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  • »morus« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 30. Januar 2009, 10:26

Liebes Forum -

ich bin gerade dabei ein altes Uher Mix 5 zu richten - ein an und für sich braves kleines Mischpult, mit paar toten Elkos - das einzige was nicht will, ist der Signalgenerator, der mit einem AC151 (?) Transistor versehen ist - ich würde mich über einen Schaltplan sehr freuen, denn leider hat das googeln nichts gebracht, und kann rein optisch leider nicht feststellen wo hier Emitter und Kollektor waeren - sogar die betroffene Gegend im Schaltplan als Ausschnitt würde helfen... :)


Vielen Dank


Tamas

2

Freitag, 30. Januar 2009, 10:31

Das Datenblatt sagt, das der Rote Punkt den Kollektor markiert. Es ist ein PNP Typ.

  • »morus« ist der Autor dieses Themas

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3

Freitag, 30. Januar 2009, 12:27

Hallo Matthias -

mein Problem ist ja im eben, das da keine Markierung zu erkennen ist, - ob nun abgeblaettert, oder sonst irgendwie werschwunden - deshalb der Hilferuf..


Aber Danke :)


Tamas

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4

Freitag, 30. Januar 2009, 12:49

Hi Tamas!

Am Transistor kannst Du die Anschlüsse auch ohne "Rotem Punkt" erkennen, siehe Dir doch einfach die Darstellung anhand des Datenblattes an. Die Basis ist hier mittig versetzt gegenüber den anderen Anschlüssen.

http://www.datasheetcatalog.org/datasheet/siemens/Q60103-X151-E.pdf

Gruß

Thomas
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!

5

Freitag, 30. Januar 2009, 13:06

Hallo Tamas!

Dir kann geholfen werden! Vom Plan kann ich Dir einen scan mailen.
Dazu bitte via PM Deine mail-Adresse schicken.

Ich habe ebenfalls ein MIX5 A121. Gekauft hatte ich das gute Stück
am 20. 4. 1966 für 196,55DM (mit Rabatt). In erster Linie wegen der
"Anschlußnot" an meinem Quelle(!)-Verstärker für mein Report 4000,
4000-S und Royal 784E.

Da das Mischpult mir auf Dauer mehr das "Rauschen im Wald", denn die
Musik gemischt hat, wurde es von einem Nachrichtentechniker von den
"Germanen" auf "Sicilium" (PNP auf NPN) erfolgreich umgerüstet. Dabei
mußte die Polarität (+/-), soweit ich weiß, umgestellt werden.
Um zu sagen, welcher Transistortyp zum Einbau kam, müßte ich bei
Interesse das Mischpult mal öffnen.

Viel Erfolg bei der Reparatur.

Grüße
Wolfgang


  • »morus« ist der Autor dieses Themas

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6

Freitag, 30. Januar 2009, 15:03

Lieber Thomas


Danke... :)

Lieber Wolfgang -

hahh - im Jahre 1966! Allerdings rauschet es nicht, was ja nicht heisst, das was nicht war, nicht werden könnte...PN ging zu mit Mail-Adresse:habe eben festgestellt das wir ja schon in Sachen CR210 miteinander zu tun hatten...

Vielen Dank, nochmals und


Gruss


Tamas

  • »morus« ist der Autor dieses Themas

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7

Freitag, 30. Januar 2009, 16:04

Lieber Wolfgang -

das ging ja schnell... ! :)
leider kommt mein E-mail immer wieder als "undeliverable" zurück ...obwohl ich schon mehrfach versucht habe, durchzukommen.. :(
Aber:Hier alles heile angekommen, vielen Dank nochmals -


Beste Grüsse aus dem Schnee


Tamas

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8

Samstag, 31. Januar 2009, 09:54

Hallo Thomas,

nachdem es erstaunlicherweise sonst niemand tut: Meckern ist wichtig, nett sein kann jeder! ;)

Wir sind hier zwar nicht im Usenet, wo mehr als vier Zeilen Signatur verpönt sind, aber das Verhältnis 10 Zeilen Text / 26 Zeilen Signatur (inklusive Leerzeilen) scheint mir doch stark übertrieben. Ich verstehe, dass Du Opa Opodeldok und Deine ganze Geräte- und Informationssammlung präsentieren möchtest, aber könntest Du nicht wenigstens das Layout etwas straffen?

