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Posts: 259

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421

Saturday, May 28th 2016, 7:05pm

Hallo 96k,

es wäre hilfreich, wenn verstanden würde, was geschrieben wurde. Ein sorgfältiges Lesen wäre ein erster Schritt. Möglichst emotionslos der zweite. Dann kann es auch eine Annäherung geben. Es kommt zu einem Austausch von Argumenten. Im besten Fall. Also versuchen wir es noch einmal:

Quoted

Olaf schrieb:
Eine nicht nur von 96k behauptete fehlende Bandbreite ist tatsächlich ein "Todschlagargument". Wo macht sich diese wie und wo bemerkbar? Ich bemerke davon nichts. Es mag manchmal Engpässe geben. Sie betreffen mich nicht.

96k antwortete:
Die fehlende Bandbreite macht sich in den "Engpässen" bemerkbar, die es im Mobilfunknetz immer wieder gibt. Ein Mitglied dieses Forums war z.B. auf dem Japan-Tag in Düsseldorf. Selbst das Abrufen von E-Mails war nicht möglich aufgrund fehlender Bandbreite für alle Nutzer, die das Fest besucht hatten und Daten austauschen wollten.
Was Engpässe sind, wissen wir wohl alle. Diese gibt es aktuell im Internet, aber auch bei DAB. Selbst bei der Versorgung mit UKW gibt es Engpässe, weil kein Empfang möglich ist. Als Beleg nun eine Massenveranstaltung wie den Japan-Tag in Düsseldorf zu zitieren ist schwach. Wer hört da Radio? Aber zur Sache. Wenn es verstärkt Engpässe gäbe, weil z.B. alle gleichzeitig Internet-Radio hören würden, dann wird der Daten-Highway einfach ausgebaut. Mobil und stationär. Daran haben wirklich alle gesellschaftlichen Kräfte Interesse - ganz im Gegensatz zu DAB+, welches ja zumindest in der Diskussion stark umstritten ist.

Quoted

Olaf schrieb:
Nur ein weiteres Beispiel zur Leistungsfähigkeit der Internet. Live-Schalten der Korrespondenten für TV-Anstalten werden zunehmend z.B. mit LiveU via mobilem Internet gemacht. Die teuere Anmietung von Satelliten-Übertragungsstrecken mit entsprechender Technik ist nicht mehr nötig. Mittlerweile können diese Schalten sogar mittels einer App auf einem smartphone geleistet werden. Weltweit. Die Übertragung von Bild- und Tonbeiträgen erfolgt natürlich ebenfalls via Internet. Im In- und Ausland.

96k antwortete:
Es ging doch gar nicht um die Leistungsfähigkeit des Internets, sondern um die fehlende Bandbreite bei den Mobilfunkzugängen.
Darum schrieb ich ja auch vom „mobilem Internet“ und von „App auf dem smartphone“. Man könnte etwas mitdenken und dabei erkennen, was gemeint war.

Quoted

Olaf schrieb:
Meine 6 GB verbrauche ich nie, denn zuhause, im Büro, im Hotel etc. habe ich natürlich einen stationären Internet-Zugang (überall gibt es WLAN) mit einem unbegrenzten Volumen.

96k antwortete:
Es ist schön für Dich, daß Du im Büro einen stationären Internetzugang hast, den Du auch privat unbegrenzt nutzen darfst. Viele dürfen am Arbeitsplatz den Internetzugang gar nicht privat nutzen oder nur eingeschränkt nutzen. …Wir haben ca. 1000 Mitarbeiter im Innendienst. Wenn jetzt nur jeder zweite Mitarbeiter für Internetradio 500 MB am Tag zusätzlich verbraucht, wären das ca. 250 GB am Tag zusätzlicher Traffic. In der Woche wären das ca. 1,2 TB, im Monat dann über 5 TB "zusätzlich" zu dem betrieblichen Datenvolumen, für das unser ISP Geld haben möchte.
Natürlich können die 500 Mitarbeiter aus dem o.g. Beispiel jetzt versuchen, diese 250 GB am Tag für ihr Internetradio aus dem Mobilfunknetz zu holen. Jedoch sind die dort nicht allein, da in anderen Firmengebäuden hier in der Straße auch viele Mitarbeiter sitzen. All diese Probleme gibt es bei DAB+ nicht. Wenn es darum geht ein Rundfunkprogramm zu verteilen, ist klassischer Rundfunk weder rückständig noch überflüssig.
Wie viele hören denn an diesem Arbeitsplatz Radio? Das habe ich ja noch nie erlebt! Dudelfunk als Dauerberieselung? Dafür bedarf es mMn keiner öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Nun gut … Wenn der traffic ein Problem darstellen sollte, kann man ja UKW hören, der für klassischen Rundfunk ausreichend wäre. Das wird ja (noch) nicht abgeschaltet. Für eine Dauerberieselung bedarf es vielleicht keiner DAB-Versorgung, die ca. 600 Millionen Euro für die Erstellung der Sender kosten wird. Zuzüglich all der dann nötigen Endgeräte. Vielleicht verbieten dann aber auch die Arbeitgeber das Hören von Radio und die Mitarbeiter konzentrieren sich wieder mehr auf die Arbeit :)

