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481

Sunday, April 23rd 2017, 10:44am

Kann ich nicht bestätigen. Mein Dual Dab+ 4.1 Radio läuft in meinem Gartenhäuschen immer noch mit den ersten Batterien. Und Klang naja ein Stadion kann man nicht damit beschallen aber mir genügt es völlig. Ich finde die Senderauswahl mit Display sehr praktisch. Ich kann nichts negatives an Dab+ finden. Der Preis des Kärcher Radio ist super! Zuschlagen!

Im Auto habe ich mir ein Pioneer DEH-4700 Dab Pioneer DEH-X8700-DAB
installieren lassen. Die beste Investition aller Zeiten! Empfang ohne jegliche Störung! Kann ich jedem nur empfehlen...

Als nächstes ist das alte Saba Radio in der Küche dran. Warte da auch schon auf ein passendes Angebot...

VG Martin

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482

Sunday, April 23rd 2017, 10:48am

Die Angaben zu dem Gerät auf der Seite von Karcher sind sehr knapp. Ich habe auch nirgendwo eine Antwort auf die Frage gefunden, ob das Gerät über Kopfhörer in Stereo wiedergibt. Die Bewertungen bei Amazon (wo es 35 € kostet) zu dem Modell lesen sich aber ähnlich gut wie die zu dem mehr als doppelt so teuren Panasonic RF-D10EG.

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483

Sunday, April 23rd 2017, 11:00am

Kann ich mir vorstellen. Wer hängt da auch nen Kopfhörer dran... ?(

VG Martin

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484

Sunday, April 23rd 2017, 11:18am

Zum Thema DAB+ im Auto gab es im Heft 4/2017 des "Funkamateur" einen dreiseitigen Aufsatz von jemandem, der Deutschland-weit viel mit dem Auto unterwegs ist. Sein Resumee fiel gemischt aus (allerdings bezogen sich seine Erfahrungen auf einen Zeitraum von ~ 2 Jahren, in dem er durch unterschiedliche Regionen kam). Manche Gebiete sind gut versorgt, andere schlecht, weil anscheinend gute UKW-Versorgung (doch noch ?) Vorrang hat.
Jürgen Wiethoff: "DAB+ : Digitalradio in der Praxis" , Funkamateur 4/2017, S.331-333

MfG Kai

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485

Sunday, April 23rd 2017, 12:53pm

Meine letzte längere Fahrt war Nürnberg - Remscheid 430 km überwiegend Autobahnkilometer einfach und Null Probleme. Flächendeckend kann ich das natürlich nicht sagen. Denke hier sind wir in einem Prozess.

P.S. Wenn ich da an das serienmäßig verbaute UKW Radio denke. Bei jedem LKW wo man vorbei gefahren ist hat es Rauschorgien fabriziert. DAB+ braucht wesentlich leistungsschwächere Antennen. Das ist vor allem im Auto ein wesentlicher Vorteil! Wer schon mal eine DAB+ Antenne gesehen hat...ist echt ein Witz...

Ich weine UKW keine Träne hinterher..

VG Martin

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486

Sunday, April 23rd 2017, 11:31pm

Hurra, Hurra, die DAB+ Radios werden billiger, dann dauert das nicht mehr lange und DAB+ wird abgeschaltet weil sich damit kein Geld mehr verdienen laesst.
Ich putze hier nur...

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487

Monday, April 24th 2017, 12:26am

Hurra, Hurra, die DAB+ Radios werden billiger, dann dauert das nicht mehr lange und DAB+ wird abgeschaltet weil sich damit kein Geld mehr verdienen laesst.


Nach der Logik hätte UKW aber schon lange abgeschaltet werden müssen. Das gibt's in Deutschland immerhin schon fast 70 Jahre lang, und eine Goldgrube ist das sicher schon lange nicht mehr. :)

488

Monday, April 24th 2017, 5:30am

Siehe Logik bei dvb-t1 und dab, 10 - 12 jahre aufm markt und heut zu nix zu verwenden .
Ich putze hier nur...

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489

Monday, April 24th 2017, 6:43am

Irgendwann wird alles mal abgeschaltet. Wie lange benutzt man ein Handy? Zwölf Jahre, wenn deine Prognose denn stimmt, eine gute Technik nicht zu benutzten aus Angst sie könnte irgendwann mal erneuert werden erscheint mir widersinnig...