Mein Motto "Zitat" »Opa Opodeldok«: »Früher war alles schlechter!

SONY_TC-765, AKAI_GX-635D, BrAun_TG1020_CEV520_PS500_die_Regie-Familie, Grundig TS-340HiFi, und TK-47_Stereo, NAGRA_Typ_IV-S, ASC_AS5002_LED-Zaehlwerk, ReVox _H1_der_kleine_B215_Vorstellung AKAI_GX-75MkII, Philips digital: DCC900_und_DCC730

Reparaturtipps und Wissenswertes: AKAI_GX-635D-Instandsetzung, Sony_TC-765_Instandsetzung, ASC-Tonmotor, AGFA_PEM468_und_EMTEC_SM468


Das ist bei meiner Bildschirmauflösung kein Drittel der Zeilen mehr, aber noch alles drin. Und spätestens bei Lektüre Deines zweiten Postings kennt man es und liest's eh nicht mehr. Überlegs Dir halt mal.

Nichts für ungut,

Anselm

9

Samstag, 31. Januar 2009, 10:24

Moin Tamas!

Gut, dann erfahre ich eben hier, daß der Plan für das A121 bei Dir
angekommen ist. Warum Deine mails als unzustellbar retour kommen,
ist mir ein Rätsel. Bei manchen mail-Programmen hilft es, die Adresse
händisch einzugeben (obwohl es eigentlich über "antworten" gehen
sollte - eigentlich...)
Egal! Wichtig ist, daß Du weiterkommst. Berichte bitte Deine Erfah-
rungen bei der Instandsetzung.

Grüße
Wolfgang

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10

Mittwoch, 11. November 2009, 21:17

Jetzt ist mir doch das gleiche Gerät zugelaufen und ich wollte auch schon um eine BDA bitten......

.......da sehe ich, daß mein Forenkollege Wolfgang "cisumgolana" diese schon längst hochgeladen hat.


Noch mal schönen Dank an dieser Stelle. :)
Bert

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11

Donnerstag, 12. November 2009, 08:44

Moin,

ich habe auch so ein Teil vor der Tonne gerettet, es stand im strömenden Regen auf dem Flohmarkt.
Drinnen befand sich schon ein halber Liter Wasser.
Nach gründlichem Trocknen funktionierte es einwandfrei.

Der Frequenzgang ist nach oben allerdings recht eingeschränkt, das liegt daran, dass alle internen Verbindungen geschirmt sind. Die Kapazitäten der Kabel in Verbindung mit den hochohmigen Schaltungen bilden einen Tiefpass.

Das lässt sich beheben, indem man die Schirme von der Masse abmacht. Die Schirme sind alle an einer zentralen Stelle mit Masse verbunden.

Nachteile konnte ich bei dieser Methode keine entdecken.

Grüße,
dieter

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12

Donnerstag, 12. November 2009, 09:43

Danke für den Tip, Dieter.
Kannst Du die Berichte über das Rauschen bestätigen?
Bert

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13

Donnerstag, 12. November 2009, 09:56

Hi Bert,

das Teil rauscht natürlich, aber es ist mir nicht als besonders schlimm aufgefallen.
Wie stark sich das bemerkbar macht hängt natürlich vom Einsatz ab.

Für wirklich hochwertige Aufnahmen, bei evtl. noch geringen Lautstärken taugt das Gerät vermutlich nicht viel.

