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31

Monday, October 18th 2010, 5:47pm

Das liest man hier und dort immer wieder.
Als Begründung wird häufig die geringere UV und Temperaturempfindlichkeit der -RW Medien angegeben.

Gruß Ulrich

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32

Monday, October 18th 2010, 8:03pm

Das ist das Elend mit dem Internet.

Alles steht irgendwo........sogar die Lottozahlen für den kommenden Samstag.
Aber eben auch 100 Milliarden andere, so daß es nichts nützt.

Außerdem habe ich festgestellt, daß sich der Unfug dreimal so schnell im Web vermehrt wie die Wahrheit.
Wenn er nur abstrus genug formuliert wird.

Ohne Forenmitgliedschaft und Mitgliederbekanntschaften über einen längeren Zeitraum sind alle gelesenen Aussagen wertlos.
Wenn man ein paar Jahre an der selben Stelle postet und liest, stellt man aber denn doch die Kompetenz der einzelnen Leute fest.
Oder eben deren Neigung, populären Dünnschiß nachzuplappern und weiterzuverbreiten.

Gottseidank stehen gerade hier eigentlich alle fest mit beiden Beinen auf dem Boden.
Was man von einem bekannten Analogforum leider nicht behaupten kann.
Da sträuben sich mir bei einigen Threads die Haare (an denen mich früher mein Physiklehrer gezogen hätte, wenn ich so was von mir gegeben hätte).
Ein Grund, mich auch mit solchen Fragen hier an die wérten Mitleser zu wenden.

Wehe der Generation, die keinen geistigen Zugang mehr zu Büchern hat, sondern ihr Wissen nur aus dem Web ziehen möchte.

Aber das nur am Rande meiner Frage.
Bert

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33

Sunday, October 31st 2010, 7:07pm

Der Vollständigkeit halber: Es gibt auch die Online Datensicherung, bei einigen Firmen bis 2Gb kostenlos. Über die Langzeitverfügbarkeit lassen sich natürlich keine (oder negative?) Aussagen treffen.
Grau ist alle Theorie und grün des Lebens goldner Baum

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34

Sunday, April 10th 2011, 1:29am

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timo postete
bietet mein Händler um die Ecke nun den LG BH10LS30 für schlappe 79 € an.
Ulkig. Zwischenzeitlich war er dann wieder auf 89 €. Vor drei Wochen ging er dann wieder auf 79 € runter. Und seit heute ist er sogar bei 69 € angekommen.

Ob der Preisverfall vielleicht doch einem gewissen Desinteresse an BluRay zuzuschreiben ist? ;-)

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35

Thursday, April 14th 2011, 11:25am

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timo postete
Ob der Preisverfall vielleicht doch einem gewissen Desinteresse an BluRay zuzuschreiben ist? ;-)
Naja. Als Desinteresse würde ich es nicht beschreiben. Eher als allgemeinen Preisverfall bei technischem Fortschritt! Mein erster CD Brenner (4-Fache-Geschwindigkeit bei CD-R) hatte seinerzeit auch 600 DM gekostet. Heute bekommt man sowas als 52x auch hinterhergeworfen. So wirds mit den BluRay Brennern auch sein!

36

Thursday, April 14th 2011, 4:05pm

Ich muss grad an mein 1. Brenner denken, ein Yamaha SCSI 2fach brennen und mit entsprechender software 4Fach lesen, da es eigentlich nur ein Worm geraet handelt .
Gefuettert wird der mit Caddy´s !
Ich hab das Teil sogar noch und funktionier wunderbar :-)
Ich putze hier nur...

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37

Thursday, April 14th 2011, 4:29pm

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TNC postete
Eher als allgemeinen Preisverfall bei technischem Fortschritt!
So ganz vergleichbar mit dem üblichen Preisverfall halte ich die Situation hier nicht. CD- und DVD-Brenner sind kontinuierlich immer billiger und immer populärer geworden. Bei BluRay haben die Preise erst auf hohem Niveau stagniert, sind dann langsam und zögerlich gesunken und befinden sich jetzt im freien Fall. Und trotzdem setzen sich die Brenner meines Eindrucks zufolge nicht so recht durch.

