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Thursday, February 18th 2016, 9:28pm

Gedankenspiel: Frequenzweichen-Tausch bei Billig-LS-Box

Hallo,

mir spukte letztens ein Plan durch den Kopf, von dem ich mangels Erfahrung und Wissen nicht weiß, ob ich ihn weiter verfolgen soll oder nicht.

Ich besitze seit einigen Jahren ein Paar 2-Wege-Regalboxen der ehemals berühmt-berüchtigten Kaufhausmarke "CAT". Es sind schon etwas gehobenere Modelle der Marke (die ganz einfachen waren wirklich Ramsch), die immerhin über eine Hochtonkalotte, einen Tieftöner mit Gummisicke und solide Schraubterminals verfügen, ganz passabel verarbeitet sind und für meine ungeübten Ohren akzeptabel klingen. Inzwischen verrichten sie an meinem Mini-Verstärker, meist in Verbindung mit meinem Internet-Radio ihren Dienst.

Weiterhin liegt bei mir noch ein Paar Frequenzweichen aus ausgeschlachteten Boxen Typ IQ Mini Lady herum.

Wahrscheinlich kann man jetzt schon ahnen, worauf es hinausläuft: Die Frequenzweichen der IQs sind vermutlich hochwertiger als die der CATs (sofern welche drin sind - wovon ich aber ausgehe). Frage an die Lautsprecher-Experten: Wie gut oder schlecht ist der Plan, die CATs mal vorsichtig aufzuschrauben, die Weichen zu begutachten und, wenn sie im Vergleich zu denen der IQs nach Augenmaß deutlich schlechter wegkommen, durch diese zu ersetzen?

  • "Kompletter Unsinn, einfach wild eine Weiche einzubauen, die nicht auf die Chassis abgestimmt ist - also sein lassen"?

  • "Weiche hin oder her - mit den Chassis aus den CAT-Boxen ist am Klang eh nichts zu retten - also sein lassen"?

  • "Versuch macht klug - reingucken kann nicht schaden"?


Bin dankbar für alle Meinungen!

Viele Grüße,
Timo

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Thursday, February 18th 2016, 10:17pm

Hi Timo,

dass ich jetzt wieder meinen Senf dazugeben muss, hast Du Dir sicher schon gedacht... ;)

Ich tendiere zu Variante 3 (Versuch macht kluch...). Um auf "Nummer sicher" zu gehen, solltest Du natürlich die Übenahmefrequenz der Originalweiche
und die der "IQ"-Weiche kennen. Wenn diese nicht weit auseinanderliegen und die Filtersteilheit ebenfalls identisch ist, wirst Du Dir den Wechsel sparen können. Wenn aber die IQ-Weiche eine andere Charakteristik hat (den Bauteilen auf dem Foto nach wohl 12 dB...) und/oder die Übernahmefrequenz deutlich abweicht, kann sich der Wechsel bemerkbar machen. Ob zum Positiven, musst Du selbst entscheiden...(es sind Deine Ohren....). Beachte aber, dass eine deutlich niedrigere Übernahmefrequenz den Hochtöner gefährden kann, wenn der Signalpegel zu hoch wird. (Idealerweise kennt man also auch die Chassis-Parameter). Sollte die "IQ"-Weiche eine geringere Flankensteilheit besitzen (was ich kaum annehme) könnte es auch zu einer Überbetonung der Mitten kommen.

Gruß
Peter
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Thursday, February 18th 2016, 10:31pm

dass ich jetzt wieder meinen Senf dazugeben muss, hast Du Dir sicher schon gedacht... ;)


Hallo Peter,

ich habe voll und ganz auf Deine Wortmeldung gezählt. :)

Was die Daten von Weichen und Chassis angeht, sehe ich leider bei den CATs ein Problem: Ich befürchte, daß die Chassis No-Name-Ware ohne aufgedruckte Bezeichnung sind. Ich schaue bei Gelegenheit mal (wird wohl auf die Ostertage hinauslaufen) und berichte dann.

