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31

Wednesday, September 7th 2016, 8:42am

300er Diesel ? Keine Plakette und ein Sack voll Hubraumsteuer.....klasse. Vom Verbrauch reden wir da lieber erst nicht, den diese Wanderdüne sich reinzieht.
Kat nachgerüstet für weniger als 200 Euro.
Plakette.
Steuer durch Kat halbiert.
In sechs Jahren H-Kennzeichen.
Verbrauch zwischen 6,5 und 7,5 Liter Diesel auf 100 km.
Wanderdüne: 113 PS, 0-100 knapp 13 Sekunden, Spitze 185km/h :D
Kilometerstand aktuell 280.000 km (Vorgänger hatte 524.000km, bis er zu Staub zerfiel...)

Zusätzlich:
Hochkomfortables und sicheres Fahrwerk
Leiser Sechszylinder
Platz ohne Ende

Wo ist der Fortschritt zu 2016 :?: 8)

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32

Thursday, September 8th 2016, 9:20am

was ich sicher nicht wollte, war, den Thread in eine Diskussion über das Für und Wieder von stinkenden Steinzeitautos zu drehen. Ich finde es schade, dass immer sofort die Technik-Verweigerer auf den Plan kommen, wenn man sich kritisch über Phänomene der Gegenwart äussert. Die ältere C-Klasse in meinem Beispiel war übrigens Baujahr 2005.

Ich habe den Auto-Vergleich benutzt, um etwas ganz anderes zum Ausdruck zu bringen - so etwa seit zehn Jahren haben wir den Trend, dass der vermeintliche Fortschritt nicht mehr zum Nutzen der User eingesetzt wird, sondern für Marketing-Spiele. Ein Beispiel, an dem man das erkennen kann, ist das Innenraum Design - bis etwa zur Jahrtausendwende haben die Hersteller den sicheren blind zu bedienenden Fahrerplatz zur Perfektion entwickelt, weil sie richtig erkannt haben, dass dies ein wichtiges Sicherheitskriterium ist. Dann kamen die Marketingspezialisten auf die Idee, dass die Autos wieder "emotionaler" werden müssen, und heute sind die Innenräume teilweise so gestaltet, dass man vom Chrom geblendet wird ( der ab den siebzigern aus gutem Grund aus den Innenräumen verschwunden ist ), und selbst wichtige Dinge wie die Warnblinkanlage und die Türentriegelung nicht mehr blind findet. Hinzu kommen Dinge wie die aufgezwungene Vernetzung zum Hersteller und Assistenzsysteme, die das Auto zwar immer noch nicht autonom fahren lassen, dem Fahrer aber ständig in die Quere kommen. Heute werden die sinnvollen modernen Errungenschaften überdeckt von einem Haufen Blödsinn, von dem mittlerweile bekannt ist, dass er die Unfallzahlen wieder hoch treibt.

Bei der digitalen vernetzten Musikwiedergabe ist es ganz ähnlich. An sich bringt die Technik eine Menge Vorteile, die Hersteller nutzen diese Vorteile aber nur teilweise, und überdecken sie mit einem Haufen an Schwachsinn, den sich die Marketing-Abteilungen ausgedacht haben, und den niemand wirklich braucht.

Und der Kunde verhält sich beim Auto wie bei digitalen Musikgeräten gleich - er fragt sich nicht, ob er das wirklich haben will, sondern kauft das, was da ist. Ich kenne so viele Leute, die bei vielen Dingen kein gutes Gefühl mehr haben, und sie trotzdem kaufen. Die Hersteller sehen dann die Verkaufszahlen, und sehen sie als Indiz dafür, dass sie die Kundenwünsche richtig getroffen haben. Das, was wir hier als etwas neues diskutieren, ist im Grunde auch schon ein alter Hut - objektiv betrachtet herrscht momentan ein ziemlicher Stillstand beim technischen Fortschritt, den die Hersteller eigentlich dazu nutzen sollten, das bis jetzt erreichte erstmal zuende zu entwickeln und den Benutzern nahe zu bringen. Stattdessen werden wir seit einigen Jahren überall mit halbgaren Dingen überschüttet, und wer diese Entwicklung kritisch sieht, ist ein Fortschrittsfeind, und darf Platten kaufen gehen, oder sich mit den Liebhabern automobiler Dampfmaschinen zusammentun.

So, hoffentlich habe ich es jetzt so formuliert, wie ich es meine. Zum Thema Für und wider alte Autos können wir gerne im OT-Bereich einen Thread aufmachen, wenn Ihr wollt :D .

Gruß Frank

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33

Thursday, September 8th 2016, 10:45am

...für und Wieder von stinkenden Steinzeitautos...
Ich finde es schade, dass immer sofort die Technik-Verweigerer auf den Plan kommen...
Zunächst: Es gibt KEIN umweltfreundlcihes Auto. Alle sind lediglich unterschiedlich umweltSCHÄDLICH.
Der Begriff "stinkende Steinzeitautos" ist nachgerade lächerlich. Bei der Produktion JEDES EINZELNEN Neuwagens entstehen soviel Schadstsoffe, dass ich selbst die älteste und ungereinigteste Gammelschüssel noch 100 Jsahre fahren müsste, um die gleiche Menge an Dreck aus dem Auspuff zu pusten. Soviel zum Thema "Neuwagen sind umweltfreundlicher als Altautos".

Und was -bitte- ist ein "Technikverweigerer"?
Jemand, der nicht jedem von der Industrie vorgegebenen Trend hinterherläuft (bei Neuwagen quasi zwangsoktroyiert, wenn man nicht gerade einen Lada Niva fahren will), sondern darüber nachdenkt, wofür er sein Geld zum Fenster hinauswirft?
Du kritisierst "die Industrie", die immer "unsinnvollere" Details in Autos hineinkonstruiert, nur um sich angeblich "weiterzuentwickeln". Das ist doch genau das, was ich sage: Autos waren in den 80ern letzlich ausentwickelt und am Zuverlässigsten. Dann wusste man nicht mehr weiter und es begann genau das, was Du oben -zu Recht- kritisierst.
Wenn jemand darüber nicht nachdenkt, sondern so etwas kauft, so ist -wenn man es denn als Solchen sehen will- DESSEN Fehler, nicht der Fehler "der Industrie".

Topic:
Ich nutze im Alltag sowohl die simple Digitaltechnik (was hätten wir mit 14 oder 15 Jahren für ein Smartphone gegeben, stattdessen "leier,leier,leier mit dem Cassetten-Walkman"...), als auch Schallplatten und Tonbänder. Letzteres mehr als "Gemütlichkeitseffekt" Abends oder am Wochenende.
Das einzige Medium, das auch bei mir mehr und mehr in den Hintergrund tritt, ist die CD...
Ich wünsche mir NICHT die Zeiten zurück, in denen man mühsam mit Tonbandgerät oder Tapedeck am Radio sass und den Songs im mühsamer Fuddelarbeit hinterher-recordete...