Grüße,
dieter

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14

Freitag, 9. April 2010, 17:42

Zitat

cisumgolana postete

Da das Mischpult mir auf Dauer mehr das "Rauschen im Wald", denn die
Musik gemischt hat, wurde es von einem Nachrichtentechniker von den
"Germanen" auf "Sicilium" (PNP auf NPN) erfolgreich umgerüstet. Dabei
mußte die Polarität (+/-), soweit ich weiß, umgestellt werden.
Um zu sagen, welcher Transistortyp zum Einbau kam, müßte ich bei
Interesse das Mischpult mal öffnen.
Hallo Wolfgang und Forenkollegen,

ist das Tauschen von Germaniumtransistoren gegen Siliziumtypen denn problemlos zu machen, ohne die restliche Schaltung zum Stolpern zu bringen?

Das Rauschen meines Pultes ist zwar nicht sehr dominant, aber in Reihe mit anderen Geräten summiert sich das natürlich auf.

Wenn ja, gibts da Vergleichstabellen?
Bert

15

Freitag, 9. April 2010, 19:14

Ob es Problemlos geht kann man so nicht sagen, meistens funktioniert es derartig einfachen Schaltungen.
Vergleichslisten zwischen Germanium- und Siliziumtransistoren gibt es nicht.
Einfach mit verbreiteten BC556 (PNP) oder BC546 (NPN) ausprobieren (auf die Pinbelegung achten).

Wenn von PNP mach NPN umgebaut wird muss die Polarität der Betriebsspannung geändert und eventuell Elkos gedreht werden.
Das ist meiner Meinung nach aber nicht nötig, der geringe (theoretische) Vorteil von NPN Transistoren ist verschwindend gering.

Gruß Ulrich

16

Freitag, 9. April 2010, 19:55

Hallo zusammen!

Ich war Euch immer noch den Transistortyp schuldig,
auf den das Mix-5 weitgehend umgebaut wurde.
Es wurden Tfk BC 560B verbaut (siehe Bilder). Lediglich 1 "Germane"
blieb auf der Platine. Mein Freund, der das Mix-5 für mich umgebaut
hat, sah wohl keinen zwingenden Grund auch diesen AC151r gegen
einen Silizium-Transistor zu wechseln.



und



Wegen fehlender Eingänge an meinem damaligen Verstärker, mußte
das Mix-5 als "Eingangsvervielfältiger" herhalten. Dabei störte mich das
erhöhte Grundrauschen doch sehr. Nach dem Umbau war ich mit dem
deutlich geringeren Grundrauschen zufrieden.

Grüße
Wolfgang

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17

Freitag, 9. April 2010, 21:00

Das wird dann in den nächsten Wochen genau so umgesetzt.

Danke an alle.
Bert

18

Samstag, 10. April 2010, 09:35

Hallo Bert!

Na, dann viel Erfolg bei der Modifizierung des Mix-5.

Beachte aber bitte, daß bei Verwendung von BC560B
(oder ähnlichen Transistortypen) alle Elko der Polarität
wegen "gedreht" werden müssen (wie Ulrich bereits
angemerkt hatte) - und den Batterieanschluß dabei
nicht vergessen...

Grüße
Wolfgang

19

Samstag, 10. April 2010, 12:03

Eher allgemein angemerkt, damit sich keiner persönlich gemeint fühlt:

1.
Die unbekannte Anschlußbelegung eines Transistors klärt sich immer durch eobachtung des Spannungsgefälles an den Pins auf. Man muß also lediglich vorermitteln - und auch das geht ohne Schaltplan und ohne Bauteilbeschriftung - ob es sich um NPN oder PNP Schichtfolge handelt.

C | B | E >> - NPN - Plus | weniger Plus | Minus / alles relativ zu Minus
PNP genau umgekehrt / alles relativ zu Plus

2.
Ich besitze auch noch ein schönes historisches Germanium-Mischpult (Grundig Stereomix mit PanPot), und ich würde es nicht umbauen auf Silizium, weil es erstens zwar rauscht aber auch Silizium in bestehen bleibender Schaltung ist nicht rauschfrei und zweitens durch dieses Sakrileg das Gerät so verändert würde, daß ich dann - wenn ich eh schon kein Poblem habe mit der völligen Umgestaltung - auch gleich eine "vernünftige" Schaltung bauen würde. All diese Schaltungen wurden doch nach damaligen Kriterien gebaut und sind heute auch nach Transistortausch nicht unbedingt das erreichbare Optimum.