VG Martin

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490

Monday, April 24th 2017, 9:12am

Irgendwann wird alles mal abgeschaltet.
Schallplattenspieler offensichtlich nicht.
Die werden gerade wieder immer mehr.
Und es gibt sie seit den 1870er Jahren... :D

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491

Monday, April 24th 2017, 6:15pm

Ich glaube nicht, dass sich DAB+ auf dem Massenmarkt durchsetzen wird. Im stationären Betrieb hat sich Internet-Radio längst etabliert. DAB+ hat leider die gleichen unangenehmen Einschränkungen wie UKW: es sind nur regionale Programme verfügbar. In Sachsen "Antenne Bayern" hören ist damit praktisch unmöglich. Mittlerweile hat sich bei den Mobilfunkbetreibern in Sachen Datenvolumen einiges getan (z.B. O2 "Free", T-Mobile "Stream On"), so dass die Mehrheit vermutlich dann doch gleich auf Internet-Radio oder Streamingdienste umsteigt. Die Mobilfunkversorgung dürfte weitaus besser ausgebaut sein, als die von DAB+.

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492

Monday, April 24th 2017, 6:26pm

Ich weiss nicht, bin da skeptisch. Ich persönlich habe ehrlich gesagt nie etwas mit den Tausend Internet Radio Stationen anfangen können. Im Grunde hat mich das bislang abgeschreckt mich überhaupt einmal damit zu befassen. Ich denke die die das heute bereits nutzen werden sicher dabei bleiben aber die Millionen UKW Hörer dürften früher oder später eher bei DAB+ landen. Bei denen ist Regionalität m. E. eher ein Plus als ein Minuspunkt. Technisch ist DAB+ im Gegensatz zu DAB jedenfalls klar eine Verbesserung für alle Beteiligten ohne den alten Radio Flair auszuhöhlen.

VG Martin

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493

Wednesday, May 3rd 2017, 9:57pm

Bundesregierung: Teurere Radios müssen digital empfangen können (heise.de)

Ist ein Einsteiger-HiFi-Receiver der 200-€-Klasse schon "teurer"? Oder fallen die eh unter die Regelung, wegen Digitalanzeige und RDS?

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494

Thursday, May 4th 2017, 6:42am

So wie ich das verstehe spielt das Display eine Rolle. So ein solches vorhanden ist muss es mindestens eine digitale Option anbieten. Sei es DAB+ oder eben Internetradio.

So ist das heute. Für alles ein Gesetz. Ich weiss nicht, gab es ein Gesetz für UKW und weg von Mittelwelle? Es spricht m. E. auch so schon viel für DAB+. ..

VG Martin

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495

Thursday, May 4th 2017, 8:11pm

Früher nannte man sowas Planwirtschaft.

Viele Grüße
Nils

496

Thursday, May 4th 2017, 9:15pm

Das ist bis jetzt nur ein Entwurf, nichts mehr und nichts weniger. Die Wahrscheinlichkeit das aus diesem Entwurf ein reales "Gesetzt" wird ist doch eher gering.

Gruß Ulrich

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497

Thursday, May 4th 2017, 11:13pm

An's Display (Beitrag 494) kann es nicht gekoppelt sein, denn sonst wären ja schon die 1-Chip Empfänger mit AM- und UKW-Empfang betroffen, die gelegentlich bei A... für < 20 € verkauft werden. Der Handel damit soll aber sicher nicht behindert werden.
Ich kann mir eher vorstellen, daß man den DAB-Betreibern verspricht, etwas dafür zu tun, sich andererseits aber nicht traut, die Handel-Treibenden zu stören, und daß dann entsprechendes "hinten" rauskommt.

MfG Kai

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498

Friday, May 5th 2017, 2:44am

https://www.heise.de/newsticker/meldung/…en-3702597.html

Drehen wir doch mal den Gesetzesentwurf um:
Sollte ein Empfänger verkauft werden, der nicht in der Lage ist den Sender-Namen anzuzeigen, läuft UKW weiter.
Das liebe ich an der heutigen Presse, bzw an den angestellten Schreiberlingen, das Hirn liegt auf der Hand und nicht zwischen den Schultern.

