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31

Samstag, 19. September 2009, 05:19

Zitat

mk1967 postete
(...)sondern das Netzteil ist zu schmalbrüstig...?
Ja.

Zitat

Übrigens bekam ich vorhin beim spaßweisen Messen an meinem Behringer-Pult auch nur 35 V...
Das ist für Behringer noch gut. Mein Behringer Pult machte damals nur 24V. Die können keine Phantomspeisung

Zitat

Über mein MCE86-Mikro hab ich nämlich irgendwo gelesen, daß es mit Batteriespeisung schlechtere Werte erreiche als mit normaler Phantomspeisung aus dem Aufnahmegerät...
Auch bei Electretmikros ist die Dynamik von der Versorgungsspannung abhängig.

32

Samstag, 19. September 2009, 05:32

Zitat

mk1967 postete

Zitat

David77 postete
Eine Phantomspeiseadapter habe ich gerade fertiggestellt. (...)
Das müßte es ja eigentlich dann auch tun, oder? (Zumal David den Schaltplan gleich mit dazugepackt hat...)
Ich würde das nicht nachbauen. Quasi 2 ganze Stabilisierungsschaltungen in Reihe. 2 Sekundärwicklungen... das ist viel zu aufwendig und funktioniert auch nicht besser als eine deutlich einfachere Schaltung.
Man nimmt nicht tausend Schaltungen und schaltet die gedankenlos in Reihe, sondern macht einfach eine Schaltung, zumal man ja nur eine feste Ausgangsspannung benötigt.

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33

Samstag, 19. September 2009, 09:51

Stimmt, ich hab auch schon überlegt, ob ich Lust habe, mir den Stalp mit dem Nachbau des Netzteils anzutun - auch ein bißchen aus Zeitgründen.

Zitat

Matze postete
Probiere mal dieses Teil. Das hat ein externes Netzteil.
http://www.icon-global.com/music/music/product.php?musiccpfb_id=12&cpl2shu1_id=5&cpl3shu1_id=5&cpl3shu2_id=6
Wobei ich mich natürlich ob des verlockenden Preises frage, ob das Ding korrekte Spannungen liefert... Oder weißt Du von eigenen Erfahrungen zu berichten?

Michael

34

Samstag, 19. September 2009, 12:58

Zur David-Schhaltung ist anzumerken, dass es ein Trafo mit Mittenanzapfung und ein einzelner Brückenbleichrichter gemeinsam mit zwei 7824 oder einem 7824 und einem 7924 genauso tadellos tun. Bekanntlich sind Spannungsregler für höhere Spannungen nicht im Preisniveau eines 7824 angesiedelt, der überdies weltweit fast noch im Busch zu bekommen ist. Dasselbe Preisproblem gilt für entsprechend spannungsfeste Transistoren, deren Einzelpreise bereits dem des kompletten 7824 entsprechen.

Johann-Nikolaus Matthes erzählt gerne von einer Aufnahme hinter den Bergen bei den vier Zwergen und all dem Theater, das auf ihn wartete, nachdem sich die Phantomspeisespannungsversorgung des Pultes als in den Knien befindlich entpuppte und ein Ersatztransistor entsprechender Spannungsfestigkeit vor Ort nicht zu beschaffen war. Man kam dann aufgrund der -vorgesehenen- Verwendung eines bestimmten neumännlichen Mikrofontyps zu einer dritten Lösung.

Hans-Joachim

35

Samstag, 19. September 2009, 13:09

Zitat

mk1967 postete
Wobei ich mich natürlich ob des verlockenden Preises frage, ob das Ding korrekte Spannungen liefert... Oder weißt Du von eigenen Erfahrungen zu berichten?
Michael
Ich habe ja den Verstärker aus der Baureihe. Die Spannung stimmt zumindest unbelastet.
Unter Last muss ich das nochmal messen. Den downloadbaren Handbüchern nach arbeiten die betreffenden Geräte mit 18V Wechselspannung. Geht man hier von einem Zweipulsverdoppler und konstanter Netzspannung aus kommt es hin. Ich könnte nochmal den Kurzschlusstrom messen.

