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1

Donnerstag, 26. April 2018, 10:56

Dolby-Surround-Frage, insbesondere zum Bose Acoustimass 7

Hallo,

im Februar kontaktierte mich ein ehemaliger Mitschüler über Facebook. Er wollte die ehemaligen HiFi-Geräte (Verstärker plus Boxen) seines Vaters loswerden und vermutete (natürlich zu recht), daß ich Interesse daran haben könnte.

Erst auf den zweiten Blick wurde mir klar, daß es sich um ein Dolby-Surround-System handelt, genauer gesagt um einen 5.1-Verstärker Marantz PM-700AV und ein Lautsprechersystem Bose Acoustimass 7 plus die beiden (leider schon etwas verschlissenen) Akai-Boxen, die ich gestern hier bereits als Geschenk angeboten habe.

Eigentlich ist diese Surround-Geschichte ein Thema, um das ich bisher als Nicht-Cineast immer einen großen Bogen gemacht (und entsprechend wenig bis gar keine Ahnung davon) habe, aber allein aus Neugier habe ich die Geräte natürlich trotzdem genommen.

Was mich nun irritiert: Zu dem Bose-System gehören neben dem Subwoofer nicht, wie ich es erwartet hätte, fünf, sondern nur drei Satelliten. Ich dachte im ersten Moment, das System sei nicht vollständig, ist es aber. Es sind am Subwoofer nur Ein- und Ausgänge für "Left", "Center" und "Right" vorgesehen. Der Marantz-Verstärker dagegen hat Anschlüsse für fünf Lautsprecher (2 x Front, Center und 2 x Rear).



Kann mir bitte jemand mal den Hintergrund erklären? Ist das Bose kein 5.1-, sondern ein 3.1-System? Der Kollege meinte, daß es schon recht betagt ist (annäherend 30 Jahre) und in den Niederlanden gekauft wurde, bevor es in Deutschland überhaupt auf den Markt kam. Gab es tatsächlich in der Surround-Anfangszeit mal Systeme, die ohne "Rear"-Lautsprecher auskamen? (Damit wäre es ja eigentlich rein begrifflich kein Surround mehr, sondern nur "Stereo plus Center".)

Und vor allem: Wie bringe ich nun den Verstärker und die Lautsprecher zusammen? Kann man so ein System auch ohne Rear-Lautsprecher betreiben? Oder kann ich da irgendein anderes Paar Boxen anschließen, ohne daß die Surround-Wirkung darunter leidet? Mir kam inzwischen der Verdacht, daß ehemals die beiden Akai-Boxen (die ich anfangs völlig unabhängig von den anderen Geräten gesehen habe) genau dazu dienten, leider konnte ich das noch nicht erfragen.

Und dumme Frage am Rande: Gibt es auch für Nicht-Filmfreunde sinnvolle Anwendungen für so ein System?

Danke und Gruß,
Timo

2

Donnerstag, 26. April 2018, 12:49

Manche Audio Cd´s sind mit dem analogen Dolby Surround codiert wie so einige von Schiller (Weltreise), Ambra...

Das der Marantz eh nur Dolby Surround kann mit Pro Logic ist das mit den heutigen systemen kaum vergleichbar was machbar ist.

Der vorbesitzer hat in der tat die kleinen Akai´s als hintere Lautsprecher verwendet da systembedingt Center und die Rear Kanaele eh nicht den vollen Frequenzumfang bieten wie die 2 Front kanaele, Sie dienen in der tat nur fuer Effekte und Raumerweiterung und der Center uebertrug meist nur Sprache und etwas geraeusche die sich Mittig im Filmgeschehen abspielte. Zu VHS zeiten war dieses verfahren weit verbreitet, das dank Hifi Stereo ermoeglicht wurde und einige Sender wie Pro7 Sat1 strahlten zu analogzeiten einige Filme mit Dolby Surround codierung aus. Einer er ersten Filme mit Dolby Surround tonformat war Star Wars

Interessant ist auch wenn ein Dolby Sourround codiertes tonmaterial rein in stereo wiedergegeben wird auch eine gewisse raumtiefe enstehen laesst durch die phasenverdrehte tonanteile im Singnal...

Heute in der digitalen Welt ist dieses Format tot und durch Dolby Digital und DTS ersetzt worden, das bessere kanaltrennung bietet und den vollen frequenzbereich auf allen Kanaele bietet plus den zusaetzlichen eigenen Tiefton kanal.
Ich putze hier nur...

