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Freitag, 6. März 2015, 20:39

Röhrenfernseher in Monitoroptik

In den 80ern war es ja eine Zeit lang Mode, die Fernseher in Monitoroptik zu bauen, gern auch mit einer zusätzlichen Glasscheibe davor, im Panasonic Heft von 1986 habe ich dieses Gerät gefunden, was mir optisch ganz gut gefällt: http://wegavision.pytalhost.com/Technics…panasonic22.jpg

Dabei ist mir aufgefallen, dass mich sämtliche Geräte ein Wenig an die Grundig Fernseher aus der selben Zeit erinnern, auch das Layout der Fernbedienung ist dem frühen 90er Grundig Design ein Bisschen ähnlich (ihr wisst schon, das mit dem blauen "Kreuz"). Irgendwie ist es aber auch hier so, dass die Japaner von der Optik her immer etwas fortschrittlicher als die Deutschen Geräte wirken.

Ich hätte gern sowas in der Art für alte Videospiele, weil ich festgestellt habe, dass meinem Plasma Spielstandsanzeigen auf Dauer nicht so bekommen, dazu dann noch der Input Lag... Praktisch wäre ein Gerät, das mit PAL 60 klar kommt und RGB kann, allerdings sollte es nicht unter 55 cm liegen.

Ein 50 Hz Gerät ohne Computerfilter mit Nachzieheffekten sind glaube ich vor Allem für so Spiele wie den Blauen Igel noch das Beste, Schärfe bzw. Overscan sollte sich irgendwie einstellen lassen (und wenns von innen über ein paar Potis geht wäre es auch ok). Hat da Jemand Empfehlungen?

Und was ist denn nun im Vorteil? Sind es tatsächlich die Deutschen Geräte oder Quintrix bzw. Trinitron?

LG, Tobi

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Freitag, 6. März 2015, 20:44

Der verlinkte Panasonic Fernseher ist ein Grundig.
Wenn schon eine Röhrenkiste dann würde ich zu etwas neuerem raten. Das kann ruhig ein echter Panasonic sein, aber Vorsicht die kamen zeitweise auch von Loewe :)

Gruß Ulrich

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Freitag, 6. März 2015, 20:54

Das kann ruhig ein echter Panasonic sein, aber Vorsicht die kamen zeitweise auch von Loewe :)


Oha, Panasonic hat bei Loewe und Grundig fertigen lassen? Verkehrte Welt! Aber mein TX-28XD70C ist doch ein echter Panasonic, oder?

So ein Monitor-Ding hatte ich auch mal, mit Scheibe, aber ohne Videoeingang. Marke war "Queen Fidelity", wahrscheinlich irgendwas aus China oder der Türkei.

4

Freitag, 6. März 2015, 21:06

In den Neunzigern besaß Panasonic (Matsushita) größere Anteile der Loewe Opta GmbH, in dieser Zeit wurden einige wenige Fernseher für Panasonic in Kronach gefertigt. Diese Fernseher hatten Loewe Innereien.
Der TX-28XD70C fällt aber nicht darunter.

PS: Um Missverständnisse vorzubeugen, ,die Loewe Erwähnung war für „Insider“.
Ich habe nichts gegen Loewe Fernseher.

Gruß Ulrich

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »uk64« (6. März 2015, 21:17)


5

Samstag, 7. März 2015, 12:14

Steht deshalb auch nicht auf Allen Quintrix drauf?

Aber die 90er Fernseher sind alle so eklig rund und verspielt. Eine richtige Antwort war das ja nun auch nicht. Welche Röhren machen denn das Beste Bild? Und nur 50 Hz machts ja auch noch nicht, wenn die Elektronik zu langsam ist, ist auch das Bild nicht ohne Verzögerungen und für Videospiele mag ich schon ein relativ scharfes Bild, wenn Texturen verschwommen sind kann das extrem nerven.

LG, Tobi

6

Samstag, 7. März 2015, 15:27

Quintrix ist ein Marketingbezeichnung ohne jede fachliche Bedeutung.

Woher soll den da eine „echte“ Antwort kommen?
Den Zustand eines dreißig Jahren alten Fernsehers kann doch Niemand von weitem beurteilen.
Natürlich kannst du einen alten Grundig aus der Zeit nehmen, die Valvo Bildröhren (erst später Philips gelabelt) sind mit Glück noch im guten Zustand, nur eine Garantie ist das nicht. Multinorm waren aber hier die Wenigsten.
Ein alter Sony mit Trinitron Röhre ist eine Alternative, aber die Guten werden auch rar.
Bei allen gilt, eine defekte Kaskade oder ein Diodensplittrafo bedeutet Heute wie bei jedem anderem Hersteller praktisch das Ende des Fernseherlebens.

