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Etienne

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31

Monday, September 5th 2005, 5:04pm

Hallo Gyrator

Quoted

Gyrator postete Gerade die inzwischen nicht mehr ganz so innovativen Konzepte von z.B. ReVox Multiroom und aktive DSP Lautspecherboxen werden meineserachtens achtlos in der Nische liegen gelassen. Gerade solche praktische und flexible Audiokonzepte könnten in Stückzahlen wesentlich preiswerter und qualitativ hochwertiger sein als jede bisherige High-Endige-Alt-Technologie-Anlage. Hier wird viel Potential ungenutzt liegengelassen. Ich denke das aber gerade die elitären High-End Kleinunternehmen technologisch eher konservativ agieren und sich nicht mit wirklichen neuen Konzepten belasten möchten, da sie das Risiko scheuen.
Richtig. High-End ist sehr, sehr konservativ. (Böse Zungen behaupten, moderne Konzepte wie DSP-Lautsprecher, Multiroom, Vernetzung etc. würden sich dem einfach gestrickten High-End-Zielpublikum nicht verkaufen lassen, da dieses überfordert sei. Aber wie gesagt, das sind böse Zungen, nicht meine persönliche Ansicht.)

Die Problematik ist doch ganz einfach: Wer sich nicht von anderen durch zus. Fähigkeiten und Produkte abheben kann, muss eine Me-Too-Strategie fahren. Normalerweise sind das diejenigen, die sich über den Preis definieren. Grosse Zukunft haben solche normalerweise nicht, wenn sie zu klein sind. Auch wenn sie überleben, sie dümpeln jahrelang vor sich hin.

Gruss

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32

Monday, September 5th 2005, 5:10pm

Zuerst möchte ich eine Lanze für die Bastler brechen. Es waren oft genug die spinnerten Bastler, die erfunden haben, was rational und ökonomisch denkenden Menschen nicht in den Sinn kam. Ein besonders prominenter und geschätzter Bastler in diesem Sinne war Willi Studer. Man braucht ja, wenn man als Bastler anfängt, nicht als solcher aufzuhören.

Womit wir beim Thema "Entwicklungsfähigkeit von High-End" sind oder dem der Branche nachgesagtem Konservatismus. Das gilt so pauschal nicht. Wie mir scheint, entwickeln sich viele der "alten" High-End-Firmen aus ihrem "Bastlerstatus" hinaus in Richtung Multiroom, Multichannel und Digital weiter, folgen also dem offensichtlichen Bedürfnis der Kundschaft: Beipiele Linn, McIntosh und andere. Auch Firmen wie Burmester kommen nicht mit dem High-End-typischen Drahtverhau und handgeflochtenen Kabeln daher. Ich habe vor kurzem ein Photo eines offenen Gerätes gesehen - sah sehr sauber aufgebaut aus, auf den ersten Blick. Quad ist schon ab der 606/66 der Vorwurf gemacht worden "zu Fortschrittlich" zu sein, man darf gespannt sein, wie sich diese Firma unter chinesischer Führung weiter entwickeln wird.

Für viele Kunden ist es wichtig, etwas "besonderes" zu haben, das nicht jeder hat. Etablierte Namen aus dem exclusiven Bereich (Naim, Linn, Rega, McIntosh .....) sind nicht mehr zugkräftig genug, da etablierter und in gewisser Weise zum Mainstream gehörig. Man tendiert dann zu einem "handmade"-Produkt in der oft irrigen Annahme, handmade sei automatisch besser als seriengefertigt, sicher auch aus Prestigegründen heraus und aus der Lust am "Geheimtip". In der logischen Folge wachsen eine ganze Reihe von Kleinfirmen nach, die genau dieses Bedürfnis befriedigen. Die Kundschaft bezahlt dafür, also kann profitabel gefertigt werden. Wenn man so will: Das sind die Firmen Porsche der Audiotechnik, sofern sie sich am Markt halten können. Bei den kleinen herrscht reges kommen und gehen, viele werkeln auch im Verborgenen.
Michael(F)

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33

Monday, September 5th 2005, 5:25pm

Quoted

Etienne postete
Wenn du das Auflegen von LPs brauchst, um geistig rege zu bleiben, dann gute Nacht.
Die Fähigkeiten des Plattensammlers und Vinylhörers auf's Plattenauflegen zu beschränken ist zu kurz gedacht. Da Du aufgrund Deiner geistigen Fähigkeiten eigentlich nicht kurz denkst, war das wohl Absicht so.

Eine Sammlung bewusst zusammenzutragen und zu erweitern erfordert weit mehr an Kenntnissen als die Bedienung der Hardware, die ein Kapitel für sich ist. Alleine die notwendige Sortierung, sofern das ohne PC-Hilfe geschieht, erfodert ein bewusstes Auseinandersetzen mit der Sammlung, ist auch Ausdruck eines persönlichen Stils.

Kenntnisse über Musik braucht der PC-Digitalo auch, wenn er über das übliche download-klick-speichern-unter hinauskommen will. Nur ist sein einziges handwerkliches Mittel dann immer noch der PC und die damit verbundenen Recherche-Download-Routine.

