You are not logged in.

Dear visitor, welcome to Bandmaschinenforum. If this is your first visit here, please read the Help. It explains in detail how this page works. To use all features of this page, you should consider registering. Please use the registration form, to register here or read more information about the registration process. If you are already registered, please login here.

  • "McWangine" started this thread

Posts: 447

Date of registration: Apr 3rd 2006

Location: Oberfranken

  • Send private message

1

Saturday, January 3rd 2015, 9:30pm

Vinyl - Mehr als eine "Retrowelle"?

Das hier habe ich gestern im Videotext gelesen:



Nur mal als Info so für zwischendurch... 8o

Grüsse
Jochen

Posts: 122

Date of registration: Jul 21st 2014

Location: Köln

Occupation: Fachkraft für Kurzschlußtechnik

  • Send private message

2

Saturday, January 3rd 2015, 10:01pm

Bei mir war Vinyl genausowenig eine Welle wie das Senkelband. Aufgewachsen mit Vinyl, MW und UKW, kam später der Senkel und die Kurzwelle dazu. Alles ist immer so geblieben. :D

Gruß Tom

P.S. Nehmt mich nicht ernster als nötig! ^^

3

Saturday, January 3rd 2015, 10:01pm

Musikhören von Vinyl ist genauso wie das Abfotografieren des Videotextes vom Bildschirm (wobei VT ja schon obsolet ist). :)



oder einfach nur als Text.

Quoted

561 ARDtext Sa 03.01.15 21:56:52

Nachrichten Multimedia

USA: Vinyl und Streaming im Kommen

Schallplatten sind wieder im Kommen:
Nach Angaben des Branchendienstes Niel-
sen Soundscan ist der Verkauf von Vinyl
in den USA im Jahr 2014 um satte 52% im
Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Dem-
nach wurden 2014 auf dem weltgrößten
Musikmarkt 9,2 Mio.Platten verkauft.

Der Absatz von CDs ging weiter zurück,
demgegenüber stieg die Nutzung von
Streamingdiensten wie Spotify und Pan-
dora an. 2014 lag der Zuwachs im Ver-
gleich zu 2013 bei 54%. Streamingdiens-
te ermöglichen das Musikhören im Netz
ohne den Kauf der dazugehörigen Titel.
Stattdessen wird ein Abo gezahlt.

Facebook verschiebt Datenschutz.... 562


Gruß Ulrich

Posts: 13,480

Date of registration: Apr 4th 2004

Location: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Occupation: Softwareentwickler

  • Send private message

4

Sunday, January 4th 2015, 8:40am

Ich halte dieses Comeback des Vinyls schon für eine dauerhafte Erscheinung und gehe davon aus, daß der Marktanteil in den nächsten Jahren noch weiter wachsen wird. Man darf bei der ganzen Euphorie aber nicht vergessen, daß er 2014 bei gerade mal zwei Prozent lag, die totgesagte CD dagegen immer noch bei über sechzig Prozent. Ein Massenmedium wird die Schallplatte wohl nie wieder werden.

  • "McWangine" started this thread

Posts: 447

Date of registration: Apr 3rd 2006

Location: Oberfranken

  • Send private message

5

Sunday, January 4th 2015, 10:33am

@ uk64: ich habe meinen HDTV-Sat-Receiver an einer alten 100Hz-Röhrenglotze hängen. So, jetzt darfste über mich so richtig die Hände über'm Kopf zusammenschlagen... ;) Unsere Bekannten finden mich mittlerweile auch "herzerfrischend oldschool"... 8)

Ob die Schallplatte den Aufwand, den manche Tongeniesser z.B. bei "Triple A" betreiben, wirklich wert ist, muß jeder selbst entscheiden. Aber ob obsolet oder nicht: die Faszination eines greifbaren Mediums ist es u.a. doch, was uns ja auch an unseren magnettontechnischen Schätzchen festhalten lässt; wie sinnfrei das ganze Gedöns eventuell sein könnte, ist uns doch egal, oder?

Liebe Grüsse
Jochen

Posts: 308

Date of registration: Oct 27th 2011

Location: Dortmund

Occupation: Nachrichtentechniker

  • Send private message

6

Sunday, January 4th 2015, 11:07am

die Umsätze in Euro 2013: CD etwas über eine Milliarde Euro, Vinyl ca. 29 Millionen Euro.

Quelle: http://audiophil.de/deutscher-musikmarkt/

Die Balken demonstrieren auch sehr schön die "Bedeutung" von Vinyl am Gesamtmarkt. Und bei diesen Zahlen sind nur die physischen Datenträger aufgeführt, an denen die Platte mit rund 3% beteiligt ist. Die Download Dienste haben 2013 mehr als zehn mal so große Umsätze erwirtschaftet wie die Schallplatte. Rechnet man diese rund 300 Millionen Euro noch zum Gesamtergebnis hinzu, kommt die Schallplatte auf rund zwei Prozent vom Gesamtkuchen. Neuere Zahlen gibt es leider noch nicht, sie werden aber tendenziell ähnlich aussehen.

Die Jubelzahlen, die immer wieder über Vinyl verbreitet werden, funktionieren ganz einfach - wenn ich als Kioskbesitzer heute eine Tüte Klümpchen verkaufe, und morgen drei, habe ich 200% Umsatzwachstum innerhalb eines einzigen Tages erreicht.