PAL60 ist zu dem ein Begriff aus der DVD Zeit, rutscht damit automatisch in die Neunziger.

Nachtrag: Ein alter Philips Matchline mit Chassis K40 (gab es nur in silber) oder 3A (gab es in silber und schwarz) wäre eine Alternative, die konnten zumindest NTSC.

Gruß Ulrich

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »uk64« (7. März 2015, 17:38)


7

Sonntag, 8. März 2015, 21:30

NTSC bringt mir so aber nix. Es geht um mein Mega Drive und zeitweise auch den Atari ST. Die alten 16 Bit Konsolen kann man ziemlich einfach auf 60 Hz hochmodden. Beim Mega Drive muss man nur eine Brücke entfernen und die Spiele werden mit 60 Hz wiedergegeben, ausserdem gehen dann die schwarzen Balken oben und unten weg, das Bild wird aber trotzdem weiterhin in PAL ausgegeben, also muss der Fernseher mit diesem Mischmasch klarkommen und das nennt sich nunmal PAL 60, NTSC geben nur amerikanische und japanische Modelle aus, die ich nicht besitze.

Es geht ja nicht darum, in welchem Zustand die Röhre ist, sowas kann ich wenn dann eh nur vor Ort entscheiden indem ich es mir anschaue, die Frage ist eher welche Geräte von der Qualität her in Frage kämen, wenn man davon ausgeht, wie das Bild aussieht, wenn der Fernseher noch fit ist.

Ich dachte Quntrix Röhren sind besonders langlebig und irgendwas spezielles gegenüber anderen Röhren war da doch auch noch, oder nicht?!

LG, Tobi

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Sonntag, 8. März 2015, 22:09

Ich tue mich schwer die Begriffe PAL und NTSC falsch bzw. missbräuchlich zu benutzen obwohl das heute üblich ist.

Wenn ein (Multinorm) Fernseher NTSC konnte dann konnte er 60Hz Vertikalfrequenz.
Bei Nutzung des RGB Eingangs hat man mit dem Farbsystem (die eigentliche Bedeutung von PAL/NTSC) nichts mehr zu tun.

PAL60 ist nicht anderes als die Wiedergabe eines NTSC Bildes ohne eigentliche Normwandlung.
Bei einer digitalen Quelle, Heimcomputer, Spielkonsole oder auch DVD, sind leider zum Teil die Begriffe PAL und NTSC weiter verwendet worden ohne das hier die eigentliche Bedeutung der Begriffe direkt eine Rolle spielt. Dort geht es nur noch um das Raster (Vertikalfrequenz, Zeilenanzahl) und nicht mehr um das Farbsystem.

Gruß Ulrich

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Montag, 9. März 2015, 16:53

RGB brauche ich ja nicht wegen PAL 60, sondern weil das Bild dann besser ist. Das Mega Drive gibt nach dem Modding aber über Composite und HF Modulator ohnehin nix Brauchbares mehr aus, deshalb ist RGB von Nöten, PAL bleibts aber trotzdem, eben nur mit 60 Hz, denn NTSC kann die europäische Mega Drive Variante nicht.

Naja so einfach ist es mit dem PAL 60 eben doch nicht, es ist eben eine Mischform, der alte LOEWE Profil von meinen Eltern konnte echtes NTSC, ein Kumpel hatte damals mal seine DreamCast mitgebracht, die wir dort per Composite angeschlossen haben. Es gab da so eine CD, die den Kopierschutz bei gebrannten Spielen aufhob, logischerweise kamen die Spiele aus illegalen Quellen, irgendwo aus dem Internet oder von irgendwelchen Freunden, die es auch wieder von Freunden hatten, man kennt das ja... Die gebrannten Spiele liefen jedenfalls auch auf 60 Hz und wurden in PAL 60 ausgegeben (es heißt nunmal so), der LOEWE Fernseher konnte das Bild nicht darstellen, ich habe sogar im Menü des Fernsehers auf NTSC und SECAM umgeschaltet, aber alle 3 Farbnormen gaben nur ein verwackeltes asynchrones Schwarzweissbild aus, das sich ständig überschlug und nicht korrekt angezeigt wurde, während es auf meinem damals billigen Samsung Fernseher einwandfrei funktionierte.