Gruß,
Timo

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Thursday, February 18th 2016, 11:11pm

Hallo Timo,

Frequenzweichen dienen nicht nur der Aufteilung des Audio-Bereiches in für die Lautsprecher-Chassis verdaubare Frequenzbänder, sondern meistens auch dem Ausgleich von Schwächen der Chassis. Insofern sind sie immer auf die verwendeten Lautsprecher abgestimmt. Deshalb ist die Weiche einer Box in der Regel nicht für irgendeine andere Box geeignet.
Die Verbesserung einer verdächtigen oder unbefriedigenden Weiche erfordert geeignete Meßmittel, die Operationen zu überprüfen.
Dazu gehören ein Meßmikrofon, mindestens ein PC mit SoundCard, ein Leistungsverstärker (notfalls der vorhandene Stereo-Verstärker) und geeignete Software, den aktuellen Frequenzgang der einzelnen Chassis auszumessen, dito für die Box. Dann entweder ein Design-Programm für eine anpepaßte Frequenzweiche oder viel Geduld und Bauteile zum probierenden Fummeln. Am wenigsten "gängig" sind meist die benötigten Drosseln. Man muß sich auch darüber bewußt sein, was man in seinem Zimmer, das ja kein schalltoter Meßraum ist, eigentlich mißt. Da gibt es viele Fettnäpfchen. Man kann durchaus Boxen bauen, die auf der Achse davor in 1m Abstand gemessen eine schönen flachen Frequenzgang haben und trotzdem "nicht klingen".
Geringere Probleme als mit den für eine passive Frequenzweiche benötigten Bauteilen hat man, wenn man sich entschließt, daraus eine Aktivbox zu machen: Also Baß- und Hochton-Chassis über je einen eigenen Verstärker anzutreiben. Dann kann man die Weiche nämlich "bequemer" als aktives Filter entwerfen, in dem außer OPs nur noch Kondensatoren und Widerstände vorkommen, die viel billiger und leichter verfügbar sind als die verlustarmen Leistungsversionen, die in einer passiven Weiche benötigt werden. Diese aktive Weiche kommt dann vor die beiden Treiberverstärker. davor dann noch der gemeinsame Vorverstärker. Wenn du die frequenzbestimmenden Bauteile auf Steckkarten setzt, kannst du jederzeit nach Lust und Laune weiter modifizieren/probieren/verbessern.

Ich hoffe, ich hab dich nicht zu sehr erschreckt,
Know-How und Equipment sind leider erforderlich,
obiges ist als Denkanstoß gemeint...
MfG Kai

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Friday, February 19th 2016, 6:34am

Frequenzweichen dienen nicht nur der Aufteilung des Audio-Bereiches in für die Lautsprecher-Chassis verdaubare Frequenzbänder, sondern meistens auch dem Ausgleich von Schwächen der Chassis. Insofern sind sie immer auf die verwendeten Lautsprecher abgestimmt.


Hallo Kai,

...das Eine ist eine Folge des Anderen - wenn die Weiche sorgfältig konstruiert ist. Wobei sie genauer betrachtet aus einem schlechten Chassis auch kein besseres machen kann. Sie kann lediglich unerwünschte Überhöhungen im Frequenzgang ausfiltern oder für Überlagerung der von den Chassis wiedergebbaren Frequenzen sorgen, um Senken im Gesamt-F-Gang der Box auszubügeln. Aber das ist Theorie. Bei Timos Boxen liegt der Verdacht nahe, dass sowohl die CAT-Weichen (die wir noch nicht kennen) als auch die IQ-Weichen (deren Bauteile ich zumindest auf dem verlinkten Foto sehen kann) nicht unbedingt die Speerspitzen der Entwicklung darstellen.
Dass die Nahfeldmessung, die Du beschreibst, die Wahrheit über eine Box zu tage fördert, ist unbestritten. Dass es für Timo unmöglich ist, dies zu bewerkstelligen aber ebenso.
(Hätte er solche Messmöglichkeiten, hätte er seine Ausgangsfrage nicht gestellt... ;) ).

