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  • "Michael Franz" started this thread

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1

Thursday, August 5th 2004, 11:23am

In meiner Studentenzeit zog ich von HiFi-Studio zu HiFi-Studio, unter dem Arm ein sorgfältig zusammengestellte Paket LPs, um vor Ort mit der eigenen Musik die Fähigkeiten der Anlage abzuklopfen. Manche Verkäufer reagierten sehr nervös auf bestimmte Platten..

Im Grunde läuft das heute noch immer so. Nur finden diese Tests nicht im Laden statt, sondern in den eigenen 4 Wänden. Geblieben sind die Probanden, nur daß sie 20 - 30 Jahre älter geworden sind, ein bewegtes Leben hinter sich gebracht haben und in meiner Wohnung das Gnadenbrot zu fressen kriegen.

Oder auch nicht, deswegen werden sie ja getestet!

Kurzum: Mit welcher Musik, welchem Stück testet ihr eure Anlagen? Warum gerade mit dem und dem und was wollt ihr damit zu Gehör bringen. Die Musik hat sich bei mir zumindest auch gewandelt.

Perfider Hintergedanke: Könnte man nicht einen Tonträger zusammenstellen, der diese ganzen Tracks bwz. eine Auswahl davon beinhaltet? Der könnte auf verschiedene Medien kopiert werden (MD, CD-R, Senkel, MC ....??) und wenn man sich mal über Klangeigenschaften von Komponenten unterhält, wird manches nachvollziehbarer.

So, das wäre der "vernünftige" Grund. Der Hauptgrund: Könnte Spaß machen!

Michael
Michael(F)

wz1950

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2

Thursday, August 5th 2004, 1:17pm

Folgende Platten und Bänder verwende ich u.a.zu diesem Zweck:

PLATTEN:
1. Jennifer Warnes - LP "Famous Blue Raincoat" (die mit den Cohen-Songs). Ist brilliant produziert und eignet sich zum allgemeinen Klangtest von Plattenspielern, Verstärkern, Boxen und zum Aufnahmetest bei TBs.
2. Joan Baez - LP "Farewell Angelina". Wegen der lauten hohen Töne für Testaufnahmen hervorragend geeignet.
3. Bolero von Ravel (welches Orchester?) auf einer Maxi. Für Testaufnahmen bei TBs. Beim lauten Schluß aussteuern, mit dieser Einstellung den leisen Anfang aufnehmen. Das Ergebnis laut und mit aufgedrehten Höhen abspielen. Gut geeignet für Preisverhandlungen, denn die Aufnahme rauscht ja schlimm...
4. Ein paar verkratzte 60er-Jahre-Singles. Auch die sollen ja möglichst gut klingen. Wenn man die Absicht hat, den Preis zu drücken, Höhen aufdrehen und Mono-Taste am Verstärker NICHT drücken!

BÄNDER:
Ich verwende meistens Mono-Bänder mit Titeln, die ich so gut kenne, daß ich Abweichungen von der Soll-Geschwindigkeit möglichst erkenne. Auch falsch justierte Köpfe verraten sich bei Mono-Bändern eher.

Ich gehe aber nicht immer systematisch vor, lasse mich eher vom Gesamteindruck des Geräts leiten. Klar, daß ich dabei auch schon reingefallen bin!

Gruß, Wolfgang

~MichaelB

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3

Thursday, August 5th 2004, 2:20pm

Ich nehme u.a.
- Andreas Vollenweider, LP oder CD
- Abenteuer Orgel der Zeitschrift stereoplay, CD
- Ulla Meinecke, Die Tänzerin ... :) , LP
- Ouvertüren mit dem Boston Pops Orchestra, LP oder CD
- Slava Kantschev (Klavier) und Peter Horton (Gitarre), Jeton-CD

Es gibt aber da noch so ein paar Gemeinheiten. So z.B. von der Manger (ihr wißt ... Manger-Wandler) Test CD der erste Track mit dem Glockengeläut einer Kirche (ich müsste nachsehen, welche ...). Oder die Glocken von St. Gereon in Köln in Stereo auf 38 cm/sec Senkelband (wer möchte eine Kopie?? :D )

Gruß
Michael

wz1950

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4

Thursday, August 5th 2004, 2:37pm

Schicke Andreas 'ne Kopie, er schwärmt doch so für Kirchenglocken. :D

Gruß, Wolfgang

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5

Thursday, August 5th 2004, 5:41pm

Zum eigentlichen Test benutze ich die CDs "STAKKATO" 1 und 2 von Audio.
Diese beiden CDs sind speziell zu diesem Zweck gemacht worden und enthalten neben einigen Musikbeispielen (z.B. eine Orgel, die Töne bis hinunter zu 16 Htz spielt) auch Naturaufnahmen, Kirchenglocken, splitterndes Glas, Verkehr, Büro/Alltag, Testsignale mit Festfrequenzen und Rosarauschen.