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34

Thursday, September 8th 2016, 5:29pm

nur dazu, was ich unter Technikverweigerer verstehe - ein Technikverweigerer ist für mich jemand, der sich nicht kritisch aber konstruktiv mit neuen Sachen auseinandersetzt, sondern aus Prinzip erstmal alles ablehnt, was neu ist. Leute, die immer gleich mit ihren alten Mercedes Dieseln kommen, wenn mal jemand was kritisches zu neuen Autos sagt, sind für mich definitiv Technikverweigerer, genau wie die, die in Zusammenhang mit Digital-Audio immer gleich das hohe Lied auf die alten analogen Methoden singen, und digital mit Trash gleichsetzen.

Dass sich die Menschheit mehrheitlich in totale Fortschritts-Befürworter und totale Fortschritts-Gegner einteilt, und dass die vernünftige Mitte fehlt, diese Erkenntnis stammt auch nicht von mir, sondern wird von Fachleuten zu jeder Funkausstellung wieder aufs neue diskutiert, leider ohne dass sich hieraus Konsequenzen ergeben. Nicht die Digitaltechnik ist das Problem, sondern der Unwille der Industrie, mal rundgedachte Lösungen auf den Markt zu bringen, mit denen man auch Leute erreichen könnte, die nur Musik hören wollen.

Über das Thema alte Autos und Nachhaltigkeit kannst Du gerne einen Thread im OT-Bereich aufmachen. Ich schraube selber mit Freude an alten Mercedes, bin aber weder blind, was den technischen Fortschritt angeht, noch muss ich mir mein Hobby immer wieder schön lügen. Mir macht es auch so Spaß.

Gruß Frank

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35

Thursday, September 8th 2016, 11:27pm

ein Technikverweigerer ist für mich jemand, der sich nicht kritisch aber konstruktiv mit neuen Sachen auseinandersetzt, sondern aus Prinzip erstmal alles ablehnt, was neu ist. Leute, die immer gleich mit ihren alten Mercedes Dieseln kommen, wenn mal jemand was kritisches zu neuen Autos sagt, sind für mich definitiv Technikverweigerer.



...noch muss ich mir mein Hobby immer wieder schön lügen...
Entweder, Du liest nicht, was ich schreibe, oder Du bist "Rechthaber aus Prinzip".
Viel verspannter als Du kann man wohl an das Thema nicht herangehen. Schade für Dich...
Allerdings nachgerade eine Unverschämtheit ist es, dass Du Dir ein derart
primitives Urteil über mich erlaubst, ohne mich zu kennen und ohne über
das Nachzudenken, was ich hier zu Deinen seltsamen Ergüssen schreibe.
Ich verbitte mir das in aller Form!

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36

Sunday, September 18th 2016, 1:20pm

Da konstatiert ein ehemaliger Uher-Report-Fertigungsleiter das die Errungenschaften der aktuellen Technik s.M.n. (doch vielleicht) nicht allesamt in die Tonne zu treten sind und schon passiert das was immer in den div. Foren passiert....der Austausch persönlicher Empfindlichkeiten und Themaverfehlungen steigert sich mit jedem neuen Beitrag exponentiell....

Was anderes als Neugier hat einen jungen Menschen in den ausgehenden 50ern des letzten Jahrhunderts wohl bewogen sich mit Magnetbandtechnik zu beschäftigen? Darf man heute nicht mehr neugierig sein? Warum sollte es heute verboten sein sich mit moderner Digitaltechnik zu beschäftigen? Warum sollte es verboten sein sich heutzutage mit alter Magnetbandtechnik zu beschäftigen?

Ich persönlich suche sehr gerne nach Möglichkeiten der Kooperation beider Welten. Nicht zuletzt deshalb um zu zeigen was an der analogen Technik zeitlos war bzw. ist und seinen Zweck bis in die heutige Zeit bewahrt hat. Für mich ist z. B. das Uher Report umso mehr zeitlos als eine 3m große Akai Autoreverse Maschine weil z.B. das Uher Report den Faktor Raum in ebenso vorzüglicher Art und Weise berücksichtigt hat wie das die aktuelle Digitaltechnik macht. Vielleicht könnte man hier anstatt zeitlos besser auch das Adjektiv nachhaltig verwenden. Nicht alles Alte war nachhaltig ebensowenig wie alles Neue.

Die spannende Frage ist doch nachwievor die Spreu vom Weizen zu trennen und nicht Glaubenskriege über besser und schlechter zu führen.

Ich jedenfalls kann sagen das der analoge Tuner meines erstklassig restaurierten Kirksaeter RTX 700 keinen Deut anders klingt als der Albrecht DR 52 DAB Adapter. Genausowenig klingt die Endstufe des gleichen Kirksaeter anders als meine kleine Digitalendstufe s.m.s.l SA-50. Da liegen aber locker 50 Jahre dazwischen. Das finde ich durchaus bemerkenswert. Und zwar für beide Welten....

So jedenfalls verstehe ich mein Hobby und freue mich für Anselm das er auch im fortgeschrittenen Alter seine Neugier nicht verloren hat. :thumbup:

VG Martin

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Sunday, September 18th 2016, 10:10pm

Hallo Martin,

genau genommen, habe ich ja noch nicht mal Stellung bezogen, sondern nur auf die neue Entwicklung aufmerksam gemacht. Ich wollte sicher nichts in die Tonne treten und habe nicht geahnt, was ich da lostrete.

Vielleicht ist es ein Vorteil des Alters, diese Dinge entspannter sehen zu können. Aber auch früher waren für mich persönlich - bei aller dB-Feilscherei in der Firma - immer meine Ohren der Maßstab für Tonqualität. Vielleicht würde mancher die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn er sähe und hörte, womit ich heute Musik wiedergebe. Das hängt allerdings auch mit meinem altersbedingt miserablen Frequenzgang meiner eingebauten "Boxen" zusammen.

Für heute gute Nacht, Anselm

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Sunday, September 18th 2016, 11:19pm

Anselm,

du meinst sicher die eingebauten "Mikrofone". Und genau diese - wenn auch hier eher die eigenen - sind auch mein Maßstab. Auch wenn mein Vater immer sagte: Ohne Messen kein Wissen.

Gruß
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.

