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Tuesday, September 8th 2009, 12:04am



Quelle: Funkschau Heft Nr. 21/1973

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Tuesday, September 8th 2009, 12:18am


Quelle: Funkschau Heft Nr. 21/1973

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Tuesday, September 8th 2009, 12:19am


Quelle: Funkschau Heft Nr. 21/1973

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Tuesday, September 22nd 2009, 10:44pm


Quelle: Funkschau Heft Nr. 22/1973

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Tuesday, September 22nd 2009, 10:50pm

"Technische Kompromisse würden die Rundfunkanstalten bei ihren üblichen Qualitätsforderungen ablehnen."

Gute alte Zeit.
Wenn man hört, was heute so aus den Lautsprechern der Privaten quillt..... :(
Bert

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Thursday, September 24th 2009, 9:06pm


Quelle: Funkschau Heft Nr. 22/1973

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Thursday, September 24th 2009, 9:21pm

Ich habe das damals irgendwie am Rande mitverfolgt.

Wann ist die Sache eigentlich gestorben?
Und warum?
Bert

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Friday, September 25th 2009, 1:38pm

Quoted

Huubat postete
Ich habe das damals irgendwie am Rande mitverfolgt.

Wann ist die Sache eigentlich gestorben?
Und warum?
Moin, moin,

was hat sich warum nicht durchgesetzt? Quadro? Hat es doch, heißt heute nur anders. Die "modernen" Raumklang-Verfahren basieren doch auf dem Matrix-Verfahren.

Im Gegensatz zu früher sind die Boxen heute kleiner geworden und damit fällt eine Kauf-Hemmschwelle weg. Das hat sich verändert.
Vor allem aber ist der Qualitäts-Anspruch, den man dem Kunden früher verkaufen wollte, heute nicht mehr vorhanden, stattdessen der Effekt als solcher über die Vermarktung im Kontext von Videofilmen als Wert an sich etabliert. Das gab es früher nicht.
Wie ich eingangs schrieb: Wer braucht für die Musik-Reproduktion wirklich Quadro? Das natürliche Musik-Erleben im Konzert oder im Theater findet doch auch frontal statt.

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

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Friday, September 25th 2009, 2:06pm

Das ist schon richtig,
aber ich erinnere mich an jede Menge Quadroceceiver auch in den Katalogen der Versandhäuser.
Z.T. Riesentrümmer mit Ein-Hebel-Balance-Mischer an der Frontplatte.
Irgendwann, aber nach kurzer Zeit, waren die ersatzlos wieder weg.
Diese jetzige 5.1 Raumklanggeschichte kam doch erst viel später und nicht als direkter Nachfolger.

Was war z.B. mit diesen quadrophoniefähigen Schallplatten?
Wie lange und in welchem Zeitraum gabs die?
Mich hats damals nicht interessiert, weil solche Gerätschaften weit außerhalb meiner finanziellen Möglichkeiten lagen.
Aber jetzt, wo ich davon lese, merke ich: Sie sind weg! :)

Das mit dem heutigen fehlenden Qualitätsanspruch sehe ich auch so.
Hat aber den Vorteil, daß wir uns in der Bucht für relativ kleines Geld hochwertiges Zeugs an Land ziehen können.

Auch nicht schlecht.
Bert

  • "Matthias M" started this thread

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Friday, September 25th 2009, 6:00pm

Hallo Bert,

natürlich hast Du Recht: nahezu jeder Hersteller hatte ein Quadro-Gerät im Programm. Wenn man genauer hinschaut, war das aber alles recht halbherzig gemeint: Beispielsweise waren die meisten der Geräte nur 2-2-4-fähig, hatten nicht einmal einen CD4-Demodulator eingebaut, konnten also mit vielen Quadro-Platten nichts anfangen.

Letztlich dürften ein Gros der als "Quadro" beworbenen Geräte substanziell nichts anderes gewesen sein als Stereo-Receiver/-Verstärker, mit der Möglichkeit zusätzlich zu der Schaltung von zwei getrennten Lautsprechergruppen für zwei Hörzonen, auch das einfachste Quadro-Verfahren wiederzugeben.
Eklatant dagegen das Fehlen von Anschlüssen für echte Quadro-Geräte; wer zum Beispiel eine 4-Kanal-Bandmaschine einsetzen wollte, war meist aufgeschmissen. Diskretes 4-4-4-Quadro war mit diesen Geräten nicht möglich.

Natürlich wurde Quadro in Deutschland thematisiert; zumindest in den früheren Siebzigern - zumindest für eine HiFi-Elite - und natürlich in den Prospekten der Hersteller, die vor allem auf den amerikanischen Markt schauten. Bis in die zweite Hälfte der Siebziger wurde in Sachen Quadro ja entwickelt. Also versuchte man die Geräte auch unter die Leute zu bringen.
Insbesondere ein deutscher OEM-Hersteller wie Körting, der ja für eine ganze Reihe von Marken herstellte, hatte notwendig Quadro im Programm - falls mal einer fragt - somit war es für beispielsweise Neckermann, Siemens oder Elac einfach, Quadro anzubieten. Trotzdem war Quadro bereits Mitte der Siebziger kein wirklches Thema mehr; halbherzig wurde Quadro weiter unterstützt um keinen Interessenten mit vier Boxen im Haus zu verprellen, aber Neuentwicklungen für die Mittel- und Oberklasse - beispielsweise Grundig oder Saba - thematisierten eher "Super HiFi" und "Ultra HiFi", als "Quadro", eher Qualität als Effekt.