Dazu kommen so seltsame Phänomene, daß einige Computerläden im Moment zwar die Brenner verramschen, aber keine passenden Rohlinge im Angebot haben.

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38

Thursday, April 14th 2011, 4:52pm

Naja, besonders haltbar sind selbst gebrannte BluRay-Scheiben auch nicht. Und heute ist es günstiger seine Video- und MP3-Sammlung auf Festplatten zu halten, als auf Silberscheiben. Deswegen kann ich eine Desinteresse an BluRay nachvollziehen.
Gruß,
Michael/SH

Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)

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39

Thursday, April 14th 2011, 5:20pm

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mash postete
Naja, besonders haltbar sind selbst gebrannte BluRay-Scheiben auch nicht.
Genau deswegen hab' ich mich auch trotz der interessanten Preise gegen die Anschaffung eines BluRay-Brenners entschieden und mir zum Sichern vor zwei Wochen noch mal einen neuen DVD-Brenner (Kostenpunkt: sage und schreibe 19 €) gekauft.

Könnte mir gut vorstellen, daß die DVD BluRay überleben wird.

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40

Thursday, April 14th 2011, 5:44pm

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kaiman_215 postete
Der Vollständigkeit halber: Es gibt auch die Online Datensicherung, bei einigen Firmen bis 2Gb kostenlos. Über die Langzeitverfügbarkeit lassen sich natürlich keine (oder negative?) Aussagen treffen.
Es gibt auch online Bilderspeicher da kann ich was dazu sagen ich hatte ein paar Bilder bei sowas eingestellt letztens bekam ich ein Mail bei denen hats irgend einen Crash gegeben und sie konnten gerade mal 2 von 56 Bildern wieder herstellen was für ein Erfolg, ich würde nie im Leben irgendeinem Hoster grössere private Datenmengen anvertrauen.

masch hat recht
Das einzige Wechselmedium das für Datensicherung wirklich geeignet ist ist die DVD RAM.
Externe festplatten sind ebenfalls gut geeignet natürlich nur Markenwahre und nix vom Grabbeltisch.

mfg

~Jogi

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41

Friday, April 15th 2011, 10:49am

CD-Brennlinge würde ich lediglich Menschen empfehlen, die eh vorhaben nicht mehr als 10 Jahre zu leben und danach die Sintflut, auch für ihre Datenbestände.
Das Thema hatten wir auch ...gleube ich... schon öfters.

Was sagt uns denn ein Blick in die Vergangenheit der Datenspeicherung, ich beschränke mich mal nur auf das was ich auch benutze oder benutzt habe und was davon noch über ist.