Beide CDs sind sehr empfehlenswert, aber wohl kaum noch zu bekommen.

Als LPs verwende ich zu diesem Zweck "Dire Straits" - "Brothers in Arms" und eine in mono von den "Animals" aus dem Jahre 1964.
Gruß, Enno

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6

Thursday, August 5th 2004, 6:29pm

.
Ich nehme Musik, die ich "in echt" kenne, weil so kann ich das Original mit der Reproduktion vergleichen.

Wie MichaelB schon schreibt, CD´s von Jeton sind sorgfältig gemacht, ich habe etliche mit Jazz und Klavierstücken (Boogie Woogie)


Frank ( darklab )
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.

~MichaelB

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7

Thursday, August 5th 2004, 6:52pm

Man kann die Liste mit spektakulären LPs und CDs einigermaßen unendlich fortsetzen:

die digitale 1812
alles von Soundstream/Telarc
MFSL
etc.pp.

Ich würde meine MFSL (ich hab garkeine :-) aber jedenfalls nicht mit zu einem Händler nehmen und sie auf einem Dreher mit unbekanntem Nadelzustand abnudeln lassen. Dann doch schon lieber eine CD.

Und natürlich mit Musik, die man auswendig kennt, weiß, wie sie sich anhören muß (??). Das ist alles andere als ein objektiver Vergleich, aber man hört blitzschnell lästige Komponenten heraus.

Um aber mal wieder die Kurve zu kriegen:

Den Vorschlag einer Test-CD unterstütze ich! Beim Revox-Fan-Treffen im letzten Jahr konnte unsere Gruppe auch einen Blick in das Lautsprecherentwicklungslabor werfen. Sehr beeindruckend. Und es gab natürlich eine Lautsprechervorführung. Noch beeindruckender, wenn die Scala 3.7 (digitale Kette von CD bis Box!) dann loslegt. Die CD, die Wolfgang Kelpin (Chefentwickler von Revox) benutzte, hat er mir kopiert und ich darf sie weitergeben. Hier gibts Titellisten und nähere Info dazu: http://www.revoxforum.de/forum/showthread.php?s=&threadid=2445

Viele Grüße
Michael

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8

Thursday, August 5th 2004, 7:19pm

Da ich insgesamt ein recht laxer Mensch bin, nehme ich auch das Austesten neuer Komponenten nicht so wissenschaftlich bierernst. Ich beschränke mich im wesentlichen auf 3 Platten mit insgesamt 4 signifikanten Stücken. Dabei wechseln die Platten auch, ich bin Neuem aufgeschlossen. Und natürlich kommt auch immer das hinzu, was ich aktuell gerade höre, man hat ja jede Woche andere Favoriten ;)

Weniger bewährt haben sich bei mir spezialisierte CDs, die Boxenaufstellhilfe sein wollten oder CDs, die Zeitschriften zum privaten Testen zusammenstellten usw.

Um das Atmen und die Wirksamkeit von Rauschunterdrückern zu testen, lasse ich Sally Barker 'The beginning is now' von CD hauchen (vielleicht heisst das Stück auch anders, ist mir nicht so wichtig). Dieses Stück wurde am Computer so verändert, dass nicht einmal ihr Atmen zu hören ist, d.h. man hat Leerräume herausgeschnitten. Leider zieht das ganze selbst eine kleine Digitalfahne hinterher, aber wenn ich mal Zeit habe, peppel ich den Song auf ;)

Um z.B. die Dynamik von Kassettendecks zu testen und ihnen wirklich einen schweren Brocken hinzuwerfen, verwende ich neuerdings die Jazz-LP von Bert Kaempfert. Hier kann man hören, ob Instrumente sauber abgebildet werden, die Räumlichkeit stimmt und vor allem, wieviel Dynamik fehlt, was bei den Kassettendecks wohl das A und O ist.