3.
Der BC560 ist ebenfalls ein PNP-Transistor, einer mit einem geringen Stromrauschen, was in solch altertümlichen Schaltungen nicht wirklich optimal berücksichtig ist, die Kriterien und Dimmensionierungen waren damals völlig andere und nicht das Ausnutzen minimalsten Stromrauschens eines damals noch nicht verfügbaren modernen Transistors.
Wozu außerdem soll man da Elkos umpolen? Sie wären anschließend falsch gepolt.

20

Samstag, 10. April 2010, 14:45

Hallo Jogi!

Danke für Deine Richtigstellung hinsichtlich der Kondensatoren.
Mangels fundiertem Wissen hing ich offensichtlich einer überhol-
ten Information nach. Ursprünglich sollten NPN-Transistoren ver-
baut werden (habe gerade mit dem damaligen Umbauer telefo-
niert), was dann aber wegen des höheren Lötaufwandes ver-
worfen wurde. Mir war und ist es egal. Der Umbau fand m. W.
ca. 1980 statt und war die richtige Maßnahme für damals (kein
Geld für ein neues Mischpult übrig).
Heute würde ich das Mix-5 auch nicht mehr umbauen, sondern
dann lieber, wenn es denn unbedingt ein UHER-Produkt sein muß,
ein Mix-700 (bzw. Mix-500) einsetzen.

Vielen Dank für Deine Aufklärung
Grüße
Wolfgang

21

Samstag, 10. April 2010, 18:03

Jupp, lese ich auch gerade Wolfgang, daß da auch ein Umbau auf NPN im Gespräch war.
Aber darin seh ich heutzutage auch wenig Sinn, früher war das mal anders aber heute sind NPN und PNP Typen wie BC550/560 ja gleichwertig und gleichpreisig. Die ersten die ich davon vor ca. 30 Jahren kaufte waren noch eklatant unterschiedlich teuer und die brauchte ich dann auch noch gepaart, was sie nochmal deutlich verteuerte.

Aber mal nochmal auf den Sinn so einer Aktion aus heutiger Sicht zurückzukommen.
Germanium-Transen wurden damals in einem Arbeitspunkt betrieben, dersie bestmöglich ausnutzte, und so wenige wie nötig Stufen nötig machte, also sehr niederohmig in sehr hohen Arbeitsstrombereichen betrieben. Heute würde man um den Faktor hundert andere Arbeitswiderstände einplanen und entsprechned notfalls mehr stufen. Man würde keine Einzeltransen mehr nehmen sondern klirrfaktorgünstig Differenzverstärker.

Selbst wenn es also in der Tat weniger rauschen sollte, mein Wissen auf dem Gebiet sagt mir aber eher das wird nicht so wild sein, weil die Schaltung das Spannungsrauschen mehr prägt als das theoretisch mögliche Stromrauschen eines Transistorbahnwiderstandes unter den mit der Schaltung garnicht zu erreichenden Idealbedingungen, selbst dann also würde ich es nicht als sehr sinnvoll betrachten für die winzige Handvoll dB soviel Arbeit und möglichen Fehlereinbau in Kauf zu nehmen.
Eher erschiene es sinnvoll, einfach alle Eingangspegel hochzuschrauben und so den Rauschpegel deutlicher zu überdecken und dafür vor die Eingangstufen moderne siliziumhaltige rauscharme Vorstufen einzusetzen um diesen Pegelspielraum herauszuarbeiten.

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22

Samstag, 10. April 2010, 19:20

Das wäre natürlich auch eine Methode.

Was die ganze PNP und NPN Stromwende- und Kondensator-dreh-und dreh wieder-zurück-Geschichte angeht, muß ich mir die sowieso nochmal in Ruhe durchlesen.
Bert

23

Sonntag, 11. April 2010, 09:23

Hallo Jogi!