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Monday, September 19th 2016, 3:23pm

Ohne Messen kein Wissen

Ich besitze Messprotokolle meiner "Kopfmikrofone", die vor 2 Jahren wegen eines Tinnitus erstellt wurden. Da läuft natürlich in meinem Alter über 10kHz nicht mehr viel, diesen "biologischen Rauschfilter" finde ich ganz angenehm. Aber bis 10kHz ist alles ok bei einer Kanaldifferenz von 3dB. Die Ärztin meinte, ich solle das gut aufheben, für den Tinnitus gabs leider keine Abhilfe, weil keine organische Ursache vorliegt.
Ich musste mal mit diesen Ohren und der Hilfe meiner Geithains feststellen, wie grauslich eine Minidisk klingt. Beim Abhören einer DVD-A (Audio) über einen analogen Eingang fiel mir durch eine Anzeige meines Preamps auf, dass auch ein digitales Eingangssignal vom DVD-Player anlag, was eigentlich aus Copyright Gründen bei einer DVD-A nicht sein sollte. Nachdem ich zum digitalen Eingang gewechselt hatte, wollte ich es genau wissen, kann man das auch digital aufzeichnen ? Also Minidisk- Recorder angeworfen, digitaler Eingang, Pegel da, leere Disk, Aufnahme. Dann die DVD-A weiter abgehört und die Minidisk irgendwie vergessen. Am nächsten Tag fiel es mir wieder ein und ich habe die Minidisk mit der Aufzeichnung von der DVD-A abgespielt. Das klang aber nicht so wie in meiner Erinnerung und ich habe dann die DVD-A nochmal angespielt. Der Unterschied war deutlich hörbar, die Minidisk war zwar digital sauber ohne Rauschen oder Verzerrungen, aber klinisch steril. Da fehlte einfach was, das ich bei der DVD-A deutlich hören konnte. Seit dem Tag ist Minidisk für mich gestorben, ich habe alles verkauft. Solange ich solche Unterschiede noch höre, will ich bei digital auch das letzte Bit haben, nicht irgendwas weichgespültes.

MfG, bitbrain2101
<<--- Sony BVH-2000PS, prof. 1 Zoll "C"-Standard Videorecorder Bj. 1983
bildgenauer Insert- und Assemble- Schnitt für Video und 3 Tonspuren
Video Zeitlupen-Wiedergabe, Hinterband-Wiedergabe für Video und Audio

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40

Monday, September 19th 2016, 9:29pm

du meinst sicher die eingebauten "Mikrofone".

Wo Du recht hast, hast Du recht, Thomas. Hätte mir auch selber einfallen können, denn sie sitzen ja auf einem "Schwanenhals". :D

Gruß, Anselm

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41

Tuesday, September 20th 2016, 8:28pm

Bei mir ist es auch mal untersucht worden. Der Arzt sagte rechts im Hochtonbereich ab 3 kHz ein leichter Abfall. Sonst aller o.k.

Ich dachte ich hör nicht richtig -> Hochtonbereich ab 3 kHz 8| :huh: :S

Naja, spätestens seitdem bin ich jedenfalls im HiFi Sektor Pragmatiker geworden...... :)

VG Martin

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42

Monday, November 7th 2016, 7:59pm

Hallo zusammen,

um das mal kurz auf den Punkt zu bringen (ich habe mir jetzt nicht alle Antworten vollständig durchgelesen):

1.) Wer HiFi und mp3 in einem Satz in den Mund nimmt, der hat noch nie HighEnd Geräte gehört.
2.) Automatisch einmessendes Digitalzeug, das nur Frequenzgänge verbiegt, damit es schön aussieht, gehört auf den Elektronikmüll
3.) EQs, die sch..... aussehen, klingen auch sch..... ( das zur Bemerkung zweier nebeneinander liegenden Frequenzbänder)
4.) Datenreduzierter Musik(müll) gehört gelöscht (es klingt so derartig grausam und tötet die Musikindustrie)
5.) Zu den Smartphone-Hörern: die meisten kennen nichts Besseres und es tritt ein "Gewöhnungseffekt" ein (außer Papa hat ne töfte Anlage)

Das man in den Elektro-Fachmärkten keine HiFi Abteilung mehr findet ist schon richtig, aber dass bedeutet nicht, dass es keinen Bedarf mehr gibt. Ganz das Gegenteil ist der Fall. Ich kenne einen Exklusiv-Händler, bei dem es kein Gerät unter 10TSD Euro gibt. Und bei dem rollt der Rubel. Der verkauft etwas mehr als 3 Geräte pro Jahr :-) . Dabei fragt man sich nebenbei auch, warum alle Vinyl-Presswerke in Deutschland mit Wartezeiten von einem halben Jahr winken?

Wer gerne MP3 über Blauzahn-Lautsprecher hören möchte, der kann das gerne tun. Ich brauche diese Schmerzen zum Glück nicht ertragen. Aber der Mensch hat sich ja auch an Digitalfood (äääääääähm Fastfood) und CoffeeToGo gewöhnt. Viele zumindest - ich zum Glück auch nicht.

Ein altes Sprichwort sagt: "Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied." Will sagen: es ist ein Genuss für die Seele und den Körper einen guten Klang zu haben. Geht doch bitte mal wieder in ein gutes Konzert eines namhaften Symphonieorchester. Dann wisst ihr wieder, was Wohlklang ist.

In diesem Sinne audiophile Grüße,

Ulf

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43

Tuesday, November 8th 2016, 8:43am

Hallo!

Bei dieser m. E. fruchtlosen Diskussion kommen mir die einleitenden Worte des Hauptredners
beim letzten AAA-Workshop in Sehnde/Hannover wieder in den Sinn. Ich hoffe, daß ich sie
einigermaßen richtig und sinngemäß zitiere (stille Post!):

"Es gibt auf der ganzen Welt keine Lautsprecher (gilt auch für das vorgeschaltete Equipment),
aus denen Musik abgestrahlt wird.
Sie geben nur, mehr oder weniger, musikähnliche Geräusche ab. Und die Besten sind nahe am
Orginal. Was jedoch unerreichbar bleiben muß (asymptotische Annäherung /e-Funktion).
Musik ist nur das, was Stimmen und/oder Musikinstrumente von sich geben."

Rumms! Das hatte gesessen. Nachdem sich der erste Schock verzogen hatte, wurde natürlich
über diese provokante Feststellung diskutiert. An der Wahrhaftigkeit derselben änderte das
allerdings nichts. Darüber waren sich gestandene "Vinyl-Größen" und Fußvolk (wozu auch ich
gehöre) am Schluß erstaunlicherweise einig...

Gruß
Wolfgang

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44

Tuesday, November 8th 2016, 9:01am

Hallo Wolfgang,

ich sehe das ähnlich, wie die einleitenden Worte des Hauptredners des letzten AAA-Workshops. Ich formuliere es immer nur etwas anders:

HiFi bzw. HighEnd ist ein vom Hörer bzw. Käufer gewünschtes / erzeugtes Klangbild, das mit der Realität wenig zu tun hat, so teuer es auch sein mag.

Nun denn, tolles HiFi / HighEnd macht aber wiederum Spaß. Und das ist auch gut so. Ob das Smartphone auch Spaß macht? Sicherlich, aber bestimmt in anderen Bereichen, die sich mir teilweise nicht ganz erschließen.