Quoted

Olaf schrieb:
ein Vertrag bei der Telekom gewährleistet mir ein mobiles Datenvolumen von 6 GB. Dafür bezahle ich inkl. Endgerät (iPhone 6S) ca. 50€. Bei Bedarf jederzeit um weitere GBs erweiterbar. Ein Zeitungsabo der FAZ kostete mich in der Druckversion ca. 60 Euro im Monat. Für die digitale Ausgabe bezahle ich 40€. Da ich mehrere Abos von weiteren Zeitungen beziehe, reduzieren sich meine Kosten bereits an dieser Stelle ganz erheblich.

96k antwortete:
Ich, ich, ich ...

Schau mal über Deinen Tellerrand hinaus und denke mal an die Menschen, die keine 6GB Datenvolumen in ihren Mobilfunktarifen haben. Z.B. weil sie keine 6 GB brauchen (außer Du befiehlst ihnen in Zukunft die Nutzung von Internetradio per Mobilfunk), oder weil sie sich das schlicht und einfach nicht leisten können. Die haben auch kein Geld für mehrere Zeitungsabos und damit auch keine Refinanzierung über gesparte Abo-Kosten, die haben ganz andere Probleme. Ich verstehe einfach nicht, wie man so massiv gegen DAB+ wettern kann, nur weil man es selber nicht braucht. DAB+ und das Internet können friedlich nebenher existieren.
Starke Worte, die unangebracht sind. Ich benenne mich als Beispiel, um zu zeigen, wie das (auch mobile) Internet letztendlich alles verbilligt. Das ist an anderer Stelle ein Fluch, aber kaum noch einer kauft im klassischen Sinn Musik. Oder Bücher, Zeitungen. Der Einzelhandel darbt und geht zugrunde, weil alle im Internet bestellen etc.

Wenn Du genauer lesen würdest, hättest Du festgestellt, daß ich an keiner Stelle „massiv gegen DAB+ wetter(e)“, wie Du behauptest. Neben anderen versuche ich in diesem thread zu belegen, warum es dessen vielleicht nicht mehr bedarf. Hier wettert eigentlich nur einer. Und das bist leider Du!

Quoted

Olaf schrieb:
Ich nutze Radio und TV, also klassischen Rundfunk, nur noch via Internet.

96k antwortete:
Schön, daß Du nur noch das Internet nutzt. Ich kennen niemanden, wirklich niemanden, der in seinem Leben solche "digitalen" Entscheidungen trifft.

Olaf schrieb:
… (96k) kennt niemanden, der so rigoros "digitale Entscheidungen" trifft.

96k antwortete:
Nicht nur, daß Du Dich durch die Ansprache in der dritten Person jetzt völlig zum Affen machst. Du hast offentsichtlich auch Probleme, Texte im Kontext zu erfassen und zu verstehen. Meine Aussage, "Ich kennen niemanden, wirklich niemanden, der in seinem Leben solche "digitalen" Entscheidungen trifft", bezieht sich auf Deine "digitale" entweder/oder Einstellung zum hier diskutierten Thema.
Aus diesem Grund war das Wort "digitalen" auch in Anführungszeichen gesetzt und nicht die Wörter "digitale Entscheidungen", wie Du es oben falsch verstanden und zitiert hast.
Deine sprachliche Ausdrucksweise ist mindestens grenzwertig - nein, sie ist beleidigend! Um Deine Worte zu nutzen: Zum Affen machst Du Dich hier. Wo bitte rede ich von mir in der „dritten Person“? Und natürlich traf ich, um Deine Worte ein weiteres Mal zu nutzen, eine digitale Entscheidung. Wo ist da eine Unklarheit, daß Du Dich so ereifern mußt? Schaum vor dem Mund ist nicht hilfreich. In diesem Sinne ...

Olaf
Olaf, der eher passiv seit Jahren hier mitliest und sich an den fachlichen Beiträgen über Tonbandgeräte erfreut

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422

Saturday, May 28th 2016, 10:12pm

Hallo 96k,

es wäre hilfreich, wenn verstanden würde, was geschrieben wurde. Ein sorgfältiges Lesen wäre ein erster Schritt. Möglichst emotionslos der zweite.

Gut, daß Du das erkannt hast. Ich bin mal gespannt. ;-)



Was Engpässe sind, wissen wir wohl alle. Diese gibt es aktuell im Internet, aber auch bei DAB. Selbst bei der Versorgung mit UKW gibt es Engpässe, weil kein Empfang möglich ist.
Möglichst emotionslos der zweite.

Offensichtlich wissen nicht alle, was Engpässe sind. Das was Du meinst, sind keine Engpässe, es sind nicht versorgte Gebiete, die es im Mobilfunknetz auch gibt.



Als Beleg nun eine Massenveranstaltung wie den Japan-Tag in Düsseldorf zu zitieren ist schwach. Wer hört da Radio?