Ich bleibe deshalb nahe an Timos gestellter Frage, wenn ich schreibe: ...einfach probieren, wenn etwas Klarheit über die Trennfrequenzen der Weiche besteht. Unter der bereits in #2 getätigten Annahme, dass man dem HT keine zerstörerischen Frequenzen zuteilt, wird das Ergebnis wohl kaum zum Exitus des Tweeters führen(*). Übrig bleibt eine 33%-Chance, dass die LS sich danach besser anhören. (die restlichen Chancen verteilen sich auf: "es hört sich schlechter an" und "kein Unterschied hörbar"). Wenn die Möglichkeit besteht, die Weichen durchzumessen (F-Generator oder Soundkarte am PC auf der Input-Seite der Weiche und Oszilloskop oder Frequenzzähler [...ein Multimeter, dass bis 5000 Hz ~ messen kann tut es zur Not auch] an der Output-Seite der Weiche), kann man die Übernahmefrequenzen ebenfalls ermitteln. In dem Bereich, in dem der eingangs eingespeiste Spannungspegel bei steigender Frequenz am TT-Anschluss messbar zu sinken beginnt, liegt die Übernahme-Frequenz. Umgekehrt muss der am Input eingespeiste Spannungspegel am HT-Anschluss bei steigender Frequenz zunehmen. Über das Verhältnis zweier gemessener Pegel innerhalb einer Oktave errechnet man dann die Flankensteilheit des Filters. Diese Methode ist im übrigen genauer, als die Filtercharakteristik aus den aufgedruckten Bauteilwerten rechnerisch zu ermitteln, da bei der Rechnung die - erheblichen - Bauteiltoleranzen nicht berücksichtigt werden. (Jedenfalls nicht ohne grossen rechnerischen Aufwand).

Soweit mein Senf "Vol.2" zu dem Thema.

Gruß
Peter

Anmerkung zu (*): ...dass die Weiche auch bei höheren Pegeln noch für ausreichenden Schutz des HT sorgt, ist auch nur Theorie. Leider produzieren die meisten "Durchschnitts-Verstärker" bei sehr hoher Leistungsabgabe Gleichspannungsanteile, die auch die beste Box zu zerstören vermögen. Aber in diese Pegelregionen wird man um des nachbarschaftlichen Friedens willen wohlmöglich nicht vorstossen.
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Friday, February 19th 2016, 9:29am

Zitat Peter: Aber in diese Pegelregionen wird man um des nachbarschaftlichen Friedens willen wohlmöglich nicht vorstossen.

Es sei denn man hat ein eigenes Haus. :)

Gruss Hardy


Hatte heute früh mit dem edith nicht geklappt, war noch im Halbschlaf, aber jetzt gings.

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Friday, February 19th 2016, 4:47pm

Timo, mein Hase, mach einfach, was dir vorschwebt. Aber mach dir bloß nicht die Mühe, vor Threaderöffnung in die CAT reinzukucken...

Und nein, was du da vorhast, geht nicht oder eventuell oder vielleicht doch oder kaum bis fast selten. Ist aber Wurscht, so lange du was zu schreiben und zu sagen hast, und von uns erwartest, dass wir deine Hausaufgaben machen.

Gruß Achim.

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Friday, February 19th 2016, 5:12pm

Ach Achim. Wenn Ihr (wer ist der andere, Napoleon?) keine Lust habt, "meine Hausaufgaben zu machen", dann schreibt doch einfach nichts auf meine Beiträge. Dann spart Ihr noch ein paar Sekunden Eurer wertvollen Zeit.

Ich bin kein versierter Elektroniker und mir dieser Tatsache durchaus bewusst. Bevor ich etwas aufschraube, sichere ich gerne ab, daß meine Idee nicht schon im Ansatz völliger Unsinn ist, den ich mir von vornherein sparen kann (Option 1 und 2 in meiner Auflistung oben). Bei Peter und Hardy ist das offenbar richtig angekommen.