3

Donnerstag, 26. April 2018, 16:22

Man kann aber die Boxen trotzdem weiter benutzen und auch so wie sie gedacht waren.

Es gab mal 3 Kanal Stereo. Ist kein Witz. Auch das funktioniert über Phasenanteile. Sowas waren Ende der 80er die ersten Auswüchse in Richtung Heimkino.

Das Bose System schließt du an wie beschriftet. Du gehst mit allen 3 Frontkanälen (also Links, Rechts und Center) in den Subwoofer, die Satelliten schließt du dann an den Woofer an. Der Woofer hat eine Frequenzweiche integriert, die die unteren Frequenzen nur auf den Woofer überträgt und den Satelliten den Mittel und Hochtonbereich zuteilt.

Bässe kann man angeblich nicht orten, sodass es reicht die Mitten und Höhen Über die Satelliten abzustrahlen und die Bässe von einem zentralen Punkt. Die Satelliten wären auch nicht in der Lage Bässe zu reproduzieren und würden bei höheren Leistungen durchbrennen, wenn sie die tiefen Frequenzen trotzdem ab bekämen.

Bose ist, was deren Systeme angeht sehr speziell. Von Neutralität und vollem Frequenzumfang kann man da nur träumen. Natürlich sind sie unvergleichbar klein, aber durch diesen Umstand entsteht leider ein abartiges Mittenloch. Der Sound ist dann eher so, als ob der Nachbar den selben Sender auf einer großen Anlage hören würde, während man in der Küche auf einem billigen Weltempfänger hört und die Bässe vom Nachbarn durch dringen. Also HiFi ist das nicht und die Preispolitik war bei Bose auch schon immer echt bösartig.

4000 Euro für so ein neues Lifestyle System würde ich auch nicht hinblättern, da sind 1000 schon fast zu viel. Was ganz gut ist sind die Wave Radios, die Bluetooth Speaker, die Kopfhörer, teilweise auch preislich angemessen, aber Vieles ist echt unverschämt. Aber was Entwicklung in der Minituriarisierung fett klingender Systeme angeht die auch recht tief kommen haben die wirklich Vorreiter Arbeit geleistet. Die Systeme in besseren Fernsehern und auch Soundbars ohne Sub basieren alle auf deren Grundlagen. Es ist also nicht generell zu verachten und schlecht zu reden und seit ich QC35 habe, bin ich begeistert von deren Kopfhörern, ich liebe die Dinger. Habe noch nie so bequeme und gut klingende Kopfhörer gehabt, trotzdem bin ich allgemein kein Bose Fan. Preislich waren die Kopfhörer in dem Segment verglichen mit Sony und Sennheiser sogar günstiger, im Test war Sony aber vorn, mittlerweile sind die Sonys günstiger, für die Bose spricht aus meiner Sicht aber nach wie vor der unfassbare Tragekomfort, wodurch ich leider seitdem keinen anderen Kopfhörer auf dem Kopf hatte, der nur annähernd so bequem war. Das hängt aber sicher auch von der Kopf und Ohrformen zusammen, für Andere sind Sonys oder Sennheisers vielleicht bequemer.

Ich habe so einen alten passiven Acoustimass Woofer in meinem Auto. Den hatte ich mal geschenkt bekommen. Hab ich am Autoradio an die Rear Speaker gehangen und bin dann von da aus an die Lautsprecher in den hinteren Türen gegangen, das Resultat: Tief wirkende Bässe und kein Schnarren und Vibrieren mehr aus den hinteren Türen. Das Frequenzloch ist dort aber nicht gar so groß, weil die Trennfrequenz bei den Frontlautsprechern tiefer liegt. Der Sound ist so hervorragend und eine Endstufe brauche ich nicht.

Man müsste mehrere 100 Euro ausgeben um einen Woofer zu bekommen, der das genau so hin kriegt, für geschenkt super, die Dinger kriegt man auch gebraucht für 100 was auch ok ist, aber HiFi für zuhause ist das trotzdem nicht. Im Auto herrschen aber sowieso ganz andere Bedingungen und deshalb bin ich so sehr zufrieden. Das System
hat neu aber über 1000 Mark gekostet und ich wäre niemals auf die Idee gekommen mir sowas neu zu kaufen, vor Allem nicht um es Zweck zu entfremden.