Busfahrer, Taxifahrer, Autofahrer usw., die in der Stadt unterwegs sind.



Aber zur Sache. Wenn es verstärkt Engpässe gäbe, weil z.B. alle gleichzeitig Internet-Radio hören würden, dann wird der Daten-Highway einfach ausgebaut. Mobil und stationär. Daran haben wirklich alle gesellschaftlichen Kräfte Interesse - ganz im Gegensatz zu DAB+, welches ja zumindest in der Diskussion stark umstritten ist.

Und diesem Ausbau stehen beim Mobilfunk physikalische und wirtschaftliche Grenzen entgegen. Wenn mal jemand wegen Überlastung seine Mails nicht abrufen kann, ist das kein Problem. Rundfunk müsste aber immer zur Verfügung stehen. Ein solcher Ausbau rechnet sich aber im Mobilfunk nicht.
Du erinnerst Dich noch an den Beitrag von Ulrich?

Zitat: Vodafone hatte 2009 ca. 13000 UMTS Basisstationen im Betrieb, bei den anderen Anbietern sind es ähnliche Zahlen.
Für eine flächendeckende DAB+ Versorgung Deutschlands werden ca. 100 Sender benötigt.

Fällt Dir was auf?



Wie viele hören denn an diesem Arbeitsplatz Radio? Das habe ich ja noch nie erlebt!

Du hast offensichtlich einiges noch nicht erlebt.



Dudelfunk als Dauerberieselung? Dafür bedarf es mMn keiner öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Nun gut … Wenn der traffic ein Problem darstellen sollte, kann man ja UKW hören, der für klassischen Rundfunk ausreichend wäre. Das wird ja (noch) nicht abgeschaltet.

Und Du entscheidest, was ausreichend wäre? Geht's noch?
DLF und Deutschlandradio Berlin bekomme ich im Büro nur per DAB+, nicht per UKW. Auch im Auto kann ich hier diese Sender über DAB+ ohne Störungen empfangen, was auf UKW nicht geht. Das ist für mich ein deutlicher Mehrwert.
Andere Menschen freuen sich vielleicht über eins der anderen Programme, die nur über DAB+ ausgestrahlt werden.



Für eine Dauerberieselung bedarf es vielleicht keiner DAB-Versorgung, die ca. 600 Millionen Euro für die Erstellung der Sender kosten wird.

Wie setzen sich die von Dir genannten 600 Millionen Euro zusammen?



Zuzüglich all der dann nötigen Endgeräte.

Die gibt es ab EUR 30,- aufwärts, ohne laufende Zugangskosten zum DAB-Netz.



Deine sprachliche Ausdrucksweise ist mindestens grenzwertig - nein, sie ist beleidigend!

Beleidigend wäre, wenn ich Dich als Affen bezeichnet hätte, was ich nicht habe. Daß Du Dich hier im Thread zum Affen machst, ist meine Einschätzung beim Lesen Deiner Postings.
Und ich würde wetten, daß bei Deinen Aussagen wie z.B. ...

Wer sagt, daß Rundfunk umsonst sein muß! Wir leben in einer kapitalisierten Welt. Alles hat seinen Preis. Die im Grundgesetz garantierte Pressefreiheit bedeutet nicht, diese als Bürger umsonst zu bekommen. Wer nicht bezahlen kann, der ist nicht dabei und somit auch von der Information abgeschnitten. Man wird bedürftig und ein Fall für das Sozialamt

... andere dies auch so sehen.
Auf der einen Seite beschwerst Du Dich über die Ausbaukosten für das DAB-Netz, auf der anderen Seite möchtest Du jeden, der sich Deine Zukunftslösung Internetradio nicht leisten kann, zum Sozialamt schicken.
Was glaubst Du denn, wie weit Du mit diesem Betrag kommen würdest? Nein, bitte nicht antworten, es war eine rhetorische Frage.


Grüße

96k

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423

Wednesday, October 12th 2016, 11:51pm

Nun soll DAB+ doch mit politischer Willkür durchgesetzt werden:

https://forum.digitalfernsehen.de/thread…ab-plus.368779/

Ich fürchte nur, bei der "Sendeleistung" dieser Digitalfunzeln würde es viele "Täler der Ahnungslosen" geben, wenn es kein Internetradio gäbe.

Gruß
Jochen

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424

Thursday, October 13th 2016, 12:52am

Das dürfte ein Mißverständnis sein.
Es ist nicht die Rede davon, daß die Geräte kein UKW mehr haben,
sondern nur davon, daß sie auch DAB+ können müssen.
Billig-Radios werden ohnehin von der Regelung ausgenommen.
Man könnte auf die Idee kommen, daß es sich um eine Zwangskundenbeschaffung für DAB-Modul-Hersteller handelt.