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Friday, February 19th 2016, 6:06pm

Hi Timo,

ich würde mal so sagen: Wenn du einen schön gearbeiteten Schlüssel findest, wird der auch kaum das Schloss deiner Haustüre sperren aber probieren kannst du es natürlich.

Wobei ich nicht annehme, dass die Frequenzweiche der CAT besonders auf die verwendeten Chassis abgestimmt wurde. Insofern wird sich der Klang mit einer anderen Standardweiche vermutlich nicht besonders verschlechtern. Diese Billigweichen bestehen meist nur aus einer Spule und einem Kondensator, damit nicht beim ersten lauteren Aufdrehen gleich der Hochtöner gehimmelt wird. Fehler der Chassis, die besonders bei billigen Lautsprechern unvermeidlich sind, werden einfach in Kauf genommen und bedingen den meist kläglichen Klang der Dinger. Wenn du aber die IQ Weiche, von der ich wohl annehme, dass sie speziell auf die Mini Lady Lautsprecher abgestimmt war, verwendest, dann passiert eben genau das Umgekehrte: Die Fehler, die die Weiche ausgleicht, prägen sich mit umgekehrten Vorzeichen den neuen Lautsprechern auf.
Insofern ist mein Tip Option 1, das heißt aber nich, dass du dir den Spaß des Herumprobierens nicht machen sollst.
Viele Grüße
Lukas

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Friday, February 19th 2016, 6:21pm

Danke erst mal an alle. Ich schraube demnächst mal auf und schaue, was mich erwartet. Ich denke, wenn's tatsächlich nur eine Einfachst-Weiche oder gar ein TF-Elko sein sollte, riskiere ich den Tausch.

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Friday, February 19th 2016, 8:00pm

Timo,



VERSUCH MACHT KLUCH. UND MAN LERNT WIEDER WAS DAZU ^^

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Saturday, February 20th 2016, 8:52pm

Hallo Timo,

sobald Du beide Weichen (IQ und CAT) vor Dir liegen hast, kann man sich ja noch mal die Schaltung gemeinsam ansehen. Vielleicht lässt sich dann schon eingrenzen, was Dich erwartet.

Gruß
P.
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Saturday, February 20th 2016, 9:04pm

Hallo Peter,

genau so hatte ich es vor (wobei ich hoffe, daß man die Weichen der CATs ohne kompletten Ausbau fotografieren kann). Ich weiß nur nicht, wann ich es schaffe, mich aufzuraffen. Im schlimmsten Fall läuft es auf meine Urlaubswoche nach Ostern hinaus.

Gruß,
Timo

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Sunday, February 21st 2016, 9:57am

Diese Billigweichen bestehen meist nur aus einer Spule und einem Kondensator,


Hi Lukas,

dazu noch eine kleine Anmerkung: die Anzahl der wirksamen Kapazitäten und Induktivitäten (ich schreibe bewusst nicht "die Anzahl der Kond. u. Spulen"), die jeweils im Kreis eines der angeschlossenen Chassis liegen, bestimmen die Filtercharakteristik, wie Du sicher weist (wobei die meisten F-Weichen nach Butterworth aufgebaut sind). Was an Biligweichen (in Billigboxen) aber meines Erachtens viel stärker zum Ausdruck kommt als eine schwache Dämpfung bei der Übernahmefrequenz zwischen den Chassis, ist die hohe Toleranz der üblicherweise verwendeten Bauteile. Es gibt zwar 10%ige Kondensatoren, aber die sind teuer. Und da in einer Box von der Qualität einer CAT wohl weder engtolerierte als auch keine selektierten Bauteile verwendet wurden (= Bauteile mit zwar hoher Toleranz, die aber durch Vergleichsmessung paarweise ausgesucht wurden), würde ich noch nicht einmal die Hand dafür ins Feuer legen, dass zwei (fabrikneue!) Boxen diesen Kalibers überhaupt jemals identisch geklungen haben (bzw. im Nahfeld als "gleich" zu messen waren). Wir sollten uns also keinen allzugrossen Kopf um Timos IQ-Weichen machen - wenn die Übernahmefrequenz einigermassen zum Tweeter der CAT-Boxen passt, wird der Rest schon schiefgehen. Am Ende klingts vielleicht nur ein bischen anders als vorher.