1. Literatur in Buchform - nicht kaputt zu kriegen, außer durch äußere Gewalt und damit kriegt man am Ende immer und alles kaputt.
2. Schallaufzeichnungen in Form von Schallplatten - Ich selber habe 60..70 Jahre alte, Informationsinhalt ungetrübt, ausiophiles Vergnügen noch in großen Teilen vorhanden (Abhängig vom Umgang damit).
3. Schallaufzeichnung in magnetischer Form - auch nach 60 Jahren noch vollständig erhaltener Informationsgehalt, Hörvergnügen bei schlecht behandelten Tonträgern teils mäßig getrübt, aber überwiegend noch ganz gut anhörbar.
4. Datenaufzeichnung auf Magnetbändern - nach 30 Jahren und mehr immer noch einwandfrei auslesbar. Neuere Bänder hoher Datendichte (QIC-80 usw.) teilweise unbrauchbar geworden nach wenigen Jahren.
5. Datenaufzeichnung auf flexiblen, einzelnen Magnetplatten (Bernouli, Floppy) - bei niedriger Datendichte teilweise noch nach 30 Jahren auslesbar (Problem der Verfügbarkeit von Lesegeräten), alle HD-Träger ab 5,25"-Diskette,alle mit Lesefehlern, fast alle unbrauchbar.
6. Lochkarten/Lochstreifen - problemlos noch nach 40 Jahren auslesbar, Problem der Verfügbarkeit von Lesegeräten.
7. Festplatten (fest montierte und abgeschirmte Magnetspeicherplatten) - auch nach 25 Jahren noch auslesbar, vereinzelte Lesefehler, vereinzelt defekte Mechanik (für Spezis zumindest für einmaliges Auslesen und Sichern noch herstellbar).
8. Audio-CD´s gepreßt - nach fast 30 Jahren vereinzelte nicht mehr lesbar oder mit massiven Fehlern behaftet, Sternenhimmel, Beschichtungsablösung, mangelhafte UV-Beständigkeit und Verschießen bis zur Laser-Undurchlässigkeit usw.
9. CD-Audio, gebrannt - erste Komplettverluste nach 3 Jahren, bei besseren Platten nach 10...15 Jahren, alle mit Lesefehlern, schon ab ca. einem Jahr in normalem Betrieb.
10. CD-ROM, gebrannt - wie CD-Audio gebrannt, nur schlimmer, weil defekte Datensektoren unwiderbringlich und unkaschierbar sind im Gegensatz zu leicht geschädigten Audiosignalen.

Ergo, ich bin doch nicht bekloppt und speichere wichtige Daten, die die Zeiten überdauern sollen, auf sowas wackeligem wie CD-ROM.
Allerhöchstens lege ich darauf Mehrfachsicherungen für eine begrenzte Zeit an oder benutze sie zum einfachen unkomplizierten Transfer zwischen räumlich entfernten, nicht vernetzten Geräten im Bereich Daten, Audio, Video.

Längerfristige Datensicherungen befinden sich bei mir auf Festplatten, mindestens doppelt redundant, meistens dreifach rednundant.
Die Platten werden turnusmäßig ersetzt, auch wenn sie keine Fehler zeigen, was der Normalfall in all den Jahren ist. Die Daten werden mit Verifizierung umkopiert, immer so, daß der alte Bestand nicht gleich gelöscht wird, sondern mindestens zwei bis drei Dekaden an Daten vorhanden sind, falls mal eine Umkopierung unbemerkt doch Fehler enthalten sollte.
Die so leer werdenden "alten" Festplatten - wirklich alt sind die nicht, und wirklich klein auch nicht, der Generationenwechsel vollzieht sich ja schnell - dienen als gewöhnliche Arbeits-Festplatten, was sie sehr lange und mehrfach nutzbar macht. Sie werden eher aus Platzgründen ersetzt als das sie wirklich endfertig wären.

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42

Friday, April 15th 2011, 12:07pm

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Jogi postete
CD-Brennlinge würde ich lediglich Menschen empfehlen, die eh vorhaben nicht mehr als 10 Jahre zu leben

Quoted

Längerfristige Datensicherungen befinden sich bei mir auf Festplatten, mindestens doppelt redundant, meistens dreifach rednundant.

Quoted

Die Platten werden turnusmäßig ersetzt
Verstehe ich nicht. Wenn Du die Sicherheit eh (was nicht nur wegen der begrenzten Lebensdauer von Medien-Hardware sinnvoll ist) durch Umkopieren und regelmäßiges Ersetzen erzielst, warum disqualifizieren sich dann optische Datenträger für Dich so pauschal?

Am besten ist es doch, parallel auf verschiedenen Medien zu sichern.

~Jogi

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43

Friday, April 15th 2011, 12:31pm

In der Tat, Timo, ist auch das ein wichtiger Aspekt. Haben wir auch schonmal erörtert, wie ich meine mich zu erinnern.