LG Tobi

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4

Donnerstag, 26. April 2018, 16:37

Das Bose System schließt du an wie beschriftet. (...)


Nur kurz, weil meine Frage "Wie bringe ich Bose und Marantz zusammen?" missverständlich gestellt war: Wie ich ein Subwoofer-System anschließe. weiß ich schon (hatte schon mehrere Jahre eines in Gebrauch). Ebenso, wie das Subwoofer-Prinzip funktioniert. Die Frage zielte mehr darauf, ob so ein 3.1-System (oder wie immer man es nennen mag) auch problemlos an einem 5.1-Verstärker (korrekterweise ja eigentlich: 5.0-Verstärker, da kein eigener Sub-Kanal) zu betreiben ist, und ob die Rear-Lautsprecher für die richtige Surround-Wirkung zu Front und Center passen müssen, oder ob man da etwas anschließen kann, was man gerade zur Verfügung hat. Ich denke, das ist inzwischen beides beantwortet.

So viel nur kurz, damit der weitere Threadverlauf nicht in die falsche Richtung geht. Ausführliche Antwort folgt.

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5

Donnerstag, 26. April 2018, 16:45


Der vorbesitzer hat in der tat die kleinen Akai´s als hintere Lautsprecher verwendet da systembedingt Center und die Rear Kanaele eh nicht den vollen Frequenzumfang bieten wie die 2 Front kanaele, ...

Der Center hat den vollen Frequenzbereich wie auch L und R.



Sie dienen in der tat nur fuer Effekte und Raumerweiterung und der Center uebertrug meist nur Sprache und etwas geraeusche die sich Mittig im Filmgeschehen abspielte. Zu VHS zeiten war dieses verfahren weit verbreitet, das dank Hifi Stereo ermoeglicht wurde und einige Sender wie Pro7 Sat1 strahlten zu analogzeiten einige Filme mit Dolby Surround codierung aus.

Wenn ein Film in "Dolby Stereo" (2:4 Matrix, "Dolby A" Lichtton) abgemischt ist, dann bleibt die Information auch bei der TV-Ausstrahlung erhalten. D.h., jeder Film mit einer Tonspur in "Dolby Stereo", der im TV in Stereo ausgestrahlt wurde, kann zuhause in "Dolby Surround" gehört werden, es gibt da keine spezielle Ausstrahlung in "Dolby Surround".



Heute in der digitalen Welt ist dieses Format tot und durch Dolby Digital und DTS ersetzt worden, das bessere kanaltrennung bietet und den vollen frequenzbereich auf allen Kanaele bietet plus den zusaetzlichen eigenen Tiefton kanal.

Wenn ältere Filme nicht in disrkretem Mehrkanalton vorliegen, kommt man mit Lt/Rt kodierten Tonspuren auch noch bei BluRay in Berührung. "Dolby Digital" und "DTS" lassen auch 2.0 mit Matrixcodierung (Lt/Rt) zu.


Grüße

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6

Donnerstag, 26. April 2018, 16:53


Die Frage zielte mehr darauf, ob so ein 3.1-System (oder wie immer man es nennen mag) auch problemlos an einem 5.1-Verstärker (korrekterweise ja eigentlich: 5.0-Verstärker, da kein eigener Sub-Kanal) zu betreiben ist, und ob die Rear-Lautsprecher für die richtige Surround-Wirkung zu Front und Center passen müssen, oder ob man da etwas anschließen kann, was man gerade zur Verfügung hat. Ich denke, das ist inzwischen beides beantwortet.

So viel nur kurz, damit der weitere Threadverlauf nicht in die falsche Richtung geht. Ausführliche Antwort folgt.

Das ist kein 5.1-Verstärker. Bei der originalen Dolby 2:4 Matrix ist der Frequenzgang der hintern Lautsprecher auf ca. 700 Hz bis 7 kHz begrenzt.
Was steht denn auf dem Verstärker? "Dolby Surround", "Dolby Pro Logic", "Dolby Pro Logic II"?


Grüße

96k

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7

Donnerstag, 26. April 2018, 17:12

Was steht denn auf dem Verstärker? "Dolby Surround", "Dolby Pro Logic", "Dolby Pro Logic II"?


"Dolby Surround Pro-Logic", siehe hier (für Bilder etwas runterscrollen).