Gruß
Peter
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Sunday, February 21st 2016, 12:08pm

Wenn die beiden Weichen nicht für die gleiche Lautsprecher-Impedanz ausgelegt sind (4 oder 8 Ohm), kann man sich den Austausch der Weichen sparen, das funktioniert nicht.

MfG, bitbrain2101
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Sunday, February 21st 2016, 12:56pm

Absolut richtig... (ich hab`s ehrlich gesagt als selbstverständlich vorausgesetzt).

Gruß
P.
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Sunday, February 21st 2016, 1:42pm

Die Boxen selbst sind/waren beide mit "4-8 Ohm" angegeben.

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Sunday, February 21st 2016, 2:10pm

Da hat Peter aber einen ganz wichtigen Aspekt ins Feld geführt: Bauteile-Toleranzen.

Wenn eine Weiche mit "idealen" Bauteilen bei (zum Beispiel) 2kHz ihre (zum Beispiel) -6dB hat, hat eine Weiche mit tolerösen Bauteilen diese -6dB bei 1,984 oder 2,068 kHz. Je nach dem, in welche Richtung die Toleranz schwappt. Kann sogar passieren, dass sich die Toleranzen der Spule und des Kondensators gegenseitig aufheben. Bei 4 bis 8 Ohm-Boxen hört man das natürlich sehr deutlich, und deshalb sollte man eventuell vorhandene Elkos durch Folienkondensatoren tauschen.

Aber erst, wenn man die Box aufgeschraubt hat.

Gruß Achim.

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19

Sunday, February 21st 2016, 2:16pm

Die Boxen selbst sind/waren beide mit "4-8 Ohm" angegeben.


Das hilft nicht viel, ausschlaggebend ist die Impedanz des Lautsprechers bei der Trennfrequenz, das kannst du nur durch Messung der betreffenden Lautsprecher selbst bestimmen (nicht der Box).
Viele Grüße
Lukas

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Sunday, February 21st 2016, 3:45pm

Alle Antworten zielen in die gleiche Richtung: Sinnvoll kann man die Überlegungen erst fortführen, wenn man mal einen Blick auf Weiche und Chassis geworfen hat (und letztere sich zumindest über ihre Impedanz nicht ausschweigen). Ich schlage vor, wir pausieren den Thread, bis es soweit ist. An der Stelle aber schon mal vielen Dank für die Informationen.

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Sunday, February 21st 2016, 4:30pm

Nur so am Rande:
Ich weis ja nicht, welche Formel im Post #18 angewandt worden ist aber wenn ich für einen 8 Ohm HT einen 2 kHz-Hochpass mit 6 dB berechne, ergibt sich eine ideale Kapazität von 9,94 μF. Variiere ich diese 9,94 μF um 10% nach oben (was schon eine relativ enge Toleranz bedeutet), dann ergibt sich daraus eine Übergangsfrequenz von 1,82 kHz. Immerhin ein doch recht deutlicher Unterschied zu den 2 kHz (und in jedem Falle mehr, als in #18 gepostet wurde).

Aber Dir, Timo, bringt diese Erkenntnis natürlich nichts... ....ausser dem Hinweis, dass die Bauteiletoleranzen doch recht deutliche Spuren hinterlassen können.
Also einstweilen stillhalten, bis die "Dosen" geöffnet sind...

Gruß
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22

Sunday, February 21st 2016, 5:08pm

Es wurde keine Formel bemüht, sondern nur der gesunde Menschenverstand. Niemand kann heraushören, ob die Übernahmefrequenz einer Zweiwegebox bei (beispielsweise) 2kHz oder 1,9384 oder 2,0759kHz liegt. Nichtmal du.