Im Gegensatz zur DVB-T Abschaltung, wo ein Teil der Frequenzen für das Smart-Phone frei gemacht wurden und diese Frequenzen dann Versteigert wurden,
spielt die Abschaltung der UKW-Frequenzen für den Bund keine Rolle.
Oder gibt es eine gewinnträchtige Weiterverwendung dieser Frequenzen?

Hat sich ein DAB+ Befürworter mal Gedanken darüber gemacht wie viele Haushalte ihre Empfänger ersetzen müssen?
Stimmt: Alle
Das sind Weck-Radios, Küchenradios, Badezimmerradios, Wohnzimmerradios, Gästezimmerradios, Bastelkellerradios, Unternehmensradios,
Datschenradios, Campingradios und Autoradios um nur einen Teil anzusagen.
Die Nutzer werden bestimmt begeistert sein ihr Ukw-Radio zu verschrotten, welches sie nur als Hintergrundgedudel wahrnehmen.

Man möchte doch auch darüber nachdenken das einem Sozialhilfe-Empfänger der Zugang zum Rundfunkempfang zusteht.
Das bedeutet, das den Bundesländern die Kosten für die Bereitstellung equivalenter Rundfunkempfänger aufgelastet werden.
Das bedeutet: Eine Umverteilung ohne Not.

Wenn man ehrlich ist, ist eine Abschaltung des UKW Rundfunk eine Abschaltung die nicht nötig tut.
Wie hier vielfach geschrieben ist das Signal schon soweit Digital verstümmelt, das eine Ersetzung des UKW durch DAB+ keine Qualitätsverbesserung bringt.

Der Hinweis in [484] ist zwar Dankenswert aber absolut unnötig, dafür sorgt schon der Motor, die Abrollgeräusche, der überholende Diesel-SUV und der Wind.

Soweit meine Meinung
Gruß
Volkmar

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499

Friday, May 5th 2017, 3:00pm

Wenn man ehrlich ist, ist eine Abschaltung des UKW Rundfunk eine Abschaltung die nicht nötig tut.
Mit dem Ansatz könnte man aber auch ein Plädoyer für das Ford T-Modell halten. Es ist m. E. schon wichtig das ein Produkt in die sich verändernde Landschaft passt. Der Aufwand für Sende- und Empfangstechnik ist bei DAB+ eben viel geringer und die Leistung ebensogut in Teilbereichen sogar besser. So teuer sind die Teile nun auch nicht das man sich nicht mal nen neuen Tuner gönnen könnte.

VG Martin

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500

Friday, May 5th 2017, 7:01pm

Mit dem Ansatz könnte man aber auch ein Plädoyer für das Ford T-Modell halten. Es ist m. E. schon wichtig das ein Produkt in die sich verändernde Landschaft passt. Der Aufwand für Sende- und Empfangstechnik ist bei DAB+ eben viel geringer und die Leistung ebensogut in Teilbereichen sogar besser. So teuer sind die Teile nun auch nicht das man sich nicht mal nen neuen Tuner gönnen könnte.
Die Landschaft hat sich beim Radio aber nicht verändert.

Beim Auto möchten heute nur noch wenige im Alltag mit Tempo 60 Höchstgeschwindigkeit, fast nicht vorhandenen Bremsen und ohne Heizung unterwegs sein. Deshalb sieht man das T-Modell vornehmlich auf Oldtimerveranstaltungen und in Museen, obwohl noch erstaunlich viele davon existieren. Die Menschen haben sich mehrheitlich dafür entschieden, den Fortschritt im Automobilbau freudig anzunehmen, weil er für sie einen Mehrwert brachte.

Beim UKW-Radio ist es hingegen etwas anderes, dem weit überwiegenden Teil der Nutzer reicht es vollkommen, es ist unkompliziert, die Geräte sind vorhanden und gehen nie kaputt. Eine einfache, bewährte Technik, bei der so gut wie niemand den Bedarf verspürt, sie zu ersetzen. Jedenfalls nicht von den Leuten, die tatsächlich ganz normal Radio hören (ich gehöre nicht dazu, wüßte nicht, was ich im Radio hören sollte, aber ich schaue auch nicht fern) - im Familien- und Bekanntenkreis sehe ich die typischen Radionutzer aber jeden Tag, das ist ein reines Begleitmedium, die Leute drücken auf den Knopf und ihr bevorzugter Sender dudelt los. Fertig, aus. Niemand von denen käme auf die Idee, das ändern oder komplizierter machen zu wollen, warum denn auch?