Die erste komplett digitale Platte 'Journey through the secret life of plants' von Stevie Wonder liegt mir als CD und Platte vor, ich bevorzuge jedoch das Vinyl. Auf dieser Platte gibt es einige Extreme, die schnell die Spreu vom Weizen trennen helfen. Besonders Plattendreher lassen sich hervorragend hiermit testen.

Damit liege ich auf Konfrontationskurs zu Michael, der ja Böllerschüsse u.ä. nicht als Qualitätshürde ansieht, womit er durchaus manchmal recht haben dürfte. Ich habe nur erstens sicher nicht das Format, den letzten Grashalm rauschen zu hören, andererseits auch nicht die Zeit für aufwendige Tests. Teste ich die Extreme, kann ich im Regelfall davon ausgehen, dass Systeme, die diese Klippen schaffen, auch nahezu alles andere können.

Nichtsdestotrotz bin ich Veränderungen nicht abgeneigt und werde gleich mal bei den Revoxlern nachschauen :-)

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9

Thursday, August 5th 2004, 7:24pm

Ich habe Probleme mit Tonträgern, die einzig und alleine wegen der Aufnahmetechnik gemacht worden sind. Mal abgesehen davon, daß ich den 1812-Böller für etwas mickrig im Sound halte, gibt es eine Reihe anderer guter Testplatten, die schonungslos alle Schwächen an den Tag legen. Aber wenn mich die Musik nicht berührt, verliere ich den Spaß am Zuhören, langweile mich und frage mich dann, wieso ich nicht lieber ein Bier trinken gehe. Wichtig ist mir, daß ich nach 3 Stunden Musikhören immer noch Lust habe, eine Platte aufzulegen oder ein Band einzufädeln und das nur unwillig unterlasse, weil man ja irgendwann mal ins Bett muss.

Tonträger zu finden, die einen künstlerlisch überzeugen, begeistern und gleichzeitig gut aufgenommen sind gibt es gar nicht so viele und jeder trifft eine andere Auswahl.

Bei mir z. B.

Suzanne Vega - "Toms Diner" und gleich im Anschluss "Luka"
Die Stimme acapella im ersten Stück und das opulent und satt arrangierte 2. Stück gehen fast nahtlos ineinander über und bilden einen schönen Kontrast.

Joan Baez -
es ist egal was, das Timbre ihrer Stimme muss passen. Wenn sie näselt wie Dylan ist eine Bose 901 im Spiel.

The Nits - Wool
ziemlich vertrackt aufgenommene CD, die scheinbar friedlich vor sich hinplätschert und man fragt sich, wieso die VU-Meter so heftig klappern...

The Nits - Urkh!
sehr gut gemachte Live-Platte

Jennifer Warnes - Famous Blue Raincoat
aus den gleichen Gründen wie Wolfgang

Sally Barker - "Another Train" und "Who knows where the Time goes"
Die Frau hab' ich gut und gerne 10 - 15 mal live gesehen und ich weiss, wie sie klingt.

Poozies - Another Train
Gleicher Song wie oben, gleiche Lead-Sängerin Sally Barker, aber dazu noch 3 Kolleginnen und alles acapella.

Keith Jarret - Köln Concert
Das Klavier ist immer noch eine Hürde für gleichlaufgestörte Bandgeräte. Ersatzweis geht auch

Simon & Garfunkel - Bridge over Troubled Water

Hannes Wader - aus der CD "nach Hamburg" besonders "Mit Eva auf dem Eis"
eine unspektakuläre, schön arrangierte Platte, luftig und füllig im Sound. Kommt vom "pläne"-label, und von dort kommen eigentlich nur gute Sachen. Wirkung ohne Effekthascherei.

Rebecca Pidgeon - There is a Rose in Spanish Harlem
Alter Heuler, sparsam arrangiert, hinreissend gesungen und ein wunderbar hingetupftes Klavier, das von den ungespielten Noten lebt. Chesky hat sich, ähnlich wie MFSL der high-endigen Aufnahmetechnik verschrieben.

Um nur ein paar Beispiele zu nennen

Michael
Michael(F)

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10

Thursday, August 5th 2004, 7:28pm

=> Andreas

"The beginning is now" ist "Another Train", und die Kämpfert-Platte bwz. das Band habe ich ganz vergessen.