Die Schallplatte hat sich in den achtzigern genauso zäh gehalten wie heute die CD. Ende der achtziger wurde die Schallplatte von der Industrie europaweit abgeschafft, weil sie einfach nicht von selber gehen wollte, und ein ähnliches Schicksal wird in einigen Jahren der CD blühen. Die Wiedergeburt der Schallplatte ist meiner Meinung nach nichts als ein weiterer Versuch, den Leuten den Abschied von der CD leichter zu machen. Download für die Masse, Vinyl für die Feinschmecker, und die, die sich partout nicht vom Datenträger in der Hand trennen wollen.

Ich finde, die Platte ist was wunderbares, wenn man alte Tonträger mit alten Geräten genießt. Neue Platten, die meist aus den selben digitalen Quellen stammen wie die CD, sind dagegen nur ein riesiger Mummenschanz.


Gruß Frank

This post has been edited 1 times, last edit by "nick_riviera" (Jan 4th 2015, 11:09am)


Posts: 2,360

Date of registration: Dec 19th 2014

Location: Krefeld

Occupation: Tonmeister

  • Send private message

7

Sunday, January 4th 2015, 2:09pm

Der Spiegel beziffert den LP-Umsatz 2014 mit 6 % vom Gesamtkuchen (einschließlich Downloads). Doch soweit ich informiert bin, ist nach der großen Einmottungsaktion in den 1990ern die Anzahl der weltweit vorhandenen Plattenpressen nicht gestiegen, weil in den letzten 25 Jahren keine einzige neue hergestellt wurde und die defekten Pressen mittlerweile als Ersatzteillager für die noch funktionierenden herhalten dürfen.

Sollte ich eines Tages von einer Produktionswelle für Plattenpressen erfahren, würde ich dies als ein Signal von einiger Relevanz auffassen. Mehr noch: wenn Fa. Neumann sich zur Wiederaufnahme der Produktion von Schallplatten-Schneidemaschinen entschließen würde (ähnlich wie vor drei Monaten beim U47fet).

… wenn ich als Kioskbesitzer heute eine Tüte Klümpchen verkaufe, und morgen drei, habe ich 200% Umsatzwachstum innerhalb eines einzigen Tages erreicht.

Mit Prozentzahlen wird ja gerne hantiert, sobald Absolutwerte nicht so beeindruckend sind.

Ich finde, die Platte ist was wunderbares, wenn man alte Tonträger mit alten Geräten genießt. Neue Platten, die meist aus den selben digitalen Quellen stammen wie die CD, sind dagegen nur ein riesiger Mummenschanz.

Ein schönes Beispiel dafür gibt's hier: Schumanns 4 Sinfonien mit den Berliner Philharmonikern als Mitschnitte von 2013, welche als Hi-Res Download, CD und LP angeboten werden. Letztere in einer Auflage von 1000 Stück zu je 139 Euro, mit dem Versprechen »Fabelhafte Klangfülle« für Vinyl-Fans (Anführungszeichen im Original).

Herzlichen Glückwunsch den tausend stolzen LP-Liebhabern, die keine digitalen Kopien der - qualitativ gewiss unterlegenen - digitalen Masterbänder im 24/192 Format für schlappe 30 Euro herunterladen müssen!
("Geht nicht auch beim Download immer was verloren?" - Tja, weiß man's ... ? :whistling: )

Grüße, Peter Ruhrberg

Posts: 513

Date of registration: Mar 20th 2008

  • Send private message

8

Sunday, January 4th 2015, 3:58pm

Zum Schumann - man muss nicht, aber man kann. Wenn ich recht informiert bin, liegt ein DL-Code den Ausgaben bei und zwar für HiRes, nicht für mp3. ;)

Ich traue meinen Ironiedetektoren nicht, schon gar nicht so früh im Jahr: Aber ich wette, dass die digitalen "Masterbänder" auch für die LPs die Vorlage waren. Da kann man dann schön vergleichen. Und sich gar köstlich ereifern, zumal wenn man nicht bedenkt, dass die heimischen Wiedergabegerätschaften auch noch ein Wörtchen mitreden.

Zu den Plattenpressen: Neulich ging eine Meldung ein, wonach Pallas neue Pressen entwickle, genauer gesagt weiterentwickle. Mir wurde dabei nur nicht ganz klar, ob es sich dabei um die Aufhübschung existenter Altmodelle handelt oder ob da tatsächlich verbesserte Neuproduktionen gemeint waren. Es klang fast wie letztere Variante. Warten wir's mal ab.

Die sog. Insider haben angeblich im Moment mehr Sorge, dass die letzten Hersteller von Lackfolien die Grätsche machen könnten. Versuche, da etwas Neues auf die Beine zu stellen, sollen bislang wenig erfolgreiche verlaufen sein. Warten wir's mal ab.