Dagegen auf Flohmärkten den Blick für den richtigen Stapel zu haben, mit dem richtigen Riecher die richtigen Leute anzusprechen, das gekaufte Beurteilen, abschätzen, die Preise verhandeln, logistische Probleme lösen und dabei den Spaß am Musikhören nicht verlieren - da gehört ein bisschen was dazu. Das ist Hobbyausübung im realen Leben. Es hat etwas mit Entdecken und Ausgraben zu tun. Die dazugehörigen Infos bekommt man mit dem Tonträger mit oder durch persönliche Auskünfte, wenn man sich - wie auch immer - austauscht. Es macht der Plattenhändler den besten Umsatz mit mir, der mir die besten "hör da mal rein"-Musiktips gibt. Die Internetszene finde ich da vergleichsweise wüst und leer. Zumidest bei der Art Musik, die mir wichtig ist.

Ich kenne durchaus Plattensammler, die den PC als Ergänzung verwenden um an Tracks zu kommen, die es anders (noch) nicht gibt, ich kenne aber wenig Computerkids, die überhaupt wissen, was sie da auf ihrer Festplatte zusammen gerafft haben. Wenn es hochkommt, ist es der Interpret. Der Komponist? Das Erscheinungsjahr? Das Line-Up? Der Text? Reissues? Querverbindungen zu anderen Musikern, Bands? Fehlanzeige!

Wer sich bedudeln lassen will, kommt mit dem Internet klar, wer sich aktiv mit Musik beschäftigen an den Tonträgern nicht vorbei.

80 von 100 Plattensammlern kennen sich in ihrem Gebiet aus, und zwar fundiert.
Wenn sich 20% der mp3-ipod-Internet-User fundiert in ihrer zusammengeramschten Musik auskennen, dann fresse ich einen I-Pod ohne Essig und Öl!
Michael(F)

cdj74

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34

Monday, September 5th 2005, 5:26pm

Quoted

mfranz postete
Die in Wiki beschriebene Laserabgetastete Video-Disk gab es in der Form nie. Sie war analog.
Ja, das ist dort nicht ganz richtig, zumindest was den Videoteil angeht. Digitalen Ton (PCM, AC3 und DTS) gab's später dann ja doch auf der Laserdisc. Im verlinkten Artikel zur Laserdic wird es aber korrekt erklärt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Laserdisc

"Technik
Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist das Videobild auf LDs ein auf zwei Zustände reduziertes Analogformat und nicht in einem komplett digital repräsentierten Format wie auf VCDs oder DVDs. Beim Mastering der LDs wird das analoge Videobild moduliert und an den Nulldurchgängen des Signals abwechselnd als "Vertiefung" und "Nicht-Vertiefung" gepresst. In einem LD-Spieler folgt ein PLL-Synthesizer diesen Vertiefungen und regeneriert dazu das ursprüngliche Signal. Fehlererkennung und -korrektur sind nicht möglich."

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35

Monday, September 5th 2005, 6:04pm

Quoted

Etienne schrieb
- Warum sind wir mit der Integration in Computer-Netzwerke nicht viel weiter?
- Warum lassen sich die allermeisten Anlagen noch immer nicht an den PC anbinden?
Was soll das bringen? Spätestens beim nächsten Windows-Update funktioniert doch nichts mehr. Wenn ich über eines sehr froh bin, dann über die Möglichkeit, mit dem PC Musik zu sammeln und zu hören. Über was ich noch viel mehr froh bin ist, daß das auch ohne den PC geht. Von diesen Informationspfuschern abhängig zu sein, wenn ich Musik hören will, ist eine grässliche Vorstellung. Nichts gegen einen Musik-PC, der in die Anlage integriert ist, aber ein Netzwerk aus Musikanlage und PC würde es vielleicht dann geben, wenn Revox es gebaut hätte. Dann wäre der Rechner aber 20 Jahre lang der selbe geblieben.


Quoted

Etienne schrieb
- Warum bieten nur so wenige Geräte die Möglichkeit, die Musik vom PC/Fileserver abzuspielen?
Eine simple Verbindung vom Line-Out der Soundkarte zum Aux-In des Amps? Das dürfte doch jeder hinkriegen


Quoted

Etienne schrieb
- Warum gibt es z.B. keine ganzheitliche Lösung, welche den PC fernbedienbar macht und ihn sinnvoll in die Hifi-Anlage integriert?
- Warum gibt es nur so wenige Geräte, die sich z.B. mit dem Handy oder dem PDA bedienen lassen??
Aus dem gleichen Grund wie oben schon genannt: Weil die EDVler es bis heute nicht verstanden haben, für Planungssicherheit zu sorgen, weil es in ihren Kopf nicht reingeht, daß man etwas auch benutzen möchte ohne ständig irgendetwas upgraden zu müssen. Ich denke bei der ununterbrochenen Nutzungsdauer nicht in Quartalen, sondern in Jahren. Es ist ja noch nichteinmal möglich, ein Handy zu bauen, bei dem das Ladegerät eines anderen, markengleichen Modells passt. Meinst Du wirklich, das Duo infantile bestehend aus Handy und PC bekommt eine Anlage integriert? Never!

Deine Fragen gebe ich zurück:
Wann gibt es eine PC-Hardware-Software-Kombination, die ich gesichert 5 - 10 Jahre nutzen kann, so problemlos wie z. B. eine A77 oder einn B285? Daß der PC keinen Einzug da gehalten hat, wo er sinnvoll eingesetzt werden könnte, liegt nicht nur an den vermeintlich rückwärtsgewandten Usern mit reaktionärem Gedankengut sondern vor allem an den locker-flockig hingepfuschten IT-Lösungen die dem Menschen, so er ein normaler Sterblicher ohne besondere EDV-Kenntnisse ist, Demut abringt vor einer Technik, die er nicht beherrscht. Andauernde Demut führt mich in die Depression. Das, was Du Dir wünscht, bekommen nichteinmal die großen Entwicklungsabteilungen der großen Konzerne gebacken. Eine kleine Firma, die innovativ sein möchte, erst recht nicht. Die bekommen nichteinmal die benötigten Auskünfte von Microsoft, was sich an der neuen Version konkret geändert hat.

