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61

Sunday, October 28th 2012, 9:32pm

Das 1M wurde ab Werk auf BASF bezugsband IEC II C401R eingemessen.

mfg garlock

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62

Tuesday, October 30th 2012, 10:48pm

Die Crux bei der ganzen Geschichte ist, dass es nicht weniger als drei Referenzleerbänder IEC II gab, wie Niels (unter 028) schon festgehalten hat (C 401 R, S 4592 A, U 564 W ...). Normalerweise steigen bei Weiterentwicklungen auch die Empfindlichkeit und die Aussteuerbarkeit. Ich habe leider keine "Konkordanzliste", aus der hervorginge, wie sich das von Referenz zu Referenz geändert hat, würde aber einen Anstieg um 2... 3 dB zwischen C 401 R und U 564 W durchaus für möglich halten. Man dürfte also, was das pp. Einmessen angeht, immer nur Bänder aus der gleichen Referenzleerband-Periode miteinander vergleichen - aber das grenzt ja an Weltfremdheit. Die Compact-Cassette war eben ein Endverbraucherprodukt und wurde so nach und nach zum Hifi-Medium hochgejubelt, und dass sie im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts noch derartige Diskussionen auslösen würde, hätte ja keiner für möglich gehalten. Sei's drum.

Eine Frage in die Runde: mich beeindruckt schon, wie unverdrossen hier wiederholt wird, die japanische Industrie habe auf TDK SA eingemessen. Gibt es dafür ein beweiskräftiges Dokument (zum Mindesten einen Zeitschriftenartikel oder dergleichen), oder haben wir es hier mit einem Gerücht der Qualität "Chrom schleift Köpfe ab" zu tun? Ich würde das wirklich gern wissen!

F.E.

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63

Wednesday, October 31st 2012, 10:31pm

Hallo Friedrich,
das ist eine sehr gute Frage.
Ich habe mal die Service-Manuals von diversen japanischen Geräten überflogen,
vorwiegend Geräte Anfang Mitte der 80er Jahre.
Einen eindeutigen Hinweis habe ich nicht gefunden.
Akai spricht von CR Typ oder SA,
Hitachi, Sony, Nakamichi erwähnen die Cassetten aus eigenen Haus.
Was bei Hitachi eine Maxell ist, die auch bei Onkyo angegeben ist.
Teac und Technics geben eine keine Marke sondern eine Cassetten Nummer an.
TDK SA habe ich noch nicht gefunden.
Ich habe nicht die Bedienungsanleitungen auf Herstellerempfehlung durchgesehen!
Gruß
Volkmar

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64

Thursday, November 1st 2012, 10:21am

Hallo Volkmar,

vielen Dank für die Fleißarbeit, die meine Vermutung ebenso stärkt wie das bisherige Schweigen der TDK SA-Freunde. Man kann wohl ohne großes Risiko ungeprüft hinzusetzen: Sony wird auch nur Kassetten aus dem eigenen Haus empfohlen habe - und bei IEC III mit vollem Recht: Das Referenzleerband CS 301 von 1979, nicht ohne Grund ohne Nachfolger geblieben, war schließlich auch ein Sony-Sprössling.

F.E.

Edit: ich habe übersehen, dass Volkmar Sony bereits genannt hat.

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65

Thursday, November 1st 2012, 6:43pm

Quoted

Wickinger postete
Hallo Friedrich,
das ist eine sehr gute Frage.
Ich habe mal die Service-Manuals von diversen japanischen Geräten überflogen,
vorwiegend Geräte Anfang Mitte der 80er Jahre.
Einen eindeutigen Hinweis habe ich nicht gefunden.
Akai spricht von CR Typ oder SA,
Hitachi, Sony, Nakamichi erwähnen die Cassetten aus eigenen Haus.
Was bei Hitachi eine Maxell ist, die auch bei Onkyo angegeben ist.
Teac und Technics geben eine keine Marke sondern eine Cassetten Nummer an.
TDK SA habe ich noch nicht gefunden.
Ich habe nicht die Bedienungsanleitungen auf Herstellerempfehlung durchgesehen!
Gruß
Volkmar


Im Service Manual vom AKAI GX-75 MKII steht eindeutig:

Use Following Cassette Tapes for Adjustement
Normal : Maxell UD1 C60
Chrome : TDK SA C60
Metal : TDK MA C60

Das steht in fast allen Manuals zb. beim GX-F91 und selbst beim GXC-750D

Ich muss noch ein bischen weiterforschen hab noch einiges an Manuals liegen.