Auch bei Speicherung der Daten auf Festplatten gibt es ohne Zusatzaufwand nach mittelfristiger Zeit Probleme an die Daten heran zu kommen.
Aber da ich turnusgemäß umkopiere, kopiere ich immer auf ein aktuelles System, sprich der Datenbestand modernisiert sich immer wieder mit. Was ich anfangs auf ESDI- und SCSI-Festplatten oder sogar noch auf Disketten hatte ist bis heute bereits auf Serial-ATA-Platten angekommen und wird auch weiter solche Wandel mitmachen.

Man muß sogar noch weiter in die Zukunft planen. Was nützen einem Daten, wenn es kein Programm mehr gibt das sie lesen kann, sich das strukturelle System grundlegend ändert usw. Auch da muß man mitkonvertieren, zumindest gelegentlich, wenn man so eine "Schallmauer" erreicht hat.

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44

Friday, April 15th 2011, 12:39pm

'tschuldige. Ich hatte meinen Beitrag noch mal geändert, weil ich erst zu spät gelesen hatte, daß Du Deine Festplatten regelmäßig umkopierst. Damit sollte das Problem Dateisystem einigermaßen erschlagen sein. Trotzdem bleibt die Frage, warum Du dann die absolute Lebensdauer von CDs und DVDs als so wichtig betrachtest. Ich sichere meine auch regelmäßig um, fertige immer mehrere Sicherungen auf verschiedenen Rohlingtypen an und hatte auf dem Wege noch keinen Verlust.

Edit: Wobei ich natürlich parallel auch immer auf mindestens einer Festplatte sichere.

Quoted

Jogi postete
Man muß sogar noch weiter in die Zukunft planen. Was nützen einem Daten, wenn es kein Programm mehr gibt das sie lesen kann, sich das strukturelle System grundlegend ändert usw. Auch da muß man mitkonvertieren, zumindest gelegentlich, wenn man so eine "Schallmauer" erreicht hat.
Genau das ist ein wichtiger Knackpunkt, den viele Anwender übersehen! Da zerbricht man sich um die Lebensdauer des Mediums den Kopf, aber verwendet dann irgendwelche Formate, zu denen es keinerlei öffentlich zugängliche Informationen gibt und über deren Zukunft ein einzelner Hersteller entscheidet.

~Jogi

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45

Friday, April 15th 2011, 1:02pm

Ahja, ich sehe schon ...

Und um auch die Frage zu beantworten, warum sich optische Speichermedien bei mir disqualifizieren.
Sie disqualifizieren sich nicht, sie werden für viele Zwecke eingesetzt, aber nicht dazu große Datenbestände über lange Jahre mitzuziehen. Die Gründe sind auf der Hand:
1. Zu wenig langzeitstabil, keine Hinweise frühzeitig erkennbar wann die Daten anfangen sich in Luft aufzulösen.
2. Zu zeitintensive Sicherung bei großen Datenbeständen, generell zu langsame Zugriffszeiten gegenüber Festplatten.
3. Zu wenig Speicherplatz.
4. Neigen zum Chaos, hier liegen ganze Regale und Schränke voll damit, keine Sau hat da Lust was zu suchen., ich auch nicht.

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46

Wednesday, June 22nd 2011, 3:00am

Ich sage dazu nur eines: So wie man seine Sachen pflegt, so hat man sie.

Meine allerersten selbstgebrannten CD-ROMs sind vom März 1994 und sie sind immer noch einwandfrei auslesbar.

Gepreßte CDs - all jene, die ich persönlich im Geschäft gekauft habe, sind auch noch völlig okay.

Bei gebraucht gekauften CDs manchmal Ausfälle. Aber kein Wunder, so wie die manchmal ausgesehen haben. Mir unverständlich, warum die Leute so brutal mit dem Zeug umgehen. Da brauchen sie sich nicht zu wundern, wenn´s kaputt geht.

