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Thursday, February 7th 2019, 1:47pm

Thema Video / Gab es Videorecorder mit 2 oder 4 Videospuren ?

Guten Tag liebe Gemeinde, jetzt einmal ein paar ganz dumme Fragen,ich weiss es ja selbst, und bitte daher schon einmal um Nachsicht.

Gab es Videorecorder mit 2 oder 4 echten Videospuren ? Und wenn nicht wie wird bzw. wurde Split Screen mit der Videotechnik realisiert ?

Vielen,vielen Dank !!!
Nein, ich habe eine Bandmaschine nicht dafür, um das Tonband in die Sättigung zu treiben, nein !

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Thursday, February 7th 2019, 2:41pm

Du meinst mit echten Videospuren sicher eine vollwertige Aufzeichnung pro Spur. So etwas hat es meines Wissens nie gegeben. Bei professionellen digitalen Videorecordern wurde das Signal mit mehreren Köpfen parallel aufgezeichnet, um auf die erforderliche Datenrate zu kommen. Beim analogen Betacam Format wurden das Schwarz/Weiss-Signal und das Farbsignal auf getrennten Spuren aufgezeichnet.

Split Screen ist ein ganz einfacher Effekt. Bei einem Videomischer einen horizontal Wipe auswählen und den Überblendhebel in der Mitte stehen lassen. Das bedingt aber eine taktmässige Verkopplung (Genlock) der beiden Videoquellen. Dann gibt es digitale Splitgeräte für Quadsplit oder noch mehr kleine Bilder. Das läuft dann über einen digitalen Framestore, einen Speicher für ein komplettes Fernsehbild. Das wird gerne in der Überwachungstechnik verwendet.

MfG, Tobias
<<--- Sony BVH-2000PS, prof. 1 Zoll "C"-Standard Videorecorder Bj. 1983
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3

Thursday, February 7th 2019, 4:45pm

Hallo,
eine parallele Aufzeichnung mit mehreren Köpfen bei Videoaufnahme ist ein Verfahren das sich nicht durchgesetzt hat wegen der benötigten hohen Geschwindigkeit.
Sehr schnell ist man zu der, bis zuletzt benutzten, Schrägspuraufzeichnung gelangt. Dabei werden die Videosignale mit einem rotierenden Kopfsystem aufgezeichnet und die Audiospuren in Längsspur am Rand des Magnetbandes.
Die sogenannte Quadruplex stellt hier eine Sonderheit dar.
Videorecorder in dem Sinne "mit Magnetband aufzeichnen" mit 2 oder 4 echten Videospuren sind mir auch nicht bekannt.

Gruß Dietmar
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4

Thursday, February 7th 2019, 8:07pm

Ich habe mal technisch Pate gestanden bei einem Umbau einer tragbaren Betacam SP zur gleichzeitigen Aufnahme von 2 Schwarz/Weiss Signalen auf den beiden Videospuren statt 1x Schwarz/Weiss Signal und 1x Farbsignal. Die Wiedergabe war aber nur für 1 Signal mit Umschaltung möglich. Es ging da in erster Linie um Gewichtsersparnis, weil vorher 2 Geräte parallel benutzt wurden. Das umgebaute Gerät sollte dann für ein Forschungsprojekt zur Raumstation MIR geschossen werden. Über den weiteren Verlauf weiss ich leider nichts, weil ich kurze Zeit später den Arbeitgeber gewechselt habe.

MfG, Tobias
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Wednesday, February 13th 2019, 1:15pm

Vielen, vielen Dank für die ausführlichen Antworten. Ich müsste mir dann also noch ein Videostudio zulegen,

aber sicherlich gibt es eine halbprofessionelle Softwarelösung. Aber wenn ich dann 4 einzelne Sequenzen auf

4 einzelne Videomonitore splitten will, wird es mit der Softwarelösung auch wieder ganz schnell zu einem

Hardwareproblem. Als Videomonitore habe ich Sony Fernseher (56 bis 80er Röhre) aus den 90ern im Monitordesign, Barcos u.

richtige Sony Monitore waren unerschwinglich und besagte Fernseher gab es zuletzt umsonst, bzw. wurden

vor der Verschrottung gerettet. Machen sich ganz gut auch an einem C64.