Ach ja, die Meldung, wonach die Vinylrenaissance signifikante Ausmaße erreicht habe, geistert doch alle paar Wochen durch die Medien. Das Kleingedruckte, wonach die absoluten Zahlen auf eine eher untergeordnete Bedeutung hinweisen, geht zumeist im Blätterrauschen unter. Dass aber die Zahlen durchaus steigen etwa im Vergleich zu früheren Jahren, ist wohl nicht zu bestreiten. Ich finde es immerhin bemerkenswert, wie breit das Angebot z.B. bei Amazon oder jpc mittlerweile wieder ist. Na ja, warten wir's mal ab...
Das Drumherum:
Liebe(r) ...
(Beitragstext s.o.)
LG, Jochen

Posts: 576

Date of registration: Oct 20th 2013

Location: TF - Berlin

  • Send private message

9

Sunday, January 4th 2015, 4:36pm

habe ich geschenkt bekommen, auch meine Schuld das der Umsatz steigt :D

Gruß Ulf

Posts: 308

Date of registration: Oct 27th 2011

Location: Dortmund

Occupation: Nachrichtentechniker

  • Send private message

10

Sunday, January 4th 2015, 4:52pm

wenn man sich den historischen Verlauf mal ansieht - die CD hat sich in den achtzigern zwar etabliert, sie hat es aber im Gegensatz zur heute landläufigen Meinung nicht geschafft, die Schallplatte zu verdrängen, was für die Musikindustrie eine unschöne Sache war. Die CD's kosteten nach Beseitigung der Anfangsschwierigkeiten in der Produktion weniger als die Platte, letztere konnte aber nur erheblich billiger verkauft werden. Also fing man zuerst an, die Schallplatte in der HiFi-Fachpresse zu bashen, und setzte Horrormeldungen in die Welt, dass schon in wenigen Jahren keine Phono Ersatzteile mehr zu bekommen wären. Ich kann mich noch selber an die zahlreichen High Ender erinnern, die edelste Plattenspieler plus Plattensammlung zu Schleuderpreisen rausgehauen haben, und ärgere mich manchmal noch heute, damals nicht zugegriffen zu haben. Damals hat übrigens die selbe Klientel, die heute Röhre und Analog als das einzig wahre erachtet, alles analoge abgelehnt, und sich fanatisch der Digitaltechnik zugewendet.

Und als das Bashing zusammen mit der immer schlechteren Qualität der Platte immer noch nicht zum Erfolg führte, hat man in zwei großen Ausverkaufswellen Ende der achtziger Jahre die Schallplatte in Europa als Massenmedium abgeschafft. Was aber die ganzen Revivalprediger von heute scheinbar nicht mitbekommen haben, ist, dass die Schallplatte eigentlich nie wirklich tot war. Schon in den neunzigern hat es bei uns Plattenläden gegeben, die auch die meisten Neuerscheinungen auf Vinyl besorgen konnten - es gab nämlich noch einige Länder auf der Welt, in denen die Platte noch Stand der Technik war. Und als dann Vinyl das Medium für die Raver wurde, war es endgültig vorbei mit dem Ende der Schallplatte. Die Schallplatte folgt heute dem allgemeinen Retro Trend - auch die Zahl der zugelassenen Oldtimer steigt stetig an, und auch hier gibt es eine große Zahl von Fans, die dieser Bewegung eine Bedeutung beimessen. Wenn man aber im Alltag auf der Straße unterwegs ist, merkt man schnell, dass es nur wenige Helden gibt, die Oldtimer tatsächlich im Alltag einsetzen. Für die anderen ist es wie wahrscheinlich bei den meisten Vinyl Fans auch - ein nicht alltäglicher Luxus, der das Leben bereichert.

Bei der CD läuft es übrigens gerade ähnlich wie seinerzeit bei der Platte - die meisten Leute kaufen CD's, weil sie kaum teurer sind als der Download, aber mehr Freiheiten und Möglichkeiten bieten. Dies ist der Industrie ein Dorn im Auge, weil es aus Kostensicht und aus Sicht der Nutzerkontrolle natürlich hoch interessant ist, nur noch mit dem Bereitstellen von Dateien sein Geld zu verdienen. Ich bin mal gespannt, ob meine Prognose eintrifft - dass die CD offiziell abgeschafft wird, und der Nutzer dann nur noch zwischen Schallplatte und Download wählen kann. Seit ich erlebt habe, dass so etwas wie der Vinyl Ausverkauf Ende der achtziger tatsächlich gemacht wird, glaube ich an alles.

Gruß Frank

Posts: 41

Date of registration: Sep 26th 2014

  • Send private message

11

Tuesday, January 6th 2015, 11:50am

Schumann-Symphonien auf Schallplatten gibt es - pardon - zum Saufüttern, denn Klassik-Platten aus den 60er und 79er Jahren füllen meterweise die Regale von Altwarenhändlern, nicht nur von Schallplattenantiquariaten, wenn sie nicht stapelweise auf Dachböden oder in Kellern verstauben oder verschimmeln. Da muß ich nicht 140 Euro ablegen.

Die CD kann ich in jedem CD-ROM-Laufwerk auslesen, und das paßt der Musikindustrie vielleicht nicht so ganz. Zu spät! Und den 24 Bit-Download kann ich mir mit Audacity als 16 Bit-Datei umspeichern und auch auf CD brennen.

Im Klassikmarkt haben andere Vertriebswege außer dem CD-Tonträger und dem CD-Audioformat nur eine sehr untergeordnete Bedeutung. Indie-Rock o. ä. ist nicht der Maßstab für Tonqualität und eine hochwertige Wiedergabekette.

Posts: 3,732

Date of registration: Aug 24th 2004

Location: Hamburg

  • Send private message

12

Tuesday, January 6th 2015, 6:33pm

Moin, moin,

wenn ich das richtig sehe, gibt es eine ganze Reihe höchst unterschiedlicher Märkte.