Chris Barbers "Whose Blues" wäre noch zu nennen, und von German Brass z. B. Bachs "Toccata und Fuge" im Blechbläser-Arrangement.

Was die Böller anbelangt: Benchmarks sind ganz o.K., nur wenn ein TA eben diesen Böller nicht kann und ansonsten gut klingt, so lasse ich das TA drin, kaufe mir die Partitur und einen Colt und schieße den Böller eben selber.

Michael
Michael(F)

~MichaelB

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11

Thursday, August 5th 2004, 7:35pm

Schon proviziert man ein wenig, kommen Aussagen ... :-)

Ich sag ja, die Liste läßt sich ewig fortsetzen und natürlich hat jeder seine eigenen Favoriten weil natürlich jeder einen eigenen Musikgeschmack hat. Ist auch gut so.

Wolfgang Kelpin von Revox sagte uns, dass er Boxen am liebsten mit Stimmen probehört. Das menschliche Gehör ist für Nuancen bei Stimmen am empfindlichsten. Und dann natürlich auch Titel, bei denen ein Bass mitmacht. Das sieht man an der Titelauswahl.

@highlander
Die 1812 ist genauso gut und schlecht wie jede andere Musik auch. Wem es gefällt. Ich wollte mit den von mir genannten Titeln nicht implizieren, dass das die ultimativen Stücke sind. Sorry, wenn es so rübergkommen ist.

@Michael(F)
Suzanne's Musik ist g**l ...
Simon & Garfunkel aber nur die LP aus der erstes Pressung. Der Rest taugt nicht mehr viel. Selbst eine Neuauflage in 180g Vinyl ...

Fällt mir gerade noch so ein:
Milva ... die Stimme treibt einem wohlige Schauer den Rücken rauf und runter :-)

Gruß
Michael

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12

Thursday, August 5th 2004, 7:51pm

=> MichaelB
Wird bei Revox noch was entwickelt? Ich denke der Laden ist tot und baut nur noch PCs mit Lautsprecheranschluss?

Frauenstimmen, Männerstimmen, Klavier, Bass, akustische Instrumente - das sind so die gemeinsamen Merkmale meiner bevorzugten Test-Tonträger, die natürlich immer wieder ausgewechselt werden, je nach Stimmung und Geschmack. Komisch, daß die ausgwählten Boxen meistens 2-Wege-Schuhkartons sind.

Gerade wegen der geschmacklichen Vielfalt wäre ein gemeinsam erstellter Tonträger sehr reizvoll.

Beleg dafür, daß die absolute Tonqualität gar nicht so hoch sein muss:

Alex Harvey - The new Band, z. B. "Mafia stole my Guitar"

Der Toningenieur muss taub gewesen sein und hat die Höhen gnadenlos überbetont, und dieses permanente Zischeln des Schlagzeugs deckt zuverlässig auf, wenn ein Tape Höhen verliert.

Michael(F)

der sich fragt ob g**l ... nun was Positves oder Negatives ist. "Marlena on the wall" live zu erleben ist jedenfalls ein Erlebnis.
Michael(F)

~MichaelB

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13

Thursday, August 5th 2004, 8:02pm

Revox entwickelt weiterhin. Jedenfalls in Villingen-Schwenningen. Multiroom '(M51) und Boxen. Und letztere sind wirklich gut. Kelpin hat auch für Fremdfirmen entwickelt. Oder macht es immer noch. Wenn man sich anstrengt, hört man das bei anderen Herstellern heraus :)

"Michael(F)
der sich fragt ob g**l ... nun was Positves oder Negatives ist. Marlena on the wall" live zu erleben ist jedenfalls ein Erlebnis."

Ist es, ist es, unbestritten!!! Ich habe die Rattles in der Westfalenhalle in Dortmund live erlebt. Und Grobschnitt in Hagen. Davon zehre ich heute noch. :)

Da dieses hier ein wenig ausgerutscht ist, wollen wir einen neuen Thread für die Titelauswahl aufmachen?