Grüße,

Ulf

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45

Tuesday, November 8th 2016, 5:14pm

Der Unterschied ist nur das der Eine für die Ähnlichkeit mehr Geld ausgeben möchte als der Andere. Dafür haben dann die div. Hersteller aber recht schnell "Lösungen" entwickelt. Selbst bein gleichen Hersteller hat man, wie man am Beispiel Grundig m. E. recht gut sehen kann, peinlich genau auf eine Produkthierarchie geachtet. Damit man auch gleich erkennen kann was vorher im Geldbeutel drin war. Hier noch ein Schalterchen dort noch ein Drückerlein und das ganze natürlich auch in de Luxe.

Wie sagt man so schön...jeder Topf findet irgendwann seinen Deckel.... :D

VG Martin

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46

Tuesday, November 8th 2016, 11:18pm

Man sollte unterscheiden ...

... zwischen der Wiedergabe von Musik die speziell für die Wiedergabe mit billigen, plastik-reichen und kleinen bis winzigen Schallwandlern produziert worden ist und der Wiedergabe von Stimmen und natürlichen Musikinstrumenten möglichst so wie sie im Konzertsaal oder der Oper, von mir aus auch in der Konzertmuschel des Kurparks klingen.
Zur ersten Kategorie gehört die gesamte Rock- und Popmusik, vielleicht auch ein Teil des Jazz. Dafür sind alles Voodoo-High-End-Gerät und die Smartpfone geeignet.
Zur Wiedergabe der zweiten Kategorie benötigt man eine Stereoanlage mit ausreichend großen Schallwandlern in einem Raum der ein bischen größer ist als das 9 m²-Jugendzimmer oder Kopfhöhrer die nicht für Computerspielzwecke gebaut sind.
So, nun kann jeder für sich entscheiden ob er noch eine Stereoanlage braucht oder nicht.
:thumbsup:

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47

Wednesday, November 9th 2016, 6:56am

"...Musik ist nur das, was Stimmen und/oder Musikinstrumente von sich geben."

Das ist aber m.E. etwas engstirnig. Schließlich gibt es Instrumente, die ihre Töne elektrisch/elektronisch erzeugen. Damit gespielte Kompositionen wären somit keine Musik.
Grüße

Wayne

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48

Wednesday, November 9th 2016, 7:05am

Ich finde es ein wenig seltsam die Klangqualität eines Handys nach der Qualität der eingebauten Lautsprecher beschreiben zu wollen. Man kann keine 2m Standlautsprecher in der Hosentasche umher tragen. Das Argument klingt für mich wie Wasser ins Meer tragen zu wollen.

Mit den entsprechenden Zusatztools lassen sich mit jedem noch so billigen Handy durchaus brauchbare Klangergebnisse erzielen. Und wer sich mal einen wie der Vorredner zu sagen pflegt "Blauzahn" Kopfhörer angehört hat wird sehr schnell feststellen das dieser von den gewohnten Rauschtiraden der früheren Funk- oder Ifrarotsystemen meilenweit entfernt liegt.

A bisserl weniger Polemisieren wäre also durchaus angebracht....

VG Martin

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49

Wednesday, November 9th 2016, 9:04am

Hallo Martin,

es ist doch hier nie um Rauschanteile von Kopfhörern gegangen. Das Thema lautet: "Der digitale Tod der HiFi Anlage - ein Kulturschock für Generationen".

Dieses Thema beinhaltet auch die Datenreduktion im Digitalbereich. Und Blauzahn Kopfhörer haben eine erhebliche Datenreduktion! Die addiert sich noch einmal auf das bereits datenreduzierte Signal eines mp3 (oder welches datenreduzierte Signal auch immer). Selbst Apple reduziert die Daten teilweise erheblich (die ja immer behaupten, dass sie alles besser können).

Martin, beantworte mir doch bitte einmal ehrlich die Frage, wann du das letzte Mal in einem symphonischen Konzert oder einem Jazzkonzert unplugged, in einem Klavierkonzert oder ein akustisches Trio besucht hast / gewesen bist. Hast du jemals vor einer Akustikband gesessen, die mit 5 Mann auf Akustikgitarren gespielt haben, von denen keine unter 4000 Euro zu haben ist? Von so einem klanglichen Erlebnis hast du dein ganzes Leben etwas: Du wirst immer wieder daran zurückdenken und du wirst alles verfluchen, was du bis jetzt gehört und besessen hast.

Wozu gibt es heute überhaupt noch datenreduzierte Signale, wenn man auf einer 2,5" 2TB Platte dein ganzes Musikarchiv in 24 bit Auflösung speichern kann? So ein unglaublicher Blödsinn! Da wird immer noch argumentiert, dass man Serverkapazitäten sparen muss, weil die Musikdateien zu groß sind. Aber 100 Millionen Menschen auf der Welt stellen Videos ins Netz, die kein Mensch braucht - FÜR GAR NICHTS!

Leute, fangt mal bitte an eure Ohren zu schulen und zu trainieren. Ja, das geht! Und fresst nicht immer den elektronischen Schrott, den man euch in der heutigen Zeit vorsetzt. Das fängt beim Smartphone an, geht über die Waschmaschine und hört beim PKW auf. OK, die Waschmaschine macht keine Musik, wird aber bald auch kommen - ist schon in der Entwicklung, weil die Wäsche sich mit Musik beim waschen wohler fühlt und das Waschmittel besser zur Entfaltung kommt.

Hat sich jemand von euch heute schon mal gefragt, was er wann und wie gehört hat? Aber ich verstehe die Mehrheit schon. In der heutigen Zeit hat man für solche Nebensächlichkeiten, wie das Hören, keine Zeit mehr.

Mit trotzdem audiophilem Gruß,

Ulf

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50

Wednesday, November 9th 2016, 1:44pm

eigentlich wollte ich zu dem Thema nichts mehr schreiben, aber die Statements von Ulf stacheln mich dann doch wieder an, sorry.

Mit jedem, wirklich jedem Aufnahmeverfahren seit den fünfziger Jahren ist es möglich, audiophil klingende Musik zu reproduzieren, oder auch den größten Müll. Der Fortschritt der Jahrzehnte seitdem liegt nicht darin, die maximal mögliche Klangqualität zu verbessern, sondern den Aufwand zu verringern, und jedem, sagen wir mal, den "80% - Klang" zu ermöglichen.