8

Donnerstag, 26. April 2018, 17:38

Streng genommen ist es ein "4.0 Verstärker". 4 Endstufen - vier Kanäle. Links, Rechts, Center und Rear (die beiden hinteren hängen an einer Endstufe in Reihe).

Gruß Ulrich

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9

Freitag, 27. April 2018, 14:33

Hallo Timo,

zum Spielen kannst Du die vorhandenen Lautsprecher verwenden. Die Anforderungen an die Surroundlautsprecher halten sich in Grenzen.
Du muß die Lautsprecher nur so aufstellen/aufhängen, daß sie ein gleichmäßiges Schallfeld erzeugen. Aso nicht ein Surroundlautsprecher auf den Schrank und den anderen in der Ecke.

Das Übersprechen in den Surroundkanal wird mit einem Delay (für diesen Kanal) verdeckt. Dies mußt Du richtig einstellen.
Wenn das Delay nicht passt, ist der Surroundkanal auch immer als solcher direkt hörbar und erzeugt keine "Fläche" mit den Frontkanälen.
Bei sehr kleinen Hörräumen würde ich mal so mit 16 ms anfangen.

Wenn Du Dich ernsthaft damit beschäftigen willst, kann ich Dir gerne mal ein paar Tonbeispiele geben, die ich zum Einstellen nutze. Würde aber etwas dauern.
Du bist dann aber ganz schnell bei diskretem Mehrkanalton (AC3, DTS, PCM) und damit steigen dann auch die Anforderungen an die hinteren Lautsprecher.


Grüße

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10

Freitag, 27. April 2018, 15:28

die Kabel so antüdeln wie auf dem Bose Teil bezeichnet und für Rear hinten ein Paar olle Tröten ran, ein Videokabel oder Chinch von dem gelben TV-Mon zum Fernseher da sollte dann ein Menü zu sehen sein mit den Einstellungen

http://www.canuckaudiomart.com/details/1…/images/241216/

wenn der Verstärker einen Centerlautsprecher bedienen kann ist mindestens einen Dolby Prologic Decoder inside
Gruß Ulf

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11

Freitag, 27. April 2018, 15:44

Was steht denn auf dem Verstärker? "Dolby Surround", "Dolby Pro Logic", "Dolby Pro Logic II"?


"Dolby Surround Pro-Logic", siehe hier (für Bilder etwas runterscrollen).

PS. Sehe gerade, der hat noch keine "Auto-Balance". Hust!

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Sonntag, 29. April 2018, 18:09

Erst mal vielen Dank für die zahlreichen und wertvollen Antworten! Ich hatte erst schon die Befürchtung, daß das Wissen und Interesse am Thema Surround hier im Forum nicht allzu groß ist (Bandmaschinen und Heimkino passt für mein Gefühl irgendwie nicht so richtig zusammen), aber weit gefehlt. Dafür habe ich gemerkt, daß man mit meinem Nichtwissen zu dem Thema Bücher hätte füllen können.

Mein größter Irrtum: Als ausschließlicher Stereo-Nutzer bin ich davon ausgegangen, daß so ein Fünfkanal-Signal bereits schön nach Kanälen getrennt am Verstärker ankommt. Daß das ist nicht so ist, hätte mir eigentlich schon bei der näheren Betrachtung des Verstärkers auffallen müssen, denn da sind pro Eingang nur zwei Kanäle vorgesehen. Es ist also, wenn ich es richtig verstehe, so, daß der Verstärker einen Decoder beinhaltet, der das Center- und Rear-Signal aus dem ankommenden Stereo-Signal herauskordiert. Und deswegen kann ich dann, wenn ich Ralf richtig verstanden habe, auch mit einem normalen CD-Player im Surround-Verfahren hergestellte Musikaufnahmen wiedergeben. Oder ich könnte meinen Fernseher über die vorhandenen Cinch-Ausgänge mit dem Verstärker verbinden und dann bei einem entsprechenden Film den Surround-Ton hören. Alles korrekt so?

Jetzt muss ich mich nur noch aufraffen, das ganze mal auszuprobieren. Erste Hürde ist, daß die Lautsprecherkabel des Systems nicht mehr auffindbar waren, und von denen braucht man ja jede Menge, die ich leider nicht zur Hand habe.