Die Ge- oder vielleicht sogar Verbrauchsmusik ... heute gedudelt, morgen vergessen ... wird gestreamt. Und hier wird der Druck der "Verteiler" zunehmen, inkompatible Systeme zu schaffen. Mit dem Ziel, bestimmte Produktionen halt nur über die Hardware oder die Cloud des Produzenten abspielen zu können. Man erwirbt kein Eigentum mehr am Datenträger oder an der Datei, sondern darf für jedes Abhören bezahlen.

Dann gibt es die "Internet-Künstler", die wohl weiterhin Downloads anbieten werden.

Die dritte Gruppe besteht aus den Künstlern, die ihr Geld mit Live-Auftritten verdienen. Für die ist es wichtig, dem Konzert-Besucher einen Datenträger in die Hand geben, also sofort in der Konzert-Pause verkaufen zu können. Und hier scheint, zumindest momentan, die Schallplatte für viele Künstler interessanter, als die CD.
Das könnte daran liegen, das sie schwerer zu kopieren ist. Vor allem aber denke ich, dass sich eine Infrastruktur für Kleinauflagen entwickelt hat, die bei den CDs nicht in dem Umfange bestanden hatte.
Und dann gibt es da noch den Nimbus, den die Schallplatte inzwischen erreicht hat, etwas Besonderes zu sein. Das hebt genauso den Künstler wie den Käufer aus der Masse der "anderen" hervor und schafft auch die Vorstellung einer besonderen Beziehung.

Die vierte Gruppe besteht aus denen, die die Platte wegen ihres Nimbus oder ihrer Haptik kaufen. Da ist viel Ideologie und viel Des-Information (die von der unfähigen Wissenschaft bisher unentdeckten Frequenz- und Qualitätsbereiche) dabei. Und viel "Elite"-Bewußtsein: Man hebt sich halt von den "Download-Trotteln" ab.


Seitens des Handels ist die Platte die derzeit einzige Überlebens-Chance. Denn kein Laden hat eine Perspektive in der nahen Zukunft noch mit der CD relevante Umsätze erzielen zu können. Und warum sollte man zum "Kauf" einer Datei in einen Laden gehen?
Wir werden sicherlich das Entstehen neuer Verkaufs-Strukturen erleben: Streaming-Bars und -Cafe's zum Beispiel. Aber das wird eine neue Unternehmer-Generation sein, die so etwas betreibt. Den heutigen CD-Händler bleibt für seine letzten Jahre halt nur die Platte. Und wo Angebot ist, da wird auch - zumindest auf niedrigem Niveau - gekauft ...

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

Posts: 41

Date of registration: Sep 26th 2014

  • Send private message

13

Tuesday, January 6th 2015, 9:49pm

Daß das Ladengeschäft mit CDs im Zeitalter der Online-Anbieter im Internet ein Ablaufdatum hat, ist angesichts des Versandhandels und des reichlichen antiquarischen Angebots durchaus anzunehmen.

Es ist oft gar nicht notwendig, CDs neu zu kaufen; solange der Tonträger in Ordnung ist, darf selbst das Jewel-Case abgenudelt aussehen, denn das kann man austauschen. Antiquarische CDs kosten oft nur einen Bruchteil und lassen sich genauso "rippen" wie neue.

Der Klassik-Markt für CDs wird überleben, und der Jazz-Markt wohl genauso.

Kleinauflagen (500 oder 1000 Stück) kosten bei CDs in der Herstellung oft nicht einmal 1000 Euro vom fertigen Master und der fertigen Druckvorlage.

Und die beim klassischen Konzert in der Pause gekaufte CD läßt sich in die Handtasche oder die Jackentasche stecken.

Posts: 417

Date of registration: Jan 9th 2014

Location: Nordhessen

Occupation: verschiedene, u.a. Redakteur, Sprecher und freier Tontechniker

  • Send private message

14

Friday, February 13th 2015, 6:32pm

Das mag ja alles stimmen, aber heutige Schallplatten kommen nun mal von einem digitalem Server und werden zu Tode komprimiert incl. Jitter wie die CD.

Bis um 1980 hergestellte Schallplatten waren analog gemastert und schon damals gab es Industriemüll in Form von K-Tel, Arcade & Co. und Maxi-Singles wieder in hervorragender Qualität.

Umgekehrt gib es heute (vereinzelt) verdammt gut aufgenommene CDs wie das blaue Album der Dire Straits (wie oben abgebildet), one Million Dollar von Jahnny Cash, Pink Floyd's the Wall ect. zu kaufen.

Bekannt wurde das Phänomen des Jitter bei digitaler Signalverarbeitung unter Verwendung von SMD-Bauteilchen, welche in Konsumergeräten und Musiker-Tec (Home-Recording) zu finden sind.

Der Rundfunk erhält viel größere Dateien für die Server, als uns auf dem Verkaufsmedium CD angedreht wird!

Moderne sog. High-End-Wandler haben wieder die alten fetten ICs verbaut, da diese einfach weniger Jitter machen aufgrund ihrer Baugröße mit besserer Wärmeableitung und ausreicht Platz zwischen den Schichten und Leiterbahnen, als das bei besagten smd-Krabblern der Fall ist.