MfG Kai

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425

Thursday, October 13th 2016, 8:24am

Man könnte auf die Idee kommen, daß es sich um eine Zwangskundenbeschaffung für DAB-Modul-Hersteller handelt.
So ist es.
Hast Du Lobby in der Politik, kommt es zu solch sonderbaren Dingen.
Da ich Zwänge nicht mag, verzichte ich nun auch prinzipiell auf DAB+. Scheixxe, schiefgegangen... :D

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426

Thursday, October 13th 2016, 2:59pm

da geht es nicht hauptsächlich um die Modulhersteller. Es geht vielmehr darum, mit aller Gewalt einen Staatsrundfunk aufrecht zu halten, bei dem wenige zentral kontrollierte Sender ihren Sülz über das Volk auskippen können. Wenn ich mir unser DAB+ Angebot hier im Ruhrgebiet so anhöre, kriege ich zunehmend das Gefühl, dass unser Rundfunk von Leuten gesteuert wird, die gar nicht mehr kapieren, was in der Welt so abläuft, und die mit diesem weltfremden rückwärts gerichteten Blick versuchen, modern zu sein. DAB+ erinnert ein wenig an den Lipsi, den Tanz, den die DDR-Regierung erfunden hat, um das Volk vom bösen westlichen Twist fernzuhalten.

Worauf will man denn so ein Gesetz juristisch gründen ? Es fängt schon mit dem Begriff Radio an. Das Radio als Geräteart gibt es doch kaum noch. Ist ein Satellitenreceiver, mit dem man auch Audioprogramme hören kann, ein Radio, und muss der jetzt neben DVB-S auch DAB+ haben ? Oder ist ein netzwerkfähiger Lautsprecher ein Radio ? Ein PC, mit dem man auch Radio hören kann, braucht der jetzt ein DAB+ Modul ? Da werden sich wieder zahllose gut bezahlte Fachleute auf Steuerzahlers Kosten lang und intensiv dran abarbeiten, und am Ende wird es so viele Ausnahmeregelungen geben, dass man es auch gleich hätte lassen können.

Gruß Frank

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Thursday, October 13th 2016, 3:21pm

Meine Vermutung ist, daß es vor allem darum geht, den Hang von großen Teilen der Bevölkerung zum Festhalten am UKW-Rundfunk abzubauen. Ich beziehe das monatliche Programmheft vom Deutschlandradio für die drei Programme Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur und DRadio Wissen. Darin wird gelegentlich im Editorial sehr für DAB+ getrommelt. Da werden immer nur die Vorteile genannt, nie die Nachteile. Ich höre die Nachtigall folgendes trappsen: Wenn die Versorgungsbasis mit Sendern und Empfängern per DAB+ groß genug ist, wird man die Verbreitung per UKW beenden, um allerlei Kosten einzusparen. Im Moment traut man sich das noch nicht, um sich nicht große Teile der Hörerbasis unter den Füßen wegzuziehen.

MfG Kai

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Saturday, October 15th 2016, 11:34am

DAB und DAB+ sind meiner Meinung nach keine wirklichen Alternativen zum UKW-Rundfunk, wenn man Wert auf hohe Qualität legt. Die extreme Komprimierung der Audiodaten wird sicher für den "Dudelfunk" ausreichend sein, wer allerdings höhere Ansprüche stellt hat die A....-Karte. Der ahnungslose Hörer, welcher sich nicht mit der Materie Auskennt, glaubt natürlich dass Digital immer besser ist als Analog.

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429

Saturday, October 15th 2016, 12:27pm

Also ich kann den Albrecht DR 52 im A/B Vergleich mit meinem kabel gespeisten Kirksaeter RTX 700 hören und merke da keinen signifikanten Unterschied im Klang. DAB ist mit der Titel/Interpreten Anzeige und dem Drum und dran schon auch praktisch. Man sollte die UKW Qualität auch nicht überschätzen. Es ist überall der gleiche Kit der über den Äther geht....

VG Martin

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430

Saturday, October 15th 2016, 1:03pm


Man sollte die UKW Qualität auch nicht überschätzen.
Genau.
Erstens kommt vieles beim Rundfunk auch schon aus komprimierten Quellen und nicht direkt von Plattenspieler, CD oder Mastertape Rundfunk-eigener Aufnahmen.
Zweitens werden auf den Verbreitungswegen vom Programm-Provider zu den tatsächlichen Sendern wohl auch komprimierende digitale Übertragungsverfahren/standards verwendet, weil es billiger und effizienter ist als die alten Analog-Leitungen oder gar Ball-Empfänger.
Drittens ist UKW auch nicht gleich UKW, was man schon an dem großen Laufzeit-Unterschied zwischen UKW über Antenne und UKW aus dem Kabel festmachen kann. Der beruht natürlich auf digitaler Block-Signalverarbeitung.
Zwischen DAB+ und klassischem MPEG gibt es dann meines Wissens noch den Unterschied, daß DAB+ mit SBR (Spectral Band Replication) arbeitet, um bei der Übertragung der obersten Oktave Bits/Übertragungsrate einzusparen und trotzdem Scheinhöhen zu Gehör bringen zu können.