NPN - PNP = hoher Preisunterschied (vor 30 Jahren).
Das war dann wohl der 2. Grund für die Wahl des BC560B.

Deine Ausführungen über Sinn oder Unsinn des Wechsels
von Germanium- auf Silizium-Transistoren haben für mich
damals keine Rolle gespielt (Ob mein Freund sich diese
Gedanken gemacht hat, weiß er nicht mehr - weil zu lange
her. Wäre ihm aber zuzutrauen, da er "vom Fach" ist). Ich
wollte nur ein rauschärmeres Mix-5 haben - und das mit
wenig finanziellem und zeitlichen Aufwand. Das ist mit dem
Umbau (für meine damaligen Ansprüche) gelungen. Mehr
war nicht beabsichtigt.

Das modifizierte Mix-5 bleibt in dem Zustand. Ein Rückbau auf
die Orginal-AC151´s ist nicht beabsichtigt.

Grüße
Wolfgang

24

Sonntag, 11. April 2010, 11:01

Ohne das gute historische Stück madig zu reden, aber diese Schaltung - ich hab sie mir mittlerweile mal angesehen - ist egal mit welchen Transistoren ... ich drücke es mal so schonend wie möglich aus um niemanden zu verletzen... Mist und war es damals schon. Übrigens genauso wie die der viel verbreiteten und gerne und oft verkauften 200-Märker Monacor Mixer.

Werte die zu gehobeneren Heimtonband-Geräten (dicke Philipse, große Gundigse, ASC, Tandberg usw.) oder gar utopischerweise zu Heimstudio-Geräten (Revox, Ferro usw.) passen würden, sind damit auch nach Umbau auf Platin-Raumfahrt-Transistoren nicht zu erwarten.

Wir haben damals oft solche Geräte nach Mißfallen durch Benutzer ausgehöhlt, also nur den Korpus weiter benutzt denn wer bohrt schon auf dem Küchentisch perfekte Schlitzlöcher, und mit halbwegs hochwertiger Elektronik vollgestopft.

Ich hatte mir damals eines gefummelt mit Nullohm-Sammelschiene, rückwirkungsfreier Mischung, belastungsfreier Vorhör-/Nachhör-Endstufe, Entzerrer-Vorverstärker mit annähernd 90dB Dynamik, das Gesamtpult ca. 100dB Rauschabstand. Seitlich anreihbar mit automatischer Einschleifung des Passiv-Sidecars durch Industriesteckleisten, Raumklang-Prozessor (analog) und Rauschunterdrückung/Rauschsperre schalt- und regelbar.

Wer nur vorhat simpel ein paar Hochpegeleingänge in passabler Qualität zu mischen, und den ganzen Klimbim garnicht braucht, der ist viel besser bedient wenn er sich so ein Pult nimmt, die komischen Transitorverstärker die nicht viel taugen ausschlachtet und lediglich einige OPAMPs einbaut die die aktive, rückwirkungsfreie einstreuunempfindliche Nullohm-Sammelschiene für die Signal-Mischung erledigen.
Einen guten Entzerrer-Vorverstärker oder Mikrofon-Vorverstärker, wenn überhaupt von Nöten, kann man ja in einer Extrakiste oder wenn man Finger hat wie ein Dreijähriger in einer freien Ecke im Pult immer noch einbauen.

Ich betone ausdrücklich, daß mir solche Pulte so wie sie geliefert wurden aus histroischen und anderen Gründen sowohl gefallen als auch zu Sammelzwecken erhaltenswert und verpfuschungs-unwürdig erscheinen.
Aber zum normalen heutigen Gebrauch unter der Prämisse einen möglichst unverfälschten Klag an eine hochwertige Bandmaschine zu liefern... ... ... wer´s mag, wir sind ja in einem freien Land ;)

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25

Sonntag, 11. April 2010, 13:23

Die Meinung kann ich nachvollziehen, löst aber nicht mein Problem.
Bert

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26

Sonntag, 11. April 2010, 13:51

@Jogi - bei uns im Süden würde hierzu als Kommentar ein
spontanes "Du alder A'geber" zu hören sein!