Weiterhin ist meine Motivation irgendwie immer noch gedämpft. Ich gucke im Jahr meist ein bis zwei richtige Spielfilme (zur Weihnachtszeit, weil nichts anderes läuft), und meist eher nebenbei als wirklich aufmerksam. Und neuere Musik, die bereits über Surround-Informationen verfügt (was ja ohnehin eher selten zu sein scheint), höre ich auch so gut wie gar nicht. Damit bin ich wohl nicht wirklich Teil der Zielgruppe für diese Technik. Dazu kommt, daß ich im Moment nicht wüsste, wie ich die Lautsprecher bei mir richtig aufstellen sollte.

Ich werde den Marantz gleich erst mal im Zweikanalbetrieb ausprobieren. Der stand ja schon etwas länger unbenutzt herum.

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13

Sonntag, 29. April 2018, 18:45

Meine ketzerische Meinung dazu:

Ich würde den Verstärker eher als Effekt-Gerät einordnen, denn als ein Gerät, das um eine "Original-nahe" Raum-Abbildung bemüht ist.
Möglicher weise kann man es noch nicht mal benutzen, um die beiden zusätzlichen Verstärker für Stereo von den Seiten oder hinten oder in einem zweiten Raum zu benutzen, denn offenbar ist ja einer für Mitte vorn und vermutlich Bass-Wiedergabe gedacht, während der vierte die beiden hinteren Hilfsboxen (gegenphasig angeschlossen) treiben soll.
Aus letzterem ergibt sich auch, daß das Ergebnis (hinten) nur ein "irgendwie gearteter" räumlicher Eindruck sein kann, der aber nichts mit räumlicher Abbildung zu tun hat.
Das ist jetzt aber garnicht so negativ gemeint, wie es vielleicht klingen mag.
Auch Mono klingt über 5 Lautsprecher wiedergegeben besser als aus einem "Loch" von vorn.

Mein Eindruck ist, daß Surround-Informationen auf Musik-DVDs eher der Normalfall als selten sind, dann allerdings in den modernen digitalen Formaten (zB DTS). Ich freue mich immer, wenn ich auch noch schlichtes Stereo darauf finde.

MfG Kai

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Sonntag, 29. April 2018, 20:37

Möglicher weise kann man es noch nicht mal benutzen, um die beiden zusätzlichen Verstärker für Stereo von den Seiten oder hinten oder in einem zweiten Raum zu benutzen, denn offenbar ist ja einer für Mitte vorn und vermutlich Bass-Wiedergabe gedacht, während der vierte die beiden hinteren Hilfsboxen (gegenphasig angeschlossen) treiben soll.


Genau die Überlegung für eine "missbräuchliche" Anwendung ging mir auch schon durch den Kopf, und ich bin zu dem gleichen Schluss gekommen, daß es wahrscheinlich nicht befriedigend funktionieren wird.

Wobei der Center-Kanal allerdings nach meiner Einschätzung nicht speziell für Bass-Wiedergabe gedacht ist. Der Center-Lautsprecher ist für gewöhnlich eine normale breitbändige Ausführung. Bei dem Bose-System gibt es für links, rechts und Center drei identische "Doppelcube"-Satelliten.

Schade irgendwie, daß mir eine richtige Anwendung für das System fehlt. Der Marantz-Verstärker ist mir generell durchaus sympathisch.



Sehr schöner Zustand, wirkt hochwertig. BDA und Fernbedienung sind noch dabei.



Anschlüsse gibt's reichlich. Wobei mich diese "AC Outlets" wundern. Das kenne ich in dieser Form (das sind doch Stecker nach US-Norm?) von Geräten, die für den deutschen Markt bestimmt sind, gar nicht. Auch der Netzstecker sieht aus, als sei er mal gewechselt worden.

Sollte es sich hier um ein selbst importiertes Gerät handeln? Wurde der PM-700AV überhaupt in Deutschland angeboten?

Und noch was: Wozu verfügt der Verstärker über Video-Eingänge?

Wie angedroht, habe ihn erst mal zweikanalig in Verbindung mit "normalen" Lautsprecherboxen ausprobiert. Gute Nachricht: Er funktioniert einwandfrei.


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Sonntag, 29. April 2018, 22:12

In die Netzbuchsen auf der Rückseite würde in der Tat mein Netzstecker-Reise-Adapter für USA/Mexiko/Karbik passen. Da die Buchsen geschaltet werden, könnte man sich also bei Wahl des richtigen Eingangs vor dem Gerät rasieren...