Ein EDV-Crack sieht das anders. Ich bin keiner. Also halte ich mich an das, was ich so ganz nebenher im Rahmen meiner Hobbyausübung zu lernen in der Lage bin. Computertechnik gehört nicht dazu. Es interessiert mich auch nicht.
Michael(F)

Etienne

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36

Tuesday, September 6th 2005, 11:32pm

Hallo Michael

Quoted

Michael Franz postete
Zuerst möchte ich eine Lanze für die Bastler brechen. Es waren oft genug die spinnerten Bastler, die erfunden haben, was rational und ökonomisch denkenden Menschen nicht in den Sinn kam. Ein besonders prominenter und geschätzter Bastler in diesem Sinne war Willi Studer. Man braucht ja, wenn man als Bastler anfängt, nicht als solcher aufzuhören.
Für mich war Willi Studer ziemlich genau das Gegenteil eines Bastlers. Er hat zwar im kleinen Rahmen und auch mit wenig Mitteln angefangen, hat aber schon von Anfang an - naja, die ersten Jahre nehmen wir mal aus - im grossen Rahmen gedacht. Er wusste, was am Markt falsch war. Er wusste, was sinnvoll und richtig war. Er wusste, welche Ideen und Konzepte modern waren. Er kannte die Schwächen alter Konzepte und versuchte, diese zu umgehen. Er hat von Anfang an moderne Technologie verwendet, solide und professionell gefertigt und hat sich nicht auf Äste hinausgelassen. Er stellte an sich selbst und auch an alle anderen sehr hohe Anforderungen und wollte das Beste. Er war ein Profi und verhielt sich auch so. Z.B. kam das B215 erst auf den Markt, als es einen Einmesscomputer gab, der seinen Anforderungen genügte. Ich betrachte Hifi-Geräte ebenfalls sehr kritisch, gerade eben deshalb komme ich ja zur Aussage *Bastlergeräte*: Alte Konzepte, alte Technik, häufig fauler Zauber, Ergonomie ist ein Fremdwort etc.

Quoted

Womit wir beim Thema "Entwicklungsfähigkeit von High-End" sind oder dem der Branche nachgesagtem Konservatismus. Das gilt so pauschal nicht. Wie mir scheint, entwickeln sich viele der "alten" High-End-Firmen aus ihrem "Bastlerstatus" hinaus in Richtung Multiroom, Multichannel und Digital weiter, folgen also dem offensichtlichen Bedürfnis der Kundschaft: Beipiele Linn, McIntosh und andere. Auch Firmen wie Burmester kommen nicht mit dem High-End-typischen Drahtverhau und handgeflochtenen Kabeln daher.
Ja, Linn, T+A und zum Teil auch McIntosh etc. entwickeln sich in diese Richtung. Diese sind für mich die Positivbsp. Moderne Produkte, interessante Produkte, eine stimmige Linie, ein ganzes Sortiment. (T+A hat zwar ein langweiliges Design und McIntosh ist ebenfalls altbacken und langweilig, aber über Design soll man ja nicht streiten.)

Aber wenn wir diese drei und evtl. noch ReVox, die gehen ja in eine ähnliche Richtung, aussen vor lassen, was bleibt noch? Leider nicht mehr viel.

Quoted

Für viele Kunden ist es wichtig, etwas "besonderes" zu haben, das nicht jeder hat. Etablierte Namen aus dem exclusiven Bereich (Naim, Linn, Rega, McIntosh .....) sind nicht mehr zugkräftig genug, da etablierter und in gewisser Weise zum Mainstream gehörig. Man tendiert dann zu einem "handmade"-Produkt in der oft irrigen Annahme, handmade sei automatisch besser als seriengefertigt, sicher auch aus Prestigegründen heraus und aus der Lust am "Geheimtip". In der logischen Folge wachsen eine ganze Reihe von Kleinfirmen nach, die genau dieses Bedürfnis befriedigen. Die Kundschaft bezahlt dafür, also kann profitabel gefertigt werden. Wenn man so will: Das sind die Firmen Porsche der Audiotechnik, sofern sie sich am Markt halten können. Bei den kleinen herrscht reges kommen und gehen, viele werkeln auch im Verborgenen.
Das ist z.B. bei den Rennrädern auch so. Ja kein schnödes Serien-Produkt. *Insider* kaufen sich (angeblich) handgefertigte, italienische Stahlrahmen mit Namen, die man alle zwei Jahre mal sieht. Hauptsache exklusiv.

Die Frage ist - um wieder auf's Thema zurückzukommen - wieviele können das machen? Bei wievielen Anbietern zieht diese Strategie? (Bei Fahradrahmen ist das einfacher, dazu braucht es einen Schweisser/Löter und einen Zeichner.)