Wo ist der Mehrwert für diese Leute? Sie brauchen einfach kein digitales Radio.

Dieselben Leute kaufen aber alle zwei Jahre ein neues Smartphone, weil sie meinen, es zu "brauchen" - konsumfreudig sind sie durchaus. Aber an eine andere Art von Radio denkt absolut niemand von denen. Da besteht einfach kein Bedarf, es ist auch bislang noch niemandem gelungen, diesen künstlich zu wecken.

Aber trotzdem will man sie dazu zwingen und damit Millionen Tonnen Elektroschrott produzieren. Das ist einfach kompletter Schwachsinn, wie solche Eingriffe immer Schwachsinn ist, man denke nur an die unselige Abwrackprämie 2009, die außer volkswirtschaftlichem Schaden rein gar nichts gebracht hat.

Viele Grüße
Nils

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501

Friday, May 5th 2017, 11:04pm



Wo ist der Mehrwert für diese Leute? Sie brauchen einfach kein digitales Radio.



Diese Leute brauchen aber auch kein analoges Radio. Denn, wie du selbst schreibst, drücken sie nur einen Knopf. Welcher Quelle dieses Signal entstammt, ist ihnen vollkommen wurscht.
Ich selbst habe mit DAB nur ein einziges Problem: meine ganzen Röhrenradios wären mit einem Schlag wertloser Müll. Obwohl meine Frau sagt, das wären sie auch jetzt schon.

Gruß
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.

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502

Saturday, May 6th 2017, 7:54am

Die Menschen haben sich mehrheitlich dafür entschieden, den Fortschritt im Automobilbau freudig anzunehmen, weil er für sie einen Mehrwert brachte.

Beim UKW-Radio ist es hingegen etwas anderes, dem weit überwiegenden Teil der Nutzer reicht es vollkommen, es ist unkompliziert, die Geräte sind vorhanden und gehen nie kaputt. Eine einfache, bewährte Technik, bei der so gut wie niemand den Bedarf verspürt, sie zu ersetzen.
Das ist mit Verlaub ein Widerspruch. Einmal ist man Bereit einen Fortschritt freudig anzunehmen und ein anderes mal plädiert man für "Mir reicht es so wie es ist". Der Fortschrit von DAB liegt klar auf der Hand. Ob man das dann für sich persönlich für notwendig hält ist eine andere Frage. Das kann man aber nicht DAB+ anlasten. Die Empfangsqualität und Bedienerfreundlichkeit ist in meinem Fahrzeug jedenfalls mit DAB+ klar gestiegen...

P.S. Thomas, um meine alten Kirksaeter Receiver wird es mir auch schon Angst und Bange.... :D

VG Martin

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503

Saturday, May 6th 2017, 3:36pm

Die Menschen haben sich mehrheitlich dafür entschieden, den Fortschritt im Automobilbau freudig anzunehmen, weil er für sie einen Mehrwert brachte.

Beim UKW-Radio ist es hingegen etwas anderes, dem weit überwiegenden Teil der Nutzer reicht es vollkommen, es ist unkompliziert, die Geräte sind vorhanden und gehen nie kaputt. Eine einfache, bewährte Technik, bei der so gut wie niemand den Bedarf verspürt, sie zu ersetzen.
Das ist mit Verlaub ein Widerspruch. Einmal ist man Bereit einen Fortschritt freudig anzunehmen und ein anderes mal plädiert man für "Mir reicht es so wie es ist". Der Fortschrit von DAB liegt klar auf der Hand. Ob man das dann für sich persönlich für notwendig hält ist eine andere Frage. Das kann man aber nicht DAB+ anlasten. Die Empfangsqualität und Bedienerfreundlichkeit ist in meinem Fahrzeug jedenfalls mit DAB+ klar gestiegen...