Gruß
Michael(B)

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14

Thursday, August 5th 2004, 9:10pm

Quoted

MichaelB postete

@highlander
Die 1812 ist genauso gut und schlecht wie jede andere Musik auch. Wem es gefällt. Ich wollte mit den von mir genannten Titeln nicht implizieren, dass das die ultimativen Stücke sind. Sorry, wenn es so rübergkommen ist.
Du warst gar nicht gemeint :D Ich wollte den MichaelF etwas ärgern, der Böllerschüsse nicht mag. By the way: meine heissgeliebte Kirche, die jeden Morgen um 8 und jeden Mittag und 12 erst für 3 Minuten die eine und dann für eine Minute die andere Glocke schlägt, hat heute um 11 Uhr satte 8 Minuten mit beiden Glocken geglockt und da war nicht nur ich ziemlich sauer, denn Arbeiten kann man bei dem Krach nicht. Aber ich würde das Getöse gern mal meinen Boxen zumuten ;)

Markus Berzborn

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15

Monday, July 11th 2005, 11:35pm

Quoted

Kurzum: Mit welcher Musik, welchem Stück testet ihr eure Anlagen?
Vorzugsweise gut aufgenommene klassische Stücke. Sowohl Großorchestrales als auch Kammer- und Solomusik. Am besten Aufnahmen, die ich seit Jahren kenne.

Gruß,
Markus

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16

Monday, July 11th 2005, 11:43pm

Auf die Gefahr hin, daß sich der eine oder andere die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, mein wichtigstes Testlied: "Funky Town" von Lipps Inc. - ich kenne kein Stück, an dem ich besser feststellen kann, ob mir das gesamte Klangbild eines Verstärkers gefällt. War übrigens vor zwei Jahren das K.O.-Lied gegenüber dem von mir zunächst favorisierten Marantz PM 7200 und das Kaufargument für den Yamaha AX 596.

high-end-fidi

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17

Tuesday, July 12th 2005, 12:28am

Quoted

Michael Franz postete
In meiner Studentenzeit zog ich von HiFi-Studio zu HiFi-Studio, unter dem Arm ein sorgfältig zusammengestellte Paket LPs, ….
… ach was… LP’s ?? Du und LP's?? :confused:

Quoted

Michael Franz postete
Perfider Hintergedanke: Könnte man nicht einen Tonträger zusammenstellen, der diese ganzen Tracks bwz. eine Auswahl davon beinhaltet? Der könnte auf verschiedene Medien kopiert werden (MD, CD-R, Senkel, MC ....??)…
…und heute, in der schönen neuen digitalen Welt, nimmst du nur noch deinen USB-MP3-Memmory-Stick mit… ;) na , dann mal viel Spaß und erst Recht viel Erfolg beim „Testen der Klangeigenschaften von Komponenten"… :laugh:

... mit bis über beide Ohren grinsende Grüße von Fidi :grins:

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18

Tuesday, July 12th 2005, 1:45am

Ich nehme keine Musik mehr zum Testen von Hifi-Componenten.

Früher, die ersten CD-Spieler gab es schon, waren aber für mich unbezahlbar, habe ich die Maxi: "Men without hats" von Virgin genommen, A-Seite: "The Safety Dance". Die Platte wurde 1982 von Virgin gepreßt und hat einiges an Höhenanteilen und wilden Stereopassagen. Damit konnte man damals gut testen.
Waren die Höhen zu hören, sausten die Stereoeffekte herum?!

Jetzt, dank Meßmöglichkeiten, nehme ich einen guten Sinusgenerator als Quelle. Damit kann man sehr schnell Schweinereien heraushören. Das Ohr ist empfindlich bezüglich Oberwellen. Wenn z.B. ein Lautsprecher zerrt, hört man das mit einem reinen Sinuston ganz gut. Ich habe kein "musikalisches" Ohr, ich kann verschiedene Geigenbauer nicht oder nur kaum vom Klang her unterscheiden. Wie ein reiner Sinus zu klingen hat, ist mir wesentlich besser geläufig. Auch wie laut er frequenzabhängig rein gehörmäßig zu sein hat, kann ich mit meinen noch recht brauchbaren Ohren einschätzen. So kann ich durchaus Dellen im Frequenzgang bei Lautsprechers heraushören.
Ich habe vor einigen Monaten den Kopfhörer Beyerdynamik DT931 gekauft. Den habe ich auch so getestet und in der Auswahl für gut befunden.