Yamaha benutzt ebenfalls TDK Bänder als Referenz
Normal: TDK AC224
Chrom: TDK SA-60 oder TDK AC513
Metal: TDK AC712



mfg

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66

Thursday, November 1st 2012, 9:11pm

Bei dem Akai GX F90 wird ebenfalls die TDK SA empfohlen.
Beim Akai GXC 570 D wird allerdings die BASF SM Crome C-60 empfohlen und beim GXC 730D die BASF Chrome Dioxide c-60.
Gut das sind schon ältere Geräte aber es ging ja um die Frage ob generell auf TDK SA eingemessen wurde.
Interessant ist das SM zum Luxman K04 bzw. Alpine AL85, da wird sowohl die BASF Pro II und die TDK SA erwähnt.
Daher folge ich den Ausführungen von Friedrich:
Die japanischen Hersteller werden erst mal die Bänder aus eigenem Haus bevorzugt haben.
Das gilt bestimmt auch für die Töchter.

Gruß
Volkmar

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67

Friday, November 2nd 2012, 4:26pm

Vielen Dank für Eure Zu- und Mitarbeit, Garlock und Volkmar.

Ich kann mir allerdings nicht den Hinweis verkneifen, dass zwischen der klaren Aussage "Modell XYZ wird auf ABC eingemessen" und einer Empfehlung (!) in einer Service-Anleitung oder dergl. doch ein Unterschied ist. Das ist ja auch verständlich: selbst ich würde nicht verlangt haben, dass jede Servicewerkstatt eine (bzw. vier, hilf Himmel) Cassetten mit (primärem oder sekundärem) Referenzleerband gehabt haben müsste (je nun, die Sache ist ein paar Jahr her), um einen Recorder neu einzumessen: da nimmt man halt, was, sei es aus sachlichen oder sonstigen Gründen, vom Gerätehersteller oder seiner "technical writer staff" empfohlen wird. Die Suche nach der EINdeutigen Aussage ist also noch offen!

F.E.

68

Friday, November 2nd 2012, 7:09pm

Friedrich, die ganze Chose relativiert sich etwas dadurch, dass wohl die allerwenigsten Decks auf jede Bandsorte getrennt einmessbar waren.

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

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69

Friday, November 2nd 2012, 10:44pm

Niels, mit den "Vieren" meinte ich die 4 Referenzleerbänder für IEC Klasse I (so die offizielle Schreibweise), IEC II, IEC III und IEC IV - oder meinen wir dasselbe?

F.E.

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70

Friday, November 2nd 2012, 11:22pm

Quoted

garlock postete
Use Following Cassette Tapes for Adjustement
Normal : Maxwell UD1 C60
"Maxwell" hoffentlich nicht. ;)

71

Saturday, November 3rd 2012, 10:03am

Friedrich, ich denke, wir meinen zumindest ähnliches.
Weil eben viele Decks nur eine "globale" Einmessmöglichkeit geboten haben, könnte der bescheidener denkende Techniker sich sagen: Ich nehme Referenzleerband Typ II, was der Rekorder mit anderen Bandklassen macht, darauf habe ich eh keinen Einfluss.

niels
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72

Thursday, November 8th 2012, 10:53am

Habe ich das richtig verstanden.
Man kann das Beste Master Metal Band Type 4 haben, aber wenn mein Gerät nicht auf dieses eingemessen ist, bekommt man nicht das Optimalste Ergebnis?

Wie sah es denn bei Tonbändern aus? (meine keine proffessionellen Maschinen)
Da gab es doch nur Ferro Bänder, oder?

73

Thursday, November 8th 2012, 11:49am

Quoted

AKAI GX-6 postete
Man kann das Beste Master Metal Band Type 4 haben, aber wenn mein Gerät nicht auf dieses eingemessen ist, bekommt man nicht das Optimalste Ergebnis?


Yes! Ebenso, wie Autoreifen für die entsprechende Beladung des Autos den richtigen Luftdruck haben müssen, wenn die optimalen Fahreingenschaften erzielt werden sollen.