Daher horte ich meinen Digital-Masteringplatz bestehend aus Sony PCM1630 mit Digital-MAZ DMR-2000 genauso gut, wie meine Flotte Telefunken M15A mit div. Röhren-Kondensatormikrofonen...

Wollte nur sagen, dass Digital gut klingen kann, vermutlich aber nicht gut sein soll. Eine CD kostet rund 7-8 Ct. in der Herstellung, eine Schallplatte (LP) braucht alle 500 Stück eine neue Press-Matrizze, Singles lässt man auf 1000 bis 1500 Stück laufen und hat daher sehr hohe Grundkosten.

In Holland ließ man die Pressmaschinen weiterlaufen und verkaufte die mindere Qualität etwas billiger - hier undenkbar!

Kenntlich gemacht wurden die Schallplattenhüllen mit einem Schnitt im Cover, um die 2. Wahl im Laden zu kennzeichnen, falls nicht zufällig das Preisschildchen darübergeklebt wurde! X(

Das man im aufgezwungenem Digitalsystem nur Kosten sparte und der Kunde zufällig mitbekam, wie er billig Musik kopieren konnte, ja das wollte niemand von der Industrie und das Geschrei war groß!

Es folgten Kopierschutz, Schutzgeldzahlungen auf Leermedien (in Deutschland am teuersten!) und weitete das mafiöse System sogar auf Kopierer und Drucker aus, um hier im Land der Dichter & Denker Vervielfältigungsmaschinen aller Art softwaremäßig auszubremsen, alles sauteuer und schlecht zu machen und einige wenige machen den Reibach!

Gepaart mit Obsoleszenz, was z.B. Kondensatoren nach 2000 Betriebsstunden verrecken lässt, nicht funktionierendem DAB-Radio, absichtlich schlecht isolierten Kühlgeräten, konstant hohen Verbräuchen bei Heizungen und PKWs lässt die Millarden bei Konzernen unversteuert sprudeln und unsere Steuern werden in Griechenland und am Hindukusch (seltene Erden) versenkt - zugunsten von Hurra Deutschland - und offensichtlich ist die Welt so gewollt und völlig in Ordnung.

Und wir reden uns die Köpfe heiß über pro + kontra von Analog & Digital... :S

Schönes Wochenende!

Rudolf

Posts: 41

Date of registration: Sep 26th 2014

  • Send private message

15

Saturday, February 14th 2015, 9:11pm

Ein Sony PCM-1630-Wandlerklotz taugt im Zeitalter der hochauflösenden Digitalrecorder nur mehr als Museumsstück. Mit nur 16 Bit kommt man beim Nachbearbeiten nicht weit.

Der vielbschworene "Jitter" spielte im Player selbst nie eine merkbare Rolle, da die Daten in einem First in-First out-Pufferspeicherbaustein zwischengespeichert werden.

Ich habe vor kurzem ein Orchester mit 70 Musikern mit einem Digitalrecorder mit XLR-Anschlüssen, einem Stereomikrofon und einem Zusatzakku live aufgenommen, mit 88,2 kHz und 24 Bit. Die Bandmaschine blieb mit ihren 25 kg daheim.

Die entstandene Aufnahme ließe sich problemlos auch für den Plattenschnitt nachbearbeiten. In die Analog-Zeit führt aber kein Weg mehr zurück.

Posts: 513

Date of registration: Mar 20th 2008

  • Send private message

16

Saturday, February 14th 2015, 9:25pm

Der vielbschworene "Jitter" spielte im Player selbst nie eine merkbare Rolle, da die Daten in einem First in-First out-Pufferspeicherbaustein zwischengespeichert werden.

Mag ja sein, dass ich das Thema Jitter vollkommen missverstanden habe. Dann möge man mir korrigieren:

Wenn Jitter Taktzittern der Wiedergabegeräte ist, dann kommt man diesem Random-Jitter allenfalls durch Neutakten bei. Datenjitter ist dem Musiksignal bei der Aufnahme irgendwo irgendwie beigemischt worden - dagegen hilft dann kein Kraut mehr. FiFos sollten da allesamt egal sein, denn denen ist es wurscht, ob man ihnen ein einwandfreies Signal oder ein vermurkstes "reinschiebt". Wie gesagt, ich kann ma irren.
Das Drumherum:
Liebe(r) ...
(Beitragstext s.o.)
LG, Jochen

Posts: 489

Date of registration: Oct 14th 2006

Location: Wien

  • Send private message

17

Sunday, February 15th 2015, 1:34pm

Das mag ja alles stimmen, aber heutige Schallplatten kommen nun mal von einem digitalem Server und werden zu Tode komprimiert incl. Jitter wie die CD.


Kenntlich gemacht wurden die Schallplattenhüllen mit einem Schnitt im Cover, um die 2. Wahl im Laden zu kennzeichnen, falls nicht zufällig das Preisschildchen darübergeklebt wurde! X(



Der Schnitt im Cover bezeichnet meiner Information nach Platten, die vom Vertrieb zurückgenommen wurden, da sie im Laden nicht verkauft werden konnten und zum Einstampfen vorgesehen waren. Manchmal wurden diese Rückläufer dann aber billiger an Zweitverwerter abgegeben. Daher vielleicht dr Eindruck, es handle sich um 2. Ware. Qualitativ sollten sie sich aber nicht von unbeschnittenen unterscheiden.