Gruß Bernd


27

Sonntag, 11. April 2010, 18:01

Zitat

Huubat postete
Die Meinung kann ich nachvollziehen, löst aber nicht mein Problem.
Nein?
Ist es denn nicht so, daß es ein Problem auch löst wenn man sagt, das der einzige favorisierte Weg sich zwar einfach und schön anhört, das Problem nicht wirklich löst sondern maximal ein bisschen beschönigt?

Du nimmst eine bestehende Schaltung her, die nicht auf Rauschen optimiert ist, also schon den vorhandenen Transistor diesbezüglich nicht ausschöpft und baust einen ein der einen geringfügig besseren maximal erreichbaren Rauschfaktor aufweist aber erstens noch viel weniger gut ausgenutzt wird und auch in so einer Schaltung genau wie der Transistor zuvor diesbezüglich nicht ausgereizt wird.

Der AC151 rot VI von einem guten Hersteller hat einen möglichen Rauschfaktor von 6dB bei 10uA Iceo. Die Schaltung wird sicherlich nicht mit einem 10uA Arbeitspunkt arbeiten, dann hätte sie nämlich keinerlei sinnvolle Verstärkung mehr.
Nun baust du einen - sagen wir - BC560 ein. Der Rauschwert ist NUR um 2dB besser, und auch nur wenn die Schaltung darauf optimiert ist, d.h. bei einem Arbeitspunkt der bei 15nA liegt. Diese Schaltung hat aber sicher einen viel höheren Kollektorstrom, vermutlich Faktor 1000...100.000.

Es ist wie Breitreifen auf einem 40PS Polo ziehen, dadurch wird daraus kein 400PS Porsche. Alles andere wäre reiner Selbstbetrug.

So ein Mischpult wie dieses kriegt man nur deutlich und auch wirklich nachweisbar rauschärmer indem man es mit mehr Pegel füttert. Und dann wird es am oberen Ende natürlich enger. Der Spielraum zwischen Rauschteppich und Verzerrungseinsatz ist nicht beliebig weit.

Außerdem ist der Verstärker noch nichtmal das Kardinalproblem wenn es um das Hochpegelsignal geht. Die ganze Schaltung ist rauschfreudig angelegt. Das Hochpegelsignal läuft durch einen 1MOhm Vorwiderstand der das Signal verkleinert und in den Rauschteppich einmassiert anstatt es über einen Impedanzwandler direkt auf das Mischpoti zu schalten. Dann kommt der rauschige Verstärker und verstärkt es wieder auf den Pegel den es vorher schon hatte, aber diesmal zusammen mit dem Rauschen und ergänzt um das Eingangsrauschen der ersten Verstärkerstufe.
Der Ausgang ist auch wieder so ein Quatsch, da gibt es keinen Verstärker der das Signal sachgerecht umsichtig an das Folgegerät anpaßt, nein, da liegen schon wieder hochohmige rauschige Widerstände und drücken den Pegel wieder noch weiter in den Rauschteppich hinein.

Das ist von vorne bis hinten ein Unsinn.
So muß es zwangsläufig rauschen, egal wie superhochwertig die verbauten Transistoren sind. Selbst wenn man - was es nicht gibt - Transistoren bekäme, die garnicht mehr rauschen würden, würde diese Schaltung fröhlich weiterrauschen.

Nimm sie hin wie sie ist, als prähistorisches Gebilde, speise hohe Pegel ein so hoch wie´s verzerrungsarm noch eben geht, mehr kann man kaum tun.

Zitat

besoe postete
@Jogi - bei uns im Süden würde hierzu als Kommentar ein
spontanes "Du alder A'geber" zu hören sein!

Gruß Bernd
Ich nenn sowas eher fehlenden dicken Geldbeutel durch Ideen und Eigenbau ersetzen.

