You are not logged in.

Posts: 826

Date of registration: Nov 22nd 2005

  • Send private message

511

Sunday, May 7th 2017, 1:06pm

DVB-T2 ist also eher eine ernstzunehmende Konkurrenz für die Kabelanbieter.
Kabel ist aber auch rückläufig. Alleine in meinem Bekanntenkreis ist in den letzten zwei Jahren etwa die Hälfte der Kabelkunden gegangen. Aber nicht zu DVB-T(2). Entweder reines www-TV oder aber eine vertragfreie Schüssel.

Posts: 584

Date of registration: Jul 20th 2006

  • Send private message

512

Wednesday, May 31st 2017, 12:29pm

Ich bin ja DAB+ Befürworter und habe auch ein Digitalradio, aber Fakt ist einfach, dass die Infrastruktur einfach noch lange nicht auf UKW Niveau ist.

Ich bin Elektroniker und arbeite meist in Hallen, UKW geht da selbst mit guten Radios nur begrenzt. In Kassel bekommt man eigentlich sehr viele Sender aus Nachbarregionen, in der Halle kommen aber meistens nur Ortssender an und selbst die sind dann mit billigeren Radios häufig gestört. DAB+ kann man da sowas von vergessen.

Und dann halt auch die Medien, die Märchen erzählen, z.b. Auf MDR Sachsen-Anhalt, da wird den Leuten weiß gemacht, dass man auch im Urlaub überall seinen Lieblingssender in bester Qualität hören kann. Natürlich alles nur im jeweiligen Bundesland... wenn die Abdeckung stimmt.

Dann wird ständig auf die glasklare Qualität verwiesen, in Sachsen sendet jetzt z.b. R.SA auf DAB+ weil die Empfangssituation auf UKW teilweise echt beschissen ist, glasklar ist da aber gar nix, weil der Sender auf blubbrigen 56 kbps sendet und das ist gerade bei den Privaten Programmen Standard.

DLF Nova hört sich z.b. Hervorragend an, aber bei den Privaten bekomme ich wirklich Lust weg zu schalten - nicht wegen dem Optimod, sondern wegen der geringen Bitrate.

In vielen Bereichen habe ich den Empfang mit meinem Pure Move getestet, in Kassel ist mittlerweile flächendeckend Empfang und man kann auch in Bus und Bahn hören, aber in vielen Bereichen gibt es noch immer viel zu viele Löcher, die die Nutzung leider nur eingeschränkt möglich machen.

An Niedrigen Bitraten und schlechter Abdeckung ist ja nicht der Standard schuld sondern die Betreiber, da muss sich noch Einiges ändern.

Mit dem mobilen Internet sehe ich das auch zwiespältig. Ich habe einen Vodafone Vertrag mit 4 GB, wenn man damit unterwegs ist bricht der Stream schon mal ab, auch wenn 4G ist, wenn die Zelle wechselt etc. Wenn ich mit dem Zug fahre habe ich bei guter Streamqualität mehrere Aussetzer innerhalb Kassels, solange das so ist, ist auch das kein Ersatz für UKW.

Die verteilen nicht umsonst nur so wenig Volumen, das Netz ist derzeit noch nicht darauf ausgelegt, dass jeder Nutzer zur gleichen Zeit, die volle Geschwindigkeit nutzt. Wenn eine Million User gleichzeitig Radio über Webstream hören wird das problematisch und bei internetfähigen Autos ist das genau so, unterbrechungsfreies Hören geht eben nur, wo auch dementsprechend das Netz ausgebaut ist und gleichzeitig nicht von zu vielen gleichzeitig genutzt wird. Solange man das nicht in den Griff kriegt, ist das keine sichere Alternative zu UKW oder DAB+.

LG Tobi

Posts: 13,474

Date of registration: Apr 4th 2004

Location: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Occupation: Softwareentwickler

  • Send private message

513

Monday, September 11th 2017, 12:46am

real hat (zumindest bei uns, laut Prospekt aber auch im Onlineshop) nächste Woche tragbare DAB+- und UKW-Radios Karcher DAB 2405 für 27,95 €.