Also scheinbar nicht jeder Multinorm Fernseher der NTSC akzeptiert kann gleichzeitig PAL in 60 Hz wiedergeben, auch wenn es dann nur Pseudo PAL oder gar kein PAL mehr ist, aber es ist eben auch kein NTSC. Meine Philips Röhre hat über RGB Probleme mit meinem Atari ST, während Composite funktioniert, ich weiß nicht, was genau da raus kommt, aber auf meinem LG Plasma und dem LOEWE LCD meiner Eltern funktioniert das einwandfrei, auf dem Philips springt das Bild regelmäßig "um", ein paar Sekunden ist es gestochen scharf und sieht so aus, wie es sollte und dann färbt es sich gelblich und wird leicht unscharf und verwackelt, über den selben Anschluss ist normalerweise ein DVB-C Receiver angeschlossen, ebenfalls per RGB Scart, das sieht wunderbar aus.

Der Philips hat allerdings ein Tearing Problem, das man auch im 50 Hz Modus nicht weg bekommt, alle 25 Sekunden bleibt das Bild kurz hängen, beim Fernsehen merkt man das normalerweise nicht, aber bei Videospielen kann das sehr störend sein, weil die 100 Hz Geräte in irgend einer Form immer "nachziehen" suche ich ja bewusst ein reines 50 Hz Gerät, möglichst ohne Digitale Filter oder wo man sie zumindest abschalten kann.

LG, Tobi

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10

Dienstag, 10. März 2015, 07:19

Hallo Tobi,

warum willst Du denn die Geräte überhaupt auf 60 Hz modden? Was bringt dir das für Vorteile?

Ich habe ebefalls einen Plasma (Panasonic TH42PZ800E) habe aber hier überhaupt keine Probleme beim Spielen mit Input-Lag. Es versteht sich aber von selbst, dass hier dann alle Bildverbesserer ausgeschalten sein müssen oder der "Game-Mode" aktiviert werden muss, wenn der TV sowas hat. Meiner hat's nicht, das Problem mit dem Einbrennen kenne ich aber auch.

Aber ich kenne das, ich wollte ebenfalls vor kurzem einen schönen 4:3 Röhrenfernseher mit angenehmer Haptik. Sowas ist aber schwer zu finden, da aufgrund dem extremen Wertverfall von CRT-TVs nach Einführung der "flachen Fernseher" und deren Platzverbauch diese in den meisten Fällen einfach entsorgt werden. Ich habe es aber doch geschaft und einem Familiemitglied seinen Sony KV29X2D abgeschwatzt. Mit dem bin ich jetzt ganz zufrieden, allerdings erscheint mir der Overscan etwas zu viel.
Grüße

Wayne

11

Dienstag, 10. März 2015, 09:43

deshalb ist RGB von Nöten, PAL bleibts aber trotzdem, eben nur mit 60 Hz, denn NTSC kann die europäische Mega Drive Variante nicht.


Das ist es was ich meinte, technischer Blödsinn. Wo zum Henker sollten sich 60Hz RGB Signale unterscheiden, ganz egal ob sie vorher PAL, NTSC oder was auch immer waren.
PAL60 ist für Signale gedacht die mit der NTSC typischen Bild und Zeilenzahl aber mit der PAL Farbcodierung FBAS oder Y/C abgespielt werden. Ist das Signal einmal RGB ist die Farbcodierung doch gar nicht mehr vorhanden.
PAL 60 ist zu dem ein dummer Begriff aus der DVD Zeit für ein Signal das vorher werde PAL noch NTSC war.

Einen alten Röhrenfernseher gezielt suchen wird eh nicht funktionieren, da muss sich sich schon im Einzelfall und bei passender Gelegenheit entscheiden.
Bei Geräten aus den Achtzigern wird es ganz eng. Erst die Diigtaltechnik in den Geräten mit Leistungsfähigeren DSP machte die Fernseher flexibler, damit landet man dann in der zweiten Hälfte der Neunziger.

Gruß Ulrich

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12

Mittwoch, 11. März 2015, 00:37

Moin,

der bereits erwähnte Philips Matchline mit Chassis 3A kann alles.
Jede beliebige Kombination aus Farbsystem (PAL, SECAM, NTSC) und Ablenkung.

Die Dinger haben wir früher auf Kreuzfahrern als Masterreceiver benutzt.
Ich hab noch einen 70er, allerdings defekt, der ist auf jeden Fall über.

Bei Interesse melde dich.

Grüße,
dieter

edit: RGB kann er natürlich auch.

13

Donnerstag, 12. März 2015, 18:50

Hallo Dieter, was ist denn kaputt und könntest du das ggf. reparieren? So firm bin ich da nämlich nicht...