Zur Datensicherung setze ich CDs oder DVDs auch nicht ein. Siehe Punkt 2 und 3 in Jogis Posting #044.

Ich denke, die CD ist auch schon fast ein Medium, welches vom Aussterben bedroht ist. Musik wird als MP3 runtergeladen, Daten auf Festplatten, Sticks etc. gesichert. In meinem Bekanntenkreis gibt es Teenager, die haben in ihrem ganzen Leben noch nie eine CD gekauft. Absolut überflüssig. Sowohl als Musik- als auch als Datenspeicher.

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47

Wednesday, June 22nd 2011, 8:57am

Moin,na ja die CD hat ja nun auch schon seit Ihrer Einführung einige Jahre auf dem Buckel. Begeistert waren wir damals alle als das neue Medium herauskam. Die Ernüchterung kam später. Obwohl, ich habe auch noch CD`s von den 90 er Jahren die noch einwandfrei laufen,gekaufte DVD`s sind alle noch völlig ok! Aber ich bin nun mal ein Tonbandfan...vielleicht auch in der Zeit stehen geblieben, für mich wird die analoge Tonaufzeichnung (Tonband) bis zum Biologischen Ende meinerseits, dass Non plus ultra bleiben...


Gruß,Holger
Jede Tonbandmaschine ist ein kleines Wunder!

Maschinen:Telefunken M -15 A, und M-20.... 1 X Philips 4420... Uher Report 4000-L ,(Mono)
Uher- Royal -de Luxe . .. Philips N-4422 .. Akai GX 600 DB... und das Abenteuer geht weiter

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48

Wednesday, June 22nd 2011, 10:23am

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Holger postete
Begeistert waren wir damals alle als das neue Medium herauskam.
Ich oute mich jetzt mal :rot: aber ich war nicht begeistert - ich fand es gelinde gesagt deplaziert, daß man für denselben Inhalt wie vorher auf Vinyl auf einmal statt 17,90 DM über 30 DM blechen sollte :( (und hab meinen ersten CD-Spieler erst um 1990 rum gekauft - second hand, um mit ihm CDs aus der Krefelder Stadtbibliothek auf CC umzuschneiden :D ). Denn auch wenn viele CD-Neuproduktionen dann brav mit 60+x Minuten rauskamen - im Jazz waren viele (Alt-)Produktionen plötzlich mal eben 50% teurer.

Wobei ich weiland nicht einmal wußte, daß der Herstellungsprozeß der CD sicher schon damals weit weniger kostenintensiv war (als die Investitionen für neue Maschinen erst mal eingespielt waren) als derjenige der LP. Letzteren durfte ich mir neulich noch in einer Vinyl-Platten-Schmiede in Leipzig begucken: Chapeau :respekt:.

Mich beschleicht der Eindruck, mit der CD hat die Industrie in den 80er/90er Jahren vor allem eine Gelddruck-Maschine in der Hand gehabt - denn ich erinnere mich noch, wie alle möglichen Freunde von mir geradezu exorzistisch daran gingen, ihre Vinyls wegzuschmeißen und sich für Riesenkohle dasselbe wieder auf CD zu kaufen. (Ich bezweifle, daß bei den Musikern und Künstlern mehr Geld angekommen ist als zuvor zu LP-Zeiten.)

Ich weiß, das hatte jetzt gerade mit mit dem Thema "Datensicherung" nicht so arg viel zu tun... jedenfalls wäre es schwierig, MP3s und WAVs auf Vinyl zu bringen ;) - aber ich konnte mir nicht verkneifen, die Fahne der weiland Un-Begeisterten zu schwenken :winker:

Michael

~Jogi

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49

Wednesday, June 22nd 2011, 1:11pm

37 Mark, echte harte deutsche Mark, soviel kostete damals meine erste CD.
Und es sei gleich dazu gesagt, das war die fetteste Enttäuschung auf diesem Gebiet, für die ich jemals mein Geld weggeschmissen habe.