Donnerstag bei Aldi-Süd: DAB+-Radio von Terris für 29,99 €. Gegenüber dem o.g. Karcher hat es einen integrierten Li-Ion-Akku (Vorteil? Nachteil?), RDS beim UKW-Teil und mehr Senderspeicher.

https://www.aldi-sued.de/de/angebote/ang…radio-14092017/

Posts: 68

Date of registration: Nov 19th 2017

  • Send private message

514

Friday, January 12th 2018, 11:26am

Als schade und als Motivationsdämpfer empfinde ich vor allem das bei der Umstellung die Vorteile eher bei den Anbietern liegen. Diese sparen offensichtlich erhebliche Sendekosten. Der Hörer muss aber neue Geräte kaufen und bekommt bei den ausgestrahlten unnotig niedrigen Bitraten im Gegenzug eher schlechteren Kang und durch die mutwillig verringerten Sendeleistungen eher schlechteren Empfang. Die 96 kbit/s AAC der ÖR hier klingen wirklich nicht über UKW Niveau. WDR 3 ist die Ausnahme, diesem Klassik Sender wird 128 kbit/s AAC "gegönnt". Aber besser als UKW klingen die auch nicht. Bin recht froh mit meinem Yamaha TX-930 noch einen sehr guten UKW Tuner zu besitzen. Den mutwillig produzierten Elektroschrott durch eine Zangsumstellung empfinde ich als Verantwortungslos. UKW klingt prima. Aus Sicht der Hörer gibt es meiner Auffassung nach unter diesen Gegebenheiten überhaupt keinen Grund zur Umstellung.

Posts: 811

Date of registration: Feb 23rd 2006

  • Send private message

515

Friday, January 12th 2018, 11:34am

... und durch die mutwillig verringerten Sendeleistungen eher schlechteren Empfang.

Wie kommst Du denn darauf, daß das eine mutwillige Entscheidung war?


Grüße

96k

Posts: 68

Date of registration: Nov 19th 2017

  • Send private message

516

Friday, January 12th 2018, 11:44am

Wenn ich es richtig verstanden habe, sendet DAB+ mit 1/10 der UKW Sendeleistung.

Posts: 549

Date of registration: Mar 1st 2008

Location: An der schönen blauen Müritz

Occupation: Elektroniker a. D.

  • Send private message

517

Friday, January 12th 2018, 11:45am

Die relativ geringen Sendeleistungen bei DAB+ und DVB-T2 sind wohl in erster Linie eine Forderung der Gesundheitsämter und als Nebeneffekt dürfte auch der dadurch verringerter Stromverbrauch fungieren.
M.f.G.
justus



Onkyo TX8050; Onkyo TA2760; Philips N4520; 2x Grundig TS1000; TK19;24;27 ; 2x Pioneer RL1011L; Telefunken M3000; M3002L; Uher 4000 Report L; Report 4400; Report Monitor 4200; Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601
.

518

Friday, January 12th 2018, 11:50am

Es wird einfach für die "gleiche" Reichweite eine geringere Sendeleistung benötigt. Mutwillig und unnötig wäre es UKW Sendeleistungen zu übernehmen bzw. zu fordern.

Gruß Ulrich

Posts: 811

Date of registration: Feb 23rd 2006

  • Send private message

519

Friday, January 12th 2018, 12:54pm

Die relativ geringen Sendeleistungen bei DAB+ und DVB-T2 sind wohl in erster Linie eine Forderung der Gesundheitsämter ...

Gibt es hierzu eine offizielle Quelle?



... und durch die mutwillig verringerten Sendeleistungen eher schlechteren Empfang.

Wie kommst Du denn darauf, daß das eine mutwillige Entscheidung war?

Wenn ich es richtig verstanden habe, sendet DAB+ mit 1/10 der UKW Sendeleistung.

Nochmal: Wie kommst Du darauf, daß das eine mutwillige Entscheidung war?


Es wird einfach für die "gleiche" Reichweite eine geringere Sendeleistung benötigt. Mutwillig und unnötig wäre es UKW Sendeleistungen zu übernehmen bzw. zu fordern.

