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Freitag, 6. Juli 2018, 17:04

Kurzes Youtube-Filmchen zur Digital-Analog-Diskussion

Eigentlich dachte ich, ich finde schnell einen alten Digital-Analog-Streit-Thread, wo ich dies einfach dranhänge. Aber wie oft, wenn man was sucht.....

In diesem Film wird eine mir sehr sympathische Position zum D/A-Streit eingenommen. Und! Es wird auf eine Untersuchung in den USA verwiesen, die im Jahre 2000 veröffentlicht worden ist. Für diese wurde eine Aufnahme ohne weitere Bearbeitung auf CD und LP gebannt, um eine Vergleichbarkeit herzustellen, die Unterschiede im Mastering ausschließt.

https://www.youtube.com/watch?v=HnxexlHRY2E

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

Beiträge: 279

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2

Freitag, 6. Juli 2018, 17:51

Ganz meine Meinung.
Gruß, Jürgen

Beiträge: 758

Registrierungsdatum: 23. Februar 2006

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3

Freitag, 6. Juli 2018, 22:05

Eigentlich dachte ich, ich finde schnell einen alten Digital-Analog-Streit-Thread, wo ich dies einfach dranhänge. Aber wie oft, wenn man was sucht.....

In diesem Film wird eine mir sehr sympathische Position zum D/A-Streit eingenommen. Und! Es wird auf eine Untersuchung in den USA verwiesen, die im Jahre 2000 veröffentlicht worden ist. Für diese wurde eine Aufnahme ohne weitere Bearbeitung auf CD und LP gebannt, um eine Vergleichbarkeit herzustellen, die Unterschiede im Mastering ausschließt.

https://www.youtube.com/watch?v=HnxexlHRY2E

niels

Lieber Niels,


möchtest Du nur das Sommerloch ausfüllen, oder das Thema ernsthaft wieder aufnehmen?

Ich persönlich glaube nicht, daß dieses Thema in einem Internetforum vernünftig diskutiert werden kann.
Bei einem Forentreffen würde ich einen digitalen Masterrecorder mitbringen und anbieten, daß wir eine analoge Masterbandkopie mit 192 kHz / 24 Bit und zum Vergleich mit 44,1 kHz / 16 Bit digitalisieren.
Dann kann über das Gehörte (oder Nichtgehörte) gesprochen werden, nochmal verglichen werden und der ganze Versuch mit einer LP als Quelle wiederholt werden.

Hier im Forum aber sind wir ganz schnell wieder an dem Punkt, an dem nur noch die beiden Extreme gegenüberstehen. 44,1 kHz mit 16 Bit reicht für alles aus, kommt dann von der einen Seite, nur analog ist wirklich gut, Musik lässt sich nicht in Meßwerte zerlegen, kommt von der anderen Seite.

Peter Ruhrberg hatte in einem älteren Thread auf eine Diplomarbeit hingewiesen, in der die Entstehung der 44,1 kHz als Abtastfrequenz für die CDDA beschrieben wird.
Auch wenn sich das Thema durch bessere Technik um einiges entschärft hat, so kann man dort sehr schön nachlesen, daß die 44,1 kHz nicht der Weißheit letzter Schluß war und es nicht um die größtmögliche Qualität ging, sondern nur um die dusselige Kompatibilität mit dem PCM-Pseudo-Video-Format, das Sony im Heimmarkt als Aufnahmemedium durchdrücken wollte. Philips hielt sich mangels eigener Interessen in dem Bereich zurück und wollte Sony nicht verärgern.
Lang wurde diskutiert, 50,4 kHz, 54 kHz usw. waren im Gespräch, die Rundfunkanstalten wollten eine Abtastrate, die ein gerades Teilungsverhältnis mit den auf Richtfunkstrecken schon etablierten 32 kHz aufweist und sich so besser für eine Abtastratenwandlung eignet.

Nach langem hin und her einigte man sich dann auf 48 kHz für hochwertige Tonqualität mit professionellem Anspruch und den 44,1 kHz für "Consumerverfahren". Den genauen Wortlaut der SMPTE müsste ich nachlesen, dazu fehlt mir bei dem schönen Wetter aber die Lust.

Man sieht aber hier sehr schön, daß die 44,1 kHz nicht ganz frei von klanglicher Kritik im professionellen Umfeld waren.
BTW läuft das von Studer gebaute digitale Delay für den Schallplattenschnitt mit der von Willi Studer bevorzugten Abtastrate von 50 kHz.