Nein, für mich ist das kein Widerspruch - beim Auto war offenbar ein Bedarf nach mehr Komfort, Geschwindigkeit und Sicherheit vorhanden, niemand mißt das Auto heute mehr am Eselskarren, selbst Kleinwagen haben heute 100 PS, Klimaanlage und Antiblockierbremsen. Das Smartphone haben offenbar die Mehrzahl der Menschen als nützlich angeshen und aus dem Drang, daß das Teil in der Hosentasche immer mehr können soll, kommt die Bereitschaft, regelmäßig nicht unbeträchtliche Summen dafür auf den Tisch zu legen.

Die Leute geben dann Geld aus, wenn sie für ihr persönliches Leben dadurch einen Mehrwert haben (und sei es ein eingebildeter) - ansonsten lassen sie alles so, wie es ist. Für mich, wie gesagt, kein Widerspruch. Die materiellen Möglichkeiten sind begrenzt, man setzt Prioritäten, wofür man die Kohle raushaut.

Die vorherrschende Nutzungsweise und das Konsumverhalten beim Gerätekauf beim Radio zeigen mir halt, daß dort in der Breite offenbar kein gesteigertes Bedürfnis nach Innovationen besteht bzw. für die meisten Leute das Radio ungefähr den Stellenwert eines Küchenmixers oder Bügeleisens besitzt. Das ist einfach da, man macht sich keine größere Gedanken darum, es läuft im Hintergrund und funktioniert einfach. Dafür gibt man nicht viel Geld aus, es ist selbstverständlich, der technische Stand wird als ausreichend empfunden.

Wenn ich mir anschaue, womit sich manche Leute im heutigen Post-HiFi-Zeitalter als Klangquelle zufriedengeben (irgendwelche Bluetooth-Quäk-Kistchen, eingebaute Lautsprecher im billigen Flachfernseher, eingebaute Boxen im Notebook oder gleich das Smartphone ohne alles, "bei Youtube kann man super Musik hören"), klingt selbst mein vollgeschmaddertes, 50 Jahre altes Philips Colette-Küchenradio dagegen wie eine Offenbarung.

Klar gibt es auch Leute, die sich mehr wünschen mögen. Die Masse der Leute, die ich beobachte, hat beim Radio dieses Bedürfnis aber offenbar nicht. Und daher ist es m.E. ungerechtfertigt, Abermillionen Geräte per Dekret unbrauchbar zu machen. Ich habe auch einen ausgeprägten Widerwillen dagegen, funktionierende Gegenstände wegzuwerfen.

Selbst im Auto hatte ich noch nie Probleme mit dem UKW-Empfang - es gibt halt gute und schlechte UKW-Radios, wobei ich das Gefühl habe, daß die Autoradios von vor 15-25 Jahren eine bessere Trennschärfe hatten... so kann man die Leute natürlich auch zum Umstieg bringen, in die (nicht mehr genormt austauschbaren) Serienradios von Neuwagen nur noch UKW-Empfänger der untersten Schublade einbauen und dann laut "DAB ist aber viel besser" rufen. ;)

Viele Grüße
Nils

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504

Saturday, May 6th 2017, 5:16pm

Es sind nicht nur die Radios. DAB+ erfordert sowohl in der Sendetechnik als auch in der Empfangstechnik wesentlich weniger Aufwand sprich Kosten! Davon profitieren alle Beteiligten. Frei nach Dürrenmatt -> Alles denkbare wird irgendwann auch gemacht...

VG Martin

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505

Saturday, May 6th 2017, 5:30pm

Weniger Aufwand sollte weniger Kosten bedeuten.....hmm.... üblicherweise betriebswirtschaftlich schon.

Warum denken dann gerade unsere Sender und Länder über eine höhere Gebühr für uns Hörer und Seher nach?

Weil es das DAB+ bisher nicht vollflächig gibt, welches die Kosten " im Zaum" halten würde? ;)


Unter "vollflächig" meine ich, dass nun alle Haushalte ein solch "neues" Radio kaufen und dass alle Rundfunksender auf der "neuen" Welle senden.