Liebe Grüße !
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Wednesday, February 13th 2019, 4:31pm

Ja, professionelle (!) Videomonitore waren und sind immer noch ein enormer Kostenfaktor. Das liegt daran, daß sie bezüglich der Signalverarbeitung und insbesondere der Farbwiedergabe ganz anderen, reproduzierbaren (!) Anforderungen genügen müssen als Heimgeräte. (Insodern ist ein professioneller Monitor eher als Meßgerät einzuschätzen.)

Die ganzen analogen Bildmischertricks, die früher in der ZDF-Hitparade (oder so) zu sehen waren, waren zwar technisch aufwendig, allerdings vom Prinzip her kein Hexenwerk. Bei der Wiedergabe von zwei Bildern nebeneinander muß man „nur“ in der Mitte der Zeile, also an einer bestimmten Stelle des Horizontalsignals auf die andere Quelle umschalten, für jede Zeile an derselben Stelle. Sollen die zwei Bilder überblendet werden müssen im Prinzip die Horizontalsignale „nur“ gemischt werden, auf ganz ähnliche Weise wie beim Tonmischpult auch. Und ja, Tobias sprach es an, die beteiligten Geräte müssen taktmäßig verkoppelt sein, d. h. alle müssen über separate Leitungen an einem einzigen Taktgenerator hängen. Heimgeräte mit Hama-Video„mischern“ können das allein schon aus dem Grunde nicht liefern, weil ihnen die nötigen Takteingänge fehlen. Beim Überblenden mit einem solchen Pult wird etwa in der Mitte der Überblendung das Bild einmal kippen.

(Manche erinnern sich noch daran, als am Ende der Tagesschau zur Wetterkarte nach Frankfurt umgeschaltet wurde. („Aus Frankfurt nun die Wettervorhersage für morgen, Donnerstag, den 14. Februar.“) Weil in der vollanalogen Zeit die Funkhäuser untereinander noch nicht synchronisiert waren und damals noch nicht so viel gepuffert wurde (werden konnte), kippte auch da beim Hin- und Rückschalten das Bild jeweils immer einmal.)


Getaktete Grüße

TSD

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Wednesday, February 13th 2019, 6:19pm

War denn das Video2000 System von Grundig nicht ein Zweispur? Man musste die Kassette rausnehmen, umdrehen und konnte auf der anderen Seite weiter aufnehmen. Ist doch wie Zweispur oder ?
Ein Teil unserer Geräte: 2 x Grundig TK47, Grundig TK 830, Grundig TM 700, UHER 5000 Universalgerät, Telefunken Magnetophon M300, AKAI X-201D, 2 x Dimafon Universa inkl. Platten von 1952 und 1959, TK830, Arabella Musiktruhe 55 mit TM700 integriert, Magnetophon 300 und 302TS, Tefifon M540 und Tefifon M541, TK6L, Tannhäuser 55 & 56, Othello 55, Dual Plattenspieler 1004, 1004S und 1002, Sonolor Röhrenradio, Tefifon B52, Dual Party 295 und noch einige mehr......

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Wednesday, February 13th 2019, 9:08pm

Hihi, clever!

Ich würde aber unterstellen, daß der TE „Zweikanal“ gemeint hatte und voraussetzte, daß beide (alle viere?) Spuren auch gleichzeitig wiedergegeben werden können. Halt so wie Zwei-, Vier-, Zweiunddreißig- oder Wievielauchimmerspur-Audio.


Interpretierte Grüße

TSD

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Wednesday, February 13th 2019, 9:32pm

Sollen die zwei Bilder überblendet werden müssen im Prinzip die Horizontalsignale „nur“ gemischt werden, auf ganz ähnliche Weise wie beim Tonmischpult auch. Und ja, Tobias sprach es an, die beteiligten Geräte müssen taktmäßig verkoppelt sein, d. h. alle müssen über separate Leitungen an einem einzigen Taktgenerator hängen. Heimgeräte mit Hama-Video„mischern“ können das allein schon aus dem Grunde nicht liefern, weil ihnen die nötigen Takteingänge fehlen. Beim Überblenden mit einem solchen Pult wird etwa in der Mitte der Überblendung das Bild einmal kippen.

Jein, da man Quellen ohne Taktleitung auch an 2 Vollbild-TBCs hängen kann, die mit dem selben (System-)Takt laufen.