Gruss

Etienne

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37

Tuesday, September 6th 2005, 11:51pm

Hallo Michael

Quoted

Michael Franz postete
Was soll das bringen? Spätestens beim nächsten Windows-Update funktioniert doch nichts mehr. Wenn ich über eines sehr froh bin, dann über die Möglichkeit, mit dem PC Musik zu sammeln und zu hören. Über was ich noch viel mehr froh bin ist, daß das auch ohne den PC geht. Von diesen Informationspfuschern abhängig zu sein, wenn ich Musik hören will, ist eine grässliche Vorstellung. Nichts gegen einen Musik-PC, der in die Anlage integriert ist, aber ein Netzwerk aus Musikanlage und PC würde es vielleicht dann geben, wenn Revox es gebaut hätte. Dann wäre der Rechner aber 20 Jahre lang der selbe geblieben.
Einen gut integrierten PC meinte ich eigentlich. PC und Anlage verbinden, ist keine grosse Kunst, die Integration hingegen schon. Softwareprobleme habe ich eigentlich sehr selten.

Quoted

Etienne schrieb
- Warum bieten nur so wenige Geräte die Möglichkeit, die Musik vom PC/Fileserver abzuspielen?
Eine simple Verbindung vom Line-Out der Soundkarte zum Aux-In des Amps? Das dürfte doch jeder hinkriegen [/quote] Ja, aber kann ich dann mit der FB des Hifi-Gerätes den nächsten Track im Player anwählen?
Zeigt mir die Anlage den gespielten Track an?
Kann ich den PC mit der FB ein- und ausschalten?

(Ich habe mir das Konzept eines solchen Gerätes, welches z.B. Revox anbieten könnte, um eine günstigere Lösung als die Audio-Server anbieten zu können, mal durchgedacht. Technisch wäre es eigentlich keine Sache. Sogar Timer-Events würden funktionieren)

Quoted

Etienne schrieb Aus dem gleichen Grund wie oben schon genannt: Weil die EDVler es bis heute nicht verstanden haben, für Planungssicherheit zu sorgen, weil es in ihren Kopf nicht reingeht, daß man etwas auch benutzen möchte ohne ständig irgendetwas upgraden zu müssen. Ich denke bei der ununterbrochenen Nutzungsdauer nicht in Quartalen, sondern in Jahren. Es ist ja noch nichteinmal möglich, ein Handy zu bauen, bei dem das Ladegerät eines anderen, markengleichen Modells passt. Meinst Du wirklich, das Duo infantile bestehend aus Handy und PC bekommt eine Anlage integriert? Never!
Mit Software aber der Stange ist das sicher nicht ganz trivial. Sobald man die Software aufeinander anpassen kann, gibt es auch weniger Probleme. Solche Software muss ja nur einen Bruchteil eines Alleskönnenmusssystems beherrschen.

Quoted

Deine Fragen gebe ich zurück:
Wann gibt es eine PC-Hardware-Software-Kombination, die ich gesichert 5 - 10 Jahre nutzen kann, so problemlos wie z. B. eine A77 oder einn B285?
Win32 gibt es nun bereits 10 Jahre, weitere 10 Jahre dürfte es das noch geben und später wird es wohl mal Emulatoren geben. *nix gibt es schon seit 40 Jahren. Ein frei verfügbarer Sourcecode für *nix lässt sich auch in Jahren noch kompillieren.

Der Zwang zum Update ist sicher grösser als bei klassichen Hifi-Gerätschaften, da hast du absolut Recht. Andererseits sind solche Geräte in den meisten Fällen nicht 30 Jahre in Betrieb.

Quoted

Daß der PC keinen Einzug da gehalten hat, wo er sinnvoll eingesetzt werden könnte, liegt nicht nur an den vermeintlich rückwärtsgewandten Usern mit reaktionärem Gedankengut sondern vor allem an den locker-flockig hingepfuschten IT-Lösungen die dem Menschen, so er ein normaler Sterblicher ohne besondere EDV-Kenntnisse ist, Demut abringt vor einer Technik, die er nicht beherrscht.
Ja, das stimmt zum Teil sicher. Das habe ich Matthias auf seine Aussage geantwortet, dass es all das, was ich suchen würde, als Linux-Projekte schon längst gebe.

Genau aus den von dir angegeben Gründen wäre es ja sinnvoll, wenn ein Hersteller eine SW-HW-Kombi anbietet, welche die Probleme der gängigen Selbstbau-Linux-Bastellösungen umgeht. Die Software ist da, die Hardware ist da. Was fehlt ist eine sinnvolle Verbindung, die es dem Normalsterblichen einfach möglich macht, es einfach zu nutzen. Audioserver sind z.B. eine Gattung, die das versucht. Mit der neuen Technik liessen sich noch mehr neue Gerätegattungen/Konzepte herstellen.

Eigentlich ist es ja paradox: Vor 30 Jahren flog der Mensch auf den Mond, Moderne Autos vereinen Dutzende elektronischer Systeme, was uns bei James Bond einst als Utopie erschien ist heute allgegenwärtig und selbstverständlich, ganze Haussteuerungen lassen sich automatisieren, aber im Bereich Hifi treten wir am Ort.

Quoted

Andauernde Demut führt mich in die Depression. Das, was Du Dir wünscht, bekommen nichteinmal die großen Entwicklungsabteilungen der großen Konzerne gebacken. Eine kleine Firma, die innovativ sein möchte, erst recht nicht. Die bekommen nichteinmal die benötigten Auskünfte von Microsoft, was sich an der neuen Version konkret geändert hat.
Hier versucht das einer als Einzelmaske:
http://www.nubert-forum.de/nuforum/viewtopic.php?t=8703

Gruss

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38

Wednesday, September 7th 2005, 8:11pm

Hallo Etienne,

all das, was Du einforderst, gibt es im Prinzip schon. Mach mal Urlaub in Japan oder Korea...