Quoted

Wie sah es denn bei Tonbändern aus? (meine keine proffessionellen Maschinen)
Da gab es doch nur Ferro Bänder, oder?


Ja aber nein.

Denn da dürfen wir zwischen "Normalband" und "Low-Noise High-Output" Bändern unterscheiden, die mit unterschiedlicher Aufnahmeentzerrung arbeiten (ach, daher der Schalter bei Sony und Akai Geräten? Ja, daher.) Und als Randerscheinung dem später eingeführten Ferrochrom-Band und als noch später eingeführte Randerscheinung dem EE-Band.

niels
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74

Thursday, November 8th 2012, 9:34pm

Quoted

niels postete

Denn da dürfen wir zwischen "Normalband" und "Low-Noise High-Output" Bändern unterscheiden, die mit unterschiedlicher Aufnahmeentzerrung arbeiten

niels


Hi Niels,

hier sollte jedoch gemäß BASF-Information von 1969/1970 keine Einmessung des Gerätes nötig sein, durch die Verwendung von LH-Band ist gemäß diesen Informationen eine höhere Aussteuerung der Aufnahmen möglich sein sowie das Rauschen verringert werden. Nachzulesen in "Ton und Band", diese kleinen Broschüren wurden damals an interessierte Tonbandler kostenlos ausgegeben.

Außerdem, wer hat schon damals wie heute seinen Heimkoffer auf ein spezielles Band einmessen lassen ? Die Geräte bekamen im Werk eine Pi-mal-Daumen Einstellung, die noch heute möglicherweise - wenn nicht Bauteile gealtert sind und demzufolge ihre Parameter geändert haben - Bestand haben dürfte.

Anders ist es bei professionellen Geräten u n d dem Anwender, der das Gerät gemäß seiner Bestimmung benutzen will oder muss. Also Studiomaschinen, die für professionelle Aufnahmen genutzt werden.

Uns Hobbyisten mit Grundig, Philips, Akai und Co reicht es doch, wenn wir ein Band benutzen, mit dem das Gerät gut "klingt". Selbst bei meinen Revoxen (die ich definitiv "nur" als Heimgerät ansehe und auch so nutze) lasse ich die Finger von den Trimmern. Ich benutze viel zu viele verschiedene Bandtypen, worauf sollte ich da einmessen ?

Gruß
Thomas



Gruß
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.

75

Friday, November 9th 2012, 11:52am

Am präzisesten wird uns Friedrich sagen können, ob ich mit meiner EQ-Vermutung falsch liege.

Bei Pi-mal-Daumen ist ja immerhin Pi eine genaue Angabe. Es geht ja auch nicht um "wer hat" (regelmäßig den Luftdruck überprüft) sondern um "ach, ich müsste also für ein optimales Ergebnis...." (regelmäßig den Luftdruck überprüfen).

Du sollst ja auch nicht einmessen, sondern dass tun, was dich am glücklichsten macht. :) (Ich finde es eben schön zu wissen, meine B77 ist auf LPR35 eingemessen und wenn ich das beste Ergebnis erzielen möchte, greife ich zu LPR 35. Sonst nehme ich das, was verfügbar ist, auch wenn das Ergebnis dann nicht das beste zu erzielende ist.)

Edit: Thomas, vielleicht kannst du die BASF-Veröffentlichung in den Downloadbereich stellen?

niels
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76

Monday, December 24th 2012, 1:15pm

Chromdioxyd Bänder sollte man nur kurzzeitig zum Reinigen und Polieren von Ton- und Videoköpfen benutzen, aber nicht für dauerhafte Benutzung, das Material schleift doch die Köpfe runter wie nix. Ich meine aber nur echtes CrO2, nicht die von den Japanern hergestellten Substitute wie TDK Super Avilyn, die auf der CrO2 Bandsorteneinstellung laufen. Das ist Kobalt dotiertes Fe2O3 und nicht kopfaggressiv. Auf diese CrO2 Substitute sollte man die Geräte einmessen, nicht auf das CrO2 Schleifpapier. Ich habe fast 10 Jahre in einem Kopierwerk für Videokassetten gearbeitet, da konnten wir messen, wie stark ein Band die Köpfe abgeschliffen hat. Der Rekordhalter war damals eine türkische Marke "Raks".
<<--- Sony BVH-2000PS, prof. 1 Zoll "C"-Standard Videorecorder Bj. 1983
bildgenauer Insert- und Assemble- Schnitt für Video und 3 Tonspuren
Video Zeitlupen-Wiedergabe, Hinterband-Wiedergabe für Video und Audio

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77

Wednesday, January 2nd 2013, 9:57am

Was ist dran an dem Satz, dass die GX Köpfe unkaputtbar seien?
Dann würde mich das Abschleifproblem weniger stören, da ich diesen Kopf ja in meinem GX-6 Gerät von Akai besitze?
Oder was ist mit unkaputtbar gemeint?