Zum genannten Video möchte ich noch kurz anmerken:
So differenziert wie das Thema unterschiedliches Mastering für die einzelnen Medien angesprochen wird, so undifferenziert sind sie bei den Anwendern.
Ich z.B. höre sehr gerne Schallplatten, weil mir das alte originale Mastering i.d.R. besser gefällt als der Lautheitswahn bei heutigem Remastering und die in der Dynamik guten CD-Erstausgaben oft unter der damals teilweise fürchterlichen Wandlertechnik leiden.

Allerdings hasse ich das Handling der Schallplatte. Auflegen, Staub putzen, Einlaufrille anpeilen, nach spätestens 20 Minuten das gleiche von vorn. Das nervt!
Auch hängt dann doch mal wieder irgendwas an der Nadel und die S-Laute zischeln leicht. Also nochmal zurück, Nadel putzen und nochmal von vorn.

Deshalb digitalisiere ich nach und nach meine Schallplatten, freue mich am Klang (auch unterwegs auf dem iPod) und muß diese nervige Prozedur nicht mehr auf mich nehmen.
Und nun? Bin ich der Einzige?
Nein, ich war erstaunt, wieviele im AAA-Forum ihre Schallplatten digitalisieren, und das nicht nur für die Berieselung unterwegs.
Es mag viele Nutzer geben, die die Schallplatte nur wegen des Umgangs mit dem Medium toll finden, so wie auch die CompactCassette wieder Liebhaber hat, aber in der Realität gibt es mehr als schwarz und weiß, wie im Video behauptet.


An dieser Stelle belasse ich es dann auch, weitere Energie in das Thema zu stecken, daß spätestens in einer Woche in einen Beleidigungsthread führen wird, wenn die Diskussion weitergeht.
"Du bist taub" kommt dann von der einen Seite, "Du bist eine Esoterik-Spinner" von der anderen Seite.
Ich bin dann schon mal Popcorn holen ...


Grüße und schöne Sommertage an alle

96k

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Freitag, 6. Juli 2018, 23:59

Lieber 96k,
tatsächlich würde es mir reichen, das Sommerloch auszufüllen.

Vielleicht war ich zu enthusiastisch, denn ich war zuvor auf ein Video gestoßen, in dem jemand "nachweist", dass sich auf einer LP Frequenzen bis zu 60 kHz finden lassen.

Grüße

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

Beiträge: 758

Registrierungsdatum: 23. Februar 2006

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5

Samstag, 7. Juli 2018, 12:48

Lieber 96k,
tatsächlich würde es mir reichen, das Sommerloch auszufüllen.

Vielleicht war ich zu enthusiastisch, denn ich war zuvor auf ein Video gestoßen, in dem jemand "nachweist", dass sich auf einer LP Frequenzen bis zu 60 kHz finden lassen.

Grüße

niels

Das Video würde gut zum Popcorn passen. ;-)
Hast Du den Link noch?


Grüße

96k

6

Samstag, 7. Juli 2018, 13:15

Bitte sehr, bitte gern:

https://www.youtube.com/watch?v=4eC6L3_k_48&t=1s

Ich habe nur "durchgezappt", sonst wäre mein Kopf vor Schütteln abgefallen.

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

7

Donnerstag, 12. Juli 2018, 05:53

Hatten wir doch Alles schon... das sind Resonanzen und Oberwellen, „Harmonische“. Rein vom Logischen her sind diese Frequenzen nicht mal auf dem Masterband vorhanden und spielen auch für die Musik keine Rolle. Was da irgendwelche Leute angeblich messen ist mir auch ziemlich egal.

Dass es mit Spezialverfahren irgendwie möglich ist, Trägerfrequenzen im 2-stelligen kHz Bereich auf die Schallplatte zu pressen kennen wir von Quattroplatten oder den TED Bildplatten von Telefunken, dass das Alles nur bedingt und nie ganz fehlerfrei funktioniert hat wissen wir aber auch bereits. Bei einer normalen Schallplatte ist in der Innenrille bei 12,5 kHz Schluss, auch sogenanntes HD Vinyl wird daran nix ändern, könnte mir nur vorstellen, dass Nebengeräusche und Verzerrungen dadurch evtl. Geringfügig reduziert werden.