Eine Freundin aus Osaka steuert ihren HDD-Videorecorder per Handy. Digital-Radio damit aufzuzeichnen ist sicher auch kein Problem; nur hat daran wohl keiner Interesse. Von der Festplatte auf eine CD oder DVD zu kopieren: No problem.
In der Firma ihres Onkels werden die Mitarbeiter den ganzen Tag lang mit Akustik-Clips berieselt. Über jedes Handy können Durchsagen eingespielt oder vorgefertigte Texte abgerufen und in bestimmte Räume eingespielt werden. Über einen WLAN-PDA kannst Du aufgenommene Clips an das System übermitteln oder von dort abrufen und lokal kopieren. Dahinter steht kein großer Server, sondern eine kleine Kiste. Etwas größer als ein CD-Player.

In Deutschland werden solche Systeme - wie auch viele "Neuheiten" der Funkausstellung - noch nicht angeboten. Man kommt gerne mit eingeführten Produkten nach Europa, die ihr Geld schon verdient haben und ausgereift sind, bevor sie sich hier bewähren müssen.

Hier bleibt also heute der Computer als Universal-Werkzeug: Mit Windows-Lösungen kann ich Dir nicht helfen weil ein Windows-System prinzipiell kein Dauerläufer ist (und MS mich auch nicht interessiert), aber unter Linux ist Dein o.g. Anforderungsprofil kein Problem.
Wenn ich mich recht erinnere gab es da z.B. von der c't schon ein interessanten Projekt, auf das man zumindest aufsetzen könnte.

Ich verstehe Vorbehalte gegen Linux von vielen Anwendern, aber muß Dir sagen: Das sind dann auch meist die, die irgentwann um Hilfe schreiben, weil sie denken: Ein Windows-Computer funktioniert wie ein Fernseher. Einschalten - Kucken - Abschalten. Ist die Festplatte fragmentiert (was ist das denn?), wird ein neuer Rechner gekauft.
Also doch keine Lösung für den Hausgebrauch?

Wie auch immer: Geben tut es soclhe Lösungen. Die Frage ist nur: Wird es sie auch konfektioniert geben? Sollte sich das digitale Radio doch dursetzen, dann hast Du eine Chance.
Ansonsten mußt Du damit leben, daß die Musik immer mehr zum Anhängsel von Videoclips wird, weil die einfach ein zusätzliches Vermarktungsinstrument bieten. Eine Lösung wird es also auch bei uns definitiv geben: Aber eher als HDD/DVD-Videorecorder, denn als HDD/CD-Radio mit Internet-Anschluß.

Tschüß, Matthias M
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

Etienne

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39

Wednesday, September 7th 2005, 8:30pm

Hallo Matthias

Quoted

Matthias M postete
Hallo Etienne,

all das, was Du einforderst, gibt es im Prinzip schon. Mach mal Urlaub in Japan oder Korea...

Eine Freundin aus Osaka steuert ihren HDD-Videorecorder per Handy. Digital-Radio damit aufzuzeichnen ist sicher auch kein Problem; nur hat daran wohl keiner Interesse. Von der Festplatte auf eine CD oder DVD zu kopieren: No problem.
Technisch ist das alles möglich. Nur findet man es nicht. Hast du zu dem System nähere Angaben?

Warum denkst du, dass keiner Interesse hat, was vom Radio aufzunehmen? Heute werden die aktuellen Hits aus dem Netz gesaugt, weil es einfacher ist. Wenn ich einen Track mit einem Knopfdruck aufnehmen, taggen und in die Datenbank einsortieren kann, warum soll daran keiner Interesse haben?

Quoted

In Deutschland werden solche Systeme - wie auch viele "Neuheiten" der Funkausstellung - noch nicht angeboten. Man kommt gerne mit eingeführten Produkten nach Europa, die ihr Geld schon verdient haben und ausgereift sind, bevor sie sich hier bewähren müssen.
Ausgereifte Systeme sind sicher nicht schlechter. Aber kommen sollen sie...

Hier bleibt also heute der Computer als Universal-Werkzeug: Mit Windows-Lösungen kann ich Dir nicht helfen weil ein Windows-System prinzipiell kein Dauerläufer ist (und MS mich auch nicht interessiert), aber unter Linux ist Dein o.g. Anforderungsprofil kein Problem.
Wenn ich mich recht erinnere gab es da z.B. von der c't schon ein interessanten Projekt, auf das man zumindest aufsetzen könnte.

Quoted

Ich verstehe Vorbehalte gegen Linux von vielen Anwendern, aber muß Dir sagen: Das sind dann auch meist die, die irgentwann um Hilfe schreiben, weil sie denken: Ein Windows-Computer funktioniert wie ein Fernseher. Einschalten - Kucken - Abschalten. Ist die Festplatte fragmentiert (was ist das denn?), wird ein neuer Rechner gekauft.
Also doch keine Lösung für den Hausgebrauch?
Zum PC habe ich eine ziemlich intensive *Beziehung*. Das ist nicht das Problem. Ich habe mich schon mit Debian 1.2 - oder war es 2.0? - herumgeschlagen, also schon eine ganze Weile. Seit Suse 6.X habe ich die meisten Suse, Mandrake/Mandrive etc. Distris ausprobiert. Ich habe Linux 10 Jahre lang verfolgt, glaube aber mittlerweile nicht mehr dran, dass es in den nächsten 5 Jahren soweit sein wird, wie ich mir das vorstelle. Deshalb habe ich mir einen Mac gekauft. Der Windows-PC läuft noch als mit RDV/VNC.