Wobei das unter 10 kW meiner Meinung nach noch nicht zutrifft und es natürlich Unterschiede wegen der unterschiedlichen Frequenzbereiche gibt.
Beim HR war es auf der A5 Richtung Karlsruhe immer früh vorbei mit DAB+ (Feldberg mit 5 kW). Bei meiner letzten Fahrt gab es zwar noch ein Loch bei (ich glaube) Ladenburg, aber abgesehen davon war der Empfang bis südlich von Karlsruhe möglich.
Vermutlich ist das der neue Sender Hardberg (10 kW) im Odenwald.
Auch der im letzten Jahr hinzu gekommene Sender Biedenkopf hat 10 kW bekommen.

Kennst Du dieses Papier schon?


Grüße

96k

520

Friday, January 12th 2018, 1:08pm

Daher auch die Anführungszeichen um das "gleiche". Es ist ja nicht nur der Frequnenzbereich der den Vergleich schwierig macht, auch das Gleichwellennetz in Zusammenhang mit der Modulationsart lässt den direkten Vergleich in Grenzbereichen (topografisch wie geografisch) scheitern.

Gruß Ulrich

Posts: 549

Date of registration: Mar 1st 2008

Location: An der schönen blauen Müritz

Occupation: Elektroniker a. D.

  • Send private message

521

Friday, January 12th 2018, 4:15pm

@.........Gibt es hierzu eine offizielle Quelle?

Müsste ich auch erst "gurgeln", ein Grund aber sind wohl die Gefährdungswerte für Herzschrittmacher Träger
M.f.G.
justus



Onkyo TX8050; Onkyo TA2760; Philips N4520; 2x Grundig TS1000; TK19;24;27 ; 2x Pioneer RL1011L; Telefunken M3000; M3002L; Uher 4000 Report L; Report 4400; Report Monitor 4200; Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601
.

Posts: 68

Date of registration: Nov 19th 2017

  • Send private message

522

Friday, January 12th 2018, 7:12pm

@96: Ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt. Ich meinte das die bewusst niedriger gewählten DAB+ Sendeleistungen in der Praxis vielleicht doch nicht so ausreichend sind, als vorher angenommen. Wenn ich es richtig gelesen habe, sind die Sendeleistungen an einigen Sendern mittlerweile auch erhöht worden. Ich meinte natürlich nicht, dass die Sendeleistungen willkurlich so niedrig gewählt wurden, um bewusst für einen schlechten Empfang zu sorgen. :-)

Posts: 302

Date of registration: May 1st 2009

Location: Leipzig

Occupation: Techniker

  • Send private message

523

Saturday, January 13th 2018, 12:57pm


Die verteilen nicht umsonst nur so wenig Volumen, das Netz ist derzeit noch nicht darauf ausgelegt, dass jeder Nutzer zur gleichen Zeit, die volle Geschwindigkeit nutzt. Wenn eine Million User gleichzeitig Radio über Webstream hören wird das problematisch und bei internetfähigen Autos ist das genau so, unterbrechungsfreies Hören geht eben nur, wo auch dementsprechend das Netz ausgebaut ist und gleichzeitig nicht von zu vielen gleichzeitig genutzt wird. Solange man das nicht in den Griff kriegt, ist das keine sichere Alternative zu UKW oder DAB+.

Die deutsche Telekom scheint aber damit kein Problem zu haben.
Bei "Stream On" sind auch etliche Internet-Radiosender inbegriffen:

https://www.telekom.de/hilfe/mobilfunk-m…er-von-streamon

DAB und DAB+ sind für mich absolute Totgeburten, sie sind vom technischen Fortschritt längst überholt.
Sobald auch die anderen Mobilfunkbetreiber ein adäquates Produkt anbieten war es das für DAB+.