In den späten siebzigern gab es durch die Japaner das erste Mal die Situation, dass HiFi auf hohem Niveau volkstümlich wurde. Anfang der achtziger kam dann die Digitaltechnik, deren größter Vorteil der war, dass die Abspielgeräte einfacher und die Verschleiß- und Störanfälligkeit kleiner wurden. Es war kein Zufall, dass sich genau zu dieser Zeit die High End Szene bildete, denn es war für die ganzen Spezis aus der Zeit davor schwer zu verkraften, dass jetzt auf einmal der Pöbel auf einfache Weise in den Genuss von Klangqualität kam, für den die "Spezialisten" davor so viel Geld und Mühe investiert haben. Zunächst war die High End Szene aber durchaus noch innovativ, und beteiligte sich u.a. maßgeblich daran, in den achtzigern die Schallplatte vom Markt zu schaffen. Als dann aber die Digitalisierung dazu führte, dass die Zugabe-Mini-Anlage aus dem Supermarkt die Klangqualität einer Mittelklasseanlage aus den siebzigern erreichte, kehrte sich das um - nur die Analogtechnik bot so viele esotherische Möglichkeiten, dass man ohne jeden technischen Sachverstand ein Lebenshobby daraus machen konnte. Seit den neunziger Jahren sind die High Ender nicht mehr diejenigen, die die technische Entwicklung als Avantgarde vorantreiben, sondern sie betätigen sich aktiv damit, die gute alte Zeit zu pervertieren. Wenn die HiFi-Anlage inklusive Musiksammlung heute in ein Smartphone passt, sorgen die High Ender nicht dafür, dass der audiophile Anspruch auch noch in ein Smartphone gepackt wird, sie machen ihre "Kette" noch schwerer und röhrenlastiger als vorher, und pressen Platten, die bald genauso dick sind wie die Plattenteller ihrer Bohrinseln. Alles, was den Status Quo der High Ender angreift, ist pauschal minderwertiger Schrott, und wird auch nicht mehr differenziert beurteilt.

Ich gehe öfter ins Konzert, Klassik oder Jazz, und kann den weiter oben zitierten Hauptredner der AAA nur voll unterstützen. Das Smartphone mit guten Bluetooth Boxen klingt gut, hat aber mit echter Musik nichts zu tun. Die Bohrtürme mit Röhrenverstärker und Kabeln auf Klanghölzern klingen vielleicht noch etwas besser, von echter Musik sind sie aber auf jeden Fall weiter entfernt als von der Smartphone Lösung. Eine Konserve ist eine Konserve, und das Streben, die Konserve wie echte Musik klingen zu lassen, ist ab einem bestimmten Niveau nur noch etwas, was die Gerätehersteller und die Zeitschriftenverleger von Stereo und Co. glücklich macht - alle anderen verbrennen nur ihr Geld, ohne jemals ihr Ziel zu erreichen. Die Meinung, alle Smartphonebesitzer hätten keine Ahnung von gutem Klang, ist eine moderne Parallele zum Märchen "Des Kaisers neue Kleider" - da hatten auch alle Leute keine Ahnung, die vor ihren Augen nur einen nackten König gesehen haben.

Datenreduktion hin oder her - man kann heute mit einem guten Smartphone und hochwertigen Aktivlautsprechern wie den Dynaudio Xeo hervorragend Musik hören, allen technischen Bedenken zum Trotz, das bestreiten mittlerweile nicht mal mehr Goldohrenzeitschriften wie Stereo. Wieso also soll man sich noch eine klassische Stereoanlage oder sogar einen High End Tempel ins Wohnzimmer stapeln, es sei denn, man macht es aus nostalgischen Gründen. Nostalgie macht einen riesigen Spaß, aber kein echter Nostalgiker versucht, seine Freude an altem oder veraltetem Zeug rationell zu begründen, wie es die HiFi-Jünger ständig tun. Eine Casio Plastik-Digitaluhr kann alles, wirklich alles, besser als ein mechanischer Fliegerchronograph für 8000 Euro, und trotzdem macht der Fliegerchronograph mehr Spaß. Wieso fällt es in der HiFi-Szene so vielen Leuten so schwer, ihr Hobby ganz genauso zu sehen ? Objektiv gesehen ist die gute alte HiFi Komponentenanlage genauso tot wie die Musiktruhe oder das Dampfradio, und alle Leute, die einfach nur Musik hören wollen, stellen sich heute sowas nicht mehr in die Wohnung.

Was ich überhaupt nicht verstehe, ist, was die Zeit zum Hören mit der "bösen" Gegenwart zu tun hat. Haben die Leute früher ihre Schallplatten, ihr Tonbandgerät und ihr Radio nicht zur Hintergrundberieselung eingesetzt ? Für bewusstes Hören musste man sich früher die Zeit nehmen und heute muss man es immer noch. In einem Konzert fiel und fällt dies leichter, weil man da nicht die Ablenkungs- und Störfaktoren von zuhause hat. Nicht die Digitaltechnik hält mich vom bewussten Hören ab, sondern die Familie, das Telefon und andere niicht technische Störfaktoren. Ich würde sogar behaupten, dass ich das Hobby Musik hören ohne IPod und Co. nicht über die Kleinkinderzeit hätte retten können.

Gruß Frank

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51

Wednesday, November 9th 2016, 1:45pm


Wozu gibt es heute überhaupt noch datenreduzierte Signale, wenn man auf einer 2,5" 2TB Platte dein ganzes Musikarchiv in 24 bit Auflösung speichern kann? So ein unglaublicher Blödsinn! Da wird immer noch argumentiert, dass man Serverkapazitäten sparen muss, weil die Musikdateien zu groß sind. Aber 100 Millionen Menschen auf der Welt stellen Videos ins Netz, die kein Mensch braucht - FÜR GAR NICHTS!

Es geht ja nicht nur ums Speichern, sondern auch um die Streaming-Bandbreite. Und die kostet den Streaming-Dienstleister viel Geld, dass sich durch Datenkompression sparen lässt.
Grüße

Wayne

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52

Thursday, November 10th 2016, 8:06pm

Hallo Jungs,

also ich hätte nicht gedacht, dass ich hier so viel Unterstützung bekomme.

Frank, deine Argumente in Ehren, aber du redest von etwas ganz anderem als ich. Aber ich gebe dir in einer Sache Recht: Weit über 90% der Menschen haben heute gar nicht mehr die Möglichkeit Musik in Ruhe zu hören, weil die Welt sich 20x schneller dreht, als in den 80er Jahren.

Ich persönlich kenne im Gegensatz zu dir kaum jemanden, der nicht solche Bohrtürme und Heizkörper bei sich zu Hause stehen hat. Mein HiFi Zeugs wiegt mal eben knapp über 450 kg. Und ich gebe dir auch hier Recht: es kommt auch nur Musik raus. Und ich habe mehr zu putzen, als du mit deinem SmartFiffi. Ich besitze so ein Teil leider (nee - zum Glück) nicht, womit ich auch von dieser Seite nicht belästigt werde und somit auch mehr Zeit für schönere Dinge habe.

Und noch eine Sache hast du aufgeführt, die mir zeigt, dass das Blauzahn-Thema Müll ist: die Dynaudio Xeo in Verbindung mit dem Xeo Hub sendet im 2,4 und 5 GHz Band. Warum wohl?