Ich sehe - wie auch du - den PC als Universalwerkzeug und v.a. als Contentlieferanten. PC als Ersatz für sämtliche Hifi-Geräte? Ich weiss nicht....

Auch bin ich mir bewusst - Michael Franz hat das mehrere Male zu Recht erwähnt - dass nicht für jeden der PC der Dreh- und Angelpunkt des Lebens ist. Auch deshalb bin ich auf der Suche nach embedded Lösungen.

Quoted

Wie auch immer: Geben tut es soclhe Lösungen. Die Frage ist nur: Wird es sie auch konfektioniert geben? Sollte sich das digitale Radio doch dursetzen, dann hast Du eine Chance.
Richtig, das ist die Frage. Ich schätze den Systemgedanken und Lösungen out-of-the-box. Deshalb habe ich einen Mac und ReVox.

Gruss

Jürgen Heiliger

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40

Wednesday, September 7th 2005, 11:12pm

Hallo Etienne,


Quoted

Eine simple Verbindung vom Line-Out der Soundkarte zum Aux-In des Amps? Das dürfte doch jeder hinkriegen Ja, aber kann ich dann mit der FB des Hifi-Gerätes den nächsten Track im Player anwählen?
Zeigt mir die Anlage den gespielten Track an?
Kann ich den PC mit der FB ein- und ausschalten?

(Ich habe mir das Konzept eines solchen Gerätes, welches z.B. Revox anbieten könnte, um eine günstigere Lösung als die Audio-Server anbieten zu können, mal durchgedacht. Technisch wäre es eigentlich keine Sache. Sogar Timer-Events würden funktionieren)
ich sehe hierin kein Problem, gibt es doch solche Ferbedienungen schon lange Zeit von Philips.

Home Entertainment-Benutzeroberfläche SBCRU1000/00, auch bekannt als I-Pronto


Hier nur ein Kurzauszug aus ihren Möglichkeiten......

Die Lösung für volle Kontrolle
Umfangreiche IR-Code-Datenbank für jedes Gerät und jede Marke
Praktisches Lernen von IR-Codes von einer anderen Fernbedienung
Eine zentrale Steuerung für alle automatischen Systeme im Haus
Integrierte Anschlussmöglichkeit für ein kabelloses WiFi-Netzwerk

Vollständig anpassbare Benutzerschnittstelle
Attraktiver, leicht ablesbarer Touchscreen mit LCD-Farbdisplay
Alpha-Blending für transparente Tasten und Hintergründe
Viel Speicherplatz, um alle Ihre Einstellungen zu speichern

Extrem komfortabel
Autom. Aktualisierung persönlicher Programminformationen aus dem Internet
Der Internetzugang verbessert Komfort und Funktionalität
Mehrere Befehle können mit einer Taste ausgeführt werden
Einstellungen und Codes werden gespeichert, wenn Sie die Batterien ersetzen.
Der Berührungssensor aktiviert die Fernbedienung bei Bewegung


Quelle
http://www.consumer.philips.com/consumer…CSHQFHKFSESI5P#

Weitere mir bekannte Features:
eingebauter Ultraschallsender - Windows ähnliche Benutzeroberfläche, damit Zugriff aus den normalen PC der mit einem Ultraschallsensor ausgestattet ist.

Mit bestimmten Geräten Bidirektionaler Betreib möglich, d.h. Befehle an das Gerät werden an die Fernbedienung zurückgesendet und damit auch sichtbar gemacht. Einspegelung von Displays dadurch möglich.

Nachteil ist ihr noch sehr hoher Preis von etwa 1200€.

Die kleinere Variante wäre die Philips Pronto Pro, SBCRU980/00.
Bis auf die WLan-Verbindung mit dem Rechner und dem Bidirektionalen Betrieb gleiche Möglichkeiten.

Preis Hier etwa 650€

Gruß
Jürgen

Nachtrag:
Übrigens ist Philips in diesem Bereich schon seit 1992 tätig und auch führend.
Ich selber habe die SBCRU 890/00 gehabt und besitze jetzt die SBCRU 980/00 zur vollsten Zufriedenheit.

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41

Wednesday, September 7th 2005, 11:34pm

Quoted

Etienne postete
...
Warum denkst du, dass keiner Interesse hat, was vom Radio aufzunehmen? Heute werden die aktuellen Hits aus dem Netz gesaugt, weil es einfacher ist. Wenn ich einen Track mit einem Knopfdruck aufnehmen, taggen und in die Datenbank einsortieren kann, warum soll daran keiner Interesse haben?
...
Hallo Etienne,

ein Mißverständnis: Ich will nicht in Abrede stellen, daß zukünftig jemand etwas vom Radio aufnehmen will. Die Frage ist doch, wie lange es Radio in der Form wie heute noch gibt bzw. ob diese Form von Radio bzw. Radiohörer Zielgruppe einer Industrie ist.
Tatsache ist, daß es in der Herstellung eines "Recorders" keinen Unterschied mehr macht, ob das digitale Signal ein reines Ton- oder ein Ton- und Bildsignal macht. Produktionstechnisch wäre es einfacher, nur noch "Eierlegende Wollmichsäue" zu bauen, als den Unterschied zwischen Radio und TV Empfangsgeräteseitig aufrecht zu erhalten.
Heute werden "moderne" Autos schon fast standardmäßig mit Displays ausgestattet. Zumindest für den Navi, in höheren Preisklassen auch gleich für DVB-T. Im Heimbereich dient der DVD-Player in immer mehr Haushalten gleichzeitig auch als Musik-CD-Player.