Posts: 313

Date of registration: Feb 19th 2017

Location: Krefeld

  • Send private message

524

Saturday, January 13th 2018, 1:06pm

Die Rechtsvorschriften bezüglich Strahlenschutz sind in der Strahlenschutzgesetzgebung und der daraus abgeleiteten Verordnungen begründet und nachzulesen. Daraus ergibt sich dann auch z. B. die entsprechende Sendeleistung.
Gerhard

Posts: 488

Date of registration: Oct 14th 2006

Location: Wien

  • Send private message

525

Saturday, January 13th 2018, 2:08pm

In der Sttrahlenschutzverordnung geht es um ionisierende Strahlung, nicht um Langwelliges, wie Radio- oder Funkfrequenzen. Das muss dann woanders stehen.
Viele Grüße
Lukas

Posts: 68

Date of registration: Nov 19th 2017

  • Send private message

526

Saturday, January 13th 2018, 2:31pm

Wenn ich es richtig verstehe, wird in Deutschland momentan ein Frequenzblock von 174,160 bis 229,840 Mhz genutz, das sog. VHF-Band III. Ungenutzt sind bisher die in der EU möglichen Frequenzen von 47,168 - 67,840 MHz, 87,5 - 108 MHz (momentan UKW Rundfunk), 230,016 - 239,968 MHz und das sog. L-Band von 1452,192 - 1479,408 MHz. Das Letztere wurde für teuer Geld in Deutschland an die Mobilfunkanbieter versteigert.

527

Saturday, January 13th 2018, 3:16pm

Sobald auch die anderen Mobilfunkbetreiber ein adäquates Produkt anbieten war es das für DAB+.


Der Rundfunk muss ohne Zugangsbeschränkung empfangen werden können, also Radio (welches auch immer) einschalten und hören. Radio über Mobilfunk erfordert zur Zeit immer noch einen Vertrag (= Beschränkung) und ist zudem Bidirektional.
Diese Diskussion hatten wir aber schon ein paar Seiten vorher.

Die höhere "Gesundheitsgefährdung" digitaler Übertragung im Vergleich mit der Analogen ist (oft von Analogfanatikern) an den Harren herbeigezogen. Dazu sollte man erst mal die Grundlagen digitaler und auch analoger Modulationsverfahren verstehen.

Gruß Ulrich

Posts: 255

Date of registration: Feb 12th 2009

  • Send private message

528

Saturday, January 13th 2018, 3:43pm

Die verteilen nicht umsonst nur so wenig Volumen, das Netz ist derzeit noch nicht darauf ausgelegt, dass jeder Nutzer zur gleichen Zeit, die volle Geschwindigkeit nutzt. Wenn eine Million User gleichzeitig Radio über Webstream hören wird das problematisch und bei internetfähigen Autos ist das genau so, unterbrechungsfreies Hören geht eben nur, wo auch dementsprechend das Netz ausgebaut ist und gleichzeitig nicht von zu vielen gleichzeitig genutzt wird. Solange man das nicht in den Griff kriegt, ist das keine sichere Alternative zu UKW oder DAB+.
Die deutsche Telekom scheint aber damit kein Problem zu haben. Bei "Stream On" sind auch etliche Internet-Radiosender inbegriffen: https://www.telekom.de/hilfe/mobilfunk-m…er-von-streamon DAB und DAB+ sind für mich absolute Totgeburten, sie sind vom technischen Fortschritt längst überholt. Sobald auch die anderen Mobilfunkbetreiber ein adäquates Produkt anbieten war es das für DAB+.
  • Hallo 'DOSORDIE, sehe ich genauso. Deine Anmerkungen gelten ja nicht nur für die Telekom. Alle Mobilfunkanbieter rüsten mächtig auf. Grenzen werden nicht benannt, auch, wenn diese physikalisch bestehen mögen. Scheinbar sieht die Industrie den Ausbau der Netze positiver, als manch einer hier im Forum, der DAB verteidigt.
  • Nun bin ich kein Fachmann, habe aber im Laufe meines Lebens lernen müssen, dass vieles, war für unmöglich gehalten wurde, technisch dann doch realisiert wurde. Bezüglich des mobilen Netzausbaus bin ich keineswegs ein Pessimist. Es gibt da ja bereits Konzepte zur Leistungssteigerung, die umgesetzt werden, z.B. durch Vergrößerung der Bandbreite oder durch "mikrozellulare Konzepte" (engmaschige Sendernetze durch mehr Basisstationen). Bei letztgenanntem gibt es quasi keine Grenze. Vielleicht die Kosten?
Der Rundfunk muss ohne Zugangsbeschränkung empfangen werden können, also Radio (welches auch immer) einschalten und hören. Radio über Mobilfunk erfordert zur Zeit immer noch einen Vertrag (= Beschränkung) und ist zudem Bidirektional.
  • Richtig - allerdings bei sich verändertem Nutzer-Verhalten wird man auch die entsprechenden Rundfunkgesetze überarbeiten. Technik fordert uns, ob wir das wollen oder nicht.
  • Und - dann hätte man auch UKW behalten können. Hätte weniger Kosten verursacht.
  • Unsere Rundfunkgesetze basieren vor allem auf einer "Mangelverwaltung", die es in der Presse nie gab und im Internet in der Form nicht mehr gibt. Es stellt sich die Frage, ob wir diesen Rundfunk noch brauchen. Gesetze sind nicht in Stein gemeißelt!
  • Damit das klar ist: Ich mag diesen altmodischen Rundfunk. Allerdings bin ich auch Realist.
Olaf, der eher passiv seit Jahren hier mitliest und sich an den fachlichen Beiträgen über Tonbandgeräte erfreut