Und in noch einer Sache muss ich dir Recht geben: die Entwicklung ist nicht stehen geblieben. Einiges ist besser geworden und vieles auch schlechter. Die Menschheit tendiert leider immer dazu das schlechtere gut zu finden. Ich habe vor kurzer Zeit einen Lautsprecher entwickelt, der die Größe eines Handballs hat und bequem in eine Damen-Umhängetasche passt. Und dieser als Hauptlautsprecher hat so viel Klangvolumen, dass es bis jetzt 100% der Hörer sprachlos vom Hocker gehauen hat. Ich benutze sie derzeit als Lautsprecher an meinem PC mit einem netten Sony Verstärker - nichts aufregendes. Und du wirst es nicht glauben - da ist keine DSP, kein Equalizer, keine Klangregler oder irgendwelche verstecken Sauereien im Spiel. Nur zwei schicke, versilberte Kupferleitungen vom Amp zum Lautsprecher. Natürlich 2x 1,5qmm!

Ich verrate dir sogar das Geheimnis hinter diesen kleinen Wundern. Es heißt: Back to the roots - weg mit dem ganzen Dreck. Es steckt natürlich etwas "Wissen" darin, aber mehr auch nicht. Ich lache mich über diese ganzen XYZ Produkte kaputt, die für Surround Anlagen verkauft werden. Und ich schwöre dir: dieser kleine Lautsprecher kann so extrem differenzieren und auflösen, dass du kein LoFi mehr darüber hören möchtest.

Noch eine Sache zu Waynes Einwurf der Streaming-Bandbreite: Streaming ist der Tod der Musikindustrie. Der Verlag bekommt pro gestreamten Titel 0,00x Cent (nicht Euro). Der Hauptverdienst geht an die Streaminganbieter. Das ist verständlich, dass die natürlich dafür die Bandbreite klein halten müssen, damit der Profitfaktor etwas größer wird.

Mensch Leute, lasst euch nicht so verarschen. Es geht in erster Linie nur darum euch das Geld aus der Tasche zu ziehen. Jedes Jahr ein kleines Update im Funktionsumfang und dafür ein neues Gerät kaufen. Was wirklich ein absoluter Fortschritt ist: Die allerneueste Generation 4k Fernseher. Nein, leider nicht die der Marken mit dem großen "S".

So, jetzt aber genug rumgestänkert - nix für ungut - und nicht aufregen - ich will nur (HiFi) spielen,

Ulf

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53

Thursday, November 10th 2016, 10:36pm

moin moin,

also ich wäre an deinem handballgrossen lautsprecher sehr interessiert, stell das teil doch hier mal vor.
wäre das was für meine hifi-bude ( ca. 12qm ) mit standboxen wird das nüscht, irgendwie komme ich nicht richtig weiter.

cu reginald
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
( Benno Berghammer )

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Thursday, November 10th 2016, 10:42pm

Hallo Frank,
eigentlich wollte ich zu dem Thema nichts mehr schreiben, ...
Als dann aber die Digitalisierung dazu führte, dass die Zugabe-Mini-Anlage aus dem Supermarkt die Klangqualität einer Mittelklasseanlage aus den siebzigern erreichte, kehrte sich das um - nur die Analogtechnik bot so viele esotherische Möglichkeiten, dass man ohne jeden technischen Sachverstand ein Lebenshobby daraus machen konnte.

ich wollte eigentlich auch nichts zum Thema schreiben, aber den Satz mit der Mini-Anlage wollte ich dann doch nicht unkommentiert lassen. Was habe ich mich z.T. geärgert über die digitalen Dreingaben wie nicht oder nur teilweise abschaltbare Bassboost-Funktion, linear wirkende Lautstärkeregler, aktive Störunterdrückung bei UKW, die jedes noch so kleine Rauschen für etliche Millisekunden stummtastet und handwerkliche Fehler wie Brummen bei Empfang eines RDS-Signals (Serienfehler einer JVC-Anlage). Auch immer primitivere Laufwerke (Tape und CD) die mit vergleichsweise lauten Laufgeräuschen das spätabendliche Hören vergraulten, haben genervt - letzteres entfällt bei vollständiger Digitalisierung natürlich.

Ich höre Titel gern in ihrer Originalfassung, auf die z.T. in Streamingportalen zugunsten irgendwelcher Remasterings verzichtet wird. Das verleitet mich dazu, meine alten Medien zu bevorzugen.
Mir fehlen bei digitalen Medien auch die schönen Cover zum Anfassen und Lesen bzw. bezogen auf die Magnetbandtechnik die durchs Band vorgegebene Titelfolge mit Wiedererkennungs- und -findungswert.
Ich benutze moderne wie alte Medien. Ich werde aber überall, wo ich Kabel verwenden kann, auf drahtlose Technologie verzichten. Das erhöht langfristig aus meiner Sicht die Zuverlässigkeit der wirklich benötigten Funktechnik.

Gruß Ingo.

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55

Friday, November 11th 2016, 9:01am

Hallo zusammen,

genau das ist das Problem. Es werden Dinge bis zur Unendlichkeit aufgerüstet, die zum einen keiner mehr beherrscht und zu allem Überfluss kann man sie auch nicht mehr abschalten. So bin ich derzeit auf der Suche nach einem Zweit-PKW ohne diesen Elektronik-Wahn, den kaum ein Hersteller noch im Griff hat. Meine letzte Hoffnung habe ich jetzt bei Lada :-) begraben. Die Kisten sind inzwischen auch mit Silizium vollgestopft. Aber falsches Thema.

Ich selbst nutze in starkem Maße die Digitaltechnik, aber alles muss sinnvoll eingesetzt, angepasst und auch verdrahtet sein. Wer jetzt glaubt, dass ich ein Kabel besitze, das pro Meter mehr als 10 Euro kostet, der irrt. Es handelt sich jedoch auch um kein Kabel, das man so von der Stange kaufen kann. Jedoch besteht bei jedem Digitalsystem gegenüber der Analogtechnik das Problem, dass die räumliche Abbildung in der Regel eine absolute Katastrophe ist. Digitaltechnik ist, wenn der Chefkoch ein feines Filet durch den Fleischwolf dreht, wieder plattklopft und dem Gast hinterher wieder als Filet auf dem Teller serviert. Es ist und bleibt Hackfleisch. Und das lässt sich auch mit viel Fantasie nicht mehr schön reden.

@ Reginald: Ich würde die Lautspecher gerne hier vorstellen, nur möchte ich diese mit meinem Freund im nächsten Jahr vermarkten und ein wenig die HiFi Szene "aufmischen". Keiner von uns muss von dem Verkauf leben. Wir sind in guten, bodenständigen Jobs tätig. Es wird auch nur ganz kleine Stückzahlen davon geben, da alles in Handarbeit hergestellt werden muss. Daher also bitte nicht böse sein. Sollten wir das im nächsten Jahr nicht hinbekommen, stelle ich sie gerne hier vor.

Aber deine Raumgröße ist genau das, wofür die Lautsprecher gedacht sind. Mein PC und Bastelzimmer ist exakt so groß. Meine HiFi Bude ist 20qm groß. Das ist so das Maximum. Dort können sie sich aber so richtig entfalten, obwohl sie auch als Nahfeld-Monitor ihren Job hervorragend meistern.