Wie kommst Du also darauf, daß Anbieterseitig irgentjemand Interesse haben wird, die Trennung der Empfangsgeräte in Ton- und Bild/Ton-Empfänger aufrecht zu erhalten? Produktionstechnisch wäre das teurer. Die Umstellung auf das digitale Radiosignal - und die steht uns doch flächendeckend bevor - wird das vorbereiten.

Das nach RDS im nächsten Schritt die ergänzende Datenübertragung im digitalen Rundfunk kommt, ist doch bekannt. Der Verkehrsfunk im klassischen Sinne hat in den Industrieländern bald ausgedient und wird durch rein binäre Datenübertragung für den Navi ersetzt werden. Damit ist aber das stärkste Argument, vor allem Marktargument, für das Radio weg. Damit muß sich das Radio neu orientieren. Es werden Mischformen entstehen, aber die Chance zur Darstellung von - was auch immer - auf einem Bildschirm wird - weil möglich - genutzt werden. und damit hast die die empfängerseitige Verschmelzung bei den Geräten notwendig.

Was Du schreibst, meint Musik in digitaler Qualität aus dem Radio klauen. Glaubst Du, die Industrie hat daran ein Interesse? Erwartungsgemäß wird digitales Radio mit einem DRM-System ergänzt werden, weil die Plattenfirmen es so wollen. Oder es wird nur noch Pay-Sendungen geben können, oder Pay-per-hear. Wo wäre dann noch der Unterschied zwischen "aus dem Netz saugen" und "Radio-Hören"?

Die Techologie, die Du wünscht, wird das nach sich ziehen. Deshalb bin ich von diesen "Erleichterungen" nicht ganz überzeugt.

Um noch das zweite Mißverständnis aufzuräumen: Ich sagte nicht, die Technik käme nicht nach Deutschland. Es ist nur so, daß sie erstmal in Asien und USA eingeführt wird, bevor sie hierher kommt.
Erstmal ist es dort leichter, weil die Menschen noch Technik-gäubiger und die Gesellschaften noch "jünger" sind. Hier scheitern zuviele Kunden an der Programmierung des Videorecorders (Tschuldigung. Böse).
Außerdem ist es für ein Unternehmen leichter ein neues Produkt - sei es ein Hifi-Gerät, ein Kinofilm oder eine neue CD - auf einem neuen Markt einzuführen, wenn es erstens ausentwickelt ist (Verbraucherschutzregeln), zweitens sich bereits auf einem "einfacheren" Markt einen guten Leumund ("..der Superhit aus den USA...") erarbeitet hat und drittens sein Geld bereits verdient hat (Wettbewerbsvorteil gegenüber den einheimischen Produkten durch günstige Einführung).
Insbesondere Deutschland gilt nicht zuletzt wegen der geringen Margen und hohen sozialen Standards als schwieriger Markt. Deshalb kommen die Neuheiten halt erst ein paar Jahre später zu uns.

Tschüß, Matthias M
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

Jürgen Heiliger

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42

Wednesday, September 7th 2005, 11:56pm

Hallo Matthias M,

ich würde nicht sagen, dass die Technic aus unbedingt aus Japan oder USA kommt. Was den wenigsten bewusst ist dass es meist die Europäer sind, die die Technik entwickeln und dann lieber zunächst auf den außereuropäischen Märkten einführen, da diese für die Neuerungen offener sind.

Gruß
Jürgen

Etienne

Unregistered

43

Thursday, September 8th 2005, 8:40pm

Hallo Jürgen

Vielen Dank für die Infos. Ich kann mir die ganze FB noch etwas zuwenig plastisch vorstellen, scheint aber eine sehr raffinierte Sache zu sein.

Nachtrag:
Restek ist imho definitiv ein Hifi-Bauer, kein Bastler. Also schon 4 Positivbsp.
http://www.area-dvd.de/hardware/restek_stereo_kombi_1.shtml

Gruss

Etienne

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44

Thursday, September 8th 2005, 8:52pm

Hallo Matthias

Quoted

Matthias M postete
ein Mißverständnis: Ich will nicht in Abrede stellen, daß zukünftig jemand etwas vom Radio aufnehmen will. Die Frage ist doch, wie lange es Radio in der Form wie heute noch gibt bzw. ob diese Form von Radio bzw. Radiohörer Zielgruppe einer Industrie ist.
Tatsache ist, daß es in der Herstellung eines "Recorders" keinen Unterschied mehr macht, ob das digitale Signal ein reines Ton- oder ein Ton- und Bildsignal macht. Produktionstechnisch wäre es einfacher, nur noch "Eierlegende Wollmichsäue" zu bauen, als den Unterschied zwischen Radio und TV Empfangsgeräteseitig aufrecht zu erhalten.
Heute werden "moderne" Autos schon fast standardmäßig mit Displays ausgestattet. Zumindest für den Navi, in höheren Preisklassen auch gleich für DVB-T. Im Heimbereich dient der DVD-Player in immer mehr Haushalten gleichzeitig auch als Musik-CD-Player.
Bis auf die Aussage betr. DVB-T im Auto, stimme ich mit dir überein.