Timos Bitte, diesen Thread erstmal ruhen zu lassen, statt mal darüber hinwegzugrübeln, worum es eigentlich geht, finde ich etwas peinlich. (Fremdschämen³)


Gruß Achim.

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Sunday, February 21st 2016, 5:36pm

Niemand kann heraushören, ob die Übernahmefrequenz einer Zweiwegebox bei (beispielsweise) 2kHz oder 1,9384 oder 2,0759kHz liegt. Nichtmal du.


Hat auch niemand behauptet... Aus +/-10% Toleranz ergeben sich aber nun mal +/-180 Hz Unterschied und keine +/- 62Hz. Und selbst wenn auch die 180 Hz nicht heraushörbar wären (wovon ich gar nicht überzeugt bin), so kann sich doch zumindest für den HT bei 180 Hz weniger eine untere Frequenz einstellen, die ihm bei hohen Pegeln nicht mehr guttut. Von nichts anderem war hier die Rede.

P.
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Sunday, February 21st 2016, 5:51pm

Timos Bitte, diesen Thread erstmal ruhen zu lassen, statt mal darüber hinwegzugrübeln, worum es eigentlich geht, finde ich etwas peinlich. (Fremdschämen³)


Du erstaunst mich. Anfangs warst Du der Meinung, daß ich den Thread ohne Blick in die CATs gar nicht hätte eröffnen sollen. Jetzt, wo ich die Grundsatzfragen geklärt sehe und die weitere Diskussion tatsächlich bis dahin pausieren will, ist Dir das auch wieder nicht recht. Man könnte meinen, daß es Dir mehr um die Nörgelei als um das Thema geht.

Ich hab' natürlich kein Problem damit, wenn Du weitergrübelst, solange Du damit leben kannst, daß der Blick in's Innenleben der Boxen noch etwas auf sich warten lässt.

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Sunday, February 21st 2016, 5:53pm

Kalottenhochtöner haben am unteren Ende ihres Frequenzbereiches eine ausgeprägte d.h. wenig gedämpfte Eigenresonanz (Ausnahme: solche mit Magnetofluid im Luftspalt). Da kann von ihrer Nenn-Impedanz überhaupt keine Rede sein. Sie ist wesentlich höher und entsprechend der Resonanz-"Güte" (die hier eigentlich "Schlechte" heißen müßte) frequenzabhängig. Außerdem haben sie bei diesen Frequenzen meist deutlich höhere Klirrfaktoren als bei höheren Frequenzen. Deshalb wird bei Hochtonkalotten meist ein Einsatz erst ab Frequenzen deutlich oberhalb der Eigenresonanz (>2x) empfohlen. Kleine Kalotten mit Eigenfrequenzen um 1.5-2 kHz werden deshalb kaum unter 4..5 kHz eingesetzt. Dort "oben" liegt die Impedanz dann auch näher am Nennwert.

MfG Kai

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Monday, February 22nd 2016, 12:58am

... Frage an die Lautsprecher-Experten: Wie gut oder schlecht ist der Plan, die CATs mal vorsichtig aufzuschrauben, die Weichen zu begutachten und, wenn sie im Vergleich zu denen der IQs nach Augenmaß deutlich schlechter wegkommen, durch diese zu ersetzen? ...


Moin, moin,

tut mir leid, aber letztlich kann ich die Finger nicht ruhig halten ...

Darf ich unterstellen, Dir geht es eher ums Basteln zum Selbstzweck, mit zunehmender Länge des Thread auch ums Lernen, nicht aber wirklich ums Ergebnis?
Das soll kein Angriff sein!

In einer idealen Welt wäre die These, man könne die eine Weiche durch die andere ersetzen, hahnebüchener Unsinn und Kim rauft sich garantiert schon seit Tagen die Haare ...

Aber irgendwo muß man ja mal anfangen ... und übrigens habe ich zwei Paar ITT-Weichenpaare herumliegen, die für Selberbauer von 3-Wege-Boxen gedacht waren: Fertig aufgebaut, so versiegelt, dass man nichts ändern kann (können soll), und für "alle 3-Wege-Boxen" eines gewissen Volumens geeignet ...

