder oder daheim auf der Saftpresse. Hauptsache, man erkannte das Lied, konnte mitsummen oder auch schunkeln ( 8) ).

Das Märchen von der vermeintlich qualitätsegaligen "heutigen" Jugend ist ein ebensolches. Es war nie anders.

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102

Donnerstag, 6. September 2018, 19:26

Das Märchen von der vermeintlich qualitätsegaligen "heutigen" Jugend ist ein ebensolches. Es war nie anders.


In meinem Umfeld war es zwischen den späten 1980er und mittleren 1990er Jahren eigentlich schon angesagt, einigermaßen vernünftige HiFi-Komponenten zu besitzen. In vielen Fällen ging es da aber wohl weniger um die Klangqualität, sondern eher um Statussymbole. Insofern hat sich also wirklich nicht viel geändert, nur daß die Statussymbole heute andere sind.

Meine Zweifel hatten auch gar nichts mit Klangqualität zu tun. Ich bin einfach nur der Meinung, daß ein netzwerkbasierter Plattenspieler mit Multiroom-Anbindung keinen Sinn ergibt, weil er alles aufzehrt, was das Vinyl ausmacht. Die vermeintlich oder tatsächlich überlegene analoge Klangqualität ist dahin, sobald das Signal danach durch das Netzwerkkabel gejagt wird. Und von "Da dreht sich was" und Atmosphäre hat man auch wenig, wenn man nicht vor dem Plattenspieler sitzt, sondern sich das Signal zwei Räume weiter streamen lässt.

Aber gut, wenn es eine Zielgruppe dafür gibt... ich muss ja nicht alles verstehen.

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103

Donnerstag, 6. September 2018, 19:49

In vielen Fällen ging es da aber wohl weniger um die Klangqualität, sondern eher um Statussymbole.

Ja, das stimmt. So habe ich das auch erlebt. Und es war eine Sache der Jungs. Die Mädels hat das Thema schon gar nicht interessiert. Entweder ein Mofa oder ne Anlage "musste" man haben.

Was waren wir schön doof... 8)

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104

Freitag, 7. September 2018, 08:12

Entweder ein Mofa oder ne Anlage "musste" man haben.

Was waren wir schön doof...
:thumbsup: :thumbsup: Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Genau so war es... ;)

Nostalgische Grüße, Rainer

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105

Freitag, 7. September 2018, 13:49

Meine Mutter hatte eine Yamaha Anlage "Piano Craft" dazu fällt mir auch nichts diplomatisches ein. Viel Show mit schwarz glänzendem Plastik an den Boxen und Alufronten, das wars


Vor ein paar Jahren habe ich mir für's Schlafzimmer eine Yamaha Pianocraft gekauft, irgendwas mit "560", glaube ich. Sollte kompakt sein, "alles" können (incl. Internetradio und Netzwerkspieler mit FLAC). Kostete so um die 400 Euro und die Anlagen dieser Preisklasse anderer Hersteller (ich erinnere mich an Onkyo, Pioneer, Kenwood und - besonders schlecht - Denon) klangen dagegen topfig oder blechern, jedenfalls deutlich schlechter.Okay, die Yamaha kommt bei Weitem nicht an die Anlagen im Musikzimmer und im Wohnzimmer heran, aber für den Preis ist sie durchaus passabel. Ich bin jedenfalls recht zufrieden mit ihr.

Yamaha fertig auch bei Musikinstrumenten hervorragende Industriequalität!


Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Die grundsätzliche Qualität von Yamaha-Instrumenten wollte ich mit meinen Stellungnahmen nicht gänzlich in Abrede stellen - es gibt garantiert wesentlich schlechtere Instrumente. Allerdings handelt es sich, wie Du selbst schreibst, um Industriequalität: Solide, aber kein Highlight. Was Yamaha bei Musikinstrumenten ausmacht: Die Japaner sind verdammt breit aufgestellt - es gibt, glaube ich, kein Instrument, was sie nicht herstellen. Allerdings gilt nach meiner Erfahrung für alle das Gleiche: Ordentliche Qualität, aber es gibt für jedes Instrument andere Hersteller, die bessere Instrumente fertigen. (Wie bei den Pianos gilt umgekehrt: Es gibt auch Hersteller, die wesentlich Schlechteres fertigen.) Was das Yamaha-Piano von PeZetts Tochter angeht: Es wurden immer Pianos hergestellt, die qualitativ ausgesprochen schlecht waren und sind. Wenn nun eine Auswahl von gebrauchten und/oder restaurierten Pianos zur Verfügung stand, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass das schließlich erworbene Yamaha als Bestes aus dem Rennen hervorging. Und ich bin auch sicher, dass man durchaus zufrieden bis begeistert über das Piano sein kann, und ich wünsche seiner Tochter noch viel Freude an diesem Instrument - möge sie mit diesem Piano in der Musik eine Liebe für's Leben finden. (Notabene: Meine musikalische Liebe für's Leben habe ich interessanterweise auf einem unterdurchschnittlichen Fabrikat gefunden, aber mittlerweile spiele ich hochwertige Instrumente anderer Hersteller. Von Yamaha ist allerdings nichts dabei.)
Gruss,

Hendrik

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Sind wir nicht alle ein bisschen γ-Fe₂O₃?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »RealHendrik« (7. September 2018, 14:15)