MfG Kai

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431

Saturday, October 15th 2016, 1:05pm

Bei UKW gibt es doch RDS, mit welchen sich ebenfalls die Titel- und Interpretenanzeige realisieren läßt. Ich halte absolut nichts von diesem komprimierten Digitalmüll.
Sobald die Moblifunkanbieter eine "echte" Flatrate im Programm haben werden die Karten ohnehin neu gemischt. Dann wird das Internetradio vermutlich die ganze DAB-Diskussion beenden. O2 bietet für 5€ Aufpreis schon so etwas in der Art an. Dabei wird wird nach Aufbrauchen des High-Speed Volumens nicht wie bei anderen Anbietern auf 64K oder gar 32K gedrosselt sondern auf 1024K, was für Internet-Radio völlig ausreichend ist. Während man beim Fernsehen in der Bild- und Tonqualität immer höhere Maßstäbe setzt, wird der Rundfunk immer weiter verschlimmbessert. Dass schon das Quellmaterial in den Sendeanstalten in komprimierter Form vorliegt kann ich im Zeitalter von Breitband-Vernetzung und Terabyte-Festplatten überhaupt nicht nachvollziehen. Wenn man bedenkt, dass in den 80ern fast ausschließlich Schallplatten - wegen der besseren Qualität meist sogar die "Radio-Version" von der Maxi-Single - oder Bänder mit 38,1cm/s verwendet wurden und hierbei hochwertigste Technik zum Einsatz kam (z.B. EMT 948, Studer A67) muß ich hier leider von einem technischen Rückschritt sprechen.

This post has been edited 4 times, last edit by "Houseverwalter" (Oct 15th 2016, 1:39pm)


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432

Saturday, October 15th 2016, 1:41pm

Wenn man den LAME-Encoder für mp3 mit höchster Qualitätsstufe und variabler Bitrate auf Quellen bester Qualität (aus demPop/Rock-Genre) anwendet, kommt eine mittlere Bitrate um 224 kBit/sek dabei heraus. Dabei darf er blockweise entscheiden, welche Bitrate zwischen 32 und 320 kBit/sek er tatsächlich verwendet, um die gewünschte Qualität zu erreichen., Ich weiß nicht, ob es bei klassicher Musik anders ist.
Die wenigsten Menschen sind in der Lage, zwischen dem Ergebnis und dem Original einen Unterschied auszumachen.
Eine Bitrate von 1024 kBit/sek erscheint mir maßlos übertrieben.
Die qualitativ besten Internet-Radios streamen meines Wissens mit 256 kBit/sek. Die meisten allerdings mit weniger.
Viele setzen dabei auch AAC und SBR ein.

MfG Kai

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433

Saturday, October 15th 2016, 1:50pm

Eine Bitrate von 1024 kBit/sek erscheint mir maßlos übertrieben.
Die qualitativ besten Internet-Radios streamen meines Wissens mit 256 kBit/sek. Die meisten allerdings mit weniger.
Viele setzen dabei auch AAC und SBR ein.
1024kBit/s entspricht einem unkomprimierten Signal in CD-Qualität. Es gibt aber auch noch die verlustfreie Komprimierung wie FLAC, welche etwa mit der Hälfte auskommt.
Aber selbst mit 256kBit/s ist Internet-Radio immer noch besser als DAB/DAB+ mit 160kBit/s

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434

Saturday, October 15th 2016, 2:02pm

Meine Aussage über 1024 kBit/sek bezog sich auf den Kontext von komprimierenden Übertragungs/Speicher-Verfahren.

MfG Kai

435

Saturday, October 15th 2016, 2:08pm

Quoted

1024kBit/s entspricht einem unkomprimierten Signal in CD-Qualität.


44100*16*2=?

Gruß Ulrich

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436

Saturday, October 15th 2016, 2:18pm

Stimmt. CD-Qualität benötigt noch mehr.

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437

Saturday, October 15th 2016, 4:11pm

Das einem irgendwo oder irgendwann über welches Medium auch immer einmal CD Streams in Haus flattern halte ich für ein Gerücht. Da könnt ihr lange warten. Eher kommt der Weihnnachtsmann an Ostern.

Spotify bietet 320 kbit, Apple 256 kbit und DAB 96-160 kbit. Über UKW wirst du heute leider im Allgemeinen auch nichts anderes zu hören bekommen als über DAB. Hängt alles auch ein wenig von den Sendungen ab.

VG Martin

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438

Tuesday, October 18th 2016, 12:04pm

ich glaube, die Qualitätsdebatte ist eigentlich überflüssig, weil alle momentan existierenden Übertragungsverfahren für Radio qualitativ ausreichend sind.