CD = Wow... rauschfrei.
Gehustet, diese CD rauschte wie Sch... im Springbrunnen.

Der Klang, man sprach ja damals über wahre Tonwunder, kam mit lässig und auf Durchschnittsgeräten erstellten High-Com-Kassetten und noch weniger mit gut erstellten High-Com-Tonbändern nicht im allerentferntesten mit.

Ältere Aufnahmen, einst schön retrogemäß authentisch wenn auch vielleicht nicht mit dem maximalen Tonspektrum vorhanden, wurden zu allem Übel auch noch übelst verhunzt um sie auf die ach so tolle CD zu bringen, Remastering nannte sich dieser ekelhaft spitzige und ohrenquälende Dreh der Produzenten am Diskant-Überhöhungs-Steller, innerhalb von Tagen war so eine neue Schimpfwort-Kaskade geboren - "remastered, electronically created stereo".
Sollte heißen - Bumsen rechts, zischeln links, eine halb ausgeblendete Stimme in der Mitte, ein Klang wie aus der Kloschüssel.

Wie immer wenn es etwas Unsinniges auf den Markt zu werfen gab, wurde dies auch noch in der maximal minimalen technischen Auslegung getan, gerade so mies das es sich noch so eben an den thumben Mediamarkt-Stammkunden bringen ließ.

Der zugrundeliegende Denkansatz ein digitales Medium ähnlich der Schallplatte zu installieren war ok, für Verbrauchsmusik zum kurz nach dem Kauf vergessen und wegwerfen reichte auch die Qualität so eben aus, aber der große Griff in den Goldtopf war doch nur wieder der übliche Bollerschuß in den Nachttopf.

Die Daten-CDRom hingegen war in den frühen Achzigern ein vielbegrüßtes, lange erwartetes Medium. Blöderweise aber kam ihr Boom 15 Jahre zu spät, Mitte der Neunziger, bis dahin dominierte nach wie vor die Diskette.
Denn auch im digitalen Umfeld Fehler über Fehler - Preise für Geräte und Medien viel zu hoch, am Anfang keine Eigenherstellungs- oder Kopiermöglichkeiten. Sprich der mögliche Vorteil wurde auch dabei schon wieder zur Hälfte versemmelt.

Der traurige Witz mit den Brennern kam noch obendrauf, viel zu spät, viel zu mies, viel zu teuer, wer erinnert sich wohl nicht noch an den umständlichen Brennvorgang mit seinen unendlichen Legionen von Fehlermöglichkeiten um 1995 bei Preisen der Brenner um 2000 harte echte Mark.

Neenee. Das Pulver wurde wie so oft komplett in den brennenden Ofen geschossen. Ein durchschnittliches, durchaus bei mittlerem Anspruch ganz anständig brauchbares Medium wurde so viel zu weit über sich selbst hinaus erhoben und mußte folglich tief fallen in der Gunst aller die entweder ein Optimum wollten oder ein günstiges Allerweltsding. Beide Ziele wuren völlig verfehlt.

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50

Wednesday, June 22nd 2011, 4:10pm

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Jogi postete
....37 Mark, echte harte deutsche Mark, soviel kostete damals meine erste CD.
Und es sei gleich dazu gesagt, das war die fetteste Enttäuschung auf diesem Gebiet, für die ich jemals mein Geld weggeschmissen habe....
So um den Dreh habe ich auch für meine erste CD berappen müssen. Allerdings klang sie und klingt noch heute phantastisch. Es handelte es sich um Neuaufnahmen im Tonstudio Bauer, Ludwigsburg auf dem Label Jeton, Namen, die für höchste Tonqualität bürgen.

Die schlimmsten CD´s, die ich je gehört habe, war eine 10er Box, die mir geschenkt wurde. 1:1 von abgenudelten Platten überspielt, teils ist noch minutenlang die Auslaufrille zu hören - echtes Analogflair.

Nun aber wieder zurück zum Thema.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.