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78

Wednesday, January 2nd 2013, 2:11pm

Hallo AKai,

zumindest in Kassettendecks sind GX-Köpfe definitiv nicht "unkaputtbar". (Glas-)Ferritköpfe zeigen ein anderes Verschleißverhalten als beispielsweise Hardpermalloy, aber letztlich eingeschliffen werden die GX auch, siehe hier:

Zeigt her eure Köpfe

Unser Mitstreiter "garlock" kann dir da viel erzählen, und auch helfen!

Ich habe einen GX-Kopf in einem ONKYO TA-2360 sowie in einem TECHNICS RS-BX626 betrieben. Er musste ordentlich herhalten, und das sieht man ihm auch an, nur klanglich konnte ich kein Nachlassen feststellen. Momentan ist der GX-Kopf aber (noch) im "Urlaub", im Technics tut ein "Sendust" Dienst, und der TA-2360 ist leider nur noch Deko...

Gruß
Jochen

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79

Wednesday, January 9th 2013, 9:53pm

Hallo,

Wie schon gesagt die Ferritköpfe wie der GX Kopf von Akai sind nicht unkaputtbar aber äusserst Verschleißfest, die Standzeit ist ca. 10x höher wie bei normalem Kopfmaterial sogar Amorphe Köpfe werden übertroffen.

Was möglichst vermieden werden sollte ist der Musiksuchlauf das gilt aber für alle Arten von Tonköpfen der Verschleiß wird dadurch natürlich höher da das Band mit wesentlich höherer geschwindigkeit über den Kopf gezogen wird wie normal.

mfg 8)

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80

Thursday, January 17th 2013, 10:56am

... sind ja schon wieder ziemlich außerhalb des eigentlichen Themas, aber:

Bespiele seit dem neuen Jahr wieder alte BASF-Cassetten neu mit aktuellen Radioaufnahmen (was für ein Anachronismus!). In diesem Fall sind es BASF CR-SII von 1985. Es sind also nicht die gleichen, wie die am Anfang des threads kritisierten. Aber: Darauf lassen sich immer noch wunderbare Aufnahmen machen, die sich nicht vom Original unterscheiden.

Übrigens zu dem Märchen mit dem "Schmirgeln" von Chromdioxyd Bändern: Da würde ich mir keinerlei Sorgen machen. Dazu fehlt es an den entsprechenden Belegen, ...

... aber aus meinen Beobachtungen:

Mein Revox B215 absolviert immer noch eine enorme Laufleistung. Seit Anfang 2006 lief es 3.000 Betriebsstunden, von diesen waren 2.400 reine Kopfstunden; d.h. 2.400 Stunden lang lief das Tapedeck im Play- bzw. Recordmodus. Zu 50% befinden sich in meinem Cassettenfundus BASF Chromdioxyd Cassetten. Ein Einschliff ist an den Köpfen nicht feststellbar. Meßtechnisch spielt das Gerät noch wie am ersten Tag. Soviel mal dazu ...
Olaf, der eher passiv seit Jahren hier mitliest und sich an den fachlichen Beiträgen über Tonbandgeräte erfreut

This post has been edited 2 times, last edit by "Olllafff" (Jan 17th 2013, 10:59am)


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81

Saturday, December 14th 2013, 7:32am

Beim Schmökern entdeckt.......

Die Azimutjustage (die Schreibweise „azimuth“ ist a) englisch und b) falsch, weil das Wort aus dem Arabischen abgeleitet ist, nicht aus dem Griechischen) ist ein ganz heikles Kapitel. ...............
Die Herren bei BASF konnten wohl auch kein Arabisch. ;)
Als Beleg zwei Fotos aus meinem Bestand.
Aber die Cassetten sind ganz große Klasse.