Fazit:
Ein Sinussignal ist ehrlich. Man kann es hören und messen. Auch die Harmonischen, Oberwellen kann man hören und messen. :)

Andreas, DL2JAS

P.S.: So ein Sinussignal als Kriterium sollte durchaus auch was für unsere Analogis und/oder Highenders sein. Ein reines Sinussignal kann man nur analog herstellen aber beliebig genau digital reproduzieren.
Was bedeutet DL2JAS? Amateurfunk, www.dl2jas.com

Markus Berzborn

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19

Tuesday, July 12th 2005, 1:54am

Jetzt mal abgesehen vom Einsatz von Sinustönen zu Testzwecken gibt es auch interessante auf Sinusschwingungen basierende Musik. Gut, Stockhausens frühe Studien I und II dürften bekannt sein. Aber auch La Monte Young arbeitete viel mit Sinusgeneratoren. Als relativ aktuelle Produktion kann ich "Ultra White Violet Light" von Charles Curtis empfehlen: Sinustöne plus Cello.

Gruß,
Markus

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20

Tuesday, July 12th 2005, 11:18am

Da ich zwar gerne Musik höre, aber selbst leider unmusikalisch bin, kann ich mich bei Komponenten-Tests auch nur auf Messungen verlassen.

Sinussignale haben in der Magnetbandspeichertechnik zweifellos ihre Berechtigung. Beim Test von Verstärkerschaltungen sehen sie zwar immer schön aus auf dem Oszi oder Analyzer, aber aussagekräftig sind sie erst bei groben Fehlern in der Hardware. So wird z.B. der Klirrfaktor erst ab 10% gerade mal mit dem blosen Auge sichtbar.

Ich bevorzuge deshalb lieber Rechtecksignale, an ihnen kann man auf den ersten Blick die Übertragungseigenschaften von Komponenten bewerten. Schließlich sind es die Phasenfehler die den Klang eines Versärkers typisch verfälschen und weniger die Amplitudenfehler!
Übrigens werden Messverstärker in Oszis aus dem gleichem Grund nur mit Rechtecksignalen getestet und abgeglichen.

Die senkrechte Flanke eines Rechtecksignals entspricht immer einer sehr hohen Frequenz, die wagerechte Flanke einer sehr niedrigen Frequenz (Gleichspannung). An Hand der Impulsform am Ausgang kann man die Übertragungseigenschaften sofort bewerten.

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21

Tuesday, July 12th 2005, 1:33pm

Liebe Tonwelle!

Thema ist eigentlich: "Welche Musik nehmt ihr zum Testen von HIFI-Komponenten". Ich mit meinen Sinustönen bin da schon knapp vor ot. Rechtecke kann man sehr gut auf dem Schirm beurteilen. Aber gehörmäßige Beurteilung? Ich habe es noch nicht weiter ausprobiert, ob das auch ein Weg ist. Man müßte heraushören, ob beim Rechteck z.B. was fehlt. Hat jemand Erfahrungen in diese Richtung?

Andreas, DL2JAS
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22

Tuesday, July 12th 2005, 8:22pm

Andreas,

ich bitte vielmals um Entschuldigung, ich vergaß.
Manchmal liest man nur den letzten Beitrag und da ging es um Sinustöne, da habe ich einfach meinen Senf dazugegeben, ohne auf das Thema zu achten.
Es soll ja nicht wieder vorkommen, versprochen!

Übrigens nehme ich sowohl Klassik-,als auch Unterhaltungsmusik-CD´s, deren "Klang" ich, bzw. meine Ohren von meiner Wiedergabeeinrichtung her gut kennen.
Diese Methode ist natürlich immer subjektiv und vom Hörgeschmack des Einzelnen abhängig, aber schließlich gibt es keine neutrale Meßmethode, welche das Gehör ersetzen könnte.
Ich verlasse mich auf das Gehör der Profis und nehme dies als Maßstab.

Eigentlich müsste man eine Gruppe von musikgeschulten Leuten, mit ausgewählten Musikstücken, einzeln eine beeinflußbare Wiedergabeanlage einstellen lassen und anschließend den Mittelwert aller Einstellungen ermitteln.
Diesen "Klang" dann auf einem Testmedium verewigen. Allerdings klingt dieses Testmedium bei jedem wieder anders.