Zu den anderen Fragen könnte das Schaltbild/Service Manual oder Benutzer-Handbuch Aufschluß geben.
Das gibt es im Internet aber anscheinend nur gegen Geld oder Zwangs-Registrierung. Mutige vor...

Das Gerät ist wohl auch als Schaltzentrale gedacht für alles, was vor Ohren und Augen kommt.

Das Gerät leidet sicher nicht, wenn du nur L & R benutzt.
Mit dem Center oder Hinten-Kanal könntest du aber auch noch die Küche beschallen.

MfG Kai

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Sonntag, 29. April 2018, 22:15


In die Netzbuchsen auf der Rückseite würde in der Tat mein Netzstecker-Reise-Adapter für USA/Mexiko/Karbik passen. Da die Buchsen geschaltet werden, könnte man sich also bei Wahl des richtigen Eingangs vor dem Gerät rasieren...


Bist Du sicher, daß die nach ausgewählter Quelle geschaltet werden? Mein Yamaha(-Stereo)-Verstärker hat auch drei Netzbuchsen an der Rückseite (allerdings normale Euro-Buchsen), die gehen alle drei zusammen mit dem Gerät an und aus. Genau so war es auch bei einem früheren Sony-Verstärker.

Zitat

Das Gerät leidet sicher nicht, wenn du nur L & R benutzt.


Das wohl nicht, die Center- und Rear-Lautsprecher lassen sich ja auch abschalten (siehe Bedienelemente an der Front). Aber es kommt mir irgendwie komisch vor.

17

Sonntag, 29. April 2018, 22:23

Warum hat ein AV Verstaerker mehrere Video eingaenge und ein ausgang ... Damit mann mehrere Videoquellen damit schalten kann an einem Monitor zum beispiel, das mann auch wenn 2 vhs kisten angeschlossen untereinander kopieren kann oder gar beide rekorder von einer quelle wie DVD oder SAT receiver aufzeichen koennen ohne bloed umstecken zu muessen. Der Schukostecker gehoert normal nicht dadran , hat bestimmt jemand abgeschnibbelt um das kabel durch eine schrankwand zu fuehren ohne ein grosses loch zu machen oder der jenige wollte den Stecker flacher haben weil die steckdose hinterm Schrank war. Die AC Outlets findeste öfters, manche sind geschaltet und manche nicht, daran wurden CD Player, Tuner und sonstiges geraffel angeschlossen, erspart so manche steckdosenleiste und wenn verstaerker aus geschaltet wird ist auch der rest aus. Einige Hersteller haben aber nicht die Euronorm steckbuchsen montiert und haben den US und Japan mist dran gelassen die mann hier zu lande besser nicht nutzen sollte da beruehungsschutz bei denen nicht grossgeschrieben wurde (110 Volt) und sollten beim Service mal tot gelegt werden . Genaugenommen sollte auch der Schukostecker weichen durch ein angegossenen Eurostecker (neues Netzkabel). Da dein Kasten ein Spannungswahlschalter hat ist das womoeglich die variante Weltweit statt EU, das gibt die genaue typenbezeichnug preis bei etlichen herstellern.

Habe gerade geschaut, den PM700av gibt es nur in der Weltweit ausfuehrung , das K steht fuer Schwarz. SM dazu gibt es gleich in der Area 51.

Liegt nun vor, warten auf freigabe...
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Sonntag, 29. April 2018, 23:17

Danke, Ralf. Kannst Du irgendwie nachvollziehen, ob das Modell überhaupt in Deutschland verkauft wurde? Google findet auf deutschen Seiten gar nichts dazu. Wegavision hat leider keine zeitlich passenden Marantz-Kataloge.

19

Sonntag, 29. April 2018, 23:34

Der Kasten ist von 1992, zu der Zeit waren die anderen Hersteller wie Denon, Pioneer, Onkyo, mit ihren Receivern weiter verbreitet in Deutschland, da hat der Marantz kaum Fuss fassen können und war daher kaum zu finden da die Technik auch schon veraltet war, da war Dolby ProLogic 2 eher der standart, zumal der Marantz mit seiner festen verzoegerungszeit von 20ms auch nicht recht flexibel wahr fuer die Raumgroessenanpassung.
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