Schönen Gruß
Heinz
heinz has attached the following images:
  • Azimuth 1.JPG
  • Azimuth 2.JPG

This post has been edited 2 times, last edit by "heinz" (Dec 14th 2013, 7:36am)


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82

Saturday, December 14th 2013, 3:45pm

Also, Heinz,

was soll denn das? Das Zitat richtet sich doch eindeutig gegen Dich: "Azimuth Calibration Set" ist ebenso eine unverkennbar englische Bezeichnung wie "Azimuth Alignment", und die lieben Insulaner bzw. deren transatlantische Vettern schreiben halt "Azimuth" ... wohlan, wer sind denn nun die Herren, die keine aus dem Arabischen stammenden Lehnwörter richtig schreiben können?

Auf "Geheiß" aus Eindhoven schreiben wir ja auch seit fünnef Jahrzehnten "Compact Cassette" (wie die pofelige "Cigarre" bzw. "Cigarette") - es geht halt nichts über das Recht an Markennamen.

Nix für ungut, aber eine gewisse Loyalität gegenüber meinem Ex-Arbeitgeber ist doch noch da.

F.E.

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83

Saturday, December 14th 2013, 4:37pm

Ja mei, lieber Friedrich, das ist mir recht bald auch selbst aufgefallen.

Ich habe ein Leereditieren erwogen, habe es dann aber doch gelassen, weil
mein Beitrag - man beachte den Smiley - nicht so ganz bierernst gemeint war,
im Forum zur Zeit nur wenig los ist und ein paar Fotos etwas Auflockerung bringen sollten,
und im Zitat ''...„azimuth“ ist a) englisch und b) falsch'' das Wort 'und' nahelegt, dass azimuth sowohl englisch als auch falsch ist und eigentlich durch 'oder' ersetzt werden sollte. Zumindest ist es so, dass ich das so sehe.

Vielleicht wäre ein Leereditieren besser gewesen; auf keinen Fall war es meine Absicht, die Mitarbeiter von BASF zu verunglimpfen. Im Gegenteil, sie haben meinen größten Respekt.

Bitte auch nix für ungut, und ich mach's nicht wieder.

MfG
Heinz

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84

Saturday, December 14th 2013, 5:23pm

Ok., alles akzeptiert, ist wieder Ruhe im Bau.

F.E.

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85

Thursday, February 27th 2014, 9:03pm

Cassetten-Problematik

Lieber Tobi,

erst einmal: die Tonart „ist ja wohl totaler Blödsinn“ und „alles Andere ist einfach gelogen“ ist hier im Forum zu Recht verpönt, und wenn jemand zuerst vor seiner Tür zu kehren hat, besonders unangebracht.

Zunächst: die IEC 94 ist auf Basis der in die DIN (45 513?) eingegangenen Erkenntnisse abgeleitet; geichwertig mit der englischsprachigen (internationalen) Ausgabe der IEC 94 gibt es eine deutschsprachige DIN IEC 94.

In IEC 94 sind für den CC-Bereich (primäre) Referenzleerbänder definiert, deren erste Aufgabe es ist, die Produktion der CC-Bänder zu vereinheitlichen; dies gilt für jeden Band-Hersteller, der nicht gerade Exoten produzieren will. Zweiter Zweck der Referenzleerbänder ist, Recorder auf kompatible Werte einzustellen (d.h. Arbeitspunkt, Aufnahmeentzerrung, Empfindlichkeit – dies u.a. wegen Dolby). Für diesen Zweck können Hersteller auch interne Bänder (sogenannte sekundäre R.) einsetzen, die natürlich in allen kompatibilitätsbestimmenden Parametern mit der Primär-Referenz übereinstimmen müssen (die Primär-Bänder sind eigens ausgesucht, von den nationalen Normgremien abgenommen und auch deswegen besonders teuer). Je nach dem Stand der technischen Entwicklung wurden in größeren Abständen neue Referenzleerbänder kreiert.

Zugegeben, das ist weder allgemein bekannt noch besonders verbraucherfreundlich, aber nicht zuletzt auf dieser Basis hat das CC-System seine weltweite Verbreitung gefunden. Zweites Bein der Normung sind die Bezugsbänder: zum Einstellen des Wiedergabepegels und des Wiedergabe-Frequenzgangsgangs, also der Wiedergabe-Entzerrung.