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28

Sonntag, 11. April 2010, 20:10

Hallo Jogi,

da ich zufällig ein UHER Stereo mix-5 mein Eigen nenne, habe ich
den Rauschteppich einfach mal aufgezeichnet:

Aufbau: REPORT 4200 IC -> mix-5/Buchse2 - Line In DMX6fire - WAV-Aufnahme mit WaveLab -> MP3 256 kBit/s 44 kHz

15 s Rauschen + 16 s Bandaufnahme
Pegel Rauschen -67 db
Pegel Bandaufnahme max. -6 dB

Also so schlecht ist das Rauschen des prähistorischen Mixer wahrlich nicht, od'r?

Schade! Eigentlich wollte ich die MP3-Datei hier per upload einstellen, jedoch ist ein upload von .mp3 nicht möglich.
Bei Interesse kann ich sie per PM zusenden.

Gruß Bernd


29

Montag, 12. April 2010, 09:28

Moin Jogi!

Ich staune (und damit meine ich dieses Mal nicht Deine, m. E. unbestrittenen
Fachkenntnisse) über Deine immer weiter ausufernden Beiträge, die m. E. nur
noch im Sinn haben herauszukehren, wie primitiv und unzeitgemäß die Schaltungen
des Mix-5 sind (und schon immer waren). Aber was hat es mit der Anfrage im
Initial-postings noch zu tun?
Und wenn Du noch ein Dutzend Mal gebetsmühlenartig Dein (sicher berechtig-
ten) Zerriß der Primitiv-Schaltung wiederholst, es ändert an der Vorgehens-
weise vor 30 Jahren nicht im Geringsten etwas. Ich kann leider keine Zeitreise
unternehmen, um die begangenen Frevel ungeschehen zu machen. Auch wenn
es Dir mißfällt, meine Entscheidung damals das Mix-5 zu kaufen war richtig, und
auch der Umbau des Mix-5 war die richtige Entscheidung.
Nebenbei, wer außer Dir käme auf den Gedanken, ein
Zitat:
"gehobeneres Heimtonband-Geräten (dicke Philipse, große Gundigse, ASC, Tandberg usw.)
oder gar utopischerweise zu Heimstudio-Geräten (Revox, Ferro usw.)"
an ein schnödes Mix-5 anzuschließen? Ich jedenfalls nicht - weder damals, noch
heute. Aber für mein damaliges Report und mein 784E war (und ist) es völlig
ausreichend (und, folgt jetzt darauf eine Lobeshymne auf die Digitaltechnik?).

Deine Empfehlungen und Tipps nehmen wir, so wir sie realisieren können, doch
gern an. Aber laß´ einfach das Vergangene so wie es ist, da unabänderlich.

Grüße
Wolfgang

Hallo Bernd!

Danke dafür, daß Du eine Lanze für das Mix-5 brichst.

Grüße
Wolfgang

Hallo Bert!

Du konntest bestimmt nicht ahnen, was Du mit so einer m. E. harmlosen
Anfrage für eine Lawine lostrittst. Hast denn wenigstens Du Nutzen aus
den Beiträgen ziehen können, oder bist Du jetzt vollkommen verunsichert?

Grüße
Wolfgang

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30

Montag, 12. April 2010, 10:09

Naja,
interessant ist so was immer, wenn auch andere Sichten zur Diskussion gestellt werden.

Nur ist für mich, als Nichtelektroniker, Jogis umfangreicher Umbauvorschlag kaum umzusetzen.
Der Tausch von ein paar Transistoren dagegen stellte kein großes Problem dar.
Meine Intention war, einfach nur mit geringem Aufwand ein etwas besseres Ergebnis zu erzielen.
Da kam mir seine Idee mit der Pegelanhebung noch am meisten entgegen.

@Jogi
Vielleicht hast Du ja einen gute und selbst erfolgreich erprobte käuflich zu erwerbende Alternativlösung aus aktueller Produktion?
Zu bezahlbaren Preisen; versteht sich.
Bert