Also doch kein "hahnebüchener Unsinn"?

Ich glaube nicht, dass Du mit der IQ-Weiche die Cat wirst "verbessern" können. Du wirst sie verändern; vielleicht gefällt Dir die Änderung (eine Weile lang). Und dann hängt es davon ab, was und wie (auch laut) Du hörst, ob Dir diese Boxen Freude machen werden / können. Und da Du nicht direkt wirst vergleichen können, wirst Du Dir hinterher bestenfalls einreden können, dass sie besser geworden sind (was ja auch egal ist, solange es gefällt).

Wie weiter oben bereits angedeutet, hat eine Weiche ganz verschiedene Aufgaben. Es geht nicht nur darum, den vom Verstärker angelieferten Frequenzbereich aufzuteilen. Er wird so aufgeteilt, dass die Chassis die Frequenzbereiche angeliefert bekommen, die sie können, den sie in dem vorgesehenen Gehäuse und Gehäuse-Konzept können, so aufgeteilt, dass sie die Frequenzbereiche in der Lautstärke angeliefert bekommen, die sie in der vorliegenden Kombination sollen. Die Weiche kann die Impedanz modifizieren, bestimmte Frequenzbereiche dämpfen, Phasen-Lagen verändern usw.
Wenn Du also eine Weiche hast, die helfen soll, eine Box abzustimmen und Du setzt sie in eine andere Box ein, dann kann sie, obschon die Weiche "gut gemacht" ist, trotzdem ein viel schlechteres Ergebnis produzieren, als es die original-Weiche getan hatte. Selbst wenn die nur aus einem einzigen Bauelement bestanden hatte.

Vom Basteln will ich Dich jertzt nicht abhalten. Aber wenn Du etwas basteln und auch diesen Thread hier weiter führen willst, dann solltest Du nicht nur die Weichenschaltung aufnehmen (lassen), sondern zumindest auch die verwendeten Chassis nennen (je Weiche), die Gehäuse-Größe und -Konzeption (je Weiche) mit angeben: Liegen die akustischen Mitten der in den beiden Boxen verbauten Chassis auf einer Ebene oder sind sie (in einer) hintereinander versetzt angeordnet ... usw.

Hilfe, die Du bei einem individuellen Boxenbau-Projekt über das Forum bekommen kannst, wird übrigens immer nur zu einem Ergebnis führen, dass bestenfalls einer einfachen Kaufhaus-Box entspricht. Glaube bitte nicht, dass auch nur eine rein rechnerische Weichen-Neuentwicklung zu einem optimalen Ergebnis führen kann. Ein Hinweis "Tauschen ja" oder "... nein" hat auch in Ansicht der Weichen und der Bauteile immer nur die Qualität eines Rate-Spiels. normalerweise muss man hören und dann die Weiche anpassen, wenn das Ergebnis irgendeinen besseren Sinn machen soll. Und hören geht über's Forum nicht.
Insofern gilt am Ende: Machen oder lassen und es dabei belassen, falls das Ergebnis gefällt (oder nicht). Und ganz unabhängig davon entscheiden, ob Dich das Thema interessiert und Du einfach nur lernen willst.

Darf ich Dich fragen, ob Du Dich schon einmal mit dem Thema Frequenzweiche auseinander gesetzt hast?
Wenn nicht, würde ich Dir empfehlen, Dich zunächst im Netz etwas umzuschauen und Dich einzulesen, was eine Weiche so alles tun kann. Die Wiki ist da eher etwas dünn; es gibt aber diverse gut lesbare Artikel, die zumindest Grundlagen vermitteln, damit Du weiter fragen kannst.
Beispielsweise gibt es im Visaton-Forum oder bei hifi-selbstbau.de einen Bereich für Technische Grundlagen. Beispielsweise Kirchner-Elektronik hat auf der Homepage einen Artikel zur Lautsprecherentwicklung eingestellt usw.