Bernd

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23

Tuesday, July 12th 2005, 9:52pm

Quoted

capstan postete
Andreas,

ich bitte vielmals um Entschuldigung, ich vergaß.
Manchmal liest man nur den letzten Beitrag und da ging es um Sinustöne, da habe ich einfach meinen Senf dazugegeben, ohne auf das Thema zu achten.
Es soll ja nicht wieder vorkommen, versprochen!
Hast ja Glück, daß ich nicht meinen Neuerwerb aus dem www herausgeholt habe:

Eine sinnvolle Sache ist z.B. eine CD mit reinen Sinustönen und Sweeps. Die kann man prima mit in den Laden nehmen und damit dem Verkäufer auf den Keks gehen. :D
Es ist schon interessant, was gerade Lautsprecher im Tieftonbereich an ulkigen Tönen produzieren können, die ihnen elektrich nicht zugeführt werden...

Andreas, DL2JAS
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24

Wednesday, July 13th 2005, 1:29am

Als ich den thread gestartet habe, fragte ich deshalb nach Musik, weil ich gar nicht an Sinus- und sonstige Meßtöne dachte. Finde ich schon o.K., darauf einzugehen.

Matze hat mal eine Test-CD mit Meßtönen fabriziert, Sind diese für diesen Zweck tauglich? Ich habe ein Exemplar, aber noch nicht ausprobiert.

Wäre das nicht einen eigenen thread Wert? Testen von Musikequipment mit speziell zusammengestellten Meßtönen. Was muss so eine CD enthalten.
Vorteil des Verfahrens ist zumindest, daß man sich über die Entfernung besser austauschen kann.
Michael(F)

Jürgen Heiliger

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25

Wednesday, July 13th 2005, 4:58am

Hallo Michael F, Hi Freunde,

solche Test CDs gibt es doch schon seit den Anfängen der CDs, auch so manche befindet sich bei mir.

Doch haben die meisten irgendwo immer einen Nachteil. Entweder sie haben nur Sinustöne oder Sweeps, oder Rechtecksignale oder Phasen Tests. Aber nur wenige sind vollständig, d.h. sie alle Testsignale und auch Musikbeispiele abgespeichert.

Denn nur mit Testtönen geht es nun nicht einmal, mbMn.

Einige der wenigen mir bekannten Test CDs, die diese Voraussetzungen haben, ist die:
Digital Test Compact Disc der RCA von 1984 (RD 70400).

Diese beinhaltet folgende Signale:
1) 400Hz Maximum Level 0db absolut
2) L/R Test
3) Phasen Test mit Rosa Rauschen (mit Phase in/out)
4) Lautsprechertest anhand von Gesangsstimmen und Einzelinstrumenten
5) Rosa Rauschen
6) Testtöne anhand Musikinstrumenten
7) Einzelfrequenzen anhand Sinustönen
8) Gleitton 125-25 Hz
9) Auf- und abschwellender Ton 3000/315Hz
10) a.Aussteuerungskontrolle 400Hz (-20db absolut), -10, -20, +3, +6, +9db — ausgehend von -20db absolut
b. 100ms pulse * 5, 10ms pulse * 5, 1ms pulse * 5
11) a.Musikbeispiel bei 0db absolute
b. Das Gleiche bei 3 db
c. Das Gleiche bei -40 db
d. Das Gleiche bei -60 db
e. Stille
12) 400 Hz bei -60 db absolute

13-23) ausgesuchte Musikstücke mit natürlichen Instrumenten und Gesang als Beispiele

leider habe ich das Begleitheft nicht mehr, welches dieser CD beilag. Einmal verliehen und nicht mehr zurückbekommen.......


Warum kann eine TestCD nur mit unterschiedlichen Sinustönen eine Anlage richtig bewerten/testen?

Die Musik besteht ja auch nicht nur aus Sinussignalen, klar zunächst einmal für sich betrachtet ja, aber auch Impulsen unterschiedlichster Dauer (Ausschwingverhalten) und Lautstärke.
Somit kann ich mit reinen Sinustönen kein Ausschwingverhalten testen. Dies geht nur mit Rechtecksignalen oder Impulstests. Mit diesen kann ich aber keinen Frequenzverlauf testen. Sei es von Lautsprechern oder Aufnahme-/Wiedergabegeräten, bzw. Verstärkern.

Nur dies, also Sinustöne und Musikbeispiele, im Zusammenhang gesehen, lässt mich meiner Meinung nach eine Aussage machen über die Güte einer Anlage/Einzelkomponente.