Also mit dem Modden ist das so: Die meisten Spiele, die es bis vors HD Zeitalter gab kommen aus Japan oder den USA und sind dementsprechend auf eine Taktung von 60 Hz ausgelegt. NTSC hat weniger Zeilen als PAL, weshalb das Bild bei PAL einfach zusammen gedrückt wird, wodurch bei den üblichen Verdächtigen oben und unten schwarze Balken entstehen - kein 4:3 aber auch kein 16:9. Die PAL Versionen sind meistens japanische oder amerikanische Platinen in europäischen Modulen, man nimmt einfach die NTSC Version und die wird dann in der europäischen Konsole zusammengedrückt und läuft inklusive der Musik und Soundeffekte einfach fast 20% langsamer, als im Original. Ich habe auch beobachtet, dass die Spiele im 50 Hz Modus teilweise ruckeln, während sie auf 60 Hz absolut flüssig laufen, was allerdings auch am Fernseher liegen kann.

Bei Super Mario World kommt es z.B. nicht besonders auf Geschwindigkeit an, aber Sonic The Hedgehog auf dem Mega Drive kann mit Fug und Recht behaupten, das damals schnellste Spiel überhaupt gewesen zu sein, das ist selbst für heutige Verhältnisse noch schnell und hat ein extremes Sidescrolling. Wenn du das Spiel mal auf 60 Hz gespielt hast und plötzlich der ganze Bildschirm ausgefüllt ist und auch die Geschwindigkeit so schnell ist wie sie soll, kommt es dir auf 50 Hz plötzlich extrem langsam vor.

Es gibt kaum Spiele, die speziell für den PAL Raum entwickelt wurden, die funktionieren dann auf dem 60 Hz Mod nicht und die laufen ohne das Mod auch ohne schwarze Ränder und in korrekter Geschwindigkeit. Wie es bei NES und SNES mit dem Modding aussieht weiß ich nicht, aber beim Megadrive muss man nur eine Lötbrücke unterbrechen und dann geht das, lässt sich problemlos wieder rückgängig machen und einen hässlichen Schalter nach aussen wollte ich nicht legen, wenn man einen zweiten Jumper setzt ist die Schrift dann noch japanisch, aber das brauche ich dann doch nicht ^^. Das einzige Problem ist dann halt, dass das Bild nur noch per RGB ausgegeben wird, dafür aber auch extrem scharf, sieht fast aus, wie auf dem Emulator, beim SNES ist die Bildausgabe nicht so gut, wie beim Mega Drive.

Der Input Lag bei meinem LG ist extrem groß, auch wenn der Spielemodus aktiviert ist, das steht auch überall im Internet, der Fernseher war extrem günstig und ist mit den teuren Panasonics nicht vergleichbar, die haben sicherlich keinen oder nur einen leichten Input Lag, die Einbrenngefahr ist aber nach längerer Zeit immer da.

Ich spiele auch nicht viel, aber neulich hats mich mal gepackt, hab dann längere Zeit Sim City aufm Atari ST gespielt und hatte dann die nächsten Tage Teile des Spiels als Schatten im Bild, ist aber mittlerweile weg.

Beim Trinitron kann man garantiert irgendwie ins Service Menü und den Overscan vernünftig einstellen.

LG, Tobi

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Montag, 16. März 2015, 10:30

Hallo Dieter, was ist denn kaputt und könntest du das ggf. reparieren? So firm bin ich da nämlich nicht...

Moin Tobi,

können wahrscheinlich schon, aber die Zeit (und die Lust)...

Ich vermute Kurzschluss in Horzontal- oder Vertikal-Endstufe. Ohne Reparatur würde ich ihn verschenken, der steht im LK Uelzen.
Reparaturunterlagen und Bed.Anleitung gibt's dazu.

Viele Grüße,
Dieter

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Samstag, 21. März 2015, 18:59

Danke für das Angebot, aber Uelzen is halt echt weit.

Ich wohne in Kassel. Hier steht auch son oller Philips rum an der Arbeit, ist wohl zu Schulungszwecken gedacht, aber der ist schätzungsweise aus den frühen 80ern, hat noch eine gewölbte Bildröhre, zwar keine Monitoroptik, aber insgesamt optisch irgendwie cool, nur fürchte ich, dass das Gerät weder RGB noch PAL 60 unterstützt...

LG, Tobi

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Samstag, 21. März 2015, 19:21

Ich kenne keinen Philips mit Scart und ohne RGB, mindestens ein Scarteingang ist immer RGB tauglich.
Wobei, wie bei vielen anderen Herstellern, RGB nicht immer über die Bedienung aktiviert werden konnte sondern nur über ein Schaltspannung (Austast bzw. Blanking Signal).

PAL60 im Zusammenhang mit RGB gibt es immer noch nicht, du willlst RGB mit 60Hz.

Gruß Ulrich