Wie sich digitaler Jitter auf das gewandelte Analogsignal auswirken kann, soll, habe ich bis heute nicht begriffen. Was Anderes als erhötes Rauschen kann es ja eigentlich nicht sein. Und das Jitter so hoch ist, dass ein Datenwort mal falsch gewandelt wird, ist ja wohl eher unwahrscheinlich. da würde ich weniger von Jitter als von einem Defekt sprechen.
Viele Grüße
Lukas

Posts: 2,345

Date of registration: Jul 24th 2004

Location: Kelheim, Bayern

  • Send private message

18

Monday, February 16th 2015, 8:15am

Bis um 1980 hergestellte Schallplatten waren analog gemastert und schon damals gab es Industriemüll in Form von K-Tel, Arcade & Co. und Maxi-Singles wieder in hervorragender Qualität.


Auch vorher lief das Signal vom analogen Master schon durch ein digitales Delay für das Füllschriftverfahren.

Moderne sog. High-End-Wandler haben wieder die alten fetten ICs verbaut, da diese einfach weniger Jitter machen aufgrund ihrer Baugröße mit besserer Wärmeableitung und ausreicht Platz zwischen den Schichten und Leiterbahnen, als das bei besagten smd-Krabblern der Fall ist.


Dir ist schon klar, dass das Die im inneren eines ICs nicht viel mit dessen Baugröße zu tun hat? Selbst wenn es heute noch Wandler in DIL-Gehäuse gibt, ist in denen das selbe Die mit der gleichen Stukturgröße wie in einem SMD-Gehäuse. Außerdem ist die Erwärmung solcher Bauteile sehr gering. Wäre das wirklich ein Problem, könnte man ein SMD-Gehäuse mit Wärmeanbindung verwenden, was aber nicht notwendig ist. Jitter kannte man im übrigen schon vor der Einführung von SMT.

Der Rundfunk erhält viel größere Dateien für die Server, als uns auf dem Verkaufsmedium CD angedreht wird!


Da die CD nun mal als LPCM mit 16 Bit, 44,1 kHz und Stereo (ergibt 1411 kbit/s) spezifiziert ist würden darauf höhere Bitraten aus Kompatiblitätsgründen kaum Sinn machen. Im Onlinehandel kann man sehr wohl auch Musik als LPCM in 24 Bit und 192 kHz (entspricht 9216 kbit/s) als Download kaufen, wenn man das möchte. Es gibt aber bisher keinen Beweis dafür, dass das klangliche Vorteile bringt. Tonstudios und der Rundfunk verwenden nur höhere Auflösungen, damit die Rundungsfehler bei Bearbeitung geringer Ausfallen. Zur Ausstrahlung wird dann auf 16 Bit/48 kHz heruntergerechnet.
Grüße

Wayne

This post has been edited 1 times, last edit by "The_Wayne" (Feb 16th 2015, 8:28am)


Posts: 811

Date of registration: Feb 23rd 2006

  • Send private message

19

Monday, February 16th 2015, 1:28pm


Wie sich digitaler Jitter auf das gewandelte Analogsignal auswirken kann, soll, habe ich bis heute nicht begriffen. Was Anderes als erhötes Rauschen kann es ja eigentlich nicht sein. Und das Jitter so hoch ist, dass ein Datenwort mal falsch gewandelt wird, ist ja wohl eher unwahrscheinlich. da würde ich weniger von Jitter als von einem Defekt sprechen.

Betrachten wir in einem (sehr) einfachen Beispiel mal die A/D-Wandlung.
In diesem Beispiel digitalisieren wir ein Signal, welches innerhalb von 60 Sekunden linear zwischen 0 V und 2 V schwankt, mit 6 Abtastwerten in der Minute. Wir ermitteln also alle 10 Sekunden einen Meßwert.
Erfolgt die Messung nun nicht immer genau nach 10 Sekunden, so wird unser Meßwert verfälscht. Eine genaue Rekonstruktion ist nun nicht mehr möglich.

Da es bei S/P-DIF keine externe Taktleitung gibt, erzeugt der D/A-Wandler seinen Takt selbst. Leider reagieren einige PLL-Schaltungen auf Jitter am Eingangssignal und erzeugen dann offensichtlich ein unsauberes Taktsignal.
Anders sind die Klangunterschiede zwischen verschiedenen CD-Laufwerken an D/A-Wandlern nicht zu erklären. Wäre der Jitter so groß, daß es zu Bitfehlern kommt, so wäre das Resultat keine Klangverschlechterung. Es wären Störgeräusche hörbar.

Zusätzliches Indiz für die Jitter-Theorie ist, daß z.B. die Klangunterschiede der CD-Laufwerke bei Zwischenspeicherung auf DAT/PC verschwinden und keine Bitfehler nachweisbar sind [1].

Das alles betrifft aber nur die A/D-D/A-Wandlung. Mit Ausnahme der möglichen Rückwirkung auf den Takt der D/A-Wandlung bei S/P-DIF ist Jitter bei der digitalen Übertragung/Verarbeitung völlig unbedenklich, sofern er innerhalb der Systemspezifikation bleibt.


Gruß

96k

[1] Mal wieder bzw. immer noch: LP vs. CD

Posts: 489

Date of registration: Oct 14th 2006

Location: Wien

  • Send private message

20

Monday, February 16th 2015, 2:37pm

Hallo 96k,

vielen Dank für deinen Versuch einen alten Analognutzer wie mich in die höheren Gefielde der Digitaltechnik einzuweihen.