Grüsse

Peter-Paul
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506

Saturday, May 6th 2017, 5:49pm

Könnte auch nach hinten losgehen wie beim Fernsehen - https://www.golem.de/news/dvb-t2-antenne…705-127663.html

Die Privatsender wollen ja jetzt Geld dafür haben, daß sie den Leuten Werbung zeigen. Und viele Leute werden merken, daß ihnen die Programme gar nicht fehlen werden... Wahrscheinlich schaufeln sie sich damit ihr eigenes Grab, da Pay-TV und Abo-Streaming-Angebote ohne Werburg ohnehin auf dem Vormarsch sind.

Was ist, wenn es beim Radio genauso kommt und viele Leute sich dann durch was anderes im Hintergrund bedudeln lassen, anstatt sich ein neues Radio zu kaufen?

Nur mal so eine Überlegung...

Viele Grüße
Nils

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507

Saturday, May 6th 2017, 6:30pm

In Schottland geht das so:

Vor einigen Jahren hatte ich öfter die Strecke Inverness - Thurso in einer 3-Stündigen Autofahrt zu bewältigen. Damals gab es schon ausschließlich irgendein DAB im Autoradio. In der recht naturnahen Gegend die ich zu durchqueren hatte waren die Bitraten der Sendungen offenbar so niedrig, daß zwar das elektrische Gedudel der momentanen in-bands so aus dem Lautsprecher kam wie es wahrscheinlich sollte (der mastering engineer hatte vermutlich Alles entfernt was mit den kleinen Bitraten nicht übertragen werden konnte) aber wenn die BBC mal klassisches brachte klang das wie aus dem Melkeimer der Galloways.
Meine schottischen Kollegen haben mir erzählt, daß die Bitraten am Beginn der DAB-Aussendungen so hoch waren, daß die Leute gejubelt hatten. Nach Abschaltung der Ananalogsender aber hat man sich mit den viel billigeren niedrigen Bitraten arrangieren müssen.
Einen Vorteil hat das Ganze natürlich: Das Einmessen von Torbandgeräten und die Verwendung von qualitativ guten Bändern kann man sich dort bei Rundfunkaufzeichnung sparen :thumbdown: .
Gruß Jürgen

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508

Saturday, May 6th 2017, 9:27pm


Die Privatsender wollen ja jetzt Geld dafür haben, daß sie den Leuten Werbung zeigen. Und viele Leute werden merken, daß ihnen die Programme gar nicht fehlen werden... Wahrscheinlich schaufeln sie sich damit ihr eigenes Grab, da Pay-TV und Abo-Streaming-Angebote ohne Werburg ohnehin auf dem Vormarsch sind.

Das sehe ich etwas anders: Für einen Kabelanschluss z.B. bei Kabel Deutschland zahlt man ca. 20€ im Monat. Die Smartcard für den Empfang der privaten Sender kostet ca.60€ im Jahr. Der DVB-T2 Receiver hat sich somit schon nach einem Jahr amortisiert. DVB-T2 ist also eher eine ernstzunehmende Konkurrenz für die Kabelanbieter.

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509

Sunday, May 7th 2017, 4:49am

Houseverwalter schrieb:

Quoted

Das sehe ich etwas anders: Für einen Kabelanschluss z.B. bei Kabel Deutschland zahlt man ca. 20€ im Monat. Die Smartcard für den Empfang der privaten Sender kostet ca.60€ im Jahr. Der DVB-T2 Receiver hat sich somit schon nach einem Jahr amortisiert. DVB-T2 ist also eher eine ernstzunehmende Konkurrenz für die Kabelanbieter.

Aus diesem Betrachtungswinkel habe ich DVBT2 noch nicht betrachtet. Das würde ja sogar bedeuten, dass sich ein weiterer Receiver nur zur Aufnahme rechnen würde, zumindest von den laufenden Kosten, nicht denen der Investition.