(Manche erinnern sich noch daran, als am Ende der Tagesschau zur Wetterkarte nach Frankfurt umgeschaltet wurde. („Aus Frankfurt nun die Wettervorhersage für morgen, Donnerstag, den 14. Februar.“) Weil in der vollanalogen Zeit die Funkhäuser untereinander noch nicht synchronisiert waren und damals noch nicht so viel gepuffert wurde (werden konnte), kippte auch da beim Hin- und Rückschalten das Bild jeweils immer einmal.)

Ich habe das nur noch bei Beginn und Ende der Regionalprogramme im Ersten in Erinnerung, aber vielleicht bin ich zu jung dafür.
Interessant auch die Sendung Disco. Da sieht man bei Sendungen aus Anfang der 70er, daß die Studiomonitore kein Mischpult hatten, sondern hart zwischen MAZ und Kamerabild umgeschaltet wurden. Das Sendesignal (bzw. das für die Aufzeichnung) lief natürlich über Mischpult inkl. TBC.
BTW: Einige Video-Systeme benötigen wg. ihres Aufzeichnungsformates einen TBC schon für die reine Wiedergabe. Seit den 80er Jahren dürfte kein Bild mehr über die Sender gegangen sein, das nicht durch einen digitalen TBC lief.


Viele Grüße

96k

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10

Thursday, February 14th 2019, 12:53am

Aber wenn ich dann 4 einzelne Sequenzen auf 4 einzelne Videomonitore splitten will

Split Screen geht in beide Richtungen. Ich habe dich vermutlich falsch verstanden und zwar so, dass mehrere Quellen gleichzeitig auf einem Monitor angezeigt werden sollen. Du hast jetzt von 4 einzelnen Monitoren geschrieben. Vielleicht schreibst du mal, was sind die Videoquellen oder anders, woher kommen die 4 einzelnen Sequenzen ? Was genau hast du vor ?

MfG, Tobias
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Thursday, February 14th 2019, 10:22pm

Hallo, nein, nein alles richtig verstanden. Ich mache gerade nur Gedankenspiele um alles auszuloten.

Am besten wäre Split Screen auf einem Bildschirm, ich denke, ich brauche da eine Softwarelösung.

Das wäre dann Film. In der zweiten Gedankenversion habe ich mehr in Richtung Videoinstallation gedacht,

mit einer gewissen Anzahl von besagten Fernsehgeräten, die jeweils von einem eigenen VHS-Videorecorder

gespeist werden. Problem dabei wäre, man hätte nur Split Screen. Ich könnte ansonsten sozusagen

sozusagen künstlerisch übergeordnet Sequenzen über einen Videoprojektor laufen lassen , aber dann

nicht die ganze Zeit, da dieser dann von den anderen "Videomonitoren" ablenken würde.

Beispielsweise dann für Großaufnahmen und bestimmte Sequenzen, ansonsten wäre dieser dann "Black",

also wie im Theater. Schön wäre natürlich, man hätte ein ganzes altes U-Matic Videostudio mit Mischer.

Dann wäre das ganze noch eine Performance. Ich weiß auch nicht, ob meine Rechner das hergeben (Ära Pentium 4).

Man könnte natürlich einen alten Powermac besorgen, wenn das noch was bringt. Ich bin ja mehr analoger Audiomensch.

Danke und liebe Grüße für bisherige und kommende Antworten.
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12

Thursday, February 14th 2019, 11:15pm

Hihi, clever!

Ich würde aber unterstellen, daß der TE „Zweikanal“ gemeint hatte und voraussetzte, daß beide (alle viere?) Spuren auch gleichzeitig wiedergegeben werden können. Halt so wie Zwei-, Vier-, Zweiunddreißig- oder Wievielauchimmerspur-Audio.


Interpretierte Grüße

TSD

*rofl* achsoooo
.
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Sunday, March 17th 2019, 8:04pm

Auf zdf.kultur wurde mal die Knoff Hoff Show wiederholt.

In einer Sendung haben die einen VHS Recorder vorgestellt, der 2 Programme gleichzeitig aufzeichnen konnte. Dabei nahm das eine Programm nur die geraden und das andere Programm nur die ungeraden Linien auf. Anschauen konnte man aber immer nur 1 Bild zur gleichen Zeit. Die Qualität war dabei bei beiden Aufnahmen eben VHS HQ mäßig. Ob diese Geräte in Serie produziert wurden und wie es genau hieß, weiß ich nicht mehr.

LG Tobi