Noch ein Satz: ich finde es schade, wenn gesagt wird, dass man nichts mehr zu dem Thema schreiben möchte. So stirbt doch die Kommunikation. Ich finde es wichtig, dass man Standpunkte zivilisiert in Argumente verpackt und kund tut. Nur so kann man etwas bewegen.

Viele Grüße,

Ulf

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Friday, November 11th 2016, 9:35am

So bin ich derzeit auf der Suche nach einem Zweit-PKW ohne diesen Elektronik-Wahn, den kaum ein Hersteller noch im Griff hat.
Guckstu weiter oben in diesem Fred.
Such Dir einen rostfreien 124er aus erster Rentnerhand mit komplettem Scheckheft von vor 1987. Noch gibts davon ne Menge. Mach ein H-Kennzeichen drauf (Steuer niedrig und Plaketten fallen weg). Und Du hast zehn Jahre Ruhe.

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Friday, November 11th 2016, 10:49am

So bin ich derzeit auf der Suche nach einem Zweit-PKW ohne diesen Elektronik-Wahn, den kaum ein Hersteller noch im Griff hat. Meine letzte Hoffnung habe ich jetzt bei Lada :-) begraben. Die Kisten sind inzwischen auch mit Silizium vollgestopft.


Ich hab' vor 1 1/2 Jahren mal einen Dacia Sandero (Bj. 2008) probegefahren, dem äußeren Anschein nach war da nicht viel Elektronik drin.

Ob die Dinger was taugen, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

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Sunday, November 13th 2016, 4:18pm

ich bin sozusagen der lebende Beweis dafür, dass die Meinung vom Elektronik Wahn im Auto Quatsch ist. Wir haben zwei Mercedes E-Klasse Kombis im Alltagseinsatz, einen E280T von 2000, also 16 Jahre alt, mit mittlerweile knapp 300tkm auf der Uhr, und einen E220CDI T von 2006, also jetzt zehn Jahre alt, mit gut 100tkm Laufleistung. Den 2006er haben wir als Vorführwagen gekauft, den von 2000 habe ich vor einem guten Jahr für ein besseres Taschengeld bekommen, beide sind bis oben mit elektronischen Gimmicks vollgestopft, auch der 2000er hat elektrische Sitze, Tempomat, Navigationssystem, Bose Sound System etc. .

Die Autos werden regelmäßig gewartet, ansonsten war bisher noch nichts - sie fahren einfach, machen viel Spaß und keinerlei Stress. Als ich den W123 Kombi, der zum Oldtimer werden soll, noch im Alltag gefahren habe, hat der erheblich mehr Zuwendung gefordert. Der W210 von 2000 ist schon der zweite dieser Baureihe, an dem habe ich gelernt, dass man auch "Elektronik-Bomber" durchaus selber reparieren und instandhalten kann, und dass es sogar wesentlich einfacher ist als früher, wenn man weiß, wie es geht. Für das, was mein 15 Jahre altes ehemaliges 100000 DM Auto inkl. Erstinstandsetzung gekostet hat, bekomme ich ziemlich genau einen halben Dacia Logan, bei dem das Motormanagement sicher auch schon von einem Computer gemacht wird.

Und wenn man mal in die Gegenwart schaut - den Assistentenwahn, der in neuen Autos oft tobt, den braucht man ja nicht mitzukaufen. Selbst die ganz neue E-Klasse bekommt man in einer Taxi-Variante ohne das ganze Gedöns, da kostet sie gut 10000 Euro weniger.

Beim Auto gilt das selbe wie bei HiFi - man soll nicht alles blind mitmachen, man soll aber auch nicht alles blind ablehnen. Was mich eigentlich so erschreckt, ist nicht, dass es unterschiedliche Vorlieben gibt, sondern dass sich die Meinungen immer mehr polarisieren. Es gibt Mitmacher und Ablehner, Leute, die wie ich sowohl das alte wie auch das neue schätzen, und sich bemühen, sowohl beim alten wie auch beim neuen objektiv zu bleiben, sind die Minderheit, obwohl man mit dieser Haltung am Ende am weitesten kommt. Ich frage mich z.B. nach wie vor, wieso es von der Technologie abhängt, ob man ein Album von Anfang bis Ende durchhört oder nicht.

Ach ja, zum Dacia wird allgemein gesagt, dass man die neu kaufen soll, weil sie gebraucht zu teuer sind, und sich relativ früh die minderwertige Verarbeitungsqualität bemerkbar macht.

Gruß Frank

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59

Sunday, November 13th 2016, 8:38pm

Hi zusammen,

also das der Fred jetzt zu einem Autofred mutiert, hatte ich nicht beabsichtigt. Aber trotzdem dazu kurz eine Antwort. Ich selbst fahre so einen "Youngtimer" mit einem stolzen Alter von 23 Jahren und 200TSD km. Seither immer ohne Mängel über den TÜV und der Reparaturaufwand begrenzt sich auf ca. 2500 Euro in 23 Jahren. Nichts ist unmöglich ... - nur die Ersatzteile werden langsam knapp und das auch ich mal irgendwann welche benötige, ist nicht ganz auszuschließen.

Ich habe Freitag eine Probefahrt mit einem Neuwagen der Premiumklasse gemacht . Knapp 1/2 Jahr alt, 2200 km auf der Uhr. Während der 45 minütigen Probefahrt ist das Start / Stopp System ausgefallen und das Navi fing völlig an zu spinnen und wollte zu Schluss in einem Fluss schwimmen gehen. Laut Auskunft des Verkäufers sei das völlig normal und im Rahmen der ordnungsgemäßen Funktion. Dankeschön!

Es ist auch nicht so, dass ich mich neuen Dingen verschließe, schon gar nicht im Digitalbereich - geht auch gar nicht - dann wäre ich wohl inzwischen arbeitslos. Es muss halt Sinn machen und ordentlich (die Betonung liegt auf ordentlich) funktionieren. Diese halbgaren Sachen kommen mir einfach nicht ins Haus und ich will auch nicht damit arbeiten.

Aber zurück zum Thema:

Es gibt aus jeder Generation HiFi-Geräte welche, die man kaufen konnte / kann und solche, die man besser nicht besitzen sollte oder schon gar nicht mehr besitzt, weil sie einfach schon auf Grund mangelhafter Verarbeitung auseinander gefallen sind.