Mir geht es bei der Jitterdiskussion erst gar nicht um irgendmögliche klanglichen Auswirkungen sondern einfach nur um den verständnismäßigen Zudsammenhang zwischen unsauberem digitalen Eingangssignal und den zu erwartenden Folgen für den analogen Ausgang, oder einfacher ausgedrückt: Wie sieht der messtechnisch nachweisbare Effekt auf das Analogsignal aus, wenn vorne Jitter herrscht.
Ist meine Überlegung richtig, dass sich Jitter, wenn er einen gewissen kritischen Wert nicht überschreitet, bloß in erhöhtem Rauschen bemerkbar macht? Dein Beispiel mit der Abtatsung würde für mich dies nahelegen, oder gibt es hier auch nichtlineare Effekte?

Die Übergabe von digitalen Daten zwischen 2 digital arbeitenden Stufen ist dann wieder eine andere Baustelle, an die ich erst mal überhaupt nicht gedacht habe. Was meinst du mit einem unsauberen Taktsignal, heißt das, dass der Jitter grösser wird oder dass hier plötzlich vielleicht Oberwellen entstehen, die dazu führen, dass die Abtastung überhaupt nicht mehr im ursprünglichen Takt erfolgt. Jedenfalls kompliziert, komplieziert.
Viele Grüße
Lukas

Posts: 811

Date of registration: Feb 23rd 2006

  • Send private message

21

Monday, February 16th 2015, 5:10pm


Ist meine Überlegung richtig, dass sich Jitter, wenn er einen gewissen kritischen Wert nicht überschreitet, bloß in erhöhtem Rauschen bemerkbar macht? Dein Beispiel mit der Abtatsung würde für mich dies nahelegen, oder gibt es hier auch nichtlineare Effekte?

Das Rauschen entsteht durch die Nichtlinearität.


Gruß

96k

Posts: 135

Date of registration: Aug 11th 2009

Location: Bei Berlin

Occupation: Holzwurm

  • Send private message

22

Tuesday, February 17th 2015, 6:47am

Hallo,

mal abgesehen davon das die letzten Beiträge doch arg vom eigentlichen Thema abschweifen fand ich die Konversation sehr interessant und möchte an dieser Stelle eine Frage stellen:

Wenn ich denn mal Zeit habe spiele ich gerne mit Magix Musicmaker rum. Dabei kommt es auch mal vor das dann ein Stück geschwindigkeitstechnisch angepasst werden muss. Wenn dann das ganze als wave oder mp3-Datei abgespeichert wird ist es schon vorgekommen das hinterher aus unerklärlichen gründen mitten im Titel Aussetzer entstehen die sich dann durch einen tinitusverdächtigen Piepton bemerkbar machen. Hat das was mit dem viel zitierten Jitter zu tun?? Oder ist das eine Programmschwäche bzw. schlechte Soundkarte??
Viele Grüße

Michael G. aus B.

...... schon nach den ersten Takten konnte man feststellen das die Bühne breiter und der Raum tiefer war und als ich das Fenster öffnete kam frische Luft rein.

This post has been edited 1 times, last edit by "reloop4000" (Feb 17th 2015, 9:13pm)


Posts: 513

Date of registration: Mar 20th 2008

  • Send private message

23

Tuesday, February 17th 2015, 12:11pm

Bis zum Beweis des Gegenteil verdächtige ich das Programm. Ich habe eine ältere Version (ich meine v16) davon. Die hat mich auch schon mal gefoppt: Frisst kommentarlos 96/24. Wenn man das dann bearbeitet hat und speichert, hat man einen fetten Brumm auf der Datei. Das passiert bis 48/24 (oder waren es auch nur 16? ) nicht. Könnt man ja auch mal in die Featurelist aufnehmen. Und so alt, dass bei Programmerstellung keine 96/24 in freier Wildbar gesichtet wurden, ist die Version auch nicht, wenn ich mich recht erinnere.

Egal, Vorschlag: Teste ein anderes Programm, dann wird man sehen und hören.
Das Drumherum:
Liebe(r) ...
(Beitragstext s.o.)
LG, Jochen

Posts: 150

Date of registration: Dec 24th 2012

Location: Lkr. Göttingen

  • Send private message

24

Sunday, April 19th 2015, 10:43am

- Angesichts der Unterhaltung schon fast OT ;) -

Laut GfK wurden im Jahr 2014 in Deutschland so viele Platten verkauft wie seit 1992 nicht mehr. 2014 wurden 6 mal so viele Platten käuflich erworben wie noch 2006 (Anstieg von 300.000 Stück auf 1,8 Mio Stück). Insofern kann wohl davon ausgegangen werden, dass uns die Schallplatte noch einige Jahre erhalten bleiben wird. Nicht zuletzt rechtfertigt sich diese Annahme unteranderem auch dadurch, dass Plattenspieler in der Preisklasse von um die 100 € bis mehrere tausend € angeboten werden. Zwar ist die Schallplatte weit davon entfernt, ein "Breitbandmedium" zu sein, jedoch rechnet sich die Unterstützung des Mediums anscheinend sowohl für Produzenten von schnelllebiger Konsumelektronik als auch für Produzenten exklusiver HiFi-Technik. Angebot und Nachfrage nach Geräten sind also vorhanden, sodass auch die Musiklabels und Plattenhersteller nachziehen.