Viel Spaß beim Basteln. Anfangen ... egal womit ... ist der erste Schritt um irgendwo anzukommen.

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

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Monday, February 29th 2016, 1:44pm

Ich hab' natürlich kein Problem damit, wenn Du weitergrübelst, solange Du damit leben kannst, daß der Blick in's Innenleben der Boxen noch etwas auf sich warten lässt.
Moin.

Gibts inzwischen Ergeb- oder -kenntnisse..? Die CATs schon mal aufgeschraubt und ins Franzis-Büchlein "Frequenzweicheneinmaleins für Anfänger" reingekukkt..? Weil würde mich - in offensichtlichem Gegensatz zu dir - tatsächlich (aber nicht wirklich) interessieren, wie die Boxen von innen aussehen, und wer der Autor des Buches ist.


Gruß Achim.

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Monday, February 29th 2016, 4:09pm

Melde mich, sobald es passiert ist. Wahrscheinlich Ostern oder in der Folgewoche.

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Wednesday, May 11th 2016, 4:01pm

Hallo,

obwohl die Idee anscheinend nicht weiter verfolgt wurde,
möchte ich hier noch eine Anregung geben, wie man vielleicht mit mit mehr Erfolgschancen und Spaß-Potential die vorhandene 2-Wege-Boxen aufwerten kann.
Kostet allerdings deutlich über 100 €, endet dafür aber in 2-Wege Aktiv-Boxen mit programmierbaren DSP-basierten Frequenzweichen.
Man benötigt dazu eine Version des miniDSP 2x4 entweder in der Kit- (80 US$) oder in der Boxed-Version (105 US$).
Der "Kit" kommt "nackt", "Boxed" kommt im Gehäuse.
https://www.minidsp.com/products/minidsp…box/minidsp-2x4

Die Boxed-Version kostet beim deutschen Vertrieb 129 €.
http://www.oaudio.de/en/MiniDSP/

Dann benötigt man noch zwei 2-Kanal-Verstärker, entweder vorhandene Stereo-Verstärker oder z.B. von Pollin die kleinen dynavox DA-30 (2x15W Switchmode für 29,95 €) . MiniDSP hat auch Verstärker.
Für das DSP-Board braucht man noch ein Software-Modul für 10 US$.
Dann kann man auf dem Board Cross-Over-Filter (nach Lust und Laune) einstellen/ausprobieren.
Mit den Impedanzen der Lautsprecher-Chassis und passiver Frequenzweichen hat man dann nichts mehr zu tun.
Die Lautsprecher sind über die Verstärker breitbandig bedämpft, auch ein Vorteil gegenüber der Verwendung passiver Weichen.

Der minDSP verwendet 24 Bit AD/DA-Wandler und einen 56-Bit DSP.
Es gibt auch einen miniDSP HD, der stattdessen einen Floating-Point-Prozessor (Shark) benutzt.
Dafür muß man aber 195 $ (Kit) 205 $ (Boxed) bzw. 249 € (Boxed beim deutschen Vertrieb) ansparen.

MfG Kai

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Wednesday, May 11th 2016, 4:40pm

obwohl die Idee anscheinend nicht weiter verfolgt wurde,


Hallo Kai,

korrekt - wollte ich hier eh noch ergänzen. Mit dem Wissen, daß die IQ-Weichen höchstwahrscheinlich nicht generell "besser", sondern nur "besser an die (ehemals dazugehörigen) Chassis angepasst" sind, sind meine Hoffnungen auf eine Klangverbesserung nach mehrmaligem "drüber schlafen" eher den Befürchtungen einer Klangverschlechterung gewichen. Diese Erfahrung erspare ich mir lieber, zumal ich im Moment auch nicht so wirklich viel Zeit für Basteleien habe. :)

Wenn jemand die IQ-Weichen haben möchte (Tausch gegen 18er Band?), bitte ich um Handzeichen. Ich habe keine Verwendung mehr dafür. Foto kann ich gerne einstellen.

Gruß,
Timo