Was meiner Meinung nach viel wichtiger ist, ist die Veränderung der Nutzung, die sich durch die neuen technischen Möglichkeiten ergeben:

Der terrestrische Rundfunk, egal, ob analog oder digital, hat eine eng begrenzte Zahl von Kanälen, auf denen Programm in eine Richtung übertragen werden kann. Die Begrenztheit der Kanäle sorgt dafür, dass es eine im Vergleich zur Menge der Empfänger winzige Zahl von Sendern gibt, die Ein-Richtungs-Technik sorgt dafür, dass die Empfänger keinen Einfluss auf das haben, was die Sender tun. Hinzu kommt noch, dass der terrestrische Rundfunk so konzipiert ist, dass das gesendete Programm auch sofort konsumiert werden soll - sprich, der Empfänger ist von der Sendezeit abhängig. Diese Abhängigkeit wurde durch Aufzeichnungsgeräte zwar etwas abgemildert, es ist aber kompliziert. Und last but not least ist der Hörer örtlich abhängig, verlässt er das Sendegebiet, ist auch der Sender nicht mehr zu empfangen.

Beim netzwerkbasierten Rundfunk sind alle Teilnehmer technisch gleichberechtigt, und das Netz ist grundsätzlich weltweit verfügbar. Dadurch fallen die Grenzen zwischen Sender und Empfänger weg. Jeder, der will, kann selber ein Programm ins Netz stellen, und wenn er nicht will, kann er seinen "Sender" dazu benutzen, die Radiostationen zu steuern. Hierdurch entstehen viele neue Möglichkeiten wie z.B. Audio On Demand - man kann die Sendung dann hören, wenn man Lust und Zeit hat, und man kann sie weltweit hören, was ein großer Vorteil ist, wenn man geschäftlich viel unterwegs ist. Wenn z.B. eine mehrstündige interessante Kultursendung auf WDR5 läuft, kann ich sie mit terrestrischem Radio nur hören, wenn sie gerade ausgestrahlt wird, und solange ich mich im Auto befinde und durch das Sendegebiet fahre. Beim netzwerkbasierten Rundfunk rufe ich die Sendung aus der Mediathek ab, kann sie während der ganzen Fahrt hören, und wenn ich einen Termin habe, schalte ich auf Pause, um danach weiterhören zu können.

Ein entscheidender Faktor kommt beim netzwerkbasierten Rundfunk noch dazu - er nutzt eine Übertragungstechnologie, die gleichzeitig auch für alle anderen Kommunikationsbedürfnisse genutzt werden kann. Ein Kommunikationsbedürfnis, das durch die Autoindustrie in den letzten Jahren massiv vorangetrieben wird, ist die Kommunikation der Autos untereinander, die für das autonome Fahren gebraucht wird. Seit die Autoindustrie hier aktiv ist, geht der Ausbau des mobilen Internet massiv vorwärts, langsam kommen die ersten echten Mobil-Flatrates in Sicht, und der Rundfunk wird in einigen Jahren eine von vielen Internet Applikationen sein, die man so mitlaufen lassen kann. Der terrestrische Rundfunk wird nur noch so lange eine Rolle spielen, bis diese Entwicklung abgeschlossen ist. Wer glaubt, das würde alles nicht kommen, der sollte sich mal die Entwicklung der letzten 20 Jahre ansehen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich mit einem als Modem zweckentfrendeten Handy und einem PDA mit Infrarotschnittstelle in Dänemark gesessen habe, und wir uns wie die totalen Pioniere vorkamen, als wir nach etwa vier Minuten und 3 Mark Telefongebühren auf dem PDA meinen Kontostand bei der Sparkasse sehen konnten. Das ist noch keine 20 Jahre her.

DAB+ ist deshalb eine Totgeburt, weil es die Nachteile des terrestrischen Rundfunks 1:1 übernimmt. Hierzu gehört auch noch die technische Unflexibilität - wenn beim Netzwerkrundfunk ein neuer besserer Übertragungsstandard kommt, reicht es, eine neue App zu installieren. DAB+ ist dagegen wie DVB-T auf einen Standard festgenagelt, und wenn der Fortschritt neue Standards etabliert, muss neue Technik angeschafft werden. Das kann man momentan sehr gut bei DVB-T beobachten. Als DVB-T kam, war PAL-Fernsehen auf 4:3 Bildschirmen Standard. Heute ist Full-HD-Fernsehen auf 16:9 Bildschirmen Standard, und um das terrestrisch übertragen zu können, muss neue Technik her, Umbauten an den Sendern und neue Receiver bei den Empfängern. Und wenn DVB-T2 dann in vielen Jahren endlich durchgesetzt ist, guckt die Welt schon in UHD fern, oder dreidimensional im Holodeck, oder was weiß ich.