Ob es sich dabei lediglich um eine Retrowelle handelt oder nicht bleibt abzuwarten. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt jedoch eine vorsichtige Tendenz dahingehend, dass sich die Platte als Nischenprodukt etabliert.

Artikel - Zeit Online

Viele Grüße

Arnd

Posts: 13,480

Date of registration: Apr 4th 2004

Location: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Occupation: Softwareentwickler

  • Send private message

25

Sunday, April 19th 2015, 11:02am

Laut GfK wurden im Jahr 2014 in Deutschland so viele Platten verkauft wie seit 1992 nicht mehr.


Graphisch sieht das übrigens so aus:

Vinyl Sales 1973-2014 :)

Posts: 13,480

Date of registration: Apr 4th 2004

Location: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Occupation: Softwareentwickler

  • Send private message

26

Sunday, April 24th 2016, 7:19pm

Interessanter Artikel: „Ich gebe der CD noch zehn Jahre“ (Frankfurter Rundschau)

http://www.fr-online.de/wirtschaft/schal…0,21700138.html

Die Tendenz seiner Prognose dürfte stimmen, aber welches Medium nutzt dann in zehn Jahren die Klientel "55+, technisch weder versiert noch interessiert, anspruchslos in Sachen Klangqualität" (und manchmal auch weiblich :) ), die heute auf irgendwelchen preiswerten Kompaktanlagen oder tragbaren Geräten CDs von Andrea Berg und Helene Fischer hört? Vinyl und Streaming/Downloads nach heutiger Machart kann man wohl gleichermaßen ausschließen.

Das ist eigentlich eine Marktlücke, die noch gefüllt werden will: Ein Wiedergabegerät für Streamingdienste, das so einfach zu benutzen ist wie ein CD-Player.

Posts: 513

Date of registration: Mar 20th 2008

  • Send private message

27

Sunday, April 24th 2016, 7:29pm

Hihi, ich sehe es kommen: Der Tod der CD wird der Tod des Vinyls. Denn wenn die CD tot ist, wird's das CD-Revival geben und damit einen neuen Hype, so dass für den Vinyl-Hype kein Platz mehr ist. Das Vinyl wird dann der Schellack der heutigen Gegenwart. :D
Das Drumherum:
Liebe(r) ...
(Beitragstext s.o.)
LG, Jochen

Posts: 1,214

Date of registration: Jul 26th 2009

  • Send private message

28

Sunday, April 24th 2016, 7:41pm

Hallo,

die Tage ein 18-jähriger Arbeitskollege: "Ich habe sogar auch noch CDs!"
Für den sind CDs wie selbstverständlich schon Schnee von gestern, interessieren ihn überhaupt nicht.

Mit unserer Band überlegen wir ernsthaft unsere nächste Scheibe als LP rauszubringen, da der CD-Verkauf stark
zurückgegangen ist. 1990 bei unserer ersten CD war das genau umgekehrt. Die Fotos gut gereifter Herren auf einem "Album" in
Großformat mit Schrift gut zu lesen,
das ist genau das, was unsere Zielgruppe (Nichtjugendliche) möchte.

Gruß
Peter S.

Posts: 5,271

Date of registration: Mar 16th 2006

  • Send private message

29

Sunday, April 24th 2016, 7:56pm

Hallo Peter!

Zitat: "Mit unserer Band überlegen wir ernsthaft unsere nächste Scheibe als LP rauszubringen,..."

Dann melde ich sogleich verbindlich den Kauf von einer dieser neuen LP an. So sie denn gepreßt
werden...

Gruß
Wolfgang

Posts: 13,480

Date of registration: Apr 4th 2004

Location: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Occupation: Softwareentwickler

  • Send private message

30

Sunday, April 24th 2016, 8:39pm

Hihi, ich sehe es kommen: Der Tod der CD wird der Tod des Vinyls. Denn wenn die CD tot ist, wird's das CD-Revival geben und damit einen neuen Hype, so dass für den Vinyl-Hype kein Platz mehr ist. Das Vinyl wird dann der Schellack der heutigen Gegenwart. :D


Ich glaube, die CD ist nicht revivalfähig. Allein schon, weil es kaum möglich sein wird, die Fertigung von CD-Playern in kleinen Stückzahlen irgendwann wieder anlaufen zu lassen. Anders als beim Vinyl-Dreher steckt da zu viel kompliziertes Zeugs drin, das man nicht mal eben in der Hinterhofwerkstatt zusammenzimmern kann. :)

die Tage ein 18-jähriger Arbeitskollege: "Ich habe sogar auch noch CDs!"
Für den sind CDs wie selbstverständlich schon Schnee von gestern, interessieren ihn überhaupt nicht.


Da muss man gar nicht bis zu den Teenagern gehen. Sowas stelle ich heute schon häufig bei Arbeitskolleg(inn)en fest, die zehn Jahre jünger sind als ich, also irgendwo Anfang 30. Die haben zwar meist früher noch ein paar CDs besessen, aber meist nur irgendwas von Take That, Backstreet Boys, Spice Girls, Tic Tac Toe u.Ä. oder die berühmten Bravo-Hits-Sampler, was irgendwann nicht mehr gehört und verschenkt oder weggeschmissen wurde. Neue CDs kauft von denen kaum noch jemand, die nutzen Spotify.