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Wie kommst Du also darauf, daß Anbieterseitig irgentjemand Interesse haben wird, die Trennung der Empfangsgeräte in Ton- und Bild/Ton-Empfänger aufrecht zu erhalten? Produktionstechnisch wäre das teurer. Die Umstellung auf das digitale Radiosignal - und die steht uns doch flächendeckend bevor - wird das vorbereiten.
Hm, interessante Ansicht.

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Dass nach RDS im nächsten Schritt die ergänzende Datenübertragung im digitalen Rundfunk kommt, ist doch bekannt. Der Verkehrsfunk im klassischen Sinne hat in den Industrieländern bald ausgedient und wird durch rein binäre Datenübertragung für den Navi ersetzt werden. Damit ist aber das stärkste Argument, vor allem Marktargument, für das Radio weg. Damit muß sich das Radio neu orientieren. Es werden Mischformen entstehen, aber die Chance zur Darstellung von - was auch immer - auf einem Bildschirm wird - weil möglich - genutzt werden. und damit hast die die empfängerseitige Verschmelzung bei den Geräten notwendig.
Betr. Datenübertragung stimme ich mit dir überein. Was ich nicht ganz verstehe, ist deine Aussage betr. Radio. Warum sollte - wenn über's Radio mehr als bislang binäre Daten übertragen werden - das Radio als Unterhaltungsmedium an Bedeutung verlieren? Video im Auto kann's ja nicht sein.

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Was Du schreibst, meint Musik in digitaler Qualität aus dem Radio klauen. Glaubst Du, die Industrie hat daran ein Interesse? Erwartungsgemäß wird digitales Radio mit einem DRM-System ergänzt werden, weil die Plattenfirmen es so wollen. Oder es wird nur noch Pay-Sendungen geben können, oder Pay-per-hear. Wo wäre dann noch der Unterschied zwischen "aus dem Netz saugen" und "Radio-Hören"?
Nein. Vom Radio darf ich alles aufzeichnen. Weder DSR noch DAB noch DVB-T haben - bislang - DRM drauf. Die Erfahrung zeigt, dass nachträglich eingeführte *Features* sich meist nicht durchsetzen.

Aber abgesehen davon zeichnen nur wenige vom Radio auf, weil bei den meisten Leuten UKW mit einem mittelmässigem Tuner aus einem mittelmässigen Kabelanschluss empfangen wird, welches dann auf ein mittelmässiges Tape aufgenommen wird. Kassette kann ich aber fast nirgends mehr abspielen. Darum ist der Download auf den digitalen Player komfortabler. Dazu kommt, dass das Signal am UKW dermassen mit Optimod, Limitern und Kompressoren bearbeitet worden ist, dass es meist sowieso lausig klingt.

Kleiner Tritt an's Schienbein: Alles analog, versteht sich.

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Die Techologie, die Du wünscht, wird das nach sich ziehen. Deshalb bin ich von diesen "Erleichterungen" nicht ganz überzeugt.
Den grössten Teil nutze ich häufig und es hat sich sehr bewährt.

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Um noch das zweite Mißverständnis aufzuräumen: Ich sagte nicht, die Technik käme nicht nach Deutschland. Es ist nur so, daß sie erstmal in Asien und USA eingeführt wird, bevor sie hierher kommt.

Erstmal ist es dort leichter, weil die Menschen noch Technik-gäubiger und die Gesellschaften noch "jünger" sind. Hier scheitern zuviele Kunden an der Programmierung des Videorecorders (Tschuldigung. Böse).
Das habe ich auch so verstanden. In Japan und USA scheinen die Leute der neuen Technik aufgeschlossener zu sein.

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Außerdem ist es für ein Unternehmen leichter ein neues Produkt - sei es ein Hifi-Gerät, ein Kinofilm oder eine neue CD - auf einem neuen Markt einzuführen, wenn es erstens ausentwickelt ist (Verbraucherschutzregeln), zweitens sich bereits auf einem "einfacheren" Markt einen guten Leumund ("..der Superhit aus den USA...") erarbeitet hat und drittens sein Geld bereits verdient hat (Wettbewerbsvorteil gegenüber den einheimischen Produkten durch günstige Einführung).
Zustimmung.

Gruss

Jürgen Heiliger

Unregistered

45

Thursday, September 8th 2005, 9:40pm

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Etienne postete
Hallo Jürgen

Vielen Dank für die Infos. Ich kann mir die ganze FB noch etwas zuwenig plastisch vorstellen, scheint aber eine sehr raffinierte Sache zu sein.

Nachtrag:
Restek ist imho definitiv ein Hifi-Bauer, kein Bastler. Also schon 4 Positivbsp.
http://www.area-dvd.de/hardware/restek_stereo_kombi_1.shtml

Gruss
Hallo Etienne,

hier findest Du weitere Informationen zur I-Pronto von Philips
http://www.pronto.philips.com/index.cfm?id=938
nach der Anmeldung dort kannst Du Dir auch die Software zur Pogramierung runterladen. Diese beinhaltet auch einen Emulator.


Erfahrungsberichte, Codes und mehr findest Du hier.

http://www.remotecentral.com/

Gruß
Jürgen