36

Samstag, 19. September 2009, 13:18

Zitat

PhonoMax postete
Bekanntlich sind Spannungsregler für höhere Spannungen nicht im Preisniveau eines 7824 angesiedelt, der überdies weltweit fast noch im Busch zu bekommen ist.
Ja, aber... Warum sollte man zwei komplette Schaltungen in Reihe schalten wie es hier getan wurde? Nun steht nicht dabei für wieviele Mikrofone sie dimensioniert ist, aber wenn es nur 1 oder 2 sind, das ist die Siebkapazität unnötig gross. Ausserdem kann man genau so einen 7815 mit einer 33V Z Diode hochlegen und sich somit die halbe Schaltung sparen.
Einstellen muss man die Spannung nicht können, wobei man über zuschaltbare Z Dioden ja sogar das in gewisser Weise könnte, und so 100% genau muss sie ja, wie du schon schriebst, auch nicht sein. Die Schaltung ist, meiner Meinung nach, Overkill, wie man zu neudeutsch sagt. Unnötig komplex.

37

Samstag, 19. September 2009, 13:33

Also, der Neo Preamp macht schon beim Kurzschliessen eines Pins einen Kurzschlusstrom von ca. 14 mA, was darauf hindeutet das er geringere Vorwiderstände hat. Der Marantz PMD671 macht normal 7 mA beim Kurzschliessen eines Pins.

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38

Mittwoch, 23. September 2009, 13:14

So, das Bild lichtet sich :) der hilfreiche Funkhaus-Techniker hatte einen Tip. Hier hat ein australischer Pfiffikus eine Schaltung ausgekaspert:

http://sound.westhost.com/project96.htm

Ergänzend schrieb mir der Techniker noch (was hier ja teilweise auch schon anklang) :
"Es lohnt sich, für die 6,8 kOhm Speisewiderstände 0,1% Typen einzubauen, damit man die Symmetrie des nachfolgenden Eingangs nicht zu sehr verschlechtert, mit normalen 1% Widerständen kann die Gesamttoleranz im ungünstigsten Fall 2% betragen, was einer Symmetriedämpfung von mageren 34dB entspricht. Mit 0,1% Widerständen würde man bei 54dB landen.
Oder man selektiert die Widerstände selbst, wie im Link beschrieben."

Mit dem Fame-Gerät, mit dem ich die Probleme hatte, war er selbst nach eigenem Bekunden auch nicht so ganz glücklich, als er vor längerer Zeit mal damit zu tun hatte.

Techniker-O-Ton ergänzend:
"In der Tat ist die von Ihnen gemessene Spannung etwas niedrig, es mag zwar Mikrofontypen geben, die damit klarkommen, weil sie einen internen DC-Wandler für die Kapselpolarisationsspannung haben, normgerecht ist das jedoch nicht. [...] Wenn das Netzteil so die Grätsche macht, hat auch der interne Spannungsregler keine Regelreserve mehr und die Brummspannung steigt (er hat ja nichts mehr, womit er ausregeln könnte). Möglicherweise sorgt das für das von Ihnen beobachtete Phänomen."

Ich mache mich mal ans Basteln und gebe Laut, wenn das Gerät steht. :)