Posts: 313

Date of registration: Feb 19th 2017

Location: Krefeld

  • Send private message

529

Saturday, January 13th 2018, 4:32pm

In der Sttrahlenschutzverordnung geht es um ionisierende Strahlung, nicht um Langwelliges, wie Radio- oder Funkfrequenzen. Das muss dann woanders stehen.
Hallo Lukas,
ich habe nicht von der StrlSchV gesprochen sondern von der Gesetzgebung. Verordnungen sind nur untergesetzliche Normen, für Rundfunk würde dann die BImSchV greifen als untergesetzlicheNorm der Strahlenschutzgesetzgebung, da Strahlung im BImSchG selbst nicht geregelt ist. ;)
Gerhard

Posts: 302

Date of registration: May 1st 2009

Location: Leipzig

Occupation: Techniker

  • Send private message

530

Saturday, January 13th 2018, 5:29pm



  • Richtig - allerdings bei sich verändertem Nutzer-Verhalten wird man auch die entsprechenden Rundfunkgesetze überarbeiten. Technik fordert uns, ob wir das wollen oder nicht.

  • Und - dann hätte man auch UKW behalten können. Hätte weniger Kosten verursacht.

  • Unsere Rundfunkgesetze basieren vor allem auf einer "Mangelverwaltung", die es in der Presse nie gab und im Internet in der Form nicht mehr gibt. Es stellt sich die Frage, ob wir diesen Rundfunk noch brauchen. Gesetze sind nicht in Stein gemeißelt!

  • Damit das klar ist: Ich mag diesen altmodischen Rundfunk. Allerdings bin ich auch Realist.


Genau aus diesen Gründen ist die Einführung von DAB+ sinnlose Geldverschwendung. Es gibt keine Verbesserung der Tonqualität gegenüber UKW, eher eine Verschlechterung durch die zum Teil sehr geringen Datenraten. Bei schlechter Empfangsqualität kann man auf UKW immer noch etwas hören, bei DAB+ ist Schicht im Schacht. Es gibt eben doch einige Bereiche in der Elektronik, wo die analoge Technik der digitalen überlegen ist. Aber dem Verbraucher wird mit aller Macht suggeriert, das Digitalradio besser sein ("Glasklarer Klang").