Der von Nils angegebene Artikel, hier der Volltext:
"DVB-T2: Antennenfernsehen verliert 18 Prozent seiner Nutzer
Nicht wenige Antennennutzer haben nach der DVB-T-Abschaltung von dem Übertragungsweg verabschiedet. Doch 400.000 Haushalte kamen neu dazu. Wenn die Gratisphase von Freenet TV endet, wird sich zeigen, wie viele zahlende Kunden wirklich übrig bleiben.
Nach der DVB-T-Abschaltung in den Ballungsgebieten haben sich bisher 18 Prozent der Nutzer von der Antenne als Empfangsweg verabschiedet. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Kantar TNS und dem Betreiber Media Broadcast hervor, die am 4. Mai 2017 veröffentlicht wurde. Dagegen hätten 400.000 Haushalte von anderen TV-Empfangswegen neu auf DVB-T2 HD gewechselt.
Anzeige
Bis heute wurden 1,7 Millionen Empfangsgeräte verkauft, die Freenet-TV-fähig sind. Darüber hinaus nutzen derzeit 500.000 bis 600.000 Kunden DVB-T2 ohne Freenet TV. Damit erreicht DVB-T2 über 2,2 Millionen Haushalte. Am 28. März 2017 hatte Media-Broadcast-Chef Wolfgang Breuer erklärt, in Deutschland seien bereits eine Million Geräte verkauft, die das HD-Bezahlpaket Freenet TV im neuen Antennenfernsehen DVB-T2 wiedergeben können. Wenn die Gratisphase von Freenet TV Ende Juni endet, wird sich zeigen, wie viele zahlende Kunden wirklich übrig bleiben.
Zahlende Kunden
Freenet hatte im April bereits rund 160.000 zahlende Kunden für sein DVB-T2-Angebot Freenet TV. Zum Ende des ersten Halbjahres 2017 rechnet der Anbieter mit einer Zunahme der Kundenzahl für das Angebot der Privatsender auf rund 500.000 und bis zum Jahresende 2017 mit einem Anstieg auf über 800.000 Abonnenten.
In Deutschland läuft DVB-T2 mit dem Codierungsverfahren HEVC (H.265) und bietet eine Bildauflösung von 1080p. Nach der dreimonatigen Gratisphase wird für die Privaten ein monatliches Entgelt von 5,75 Euro für Freenet TV berechnet. Die öffentlich-rechtlichen Sender bieten ihre gebührenfinanzierten Programme auch nach der Umstellung auf DVB-T2 HD unverschlüsselt an."
ist einer der leider zu viel und auch unnötigen Artikel der Marke: Inkompetenz geht vom Schreiber aus.
Der Eckwert fehlt, 2010 waren etwa 2 Millionen DVBT Nutzer unterwegs 18% Abgang sind 360.000 plus 400.000, wo ist da der Abgang?
2015 wird laut Statistik nur noch von 1,9 Millionen Nutzern ausgegangen 18% Abgang sind 342.000 plus 400.000, ...

Aber eigentlich ging es ja um DAB+ und nicht um BVBT2

Guß
Volkmar

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510

Sunday, May 7th 2017, 8:08am

DVB-T2 ist also eher eine ernstzunehmende Konkurrenz für die Kabelanbieter.
Man darf aber nicht vergessen das der Receiver und Smartcard pro Gerät fällig werden. An einem Kabelhausanschluss kann eine beliebige Zahl von Endgeräten betrieben werden. Jedenfalls für die Kanäle für die keine Zusatzlizensen erforderlich sind. Das sind aber schon eine ganze Menge,

Zu bedenken ist auch das ein Kabelanschluss zumindest was Internet betrifft die höchste Zukunftssicherheit besitzt. Wenn es dann eh schon da ist schaltet man die weiteren Dienste halt dann der Einfachkeit halber mit drauf. So ging es bei mir letztlich auch.

Ist jetzt allerdings auch OT

Was DAB in Schottland betrifft muss man DAB und DAB+ unterscheiden! DAB+ hat wesentlich effektivere Codecs für die Übertragung als DAB! Auch sollte man UKW, was die Klangqualität anbetrifft, heutzutage auch nicht überschätzen. Die Zeiten wo einem Klassik auf höchsten Niveau präsentiert wurde sind dort auch vorbei. Schon weil es die Nachfrage gar nicht mehr gibt. Wenn überhaupt hat man sich im langen UKW Nutzungszeitraum auch nur für sehr kurze Zeit in solche Qualitätsregionen verstiegen. Das ging dann Hand in Hand mit der Entwicklung von div. "Spitzentunern" die man sich heute wohl auch größtenteils sparen kann...

VG Martin