DAB+ ist eine Geburt von Leuten, die die neue Zeit nicht verstehen, und die glauben, dass es reichen würde, den alten Rundfunk einfach nur zu digitalisieren. Die eindirektionale Technik des Rundfunks scheint auch eine eindimensionale Haltung der Entscheider zu bewirken. Die Macher von DAB+ sehen die mögliche Kostenersparnis, und denen gar nicht daran, dass man sich heute stärker als früher mit dem kleinen Mann am anderen Ende und dessen Bdürfnissen auseinandersetzen muss. Sie merken seit Jahren nicht, dass ihnen die jüngere Generation mittlerweile komplett die lange Nase zeigt, und sich anarchischen Lösungen wie YouTube zuwendet, die das Vakuum schamlos ausnutzen. Sobald das mobile Internet so ausgebaut ist, dass es wirklich überall und kostengünstig genutzt werden kann, wird der terrestrische Rundfunk im freien Fall in der Versenkung verschwinden, da bin ich mir sicher. Man kann es heute schon beobachten - seit es die Gebührenpauschale bei der ehemaligen GEZ gibt, stehen in den Büros keine Radios mehr rum, sondern in der oberen Ecke im Computerbildschirm befindet sich eine App wie Winamp, die Radio über die PC-Lautsprecher streamt. Ob uns das gefällt oder nicht, aber so sieht die nähere Zukunft aus, und ich finde es absolut übel, wenn eine Hand voll Entscheider eine teure digitale Totgeburt nach der anderen produzieren, nur weil sie sich einfach nicht von den alten Zöpfen trennen wollen, und auf der anderen Seite fehlt genau das Geld, um in ländlichen Regionen das mobile Internet weiter auszubauen.

Man muss immer überlegen - wenn die Leute früher so eine starrsinnige Verweigerungshaltung gegenüber dem Fortschritt gehabt hätten wie ein großer Teil der Leute von heute, dann hätten wir in den zwanzigern kein Radio bekommen, und in den fünfzigern kein UKW. Wahrscheinlich hätte es auch keine Schallplatte und kein Tonband gegeben.

Gruß Frank

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439

Tuesday, October 18th 2016, 12:07pm

Quoted

1024kBit/s entspricht einem unkomprimierten Signal in CD-Qualität.


44100*16*2=?

Gruß Ulrich

wenn wir es schon ganz genau nehmen: Das, was nach Deiner Formel ausgerechnet wird, ist der Wert in Bit/sek. Wenn Du den Wert in kBit/sek haben willst, musst Du das ganze noch durch 1024 teilen, und dann kommst Du schon in die Nähe von 1024 kBit/sek ;) .

Gruß Frank

440

Tuesday, October 18th 2016, 12:53pm

Der Einwand würde nur für "Bytes" und nicht für "Bits" gelten.

Gruß Ulrich

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441

Tuesday, October 18th 2016, 1:21pm

wieso das denn ? Ein Kilobit sind 1024 Bit, oder habe ich in der Ausbildung nicht richtig aufgepasst ? Ein Byte sind 8Bit, ein Kilobyte sind 1024 Byte, schon alleine daraus ergibt sich im Umkehrschluss, dass 1KBit 1024Bit sind.

Gruß Frank

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442

Tuesday, October 18th 2016, 4:06pm

wieso das denn ? Ein Kilobit sind 1024 Bit, oder habe ich in der Ausbildung nicht richtig aufgepasst ? Ein Byte sind 8Bit, ein Kilobyte sind 1024 Byte, schon alleine daraus ergibt sich im Umkehrschluss, dass 1KBit 1024Bit sind.

Gruß Frank

Hallo Frank,

Dein Beispiel gilt nur für ein Vielfaches von 8 Bit, welches bei z.B. Speichergrößenangaben benutzt wird. Bei der Bitrate gilt das nicht. Da ist 1k gleich 1000.
Gruß,
Michael/SH

Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)

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443

Tuesday, October 18th 2016, 4:27pm

Ist doch eh inzwischen alles Mumpitz mit den 1.000 oder 1.024. Ursprünglich wurde mal das kleine k für 1.000 und das große K für 1.024 verwendet, aber weil es keine akzeptierten Entsprechungen für die heute viel wichtigeren "Giga", "Mega" und "Tera" gibt ("MiB", "GiB" und "TiB" sieht man in der Praxis so gut wie nie), macht es jeder so, wie es ihm gerade in den Kram passt. Die Marketing-Abteilung bei Speichermedienherstellern favorisiert die 1.000, weil man dann größere Kapazitäten angeben kann, aber die Software geht dann wieder von 1.024 aus. Aussitzen müssen das der unbedarfte Konsument, der seinen USB-Stick zurück zum Laden bringt, weil er mutmaßlich zu wenig Kapazität hat, und der gebeutelte Verkäufer, der ihm erklären muss, warum das so ist.

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Tuesday, October 18th 2016, 5:18pm

Also meine Töchter hören schon auch Radio. Häufig auch im Auto. Ob DAB+ wirklich nur ein Trepppenwitz des Jahrhunderts bleibt ist fraglich. Bei aller Interaktion benötige ich für DAB+ eben auch nur einen Empfänger und gerade keine kostenintensive Flatrate...

VG Martin
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Tuesday, October 18th 2016, 7:02pm

Gab es nicht schon einmal eine Totgeburt beim digitalen Rundfunk? Um die Jahrtausendwende waren die zum Teil sehr teuren DSR-Empfänger von einen Tag auf den anderen nur noch Elektroschrott. Im Gegensatz zu DAB lieferte dieses System allerdings HiFi-Qualität (14Bit/32kHZ).

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Tuesday, October 18th 2016, 7:33pm

Das da also? Ich kann mich gar nicht erinnern.