Du darfst nicht vergessen, daß Quadro nicht unbedingt ein Plus an Klangqualität bedeutete; im Gegenteil einige Verfahren eher eine Verschlechterung. Der von der Industrie in der zweiten Hälfte der Siebziger erneut entdeckte Faible für HiFi - der auch einfach billiger zum realisieren sein dürfte als Quadro - schloß Quadro zumindest solange aus, wie es keine einheitlichen Standards gab, die man optimieren konnte. Das änderte sich erst mit Dolby Surround.

Ein weiterer Punkt, der zum vorläufigen Scheitern von Quadro geführt haben dürfte, war die Entwicklung der digitalen Schallplatte, maßgeblich bei Sony/Philips und Telefunken. Natürlich hätte man insbesondere die spätere CD von Beginn an 4-Kanalig entwickeln können; doch dafür hätte es eines gemeinsamen Standards bedürft. ZUdem: Waren die damaligen Geräte reif für den höheren Datentransfer-Bedarf?

Nach meinem Dafürhalten ist jedoch ein anderer Punkt hauptverantwortlich für das vorläufige Scheitern von Quadro: Der Kampf ums Fernsehen!
Im Vergleich zum Fernseh-Markt waren HiFi und vor allem Quadro Peanuts. Und Fernsehen fand in den Siebzigern in Mono statt. Hätte es Sinn gemacht die Nachrichten in Quadro auszustrahlen? Tatsächlich wurde noch diskutiert, welches Land welches Farb-System übernehmen würde.
In der zweiten Hälfte der Siebziger Jahre kamen erste Surround-Filme ins Kino (Achterbahn, Kampfstern Galactica usw.). Deren Audio-Effekt war die besonders dominante Bass-Übertragung, die jedoch von kaum einem Kino eingerichtet wurde (und wenn, da war sie nicht eingeschaltet). Wozu also Quadro im TV? Gab es Filme dafür? Nö.
Stattdessen gab das japanische Außenhandelsministerium die Losung aus, den amerikanischen und später den Europäischne Markt zu überrollen. Es wurde eine Überproduktion vor allem einfacher TV-Geräte initiiert; nachdem die Amerikaner ihren Markt für japanische s/w-Fernseher blockiert hatten, sattelten die asiatischen Hersteller auf Farb-TV um. Die Mär von einer Geräte-Halde um eine Million Stück geisterte durch dei Medien. Es wurden erhebliche finanzielle Anstrengungen um Marktanteile unternommen; an einer Entwicklung von Quadro hatte niemand Interesse.
Der zweitgrößte Deutsche UE-Konzern war Mitte der Siebziger Jahre Nordmende (nach Grundig). Bereits 1976 begann die Fusion mit der aus Thomson-Brandt herausgelösten Thomson Electronic, die 1978 Nordmende komplett übernahm. Zu einem Preis, bei dem IT-Startup-Gründer ins Kiechern kommen. Soll heißen: Besonders viel Geld für die Entwicklung neuer Mehrkanal-Verfahren war nicht da. Grundig war in der zweiten Hälfte der Siebziger Jahre der einzigste deutsche und einer der wenigen europäischen Hersteller, der überhaupt im HiFi-Markt Umsatzsteigerungen erlebte. Soll heißen: Besonders viel Geld für die Entwicklung neuer Mehrkanal-Verfahren war nicht da. Stattdessen hatten viele Konzerne ihre HiFi-Abteilung komplett auf den Vertrieb von OEM-Produkten umgestellt und entwickelten natürlich auch nicht mehr; auch kein Quadro.

Ein einfacher Blick in die Kataloge der europäischen Vollsortimentler der UE-Industrie der Siebziger Jahre reicht eingentlich, um die Prioritäten zu erkennen: 1. TV, 2. mobile Geräte und erst 3. HiFi. Wenn entwickelt wurde, dann erst zuletzt im HiFi-Markt, und dann nur etwas, was nach "massenfähig" roch. Denn verkauft wurden keine Highend-Geräte, sondern 3-Wege-Anlagen und Einfach-HiFi.
Und übrigens: Der Absatz von 2-kanaligen Platten lief gut. Warum also einen Kunden nachhaltig verunsichern?

Raumklang wurde erst salonfähig, als es von der Kino- und Video-Industrie befördert wurde, als mit der CD und insbesondere der DVD Datenträger bereit standen, die die notwendigen Informationen ohne großen technischen Aufwand speichern konnten. Als die Computer schnell genug waren, die Datenströme zu verrechnen. Als es billig genug war, große Mengen als Datenträgern zur Verfügung zu stellen. Vor allem aber, als Hollywood die Standardisierung selber in der Hand hatte!
Raumklang wurde aber auch erst dann durchgesetzt, als niemand mehr über HiFi redete, weil ja jeder davon ausging, HiFi sei längst Standard. Stattdessen sind wir heute in der selben Situation, die Saul Marantz schon in den Vierziger Jahren beklagt haben soll: Jeder Hersteller schraubt an der Wiedergabegüte herum, wie er es für richtig hält, damit es hinterher irgendwie klingt. High Fidelity ist das, was aus den Boxenhaufen kommt aber nicht mehr. Fragt ja auch keiner nach. Hauptsache der Datenzufluß ist billig. Und der ist dann auch kein HiFi mehr.

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

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41

Friday, September 25th 2009, 6:43pm

Danke für Deine ausführliche Einschätzung, Matthias.

Ich habe noch schwach in Erinnerung, daß bei Erscheinen der Kunstkopfstereophonie in der Öffentlichkeit Anfang der 70er Jahre der Quadrophonie der baldige Garaus prophezeit wurde.
Der kam dann auch, allerdings ohne, daß der Kunstkopf deren Nachfolge angetreten hätte.

Man hat früher doch viel experimentiert.
Macht für ein Unternehmen aber nur Sinn, wenn hinterher auch eine Kundschaft da ist, die das honoriert.
Das ist bei den Eipöttlern ja eher nicht der Fall.
Bert