Tobi, deine Aussage „Seit den 80ern ist die TDK SA für die meisten japanischen Gerätehersteller die Referenz“ ist also nur insofern richtig, als die SA eben besonders dicht am Referenzleerband IEC-Klasse II gelegen haben mag. Das bekannte Qualitätsdenken der japanischen Industrie – u.a. möglichst enge Einhaltung der Toleranzen – hat da unbedingt Früchte getragen.

Konsequenz (auch auf andere Beiträge zu diesem Thema gemünzt): normgerechtes Einmessen des Recorders setzt ein Referenzleerband voraus; wer auf ein bestimmtes Kassetten-Exemplar einmisst, kompensiert nur dessen Abweichungen vom Referenzleerband. Er darf sich nicht wundern, wenn er auf ein anderes Band wieder neu einmessen muss, weil dessen Toleranzen in der anderen Richtung liegen als die seiner subjektiven Referenz – oben habe ich das als „Urmutter der Diskussion“ bezeichnet. Und bitte daran denken: Cassetten waren ein Massenprodukt, ihre Eigenschaften und insbesondere Toleranzen sind aussagekräftig nur mit statistischer Produktionskontrolle zu erfassen (und bekanntlich sagt die Statistik nichts über den Einzelfall aus). Anders wären die Dinger nicht zu bezahlen gewesen.

„…das liegt aber doch nur an der Sättigung…“: ist dir klar, dass damit nicht die maximale Aussteuerbarkeit (definiert durch Klirrfaktor k3 von 3 %) gemeint ist, die erfahrungsgemäß etwa 4 dB unter der Sättigung liegt, bei der das Band etwa 12 % Klirrfaktor produziert? Ich mache mir hier nicht die Mühe, Grundbegriffe definieren zu wollen, da sei Wikipedia vor.

Die Einstellungen deines GX 75 in allen Ehren, aber sie lassen sich nicht auf andere Recorder übertragen. Und, bitte, was ist „Biaspegel“, wenn im gleichen Satz „Bias und Level“ auftauchen?

Die Azimutjustage (die Schreibweise „azimuth“ ist a) englisch und b) falsch, weil das Wort aus dem Arabischen abgeleitet ist, nicht aus dem Griechischen) ist ein ganz heikles Kapitel. Die Präzision beim Kunststoff-Spritzguss war bis – na, so Anfang der 1980er Jahre – noch nicht so weit, dass das Band immer optimal geführt wurde (ein Verstoß gegen das technisch Naheliegende, nämlich dem Gerät die Bandführung anzuvertrauen, nicht dem Kunststoffgehäuse); damit muss man einfach leben, schließlich ging der Frequenzgang der ersten Recorder kaum über 8 … 9 kHz hinaus, und da spielte der Azimut noch nicht seine spätere Rolle. Schließlich kommt es sogar auf die Lagerung des CC-Gehäuses im Gerät an.

Richtig präzise (und zwar reproduzierbar!) war genaugenommen nur die BASF-Messkassette „Azimuth Mechanism“ in Vollmetallausführung, aber die kostete leider um die 1500 DM (zusammen mit der zweiten, dem Mechanical Mechanism, gar DM 3000) und hatte leider, leider fast keine praktische Bedeutung mehr.

Und nun zum Dopplereffekt – nein, sieh lieber bei Wikipedia nach, gemeint ist hier offensichtlich der Kopiereffekt bzw., als Messgröße ausgedrückt, der Kopiereffekt. Mach’ dir bitte klar: bei gleichem Wert für die Kopier-dämpfung wird bei der rauschärmeren Kassette das kopierte Signal subjektiv immer lauter erscheinen, weil es, so die schöne Beschreibung, eben „weiter aus dem Rauschen herausguckt“.

Damit dieser Beitrag nicht vollends aus den Fugen gerät, verzichte ich auf Weiteres zum Thema Tiefen- und Höhenaussteuerbarkeit: die unterschieden sich bei der Mehrzahl der CC-Bänder Klasse I und II um rund 12 dB (315 Hz gegen 10 kHz). Die Konsequenzen male sich jeder aus. Hinweis: bei digitaler Aufzeichnung gibt es diesen Unterschied nicht!