Posts: 17

Date of registration: Dec 23rd 2017

  • Send private message

531

Sunday, January 14th 2018, 1:23pm

Genau aus diesen Gründen ist die Einführung von DAB+ sinnlose Geldverschwendung. Es gibt keine Verbesserung der Tonqualität gegenüber UKW, eher eine Verschlechterung durch die zum Teil sehr geringen Datenraten. Bei schlechter Empfangsqualität kann man auf UKW immer noch etwas hören, bei DAB+ ist Schicht im Schacht. Es gibt eben doch einige Bereiche in der Elektronik, wo die analoge Technik der digitalen überlegen ist. Aber dem Verbraucher wird mit aller Macht suggeriert, das Digitalradio besser sein ("Glasklarer Klang").
"Analog ist besser als digital" ist an dieser Stelle nicht automatisch richtig. Das System DAB(+) ist alles andere als schlecht - ganz im Gegenteil, die Fehlerkorrektur ist absolut hervorragend. Das System wird nur falsch eingesetzt, d. h. es wird mit viel zu gringen Bitraten gearbeitet. Dazu kommt noch die Tatsache, dass fast überall (die öffentlich-rechtlichen Kultur- und Klassikprogramme ausgenommen) dasselbe Soundprocessing wie auf UKW auch auf DAB+ geschickt wird. Das "stresst" den AAC-Codec. Würde man alle Programme mit 144 kBit/s AAC-LC und vernünftigem (oder besser: gar keinem) Soundprocessing verbreiten, wäre DAB+ in der Tat besser als UKW - alleine dadurch, dass es auch mobil störungsfrei ist.
Ich suche:
Radiomitschnitte aller Art - digitalisiere Mitschnitte von Kassette, Band, DAT, MiniDisc, VHS, etc.!
www.digiandi.de

Posts: 68

Date of registration: Nov 19th 2017

  • Send private message

532

Monday, January 15th 2018, 2:41pm

"Analog ist besser als digital" ist an dieser Stelle nicht automatisch richtig. Das System DAB(+) ist alles andere als schlecht - ganz im Gegenteil, die Fehlerkorrektur ist absolut hervorragend. Das System wird nur falsch eingesetzt, d. h. es wird mit viel zu gringen Bitraten gearbeitet. Dazu kommt noch die Tatsache, dass fast überall (die öffentlich-rechtlichen Kultur- und Klassikprogramme ausgenommen) dasselbe Soundprocessing wie auf UKW auch auf DAB+ geschickt wird. Das "stresst" den AAC-Codec. Würde man alle Programme mit 144 kBit/s AAC-LC und vernünftigem (oder besser: gar keinem) Soundprocessing verbreiten, wäre DAB+ in der Tat besser als UKW - alleine dadurch, dass es auch mobil störungsfrei ist.


Das kann ich so unterschreiben. Die Motivation eines UKW Hörers geht unter diesen Voraussetzungen gegen null. Niemand bei Verstand gibt für Technik Geld aus, wenn er mit seinem bestehenden System das identische Programm in besserer Qualität bekommt. Eigentlich beschämend das mit viel Geld so ein System entwickelt und aufgebaut wird und dann letztendlich dem Kunden aus wirtschaftlichen Interessen heraus nur das allermindeste an Soundqualität angeboten wird.

Posts: 1,168

Date of registration: Jan 10th 2010

Location: Mittelfranken

  • Send private message

533

Monday, January 15th 2018, 6:14pm

Glaubt ihr wirklich das das was heutzutage noch über den Äther kommt noch das ist womit z.B. in den 70ern und 80ern noch Beethovens 5te gesendet wurde? Ich benutze bei mir zuhause beides (Kabel-UKW u. DB+) und kann klanglich nicht den großen Unterschied feststellen. Mobil liegt für mich DAB eindeutig vorne. Ob das dann in jeden kleinen Seitental der Republik noch zutrifft kann ich natürlich auch nicht beurteilen.

Das spannende an Analog ist für mich nicht das es besser ist sondern das es trotz aller Unzulänglichkeiten gut klingt!

P.S.

Aktuel hat in der Küche ein

https://www.conrad.de/de/dab-kuechenradi…er-1403996.html

den alten Saba MT-1 ersetzt, der seinen Job Jahrelang mit einer Wurfantenne erledigt hatte. Der Empfang war bei meiner besseren Hälfte nicht immer frei von Beschwerden. Dagegen ist der Soundmaster DAB vollkommen frei von Empfangsstörungen. Den Klang würde ich ansonsten als zufriedenstellend beurteilen.