Als reine Musikplatten/CDc nehme ich persönlich die Hugh Masekela – Hope und hier insbesondere das Stück Stimela (the cool train), oder Tracy Chapman – Crossroads.


Gruß
Jürgen

Etienne

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26

Wednesday, July 13th 2005, 8:27am

Hallo

Quoted

Einige der wenigen mir bekannten Test CDs, die diese Voraussetzungen haben, ist die:
Digital Test Compact Disc der RCA von 1984 (RD 70400).
Diese CD verwende ich ebenfalls.

Gruss

Posts: 2,932

Date of registration: Dec 5th 2004

Location: NRW

Occupation: N.N.

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27

Wednesday, July 13th 2005, 8:53am

Quoted

Jürgen Heiliger postete
......
Einige der wenigen mir bekannten Test CDs, die diese Voraussetzungen haben, ist die:
Digital Test Compact Disc der RCA von 1984 (RD 70400).

Diese beinhaltet folgende Signale:
1) 400Hz Maximum Level 0db absolut
....
....
10) a.Aussteuerungskontrolle 400Hz (-20db absolut), -10, -20, +3, +6, +9db — ausgehend von -20db absolut
.....

Gruß
Jürgen
Lieber Jürgen und Etienne,

die von Euch verwendete Test CD ist ja wirklich sehr umfangreich ausgestattet. Unter den von Dir Jürgen genannten Test-Signal-Umfang der Audio CD taucht der Begriff "absolut" auf und sogar Pegel größer 0dB.

Wie habe ich dass zu verstehen?

Meines Wissens liegt der Maximalpegel und damit das sogenannte Sättigungsregister, welches den digitalisierten Analogwert repräsentiert auf nummerisch Maximum bei 0dB oder?


Danke und Gruß

Thomas
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!

Markus Berzborn

Unregistered

28

Wednesday, July 13th 2005, 9:08am

Was ist in der Hinsicht (reine Testsignale) an aktuellen LPs zu empfehlen?
Ich meine, auf jeden Fall die Testplatte von Image Hifi. Die ist präzise und sauber gefertigt. Ziehe ich der AAA-Klangtest-LP vor.

Gruß,
Markus

Matze

Unregistered

29

Wednesday, July 13th 2005, 9:19am

Meine Einmess CD enthält lediglich Töne zum Einmessen von Tonbandgeräten und zur Frequenzgangprüfung. Etwas anderes war nicht beabsichtigt. Letztendlich kannst du bei anderen Gerätschaften lediglich den Frequenzgang prüfen.

Jürgen Heiliger

Unregistered

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Wednesday, July 13th 2005, 9:36am

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Gyrator postete

Quoted

Jürgen Heiliger postete
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Einige der wenigen mir bekannten Test CDs, die diese Voraussetzungen haben, ist die:
Digital Test Compact Disc der RCA von 1984 (RD 70400).

Diese beinhaltet folgende Signale:
1) 400Hz Maximum Level 0db absolut
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10) a.Aussteuerungskontrolle 400Hz (-20db absolut), -10, -20, +3, +6, +9db — ausgehend von -20db absolut
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Gruß
Jürgen
Lieber Jürgen und Etienne,

die von Euch verwendete Test CD ist ja wirklich sehr umfangreich ausgestattet. Unter den von Dir Jürgen genannten Test-Signal-Umfang der Audio CD taucht der Begriff "absolut" auf und sogar Pegel größer 0dB.

Wie habe ich dass zu verstehen?
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Danke und Gruß
Thomas
Hallo Thomas,

die unter 10 a) zu sehenden Werte sind, wie auch zu lesen, immer ausgehend bei diesen Testsignalen von einem Pegel von -20 db absolut, also Maximum.
Also steht der Wert für -10db im Endeffekt für -30db absolut und der Wert für +6db für -14db absolut als Beispiel.

Bei jedem Testsignal wird im Übrigen der Wert für das Testsignal im Bezug auf den Absolutpegel angegeben. Bei der Masse der Testsignale würde es hier nur den Rahmen sprengen, diese alle genau anzugeben. Genauso wie das mehrseitige Begleitheft, aus der Erinnerung meines Wissens über 40 Seiten, hier wiederzugeben.

=> Etienne

hast Du dieses Begleitheft noch?
Wenn ja, könntest Du mir eine Kopie anfertigen, da meins nicht mehr vorhanden ist.

Gruß
Jürgen