Wie man aus meinem Avatar erkennt, besitze ich auch einige Accuphase Geräte aus den 70er Jahren. Diese Schätzchen haben einen ganz eigenen Klang - nicht zu vergleichen mit irgendwelchen anderen Verstärkern. Entweder man mag sie oder man mag sie nicht. Ich habe alle Geräte voll revidiert, weil sie sich von den Lötstellen völlig zerlegt haben. Das betrifft besonders die Vorverstärker. Der Tuner ist davon nicht betroffen gewesen. Das Lötzinn hat sich komplett von der Platine gelöst, weil das Kupfer unter der Lötstelle vollständig oxidiert ist. Diese Geräte sind ein absoluter Albtraum, was den Dauerreparaturstatus angeht. Warum erhält man sie? Die Antwort ist ganz einfach. Weil man mit keinem anderen Gerät dieses voluminöse Klangbild erzeugen kann.

Anderes Beispiel: eine Person, mit der ich zu tun hatte, zeigte mir in seiner Firma ganz stolz seine neueste, so wie er sagte, HighTech Errungenschaft: er meinte damit diese Lautsprecherdosen mit Funk, die man überall aufstellen kann und für "Beschallung" sorgen. Ich konnte seiner Auffassung nach "High-xxxx" nicht ganz Folge leisten. Er findet, dass die Teile extrem gut klingen. Wie er mir dann noch den Preis dieser Dosen nannte, ist mir irgendetwas im Gesicht entglitten. Zum Glück habe ich mein Mundwerk gehalten und habe danach zustimmend genickt - ja, wirklich super!

Noch ein Beispiel: ein Freund hat sich einen neuen Kopfhörer der "Exklusivserie" geholt - Preisklasse 600 Euro. Er ist davon mehr als begeistert. Im Internet häufen sich die Meinungen, dass dieser Kopfhörer viel zu wenig Bass habe und dünn klingen würde. Darauf habe ich darum gebeten, den Kopfhörer bei mir einmal Probe zu hören. Ich habe mir das Teil nach wenigen Sekunden vom Schädel gerissen, weil ich das Wummern in den Bässen nicht mehr ertragen konnte. Das Teil erzeugt einen derartigen Druck im Schädel, dass einem schlecht wird. Und ich muss dazu sagen, ich besitze keine Klangregler.

So derart unterschiedlich sind heute die Meinungen zu dem, was "richtig und gut" ist. Es fehlt vielen Menschen die bzw. eine Referenz, wie ich auch schon weiter oben mal angeschnitten habe. Es ist ja ok, wenn jemand sagt, dass ihm der Sound von seinem Küchenradio reicht. Es gibt heute spitzenmäßige Küchenradios. Ich habe auch so eins. Aber zu sagen, dass aus den heutigen Class-D Verstärkern ein genau so guter Sound kommt, wie aus den Kisten vor 30 Jahren, finde ich nicht ganz korrekt - besonders nicht in Anbetracht der Tatsache, dass man ein NF-Kabel der Marke "X" von der Marke "Y" in der Blindverkostung immer wiedererkennen kann.

Ich akzeptiere auch, dass andere Menschen viele Dinge besser können als ich. Manche können besser sehen, manche können besser riechen, manche können besser schmecken, besser laufen, besser fühlen, besser ... ich weiß nicht was. Man sollte aber auch akzeptieren, dass es Menschen gibt, die besser hören können, bzw. das gehörte besser deuten und umsetzen können.

In diesem Sinne,

Ulf

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60

Monday, November 14th 2016, 1:36pm

so, ich habe mir jetzt wirklich nochmal den von Anselm verlinkten Artikel durchgelesen respektive angehört.

Wie die Endgeräte letztlich aussehen, und ob es ein Lautsprecher schafft, ein 50qm Wohnzimmer audiophil zu beschallen, das darf sicher bezweifelt werden, hier ging es aber um etwas ganz anderes. Der Autor des Artikels wollte aufzeigen, dass sich bis vor wenigen Jahren am Jahrzehnte alten Grundkonzept der HiFi-Anlage nichts geändert hat, dass die neuen technischen Möglichkeiten aber seit einiger Zeit dieses Grundkonzept obsolet machen.

Konzeptionell war es so, dass sich in den fünfzigern die drei Audioquellen UKW-Radio, Magnetband und Vinyl-Platte durchgesetzt haben, und sich seitdem nichts mehr verändert hat. Stereo kam in den sechzigern, war aber eine Zusatzoption. Die Komponentenanlage teilte die Funktionseinheiten in separate Geräte auf, und trotzdem bestand eine konventionelle Anlage aus den selben technischen Bausteinen wie eine Musiktruhe.

Die ersten digitalen Audiogeräte CD-Player, DAT-Recorder, Mini-Disc etc. durchbrachen dieses Grundkonzept ebenfalls nicht, die Geräte wurden einfach als zusätzliche Komponenten in die "Kette" eingegliedert. Auch dass durch die zunehmende Miniaturisierung das Komponentenkonzept wieder aufgegeben wurde, änderte nichts daran - eine konventionelle Mini-Anlage besteht wie die alte Musiktruhe aus Zuspielern, Verstärker und Lautsprechern. Die Platten waren nicht mehr groß und schwarz, sondern klein und silbern, und beim Radio konnte man jetzt den Stationsnamen lesen, ansonsten war alles wie gehabt.

In den letzten Jahren wurde durch die Vernetzung das klassische Konzept der HiFi Anlage in Frage gestellt. Ob jetzt der elektronische Wunderlautsprecher, oder zwei konventionelle Boxen mit Verstärker - Verstärker und Lautsprecher sind die einzigen Teile des alten Konzepts, die noch gebraucht werden. Als Zuspieler ist nur noch ein lokales Gerät notwendig, nämlich eine Blackbox, die die Verbindung zwischen der Datenquelle und den Lautsprechern herstellt. Bei den Datenquellen gibt es keine Unterschiede mehr, ob sie von einem lokalen Speicher kommen oder aus dem Internet. Neben Radiostationen gibt es Audio On Demand Dienste und eigene Musik, alles verschmilzt miteinander. Als universelles Bediengerät dient das Smartphone, das nebenbei auch noch dazu geeignet ist, große Mengen an Musik auf der internen Speicherkarte abzulegen, und sie unterwegs z.B. im Auto offline verfügbar zu machen. Zu diesem Zweck ist das Smartphone selber nicht nur eine Art Fernbedienung, sondern auch ein autarker Audioplayer.

Auch wenn das Ganze vielleicht noch keine audiophilen Ansprüche erfüllt - der Klang einer Anlage der gehobenen Mittelklasse aus den siebzigern oder achtzigern ist bequem erreichbar, und das reicht nunmal der Mehrzahl der Musikhörer völlig aus. Ich denke, die teilweise biestige Verweigerungshaltung kommt genau deshalb zustande, weil hier nicht nur was neues dazukommt, sondern man merkt, dass das Bisherige komplett untergeht, und man das neue ( noch ) nicht wirklich begreift. Hier könnte die High End Szene etwas tun, was in den siebzigern noch völlig selbstverständlich war - eine Vorreiterrolle einnehmen, und daran arbeiten, dass die neuen Technologien audiophil werden und verstanden werden.

So, jetzt dürft Ihr wieder über mich herfallen :P .

Gruß Frank