VG Martin

Posts: 17

Date of registration: Dec 23rd 2017

  • Send private message

534

Monday, January 15th 2018, 7:45pm

Glaubt ihr wirklich das das was heutzutage noch über den Äther kommt noch das ist womit z.B. in den 70ern und 80ern noch Beethovens 5te gesendet wurde?
Wie genau meinst du das?
Ich suche:
Radiomitschnitte aller Art - digitalisiere Mitschnitte von Kassette, Band, DAT, MiniDisc, VHS, etc.!
www.digiandi.de

Posts: 1,168

Date of registration: Jan 10th 2010

Location: Mittelfranken

  • Send private message

535

Tuesday, January 16th 2018, 6:36am

Was genau verstehst du an dem Satz nicht?

VG Martin

Posts: 17

Date of registration: Dec 23rd 2017

  • Send private message

536

Tuesday, January 16th 2018, 8:04am

Ich verstehe den Vergleich mit den 70ern und 80ern nicht. Bezieht sich das auf die Studiotechnik, auf die Sendertechnik, auf die Empfänger...?
Ich suche:
Radiomitschnitte aller Art - digitalisiere Mitschnitte von Kassette, Band, DAT, MiniDisc, VHS, etc.!
www.digiandi.de

Posts: 302

Date of registration: May 1st 2009

Location: Leipzig

Occupation: Techniker

  • Send private message

537

Tuesday, January 16th 2018, 8:00pm

Apropos Vergleich: wenn man die Entwicklung von Radio und Fernsehen der letzten Jahre vergleicht, dann müßte das Digitalradio heute mindestens CD-Qualität liefern. Stattdessen nutzt man Datenraten auf dem technologischen Stand von vor 20 Jahren. Die MP3 Dateien, welche Ende der 90er auf Napster oder AudioGalaxy zu finden waren, hatten auch nur 64k oder 128k Datenraten.

Posts: 17

Date of registration: Dec 23rd 2017

  • Send private message

538

Tuesday, January 16th 2018, 9:39pm

Allerdings hat sich der Codec geändert. Tatsache ist leider trotzdem, dass wir uns - egal mit welchem Codec - in den vergangenen 20 Jahren in Sachen Qualität wieder sehr zurückentwickelt haben, obwohl mit der digitalen Technik von der Aufzeichnung bis zur Wiedergabe am Empfänger viel mehr möglich wäre. Vor allem im Bezug auf DAB(+). Bei DVB-S sieht es da zum Glück deutlich besser aus.
Ich suche:
Radiomitschnitte aller Art - digitalisiere Mitschnitte von Kassette, Band, DAT, MiniDisc, VHS, etc.!
www.digiandi.de

Posts: 68

Date of registration: Nov 19th 2017

  • Send private message

539

Tuesday, January 16th 2018, 11:05pm

Das Soundprocessing im Radio ist zudem sehr schade. Für mich auf vergleichbar irrationalem Level des Loudness Races bei CD Veröffentlichungen. Ich kann wirklich nicht nachvollziehen warum die Sender annehmen mit lauter klingendem Programm mehr Hörer zu bekommen. Für mich ist das vollkommener Unsinn. Schade das wir uns sowohl bei der CD, als auch im Radio bei besten technischen Voraussetzungen die Qualität selber kaputt machen. Das Loudness Race hat in meinen Augen einen großen Teil zu dem Wertverlust der Musik beigetragen.

Posts: 1,168

Date of registration: Jan 10th 2010

Location: Mittelfranken

  • Send private message

540

Friday, January 19th 2018, 8:26am

Ich verstehe den Vergleich mit den 70ern und 80ern nicht. Bezieht sich das auf die Studiotechnik, auf die Sendertechnik, auf die Empfänger...?
Die Aussage bezog sich darauf das das gesendete Signal damals m.E. eine höhere Qualität hatte. Damals gab es Menschen die mit hochwertigen Tunern solche Sendungen auf Tonband aufgezeichnet haben. Wenn ich heute z.B. BR Klassik höre stelle ich keinen ernsthaften Unterschied zwischen UKW und DAB+ fest. Woran das liegt können sich andere den Kopf zerbrechen.

VG Martin