Michael

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39

Montag, 30. August 2010, 13:02

Hallo Michael,

obwohl der Thread nun bald sein Einjähriges feiert ;), habe ich ihn erst heute gelesen.
Und kann dir nur zu der australischen Pfiffikus-Schaltung raten. Die habe ich mir schon vor Jahren gebaut (mit Steckernetzteil) und betreibe daran die unterschiedlichsten Mikros ohne jegliche Probleme. Für C7 und C8 habe ich Folientypen eingesetzt. Nötig ist das sicher nicht, aber die hatte ich noch vom Lautsprecherbau liegen. Außerdem hat man damit immer das Gefühl, das Optimum an Leckstromfreiheit zu haben. Die Geschichte wurde in ein Aluprofilgehäuse eingebaut, mit Miniaturkippschalter und einer Low-Current-LED als Betriebskontrolle (am AC-Eingang mit Schutzdiode und Vorwiderstand 22kOhm).
Etwas knifflig war die Auswahl eines passenden Trafos für die 30V-Versorgung. Wenn man einen kleinen Printtrafo mit 30 V (2x15V) und geringer Leistung wählt, hat der im Leerlauf so um die 40V!
Ich habe einige vorhandene Trafos durchgemessen und schließlich einen genommen (ich glaube 24V/150 mA), der eine Leerlaufspannung von ungefähr 32V abgibt.
Die Schaltung hat bei mir eine Ausgangsspannung von 48,7 V unbelastet und selbige fällt bei 100mA nur um wenig mehr als 100mV ab.

Aber wahrscheinlich hast du deine Phantomversorgung ja schon seit Monaten fertig und wirst meine Erfahrungen teilen :)

Gruß Holgi

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40

Montag, 30. August 2010, 14:11

Hallo Holgi,

als ob Du's geahnt hättest ;) gerade dieses Wochenende hab ich nach langer Pause wieder meinen faulen Hintern hochgekriegt und weiter an dem Gerät rumgemacht.
Hatte inzwischen erfahren, daß ich anfangs zwei falsche Teile verbaut hatte :mauer: na ja, jetzt kenn ich auch den Unterschied zwischen Dioden und Zenerdioden. :rolleyes:

Also, die Schaltung steht, mit einem Trafo, der 2x15V und 2x125 mA am Ausgang abgibt. Eher Richtung 40V, was ich letztlich in die Schaltung schicke (so wie Du es auch gemessen hast).

Ergänzt ist sie auf Geheiß des Technikers meines Vertrauens noch an zwei Punkten:
- C3 und C4 sind mit einem opulenten 100-k-Widerstand überbrückt, damit sich das Gerät nach Ausschalten halbwegs schnell entlädt.
- und statt R7 habe ich einen 6,8-kOhm-Widerstand plus 3-kOhm-Trimmer eingebaut (womit sich die Speisespannung im Leerlauf zwischen ca. 42V und 60V gut dosieren läßt - was mir große Suchereien nach passenden Netztrafos ersparte).
- Außerdem die beiden 22-Ohm-R1 und R2 (nicht die Speisewiderstände) durch 100-Ohm ersetzt.

Im Leerlauf funktioniert das Ding schon mal. Allerdings sackt die Spannung, die das Gerät abgibt, sobald ich ein Mikro anhänge, von im Leerlauf eingestellten 48V auf ca. 37-38 V (je nach Mikro) ab. Wenn man den Trimmer dann zur Antwort richtig aufreißt, kommt man beim Neumann TLM103 nur noch bis 43 V hoch. Womit ich also unterhalb der von Hans-Joachim genannten 44-V-Toleranz liege :|

Gleichzeitig produziert der (allerdings noch nicht in ein Gehäuse eingebaute) Apparat in der Gegend um 4 kHz ein vernehmliches, ziemlich breitbandiges Rauschen bei -30dB - das wird schlagartig weniger, wenn man die Spannung am Trimmer (s.o.) leicht runterdreht, kommt dann allerdings nach einigen Sekunden (eeeetwas leiser) wieder. Noch mal etwas runterdrehen, das Spielchen wiederholt sich. Generell ist das Rauschen bei 43V spürbar lauter als bei 39-40V.
Kommt mir generell auch ein bißchen vor, als ob der Klang etwas verändert wird.
(Die gute Nachricht bei allem: Das von dem Fame-Speisegerät her bekannte Summen ist weg.)

Der Techniker meines Vertrauens vermutet ferndiagnostisch "eine Schwingneigung der Regelschaltung". Also demnächst ein Fall für den Oszillographen.

Michael