Soweit meine Beschäftigungstherapie an einem total verregneten Südtiroltag. Lasst euch den Spaß an der CC nicht verderben, auch wenn ich meine, dass dieses Pferd schier zu Tode geritten ist und man nur noch die subjektiv wichtigsten Aufnahmen in ein Digitalformat transkribieren sollte.

F.E.
Edit 19.10.2012: der Unterschied der Aussteuerbarkeit zwischen 315 Hz und 10 kHz ist - realistisch - 16 dB. 12 dB ergeben sich, wenn man die Sättigung (also nicht die Aussteuerbarkeit) bei 10 kHz zugrundelegt.
Ich kann Friedrichs Ausführungen nur in vollem Maße zustimmen. Gern bin ich auch bereit, Cassetten meßtechnisch zu untersuchen. Bezüglich des Langzeitverhaltens der Marken BASF, TDK, Maxell , jeweils Chrom, sind mir keine signifikanten Qualitätsminderungen aufgefallen. Aber wie schon gesagt: Ich könnte jede Cassette noch heute meßtechnisch untersuchen. Nur: Lohnt sich der ganze Aufwand ?

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86

Sunday, March 30th 2014, 12:04am

BASF und der Rest der Welt

Hallo,

habe den Thread eben entdeckt und mal durchgearbeitet. Gab es früher nicht oft die Aussage bei den großen Hifi-Zeitschriften und ihren Cassettentest, die Japaner mit ihrem Chrom-Substitut rauschen mehr, sind dafür aber höher aussteuerbar. Und BASF mit Chromdioxid rauscht halt weniger, kann aber nicht so hoch ausgesteuert werden? Bedeutet dies nicht dann auch, das selbst ein Band was nur bis 0db ausgesteuert werden kann die gleiche Dynamik erzielen kann wie eins das bis +4db ausgesteuert werden kann, wenn ersteres halt um diese 4db weniger rauscht, oder mache ich hier jetzt einen Denkfehler? Wenn bei beiden Bändern Level und BIAS richtig eingestellt sind, sollte Vor- und Hinterband identisch sein, jedoch müsste die Aufnahme der Japaner z.B. über Kopfhörer lauter sein als die der BASF, da ja der Ausgangspegel an Line-Out höher sein müsste (z.B. um diese 4db), oder?

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87

Tuesday, April 8th 2014, 12:16pm

Hallo Technics123,

späte Antwort, aber ja, Du hast recht. Es geht um die Dynamik, um den Abstand zwischen Nutz- und Rauschpegel.

Allerdings wird dieser Sachverhalt gerne falsch gesehen. Eine hohe Aussteuerbarkeit ist nicht automatisch ein Qualitätiskriterium. Allerdings hat es die Werbung in der Hochzeit der Audiocassette geschafft, genau diesen Aspekt in den Fokus der Aufmerksamkeit zu setzen. In der Folge werden noch heute BASF-Cassetten als schlecht angesehen.
Olaf, der eher passiv seit Jahren hier mitliest und sich an den fachlichen Beiträgen über Tonbandgeräte erfreut

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88

Tuesday, April 8th 2014, 9:14pm

Hallo liebes Forum,
möchte auch etwas dazu sagen. Da ich gern Sendungen auf DCC aufnehme, um später einige Lieder auf den PC zu überspielen, habe ich einige Kassetten gehabt (Philips C90, sicher mehr als 30x überspielt) die sich nicht mehr aufnehmen liesen. Da ich nicht gern gleich entsorge, rückte ich den Kassetten mit sehr starken
Dauermagneten zu Leibe. Seitdem laufen Sie wieder wie neu, ohne Aussetzer oder sonstiger Störung. DCC ist hier sehr empfindlich, das solle heißen geht oder geht nicht. Man könnte auch bei den analogen Kassetten mal einen versuch in diese Richtung unternehmen. Grundsätzlich beschäftigt mich die Frage schon lange ob es eine Grenze, bzw. wie oft man ein Band überspielen kann, bevor es den Geist auf gibt.

Gruß
Georg

89

Wednesday, April 9th 2014, 7:54am

Bei der DCC wird Systembedingt der alte Datenstream nicht geloescht auf der Cassette sondern nur direkt ueberschrieben ! Sollte die DCC Cassette mit unterschiedlichen Recorden bespielt worden sein, kommt es frueher zu Problemen mit der neubespielung und es kommt noch Bandalterung usw. hinzu.

MFG Ralf
Ich putze hier nur...

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