Gruß, Anselm

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Tuesday, October 18th 2016, 8:37pm

DSR war eben nicht das was der Markt brauchte. Sicherlich zulasten der Verbraucher. An mir ist DSR aber ehrlich gesagt vollkommen vorbei gegangen.

DAB+ (das + ist wichtig) wird sich m. E. durchsetzen. Es erreicht mit 72-80 kbit/s eine Qualität vergleichbar 128-160 kbit/s wie wikipedia schreibt ohne Rauschen oder blubbern (DAB) bei niedrigen Datenraten und das bereits ab 10-15% Empfangsstärke. Also befriedigende Qualität bei vertretbaren Kosten. Damit passt es in die Landschaft. Mehr liefern die Bezahldienste 256-320 kbit/s (Spotify, Apple etc) oder darüber halt dann digitale Medien bzw. Vinyl.

VG Martin

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Saturday, October 22nd 2016, 12:23pm

DAB+ (das + ist wichtig) wird sich m. E. durchsetzen.
Ich denke, dass DAB+ genau wie DVB-T2 aus den von User nick_riviera im Beitrag weiter oben genannten Gründen wieder ein Flop wird, der uns allen teuer zu stehen kommt.
Internetradio ist voll auf dem Vormarsch und ich kann z.B. in Leipzig "Antenne Bayern" in Top-Qualität hören, was mit DAB(+) praktisch unmöglich ist.

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Saturday, October 22nd 2016, 12:53pm

Ich benutze wie schon gesagt den Albrecht DR52 Adapter sowie ein Dual DAB+ Radio. Ich kann zumindest bezogen auf den Großraum Nürnberg, falls das denn regional abhängig ist, nichts Negatives daran entdecken. Ob Radio zukünftig nur noch im "Bezahl Flatrate Modus" verfügbar sein soll darf m. E. stark bezweifelt werden...

Mag sicherlich auch ein wenig von dem zukünftigen Verhalten der Nutzer abhängen. Ich nutze z.B. kein Internetradio. Der öffentliche Programmauftrag darf dabei jedoch nicht außer Acht gelassen werden.

VG Martin

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Monday, October 24th 2016, 10:36am

man muss sich nur mal mit offenen Augen ansehen, wie Leute unter 30 heutzutage Medien nutzen, um zu erkennen, dass das unidirektionale Radio mit wenigen Stationen keine Zukunft mehr hat. Ich denke, auch die Entscheider beim Rundfunk wissen, dass das konventionelle Radio, egal, ob analog oder digital, nur noch eine Zwischenlösung ist.

Je mehr ich darüber nachdenke, umso mehr glaube ich, dass die Betriebskostenersparnis von DAB+ gegenüber UKW analog so hoch ist, dass sie die ganzen bisherigen Aufwendungen in kurzer Zeit kompensieren würden, und sich die Sache auch für wenige Jahre lohnen würde - wenn denn alle mitmachen würden. Die Realität sieht aber so aus, dass die Hörer in DAB+ mehrheitlich keinen echten Fortschritt sehen, und der private Rundfunk nur sieht, dass sich beim DAB+ Einstieg die Kosten erstmal fast verdoppeln würden, ohne dass es einen einzigen Hörer mehr bringt. Das Internet ist dagegen eine Option, weil es a) fast nichts kostet, und b) überwiegend von Hörern genutzt wird, die UKW den Rücken gekehrt haben. Wenn UKW aber nicht abgeschaltet werden kann, ist DAB+ kein Sparmodell mehr, sondern ein zusätzlicher Kostenfaktor, der den DAB+ Befürwortern zunehmend Probleme macht. Deshalb wurde zuerst immer wieder die UKW-Abschaltung per Gesetz gefordert, und nachdem man endlich eingesehen hat, dass hier niemand mitmacht, versucht man jetzt, die Hersteller per Gesetz zu zwingen, DAB+ Empfänger zu verkaufen. Und im Schatten dieses ganzen Kasperltheaters entwickelt sich still und leise das mobile Internet immer weiter.

Irgendwie erinnert mich das Ganze an das mp3-Desaster in den neunzigern und im ersten Jahrzehnt nach 2000. Da haben es die "Offiziellen" auch in vielen Jahren nicht geschafft, sich auf einen kundenorientierten herstellerübergreifenden Standard zur digitalen Audio-Aufzeichnung zu einigen, und dabei völlig übersehen, dass die PC- und Internetgemeinden die Sache selber in die Hand genommen und anarchische Lösungen geschaffen haben.

Der öffentliche Programmauftrag verlangt lediglich, dass jeder, der will, Zugang zu einer per Gesetz definierten Art von Programm hat. Nirgendwo steht geschrieben, dass man sich hierfür keiner Standardtechnik bedienen darf, sondern immer wieder eine exklusive Lösung für die Erfüllung dieses Auftrages bauen muss. DVB-T und DVB-T2 ist ein weiteres Ärgernis, das in diese Richtung geht.

Gruß Frank